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Schweiz

EU verklagt AstraZeneca wegen Lieferverzögerungen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
WHO: Wenig Wissen über Gefährlichkeit von indischer Corona-Variante

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der in Indien aufgetauchten Corona-Variante B.1.617 vor voreiligen Schlüssen. Die Organisation beobachtet die Virusvariante, hat sie aber noch nicht als besorgniserregend eingestuft, wie eine WHO-Sprecherin auf Anfrage am Montag in Genf mitteilte.

Bislang sei nicht klar, in welchem Ausmass die Variante für den rapiden Anstieg der Fälle in Indien mitverantwortlich ist. Es gebe viele Faktoren, die dazu beigetragen haben könnten. So hätten in jüngster Zeit Feste und Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern stattgefunden. Zudem verbreite sich B.1.617 neben anderen ansteckenderen Varianten wie der zuerst in Grossbritannien nachgewiesenen Variante B.1.1.7.

In Indien waren am Montag gut 350 000 Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. (Bild: Keystone)

Ob B.1.617 mehr schwere Krankheitsverläufe auslöse und damit zu höheren Todeszahlen beitrage, sei bislang ebenfalls nicht klar, sagte die Sprecherin. Die höheren Todeszahlen könnten auch daran liegen, dass Kliniken ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben.

Zypern: Keine Quarantäne für Besucher mit Impfung oder Negativ-Test

Die Urlaubsinsel Zypern verzichtet ab 10. Mai auf eine Corona-Quarantäne für Einreisende aus anderen EU-Staaten sowie zahlreichen weiteren Staaten. Voraussetzung ist, dass die Besucher vollständig geimpft sind oder einen negativen PCR-Test vorzeigen können, der nicht älter als drei Tage ist.

Dies teilte der für den Tourismus zuständige zyprische Vizeminister Savvas Perdios der halbamtlichen Nachrichtenagentur CNA am Montag mit. Eine Impfung mit dem russischen Wirkstoff Sputnik V werde gleichwertig behandelt, sagte Perdios.

Die Regelung gelte für alle Staaten im Schengen-Raum sowie für Besucher aus den USA, Grossbritannien, Israel, Ägypten, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Kanada, der Schweiz, Australien und Neuseeland, berichtete der staatliche zyprische Rundfunk (RIK). Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftsbereich Zyperns.

Umstrittenes Stierrennen von Pamplona wegen Corona erneut abgesagt

Das traditionsreiche spanische «Sanfermines»-Fest mit den weltberühmten Stierrennen fällt auch dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. «Die öffentliche Gesundheit hat oberste Priorität», sagte der Bürgermeister der Stadt Pamplona im Norden des Landes, Enrique Maya, am Montag bei Bekanntgabe der Absage.

Er sei sich darüber im Klaren, dass die Entscheidung ein harter Schlag sowohl «für die Gefühle als auch für die Wirtschaft der Stadt» sei. Das Fest war bereits 2020 wegen Corona abgesagt worden.

 Das spanische Sanfermines-Fest findet auch 2021 nicht statt. (Bild: Keystone)

Die «Sanfermines» sind dem Stadtheiligen San Fermín gewidmet und finden in der 200’000-Einwohner-Gemeinde schon seit 1591 im Juli statt. Es gibt nicht nur Stierrennen und -Kämpfe, sondern unter anderem auch Konzerte, Prozessionen und andere Veranstaltungen.

Die umstrittene Stierhatz ist der Höhepunkt: Zwischen dem 7. und dem 14. Juli werden morgens jeweils sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch zahlreiche Leitochsen von Hunderten Menschen für die Stierkämpfe am Abend durch enge Gassen in die Arena gejagt. Bei den Mutproben der Läufer über die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende verletzt.

Tierschützer protestieren seit vielen Jahren gegen die Stierrennen. Ungeachtet dessen lockt das Fest weiter Tausende Touristen aus aller Welt an, vor allem aus Europa, Australien und den USA. Über Pamplona schrieb der US-Schriftsteller Ernest Hemingway in seinem ersten grösseren Roman «Fiesta» (1926).

EU-Kommission leitet rechtliche Schritte gegen Astrazeneca ein

Im Streit über ausbleibende Impfstofflieferungen hat die EU-Kommission rechtliche Schritte gegen den Hersteller Astrazeneca eingeleitet. Dies teilte ein Kommissionssprecher am Montag mit.

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BAG meldet 5313 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 72 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 5313 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 132 Spitaleinweisungen.

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Impfungen für alle ab 18 im Kanton Waadt

Im Kanton Waadt können sich alle Personen ab 18 Jahren für eine Corona-Impfung anmelden. Dies gibt der Kanton bekannt. Möglich sei es, weil der Kanton mehr Impfdosen erhalten habe und auch weil am Montag das Massenimpfzentrum in Montreux eingeweiht wurde.

(Bild: Keystone)
Britische Impfkampagne erreicht Jüngere: 44-Jährige eingeladen

Die weit fortgeschrittene britische Corona-Impfkampagne hat mittlerweile auch jüngere Altersgruppen erreicht. «Grossartige Nachrichten heute Morgen, dass wir nun 44-Jährigen eine Impfung anbieten können», sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Montag in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

Im Laufe der Woche sollen Berichten zufolge in England auch die 40- bis 43-Jährigen eine Einladung vom Gesundheitsdienst bekommen. Die anderen britischen Landesteile sind ähnlich weit fortgeschritten mit ihren Impfungen.

Die Priorisierung läuft in Grossbritannien – abgesehen von medizinischem und Pflegepersonal – strikt nach Altersgruppen von Alt nach Jung. Bei den über 50-Jährigen seien nun 95 Prozent mindestens einmal geimpft, so Hancock. Mehr als die Hälfte der Briten hat bislang die erste Spritze bekommen, bis Ende Juli sollen alle ein Impfangebot bekommen.

11 Prozent der Tessiner Bevölkerung geimpft

Im Tessin sind bis dato knapp 40’000 Personen gegen das Coronavirus geimpft worden. Dies entspricht rund elf Prozent der Bevölkerung, wie Kantonsapotheker Giovan Maria Zanini am Montag vor den Medien in Bellinzona erklärte.

In der vergangenen Woche seien im Südkanton 20’711 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden, sagte Zanini. Das entspreche einem Fünftel der seit dem 4. Januar verfügbaren Impfdosen. «Diese Zahlen zeigen die Leistungsfähigkeit des Tessiner Systems», erklärte der Kantonsapotheker.

Mögliche Durchseuchung von Kindern wird kontrovers diskutiert

Bis im Sommer 2021 werden laut Schätzungen des Bundes 2,5 Millionen Menschen in der Schweiz nicht geimpft sein, davon rund 1,5 Millionen Kinder. Für die ist die Corona-Impfung noch nicht zugelassen. Trotzdem sollen Ende Sommer weitere Lockerungen in Aussicht stehen. Genau das wird nun von ExpertInnen kritisiert, der Bund nehme damit eine Durchseuchung der nicht-geimpften Kinder und Erwachsenen in Kauf. Im veröffentlichten Dokument zum 3-Phasen-Modell des Bundesrats steht geschrieben: «Dem Bundesrat ist es ein Anliegen, dass sich die Gesellschaft damit auseinandersetzt, dass sich langfristig alle nicht-geimpften und nicht-genesenen Personen anstecken werden.»

Ob eine Durchseuchung bei Kindern und Teenagern der richtige Weg ist, wird heftig diskutiert. (Symbolbild: Keystone)

Der Epidemiologe Marcel Tanner nahm gegenüber «20 Minuten» Stellung zur Debatte um eine mögliche Durchseuchung von Kindern. Er vertritt die Meinung, dass eine Durchseuchung bei Kindern der falsche Weg ist. Es sei nicht richtig, wenn man über eine Herdenimmunität und Impfungen diskutiert, die Kinder und Jugendlichen dabei aber nicht klar einbeziehe. Eine Impfung, die für Personen unter 16 Jahren zugelassen wird, stehe aber in Aussicht, entsprechende Studienergebnisse würden bald geliefert, so Tanner gegenüber der Zeitung.

Diverse Pharmaunternehmen sind derzeit dabei, einen Impfstoff für Kinder und Teenager zu entwickeln und erforschen. Erste Ergebnisse einer laufenden Studie bei Jugendlichen deuten darauf hin, dass eine Impfung bei Kindern besonders wirksam sei, wie die Zeitung weiter schreibt. Moderna, AstraZeneca und Biontech/Pfizer haben bereits Vakzine bei Kindern getestet. Mitte 2021 werden seitens Moderna die ersten Studienergebnisse erwartet.

Erste Schritte aus dem Lockdown: Irland öffnet Sportplätze und Zoos

In Irland dürfen die Menschen nach monatelangem Corona-Lockdown wieder Sportplätze benutzen und Zoos besuchen. Kinder und Jugendliche können seit Montag ausserdem wieder in Gruppen bis zu 15 Personen im Freien trainieren, wie aus dem Lockerungsplan der irischen Regierung hervorgeht.

Auch bei Beerdigungen sind wieder bis zu 25 Trauergäste erlaubt. Über weitergehende Lockerungen im Mai will die Regierung in dieser Woche beraten. Anders als in weiten Teilen des Nachbarlands Grossbritannien bleibt die irische Gastronomie zunächst weiterhin geschlossen. In den vergangenen zwei Wochen zählte Irland pro 100’000 Einwohner rund 114 Corona-Neuinfektionen.

Indien mit weltweitem Höchststand der Corona-Infektionen

In Indien hat es den fünften Tag in Folge einen weltweiten Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gegeben. Es wurden 352 991 Fälle in den vergangenen 24 Stunden gemeldet, wie Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Montag zeigten.

Demnach starben 2812 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus. Die Dunkelziffern dürften in dem Land deutlich höher liegen. Die Lage in Indien verschärft sich weiter, weil in vielen Krankenhäusern der medizinische Sauerstoff ausgeht.

In Indien sind die Fallzahlen im Vergleich zu den USA, Brasilien und EU drastisch angestiegen. (Grafik: Keystone)

Angesichts der Zuspitzung der Corona-Pandemie in Indien haben einige Länder, darunter die USA, Hilfe in Aussicht gestellt. In absoluten Zahlen hat Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern mehr als 17 Millionen Infektionen erfasst. Das Land ist damit hinter den USA am Härtesten von der Pandemie betroffen. Neben B.1.617 dürfte auch eine länger verbreitete Sorglosigkeit Grund der schnellen Verbreitung der Seuche sein. Es gab lange Massenveranstaltungen für anstehende Regionalwahlen und religiöse Feste, bei denen Menschen weder Masken trugen noch Abstand hielten.

2020 stand für die Reisebranche-Ombudsstelle im Zeichen von Corona

Bei der Ombudsstelle der Reisebranche sind im Corona-Jahr 2020 1933 Anfragen eingegangen. Dies waren im Vorjahresvergleich 54 Prozent mehr. Grosse Verlierer seien die vielen Schweizerinnen und Schweizer gewesen, die ihre Reisen selbst im Internet gebucht hätten.

Es habe sich meist herausgestellt, dass diese Plattformen nur «bei schönem Wetter» zur Zufriedenheit funktioniert hätten, heisst es in dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht der Ombudsstelle.

Die Betreuung der Kunden durch fehlende oder unfähige Kundendienststellen habe so manchen Reisenden zur Verzweiflung gebracht. Umbuchungen seien kaum getätigt worden, Erstattungen auf die lange Bank geschoben oder mit diversen Begründungen verweigert worden.

Die Ombudsstelle habe sich diesbezüglich nicht engagieren können. Sie äusserte aber die Hoffnung, dass sich einige dieser geprellten Personen in Zukunft wieder an ein Reisebüro in der Schweiz wenden würden. Denn die Buchung eines Arrangements biete dort nebst Beratung zusätzliche Sicherheiten dank der Absicherung in einem der diversen Garantiefonds.

Kritik übte die Ombudsstelle am Pauschalreisegesetz, das mit seien strengen Beurteilungen beziehungsweise Paragrafen zum Vorgehen der Veranstalter im Fall von Stornierungen von Reisen fatale Auswirkungen für die Reisebranche gehabt habe. Anstatt sich um neue Buchungen zu kümmern oder bestehende weiter zu verarbeiten, sei es primär in Richtung Stornierung gegangen. Dies habe doppelte Arbeit praktisch zum Nulltarif ohne jegliche Aussicht auf eine Verbesserung der Lage geführt.

Die Pandemie habe der Reisebranche brachial aufgezeigt, dass die Art und Weise der Abgeltung von Arbeitsleistung wie bis anhin in dieser Form nicht beibehalten werden könne. Es müssten neue Wege beschritten werden.

Wenig erfreulich sei das Verhalten der meisten Reiseversicherungen gewesen, die sich oft mit dem Argument Pandemie selbst von der Leistungspflicht befreit hätten.

Weltweite Militärausgaben trotz Corona-Krise weiter gestiegen

Trotz der Pandemie und ihren wirtschaftlichen Folgen haben die Länder der Erde im Corona-Jahr 2020 erneut mehr Geld in ihre Verteidigung gesteckt. Die weltweiten Militärausgaben stiegen 2020 um 2,6 Prozent auf schätzungsweise 1,98 Billionen Dollar (rund 1,65 Billionen Euro), wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag mitteilte. Dies sei ein neuer Höchststand seit Beginn vergleichbarer Schätzungen 1988.

Slowakei will Corona-Notstand verlängern

Die slowakische Regierung will den seit 1. Oktober geltenden Corona-Notstand verlängern. Der Notstand ermögliche der Regierung die Annahme von Massnahmen, die Leben und Gesundheit retten könnten, sagte Ministerpräsident Eduard Heger am Sonntag dem Nachrichtensender TA3. Derzeit gilt der Notstand in der Slowakei bis zum 28. April. Er erlaubt den Behörden unter anderem die Zwangsrekrutierung und -verlegung von Gesundheitspersonal sowie das Verhängen von Ausgangssperren.

Das Land hatte am Montag nach vier Monaten Lockdown erstmals die Öffnung der meisten Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe erlaubt, allerdings unter Auflagen wie Personenbeschränkung, Mund-Nasen-Schutz und verpflichtenden Corona-Tests für Kunden und Personal. Die zaghaften Lockerungen ermöglichte ein Rückgang der Corona-Neuinfektionen: Nach offiziellen Angaben von Sonntag gab es 1728 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, im gleichen Zeitraum starben 37 Menschen. Die Slowakei hat rund 5,5 Millionen Einwohner.

Perus Ex-Präsident Vizcarra hat Covid

Der in einen Corona-Impfskandal verwickelte Ex-Präsident Perus, Martín Vizcarra, ist nach eigenen Angaben an Covid-19 erkrankt. Er und seine Ehefrau seien positiv getestet worden und hätten Symptome, obwohl sie Vorsichtsmassnahmen befolgt hätten, schrieb Vizcarra am Sonntag auf Twitter. Seine Familie isoliere sich.

Gut eine Woche zuvor hatte der Kongress des südamerikanischen Landes eine zehnjährige Ämtersperre gegen den ehemaligen Staatschef (2018-2020) verhängt. Der Grund war, dass sich Vizcarra Ende vergangenen Jahres, als amtierender Präsident, ausser der Reihe mit dem Vakzin des chinesischen Herstellers Sinopharm gegen das Coronavirus hatte impfen lassen. Damit kann der 58-Jährige auch sein Parlamentsmandat nicht wahrnehmen, das er bei der Wahl am 11. April errungen hatte. In den Skandal «Vacuna-Gate» (Impf-Gate) sind knapp 500 Politiker, Funktionäre und Beamte in Peru verwickelt. Sie sollen sich bei der Impfkampagne vorgedrängelt haben.

EU-Kommissionschefin macht Amerikanern Hoffnung auf Europa-Reisen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Amerikanern Hoffnung auf baldige Reisen nach Europa gemacht. In einem Gespräch mit der «New York Times» sagte sie am Sonntag, dass vollständig gegen Corona geimpfte Amerikaner vermutlich schon in diesem Sommer wieder die Länder Europas besuchen könnten. «Die Amerikaner nutzen, soweit ich das sehe, Impfstoffe, die auch von der EMA – der europäischen Arzneimittelbehörde – zugelassen sind», sagte sie. «Dies wird Bewegungsfreiheit und Reisen in die Europäische Union ermöglichen.»

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. (Archivbild: Keystone)

Von der Leyen machte jedoch keine genauen Angaben, ab wann es wieder touristische Reisefreiheit geben könnte und unter welchen Bedingungen. Dies sei abhängig von der Entwicklung der Pandemie, «aber die Lage bessert sich in den USA und hoffentlich auch in der Europäischen Union». Aktuell diskutieren die EU-Mitglieder weiter über die Einführung eines EU-weiten Impfpasses sowie die Kriterien für die Öffnung der Länder für den Tourismus.

5000 Besucher an erster virtueller Ferienmesse der Reisebranche

Wegen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie hat die Schweizer Reisebranche ihre traditionelle Ferienmesse erstmals im Internet abgehalten. Rund 5000 Gäste besuchten an den vier Messetagen die 40 virtuellen Stände und die täglich 150 Vorträge.

Das Minimalziel sei damit exakt erreicht worden, teilte Messe-Initiant Cäsar Bolliger am Sonntag nach Ende der Ausstellung mit. Die Besucherinnen und Besucher seien durchschnittlich eine knappe Stunde auf der Messe-Plattform aktiv gewesen.

Aussteller und Besucher hatten sich per virtuelle Figuren in einer 3D-Welt getroffen. Rund 750 Aussteller-Avatare betreuten die Stände und Vorträge. Besucher fanden interaktive Messestände mit digitalen Unterlagen zum Herunterladen, Videos zum Anklicken sowie Chats, Audio- oder Videoanrufe mit dem Standpersonal vor. Weiter gab es Live-Vorträge und Gewinnspiele. Die Ausstellung lieft unter dem Titel «Land in Sicht».

USA sagen Indien Rohmaterialien, Beatmungsgeräte und Schnelltests zu

Angesichts der dramatischen Zuspitzung der Corona-Pandemie in Indien haben die USA dem Land konkrete Hilfen in Aussicht gestellt. Neben spezifischen Rohmaterialien für die Herstellung des Impfstoffs von Astrazeneca, der in Indien unter dem Namen Covishield produziert wird, werden die Vereinigten Staaten dem Land «sofort» Medikamente, Schnelltests, Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, wie das Weisse Haus am Sonntag nach einem Telefonat zwischen US-Sicherheitsberater Jake Sullivan und seinem indischen Amtskollegen Ajit Doval mitteilte. Auch bei der Versorgung mit Sauerstoff soll Indien unterstützt werden.

«Genau wie Indien den Vereinigten Staaten Hilfe schickte, als unsere Krankenhäuser zu Beginn der Pandemie überlastet waren, sind die Vereinigten Staaten entschlossen, Indien in der Zeit der Not zu helfen», erklärte das Weisse Haus. Die USA arbeiteten «rund um die Uhr» verfügbare Ressourcen und Vorräte auszusenden.

Ägyptens Präsident Al-Sisi gegen Coronavirus geimpft

Inmitten steigender Infektionszahlen und einer schleppend anlaufenden Impfkampagne ist Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi gegen das Coronavirus geimpft worden. Der 66-Jährige habe die erste von zwei Spritzen als Teil der landesweiten Impfkampagne erhalten, teilte sein Sprecher am Sonntag mit.

Grossbritannien schickt Beatmungsgeräte nach Indien

Grossbritannien stellt dem gegen steigende Corona-Zahlen kämpfenden Indien dringend benötigte Beatmungsgeräte und andere medizinische Ausrüstung zur Verfügung. Wie das britische Aussenministerium am Sonntag mitteilte, werden dem Land mehr als 600 wichtige medizinische Gerätschaften geschickt. Das Hilfspaket besteht demnach aus 140 Beatmungsgeräten und 495 Sauerstoffkonzentratoren aus überschüssigen Beständen.

Indien hat gut 1,3 Milliarden Einwohner. Das Gesundheitssystem des Landes ist aber völlig überlastet. (Symbolbild: Keystone)

Indien hat erneut einen Höchstwert an Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums vom Sonntag fast 350 000 neue Fälle verzeichnet.

Kochsalzlösung statt Impfstoff: Ermittlung in deutschem Impfzentrum

Im deutschen Niedersachsen ermittelt die Polizei wegen möglicher Körperverletzung gegen eine Mitarbeiterin eines Impfzentrums. Sie soll bei sechs Impfungen gegen das Coronavirus den Impfstoff gegen eine Kochsalzlösung ausgetauscht haben.

Wie die Polizeiinspektion Wilhelmshaven und der Landkreis Friesland am Sonntag mitteilten, gab die Frau an, sie habe damit eine zu Boden gefallene Ampulle mit Biontech-Impfstoff ersetzen wollen. Eine Gesundheitsgefahr durch die Kochsalzlösung besteht nach Angaben der Behörden nicht.

(Symbolbild: Keystone)

Mithilfe von Antikörpertests soll nun herausgefunden werden, wer von den rund 200 Menschen, die an diesem Tag im Impfzentrum Friesland geimpft wurden, lediglich die Lösung statt des Impfstoffs erhielt. Der Vorfall ereignete sich demnach am Mittwoch. Am Samstag habe dann die Frau, die die Aufgabe hatte, die Spritzen für die Impfungen vorzubereiten, einer Kollegin davon berichtet, hiess es. Diese habe daraufhin einen Mitarbeiter des Landkreises informierte.

Landrat Sven Ambrosy (SPD) zeigte sich entsetzt: «Dieser Fall ist zutiefst schockierend und für mich hat jetzt oberste Priorität die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu kontaktieren und zu verhindern, dass solch ein Vorfall wieder möglich wird», erklärte er. Da die Frau alleine gehandelt habe, habe er im Impfzentrum «ab sofort ein Vier-Augen-Prinzip vorgegeben, so dass immer zwei Personen gleichzeitig beim Umgang mit den Impfdosen und Aufziehen der Spritzen beteiligt sind».

Moskau verspricht Älteren Geschenkkarten als Impfanreiz

Russlands Hauptstadt Moskau will ältere Impfskeptiker mit Geschenkkarten von einer Immunisierung gegen das Coronavirus überzeugen. Über 60-Jährige können nach ihrer ersten Injektion einen Gutschein im Wert von 1’000 Rubel (circa 11 Euro) erhalten und ihn in ausgewählten Geschäften, Apotheken und Cafés einlösen, wie Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag auf seinem Blog schrieb.

Die Menschen müssen sich demnach im Internet registrieren, um von der mit Unternehmensspenden finanzierten Aktion zu profitieren.

Corona-Lockerungen in Italien: Aussengastronomie und Museen öffnen

Ab Montag wollen Restaurants und Bars in vielen Regionen Italiens ihre Aussengastronomie öffnen und Kulturstätten wieder Besucher empfangen. In Rom öffnen zahlreiche Museen, wie der Palazzo Barberini mit seiner bedeutenden Kunstsammlung, die Trajansmärkte und auch die berühmte Ausgrabungsstätte der antiken Rennstätte Circus Maximus, wie die Stadt mitteilte.

Die Restaurants in Italien bereiten sich auf Lockerungen vor. (Symbolbild: Keystone)

Venedigs Oper La Fenice will ab Montag wieder Zuschauer einlassen, und die Uffizien in Florenz wollen schrittweise, beginnend mit dem Boboli-Garten, öffnen. Ab Dienstag sollen Besucher auch wieder den Archäologiepark der in der Antike bei einem Vulkanausbruch zerstörten Stadt Pompeji besuchen können.

Solothurner Volk stimmt für Corona-Entschädigung für Spitäler

Im Kanton Solothurn erhalten Spitäler eine Corona-Entschädigung. Sie bekommen für Ertragsausfälle im Frühling letzten Jahres in einem ersten Schritt 16,2 Millionen Franken. Dies hat das Stimmvolk in einer Abstimmung sehr klar beschlossen.

Die gesamten Ausfälle übersteigen im Kanton Solothurn allerdings die 16,2 Millionen Franken. Bei diesem Betrag handelt es sich deshalb um eine Vorauszahlung. (Symbolbild: Keystone)

Der Entscheid für die Entschädigung fiel mit einem Ja-Stimmenanteil von 71,0 Prozent (Ja: 45’000 Stimmen, Nein: 18’514), wie der Kanton am Sonntag auf seiner Website bekannt gab. Die Stimmbeteiligung betrug 35,72 Prozent. Mehr hier.

Turiner Forscher entdecken Schweizer Virusvariante

Italienische Wissenschaftler des medizinischen Instituts IRCCS in Candiolo nahe Turin haben in Zusammenarbeit mit Bioinformatikern des Italian Institute for Genomic Medicine eine Schweizer Virusvariante entdeckt. Sie wurde bei einem 57-jährigen Patienten aus dem Turiner Raum diagnostiziert.

Die Mutation  soll der britischen Variante ähneln und auf Impfstoffe reagieren. Das berichtet der Blick am Sonntag.

(Themenbild: Keystone)

In einem Communiqué der Forscher wird zudem darüber informiert, dass die Variante ebenso ansteckend sei, wie die britische Mutante. Wie weit sie resistent gegen Antikörper ist, müsse nun geprüft werden.

Weshalb die Bezeichnung «Schweizer Variante» gewählt wurde, wird in der Mitteilung der Forscher nicht erklärt. Der Blick mutmasst, dass sich der Mann möglicherweise in der Schweiz angesteckt hat.

Die Schweizer Variante sei nicht mit jener indischen Variante zu verwechseln, die in der Schweiz bei einem Patienten diagnostiziert wurde, heisst es weiter in der Mitteilung auf der offiziellen Internetseite der piemontesischen Regionalregierung.

Italien schränkt Einreise aus Indien wegen Corona-Lage ein

Italien schränkt wegen der Corona-Lage in Indien und der indischen Virus-Variante B.1.617 die Einreise aus dem Land stark ein. Wer sich in den zurückliegenden 14 Tagen in Indien aufgehalten hatte, kann nicht mehr einreisen, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag auf Facebook mitteilte. Er habe dazu eine Anordnung unterzeichnet. Eine Ausnahme gilt für Menschen, die in Italien gemeldet sind. Sie müssten vor Abflug und nach Ankunft einen Corona-Test machen und sich in Quarantäne begeben.

(Bild: Keystone)

Wer in den zurückliegenden Tagen in Indien war und sich bereits in Italien aufhalte, soll Speranza zufolge einen Corona-Test machen und sich den Behörden melden. Italienische Experten untersuchten derzeit die indische Coronavirus-Variante. In Indien meldete das Gesundheitsministerium am Sonntag 349 691 neue Fälle binnen eines Tages. Den vierten Tag in Folge wurden dort mehr als 300’000 Neuinfektionen und über 2000 Tote registriert.

Acht Polizisten bei Corona-Demo in London verletzt

Bei einem grösseren Protest gegen die Corona-Massnahmen in Grossbritannien sind acht Polizisten verletzt worden. Sie seien am Samstagabend dabei gewesen, die Menschenmenge im Londoner Hyde Park zu zerstreuen, teilte die Polizei der britischen Hauptstadtregion am Samstagabend auf Twitter mit. Vereinzelte Menschen hätten Flaschen und anderes auf die Beamten geworfen.

Auch wenn zwei der Polizisten ins Krankenhaus gemusst hätten, sehe es nicht so aus, als ob jemand schwerer verletzt worden sei. Fotos in den sozialen Netzwerken zeigten unter anderem, wie eine Polizistin aus einer Schnittwunde am Kopf blutete. Fünf Personen wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

Zuvor waren mehrere tausend Menschen am Samstagnachmittag trotz geltender Beschränkungen für Massenversammlungen durch London gezogen, um gegen die Corona-Massnahmen in ihrem Land zu protestieren. Masken trug dabei so gut wie niemand. Dafür hatten zahlreiche Teilnehmer Protestschilder bei sich, die sich unter anderem gegen Corona-Impfungen sowie Impf- und Testnachweise richteten.

Arme landen doppelt so oft mit Corona im Spital wie Reiche

Arme Menschen haben in der Schweiz ein grösseres Risiko, an Covid-19 zu erkranken und an der Krankheit zu sterben. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Wieder Rekord bei Corona-Neuinfektionen in Indien

Indien hat erneut einen Höchstwert an Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag 349’691 neue Fälle verzeichnet. Dies ist zugleich ein weltweiter Tageshöchstwert. 2767 Menschen starben an oder mit Covid-19. Dies ist die bisher höchste Todeszahl in Indien. Den vierten Tag in Folge wurden in Indien mehr als 300’000 Neuinfektionen und über 2000 Tote registriert.

(Bild: Keystone)
Pakistan bietet Erzrivalen Indien Corona-Hilfe an

Inmitten dramatisch steigender Infektionszahlen in Indien hat Pakistan seinem Erzrivalen die Lieferung medizinischer Güter angeboten. Als eine «Geste der Solidarität» mit der indischen Bevölkerung wolle man Beatmungsgeräte, digitale Röntgengeräte, Schutzkleidung und andere Ausrüstung bereitstellen, teilte das pakistanische Aussenministerium in einer Aussendung am späten Samstagabend (Ortszeit) mit.

Die Behörden Pakistans und Indiens könnten Modalitäten für die schnelle Lieferung der Hilfsgüter ausarbeiten, hiess es weiter. Man könne zudem nach Möglichkeiten für eine weitere Zusammenarbeit suchen, um die mit der Pandemie verbundenen Herausforderungen zu bewältigen.

Einwanderungsregel verzögert Produktion von Impfstoff

Personalmangel bei der Lonza in Visp VS ist ein Grund für die Lieferverzögerungen beim Impfstoff von Moderna. Das hat auch mit der Einwanderungsregel zu tun. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Dutzende Patienten in Frankreich nur mit Kochsalzlösung «geimpft»

Durch ein Versehen sind in Frankreich dutzende Patienten mit Kochsalzlösung statt dem Corona-Vakzin von Biontech/Pfizer «geimpft» worden. Insgesamt 140 Patienten hätten die wirkungslose Injektion erhalten, erklärte das Spital von Reims im Nordosten des Landes am Samstag.

Zwar habe dies für die Betroffenen keine gesundheitlichen Folgen, doch müssten sie nun erneut zur Impfung antreten. Kochsalzlösung wird unter anderem als Verdünnungsmittel bei Injektionen eingesetzt.

(Bild: Keystone)

Die Klinik nahm nach eigenen Angaben eine Untersuchung zu den Ursachen für den Irrtum vor. Eine Mitarbeiterin sei damit beauftragt worden, die Sicherheitsverfahren bei den Corona-Impfungen zu verstärken.

Brand in Corona-Station in Bagdad

Bei einer Explosion und einem anschliessenden Brand in der Corona-Station eines Spital in Bagdad sind laut Augenzeugen mindestens 20 Menschen getötet worden. 90 von 120 Patienten und ihren Begleitern auf der Station seien bei dem Vorfall in der Nacht auf Sonntag gerettet worden, sagte der Leiter der Zivilschutzbehörde gemäss einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur INA.

Wie es zum Brand in dem Spital im Süden von Bagdad kam, war zunächst unklar. Als mögliche Ursachen wurden ein Kurzschluss oder ein Problem mit den Sauerstoffflaschen genannt.

Juso befürwortet Covid-Gesetz und lehnt Anti-Terror-Vorlage ab

Die Schweizer Jungsozialistinnen und -sozialisten haben sich an ihrer Online-Delegiertenversammlung am Samstag einstimmig hinter das Covid-Gesetz gestellt. Über dieses stimmt das Schweizer Volk am 13. Juni ab. Mit 80 zu 0 Stimmen fasste die Juso die Ja-Parole.

Das Covid-Gesetz stellt für die Juso die Basis für einen solidarischen Umgang mit der Coronavirus-Krise dar. Aber es brauche mehr, wird Parteipräsidentin Ronja Jansen in einer Mitteilung zitiert. Es könne nicht sein, dass nun höher Fallzahlen in Kauf genommen würden und die Gesundheit jener aufs Spiel gesetzt werde, die sich über ein Jahr solidarisch eingeschränkt hätten.

Nein-Parole zum Anti-Terror-Gesetz

Weiter gab die Partei ebenfalls mit 91 zu 0 Stimmen wie erwartet die Nein-Parole zum Anti-Terror-Gesetz heraus. Gegen die Vorlage hatte die Juso zusammen mit anderen Jungparteien das Referendum ergriffen.

Tausende bei Demonstration gegen Corona-Massnahmen in London

Mehrere tausend Menschen haben in London gegen die Corona-Massnahmen in ihrem Land protestiert. Wie Aufnahmen britischer Medien zeigten, zogen sie am Samstagnachmittag trotz geltender Beschränkungen für Massenversammlungen durch die britische Hauptstadt und dabei unter anderem über die Einkaufsmeile Oxford Street. Masken trug dabei so gut wie niemand, dafür aber Protestschilder mit Aufschriften, die sich unter anderem gegen Corona-Pässe und -Tests richteten. Sky News sprach von mindestens 10’000 Demonstranten, der «Guardian» von mehreren tausend Teilnehmern. Die Polizei gab bis zum frühen Abend keine Schätzung ab.

Die Polizei der Hauptstadtregion London hatte zuvor in einem offenen Brief davon abgeraten, grosse Zusammenkünfte zu besuchen. «Wir befinden uns immer noch mitten in einer globalen Pandemie», hatte sie in dem auf Twitter veröffentlichten Schreiben betont.

Erste Corona-Impfungen mit Johnson & Johnson-Präparat in Italien

In Italien sind die ersten Corona-Impfdosen des Präparats von Johnson & Johnson verabreicht worden. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, wurde das Vakzin in einem Impf-Drive-in südöstlich der Hauptstadt Rom gespritzt. Italien hatte am Mittwoch die ersten 184’000 Johnson & Johnson-Dosen verteilt. Am Dienstag hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA dem Mittel eine erneute Empfehlung ausgesprochen.

Stand Samstagmorgen wurden in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern bislang knapp 17,1 Millionen Corona-Impfungen verabreicht. Die Regierung geht davon aus, bis Ende kommender Woche das Ziel von 500’000 Impfungen je Tag zu erreichen, wie der ausserordentliche Kommissar für den Corona-Notfall mitteilte.

Rund Viertausend Menschen an Corona-Demo in Rapperswil

Bei einer Kundgebung gegen Coronavirus-Massnahmen der Behörden haben laut Angaben der Polizei rund viertausend Menschen teilgenommen. Die Kundgebung verlief friedlich. Rund 45 Personen wurden für 24 Stunden aus der Stadt ausgewiesen. Zwei Menschen wurden vorläufig festgenommen. Mehr dazu hier.

Hälfte der britischen Bevölkerung hat erste Corona-Impfung erhalten

Mehr als die Hälfte der britischen Gesamtbevölkerung hat mittlerweile ihre erste Impfung gegen Covid-19 erhalten. Wie am Samstagnachmittag aus Zahlen der Regierung hervorging, sind bis einschliesslich Freitag bislang knapp 45,6 Millionen Corona-Impfungen im Vereinigten Königreich verabreicht worden. Rund 33,5 Millionen Britinnen und Briten haben demnach ihren ersten Stich erhalten, mehr als 12 Millionen auch schon ihren zweiten. Insgesamt leben in Grossbritannien schätzungsweise 66,8 Millionen Menschen.

Insgesamt sind in Grossbritannien bereits mehr als 45 Millionen Corona-Impfungen verabreicht worden. Über 11,6 Millionen Menschen haben schon ihre zweite Impfung erhalten.

«A Beacon of Hope»

Grossbritannien ist stolz auf den Erfolg seiner Impfkampagne, wie die Regierung in London am Freitagabend mit einem lange angekündigten Film untermauerte. In dem Film mit dem Titel «A Beacon of Hope» («Ein Leuchtfeuer der Hoffnung») sind emotionale Szenen der Impfkampagne zu sehen, bei der Menschen unter anderem in Kathedralen oder Stadien immunisiert wurden. Auch der Oxford/Astrazeneca-Impfstoff wird als heimische Wunderwaffe gefeiert. Unerwähnt wird dabei allerdings gelassen, dass die Briten anders als die EU bislang keine Impfdosen an andere Länder exportieren. Auch die verheerende Bilanz von mehr als 150’000 Corona-Toten kommt nicht zur Sprache.

(Film: YouTube)
Einreisen aus Indien werden wegen neuer Virusvariante stark begrenzt

Die Bundesregierung will Indien nun doch zum Virusvariantengebiet erklären – und zwar ab Montag. In Deutschland gilt dann ein weitgehendes Einreiseverbot für Menschen, die sich zuvor in Indien aufgehalten haben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Regierungskreisen erfuhr. Ausnahmeregelungen gibt es beispielsweise für Deutsche und für Ausländer mit Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik. Auch sie müssen allerdings schon vor der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen und sich nach Ankunft in Quarantäne begeben.

Die Bundesregierung will Indien nun doch zum Virusvariantengebiet erklären – und zwar ab Montag. (Bild: Keystone)

«Um unsere Impfkampagne nicht zu gefährden, muss der Reiseverkehr mit Indien deutlich eingeschränkt werden», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In der Bundesregierung gibt es nach dpa-Informationen auch Überlegungen, den Flugverkehr mit Indien vorübergehend zu stoppen. Wie es in Regierungskreisen hiess, wird die Entscheidung darüber im Bundesverkehrsministerium seit Tagen vorbereitet. Thema seien nicht nur Direktflüge, sondern auch Flüge über Airports am Golf sowie am Bosporus. Entschieden sei aber noch nichts.

Kundgebung der Massnahmen-Gegner in Rapperswil-Jona erwartet

Eine für Samstagmittag in Rapperswil-Jona SG angekündigte Kundgebung der Massnahmen-Gegner ist von den Behörden nicht bewilligt worden. Die Polizei erwartet, dass es trotzdem zu Aktionen im Stadtzentrum kommen könnte. Sie will Personen- und Fahrzeugkontrollen durchführen. Lesen Sie hier mehr.

Pakistans Kliniken von Covid-Fällen überlastet

Das Gesundheitssystem Pakistans ist wegen der zunehmenden Anzahl von Corona-Erkrankungen immer stärker überlastet. Am Samstag meldeten die Gesundheitsämter des Landes eine Rekordzahl von 157 Corona-Toten binnen eines Tages. Gleichzeitig wurden 4682 Patienten auf Intensivstationen behandelt – auch das ist eine Rekordzahl. Wie im Nachbarland Indien wird in den Kliniken der Sauerstoff zur Beatmung knapp. Am Freitag hatte die Regierung das Militär zu Hilfe gerufen, um die Einhaltung der Corona-Regeln durchzusetzen.

Indische Virusvariante erstmals in der Schweiz nachgewiesen

«In der Schweiz wurde der erste Fall mit der indischen COVID-19-Variante gefunden», schreibt das BAG am Samstagvormittag auf Twitter. Es handele sich um einen Passagier, der über einen Transitflughafen eingereist war. Die Konsultation darüber laufe, Indien nun auf die Risikoliste zu setzen.

Corona-Notbremse in Kraft

In der Nacht ist in Deutschland erstmals die neue Corona-Notbremse in Kraft getreten. Die Regelung gilt automatisch in Landkreisen oder Städten, in denen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag über dem Wert von 100 lag. Das betrifft 325 Kreise und kreisfreie Städte. Von Mitternacht bis 05.00 Uhr darf niemand mehr das Haus verlassen, ausser es gibt gewichtige Gründe wie etwa die Pflege von Angehörigen, die Versorgung von Tieren, Notfälle oder die Arbeit.

Taskforce: Weniger aufgeschobene Eingriffe bei schnellerem Impfen

Je rascher die Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft wird, desto geringer wird das Risiko für Menschen, die wegen anderer Erkrankungen einen Eingriff benötigen, diesen aber wegen überlasteter Spitäler aufschieben müssen. Das schreibt die wissenschaftliche Taskforce des Bundes. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
US-Behörden: Johnson & Johnson-Impfungen werden wieder aufgenommen

Der Corona-Impfstoff vom US-Hersteller Johnson & Johnson kann in den USA uneingeschränkt wieder eingesetzt werden. Die vor rund zehn Tagen beschlossene vorübergehende Aussetzung sei mit sofortiger Wirkung sofort aufgehoben, teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA am Freitagabend mit.

Zuvor hatte ein Beratergremium der CDC eine entsprechende Empfehlung abgegeben. Zehn Mitglieder des «Advisory Committee on Immunization Practices» (ACIP) stimmten nach mehrstündigen Beratungen daür, vier dagegen, eins enthielt sich. Bei einer vorherigen Sitzung in der vergangenen Woche hatte sich das Gremium vertagt, um vor einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen zunächst weitere Informationen zu sammeln.

(Bild: Keystone)

Vor rund zehn Tagen hatten CDC und FDA eine vorübergehende Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson beschlossen, nachdem in den USA in diesem Zusammenhang zunächst sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren. Die Aussetzung sei aus einem «Übermass an Vorsicht» empfohlen worden, hiess es.

Putin schenkt den Russen kurzfristig vier zusätzliche Feiertage

Russlands Präsident Wladimir Putin hat wegen der Corona-Pandemie für Anfang Mai kurzfristig vier zusätzliche Feiertage angekündigt. «Gut, so machen wir es», sagte Putin am Freitag zu einem entsprechenden Vorschlag der obersten Amtsärztin Anna Popowa.

Popowa hatte ihr Anliegen mit der Pandemiebekämpfung begründet: Da sich sowohl das erste als auch das zweite Maiwochenende wegen regulärer Feiertage über drei Tage strecken, würden viele Russen zum Entspannen auf ihre Datschen fahren. Müssten sie zwischen dem 4. und dem 7. Mai wegen der Arbeit erst ab- und dann wieder anreisen, würde das viele Ortswechsel bedeuten – in Coronazeiten ein Risiko.

Arbeitnehmern soll ihr Gehalt während der freien Tage weiter gezahlt werden, wie aus der am Abend vom Kreml veröffentlichten Anordnung hervorgeht. Viele Russen fragen sich allerdings, wie zusätzliche Feiertage in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten so einfach möglich sind. Besonders Unternehmer beklagen, dass solche Entscheidungen kurzfristig fallen und auf ihrem Rücken ausgetragen würden.

«Gut, so machen wir es»: Russlands Präsident Wladimir Putin hat wegen der Corona-Pandemie für Anfang Mai kurzfristig vier zusätzliche Feiertage angekündigt. (Bild: Keystone)
Trotz Corona-Krise: Auf Mount Everest so viele Bergsteiger wie nie

Trotz Corona-Pandemie gibt es auf dem Mount Everest so viele Besucher wie noch nie. Laut Angaben des nepalesischen Tourismusministeriums vom Freitag haben bislang 394 ausländische Abenteurer eine Genehmigung zur Besteigung erhalten.

Das sind noch mehr als die 381 im Frühjahr 2019, als es oben in der Todeszone, wo der menschliche Körper abbaut und sich nicht erholen kann, einen Stau gegeben hatte. Elf Menschen waren damals gestorben. Neben den Ausländerinnen und Ausländern halten sich im Basislager noch Hunderte einheimische Bergführer und Träger auf.

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Der Mount Everest erlebt während der Corona-Pandemie in Sachen Tourismus einen Boom. (Bild: Keystone)
Amateure können Saison eventuell fortsetzen

Es besteht die Möglichkeit, dass der Betrieb im Schweizer Amateurfussball von den 1. Liga an abwärts wieder aufgenommen werden und die Saison mit gültigen Ranglisten abgeschlossen werden kann.

Der Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) stützt sich mit den am Freitag getroffenen Entscheiden auf das vom Bundesrat bekanntgegebene Drei-Phasen-Modell von Lockerungen in der Corona-Pandemie. Im Schweizer Fussball darf derzeit in den folgenden Ligen noch nicht gespielt werden: Männer Aktive 1. Liga Classic bis 5. Liga, Frauen Aktive 2. Liga bis 4. Liga, alle SeniorInnen-Kategorien sowie alle Futsal-Ligen. Wenn bis zum 31. Mai keine derartigen Lockerungen umgesetzt werden, wird die Saison in den erwähnten Kategorien und Ligen abgebrochen. Die Saison würde nicht gewertet, es gäbe weder Meister noch Auf- und Absteiger.

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Die Saisons im Schweizer Amateurfussball können eventuell fortgesetzt werden. (Bild: Keystone)

«Bundes-Notbremse» in Deutschland greift

Im Kampf gegen die dritte Corona-Welle greift von diesem Samstag an in vielen Teilen Deutschlands eine «Notbremse» mit schärferen einheitlichen Beschränkungen.

Die Bundesregierung bat die Bürger zum Start der Neuregelungen für Regionen mit sehr hohem Infektionsgeschehen um Verzicht auf Kontakte – dazu beitragen sollen auch weitgehende nächtliche Ausgangsbeschränkungen. «Das ist hart, das fällt schwer, jedem von uns. Aber das ist für eine Übergangszeit notwendig», sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitag. Von Bundesländern und Kommunen kam Kritik mit Blick auf die Umsetzbarkeit.

Die Notbremse greift ab Samstag automatisch für alle Landkreise und Städte, in denen am vergangenen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wurde. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner es binnen einer Woche gab.

Im deutschlandweiten Schnitt stieg er nun auf 164, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag bekannt gab. Laut RKI-Lagebericht von Donnerstag verzeichneten 345 der 412 Kreise eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 – die Notbremse gezogen werden muss allerdings erst dann, wenn dies an drei aufeinander folgenden Tagen der Fall ist.

Deutsche Schauspieleraktion zu Corona stösst auf viel Kritik

Die Videos sind nur wenige Minuten kurz und lassen viele doch ratlos zurück. Mehrere Schauspielerinnen und Schauspieler haben in Deutschland satirisch gemeinte Clips veröffentlicht – als Kritik an den Corona-Massnahmen der Regierung.

Darunter sind Namen, die Millionen aus dem Fernsehen kennen. Jan Josef Liefers, Ulrich Tukur, Volker Bruch, Ulrike Folkerts etwa. Nach einigen Stunden nehmen die ersten Beteiligten ihre Videos wieder runter – die Aktion stösst am Freitag auf viel Kritik.

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An der Aktion #allesdichtmachen beteiligten sich mehrere prominente deutsche SchauspielerInnen. (Bild: Keystone)
55'000 Personen fordern Untersuchung der Corona-Massnahmen

Über 55’000 Menschen in der Schweiz fordern eine unabhängige ausserparlamentarische Untersuchung über die Verhältnismässigkeit der Massnahmen des Bundes gegen das Coronavirus. Die entsprechende Petition der Bewegung «Frühling2020» wurde dem Parlament übergeben.

Gemäss der von insgesamt 55’557 Personen unterzeichneten Petition soll die unabhängige externe Untersuchungskommission insbesondere prüfen, ob die Einschränkungen der Grundrechte verhältnismässig waren und mit der Bundesverfassung vereinbar sind. Insgesamt umfasst die am Donnerstag deponierte Petition zehn Forderungen zu medizinischen, rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und ethischen Aspekten der Covid-19-Entscheide.

Die Bewegung wolle keine politische Abrechnung, sondern mehr Transparenz und Gerechtigkeit, betonte Initiantin und Komitee-Mitglied Ursula Spring am Freitag an einer Online-Medienkonferenz. Das Ausmass der Entscheide des Bundesrates in finanzieller, sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Hinsicht habe eine «faire Untersuchung» verdient.

BAG in Kontakt mit Tessin wegen Impfstoff-Anfrage aus Piemont

Das Bundesamt für Gesundheit steht mit dem Tessin in Kontakt wegen einer Anfrage aus dem Piemont, welches Interesse an allenfalls überflüssigen Dosen des Impfstoffes von Astrazeneca bekundet. Dieser ist in der Schweiz noch nicht zugelassen.

Das BAG wartet nach eigenen Angaben derzeit auf den Zulassungsentscheid von Swissmedic für Astrazeneca. Sollte das Zulassungsgesuch abgelehnt werden, würde das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Überlegungen anstellen, wie mit den reservierten Dosen dieses Impfstoffs verfahren werden soll. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Überzählige Dosen könnten jedoch nur vom Bund in Absprache mit dem Impfstoffhersteller weitergegeben werden. Ein Verkauf oder Weitergabe von Impfstoffdosen durch einen Kanton ins Ausland ist nicht zulässig. Dies sei vertraglich geregelt.

Corona grassiert in Indien – ein Land ringt um Luft

Mehr als eine Million registrierte Corona-Neuinfektionen in nur vier Tagen. Zweimal in Folge ein Höchstwert bei den Tages-Infektionswerten. Ein schlimmer Rekord reiht sich in Indien an den nächsten. Dahinter liegen viele Schicksale.

Menschen eilen von Spital zu Spital mit schwerkranken Angehörigen und werden immer wieder abgewiesen. Es gibt keine Betten, keinen medizinischen Sauerstoff mehr. Auch auf Twitter suchen Menschen wie John Abhijeet aus Delhi verzweifelt Hilfe. Er und seine ganze Familie sind Corona-positiv, seiner Mutter geht es besonders schlecht. Nach langer Suche fand er ein Klinikbett, aber keinen Sauerstoff.

«Der Zustand meiner Mutter hat sich schnell verschlechtert und ich muss etwa 80 Anrufe gemacht haben», sagte Abhijeet. Jetzt liegt sie endlich in einem Bett mit Sauerstoffversorgung. Aber er hat Angst. Twitter ist inzwischen auch ein Meer aus Nachrufen auf unzählige geliebte Menschen. Alt wie jung.

Wurden Anfang des Jahres in dem Riesenland mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern teils weniger als 10 000 Fälle am Tag bekannt, sind es heute mehr als 300 000. Wie konnte es soweit kommen?

Österreich: Praktisch alle Branchen dürfen ab 19. Mai öffnen

In Österreich dürfen ab 19. Mai praktisch alle wegen der Corona-Krise heruntergefahrenen Branchen einen Neustart wagen. Das kündigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag an. Zentrale Säule des Schritts ist ein umfassendes Schutzkonzept, bei dem Zutrittstest für Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur im Mittelpunk stehen.

«Diese Öffnungsschritte erfolgen mit strengen Sicherheitskonzepten, aber sie erfolgen», sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag in Wien. Er hoffe darauf, dass weitere Erleichterungen zum Beispiel für die Nachtgastronomie, für Hochzeitsfeiern und für Vereinsfeste ab 1. Juli folgen könnten.

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Österreichs Kanzler Sebastian Kurz kündigte am Freitag umfassende Öffnungen für den 19. Mai an. (Bild: Keystone)
Papst besucht Bedürftige zur Corona-Impfung

Papst Franziskus hat zu seinem Namenstag bedürftige Menschen besucht, die für ihre zweite Corona-Impfung im Vatikan waren. Das teilte der Heilige Stuhl am Freitag mit.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche traf die Menschen demnach in der Audienzhalle, wo viele warteten, um Komplikationen nach der Impfung auszuschliessen. Der Vatikan wollte am Freitag nach eigenen Angaben rund 600 von insgesamt 1400 Menschen gegen Covid-19 mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer immunisieren. In der Karwoche vor Ostern hatten viele ihre erste Spritze erhalten. Der 84 Jahre alte Franziskus war Mitte Januar geimpft worden.

Erstmals über 300'000 Corona-Impfungen in einer Woche

Vom 15. April bis 21. April sind in der Schweiz 317’953 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte. Damit wurde die 300’000-er Marke erstmals durchbrochen.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 45’422 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 18 Prozent. Insgesamt wurden bis Mittwoch 2’284’438 Impfungen durchgeführt.

(Bild: Keystone)

Bislang sind 843’459 Personen vollständig geimpft, das heisst 9,7 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 597’520 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 399’187 Impfdosen. Zudem sind noch 94’375 Impfdosen beim Bund gelagert.

EU erhält bis zu 1,8 Mrd weitere Impfdosen von BioNTech/Pfizer

Die Europäische Union hat sich bei BioNTech und Pfizer weitere bis zu 1,8 Milliarden Dosen ihres Covid-19-Impfstoffs gesichert. Es ist der dritte von der EU besiegelte Vertrag mit den beiden Partnerunternehmen.

Im Rahmen von zwei früheren Verträgen hat die europäische Staatengemeinschaft schon 600 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer bestellt.

Die EU erhält bis zu 1,8 Milliarden weitere Impfdosen von BioNTech/Pfizer. (Bild: Keystone)
BAG meldet 2113 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 2113 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 7 neue Todesfälle und 80 Spitaleinweisungen.

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Ärzte warnen: Niederlanden droht Krankenhausnotstand

Niederländische Mediziner befürchten den Notzustand in Krankenhäusern. Wenn die Infektionszahlen nicht schnell zurückgingen, dann drohe in der nächsten Woche «Code Schwarz», sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Intensivmediziner, Diederik Gommers, am Freitag im Radio.

Bei «Code Schwarz» muss eine Triage-Kommission in Krankenhäusern entscheiden, welchen Patienten noch geholfen wird. Mehrere Krankenhäuser im Land seien so überfüllt mit Covid-Patienten, dass die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht sei, sagte Gommers.

Schon jetzt werden nach Angaben der Krankenhäuser viele Operationen abgesagt, darunter auch Krebs- und Herz-Eingriffe. Den Notzustand in Krankenhäusern hatte es während der Corona-Epidemie noch nicht gegeben.

Erneut Corona-Notstand in Tokio

Drei Monate vor Beginn der Sommerspiele hat Japan wegen steigender Corona-Infektionszahlen zum dritten Mal den Notstand für die Olympia-Stadt Tokio erklärt. Grund ist die starke Ausbreitung neuer Virus-Varianten. Ein harter Lockdown ist der Notstand aber nicht. Eine Absage der Spiele schlossen die Gastgeber und das IOC aus.

Anzeige bei der Bundesanwaltschaft wegen Masken-Einkauf des VBS

Die Bundesanwaltschaft (BA) prüft eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Einkaufs von Schutzmasken beim VBS im vergangenen Jahr. Es besteht der Verdacht auf Amtsmissbrauch, ungetreue Amtsführung, Urkundenfälschung und Bestechung. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Tonhalle-Orchester spielt in grosser Besetzung für 50 Zuschauer

Als am Donnerstagabend das Zürcher Tonhalle-Orchester nach fast einem halben Jahr wieder aufspielte, waren mehr Musiker im Saal als Besucher. Gerechnet hat sich das nicht – aber eine Sehnsucht wurde erfüllt.

Die Sehnsucht nach Livekonzerten ist so gross, dass Veranstalter und Musiker finanzielle Überlegungen über Bord werfen – das zumindest gilt für das Zürcher Tonhalle-Orchester. Rund achtzig Mitglieder des Orchesters spielten für ein Publikum von fünfzig Menschen.

Indien: Brand in Intensivstation – 13 Corona-Patienten sterben

Bei einem Brand in einer Intensivstation in Indien sind mindestens 13 Corona-Patienten gestorben. Die Opferzahl dürfte sich noch erhöhen, sagte ein Feuerwehrmitarbeiter gegenüber Reportern. Das Feuer brach in der Nacht auf Freitag in einem vierstöckigen Krankenhaus in der Stadt Virar aus, wie der Krankenhauschef sagte. Was den Brand verursachte, war zunächst unklar. Der Regierungschef des betroffenen Bundesstaates Maharashtra forderte Aufklärung.

In Indien kommt es häufig zu gefährlichen Bränden, auch Feuer in Krankenhäusern gab es mehrfach. Die Sicherheit von Gebäuden ist oft schlecht und Notausgänge sind oft nicht vorhanden. Ursache für die Brände ist meist eine schlechte oder veraltete Ausstattung.

Deutsche Schauspieler kritisieren mit #allesdichtmachen Corona-Politik

Rund 50 prominente Film- und Fernsehschauspieler sorgen mit einer grossangelegten Internetaktion unter dem Motto #allesdichtmachen für Aufsehen. Lesen Sie hier mehr.

(Screenshot: Youtube)
ACT-Accelerator zum Kampf gegen Covid-19 braucht mehr Geld

Die globale Initiative zur Bewältigung der Corona-Pandemie hat ein Jahr nach ihrer Gründung viel erreicht, aber ihr fehlt Geld. Mitte April standen noch 22 Milliarden Dollar (gut 18 Mrd Euro) aus, um die geplanten Aktivitäten in diesem Jahr zu finanzieren, wie die Koordinatoren der Initiative ACT-Accelerator zum Jahrestag der Gründung berichten. In den vergangenen zwölf Monaten sei dennoch viel erreicht worden: Das Programm habe unter anderem 15 klinische Studien zu möglichen Medikamenten gefördert, 65 Millionen bezahlbare Antigen-Tests für ärmere Länder beschafft, in zwölf Impfstoffkandidaten investiert und sich bei Herstellern mehr als zwei Milliarden Impfdosen für die Teilnehmer des Programms gesichert.

Das Programm heisst ACT-Accelerator (Beschleuniger). ACT heisst übersetzt «handeln», und die drei Grossbuchstaben stehen für «Access to Covid-19 Tools» – auf Deutsch: Zugang zu Covid-19 Werkzeugen. Dazu gehört die Impfinitiative Covax. Der ACT-Accelerator wurde am 24. April 2020 auf Initiative der Europäischen Kommission, Frankreichs, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Stiftung von Bill und Melinda Gates ins Leben gerufen. Mehr als 180 Länder machen mit.

Zweite Corona-Welle: Neuer Rekord an Todesfällen in Argentinien

Zu Beginn des Herbstes auf der Südhalbkugel hat die zweite Corona-Welle Argentinien hart getroffen: Mit 537 Toten innerhalb von 24 Stunden verzeichnete das südamerikanische Land den Tag mit den meisten Covid-19-Opfern seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr, wie das Gesundheitsministerium in Buenos Aires am Donnerstag mitteilte. Zeitgleich wurden 27 216 Neuinfektionen gemeldet – einer der höchsten Werte des vergangenen Jahrs. Insgesamt haben sich in Argentinien rund 2,8 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 60’000 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

(Bild: Keystone)

Nach einem der längsten Lockdowns weltweit im vergangenen Jahr verhängte die argentinische Regierung zuletzt für grosse Teile des südamerikanischen Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen. Im Grossraum Buenos Aires gilt von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr eine Ausgangssperre. Alle sozialen, sportlichen, kulturellen und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind untersagt. Schulen und Kindergärten sollen bis Ende April schliessen.

Deutschland meldet 27'543 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut in Deutschland meldet 27’543 Corona-Neuinfektionen am Freitag. Es wurden 265 neue Todesfälle verzeichnet. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle auf 81’158. Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI 25’831 Corona-Neuinfektionen und 247 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner, die 7-Tage-Inzidenz, liegt bundesweit bei 164,0. Am Vortag hatte sie bei 161,1 gelegen.

Presse: Piemont an Astrazeneca-Impfdosen der Schweiz interessiert

Das Piemont bekundet laut Medienberichten Interesse an Impfdosen des in der Schweiz noch nicht zugelassenen Impfstoffes von Astrazeneca. Die italienische Region hat bei den Tessiner Behörden eine entsprechende Anfrage gestellt.

 

Die italienische Region Piemont will laut Medienberichten die brach liegenden Schweizer Impfdosen von AstraZeneca übernehmen. (Bild: Keystone)

Die Tessiner Regierung erklärte am Donnerstag gegenüber der Zeitung «Corriere del Ticino», dass die Behörden die Anfrage aus dem Piemont zu Kenntnis genommen hätten, um allenfalls überschüssige Impfdosen des schwedisch-britischen Pharmakonzerns abzutreten. Jedoch liege die Verwaltung und Verteilung der Impfstoffe in den Händen des Bundes. Daher habe man die Anfrage nach Bern weitergeleitet. Vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Der Impfstoff von Astrazeneca befindet sich beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic noch in Prüfung. Für die Zulassung fehlen gemäss der Behörde noch notwendige Studien. Die Schweiz erwartet bis zu 5,3 Millionen Dosen davon. Schlagzeilen hatte der Impfstoff mit seltenen Fällen von Hirnvenenthrombosen bei der Vergabe gemacht.

Hohe Inzidenz und Virus-Varianten: Tirol verlängert Ausreisetests

Wegen steigender Infektionszahlen verlängert das österreichische Bundesland Tirol die Pflicht zu Corona-Ausreisetests ein weiteres Mal bis zum 5. Mai. Der Schritt sei auch wegen einer in Tirol aufgetretenen Coronavirus-Mutante beschlossen worden, die mit der britischen Virus-Variante verwandt sei, teilte die Landesregierung in Innsbruck am Donnerstag mit. Seit Ende März darf man Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen. Die Regel hätte am Samstag auslaufen sollen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Tirol stand zuletzt bei 213 Infektionen pro 100 000 Einwohnern. Das ist nach Wien der zweithöchste Wert unter den Bundesländern des Alpenlandes. Der Österreich-Schnitt lag am Donnerstag bei 182.

Am Freitag beraten die Bundesregierung und Ländervertreter über geplante Öffnungsschritte, die im Mai Erleichterungen für Gastronomie, Handel, Sport und Kultur bringen könnten. Trotz der Lage in seinem Bundesland forderte Tirols Landeschef Günther Platter von der konservativen ÖVP einen «eindeutigen, klaren Zeitplan» für die Lockerungen, die am Freitag beschlossen werden sollen.

Papst auf Online-Klimagipfel: Müssen nach vorne blicken

Papst Franziskus hat die Teilnehmer des von US-Präsident Joe Biden ausgerichteten Online-Klimagipfels dazu aufgerufen, nach vorne zu blicken. Der Klimawandel sei eine Herausforderung, die alle auch noch nach der Corona-Pandemie beschäftigen werde, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer Videobotschaft am Donnerstag. Für die Natur müsse Verantwortung übernommen werden und man müsse dafür sorgen, die Umwelt sauberer zu machen und mehr zu schützen.

Franziskus lobte die Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs, die Biden zu einem zweitägigen Online-Gipfel zusammengebracht hatte. Das Spitzentreffen soll die Dringlichkeit und den wirtschaftlichen Nutzen stärkerer Klimaschutzmassnahmen unterstreichen und gilt als wichtige Vorbereitung für die Klimakonferenz in Glasgow. Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll.

 

Nach der Corona-Pandemie werde die Klima-Krise beschäftigen, so Papst Franziskus. (Bild: Keystone)

Frankreichs Premier: Höhepunkt der dritten Welle scheint hinter uns

Frankreich hat den Höhepunkt der dritten Corona-Welle nach Ansicht von Premier Jean Castex wohl überstanden. «Der Höhepunkt der dritten Welle scheint hinter uns zu liegen», sagte er am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz. Die Situation verbessere sich langsam, die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen habe seit einigen Tagen ein Plateau erreicht. Castex bestätigte ausserdem schrittweise Lockerungen ab Mai und die Öffnung der Grundschulen ab Ende April. Pro Woche sollen dort rund Hunderttausende Speicheltests zur Verfügung stehen.

Die Anstrengungen, die man unternommen habe, würden ihre Wirkung zeigen, wenn man wachsam bleibe und nicht zu früh aufgebe, warnte Castex. Die abendliche Ausgangssperre gelte daher auch erstmal bis auf Weiteres – mindestens bis Mitte Mai. Man sei auf dem besten Weg, das Ziel zu erreichen, dass bis Mitte Mai 20 Millionen Menschen und bis Mitte Juni 30 Millionen eine erste Impfung erhalten haben. Gesundheitsminister Olivier Véran erklärte, dass ab Samstag der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson zur Verfügung stehen werde.

USA verabreichen 200 Millionen Impfungen in 100 Tagen

US-Präsident Joe Biden hat sein zentrales 100-Tage-Ziel von 200 Millionen verabreichten Corona-Impfungen im Land erreicht. Biden schrieb am Donnerstag auf Twitter, diese Schwelle bei den Impf-Zahlen sei nun offiziell überschritten. «Dies ist eine amerikanische Leistung. Es ist ein kraftvolles Beispiel für Einheit und Entschlossenheit.» Und es zeige, was das Land schaffen könne, wenn die Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgten.

Der Demokrat war am 20. Januar ins Weisse Haus eingezogen. Ende April ist er 100 Tage im Amt. Dem Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Biden Priorität eingeräumt. Er hatte zum Amtsantritt zunächst das Ziel ausgegeben, in seinen ersten 100 Tagen im Amt 100 Millionen Impfdosen zu verabreichen. Dies wurde schon nach knapp 60 Tagen erreicht. Biden verdoppelte das Ziel daraufhin auf 200 Millionen Impfungen, und erreichte auch dies nun vor Ablauf der 100-Tage-Frist – nach gut 90 Tagen im Amt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Weltwirtschaftsforum soll 2022 wieder in Davos stattfinden

Das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) soll nächstes Jahr wieder in Davos stattfinden. Voraussetzung sind laut den Organisatoren vertretbare Hotelpreise, ausschlaggebend sei auch die Corona-Situation.

2022 soll das WEF wieder in der Schweiz stattfinden. (Bild: Keystone)

«Wir wollen der Tradition und Davos treu bleiben», sagte WEF-Sprecher Yann Zopf am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das WEF sei zurzeit im Gespräch mit der Hotellerie und der Gemeinde Davos, sagte er und bestätigte damit eine Mitteilung des Tourismusverbandes Destination Davos Klosters. Zuerst berichtete der «Tages-Anzeiger» darüber. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Lockerungen auf Mallorca: Gastronomen dürfen spätabends öffnen

Auf Mallorca werden die Corona-Einschränkungen im Zuge der guten Infektionslage bereits am Samstag weiter gelockert. Unter anderem wird dann auf der spanischen Urlaubsinsel und den anderen Balearen der Beginn der nächtlichen Ausgehsperre um eine Stunde nach hinten auf 23.00 Uhr verlegt, wie die Regionalregierung am Donnerstag in Palma mitteilte. Besonders wichtig auch für Touristen: Gastronomen dürfen ihre Terrassen künftig nach einer ersten Sperrstunde um 17 Uhr auch am späteren Abend von 20.00 bis 22.30 Uhr bei voller Auslastung öffnen – das gilt vorerst allerdings nur zwischen Montag und Donnerstag. Die Innenräume müssen unterdessen weiterhin geschlossen bleiben.

Restaurants in Mallorca dürfen neu auch spätabends offen haben. (Bild: Keystone)

Neben anderen Lockerungen dürfen sich ab Samstag wieder Personen aus mehr als zwei Haushalten im Freien treffen – allerdings höchstens sechs beziehungsweise nur vier, wenn sie an einem Restaurant- oder Cafétisch sitzen. Die Geschäfte müssen ausserdem erst eine Stunde später um 21.00 Uhr schliessen. Die Lockerungen gelten fast alle mit zum Teil leicht unterschiedlichen Auflagen für alle Inseln und bis zum 9. Mai. Dann wird die Pandemie-Lage wieder geprüft.

Cirque du Soleil meldet sich zurück mit Shows in Las Vegas

Das kanadische Unterhaltungs-Unternehmen Cirque du Soleil öffnet nach über einjähriger Corona-Zwangspause wieder die Pforten. Beginnen soll der Neustart im Sommer mit Live-Shows in Las Vegas, wie der Konzern mitteilte.

Im November soll der Wanderzirkus «Kooza» ein Comeback in der Dominikanischen Republik geben und im Januar das Akrobatik-Spektakel «Luzia» in London.

Openair Frauenfeld wegen Corona auch 2021 abgesagt

Das grösste Hip-Hop-Festival Europas, das Openair Frauenfeld, wird auch diesen Sommer nicht stattfinden und fällt damit zum zweiten Mal in Folge dem Coronavirus zum Opfer. Die Festivalfans werden auf Juli 2022 vertröstet.

Die Ankündigungen des Bundesrates vom 14. April würden «keine konkrete Perspektive für den Sommer bieten», teilten die Festival-Organisatoren am Donnerstag mit. «Wir haben so lange wie möglich gehofft, gekämpft, geplant und gewartet. Noch länger zu warten ist nicht mehr möglich».

Das Openair Frauenfeld 2021 ist abgesagt. (Bild: Keystone)

Damit ist das Openair Frauenfeld eines der letzten grossen Festivals in der Schweiz, die dieses Jahr erneut die Segel streichen. Zuvor wurden bereits das Paléo Festival in Nyon, das Gurtenfestival auf dem Berner Hausberg, das Openair St. Gallen als auch das Greenfield Festival und das internationale Trucker- & Country-Festival in Interlaken auf das nächste Jahr verschoben.

Für das Montreux Jazz Festival ist hingegen eine Absage keine Option, wie die Veranstalter Ende März wissen liessen. Sie setzen für die 55. Ausgabe von Anfang bis Mitte Juli auf eine Seebühne mit 600 Sitzplätzen und ein pandemiekompatibles Konzept.

Keine Bewilligung für Demo gegen Corona-Massnahmen in Rapperswil-Jona

Eine am 24. April geplante Kundgebung gegen Corona-Massnahmen in Rapperswil-Jona SG hat keine Bewilligung erhalten. Die St. Galler Kantonspolizei ruft dazu auf, einem allfälligen Anlass fernzubleiben.

Die Stadt Rapperswil-Jona habe die geplante Corona-Demonstration vom Samstag nicht bewilligt, teilte die St. Galler Kantonspolizei am Donnerstag mit. Trotz des Verbots sei davon auszugehen, «dass sich Kundgebungswillige in Rapperswil-Jona versammeln».

Die Kantonspolizei weist darauf hin, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen müssten. Es werde Personen- und Fahrzeugkontrollen geben. «Personen, die gegen die Vorschriften der Covid-Gesetzgebung verstossen, könnten gebüsst, verzeigt oder weggewiesen werden.»

Am Samstag sei in und um Rapperswil-Jona mit grossen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Kantonspolizei werde durch das Ostschweizer Polizeikonkordat und weitere Organisationen unterstützt.

Bund trifft einen ersten Entscheid zum Covid-Zertifikat

Der Bund hat zum Covid-Zertifikat einen ersten Entscheid getroffen: Eine Lösung des Bundesamts für Informatik (BIT) und ein Vorschlag von SICPA/ELCA werden bis Mitte Mai weiter geprüft.

50 Bewerber hatten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Vorschlag für eine technische Lösung für das Covid-Zertifikat eingereicht. Wie das BAG am Donnerstag mitteilte, werden zwei Angebote vertieft geprüft: Eines des Bundesamts für Informatik und eines des Lausanner IT-Dienstleisters SICPA in Zusammenarbeit mit der Zürcher ELCA Informatik. Ein definitiver Entscheid fällt Mitte Mai, wie es weiter in der Mitteilung heisst.

ELCA biete zusammen mit SICPA die CERTUS Digital Seal-Technologie an, um das Schweizer Covid-Zertifikat zu realisieren. Das bald hundertjährige Unternehmen SICPA sei ein globaler Leader im Bereich materielle und digitale Sicherheit für Behörden und Industrie.

Bisher war bekannt, dass sich auch die Schweizerische Post um den Auftrag bewarb.

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Wer sich gegen das Coronavirus impfen lässt, soll bis im Sommer ein Covid-Zertifikat erhalten. (Symbolbild: Keystone)
Schwingtraining für alle offen

Die Lockerungen für den Schwingsport kommen einen weiteren Schritt voran. Nach einem Beschluss des Zentralvorstand des Eidgenössischen Schwingerverbandes ESV dürfen alle Aktiven ab nächstem Montag mit gewissen Auflagen wieder untereinander trainieren.

Das Training unter Wettkampfbedingungen war zuletzt den unter 20-jährigen Schwingern sowie den ausgewählten besten 120 Schwingern aus den fünf Teilverbänden des ESV vorbehalten. Dies führte zu massiver Kritik seitens der nicht berücksichtigten schwächeren Schwinger, aber auch seitens der bevorzugten Athleten. «Entweder alle oder keiner», war die landläufige Meinung unter den Athleten.

Die Zwei- oder Dreiklassengesellschaft wird es ab nächster Woche nicht mehr geben. Geringfügige Unterschiede werden nur einzelne Sicherheitsbestimmungen betreffen. In Gruppen von definierten Grössen können alle wieder trainieren. Der ESV empfiehlt, dass die Schwinger nach dem langen Unterbruch mit dem klassischen Training (Standschwünge und Bodenarbeit) beginnen.

So wenig Arbeitslosenanträge in den USA wie vor der Corona-Krise

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist auf den tiefsten Wert seit Ausbruch der Virus-Pandemie gesunken. Insgesamt stellten vergangene Woche 547’000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze. In den sieben Tagen zuvor waren es noch 586’000, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte.

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte jüngst betont, der Arbeitsmarkt habe das Vorkrisenniveau noch lange nicht erreicht. Da die Konjunkturerholung bei weitem noch nicht abgeschlossen sei, werde die Federal Reserve der Wirtschaft weiterhin die erforderliche Unterstützung geben, solange dies nötig sei.

Nach Impffortschritten: Ungarn lockert Corona-Massnahmen weiter

Nach Fortschritten bei den Impfungen lockert Ungarn die Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiter. Ab Samstag können Gaststätten ihre Aussenbereiche öffnen, erklärte Kanzleramtsminister Gergely Gulyas am Donnerstag in einer Online-Pressekonferenz.

Die Öffnung sei möglich, weil voraussichtlich am Freitag die 3,5-Millionen-Marke bei den Erstimpfungen überschritten werde, fügte er hinzu. Das Land hat knapp zehn Millionen Einwohner.

Die nächtliche Ausgangssperre beginnt ab Samstag statt um 22:00 Uhr erst um 23:00 Uhr. Sie dauert weiterhin bis morgens 5:00 Uhr.

Die Innenbereiche der Gaststätten müssen vorerst weiter geschlossen bleiben. Hotels stehen unverändert nur Geschäftsreisenden offen. Reisen nach Ungarn zu touristischen Zwecken sind weiterhin nicht möglich.

Von Impf-Nebenwirkungen sind mehrheitlich Frauen betroffen

Von Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung sind hauptsächlich Frauen betroffen, und die Leidtragenden sind im Mittel rund 65 Jahre alt. Knapp zwei Drittel der Fälle waren zudem nicht schwerwiegend. Am häufigsten kamen Fieber, Luftnot und Kopfschmerzen vor, aber auch Herpes und Schüttelfrost, wie eine Auswertung der Arzneimittelbehörde Swissmedic ergab.

Mit 948 Fällen (63,8 Prozent) war der grössere Teil der Meldungen nicht schwerwiegend, 537 Meldungen (36,2 Prozent) wurden als schwerwiegend eingestuft. In diesen Fällen wurden die Personen entweder im Spital behandelt oder die Reaktionen wurden aus anderen Gründen als medizinisch bedeutsam eingestuft. In den meisten Fällen waren die Betroffenen aber nicht gefährdet, wie es einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

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Von Nebenwirkungen einer Corona-Impfung betroffen sind laut Untersuchungen vor allem Frauen im Alter von rund 65 Jahren. (Symbolbild: Keystone)
Deutsches Infektionsschutzgesetz passiert den Bundesrat

Der deutsche Bundesrat hat das geänderte Infektionsschutzgesetz mit der Corona-Notbremse trotz massiver Kritik passieren lassen. In einer Sondersitzung verzichtete die Länderkammer am Donnerstag darauf, den Vermittlungsausschuss zu dem Gesetz anzurufen, mit dem deutschlandweit verbindliche Regeln für schärfere Corona-Gegenmassnahmen festgelegt werden und das der Bundestag am Vortag verabschiedet hatte.

Es gab keine förmliche Abstimmung. Das Gesetz wurde anschliessend von Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet, wie das Bundespräsidialamt am Donnerstag mitteilte. Es muss nun noch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden.

Die deutschen Ministerpräsidenten sahen durch die Bank verfassungsrechtliche Bedenken – insbesondere wegen der starren Notbremse – und Probleme bei der praktischen Umsetzung. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier bezeichnete die starren Ausgangsbeschränkungen als «verfassungsrechtlich problematisch».

Moderna liefert verspätet 280'800 Dosen an die Schweiz

Die verspäteten Corona-Impfdosen von Moderna sind am (gestrigen) Mittwoch in der Schweiz eingetroffen. Es handelt sich laut BAG um 280’800 Dosen, die am vergangenen Freitagabend als ausstehend gemeldet worden waren. Dies gab das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bekannt.

Das Bundesamt war für das Corona-Impf-Management scharf kritisiert worden. BAG-Direktorin Anne Lévy konterte die Kritik, die vor allem aus dem Kanton Bern laut wurde, und stemmte sich gegen das Argument, die Impf-Logistik wäre in privater Hand besser aufgehoben.

Impfstoffhersteller Moderna hat am Mittwoch mit fünf Tagen Verspätung 280’800 Dosen an die Schweiz geliefert. (Symbolbild: Keystone)
Langeweile erschwert, Corona-Massnahmen einzuhalten

Menschen, die schnell zu Langeweile neigen, missachten häufiger die Richtlinien zum Social Distancing. Das berichten Forschende um Wanja Wolff von der Universität Bern. Sie haben Langeweile im Kontext der Corona-Pandemie in mehreren Studien untersucht.

Fast alle Menschen langweilen sich regelmässig. Das fühlt sich für die Betroffenen zwar negativ an, ist aber nicht grundsätzlich schlecht. Denn Langweile ist ein Signal dafür, dass Ressourcen aktuell nicht lohnend eingesetzt werden.

Allerdings erschwert dieses Gefühl offensichtlich, sich an die coronabedingten Verhaltensrichtlinien zu halten. Das zeigen Forschende der Universitäten Bern und Konstanz sowie der FernUni Schweiz in zwei Studien mit rund 1’400 Erwachsenen aus den USA.

Langeweile und Corona vertragen sich nicht: Wer nichts zu tun hat, dem fällt es schwerer, sich an die Schutzmassnahmen zu halten. (Symbolbild: Pixabay)

Zahl der Neuansteckungen in der vergangenen Woche leicht gesunken

Die Zahl gemeldeter Corona-Ansteckungen ist in den Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein in der Woche vom 12. bis 18. April (Woche 15) um 0,5 Prozent leicht gesunken. Das meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag. Die Schwankung bei der Anzahl der Tests rund um Ostern erschwert allerdings noch immer die Einschätzung der Lage.

Laut dem neuesten BAG-Wochenbericht wurden in der Woche 15 insgesamt 14’122 laborbestätigte Fälle gemeldet, gegenüber 14’187 in der Vorwoche. Der Anteil der mutierten Corona-Viren lag bei 97 Prozent der 494 darauf analysierten Proben.

Die Inzidenz der laborbestätigten Fälle lag zwischen 62 Fällen pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohnern in Appenzell Innerrhoden und 234 im Kanton Genf. Ausreisser war der Kanton Uri mit 471 Fällen pro 100’000 Einwohnern. Landesweit lag die Inzidenz bei 163,4 pro 100’000.

Vierstöckige Gräber für Corona-Tote in Teheran

Auf dem Zentralfriedhof der iranischen Hauptstadt Teheran sind Berichten zufolge vierstöckige Gräber angelegt worden, um die vielen Corona-Toten beerdigen zu können. Hintergrund sind die rasant ansteigenden Zahlen von Todesopfern in Verbindung mit dem Coronavirus.

Die Teheraner Stadtverwaltung und der Friedhof haben auf die Berichte vom Donnerstag noch nicht reagiert. Ein ehrenhaftes Begräbnis ist den Menschen im Iran besonders wichtig. Daher bleibt abzuwarten, wie sie auf die vierstöckigen Gräber reagieren werden.

Der Zentralfriedhof Behescht Sahra registrierte am Dienstag einen Rekord an Todesfällen. «Wir hatten 350 Tote, unter ihnen 150 Corona-Opfer … so viele Tote an einem Tag hatten wir in den letzten 50 Jahren nicht», sagte der Friedhofsleiter der Nachrichtenagentur Ilna. Ausserdem gab die Teheraner Stadtverwaltung bekannt, dass die Leichenhallen auf dem Zentralfriedhof schon bald nicht mehr ausreichten, um die vielen Corona-Toten aufzubewahren. In Teheran leben rund 13 Millionen Menschen.

American Airlines erleidet weiteren Milliardenverlust

Die Corona-Krise hat American Airlines zu Jahresbeginn tief in den roten Zahlen gehalten. In den drei Monaten bis Ende März machte die US-Fluggesellschaft einen Nettoverlust von 1,3 Milliarden Dollar, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Ohne Staatshilfen wäre das Minus noch deutlich höher. Die Erlöse fielen um 53 Prozent auf rund 4,0 Milliarden Dollar.

Die Pandemie belastet die Bilanz weiter stark, in den Vorquartalen lief es allerdings noch deutlich schlechter. Im vergangenen Jahr hatte American Airlines unterm Strich einen Verlust von 8,9 Milliarden Dollar erlitten. Inzwischen steigt die Hoffnung, dass das Geschäft wieder besser in Gang kommt. «Wir sehen Anzeichen für eine anhaltende Erholung», erklärte Konzernchef Doug Parker.

Immer noch viele Flugzeuge am Boden: Die American Airlines schreiben im ersten Quartal 2021 einen Verlust von 1,3 Milliarden Dollar. (Bild: Keystone)
BAG meldet 2'265 Neuinfektionen am Donnerstag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 2’265 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 42 neue Todesfälle und 107 Spitaleinweisungen. In den 42 Todesfällen sind 30 Nachmeldungen aus der Zeit von Oktober bis März enthalten.

Vor einer Woche lag die Zahl der gemeldeten Ansteckungen bei 2’226. Gleichzeitig registrierte das BAG damals 21 neue Todesfälle und 115 Spitaleinweisungen.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 9,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner 330,2 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

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Bundesligisten müssen im Mai in Quarantäne

Die Deutsche Fussball-Liga hat die Corona-Regeln für die Teams der Bundesliga und der 2. Liga verschärft. Um eine geordneten Ablauf der letzten beiden Runden zu gewährleisten, müssen sich die Mannschaften während der Schlussphase der Saison in Quarantäne begeben.

Ab dem 3. Mai darf sich der definierte Personenkreis eines Klubs (1. Mannschaft, Trainerteam, Betreuer) nur noch im häuslichen Umfeld oder auf dem Trainingsgelände aufhalten. Ab dem 12. Mai dürfen diese Personen nur noch untereinander Kontakt haben. Sie begeben sich dannzumal in einem Team-Hotel in Quarantäne. Die letzten beiden Runden der Bundesliga finden am 15. beziehungsweise am 22. Mai statt.

Die Massnahmen sind eine Reaktion auf die Coronafälle bei Hertha Berlin, welche zur Verschiebung von bislang drei Partien geführt haben.

Deutscher Bundesrat stimmt Corona-Notbremse zu

Die Änderung des deutschen Infektionsschutzgesetzes mit der Bundes-Notbremse hat den Bundesrat passiert. In der Länderkammer wurde am Donnerstag kein Antrag zur Anrufung des Vermittlungsausschusses gestellt.

(Bild: Keystone)

Damit kann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz unterzeichnen, das bei hohen Infektionszahlen Ausgangsbeschränkungen ab 22.00 Uhr und weitere Massnahmen zur Vermeidung von Kontakten vorsieht.

Norwegen leiht Schweden und Island Tausende Astrazeneca-Dosen

Norwegen reicht all seine vorrätigen Astrazeneca-Impfdosen an die skandinavischen Partnerländer Schweden und Island weiter, solange der Einsatz des Mittels im Land gestoppt ist.

200’000 der 216’000 auf Lager liegenden Dosen sollen an Schweden gehen, die restlichen 16’000 an Island, wie das norwegische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

(Bild: Keystone)

Er sei froh, dass die vorrätigen Corona-Impfstoffe von Nutzen sein werden, obwohl Norwegen den Gebrauch des Astrazeneca-Vakzins auf Eis gelegt habe, erklärte Gesundheitsminister Bent Høie. Wenn das Präparat im Land wieder eingesetzt werde, werde Norwegen die Impfdosen von den beiden Partnerländern zurückerhalten. Die Mittel sind demnach noch bis Juni und Juli haltbar.

Norwegen hatte den Einsatz des Impfstoffes des britisch-schwedischen Unternehmens am 11. März vorsorglich ausgesetzt, nachdem seltene Fälle von Blutgerinnseln nach der Impfung aufgetreten waren.

Mehrwertsteuer-Einnahmen wegen Coronakrise gesunken

Die Coronakrise hinterlässt beim Rechnungsabschluss der Eidgenössischen Steuerverwaltung Spuren: Die Mehrwertsteuer-Einnahmen fallen deutlich geringer aus als budgetiert.

Sie liegen im Jahr 2020 um 1,5 Milliarden Franken unter Budget und auch deutlich unter den Einnahmen von 2019. Dies geht aus dem Jahresbericht der Eidgenössischen Steuerverwaltung hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Bei der Verrechnungssteuer beträgt die Differenz zum Budget minus 2,6 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um mehr als ein Drittel.

Ringier mit deutlich weniger operativem Gewinn

Die Corona-Pandemie hat auch beim Ringier-Konzern ihre Spuren hinterlassen: Der operative Gewinn sank im vergangenen Jahr auf 84,4 Millionen Franken. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Deutliche Kritik im deutschen Bundesrat an Corona-Notbremse

Im deutschen Bundesrat ist deutliche Kritik an der vom Bundestag beschlossenen Corona-Notbremse mit verbindlichen Regeln für Massnahmen im ganzen Land deutlich geworden.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier bezeichnete vorgesehene starre Ausgangsbeschränkungen als «verfassungsrechtlich problematisch». Es gebe neben rechtlichen Bedenken auch erhebliche praktische Probleme bei der Umsetzung, etwa bei den vorgesehenen Schulschliessungen, warnte der Christdemokrat am Donnerstag in einer Sondersitzung der Länderkammer.

(Bild: Keystone)

Der niedersächsische Regierungschef Stephan Weil (SPD) sagte, die Neuregelungen seien für den Infektionsschutz «kein grosser Wurf». Bei Ausgangsbeschränkungen sei die Verfassungsmöglichkeit fraglich, er sei «sehr gespannt» auf die Rechtsprechung. Für Niedersachsen bedeutete das Gesetz sogar erhebliche Lockerungsmöglichkeiten. Weil fasste seine Bewertung so zusammen: «Für mein Land unnötig, aber ich füge hinzu auch unschädlich.» Er kritisierte zugleich, dass die Bund-Länder-Beratungen teils problematisch gelaufen und «nicht in jedem Fall gut für das Ansehen des Föderalismus» gewesen seien.

Interdisziplinäre Betreuung von Long Covid-Patienten

Die Luganeser Privatklinik Moncucco gründet ein interdisziplinäres Ambulatorium für Long-Covid-Patienten. Die Klinik wolle ihr seit Beginn der Coronavirus-Pandemie erworbenes Know-how der Gesellschaft zur Verfügung stellen, teilte sie am Donnerstag mit.

Im neuen Ambulatorium sollen Fachärzte mit Hausärzten und Pflegefachleuten zusammenarbeiten. Diese fachübergreifende Zusammenarbeit solle eine optimale Betreuung von an Long Covid leidenden Personen ermöglichen, heisst es im Communiqué.

(Bild: Keystone)

In die Patientenbetreuung miteinbezogen sollen unter anderem Neurologen, Neuropsychologen, Lungenärzte, Herzspezialisten, Hals-Nasen-Ohrenärzte, Endokrinlogen und Physiotherapeuten.

Finanziell unterstützt werde das neue Ambulatorium von der Fondazione Rosi. Die Stifung werde insbesondere die Kosten für das Ausleihen der Spezialisten sowie die Datenerhebung- und auswertung finanzieren, heisst es abschliessend.

Deutschland bestellt 30 Millionen Dosen russischen Impfstoff Sputnik V

Laut der deutschen «Bild»-Zeitung will sich die deutsche Regierung mit 30 Millionen Dosen Impfstoff aus Russland eindecken. Dies, obwohl die europäische Arzneimittelbehörde EMA Sputnik V noch nicht zugelassen hat.

(Bild: Keystone)

Die Dosen sollen in Chargen über die Monate Juni, Juli und August im Land eintreffen.

Portugal stellt als erstes EU-Land Antrag auf Corona-Hilfen

Portugal hat als erstes der 27 EU-Länder seinen nationalen Plan zur Verwendung der europäischen Corona-Hilfen fertiggestellt und bei der EU-Kommission eingereicht. Dies teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag mit. Da nun die Impfungen gegen das Coronavirus in Europa vorankämen, sei es umso wichtiger, auch die Wirtschaftshilfen zu starten.

Das im Sommer 2020 verabredete Paket Next Generation EU im Umfang von 750 Milliarden Euro soll den 27 EU-Staaten helfen, nach der Pandemie wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Einen Teil des Geldes gibt es als Zuschüsse, einen Teil als Darlehen. Dafür wollen die EU-Staaten gemeinsam Schulden aufnehmen.

Schweizer Exportwirtschaft lässt Corona hinter sich

Die Schweizer Exporteure haben im Startquartal 2021 wieder mehr Waren ins Ausland verkauft als in der Vor-Corona-Zeit. Namentlich die Ausfuhren nach Europa erholten sich.

Die Schweizer Wirtschaft verkauft ihre Waren ins Ausland, als gäbe es keine zweite Coronawelle oder keine Corona-Einschränkungen in vielen Ländern der Welt. Konkret nahmen die Ausfuhren zwischen Januar und März saisonbereinigt zum Vorquartal um 4,8 Prozent auf 58,1 Milliarden Franken zu, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Donnerstag mitteilte.

Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2019 – dem letzten Quartal vor Ausbruch der Seuche – lagen die saisonbereinigten Exporte bei 57,7 Milliarden. Somit sei nun das Niveau vor Ausbruch der Pandemie wieder überschritten worden, schlussfolgert die Zollverwaltung. Mehr noch: Der aktuelle Wert sei der zweithöchste aller Zeiten.

Und diese Verbesserung war laut den Angaben breit abgestützt. So hätten die vier wichtigen Sparten Chemie/Pharma, Maschinen/Elektronik, Metalle und Uhren das Vor-Corona-Niveau überschritten, wobei die Veränderungsraten zum Vorquartal zwischen 4,0 und gut 9 Prozent betrugen.

Indien meldet weltweit höchsten Neuinfektionen an einem Tag

Indien ist neuer Spitzenreiter bei den weltweiten Corona-Neuinfektionen an einem Tag. In den vergangenen 24 Stunden wurden 314’835 Corona-Fälle erfasst, wie aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag hervorgeht.

(Bild: Keystone)

Nach Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) hat bislang kein Land so viele Infektionen an einem Tag erfasst. Demnach hielten die USA mit rund 300’000 Fällen am 2. Januar 2021 den bisherigen Rekord.

Brit Awards sollen im Mai vor 4000 Zuschauern stattfinden

Die Brit Awards sollen in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie in London mit mehreren Tausend Zuschauern stattfinden. Bei der Preisverleihung des britischen Musikpreises am 11. Mai dürfen in der Londoner O2-Arena 4000 Zuschauer dabei sein, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten.

Der Abend ist Teil eines Pilotprojekts, mit dem die britische Regierung testen will, wie Grossveranstaltungen unter Corona-Bedingungen sicher funktionieren können. Bei der von dem Komiker Jack Whitehall moderierten Veranstaltung sollen sogar die Maskenpflicht und Abstandsregeln wegfallen – allerdings müssen alle Anwesenden einen negativen Test nachweisen und ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Die Tickets für die Brit Awards werden vor allem an Angehörige systemrelevanter Berufe verschenkt – als Dankeschön für ihren Einsatz in der Pandemie. In diesem Jahr treten unter anderem die Sängerinnen Dua Lipa und Arlo Parks auf.

Uhrenexporte steigen im März über Vor-Corona-Niveau

Die Ausfuhren von Schweizer Uhren haben im März im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Insgesamt beliefen sich die Uhrenexporte auf 1,87 Milliarden Franken. Dies entspricht einem satten Plus von 37,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, wie den Zahlen der Eidgenössische Zollverwaltung vom Donnerstag zu entnehmen ist. Lesen Sie hier mehr.

Epidemiologe Salathé mahnt zu Zurückhaltung bei Covid-Zertifikat

Der Epidemiologe Marcel Salathé mahnt in einem Zeitungsinterview zur Zurückhaltung beim Einsatz eines Impf-, Test- und Immunitätsausweises. Ein so genanntes Covid-Zertifikat plant der Bundesrat für den Ausstieg aus den Schutzmassnahmen gegen Covid-19. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Teenager stirbt im Zusammenhang mit Covid-19

In der Schweiz ist erstmals eine Jugendliche oder ein Jugendlicher im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie verstorben. Das hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeldet. Hier gelangen Sie zum kompletten Artikel.

(Bild: Keystone)
200 Millionen Impfungen in 100 Tagen – Biden erreicht Impf-Ziel

US-Präsident Joe Biden hat in der Corona-Pandemie ein zentrales Versprechen eingelöst: 200 Millionen verabreichte Impfungen innerhalb seiner ersten 100 Tage im Amt. Mit den Impfzahlen, die am Donnerstag veröffentlicht würden, werde die Schwelle von 200 Millionen gespritzten Impfdosen überschritten, kündigte Biden am Mittwoch in Washington an. Er sei stolz auf seine Regierungsmannschaft, aber auch auf die Bevölkerung, die das möglich gemacht hätten. «Dies ist eine amerikanische Leistung, ein kraftvolles Beispiel für Einheit und Entschlossenheit.

(Bild: Keystone)

Der Demokrat war am 20. Januar ins Weisse Haus eingezogen. Ende April ist er 100 Tage im Amt. Dem Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Biden Priorität eingeräumt.

Corona-Notbremse in Deutschland?

In Deutschland will der Bundesrat am Donnerstagvormittag über das erweiterte Infektionsschutzgesetz entscheiden – die so genannte Corona-Notbremse. Durch das Gesetz sollen für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt einheitliche Regeln gelten, sobald an drei Tagen die Zahl neuer Corona-Ansteckungen pro 100’000 Einwohner binnen einer Woche über 100 steigt. Der Bundestag beschloss das Gesetz am Mittwoch.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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