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Der Telebasel News Beitrag vom 22. April 2021.
Basel

Eymann: «Es geht nicht, dass man nicht kostendeckend arbeitet»

Die Medizinische Gesellschaft Basel hat einen offenen Brief formuliert, um ihren Ärger kund zu tun. Das Gesundheitsdepartement antwortet zaghaft.

Sie fühlen sich nicht ernst genommen, die Basler Haus- und Kinderärztinnen. Und: Man ist enttäuscht, wie Felix Eymann sagt. Er ist der Präsident der Medizinischen Gesellschaft Basel, dem Berufverband der Basler ÄrztInnen. Zum einen kann man weiterhin nicht nachvollziehen, dass die HausärztInnen bei der Covid-Impfung nicht priorisiert wurden. Hier konnte man schliesslich eine Einigung finden. Aber Eymann und seine Kollegen sind enttäuscht. Enttäuscht, über die geplante Entlöhnung der Mediziner, wenn sie dann in ihren Praxen Impfen. Etwas mehr als 24 Franken sei zu wenig, so der Tenor.

Eymann sagt gegenüber Telebasel: «Wir sind enttäuscht, dass man unsere Arbeit mit so einem kleinen Batzen symbolisch entschädigen will.» Andere Kantone, etwa Solothurn, würden es vormachen. Dort gibt es für die HausärztInnen 40 Franken pro Impfung als Entschädigung. Damit könne man Leben. Doch nun sei es an der Zeit, grossflächig bei den HausärztInnen zu impfen und nicht, wie geplant, zuerst ein Pilotprojekt bei fünf Praxen durchzuführen.

Der Arzt betont, dass die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdepartement gut sei. Aber es gebe einige Bereiche, bei denen dringend nachgebessert werden müsse. Etwa, dass die ÄrztInnen nur schwer mit dem Impfzentrum kommunizieren können.

Kritisierte Nicht-Kommunikation

Kritisiert wird, dass die Onlineanmeldung viele ältere MitbürgerInnen überfordern würde. Die Kontaktaufnahme per Telefon gestalte sich schwierig. Aber auch die Änderung der Impfpriorität sei ein enormer Aufwand. Deswegen müsse dringen eine neue Telefonlinie für die HausärztInnen eingerichtet werden, um die Abläufe zu verbessern. Doch dieses Anliegen würde von Seiten Impfzentrumbetreiber sowie Gesundheitsdepartement ignoriert.

Das Gesundheitsdepartement stand für ein Interview nicht zur Verfügung, gibt Telebasel jedoch schriftlich Antwort. Man habe den Brief zur Kenntnis genommen. Und weiter: «Wir sind erstaunt über die darin erhobenen Vorwürfe und weisen diese zurück.» Man sei über die angesprochenen Themen sehr wohl mit «den Grundversorgerinnen und Grundversorgern, Kinderärztinnen und Kinderärzten respektive ihren Verbänden im Gespräch und klärt die einzelnen Fragen in diesem Dialog mit den Betroffenen direkt.» Nur scheint dies der Basler Berufsverband der Ärzte nicht so wahrzunehmen.

1 Kommentar

  1. Also die Stadt hat enen Überschuss in Millionen Höhe und will dies nicht finanzieren ? eine Schande-aber für unnötiges wird Geld ausgegeben wie diese blöden Mistkübel und und….da ist man sprachlos…..🙉👑Report

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