Die BLKB geht mit ihrer digitalen Finanzdienstleistungstochter «Radicant» 2022 an den Start. (Bild: Keystone)
Baselland

BLKB-Tochter «Radicant» setzt auf Nachhaltigkeit

Die Vorbereitungen für die Gründung einer digitalen Finanzdienstleistungstochter der BLKB sind abgeschlossen. Mit «Radicant» setzt die Bank auf Nachhaltigkeit.

Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat die Vorbereitungen für die Gründung einer digitalen Finanzdienstleistungstochter abgeschlossen. Diese geht nun 2022 unter dem Namen «Radicant» an den Start und will personalisierte Finanzberatung und nachhaltige Finanzlösungen anbieten. Geleitet wird sie von Anders Bally.

Ihren Sitz werde der BLKB-Ableger in Zürich haben, teilte die Kantonalbank am Donnerstag mit. Die Tochter solle schweizweit tätig sein. Die BLKB hatte bereits Ende letzten Jahres angekündigt, eine digitale Finanzdienstleistungstochter aus der Taufe zu heben.

Diese Pläne wurden nun konkretisiert. «Radicant ist eine einmalige Möglichkeit, nicht nur die Technologie eines Finanzinstituts neu zu definieren, sondern auch mehr Transparenz in nachhaltige Anlagemöglichkeiten zu bringen», wird Firmenchef Bally zitiert. Dabei werde der Einbezug der UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle spielen.

Sentifi-Gründer als Chef

Radicant-Chef Bally ist kein klassischer Banker. Bekannt ist er als Gründer des Big-Data-Startups Sentifi. Laut Communiqué bringt er nicht nur einen bald 30-jährigen Leistungsausweis im Aufbau von Unternehmen mit, sondern verfügt auch über weitreichendes Wissen in den Bereichen nachhaltige Geldanlagen.

Als Finanzchef wird Roland Kläy für das Finanz- und Risikomanagement bei Radicant verantwortlich sein. Er war zuletzt als Risikoverantwortlicher bei der Aargauischen Kantonalbank tätig. Weitere Geschäftsleitungsmitglieder würden in den kommenden Monaten rekrutiert.

Verwaltungsratspräsident von Radicant ist Marco Primavesi, Bankrat bei der BLKB. Stefan Mühlemann, Gründer und Verwaltungsratspräsident von Loanboox, ist Verwaltungsrat. BLKB-Risikochef Michel Degen wird per sofort weiteres Verwaltungsratsmitglied. Entgegen den früheren Ankündigungen ist dagegen der abtretende BLKB-Finanzchef Herbert Kumbartzki nicht dabei – er geht Ende Juli 2021 in Pension.

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