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Der Telebasel News Beitrag vom 21. April 2021.
Baselland

Widerstand gegen die Schliessung des Uferwegs

Der beliebte Uferweg beim Hafen von Muttenz und Birsfelden wird aus Sicherheitsgründen geschlossen. Dies erntet Kritik aus der Politik.

Ein Nadelöhr führt unter Hafenkränen hindurch und vorbei an Anlegestellen grosser Tanker. Gelegentlich geniesst der eine oder andere Spaziergänger den Blick auf das Hafengeschehen. Für manche Velofahrer ist es eine beliebte Route dem Rhein entlang. Ab dem 3. Mai ist damit Schluss.

Der schmale Uferweg beim Auhafen Muttenz wie auch in Birsfelden wird geschlossen. Wer zu Fuss oder auf zwei Rädern unterwegs ist, muss künftig die Hafenanlagen durchqueren. Wie die «BZ» schreibt, soll künftig nur noch der Abschnitt zwischen den Häfen beim Hardwald geöffnet bleiben.

Uferweg wird zum Thema im Landrat

Der Entschluss der Schweizerischen Rheinhäfen erntet Widerstand. LandrätInnen von links bis rechts wehren sich nun gegen die Schliessung. Klaus Kirchmayr (Grüne),  Roman Brunner (SP) und Anita Biedert (SVP) werden am Donnerstag dazu ein Postulat einreichen. «Ich kam immer mit meinen Söhnen hierher, als sie klein waren, es ist total faszinierend», sagt Klaus Kirchmayr gegenüber Telebasel. Ein Stück Wirtschaft sei hier erlebbar. «Die Hafenwirtschaft ist gut beraten, die Bevölkerung nah bei sich zu haben, das fördert die Akzeptanz schliesslich nehmen da doch recht schönes Stück Land weg», findet der Grüne Landrat.

Florian Röthlingshöfer, Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen, begründet den Entscheid mit Sicherheitsbedenken. Velos und SpaziergängerInnen auf dem schmalen Streifen und gleich über ihren Köpfen der Güterverlad – dieser Spagat sei letztendlich zu gross geworden. «Die Sicherheitsanforderungen bei den Hafenfirmen für die Arbeits- und Betriebssicherheit steigen laufend. Deshalb sind wir zum Schluss gekommen, dass die Risiken zu gross werden und wir das Risiko nicht mehr tragen können», erklärt Florian Röthlingshöfer.

Öffnung am Sonntag denkbar

«Dieser Hafen existiert schon weiss ich nicht wie viele Jahre und man ist immer gut aneinander vorbeigekommen», meint Klaus Kirchmayr dazu. «Es ist ein vorgeschobenes Argument, die billigste Lösung, um alle wegzuhaben». Er schlägt daher vor, mit Sicherheitsmassnahmen und Markierungen abzuhelfen statt die ganze Strecke zu sperren.

Florian Röthlingshöfer entgegnet, dass solche Massnahmen grosser baulicher Natur sein müssten. Für einen Kompromiss ist der Hafendirektor aber offen. «Wir könnten uns vorstellen, an Sonn- und Feiertagen, wenn gar kein Betrieb ist und keine Gefahrgutschiffe liegen, temporär aufzumachen». Dazu seien die Schweizerischen Rheinhäfen noch in Gesprächen mit dem Kanton. So ein Kompromiss kommt für Klaus Kirchmayr nicht in Frage. Er findet, der Weg soll wie bisher auch werktags offen bleiben.

3 Kommentare

  1. Schade ich bin ab und zu bei Sonnenuntergang Aufgang mit dem Velo unterwegs. Kein Auto Lärm dafür das quietschen von Bahnwaggons oder Kräne aber auch die totale Stille würde höchstens vom gepläschern des Rheins überstimmt.in den Sommermonaten geht am Rhein immer ein angenehmes Lüftchen bis man die heissen Beton Häuser erreicht.
    Liebe Leute ihr nehmt mir und hundert anderen Velofahrer ein Stück Lebensqualität weg. Die Rheinstraße ist autolärmig quer durch den Wald ist Orientierungsbedürftig aber am Rhein entlang immer eine Erholung vom ArbeitsstressReport

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