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Der Telebasel Talk vom 21. April 2021
Baselland

Muttenzer Unternehmer bekämpft das Covid-Gesetz

Der Verein «Freunde der Verfassung» besteht aus politischen Nobodies, brachte aber das Covid-Referendum zustande. Dabei: der Muttenzer Michael Bubendorf.

Persönliche Erklärung zum Talk mit Michael Bubendorf.

Die Geschichte erzählten schon manche Medien: Leute unterschiedlicher politischer Couleur trafen sich an Pfingsten 2020 auf dem Rütli. Statt Schiller gab man sich die Präambel der Bundesverfassung zu Gehör. Es war die Zeit der ersten Anti-Massnahmen-Demos. Viele Medien sorgten tüchtig für Rückenwind: Seitenlange Berichte wurden mit «Spinnern» oder ähnlichem übertitelt. Das erzeugte Gegenwehr und verdichtet die Bewegung im Gefühl, den Nerv der Befindlichkeiten zu treffen.

Nun könnte dieser neue Verein mit seinen 2’200 Mitgliedern das Berner Polit-Establishment das Fürchten lehren. Die «Freunde der Verfassung» könnten mit ihrem Referendum gegen das Covid-Gesetz das gesetzliche Fundament für die Härtefall-Milliarden zu Fall bringen. 86’000 Unterschriften kamen zusammen. Hauptargument: Der Bundesrat erhalte zu viel Macht für zu viele einschneidende Befugnisse.

«Freunde der Verfassung» halfen auch gegen das Anti-Terror-Gesetz

Den Beweis ihrer Kampagnen-Schlagkraft erbrachten die «Verfassungsfreunde» auch bei einer anderen Vorlage. Sie, die Neulinge im Polit-Geschäft, halfen den Jung-Parteien Grüne und JUSO tüchtig beim Referendum gegen das Anti-Terror-Gesetz. 140’000 Unterschriften wurden übergeben.

Keine Abstimmung dieses Jahr belastet die zuständige FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter schwerer. Denn: Beim praktisch folgenlosen Burka-Verbot darf man gegen die SVP im Verbund mit Frauenrechtlerinnen verlieren. Aber beim Terror-Gesetz, wo es um das Vertrauen in den Nachrichtendienst und die Bundespolizei zur Isolierung möglicher Terroristen geht, getragen von der ganzen bürgerlichen Sphäre, da muss sie gewinnen.

Beide, das Terror- und das Covid-Gesetz, kommen am 13. Juni 2021 zur Abstimmung. Es dürfte bei den Nein-Fraktionen zu Überschneidungen kommen, wenn nicht sogar zu teilweiser gegenseitiger Mobilisierung.

Alle für das Covid-Gesetz, ausser die SVP

Michael Bubendorfs parteipolitische Erfahrung beschränkt sich auf eine kurze Zeit bei der SVP: «Mit der Partei konnte ich mich nach Auslandsbesuchen aber nicht mehr identifizieren und so trat ich aus». Im Vorgespräch wird deutlich, dass der Muttenzer die Paragraphen des Covid-Gesetzes auswendig weiss. Der Unternehmer in Hochseeschiffahrt ist weder Jurist noch Parlamentarier. Das heisst aber nicht, dass «sein» Referendum chancenlos wäre. Offiziell sind ausser der SVP (Stimmfreigabe) alle für das Gesetz und gegen das Referendum.

Runtergemacht als «Schwurbler»

Michael Bubendorf nahm auch an der Corona-Demonstration in Liestal teil, die für einen landesweiten, medialen Sturm sorgte, weil viele Leute ohne Maske oder Abstandsregeln marschierten.

Die «Freunde der Verfassung» werbe auch für weitere Demos, die bekanntlich unterschiedliche Gruppierungen anlocken: Normalbürgerliche, Alternative mit und ohne Kinder, Rechtsextreme, AnhängerInnen von Verschwörungstheorien, Esoteriker, Grüne, Seniorinnen, Jugendliche und Anthroposophen. Onlinereports-Journalist Peter Knechtli ordnete die Demonstranten in einem Telebasel-Talk dem Querschnitt durch die Bevölkerung zu. In den sozialen Medien werden sie als «Schwurbler» bezeichnet, was dem Verein bei der Abstimmung im Juni helfen könnte.

Am Dienstag, 27. April 2021, wird LDP-Nationalrat Christoph Eymann ab 18:45 Uhr im Talk die Pro-Seite zum Covid-Gesetz vertreten.

21 Kommentare

  1. Gott sei Dank gibt es noch klar denkende Menschen, die ehrlich und geradlinig sind! Vielen Dank Herr Bubendorf für Ihre grossartige Arbeit und wahrheitsgetreue Aufklärung! Ich bezweifle leider ebenfalls, dass die Mehrheit des Schweizer Volkes begreift um was es wirklich geht. Was sollen wir nur machen, damit die Schweiz nicht zusammen mit Deutschland und der EU unter geht!?Report

  2. spitze, Herr Bubendorf… die super Medien müssen mal enttarnt werden, was sie hier für Schaden anrichten mit ihrer einseitigen Berichterstattung…gratuliere!!!Report

  3. @markus dieitiker
    nun ich bin schon lange aufgewacht;wenn viele Freunde der Freunde…. so tolerant sind,wie hier geschrieben wird,müssen Sie aber auch so tolerant sein und und andern die Meinung lassen und anders denkenden Menschen nicht unterschieben,dass sie aufwachen müssen
    @gisela
    und da ich schon lange zur Urne gehe,muss mir vorgängig auch niemand sagen,was ich zu stimmen habe:Ich kann durchaus schon sehr lange selbständig denkenReport

  4. Liebe Vertreter der Medien, Ihr seid clevere, intelligente, gebildete Personen – allesamt.
    Kommt wieder zurück zu uns, zum Volk – und bleibt ausgewogen und fair. Wenn mal eine Meinung nicht passt, dann b i t t e : k e i n Bewerfen mit diskriminierenden Begrifflichkeiten – und bitte k e i n In-Einen-Topf-Werfen mit den ganz Schlimmen (damit Verharmlosen wir diese wirklich gesetzes- und humanfernen Typen eklatant…); bleiben wir alle sachlich und Fair-Play-orientiert. Dann können wir der ehernen Wahrheit eine Bresche schlagen.
    Die Freunde der Verfassung sind echte, weltoffene Patrioten und partei-ungebundene Bürgerrechtler und Bürgerrechtlerinnen. Mit einer wohltuenden Pluralität von ausgewogenen Meinungen – und so soll es auch sein!Report

  5. Super gemacht Herr Bubendorf, vorallem die letzte Frage!! Hoffe das die Leute endlich aufwachen. Es geht weder um links noch rechts, sondern um die Verhinderung von Machtverhältnissen, die so nicht mehr weiter etabliert werden dürfen.Report

  6. Sehr gutes Interview. Fakten und Wissen (Michael Bubendorf) trumpfen auf gegen Treu und Glauben (Claude Bühler – siehe seine Stellungnahme).Report

  7. Es wäre ja wirklich nur lustig, wenn es nicht auch traurig wäre. (Dass man sich als normaler Bürger von den wichtigsten Medien im Land diffamieren lassen muss.) Schliessen wir diese Hintertür für totalitär Gesinnte im Covid-Gesetz jetzt gleich im Juni sofort wieder und lassen es auch nicht nur annähernd so weit kommen wie in Deutschland, das einem bereits ein bisschen Angst machen kann. Wir werden dann ja sehen, wie viele Menschen in der Schweiz bereits Bedenken haben. Bin auch davon überzeugt, dass es mehr sind als in den Umfragen jeweils zutage tritt. Alle, denen etwas an der individuellen Freiheit in diesem Land liegt, sollen sich von links bis rechts gegen dieses einmal mehr komische Gesetzes-Päckli stellen. Das Geld für die Unternehmen, das wurde juristisch bereits abgeklärt, wird seinen Weg auch so zu den Bedürftigen finden. Lassen wir dieses billige Druckmittel nicht zu. Anscheinend haben es gewisse Politiker/innen in Bern immer noch nicht gemerkt, dass die Bevölkerung sich solche Päckli nicht gerne andrehen lässt.Report

  8. Bravo Michael Bubendorf.!!! Tolle kurze Antworten, völlig entspannt und gelassen, trotz der unterschwellig feindlichen Unterstellungen. Und das Ende war grossartig.Report

  9. @,Daniela
    Alle Menschen in meiner Umgebung halten sich an die Massnahmen und sorgen nicht mit ihrem Verhalten dafür,dass sich der Virus weiterverarbeiten kann.was man von den Freunden der Verfassung nicht behaupten kann.Und viele,die sich an die Massnahmen halten,sind auch kritisch denkend und übernehmen die Verantwortung,sich und andere zu schützen.
    @gisela
    Also meine Freiheit und Rechte müssen die Freunde der Verfassung nicht verteidigen,sicher nicht so,nein danke,kann ich nur dazu sagenReport

  10. Sehr geehrter Herr Bubendorf
    Von Herzen danke ich den Freunden der Verfassung, dass ihr die Rechte und die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes verteidigt.
    Mit einem überzeugten NEIN zum Covid-19-Gesetz!!!Report

  11. Vielen Dank Herr Bubendorf für die Verteidigung der Ehre der kritisch denkenden Normalbürger/Innen. Die Ehegattin meines ref. Pfarrers war nämlich auch an der Demo in Liestal. Würde mich wundern, in welche Sparte er sie schieben würde.
    Die Mehrheit in meinem Umfeld (Privat und Geschäft ‹Bank›) teilen Ihre Meinung und empfinden die Entwicklung in der Schweiz als sehr bedenklich. Die Hochrechnungen bei Meinungsumfragen bez. Impfung etc. wiederspiegeln NICHT das, was ich in Gesprächen erfahre. Nach dem ich Sie jetzt über die Subventionen des BR an die besagten Stellen reden hörte ist mir aber einiges klar.
    Ja – wirklich sehr schade, dass der Moderator Ihnen die Antwort schuldig blieb.Report

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