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Basel

«Drachenalarm» im Zolli-Vivarium

Eine speziell farbenfrohe Muränenart bewohnt seit letztem Dezember das Schaubecken 18 im Zoo Basel. Ihr Kopf ähnelt jenem eines chinesischen Drachens.

Ihre Flecken gleichen dem Fell eines Leoparden und ihr Kopf jenem eines Drachens: Die Leopardmuräne, oft auch als Drachenmuräne bezeichnet, wird erstmals im Vivarium des Zoo Basels gezeigt. Die zwei Neuankömmlinge durchlebten vor ihrem Einzug ins Schaubecken eine vierwöchige Quarantäne. Ein solcher Vorgang sei üblich und würde hinter den Kulissen stattfinden, schreibt der Zoo Basel in seiner heutigen Medienmitteilung.

Muränen sind passiv giftig

Im Schaubecken 18 dreht sich alles um Gifte im Meer. Obwohl Muränen sehr bissig sind, ist ein solcher Biss ungiftig, da die Tiere keine Giftdrüsen haben. Wie bei Tierbissen gewöhnlich, kann es jedoch zu Infektionen kommen, indem Keime übertragen werden.

Giftig sind die Tiere trotzdem, allerdings nur passiv. Das Gift befindet sich in Form von hämolytischen Proteinen im Blut. Mit einer spektakulär aussehenden Färbung warnt die Drachenmuräne ihre Feinde vor ihrer Giftigkeit.

Neue Drachen im Zoo Basel. (Video: YouTube / Zoo Basel) 

Viele Ähnlichkeiten mit dem chinesischen Drachen

Muränen haben vier Nasenlöcher. Die vorderen zwei sind röhrenförmig nach vorne verlängert. Bei der Drachenmuräne sind auch die zwei hinteren Nasenöffnungen verlängert. Die langen Überaugententakel sowie die bei geschlossenem Mund sichtbaren Zähne verleihen der Muräne das Aussehen eines chinesischen Drachens, wie der Zoo Basel schreibt.

Drachenmuränen leben im tropischen westlichen Indopazifik. Dort findet man sie vor allem in der Meeresregion von Madagaskar und den umliegenden Inseln. Zuhause sind sie in Korallenriffen und felsigen Gebieten. Drachenmuränen verstecken sich gerne in Höhlen und ernähren sich von kleinen Fischen und Krebstieren. Mit einer Länge von 90 Zentimetern gehören die Tiere zu den eher kleinen Muränenarten. Ihr Bestand ist nicht gefährdet.

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