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Schweiz

Bis zu 50 Prozent mehr Terrassen-Sitzflächen für Stadtzürcher Wirte

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Türkei verlängert Ausgangsbeschränkungen

Wegen der Corona-Pandemie gelten in der Türkei über das Wochenende hinaus verlängerte Ausgangsbeschränkungen. Allerdings würden die Beschränkungen wegen eines nationalen Feiertags bereits am kommenden Donnerstag statt wie sonst am Freitagabend um 19.00 Uhr in Kraft treten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwochabend unter Berufung auf das Innenministerium. Sie gelten bis Montagmorgen um 5.00 Uhr.

Menschen in der Türkei dürfen derzeit am Wochenende tagsüber nur für Einkäufe in direkter Nähe zum Wohnort oder mit einer Sondergenehmigung vor die Tür. Touristen und Reisende sind von den Regeln ausgenommen.

Die Corona-Situation im Land hat sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. Die täglich gemeldete Zahl der Neuinfektionen hatte zuletzt immer wieder Rekordstände erreicht. Für Mittwoch meldete das Gesundheitsministerium 61 967 Neuinfektionen und 362 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Die Türkei verlängert seine Ausgangsbeschränkungen. (Bild: Keystone)
1.Mai-Kundgebung in Olten abgesagt

Das 1. Mai-Fest-Komitee hat am Mittwochabend die Kundgebung zum Tag der Arbeit in Olten abgesagt. In der aktuellen Covid-19-Pandemie lasse sich ein solcher Anlass nicht planen, teilte es mit. Als Ersatz für das traditionelle Fest verweist das Komitee auf den Live-Stream des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB).

Weder der Umzug durch die Stadt Olten noch das grosse Fest mit mehreren hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Schützi und dem Konzert am Abend seien zu verantworten, hiess es in einem Communiqué. Der 1. Mai bleibe indessen angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie mit Hunderttausenden Menschen in Angst um den Arbeitsplatz oder bereits Entlassenen wichtig.

Rom legt Fahrplan für Corona-Öffnungen vor: «Grüner Pass» kommt

Italiens Regierung hat einen Fahrplan für eine schrittweise Lockerung der Corona-Beschränkungen ab 26. April bis zum Sommer vorgelegt. Ausserdem soll in Kürze ein Corona-Pass für das Reisen innerhalb des Landes eingeführt werden. Mit diesem sogenannten Grünen Pass, den zum Beispiel Geimpfte bekommen können, darf man dann auch in Regionen mit hohem Corona-Risiko fahren. Das teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi in Rom am Mittwochabend nach einer Kabinettssitzung mit.

Mit dem neuen Corona-Dekret führt Rom nach wochenlanger Pause wieder Weisse und Gelbe Zonen für Regionen mit niedrigen oder moderaten Corona-Werten ein. In den Gelben Zonen dürfen Restaurants und Bars ab 26. April wieder mittags und abends im Aussenbereich Gäste an Tischen bedienen. Die Innenräume bleiben zu. Theater, Kinos und Konzerthallen dürfen dort mit begrenzter Besucherzahl loslegen.

Am 15. Mai dürfen Schwimmbäder in Gelben Zonen öffnen. Ab 1. Juni gibt es dort für grössere Sportevents das Okay – begrenzt auf draussen bis zu 1000 Zuschauer. Ebenfalls Anfang Juni können in diesen Gebieten die Sportstudios starten. Ab 1. Juli sind Kongresse wieder möglich, erste Unterhaltungsparks dürfen öffnen.

Bundeskanzlerin Merkel: Bei Gesundheit mehr Macht für Brüssel

Nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie plädiert Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür, Europa mehr Macht in Gesundheitsfragen zu übertragen. Falls nötig müssten dafür auch die EU-Verträge geändert werden, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in einer Online-Diskussion der Europäischen Volkspartei zur Zukunft Europas.

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert mehr Macht für die EU in Gesundheitsfragen. (Bild: Keystone)

«Ich glaube, dass Europa im Bereich Gesundheit mehr Kompetenzen braucht», sagte Merkel. «Wahrscheinlich muss man dazu auch die Verträge ändern. Ich war immer offen für Vertragsänderungen, wenn sie einen Sinn machen. Das ist kein Selbstzweck.» Die Kanzlerin verteidigte zugleich nochmals die Beschaffung von Corona-Impfstoff über Brüssel. Sicher seien auch Fehler gemacht worden, aber: «Also, es ist echt nicht alles schief gelaufen», sagte Merkel.

Sie äusserte sich im Gespräch mit dem CSU-Europapolitiker Manfred Weber vor dem Start der Konferenz zur Zukunft Europas am 9. Mai. Weber plädierte für weitergehende Reformen, um die EU schneller, effizienter und bürgerfreundlicher zu machen. Immer, wenn die EU-Staaten einstimmig entscheiden müssten – wie in der Aussen- und der Steuerpolitik -, «dort versagt Europa», sagte Weber, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im Europaparlament. «Ich bin nicht mehr bereit, dass ich da auf den langsamsten warte.»

Stadtzürcher Wirte sollen mehr Sitzplätze im Freien anbieten können

Gastrobetriebe in der Stadt Zürich sollen auf öffentlichem Grund 30 bis 50 Prozent mehr Sitzplätze anbieten können. Das Stadtparlament hat am Mittwochabend ein entsprechendes Postulat an den Stadtrat überwiesen.

 

Die Stadtzürcher Wirte sollen mehr Sitzplätze im Freien anbieten können. (Bild: Keystone)

Die Zürcherinnen und Zürcher werden nach der erfolgten Wiedereröffnung die Restaurants und Bars mit Sitzmöglichkeiten im Freien wohl wieder intensiv nutzen, glauben die FDP-Gemeinderäte Dominique Zygmont und Martin Bürki. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Eishockey-Frauen-WM in Kanada abgesagt

Die Weltmeisterschaft der Frauen kann auch nach der Verschiebung nicht stattfinden. Das in Halifax und Truro in Kanada ab dem 6. Mai vorgesehene Turnier fällt erneut der Corona-Pandemie zum Opfer.

Die sich wieder verschlechternde Situation rund um das Coronavirus hat den Verantwortlichen keine andere Wahl als die Absage der Veranstaltung in der Provinz Nova Scotia im Osten des Landes gelassen. In den gleichen zwei Städten war die Weltmeisterschaft schon im vergangenen Jahr vorgesehen gewesen, konnte wegen der Pandemie aber nicht stattfinden. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

New York erwartet dieses Jahr nur halb so viele Touristen wie 2019

Wegen der Coronavirus-Pandemie erwartet die Millionenmetropole New York in diesem Jahr nur rund halb so viele Touristen wie noch 2019. Man rechne 2021 mit etwa 36,4 Millionen Besuchern, sagte Fred Dixon, Chef der New Yorker Tourismusbehörde NYC & Company, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Bei einem Grossteil davon handele es sich um Menschen, die aus anderen Teilen der USA anreisten.

New York erwartet 2021 nur halb so viele Touristen wie im Jahr 2019. (Bild: Keystone)

2019 war mit 66,6 Millionen Touristen im zehnten Jahr in Folge ein Rekord aufgestellt worden. Diese Zahl könne wohl erst 2024 wieder übertroffen werden, 2025 könne dann die 70-Millionen-Marke überschritten werden, sagte Dixon.

2020 waren nur rund 22,3 Millionen Menschen nach New York gereist, die meisten davon vor Beginn weitreichender Corona-Einschränkungen im Frühjahr. Die Tourismus-Industrie, die vor Ausbruch der Pandemie rund 400’000 Menschen beschäftigte, ist ein wichtiger Wirtschaftssektor der Metropole.

Impfstoff-Produktionsstätte in den USA wegen Mängeln vorerst dicht

Eine Impfstoff-Fabrik in den USA, die zuvor von Astrazeneca an den Konkurrenten Johnson & Johnson gegangen war und wo wegen eines Produktionsfehlers Millionen Impfdosen des US-Herstellers entsorgt werden mussten, muss die Produktion vorübergehend einstellen. Bei einer Überprüfung der vom US-Biopharma-Unternehmen Emergent Biosolutions betriebenen Produktionsstätte seien zahlreiche Mängel bemerkt worden, teilte die US-Arzneimittelbehörde FDA am Mittwoch mit.

Gemeinsam mit dem Unternehmen werde nun daran gearbeitet, die Mängel zu beheben. Bis dahin pausiere die Produktion. Die bisher in der Fabrik produzierten Impfstoffdosen würden zusätzlichen Prüfungen unterzogen. «Wir werden nicht erlauben, dass irgendwelche Produkte herausgegeben werden, bevor wir nicht sicher sind, dass unsere Qualitätsanforderungen erfüllt werden», hiess es von der FDA. Bislang seien aus der Produktionsstätte, die von der FDA noch nicht zugelassen war, noch keine Impfdosen zur Verwendung in der USA ausgeliefert worden.

Biden erreicht zentrales 100-Tage-Impfziel wohl am Donnerstag

US-Präsident Joe Biden steht kurz davor, sein zentrales 100-Tage-Ziel von 200 Millionen verabreichten Corona-Impfungen im Land zu erreichen. Die Schwelle von 200 Millionen gespritzten Impfdosen innerhalb von Bidens ersten 100 Tagen im Amt werde voraussichtlich am Donnerstag überschritten, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter am Mittwoch in Washington. Biden wollte sich selbst noch am Mittwoch zum Stand der US-Impfkampagne und zum weiteren Vorgehen äussern. Der Demokrat war am 20. Januar ins Weisse Haus eingezogen. Ende April ist er 100 Tage im Amt.

Die Marke von 200 Millionen verabreichten Impfdosen soll am Donnerstag in den USA erreicht werden. Damit ist ein zentrales Ziel für die 100 ersten Tage von US-Präsident Joe Biden erreicht. (Bild: Keystone)

Biden hatte zum Amtsantritt ursprünglich das Ziel ausgegeben, innerhalb seiner ersten 100 Amts-Tage 100 Millionen Impfdosen zu verabreichen. Dies wurde schon nach knapp 60 Tagen erreicht. Biden verdoppelte das Ziel daraufhin. Dem Kampf gegen die Corona-Pandemie hat er Priorität eingeräumt.

Türkische Intensivstationen teilweise überlastet

Die stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen in der Türkei spiegeln sich auch in den Krankenhäusern besonders betroffener Regionen wieder. Die Intensivstationen in öffentlichen Krankenhäusern in Istanbul oder Ankara seien voll, sagte die Vorsitzende der Vereinigung der Intensivkrankenschwestern, Ebru Kiraner, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Es fehle ausserdem weiterhin an qualifiziertem Personal, die Krankenhausangestellten seien grosser Belastung ausgesetzt.

Kiraner wie auch der Generalsekretär der Istanbuler Ärztekammer, Osman Kücükosmanoglu, sagten gegenüber der dpa, es sei auffällig, dass inzwischen besonders jüngere Menschen auf den Intensivstationen lägen – etwa die Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahren.

Die täglichen Neuinfektionen hatten in der Türkei zuletzt ein Rekordhoch erreicht. Auch die Zahl der täglich im Zusammenhang mit Corona Gestorbenen hatte am Dienstag einen Höchstwert erreicht: Das Gesundheitsministerium meldete über 61’000 neue Fälle und 346 Todesfälle.

Drei-Phasen-Modell findet bei allen Parteien Zustimmung

Das vom Bundesrat am Mittwoch vorgestellte Drei-Phasen-Modell für Lockerungen in der Pandemie stösst bei den Parteien auf breite Zustimmung. Einzig die SVP zeigt sich unzufrieden. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Der Verlauf der Positivitätsrate der Schweiz im Überblick
(Grafik: Keystone-SDA, Quelle: BAG)
Berset: «Covid-Zertifikat hat nichts mit Impfzwang zu tun»

Gesundheitsminister Alain Berset hat erneut betont, dass es in der Schweiz auch gegen das Coronavirus keinen Impfzwang geben werde. Gleichzeitig verteidigte er Privilegien für Geimpfte und Getestete etwa mittels des geplanten Covid-Zertifikats.

«Ein Covid-Zertifikat hat nichts mit einem Impfzwang zu tun», sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Jeder Mensch in der Schweiz könne weiterhin selber entscheiden, ob er sich impfen lassen wolle oder nicht. Etwas andres sei gar nicht rechtens. Die Aufgabe des Staates sei, den Zugang zu Impfungen zu ermöglichen.

Berset zu Grossveranstaltungen: «Realistisch, nicht naiv handeln»

Bezüglich Grossveranstaltungen müsse man realistisch und nicht naiv handeln. Erste Diskussionen hätten stattgefunden. Pilotveranstaltungen seien aber «ziemlich kompliziert» auf die Beine zu stellen, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Bundesrat Alain Berset will bald zu möglichen Lockerungen für Gross-Events Stellung nehmen. (Bild: Keystone)

Man werde in der zweiten und dritten Öffnungsphase konkret über Lockerungen für Gross-Events diskutieren. Die ganz grossen Kisten werde es aber am Anfang mit Sicherheit nicht gleich geben. Der Bundesrat werde «hoffentlich bald» dazu Stellung nehmen können, so Berset.

Airlineverband IATA sieht Sommerferiengeschäft in Gefahr

Der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) fürchtet um das lukrative Sommergeschäft: Das schleppende Impftempo lasse nicht erwarten, dass Reisebeschränkungen rechtzeitig aufgehoben werden, sagte Chefökonom Brian Pearce am Mittwoch in Genf.

«Das wichtige Fluggeschäft im Sommer ist in Gefahr», sagte er. Deshalb dürften die Fluggesellschaften in diesem Jahr noch höhere Verluste machen als der Verband noch im Dezember annahm. Er korrigierte die Verlustprognose für dieses Jahr von knapp 39 Milliarden US-Dollar auf 47 bis 48 Milliarden Dollar.

Bundestag beschliesst deutsche Corona-Notbremse
 

Die Corona-Notbremse in Deutschland ist beschlossene Sache. (Bild: Keystone)

Der Bundestag hat in Deutschland am Mittwoch eine bundeseinheitliche Notbremse gegen die dritte Corona-Welle beschlossen.

Mit der entsprechenden Änderung des Infektionsschutzgesetzes rücken Ausgangsbeschränkungen ab 22 Uhr und weitere Schritte zur Vermeidung von Kontakten näher. In namentlicher Abstimmung votierten in dritter Lesung 342 Abgeordnete für das Gesetz. Es gab 250 Nein-Stimmen und 64 Enthaltungen.

Zuvor hatten in zweiter Lesung die Fraktionen von CDU/CSU und SPD dafür gestimmt. AfD, FDP und Linke stimmten gegen das Gesetz. Die Grünen hatten sich enthalten.

Deutsche Corona-Notbremse in zweiter Lesung im Bundestag beschlossen

Ein Gesetz für eine Bundes-Notbremse gegen die dritte Corona-Welle in Deutschland hat im Bundestag eine wichtige Hürde genommen.

Die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD stimmten am Mittwoch in zweiter Lesung dem Entwurf für eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes zu. Die Schlussabstimmung sollte am Nachmittag folgen.

Berset: Appell zur Vorsicht und Lob für die Bevölkerung

Die Bevölkerung habe die Krise bisher sehr gut gemeistert. Mit dem Drei-Phasen-Modell habe der Bundesrat am Mittwoch die grossen Linien fixiert, die aus der Krise führen sollten, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern

Bundesrat Alain Berset lobt die Bevölkerung, appelliert aber auch zur weiteren Vorsicht. (Bild: Keystone)

Das Szenario sei sehr ehrgeizig. «Aber wir haben vieles in den eigenen Händen», so Berset. Und er sei zuversichtlich, dass ein solider Ausstieg aus der Krise gelingen könne. Denn: «Die Bevölkerung hat bisher sehr gut mitgespielt.» Mit dem Drei-Phasen-Modell könne man den Menschen in der Schweiz eine Perspektive geben.

Der wichtigste Erfolgsfaktor sei eine möglichst hohe Impfbereitschaft. Denn es werde mit den Lockerungen immer mehr Kontakt geben. Berset appellierte deshalb auch mehrmals an die Bevölkerung, weiterhin vorsichtig zu sein. Je nach Entwicklung der epidemiologischen Lage seien Rückschritte und Verschärfungen jederzeit möglich.

«Es braucht eine hohe Impfbereitschaft in der Bevölkerung»

Bundesrat Alain Berset hat am Mittwoch einen Appell an die Bevölkerung für das Impfen gerichtet. Nur so könnten Massnahmen gelockert werden. «Es braucht eine hohe Impfbreitschaft in der Bevölkerung», sagte der Gesundheitsminister am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Impfen und sich testen lassen, seien die wichtigsten Massnahmen, erklärte Berset. «Es gibt keine Abkürzung.»

Daneben verteidigte Berset geplante Privilegien für Geimpfte respektive mögliche Restriktionen für Nichtgeimpfte. Für den Bundesrat sei es nicht gerechtfertigt, weitreichende Massnahmen aufrecht zu erhalten, weil «gewisse Leute sich nicht impfen lassen wollen. Das geht nicht.»

Impfzertifikat soll im Juni bereit stehen
Im Juni soll ein Impfzertifikat in der Schweiz bereit stehen. (Bild: Keystone)

Der Bundesrat will im Juni ein Impfzertifikat zur Verfügung stellen. Mit dem Ausweis soll es Privilegien für Getestete, Geimpfte und Genesene geben.

Im Juni soll der Impfausweis zur Verfügung stehen. Dies sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Der Bund arbeite intensiv an dieser Lösung. Mit dem Impfausweis sind neue Freiheiten verbunden.

Der Entscheid, mit welchem Unternehmen der Impfausweis ausgearbeitet werden soll, werde in den nächsten Tagen fallen.

Bundesrat plant weitere Öffnungsschritte frühestens Ende Mai
 

Gesundheitsminister Alain Berset kündigt am Mittwoch an, dass es mindestens bis Ende Mai keine weiteren Lockerungen gibt in der Schweiz. (Bild: Keystone)

Der Bundesrat geht nicht davon aus, dass vor Ende Mai weitere Lockerungen der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus möglich sind. Längerfristig will er mit einem Drei-Phasen-Modell zur Normalität zurückkehren.

Aufgrund der epidemiologischen Lage und den weitreichenden Öffnungsschritten am vergangenen Montag werde es vor dem 26. Mai kaum weitere Lockerungen geben. Dies teilte der Bundesrat am Mittwoch nach seiner Sitzung mit. Am 12. Mai will er eine Auslegeordnung vornehmen und allenfalls ein Öffnungspaket bei den Kantonen in die Vernehmlassung schicken. Alles zum Thema gibt es hier.

In drei Phasen zurück zur Normalität

Für die langfristige Planung hat der Bundesrat am Mittwoch ein Drei-Phasen-Modell bei den Kantonen in die Konsultation geschickt. Es besteht aus einer Schutzphase, einer Stabilisierungsphase und einer Normalisierungsphase. Einen Überblick über die drei Phasen finden Sie hier.

Iberoamerika-Gipfel fordert internationales Pandemie-Abkommen

Die Staats- und Regierungschefs Lateinamerikas, Spaniens und Portugals haben die Weltgemeinschaft zur Ausarbeitung eines «Internationalen Pandemie-Abkommens» aufgerufen.

Angestrebt würden unter anderem «eine schnellere und flexiblere internationale Finanzierung» der Wiederaufbauprogramme und ein «sozialer Pakt, bei dem niemand zurückbleibt», hiess es am Mittwoch zum Auftakt des 27. Iberoamerika-Gipfels in Andorra.

Die Vertreter von 22 Ländern mit insgesamt 670 Millionen Bürgern wollen im Pyrenäen-Fürstentum unter dem Motto «Ein Gipfel für die Erholung» eine enge Zusammenarbeit bei der Eindämmung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beschliessen. Der Wiederaufbau müsse gerecht und nachhaltig sein, so die Organisatoren des Gipfels. Die meisten Delegationen nehmen am Treffen wegen der Corona-Pandemie online teil.

Chilenen demonstrieren für vorzeitige Rentenauszahlung in Pandemie

Angesichts der wirtschaftlichen Härten in der Corona-Pandemie haben zahlreiche Chilenen eine vorzeitige Auszahlung ihrer Rente gefordert.

Nachdem die Regierung des südamerikanischen Landes ankündigte, die Auszahlung mit einem Einspruch beim Verfassungsgericht stoppen zu wollen, steckten Demonstranten in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) in der Hauptstadt Santiago Barrikaden in Brand und griffen Polizisten an. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen, wie der Radiosender Cooperativa berichtete.

Ägypten und Mexiko neu auf der BAG-Risikoländerliste

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat die Coronavirus-Risikoländerliste am Mittwoch aktualisiert. Neu gehören ab dem 3. Mai Ägypten, Argentinien, die Kapverdischen Inseln, Katar und Mexiko dazu. Keine Risikoländer mehr sind ab diesem Donnerstag unter anderem Malta, Monaco und die Malediven, aber auch Venedig und Rom sowie die Regionen um diese Städte.

Wer in Mexico Ferien macht, muss bei der Rückreise in die Schweiz in Quarantäne. (Bild: Keystone)

In den Nachbarländern der Schweiz bleiben die deutschen Bundesländer Sachsen und Thüringen auf der Risikoländerliste, in Österreich die Bundesländer Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Wien. In Italien sind es die Regionen Apulien, Emilia Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Kampanien und die Toskana.

In Frankreich ist die Hälfte aller Regionen auf der BAG-Risikoländerliste: Bretagne, Centre-Val de Loire, Hauts-de-France, Île de France, Normandie, Nouvelle-Aquitaine, Occitane, Pays de la Loire und Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die vollständige Liste gibt es hier.

Putin kündigt vereinfachte russische Visavergabe an

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Ausländern eine schnellere, unkomplizierte Visa-Vergabe in Aussicht gestellt. «Sobald die epidemiologische Situation es erlaubt, werden wir ganz sicher noch geltende Einschränkungen aufheben, und zu uns werden wieder Millionen Touristen von allen Enden der Welt kommen», sagte Putin am Mittwoch in seiner Rede an die Nation in Moskau. Putin sprach vor Hunderten Vertretern der politischen Elite des Landes, vor Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Religion.

Ziel sei es, Menschen in vielen Ländern «ohne überflüssige Formalitäten» innerhalb von vier Tagen ein elektronisches Visum auszustellen, sagte der Kremlchef.

Bereits im vergangenen Sommer war in Russland ein entsprechendes Gesetz verabschiedet worden, das wegen der Corona-Pandemie aber vorerst nicht umgesetzt wurde. Es sieht die Vergabe elektronischer Visa unter anderem für Touristen und Geschäftsreisende aus mehr als 50 Ländern vor, darunter aus der Europäischen Union. Russland sei ein gastfreundliches Land, sagte Putin nun – «offen für echte Freunde».

Der russische Präsident Wladimir Putin will Ausländern schnell und unkompliziert Visa für die Einreise ausstellen, sobald es die epidemiologische Situation erlaube. (Bild: Keystone)
BAG meldet 2686 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 2686 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 127 Spitaleinweisungen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Über 20 Corona-Patienten sterben bei Sauerstofftankunfall in Indien

Mindestens 22 Corona-Patienten sind infolge eines undichten Sauerstofftanks in einem indischen Krankenhaus gestorben.

Der Austritt des überlebenswichtigen Gases habe die Versorgung von beatmeten Patienten in einem Krankenhaus der Millionenstadt Nashik nordöstlich der Finanzmetropole Mumbai unterbrochen, sagte ein Behördenmitarbeiter dem Fernsehsender NDTV am Mittwoch.

Was genau zu dem Unfall führte, werde untersucht, sagte der Gesundheitsminister des Bundesstaates Maharashtra. Das Krankenhaus habe rund 150 Corona-Patientinnen und -Patienten behandelt, die auf künstliche Beatmung oder medizinischen Sauerstoff angewiesen waren, berichtete NDTV. Etliche seien in andere Kliniken verlegt worden.

Moody's: Corona-Welle und niedrige Impfrate bremsen Lufthansa & Co

Moody’s blickt skeptisch auf die Aussichten für Europas Airlines. «Die Situation im europäischen Flugreisesektor wird sich aufgrund des neuerlichen Anstiegs der Coronainfektionen und des bisher nur langsamen Impffortschritts bis Mitte August nicht wesentlich verbessern», erklärte die Ratingagentur am Mittwoch.

Denn die Erholung dürfte langsamer verlaufen und das Passagieraufkommen schwächer ausfallen als noch im November 2020 erwartet. Die Unternehmen verbrennen demnach weiter Bargeld und dies drücke auf die Bilanzen.

«Sofern es keine zeitnahe Erholung der operativen Performance und der freien Cashflows gibt, könnten die Fluggesellschaften wachsendem Druck zur Aufnahme von Kapital und zur Veräusserung von Vermögenswerten ausgesetzt sein, um eine höhere Verschuldung zu vermeiden und ihre Bilanzen zu schützen», sagte Moody’s-Experte Stanislas Duquesnoy.

Schwere Covid-Erkrankungen bei Jungen – Zug und Uri ändern Impfplan

Die Kantone Zug und Uri verzeichneten in letzter Zeit einen Anstieg der Hospitalisationen von Personen zwischen 45 und 65 Jahren. Daher öffnen die Kantone ihre Corona-Impfpläne nun für die breite Bevölkerung: In Uri ab 50 Jahren und in Zug ab 45 Jahren. Das teilten die Regierungen beider Kantone am Mittwoch mit.

(Bild: Keystone)
Proteste gegen deutsche Infektionsschutz-Novelle

In Berlin ist es am Mittwoch zu Protesten gegen die deutsche Corona-Politik gekommen. Während der Bundestag über das geänderte Infektionsschutzgesetz beriet, versammelten sich draussen immer mehr Demonstranten. Die Polizei sprach von einer Teilnehmerzahl im unteren vierstelligen Bereich.

Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot von rund 2200 Beamten im Einsatz. Das Reichstagsgebäude sowie das Brandenburger Tor wurden weiträumig abgesperrt. Wasserwerfer stünden bereit und könnten «im Bedarfsfall eingesetzt» werden, sagte ein Polizeisprecher.

Demonstranten skandierten Rufe wie «Friede, Freiheit, keine Diktatur». Trillerpfeifen und Trommeln waren zu hören. Die Polizei rief per Lautsprecher immer wieder zur Einhaltung der Corona-Hygieneregeln auf. Es habe einige, vorübergehende Festnahmen wegen Nichttragens von Mund-Nasen-Schutz gegeben, so die Polizei.

Rund um das Regierungsviertel waren für den Mittwoch mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Infektionsschutzmassnahmen angemeldet worden. Vier davon seien verboten worden, sagte ein Polizeisprecher.

Putin ruft zu Impfungen gegen Coronavirus auf

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Bevölkerung zu Impfungen gegen das Coronavirus aufgerufen. «Nur so kann die tödliche Krankheit besiegt werden. Es gibt keinen anderen Weg», sagte der Kremlchef am Mittwoch in seiner Rede an die Nation in Moskau. «Lassen Sie sich bitte impfen.»

Putin sprach vor Hunderten Vertretern der politischen Elite des Landes, vor Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Religion. Fast niemand trug den in Russland bei solchen Massenveranstaltungen vorgeschriebenen Mund- und Nasenschutz.

(Bild: Keystone)

Der 68-Jährige hatte in der vergangenen Woche nach eigenen Angaben die zweite Impfung gegen das Virus erhalten.

Zugleich forderte Putin, dass der Impfstoff flächendeckend in Russland verfügbar sein müsse. Es gibt immer wieder Berichte, dass Menschen in vielen Regionen lange auf eine Impfung warten müssen. Dagegen können sich die Moskauer sogar in grossen Einkaufszentren spritzen lassen.

Bislang sind in dem Riesenreich mit seinen etwa 146 Millionen Einwohnern vergleichsweise wenige Menschen immunisiert. Nach jüngsten offiziellen Angaben sind bislang mehr als fünf Prozent der Bevölkerung geschützt. Putin zufolge soll bis zum Herbst die Bevölkerung so geimpft sein, dass eine Herdenimmunität entstehe.

Mikaela Shiffrin geimpft

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Karlsruhe erlaubt deutsche Beteiligung am Corona-Aufbaufonds

Deutschland steht dem Start des 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds der EU nicht mehr im Weg. Das Bundesverfassungsgericht wies den Eilantrag eines Kläger-Bündnisses um den früheren AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke ab, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde.

Der Bundespräsident kann das von Bundestag und Bundesrat beschlossene Ratifizierungsgesetz nun unterzeichnen. Damit gibt Deutschland grünes Licht für das Finanzierungssystem der EU bis 2027, das auch den Fonds umfasst. Es wird aber ein Hauptverfahren in Karlsruhe geben. (Az. 2 BvR 547/21)

(Bild: Keystone)

Das im Sommer 2020 verabredete Paket mit den Aufbauhilfen soll den 27 EU-Staaten helfen, nach der Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. Einen Teil des Geldes gibt es als Zuschüsse, einen Teil als Darlehen. Dafür wollen die EU-Staaten gemeinsam Schulden aufnehmen. Die EU-Kommission kann mit der Aufnahme der Kredite und der Auszahlung aber erst beginnen, wenn alle den Beschluss ratifiziert haben.

Neuer Rekord: 295'000 Neuinfektionen in Indien

Indien hat so viele Corona-Tagesneuinfektionen und -Tote registriert wie noch nie in der seit mehr als einem Jahr währenden Pandemie. 295’000 Infektionen und 2000 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 meldete das Gesundheitsministeriums am Mittwoch.

(Bild: Keystone)

Die Coronazahlen nehmen in Indien seit Wochen immer schneller zu. Schuld daran dürfte eine verbreitete Sorglosigkeit sein. Es gab lange Massenveranstaltungen für anstehende Regionalwahlen und religiöse Feste, bei denen Menschen keine Masken tragen und keinen Abstand halten. Auch Virusmutationen dürften eine Rolle spielen.

Corona-Boom dauert bei Online-Modehändler Zalando an

Der Online-Modehändler Zalando ist mit Schwung in das zweite Corona-Jahr gestartet. Der Umsatz im ersten Quartal sei um maximal 48 Prozent auf bis zu 2,26 Milliarden Euro gestiegen, teilte das deutsche Unternehmen unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit.

Vom Unternehmen befragte Analysten hatten im Schnitt mit gut 45 Prozent Zuwachs gerechnet. Dies bestätige, Zalando sei «stärker als jemals zuvor», urteilten die Analysten von Baader Helvea. Mit einem Plus von vier Prozent führten die Aktien am Mittwoch die Gewinnerliste im MDax an. Der Konzern gilt inzwischen als aussichtsreicher Kandidat für den Leitindex Dax.

(Bild: Keystone)

Zalando profitiert davon, dass immer mehr Menschen wegen vielerorts geschlossener Läden im Internet ihre Kleidung kaufen. Das Bruttowarenvolumen (GMV) – der Wert aller verkauften Waren – legte von Januar bis März um bis zu 56,5 Prozent auf maximal 3,17 Milliarden Euro zu.

Post bewirbt sich beim BAG und will den Impfpass herausgeben

Die Post hat mit einem Partner beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Vorschlag zur Entwicklung eines Covid-19-Impfzertifikats eingereicht. Das Unternehmen bestätigte am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass es sich um den Auftrag für die Erstellung des Impfpasses bewirbt. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Züri-Fäscht auf 2023 verschoben

Das für den ersten bis dritten Juli 2022 geplante Züri-Fäscht findet nicht statt. Laut einer Mitteilung des Veranstalters könne man die epidemiologischen Rahmenbedingungen für ein Volksfest mit über zwei Millionen Besuchern zum jetzigen Zeitpunkt zu wenig einschätzen. Daher wurde die Veranstaltung nach intensiven Beratungen um ein Jahr auf den 7. bis 9. Juli 2023 verschoben.

Der Stadtrat hat einem entsprechenden Antrag zugestimmt, heisst es in der Mitteilung weiter. «Wir haben uns sehr schweren Herzens für eine Verschiebung entschieden, weil ein Züri-Fäscht 2022 unter den aktuellen Rahmenbedingungen weder organisatorisch noch finanziell verantwortet werden kann», so Albert Leiser, Präsident Verein Zürcher Volksfeste (VZV).

Marc Hirschi nicht an der Flèche Wallonne

Der Schweizer Radprofi Marc Hirschi kann am Frühjahrs-Klassiker Flèche Wallonne vom heutigen Mittwoch nicht starten. In Hirschis UAE Team Emirates sind zwei Coronavirus-Fälle aufgetreten. Hier gelangen Sie zum kompletten Artikel.

Bundesverfassungsgericht weist Eilantrag zu EU-Wiederaufbaufonds ab

Deutschland kann das Finanzierungssystem der EU bis zum Jahr 2027 und den darin enthaltenen 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds mit auf den Weg bringen. Das Bundesverfassungsgericht wies einen gegen die Ausfertigung des Ratifizierungsgesetzes gerichteten Eilantrag ab, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Über die eigentliche Verfassungsbeschwerde ist damit noch nicht entschieden.

Britische Regierung kippt Pläne für Pressekonferenzen im US-Stil

Die britische Regierung hat ihre umstrittenen Pläne für regelmässige im Fernsehen übertragene Pressekonferenzen im US-Stil gekippt. Das bestätigte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA.

Der dafür eigens eingerichtete Presseraum soll nun für die Auftritte von Kabinettsmitgliedern zur Coronavirus-Pandemie genutzt werden, wie die BBC berichtete.

Wegen der rund drei Millionen Euro teuren Umbaumassnahmen hatte die Regierung einige Kritik einstecken müssen. Die Opposition hatte befürchtet, die Regierung könne die prominente Bühne für parteipolitische Zwecke missbrauchen. Die für das Leiten der Pressekonferenzen eingestellte ehemalige TV-Journalistin Allegra Stratton soll nun Sprecherin der UN-Klimakonferenz in Glasgow (COP 26) im November werden.

Deutschland meldet knapp 25'000 neue Fälle – Inzidenz sinkt auf 160

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 24’884 neue Corona-Infektionen am Mittwoch gemeldet. Vor einer Woche waren es 21’693. Ausserdem wurden 331 Todesfälle registriert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt damit leicht auf 160,1 – am Vortag hatte sie bei 162,4 gelegen.

GDK-Präsident: Änderungen bei Terminen schadet Vertrauen in Impfung

Die Schweiz wird im Mai 200’000 weniger Impfdosen erhalten als geplant. Das ist gemäss dem obersten Gesundheitsdirektoren keine gute Nachricht: Das Vertrauen in die Impfung leide, wenn wegen Verzögerungen Termine abgesagt oder verschoben werden müssten. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Aktion in New York: Kostenlose Joints für Corona-Geimpfte

Rund drei Wochen nachdem das Parlament des US-Bundesstaats New York den Weg für die Legalisierung von Marihuana freigemacht hat, haben Aktivisten kostenlos Joints an Corona-Geimpfte verteilt. Dutzende Menschen standen am Dienstag (Ortszeit) am Union Square in Manhattan in einer Schlange an, um an das kostenlose Cannabis zu kommen.

Fast die Hälfte aller New Yorker über 18 Jahre hat bereits mindestens eine Impfdosis bekommen. «Joints for Jabs» hatten die Aktivisten die Aktion betitelt, auf Deutsch etwa «Joints für Impfungen».

(Bild: Keystone)

Ende März hatte das New Yorker Parlament nach jahrelangem Streit den Weg für die Legalisierung von Marihuana freigemacht – und New York auf den Weg zum 15. US-Bundesstaat gebracht, der Marihuana ab 21 Jahren für den freien Gebrauch erlaubt.

Dänen dürfen mit Auflagen wieder ins Café

Dänemark tritt an diesem Mittwoch in die zweite Phase seines Plans zur Wiedereröffnung. Angesichts der stabilen Corona-Infektionszahlen dürfen die Einkaufszentren wieder Kunden empfangen. Auch die Restaurants und Cafés öffnen wieder. Wer in einem Innenraum essen will, muss allerdings einen Tisch reservieren und einen negativen Coronatest oder eine Impfbescheinigung vorzeigen. Nur für ein Bier oder einen Kaffee im Freien gibt es keine Auflagen.

Die Gastronomie ist mit der Reservierungsregelung nicht glücklich. Kneipen und Cafés befürchten, dass kaum ein Kunde kommt, wenn er 30 Minuten vorher einen Tisch reservieren muss. Fastfood-Ketten wie McDonalds wollen deshalb vorerst nicht öffnen und setzen weiter auf Ausser-Haus-Verkauf. Die Regelung gilt vorerst bis zum 6. Mai. Wirtschaftsminister Simon Kollerup sagte am Dienstag, er sei offen für eine Änderung.

Auch Museen, Bibliotheken und Kunsthallen öffnen am Mittwoch wieder ihre Türen, allerdings nur für die, die mit Hilfe eines Corona-Passes ebenfalls einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder überstandene Infektion vorweisen können.

Im Spitzenfussball sind unter bestimmten Bedingungen bis zu 500 sitzende Zuschauer pro Stadionabschnitt zugelassen. Zudem gibt es weitere Lockerungen in den Schulen sowie für organisiertes Training in Sporthallen und anderen überdachten Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Senioren.

Argentinien startet Produktion von Corona-Impfstoff Sputnik V

Als erstes Land in Lateinamerika hat Argentinien mit der Herstellung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V begonnen. Der Pharmahersteller Laboratorios Richmond produziert nun zunächst eine erste Tranche, die dann zur Qualitätskontrolle zum Gamaleja-Institut in Moskau geschickt wird, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Juni wird die Produktion im grossen Stil anlaufen. Der in Argentinien hergestellte Impfstoff soll später in andere lateinamerikanische Länder exportiert werden.

 In der Impfkampagne in Argentinien kommt aber vor allem Sputnik V zum Einsatz. (Bild: Keystone)
Niederlande: Ende der Ausgangssperre

Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen werden in den Niederlanden die Corona-Massnahmen gelockert. Vier Monate nach Verhängung des strengen Lockdown wird die abendliche Ausgangssperre aufgehoben, und die Terrassen der Cafés und Geschäfte dürfen unter Auflagen wieder öffnen, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag in Den Haag an. Die Lockerungen sollen ab dem 28. April gelten. «Wir wagen das Risiko, am 28. April den ersten vorsichtigen Schritt zu machen», sagte der Premier.

Lebenserwartung in São Paulo sinkt in Corona-Krise

Die Lebenserwartung in Brasiliens bevölkerungsreichstem Bundesstaat São Paulo hat in der Corona-Pandemie deutlich abgenommen. Die durchschnittliche Lebenserwartung sank 2020 im Vergleich zu 2019 um ein Jahr von 76,4 auf 75,4 Jahre, wie aus einer Studie des Staatlichen Systems der Datenanalyse (SEADE) von São Paulo am Dienstag hervorging. Dies bedeute einen Rückgang auf den Wert von vor sieben Jahren.

Auch in den USA und in fast allen EU-Ländern ist die Lebenserwartung wegen der Corona-Pandemie nach verschiedenen Studien und Statistiken aus diesem Jahr gesunken.

Boris Johnson warnt vor dritter Pandemiewelle in Grossbritannien

Trotz niedriger Fallzahlen befürchtet der britische Premierminister Boris Johnson in diesem Jahr eine dritte Welle an Coronavirus-Infektionen in seinem Land. Das sei die feste Ansicht der meisten Wissenschaftler, sagte der konservative Politiker bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Regierungssitz Downing Street. Derzeit weise aber nichts darauf hin, dass der bislang vorgesehene Fahrplan zur Lockerung von Massnahmen nicht wie geplant fortgesetzt werden könne, so Johnson. Bis zum 21. Juni sollen in England schrittweise alle Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden.

Der britische Premierminister Boris Johnson. (Bild: Keystone)

Um künftige Ausbrüche besser einzudämmen, soll zudem der Einsatz verschiedener Medikamente bei positiv Getesteten geprüft werden, fuhr Johnson fort. «Das bedeutet zum Beispiel, wenn sie positiv getestet werden mit dem Virus, könnte es eine Tablette geben, die sie zuhause einnehmen und die das Virus im Keim erstickt (…)», so der Premier. Unter anderem nannte er Mittel wie Dexamethason und Remdesivir, die teilweise bereits bei Covid-19-Patienten zum Einsatz kamen.

St. Gallens Quintilla positiv getestet

Der FC St. Gallen muss in dieser Woche auf seinen Captain Jordi Quintilla verzichten. Der Spanier wurde am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet. Damit verpasst er die Super-League-Spiele gegen Lugano am Mittwoch und gegen Vaduz am Samstag.

Der Rest der Mannschaft wurde nach dem positiven Test von Quintilla ebenfalls getestet. Alle Proben fielen negativ aus. Damit kann der FC St. Gallen den Spielbetrieb wie bis anhin fortführen.

Kommission will Stempelsteuer wegen Coronakrise nun doch abschaffen

Die zuständige Kommission des Ständerats kommt auf ihren Entscheid zur Stempelsteuer zurück und will nun die Abschaffung der Emissionsabgabe vorantreiben. Unternehmen sollen angesichts der Corona-Krise von der Abgabe befreit werden.

Seit 2013 liegt ein Entwurf für die Abschaffung der Stempelsteuer beim Ständerat auf Eis. Zuletzt hatte die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (Wak-S) die Sistierung des Geschäfts im März 2020 verlängert.

Mit der Corona-Krise kommt die Kommission nun auf ihren Entscheid zurück und beantragt ihrem Rat mit 9 zu 4 Stimmen, die Arbeiten zur Abschaffung der Emissionsabgabe auf Eigenkapital wieder aufzunehmen. Dies teilten die Parlamentsdienste am Dienstag mit.

Im Zuge der Krise müssten zahlreiche Unternehmen ihr Eigenkapital erhöhen, damit sie ihre Verluste auffangen könnten. Daher sei es wichtig, diese Bestrebungen steuerlich nicht zu benachteiligen, begründet die Kommission ihren Entscheid.

Hinzu komme, dass die finanziellen Einnahmeverluste für den Bund begrenzt seien. Der Bund rechnet mit jährlichen Mindereinnahmen von 250 Millionen Franken.

Im Grundsatz ist der Entscheid für die Abschaffung aller Stempelsteuern schon 2011 gefallen. Damals hatten die zuständigen Kommissionen eine parlamentarische Initiative der FDP-Fraktion mit dieser Forderung angenommen. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch immer wieder. Begründet wurde der Aufschub mit verfahrenstechnischen Überlegungen – aber auch mit den Mindereinnahmen.

Wann das Geschäft in den Ständerat kommt, steht noch nicht fest.

Präsident Mexikos mit Astrazeneca gegen Coronavirus geimpft

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat sich öffentlich mit dem Vakzin von Astrazeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. Er rufe alle älteren Menschen dazu auf, sich impfen zu lassen, sagte der 67-Jährige am Dienstag im Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt. «Es gibt keinerlei Risiko.» Zum Schluss seiner täglichen Pressekonferenz spritzte ihm dort eine Militär-Krankenpflegerin vor laufenden Kameras die erste Dosis des Wirkstoffs des schwedisch-britischen Herstellers in den Arm.

 Liess sich am Dienstag gegen Corona impfen: Andrés Manuel López Obrador. (Bild: Keystone)
Liechtensteins Regierung beschliesst Öffnungsschritt

Das Fürstentum Liechtenstein zieht der Schweiz nach und hat bei den Corona-Massnahmen eine Reihe von Lockerungen beschlossen. Ab Montag dürfen Gastrobetriebe ihre Aussenbereiche wieder öffnen. Auch Theater- und Kinobesuche will die Regierung wieder erlauben.

Ebenfalls dürfen Veranstaltungen vor Publikum in Innenräumen mit bis zu fünfzig und im Freien mit bis zu hundert Menschen wieder stattfinden, wie das Ministerium für Gesellschaft und Kultur in Vaduz am Dienstag mitteilte. Die Lockerungen erlauben somit Theater- und Kinobesuche sowie das Mitverfolgen eines Fussballspiels vor Ort.

Die Regierung sprach von einer «vorsichtigen Öffnung». Breit angelegte Testprogramme in den Schulen und Betrieben begleiten diese.

Friedhof Teheran: Nicht genügend Leichenhallen für Corona-Tote

Wegen der rasant steigenden Zahlen der Corona-Toten in der iranischen Hauptstadt könnte der Teheraner Zentralfriedhof Behescht Sahra schon bald nicht mehr über genügend Leichenhallen verfügen.

«Falls es noch schlimmer werden sollte, haben unsere jetzigen Leichenhallen nicht mehr genügend Kapazität, um die vielen Toten aufzubewahren,» sagte Resa Karami, Leiter der Krisenabteilung in der Teheraner Stadtverwaltung, der Nachrichtenagentur Ilna am Dienstag.

Das Gesundheitsministerium hat in der vergangenen Woche über 55’000 Corona-Tote registriert, fast ein Drittel von ihnen in Teheran. Seitdem mussten Medienangaben zufolge auf dem Zentralfriedhof der Hauptstadt Extraschichten eingelegt werden. Der Corona-Krisenstab warnt vor einer «Corona-Todeswelle» im Iran. Besonders schlimm könnte es in der Millionenmetropole Teheran werden, falls die erneut verhängten Lockdowns nicht strikt eingehalten werden sollten.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Dienstag wurden in den vergangenen 24 Stunden fast 400 Corona-Tote und über 25’000 Neuinfektionen erfasst. Damit ist seit Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land auf über 67’000 gestiegen, die der mit dem Virus infizierten auf fast 2,3 Millionen.

EU-Behörde gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson kann in der EU nach Prüfung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) uneingeschränkt verwendet werden. Der Wirkstoff könne in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.

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(Bild: Keystone)
Südtirol will Innen-Gastronomie mit Corona-Pass erlauben

In Südtirol sollen ab kommender Woche Restaurantgäste auch innen essen und trinken dürfen, wenn sie einen Nachweis etwa über eine Corona-Impfung oder einen negativen Corona-Test haben.

Es sei geplant, dass der Nachweis unter anderem per Handy-App mit dem Corona-Pass Südtirol vorgelegt werden könne, sagte der Landeshauptmann der norditalienischen Autonomen Provinz, Arno Kompatscher, am Dienstag in Bozen. Voraussetzung ist demnach, dass Bozen-Südtirol in die gelbe Corona-Risikozone mit moderaten Beschränkungen fällt. Mit Blick auf die Infektionslage ging Kompatscher am Dienstag auch davon aus.

Die Verordnung für diese Pläne soll am Freitag beschlossen werden. Ab Montag soll dem Vorhaben der Regierung in Rom zufolge in den italienischen Regionen, die zu den gelben Zonen zählen, die Aussengastronomie wieder möglich sein.

In Südtirol will die Landesregierung mit vielen Corona-Tests und -Impfungen vermeiden, dass nach wenigen Tagen oder Wochen Schliessungen folgen, wie Kompatscher weiter erklärte. Im Schnitt verzeichnen die Gesundheitsbehörden dort täglich 80 Corona-Neuinfektionen. Für den Präsenzunterricht an Schulen sind Tests verpflichtend. Am Montag wurden dort knapp 35’000 davon gemacht und 28 positive Fälle entdeckt.

Kanton Solothurn öffnet Impfung für breite Bevölkerung

Alle Personen unter 65 Jahren bekommen ab Mai im Kanton Solothurn Impftermine. Damit erhält die breite Bevölkerung gemäss Staatskanzlei einen gleichberechtigten Zugang zu einer Covid-19-Impfung.

Spätestens ab Mitte Mai könnten die ersten Personen, unabhängig von Alter und Vorerkrankung, geimpft werden, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Dienstag mit. Voraussetzung dafür sei, dass es zu keinen Verzögerungen bei der Lieferung der Impfstoffe komme.

Ab Mai erhält die breite Bevölkerung im Kanton Solothurn gleichberechtigten Zugang zu einer Covid-19-Impfung. (Symbolbild: Keystone)

«Das erfreuliche Vorankommen der kantonalen Impfkampagne bei den Risikogruppen ermöglicht es uns, den Weg für alle Einwohnerinnen und Einwohner frei zu machen, die sich gegen Corona impfen lassen wollen», wird Peter Eberhard, Chef des kantonalen Gesundheitsamts, in der Medienmitteilung zitiert.

Der Zeitpunkt der Anmeldung spielt für die Vergabe des Impftermins eine zentrale Rolle. Wer sich früher anmeldet, erhält auch früher einen Impftermin. Weiterhin gilt gemäss Gesundheitsamt, dass alle Personen aus den heutigen Risikogruppen, die sich nachträglich für eine Impfung entscheiden, auch künftig prioritär behandelt werden.

Gefährlichkeit der indischen Virus-Variante wird geprüft

Die neue Coronavirus-Variante in Indien und die dort rasch ansteigenden Infektionszahlen werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) eng beobachtet. Es gebe noch zu wenig Daten, um Massnahmen zu treffen.

«Es gibt in Indien eine neue Virusvariante, die potenziell immun-invasiv ist», sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, am Dienstag in Bern vor den Medien.

«Man weiss darüber aber im Moment noch zu wenig, um bereits Massnahmen zu evaluieren.» Als Massnahme stehe etwa ein Einreiseverbot zur Diskussion. Von internationalen Behörden sei diese Virusvariante auch noch nicht bewertet worden.

Kantone müssen bei Impfstoff-Lieferengpässen dauernd umdisponieren

Kommt es bei der Lieferung der Impfstoffe gegen das Coronavirus zu Lieferengpässen, müssen die Kantone dauernd umdisponieren. In solchen Fällen sind die Impfstellen gezwungen, terminierte Erstimpfungen zu verschieben, damit sie genügend Impfstoff für die anstehenden Zweitimpfungen haben.

Kommt es zu Lieferverzögerungen, müssen die Kantone teilweise Termine für Erstimpfungen verschieben. (Bild: Keystone)

Das schlage sich auf das Impftempo nieder, sagte Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, am Dienstag vor den Bundeshausmedien in Bern. Längere Öffnungszeiten der Impfzentren würden nur bei ausreichend Impfstoff Sinn machen.

Nach Auskunft von Nora Kronig, Vizedirektorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), sind die Liefermengen der Impfstoffe mit den Produzenten quartalsweise vereinbart. Im zweiten – allerdings noch jungen – Quartal sei man auf Kurs.

Szenarien zeigen Zunahme auch bei beschleunigter Impfung

Von der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes aufgestellte Szenarien zeigen einen Anstieg der Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus auch bei einer Erhöhung des Impftempos. Auch bei intensiveren Tests wäre mit einer weiteren Ausbreitung zu rechnen, sagte Taskforce-Leiter Martin Ackermann.

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43 Prozent aller Kinder und Jugendlichen mit psychischen Problemen

Vor rund einer Woche sorgt Markus Landolt, Leitender Psychologe hier am Universitäts-Kinderspital Zürich, für viel Aufsehen, als er in der Sonntagspresse sagte, in der Pandemie hätten Suizidversuche bei Kindern und Jugendlichen zugenommen. Nun haben er und sein Team in Zusammenarbeit mit der Universität Bern eine internationale Studie veröffentlicht, die die Auswirkungen des ersten Lockdowns auf die Psyche von jungen Menschen untersuchte.

Insgesamt wurden 5823 Kinder und Jugendliche im Alter von 1 bis 19 Jahren online befragt, und zwar zwischen April und Mai 2020 – also als die Schulen und Kindergärten geschlossen waren, wie es in einer Mitteilung heisst. Sie leben in der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland und Österreich. Das Resultat: Bis zu 43 Prozent der Befragten haben vermehrt psychische Probleme.

Es zeigten sich Unterschiede in den verschiedenen Altersklassen: Kinder im Vorschulalter (1 bis 6 Jahre) zeigten vor allem mehr trotziges und aggressives Verhalten, während Jugendliche (11 bis 19 Jahre) mehr unter Ängsten und Depressionen litten. Bei den bis 10-Jährigen ist die psychische Gesundheit der Eltern der wichtigste Faktor für ihre eigenen Reaktionen. Die Art, wie die Eltern mit der Pandemie umgehen, wirkt sich sehr stark auf das seelische Wohlbefinden ihrer Kinder aus, so die Forscher. Das bestätige die Studie.

Johnson & Johnson mit 100 Millionen USD Umsatz aus Corona-Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson legt nach einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus im ersten Quartal die Messlatte für das Gesamtjahr etwas höher.

Für 2021 rechnet J&J nun mit einem bereinigtem Umsatzanstieg um 8,7 bis 9,9 Prozent statt von 8,0 bis 9,5 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie strebt der Konzern nun 9,42 bis 9,57 Dollar statt 9,40 bis 9,60 Dollar an.

Johnson & Johnson verdient im ersten Quaratl 2021 100 Millionen US-Dollar mit dem Umsatz aus dem Corona-Impfstoff. (Bild: Keystone)

Im ersten Quartal profitierte J&J von einer anhaltenden Erholung im Medizintechnikgeschäft und Zuwächsen im Pharmageschäft. Das bereinigte Umsatzwachstum betrug sechs Prozent, insgesamt setzte der Konzern gut 22,3 Milliarden Dollar um – mehr als Analysten erwartet hatten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um mehr als zwölf Prozent. Mit seinem Corona-Impfstoff setzte J&J im ersten Quartal in den USA 100 Millionen Dollar um.

Derzeit liegen die Impfungen mit dem Mittel aber auf Eis. Nach Fällen seltener Thrombosen stoppten die US-Behörden diese in der vergangenen Woche.

Swissmedic: Astrazeneca liefert notwendige Studien nicht

Die Arzneimittelbehörde Swissmedic würde gerne über die Zulassung des Impfstoffs von Astrazeneca entscheiden. Ihr fehlen aber die notwendigen Studien, wie Claus Bolte, Leiter Bereich Zulassung bei Swissmedic, am Dienstag in Bern vor den Medien sagte.

Anders als angekündigt liefere das Unternehmen die notwendigen Daten nicht, sagte Bolte. «Dieses Impfstoffgesuch war das erste, das bei uns eingereicht wurde. Seither warten wir.»

Es liegt an der Firma und nicht an Swissmedic, betonte Bolte, dass der Impfstoff noch nicht beraten worden sei. Mehr zum Thema gibt es hier.

Geimpfte sind für sechs Monate von Quarantäne befreit

Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, werden für sechs Monate von der Quarantänepflicht befreit. Die Quarantänebefreiung tritt 14 Tage nach der Impfung in Kraft.

Das sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF), am Dienstag vor den Medien in Bern mit. Geimpfte Personen sollten sich aber unbedingt weiter testen lassen, falls sie Symptome haben.

Geliefert werden die Impfstoffe weiterhin unregelmässig
Laut Nora Kronig wolle man mit der Zulassung von AstraZeneca noch abwarten. (Bild: Keystone)

Der Bund erhält zwar jede Woche Impfstoffe, der Umfang der Lieferung variiert jedoch. Die Unsicherheiten bleiben entsprechend laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gross.

Laut einer Meldung vom Impfhersteller Moderna an das BAG werden im Mai 200’000 Dosen weniger geliefert als zuvor angekündigt. Diese Dosen werden im Juni nachgeliefert.

«Wir wissen von Tag zu Tag nicht genau, welche Menge kommt», sagte Nora Kronig, Vizedirektorin und Leiterin Abteilung Internationales beim BAG, am Dienstag in Bern vor den Medien. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Immer mehr Jüngere von Coronavirus-Infektionen betroffen

Das Infektionsgeschehen in der Covid-19-Pandemie verlagert sich zunehmend zu den Jüngeren. Das zeigt sich besonders deutlich bei den Hospitalisationen. Zudem müssen immer mehr jüngere Leute auf die Intensivstationen.

Patrick Mathys vom BAG informiert, dass immer mehr jüngere Corona-Patienten ins Spital müssen. (Bild: Keystone)

Das ist wohl darauf zurückzuführen, dass Jüngere den Krankheitsverlauf unterschätzen, wie Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Bundeshausmedien sagte. Suchten die Betroffenen dann endlich einen Arzt auf, müssten sie häufig gleich auf der Intensivstation eingeliefert werden.

Wegen Corona: Britische Ausrufer küren Sieger im Stillen

Normalerweise sind sie für ihre lauten Stimmen bekannt. Doch wegen der Corona-Pandemie küren die britischen Stadtausrufer ihren Meister in diesem Jahr im Stillen, wie die BBC am Dienstag berichtete.

Bewertet würden nur die schriftlich eingereichten Rufe, sagte die Organisatorin des Wettbewerbs der britischen Stadtausrufer, Carole Williams. «Es ist echtes Geschick, einen Ausruf zu schreiben, der am Thema festhält, die Menschen erleuchtet und das Publikum nicht langweilt. Und alles muss in 140 Wörtern erledigt werden», sagte Williams.

Mehr auf der Wiese, weniger im Kübel: Städte kämpfen gegen Abfall

Die Corona-Pandemie macht viele zu Abfallsündern: Statt im öffentlichen Abfallkübel landen Take-Away-Verpackungen und Masken zunehmend in der Wiese. Städte und Gemeinden haben nun höhere Ausgaben, weil sie den Abfall zusammensuchen müssen.

 

Die Schweizer Städte kämpfen gegen eine steigende Zahl von Abfallsündern. (Symbolbild: Keystone)

In den vergangenen Jahren ging das Littering-Problem in den Schweizer Städten und Gemeinden eigentlich leicht zurück. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Reinigungsdienste aber wieder deutlich mehr zu tun. Allzu häufig landen die Take-Away-Verpackungen und Bierdosen auf der Wiese und der Strasse statt im Abfallkübel.

In vielen Schweizer Städten und Gemeinden würden die Reinigungskosten aktuell steigen, teilte die Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) am Dienstag mit. Die IGSU lanciert unter anderem Präventionskampagnen für eine litteringfreie Schweiz. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Todesfälle gehen zurück
(Grafik: Keystone-SDA, Quelle: BFS)
Armee mit neuer Teststrategie

Die Schweizer Armee hat eine neue Teststrategie entwickelt. Dies gemeinsam mit dem BAG. So soll die Ausbreitung des Coronavirus im Dienst weiter verhindert werden.

Konkret sollen Armeegehörige beim Einrücken, vor und nach dem Urlaub sowie bei der Entlassung auf das Coronavirus getestet werden.

Auch dieses Jahr kein «4 Tage von Dünkirchen»

Das Etappenrennen «4 Tage von Dünkirchen» kann auch in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Die Veranstaltung in Frankreich, die vom 4. bis 9. Mai vorgesehen war, muss wie in der vergangenen Saison wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

BAG registriert 285'552 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen

Vom 12. April bis 18. April sind in der Schweiz 285’552 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte. Pro Tag wurden damit durchschnittlich 40’793 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 36 Prozent.

Insgesamt wurden bis Sonntag 2’100’669 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 768’597 Personen vollständig geimpft, das heisst 8,9 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 563’475 Personen wurden bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 375’381 Impfdosen. Zudem sind noch 143’025 Impfdosen beim Bund gelagert.

2141 neue Corona-Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 2141 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 13 neue Todesfälle und 77 Spitaleinweisungen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Taskforce für Anwendung von Luftsensoren in allen Schulzimmern

Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes hat im Kampf gegen das Coronavirus die Anwendung von Kohlendioxid-Sensoren in Innenräumen und insbesondere allen Schulzimmern empfohlen. Die CO2-Messgeräte schlagen Alarm, wenn Innenräume gelüftet werden sollen.

So könnten die Sensoren das Risiko einer aerosolbasierten Virusübertragung verringern, teilte die Taskforce in einem am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichten Schreiben mit. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Erneute Lieferausfälle bei Impfungen

Bei den Lieferungen der Impfstoffe kommt es weiter zu Verzögerungen. Dies berichtet Radio SRF. Bereits am Wochenende wurde bekannt, dass Moderna die Impfstofflieferung um 80 Prozent hatte kürzen müssen.

Das Warten geht weiter: Auch im Mai kommt es in der Schweiz zu Lieferverzögerungen bei den Corona-Impfstoffen. (Bild: Keystone)

Der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri bestätigt nun gegenüber dem Sender: Auch im Mai wird es zu weiteren Kürzungen und darum zu Verzögerungen kommen. Die Kantone müssten deshalb ihre Impfplanung völlig überarbeiten, so Hauri weiter. «Wir haben im Rahmen unserer Planung und unseres regelmässigen Austausches mit dem Bund und dem BAG tatsächlich davon gehört, dass es weniger Lieferungen gibt als ganz ursprünglich in Aussicht gestellt.», so der oberste Kantonsarzt. «Das Ausmass ist mindestens so, dass es für uns in der Planung relevant ist. Es ist nicht so, dass es ganz wenige Dosen weniger wären.»

Konkret heisst das: Es dauert alles länger als geplant. In einzelnen Kantonen würden bestimmte Impfgruppen später an die Reihe kommen, in anderen werde man Impftermine verschieben müssen. Es komme dabei auch auf die Grösse des Kantons an, so Hauri.

Wieder mehr als 200’000 Neuinfektionen in Indien

Indien hat den sechsten Tag in Folge mehr als 200 000 Corona-Neuinfektionen registriert. In dem Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern wurden nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium innerhalb von 24 Stunden insgesamt 259 000 neue Corona-Fälle erfasst.

Zudem starben an einem Tag 1761 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Zuletzt gab es viel Betrieb an Bahnhöfen und Busstationen der Hauptstadt Neu Delhi. Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter wollen von dort in ihre Dörfer zurückkehren. In Neu Delhi gilt diese Woche eine Ausgangssperre. Dort und auch in anderen Teilen des Landes ist das Gesundheitssystem am Limit.

Geringes Aerosol-Risko beim Sport draussen

Aerosol-Forscher schreiben in einen offenen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die Corona-Infektionsgefahr bei Aktivitäten im Freien sehr gering sei. Im Schreiben kritisieren sie, dass die die Politik nicht entsprechend handelt. «Draussen kann sehr wenig passieren. Das bezieht den Sport natürlich mit ein. Wenn wir nicht über Zweikampfsportarten wie Ringen oder Judo reden, sondern über Mannschaftssportarten oder Tennis», sagt Christof Asbach, Präsident der Gesellschaft für Aerosol-Forschung (GAeF) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Ab 14 Uhr live: Gibt der Bund heute AstraZeneca grünes Licht?

Heute tritt die Spitze der Impfstrategen vor die Presse. Neben Nora Kronig, BAG-Vizedirektorin und Leiterin Abteilung Internationales beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen EKIF, wurde auch Claus Bolte, Leiter Bereich Zulassung, Swissmedic angekündigt. Ein Vorzeichen, dass die Schweiz den nächsten Impfstoff bekommt? Telebasel überträgt die Medienkonferenz aus Bern ab 14 Uhr live im TV und online. Alle Details finden Sie hier.

Kirche in Not warnt vor Verletzung der Religionsfreiheit

Die katholische Hilfsorganisation Kirche in Not warnt vor einer sich ausweitenden Verletzung der Religionsfreiheit als Folge der Corona-Pandemie. «Staaten haben die Unsicherheit genutzt, um die Kontrolle über ihre Bürger zu erhöhen», hiess es in einer am Dienstag veröffentlichten Zusammenfassung zum Bericht «Religionsfreiheit weltweit». Nichtstaatliche Akteure hätten sich die Verwirrung zunutze gemacht, um zu expandieren und grössere humanitäre Krisen zu provozieren. Zum Beispiel seien durch Verschwörungstheorien in einigen Ländern religiöse Minderheiten für den Corona-Ausbruch verantwortlich gemacht worden.

Die Analyse basiert den Angaben der päpstlichen Stiftung zufolge auf Länderberichten von Experten innerhalb und ausserhalb der spendenfinanzierten Organisation. Dem zufolge wird die Religionsfreiheit in 62 von 196 Ländern «schwerwiegend» verletzt. Zu den Staaten mit besonders schwerwiegenden Verletzungen gehörten China, Indien oder Nigeria. Etwa 30,4 Millionen Muslime würden zum Beispiel in China und Myanmar verfolgt. In anderen Ländern bedrohten Terrororganisationen wie der Islamische Staat die Religionsfreiheit.

Pandemie löst Digitalisierungsschub aus

Die Corona-Pandemie hat der Schweizer Gesellschaft einen Digitalisierungsschub verpasst. Besonders in den Bereichen Online-Shopping, Video-Telefonie und Streaming-Dienste ging es vorwärts, wie aus dem am Dienstag publizierten Monitor «Datengesellschaft und Solidarität 2021» der Stiftung Sanitas hervorgeht.

Das Online-Shopping boomte in der Pandemie. (Bild: Keystone)

Bereits zum vierten Mal hat diese eine entsprechende Umfrage bei der Schweizer Bevölkerung durchführen lassen. Dabei standen Fragen zur Akzeptanz der digitalen Transformation und möglichen Einflüssen auf die gesellschaftliche Solidarität im Vordergrund. Weitere Hintergründe lesen Sie hier.

Mehr als 20 Prozent in Deutschland gegen Corona geimpft
Jeder Fünfte Deutsche ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Dazu gehört auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Bild: Keystone)

In Deutschland sind jetzt 20,2 Prozent der Bevölkerung Meldedaten zufolge mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 20. April hervor (Stand: 8.00 Uhr).

Demnach wurden etwa 16,8 Millionen Menschen einmal geimpft, weitere rund 5,6 Millionen haben den vollen Impfschutz bekommen. Innerhalb eines Tages wurden 381’095 weitere Impfungen verabreicht. Mehr zum Thema gibt es hier.

Österreich plant breite-Öffnungsschritte im Mai
 

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigt Lockerungsschritte ab Mai an. (Bild: Keystone)

Die geplante Öffnung von Gastronomie, Tourismus und Kultur in Österreich soll ab Mitte Mai unter strengen Auflagen kommen.

«Alle Branchen brauchen endlich wieder einen Schritt in Richtung Normalität», sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag im ORF-Radio. Die Massnahme werde mit Zutrittstests verbunden sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

SGB fordert Mindestlohn und geregelte Arbeitsbedingungen

Die Corona-Krise hat laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) zu mehr Arbeitslosigkeit und zu prekären Jobs geführt. Der SGB fordert einen Mindeststundenlohn von 22 Franken und geregelte Arbeitsbedingungen.

«Die Corona-Krise hat in der Schweiz zu einem enormen Anstieg der Unterbeschäftigung geführt», teilte der SGB am Dienstag mit. Das Instrument der Kurzarbeit habe zwar viele Entlassungen verhindert. Doch auch nach der zweiten Welle seien ausserordentlich viele Berufstätige ohne Arbeit. Die jüngeren und die älteren Arbeitnehmenden seien überproportional betroffen.

Zudem sei es zu einem verstärkten Öffnen der Einkommensschere gekommen. Die Aussichten für die nächsten Monate seien beunruhigend. Auf dem Arbeitsmarkt sei keine substanzielle Erholung in Sicht. Der SGB fordert eine rasche Verlängerung der Kurzarbeit von 18 auf 24 Monate, um Entlassungen zu vermeiden.

SRG mit Verlust von 12,9 Millionen Franken im Corona-Jahr 2020

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust von 12,9 Millionen Franken abgeschlossen. Dafür verantwortlich waren sinkende Werbeeinnahmen und Restrukturierungskosten. Die Corona-Pandemie führte zu Mehrkosten, aber auch zu Einsparungen.

 

Die SRG hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust von 12,9 Millionen Franken abgeschlossen. (Bild: Keystone)

Das Unternehmen verzeichnete vergangenes Jahr 30,7 Millionen Franken weniger Werbeeinnahmen, 2,2 Millionen weniger Ertrag beim Sponsoring und 19,2 Millionen weniger Programmeinnahmen, wie die SRG am Dienstag mitteilte. In der Programmsparte seien rund 7 Millionen auf ausgefallene Sportproduktionen zurückzuführen. Alle Details gibt es hier.

91 Wegweisungen nach Krawallängsten zurückgezogen
 

Nach den Ausschreitungen am Karfreitag hatten die St. Galler Behörden weitere Ausschreitungen befürchtet. (Bild: Keystone)

Von den rund 650 Wegweisungen in St. Gallen wegen befürchteter Krawalle am Ostersonntag hat die Stadtpolizei inzwischen 91 zurückgezogen. Zudem sind beim kantonalen Justiz- und Polizeidepartement Rekurse hängig.

114 Personen meldeten sich nach Ostern bei der Stadtpolizei, weil sie ihre Wegweisungen als nicht gerechtfertigt betrachteten. Davon hat die Polizei 91 zurückgezogen, wie ihr Sprecher Dionys Widmer am Dienstag auf Anfrage sagte. In rund 20 Fällen hielt die Stadtpolizei an den Wegweisungen für 30 Tage fest. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Swissmedic gibt grünes Licht für Einsatz von Corona-Medikament

Die Schweizer Arzneimittelaufsicht Swissmedic hat offiziell grünes Licht gegeben für den Einsatz des vom Bund bestellten Anti-Corona-Medikamentencocktails von Roche. Die eigentliche Zulassung steht noch aus, dennoch darf das Konzentrat mit dem Namen «RegN-Cov2» bereits angewendet werden.

Die Wirkstoffe in dem Medikament fielen neu unter die Covid-19- Verordnung 3 des Bundes und dürften nach der Einreichung eines Zulassungsgesuchs in Verkehr gebracht werden, teilte Swissmedic am Dienstag mit. Die Behörde gab offiziell am 16. April grünes Licht. Damit steht das Arzneimittel bereits vor dem eigentlichen Zulassungsentscheid zur Verfügung. Mehr zum Thema gibt es hier.

Suche nach Schönheitschirurg statt nach Ferienoase

Die Covid-19-Pandemie verändert das Suchverhalten der Bevölkerung auf entsprechenden Plattformen. Statt Reisebüros, Tanzschulen oder Taxis suchen Schweizerinnen und Schweizer nach psychologischen Praxen, Schönheitschirurgie oder Hypnosen. Zudem waren öffentliche Toiletten gesucht wie kaum zuvor.

Das teilten die beiden Such- und Buchungsplattformen local.ch und search.ch am Dienstag aufgrund einer Datenanalyse zwischen Februar 2020 und Februar 2021 mit. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Viele SchweizerInnen interessierten sich in der Corona-Pandemie für schönheitschirurgische Eingriffe. (Bild: Keystone)
Danone leidet weiter unter Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der starke Euro haben das Geschäft des französischen Nahrungsmittelherstellers Danone zum Jahresauftakt belastet. Der Umsatz des insbesondere für seine Joghurts bekannten Unternehmens sank um 9,4 Prozent auf knapp 5,7 Milliarden Euro.

Wie Danone am Dienstag in Paris mitteilte, lag der vergleichbare Rückgang, welcher Währungseffekte ausklammert, bei 3,3 Prozent. Analysten hatten in einem von Danone selbst zusammengestellten Konsens im Schnitt mit etwas niedrigeren Erlösen von rund 5,6 Milliarden Euro gerechnet.

Bund unterzeichnet Vertrag für Corona-Medikamente von Roche
Ab Mitte Mai sollen die Covid-Medikamente von Roche in der Schweiz verfügbar sein. (Bild: Keystone)

Der Bund hat mit dem Pharmahersteller Roche einen Vertrag für die Beschaffung von Medikamenten gegen das neue Coronavirus abgeschlossen. Es handelt sich um sogenannte monoklonale Antikörper-Kombinationstherapien. Die ersten Lieferungen werden Mitte Mai 2021 erwartet. Mehr dazu gibt es hier.

Arbeitslosigkeit in Grossbritannien fällt erstmals seit einem Jahr

In Grossbritannien ist die Arbeitslosigkeit erstmals seit gut einem Jahr gesunken. In den drei Monaten bis Februar fiel die Arbeitslosenquote gegenüber den drei Monaten zuvor um 0,1 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent, wie das nationale Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Es ist der erste Rückgang seit Ende 2019. Verglichen mit einem Jahr zuvor lag die Arbeitslosenquote jedoch 0,9 Punkte höher. Dies ist eine Folge der Corona-Pandemie.

Im Berichtszeitraum seien 1,67 Millionen Personen ohne Job gewesen, teilte das ONS mit. Das waren 50’000 Arbeitslose weniger als in den drei Monaten zuvor, jedoch 311’000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Während die kurzfristige Arbeitslosigkeit zurückging, stieg die Langzeitarbeitslosigkeit.

Mitte-Nationalräte fordern Zulassung von AstraZeneca-Impfstoff

Die AstraZeneca-Impfung ist wegen Verdacht auf schwere Nebenwirkungen wie Hirnthrombosen und Blutplättchenmangel in verschiedenen europäischen Ländern ausgesetzt worden. Mittlerweile wird der Impfstoff unter dem Namen Vaxzevria vermarktet. Immer mehr Stimmen aus der Wissenschaft schätzten das Mittel als zuverlässigen Schutz gegen eine schwere Corona-Erkrankung ein.

Mitte-Nationalräte fordern, dass der AstraZeneca-Impfstoff in der Schweiz möglichst bald zugelassen wird. (Bild: Keystone)

Die Forscher sind sich einig, dass die Gefahr schwer an Covid-19 zu erkranken höher ist, als das Risiko der möglichen Nebenwirkungen durch den Impfstoff Vayzevria, wie «20 Minuten» berichtet.

Das Mittel ist in der Schweiz noch nicht zugelassen, der Bund hat aber rund fünf Millionen Dosen vorbestellt. Stimmen aus der Politik fordern nun die Zulassung des Mittels durch Swissmediac. Es sei wichtig, dass die Schweiz so viel Impfstoff wie möglich generiere und die Impfkapazität erhöhe, wird Mitte-Nationalrat Philipp Matthias Bregy von der Zeitung zitiert. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Pandemie-Oscars: Stars teils mit und teils ohne Maske

Die Teilnehmer der Oscar-Verleihung müssen während der Gala vor der Kamera keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Produzenten der 93. Academy Awards gaben am Montag (Ortszeit) in einer Videoschalte mit den Nominierten und ihren Vertretern bekannt, dass während Drehpausen Masken getragen werden müssen – etwa während der Werbeunterbrechungen, oder wenn eine Person gerade nicht gefilmt wird, wie das Branchenblatt «Variety» berichtete. Die Zeremonie im Bahnhofsgebäude Los Angeles Union Station werde wie ein Filmdreh organisiert, hiess es.

 

Die Oscars finden auch 2021 mit Schutzmassnahmen statt. (Bild: Keystone)

Für alle Gäste ist demnach eine Temperaturmessung vor der Gala verpflichtend. Zudem müssten Teilnehmer mindestens drei negative Corona-Tests vorlegen. 170 Plätze gibt es im Publikum; je nach Kategorie werden die Nominierten im Saal wechseln.

Die traditionelle Glamour-Show mit Starrummel auf dem rotem Teppich vor Hollywoods Dolby Theatre fällt in diesem Jahr aus, stattdessen soll die Zeremonie auf mehreren Bühnen spielen. Neben dem neuen Standort Los Angeles Union Station sind Schalten aus London und von anderen Schauplätzen geplant. Wegen der Corona-Pandemie war die Trophäen-Show vom üblichen Termin im Februar auf Ende April verschoben worden.

Zürcher Abwasser deutet auf Dunkelziffer bei Corona-Fällen hin

Seit Ostern ging die Zahl der durchgeführten PCR- und Antigen-Schnelltests 30 Prozent zurück. Dies berichten die Tamedia-Zeitungen am Dienstag. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe dies aber nichts mit der Einführung der Selbsttests zu tun: Die Behörden vermuten, dass es einfach weniger Menschen mit Symptomen gebe.

Daten aus dem Zürcher Abwasser deuten daraufhin, dass es eine hohe Dunkelziffer an Corona-Fällen im Kanton gibt. (Symbolbild: Keystone)

Dennoch: Im Abwasser nimmt die Konzentration von Sars-CoV-2-Genfragmenten stark zu. Dies zeigen Auswertungen des Wassers der ARA Werdhölzli in Zürich. Somit gibt es in der Region Zürich wohl mehr Fälle, als offiziell gemeldet. Diese Meinung teile Tanja Stadler, die bei der Taskforce die Expertengruppe Data and Modelling leitet. Stalder sieht die Abwassermessungen als stabilen Indikator. Die Messungen in Zürich würden die Ausbreitung der Epidemie belegen und einen Hinweis auf eine Dunkelziffer an Infizierten liefern.

Ob dies Schweizweit der Fall ist, lässt sich derzeit nicht sagen: Eine Analyse der Daten am Standort Lausanne zeigte momentan keine Auffälligkeiten, wie die Zeitung berichtet.

Gibt es bald eine Impfempfehlung für alle Schwangeren in der Schweiz?
Noch gibt es keine allgemeine Impfempfehlung für Schwangere in der Schweiz. Das könnte sich jedoch bald ändern. (Bild: Keystone)

Für Schwangere in der Schweiz, die chronisch krank sind oder im Alltag riskanten Kontakten ausgesetzt sind, gilt neu eine ausdrückliche Impfempfehlung. «Das können Lehrpersonen sein, Kleinkind-Betreuerinnen und vor allem schwangeres, exponiertes Gesundheitspersonal», sagt Gynäkologe Daniel Surbek vom Berner Inselspital gegenüber SRF. Dabei wurden erste Schwangere in der Schweiz bereits geimpft.

Eine allgemeine Impfempfehlung für alle gibt es jedoch noch nicht. Laut Daniel Surbek dürfte diese bald erfolgen, wenn weitere Studien positive Erfahrungen bestätigen: «Sobald man mehr Daten zur Impfung von Schwangeren hat, wird man es für alle wollen.»

Höchste Reisewarnstufe in USA ausgeweitet

Die US-amerikanische Regierung will die Ausweitung der höchsten Reisewarnstufe auf etwa 80 Prozent aller Staaten. Dies berichtet SRF. Der Entscheid erfolgte wegen eines «noch nie dagewesenen Risikos für Reisende». Die Länder sollen in die vierte, rote Stufe – «Do Not Travel» – aufgenommen werden. Aktuell fallen 34 der weltweit etwa 200 Länder in die Kategorie. Um auf 80 Prozent zu kommen, müssten etwa 130 Staaten hinzugefügt werden.

 

Die USA rufen für 80 Prozent aller Länder eine Reisewarnung aus. (Bild: Keystone)

EU hilft dem Balkan mit 651’000 Impfdosen im Kampf gegen Corona

Die Europäische Union hilft den sechs nicht zur EU gehörenden Ländern des Balkans mit 651’000 Impfdosen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dies sei ein erster Schritt, dem noch weitere folgen würden, sagte Österreichs Aussenminister Alexander Schallenberg. Österreich koordiniere die von Mai bis August laufende Aktion im Auftrag der EU. «Als Europäische Union signalisieren wir ganz klar, wir betreiben nicht nur Nabelschau, wir schauen über den Tellerrand und uns ist ganz klar, dass wir selber erst dann in Sicherheit sind, wenn unsere engsten Nachbarn es auch sind.» Die Dosen von Biontech/Pfizer seien von vorneherein für diese Art von Nachbarschaftshilfe reserviert worden. Die Hilfsaktion habe keinen Einfluss auf das Impftempo in der EU.

Die EU liefert den Balkanstaaten, die nicht in der EU sind, 651’000 Corona-Impfdosen. (Bild: Keystone)

Die Impfstoffe würden nicht pro Kopf, sondern nach Notwendigkeit verteilt. So erhielten Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien, wo erst sehr wenige Menschen geimpft sind, fast 500’000 Dosen. Der Rest gehe in das Kosovo, nach Montenegro und Serbien. Die Hilfe sei vor allem für das Gesundheits- und Pflegepersonal gedacht. Das letzte Wort aber hätten die Staaten selbst.

Serbien ist am wenigsten auf die Hilfe angewiesen. Das Balkanland verabreicht massiv auch russische und chinesische Vakzine und hat deshalb bereits 26 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal geimpft. Im Rahmen des Programms erhält es im Verhältnis zur Bevölkerungszahl eher die kleine Menge von 36’000 Impfdosen von der EU.

Roche-Präsident Christoph Franz plädiert für Impfpflicht

Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz plädiert für eine Impfpflicht gegen Covid-19. Eine solche sei angebracht, wenn die Durchimpfungsraten am Ende nicht ausreichend hoch seien und wenn das im gesellschaftlichen Konsens entschieden würde, sagte Franz in einem Zeitungsinterview.

«Es braucht Solidarität, um diese Krise gemeinsam zu bewältigen», sagte Christoph Franz im Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ, Vorabdruck zur Ausgabe vom Dienstag). Dabei seien in weniger als einem Jahr mehrere Impfstoffe entwickelt und zugelassen worden. «Das dauert normalerweise mehr als fünf Jahre.»

Nun müssten jedoch zuerst die Produktionskapazitäten aufgebaut werden. «Ich bin zuversichtlich, dass die Probleme in der Logistik und der Verteilung der Impfstoffe in den nächsten Monaten gelöst sein werden», sagte Franz.

Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz. (Archivbild: Keystone)

In einer Pandemie müsse schneller agiert werden, denn die Schäden für die Wirtschaft seien ein Vielfaches dessen, was man durch die Preisreduktion für eine Impfdosis herausschlagen könne, kritisiert Franz das Vorgehen mancher Länder in der Krise. Die Schweiz sei am Ende auch nicht besser gefahren als die EU.

Ein Wettrennen läuft bei der Suche nach wirksamen Medikamenten gegen Covid-19. Roche habe Medikamente in der Pipeline, aber auch bereits verfügbare Mittel, sagte Franz. «Denn trotz der Impfungen werden wir dauerhaft Tests und Medikamente brauchen», ist er überzeugt.

Die Pille von Roche gegen Covid-19 stecke noch in der klinischen Entwicklung in der zweiten Studienphase und sei im Menschen auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen getestet worden. «Wir haben noch keine Ergebnisse, erwarten aber erste Daten in den nächsten Monaten und hoffentlich noch im laufenden Jahr die Ergebnisse von Zulassungsstudien.»

Roche hat bisher 14 Millionen Selbsttests für zuhause geliefert

Der Pharmakonzern Roche hat nach eigenen Angaben bisher 14 Millionen Coronavirus-Selbsttests für zuhause an die Apotheken in der Schweiz ausgeliefert. Derzeit könnten alle Bestellungen ausgeführt werden, teilte Roche am Montag auf Anfrage mit.

Roche kann pro Woche über fünf Millionen Tests bereitstellen, wie eine Sprecherin des Unternehmens am Montagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schrieb. In der vergangenen Woche habe Roche täglich liefern können.

(Bild: Keystone)

Die Selbsttests für zuhause werden seit dem 7. April angeboten. Pro Person können gegen Vorweisung der Krankenkassenkarte jeden Monat fünf Gratistests in einer Apotheke bezogen werden. Die Tests sollen helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

Wenige Tage nach der Lancierung der Tests war bekannt geworden, dass Roche vorübergehend keine Lieferungen mehr tätigen könne, auf Grund der hohen Nachfrage, wie es damals hiess.

Höchststand an täglichen Todesfällen mit Corona in der Türkei

Die Türkei hat die höchste Zahl an Todesfällen an einem Tag im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie gemeldet. Das Gesundheitsministerium teilte am Montag mit, 341 Menschen seien innerhalb von 24 Stunden an oder mit Covid-19 gestorben. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer auf 36 267. Die Behörden meldeten am Montag zudem rund 55’000 Neuinfektionen an einem Tag, die Gesamtzahl der Infizierten in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern stieg damit auf rund 4,3 Millionen.

New Yorker Naturkundemuseum wird Impfzentrum

Direkt unter der berühmten Nachbildung eines Blauwals im New Yorker Naturkundemuseum sollen künftig Corona-Impfungen möglich sein. In dem Museum am Central Park in Manhattan werde ab Freitag ein Impfzentrum eingerichtet, teilte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio am Montag mit. Das Museum bleibt aber gleichzeitig – mit Abstands- und Hygieneregeln sowie eingeschränkter Kapazität – geöffnet. Und wer dort geimpft wird, kann es danach kostenlos besuchen.

Das rund 150 Jahre alte American Museum of Natural History (AMNH) gehört zu den grössten und renommiertesten Naturkundemuseen der Welt und zu den beliebtesten Kultureinrichtungen der Millionenmetropole.

Die Blauwal-Nachbildung im AMNH in New York. (Bild: Keystone)

New York war im vergangenen Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen in der Metropole stabilisiert, fast die Hälfte aller Bewohner über 18 Jahre haben schon mindestens eine Impfdosis erhalten.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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