Europaweit reisen mehr als 1'000 Zirkusse, viele davon noch immer mit Wildtieren. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Tierschützer fordern Verbot von Wildtieren in Zirkussen

Anlässlich des Welt-Zirkus-Tages fordern Tierschutzorganisationen ein Verbot von Wildtieren in Schweizer Zirkussen. Es fehle eine gesetzliche Regelung.

Die Tierschutzorganisationen «Vier Pfoten», Pro Tier und Tier im Recht fordern aus Anlass des Welt-Zirkus-Tages vom Samstag ein Verbot von Wildtieren in Schweizer Zirkussen. Die Lebensbedingungen des Zirkusalltags seien für Wildtiere völlig ungeeignet.

Obwohl die Schweiz in Tierschutzbelangen als eines der fortschrittlichsten Länder der Welt gelte, fehle hierzulande eine gesetzliche Regelung über ein Verbot von Wildtieren im Zirkus, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der Tierschutzorganisationen vom Samstag.

Petition «Keine Wildtiere im Zirkus!», von 2018 in Bern: Mit 70’000 Unterschriften fordern die Tierschutzorganisationen ProTier, Tier im Recht (TIR) und Vier Pfoten den Bundesrat und das Parlament auf, die begründeten Bedenken gegen eine Wildtierhaltung im Zirkus ernst zu nehmen. (Archivbild: Keystone)

Keine gesetzliche Regelung

31 Länder in Europa kennen laut Mitteilung bereits Verbote oder weitgehende Beschränkungen. Ohne gesetzliche Regelung bleibe es den Zirkusunternehmen überlassen, ob Wildtiere in Manegen von Schweizer Zirkussen auftreten müssten.

Europaweit reisen laut der Biologin Gabriela Gschwend von der Stiftung für das Tier im Recht mehr als 1’000 Zirkusse, viele davon noch immer mit Wildtieren. Die Tiere würden unter der völlig unzureichenden Unterbringung und Versorgung sowie unter den ständigen Transporten leiden, stellt die Biologin fest. Namentlich fehle es den Tieren in beengten Transportwagen an Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Auch zum Ausleben natürlicher Bedürfnisse fehle es an Platz.

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