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Baselland

Sarah-Jane: «Ich hoffe, der Funke springt über»

In ihrer neuen Sendung «Das will'i g'seh» moderiert Sängerin Sarah-Jane zum ersten Mal. Auf die Zuschauer wartet eine musikalische Reise zu den Wasserfallen.

Die Baselbieter Sängerin Sarah-Jane hat mit «Das will’i g’seh» eine eigene Sendung auf die Beine gestellt. Telebasel zeigt diese am Samstagabend exklusiv in der Erstausstrahlung. Es ist eine doppelte Premiere: Denn Sarah-Jane singt darin nicht nur, sondern moderiert auch zum ersten Mal selbst.

In der Sendung reist die 36-Jährige mit den ZuschauerInnen und musikalischen Gästen zu den Wasserfallen in Reigoldswil. Dort trifft sich Sarah-Jane mit den Geschäftsführern der Wasserfallen Bahn, von Baselland Tourismus und besucht eine Waldseilpark-Instruktorin. Im Interview mit Telebasel erzählt Sarah-Jane, weshalb all diese Gäste gerade während der Corona-Pandemie so wichtig für sie sind:

Telebasel: Am Samstagabend feiert Ihre eigens produzierte Sendung «Das will’i g’seh mit dr Sarah-Jane» auf Telebasel Premiere: Wie blicken Sie dem entgegen?

Sarah-Jane: Mit riesiger Vorfreude! Endlich haben wir – mit mir als Künstlerin und meinem Produktionsteam – etwas machen können, trotz Corona-Pandemie. Im letzten September haben wir den Dreh gemacht und ich habe grosse Freude, dass Telebasel als erster Sender die Sendung ausstrahlt. Auf der anderen Seite ist es ein Experiment, bei dem wir jetzt schauen, wie es ankommt. Man kennt mich als Sängerin, jetzt versuch ich es als Moderatorin. Die Leute, die mich schon an Live-Konzerten gesehen haben, wissen, dass ich gerne viel rede – jetzt möchte ich mehr davon zeigen. Wir konnten viel verpacken in der Sendung: Ich freue mich das zu zeigen und bin gespannt, was die Zuschauerinnen und Zuschauer sagen.

War es schon länger Ihr Wunsch, Moderatorin zu werden?

Ehrlich gesagt nicht: Mein Mann hat mir den Antrieb dazu gegeben. Er meinte, ich könne gut und frisch sprechen, ob ich es nicht einmal wagen wolle? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt… Ich bin jemand, der jeweils einen kleinen Stoss braucht. Zuerst dachte ich: Nein, ich bleib bei dem, was ich kenne. Mit 36 bin ich aber schon 18 Jahre als Profi-Sängerin tätig. Also dachte ich: Wenn nicht jetzt, wann dann? Wir haben es versucht und jetzt schauen wir. Es hat auf jeden Fall Spass gemacht. Wenn es gut ankommt, mache ich mit diesem Format weiter.

Woher kam die Idee für die Sendung?

Die erste Idee war, dass sicher ein grosser Teil der Sendung Musik sein muss. Als Sarah-Jane gehört Musik dazu. Die Sendung ist entsprechend mit Musikclips gespickt, die wir, wenn möglich, gleich vor Ort auf den Wasserfallen gedreht haben. Mit den Wasserfallen habe ich eine enge Verbindung, weil ich damals das Projekt mit den Gondeln unterstützt haben. Die Idee war es also, Musik in einer schönen Umgebung zu präsentieren. Ich wollte, dass die Leute das am Samstagabend schauen und denken: Ich konnte heute zwar nichts unternehmen, aber ich habe trotzdem etwas gesehen. Das habe ich letztens ähnlich mit einer Australien-Dokumentation erlebt: Ich war nicht dort, aber war trotzdem irgendwie da.

Haben Sie sich wegen der Pandemie entschieden, das Ausflugsziel Wasserfallen mit einzubinden?

Ich hätte das Konzept so oder so wie es jetzt ist gestaltet. Aber besonders jetzt glaube ich, dass wir zusammenhalten müssen. Besonders als Sänger, Musiker und Interpreten, die keine Auftritte haben und Leistungsträger im Tourismus, die nicht offen haben können. Wir alle dürfen nicht in der Versenkung verschwinden, damit die Fans nicht vergessen, dass wir noch da sind. Die Fans sollen sich erinnern, dass es mich, die Steppin Stompers oder die Alpenraudis noch gibt – und buchen uns dann hoffentlich, wenn die Pandemie vorbei ist. Den negativen Rattenschwanz, den es jetzt gibt, weil alles geschlossen ist, wollen wir so ins Positive drehen. Die Leute sollen die Wasserfallen und uns Künstler wieder am Fernsehen sehen, damit sie es später dann live tun.

Man hört, Sie zeigen trotz Pandemie viel Optimismus und Stärke. Wo nehmen Sie das her?

Optimismus hat nur Kraft, wenn man daran glaubt. Ich hatte viele Leute, die mir halfen. Auch ich hatte ein Tief, auch ich bin nur ein Mensch. Aber wenn man aus dem Tief rauskommt, dann bin ich jemand, der nach vorne schauen will, die den Leuten Kraft geben will. Ich heuchle nicht, wenn es mir nicht gut geht, mache ich es nicht. Wenn ich den Elan, Mumm und vor allem den Plausch habe und weiss, dass ich das kann, dann mach ich das.

Mit den Impfungen gibt es langsam Licht am Pandemie-Horizont. Experten gehen davon aus, dass im Sommer Normalität einkehren könnte. Sie mussten aber Ihr Sarah-Jane-Fest von Anfang Juli absagen. Wie planen Sie in der aktuellen Situation?

Jemand hat mal gesagt: Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm deine Pläne. Wir können nicht voraussehen, wie es weitergeht. Wir können im Bereich des Machbaren Sendungen planen und ich kann als Sängerin Lieder schreiben und komponieren. Dass wir das Sarah-Jane-Fest ein zweites Mal absagen mussten, war niederschlagend. Die Leute hatten dabei immer viel Spass – wir hatten es bereits zweimal in meinem Heimatort Rothenfluh gemacht und es ist immer sehr gut angekommen. Es ist schade, konnten wir das nicht etablieren und festigen als Einstieg in die Sommerferien. Ich hoffe aber, dass wir im nächsten Jahr ohne zu grosse Lücke wieder weitermachen können. Wir wissen ja nicht, wohin die Reise geht. Auftritte kann ich aktuell keine planen. Ich setzte aber grosse Hoffnungen in die Impfungen, das ist die Zukunft für mich. Ich als Künstlerin will mich sofort impfen lassen. Ich weiss, es gibt Menschen, die das anders sehen. Wenn Menschen mehrere Impfungen auf sich nehmen, nur um nach Australien zu reisen, weshalb dann nicht eine Impfung machen, um zurück zur Normalität zu kehren?

Sie haben gesagt, dass Sie weitere Sendungen planen. Sollen diese dann auch hier in der Region gedreht werden oder in der gesamten Schweiz?

Es sollen sicher Dinge vorkommen, die ich sehen will. Deshalb heisst die Sendung ja auch «Das will’i g’seh». Geplant ist, durch die ganze Schweiz zu tingeln, auch jenseits des Rheins – wenn das wieder erlaubt ist. Es gibt genug Sehenswürdigkeiten, aber zum Beispiel auch Fabriken oder Firmen, die es zu entdecken gilt. Die Schweiz bietet enorm viel, was man den Leuten durchs Fernsehen näher bringen kann.

Wie haben Sie die Gäste für die Premiere ausgesucht?

Es sind alles ganz tolle Kollegen, zu denen ich langjährige Beziehungen habe. Es ist toll, wenn man so lange im Business ist, dann kennt man Gott und die Welt. Es war toll, wieder zusammenzuarbeiten und wieder etwas machen zu können. Alle waren gespannt, weil sie mich als Sängerin kennen. Ich war während der zwei Tage, an denen wir auf den Wasserfallen gedreht haben, wegen der Moderation sehr nervös. Das Resümee der Interviewgäste war, dass sie es gut und frisch fanden und ihnen die Fragen gefallen haben. Es war schön, diese Bestätigung zu bekommen, nicht ganz fehl am Platz zu sein. Vor zehn Jahren hätte ich mich das nicht getraut. Der Zeitpunkt ist nun gereift, ich habe genug Erfahrungen auf der Bühne gesammelt, um mich jetzt von einer neuen Seite zu zeigen.

Was sind Ihre persönlichen Highlights der Sendung?

Es ist etwas, dass sich zu schauen lohnt. Alle musikalischen Highlights stechen für mich heraus. Wir haben zudem auch enorm Glück gehabt mit dem Wetter. Filmer sagen immer, dass man Tiere, Kinder und das Wetter nicht formen kann, die machen, was sie wollen. Petrus war zum Glück auf unserer Seite. Auch meine Hündin Wilma  war immer mit dabei – was ein persönliches Highlight für mich war. Ich hoffe, der Funke springt über.

Telebasel zeigt die Sondersendung «Das will’i g’seh mit dr Sarah-Jane vo dä Wasserfalle» am Samstagabend, 17. April 2021, ab 20:15 Uhr als Premiere und am Sonntag, 18. April, um 13 und 17 Uhr in der Wiederholung. Mehr zum Thema erfahren Sie hier.

Sehen Sie hier den Trailer zur Sendung «Das will’i g’seh mit dr Sarah-Jane vo dä Wasserfalle». (Video: Telebasel)

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