110'000 Beschwerden gingen bei der BBC ein, weil die ZuschauerInnen lieber etwas anderes als eine Berichterstattung über den Tod von Prinz Philip gesehen hätten. (Bild: Keystone)
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Rekordzahl an Beschwerden für BBC wegen Philip-Berichterstattung

Die BBC hat nach dem Tod von Prinz Philip eine Rekordzahl an Beschwerden wegen ihrer Berichterstattung über den verstorbenen Gatten der Queen erhalten.

Wie die British Broadcasting Corporation (BBC) am Donnerstag mitteilte, gingen 110’000 Beschwerden wegen der Fernseh- und Radioberichte über den am vergangenen Freitag, 9. April, im Alter von 99 Jahren gestorbenen Royal ein. Vor allem der grosse Umfang scheint bei vielen Zuschauern nicht gut angekommen zu sein.

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt hatte vorübergehend ein eigenes Online-Formular eingerichtet, um mit der grossen Zahl an Zuschriften zurechtzukommen. Einige Kanäle des BBC-Fernsehens änderten am Freitag nach Bekanntwerden des Todes von Philip ihr Programm. Davon waren Sendungen am Freitag und Samstag betroffen. Unter anderem das Finale der Koch-Castingshow «MasterChef». Einem Bericht des «Guardian» zufolge waren auch die Einschaltquoten daraufhin deutlich zurückgegangen. Der Sender BBC Two habe sogar rund zwei Drittel seiner Zuschauer eingebüsst, hiess es.

Prinz Andrew sorgt für rote Köpfe

«Wir nehmen solche Änderungen nicht ohne sorgfältige Abwägungen vor, und die getroffenen Entscheidungen spiegeln die Rolle der BBC als nationale Rundfunkanstalt in Momenten nationaler Bedeutung wider», hiess es in einer Mitteilung auf der BBC-Webseite.

Auch für Ärger bei Zuschauern sorgte, dass Prinz Andrew prominent im BBC-Fernsehen gezeigt wurde. Der 61-Jährige hatte sich am Sonntag nach einem Gottesdienst in Windsor den Fragen von Reportern gestellt und seinen Vater Prinz Philip unter anderem als «Grossvater der Nation» bezeichnet. Der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. hatte sich Ende 2019 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, nachdem ihm eine Verwicklung in den Epstein-Missbrauchsskandal vorgeworfen wurde. In einem BBC-Interview stritt er damals alle Vorwürfe ab, machte jedoch keine gute Figur dabei.

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