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Schweiz

Roche-Präsident Christoph Franz plädiert für Impfpflicht

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Roche-Präsident Christoph Franz plädiert für Impfpflicht

Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz plädiert für eine Impfpflicht gegen Covid-19. Eine solche sei angebracht, wenn die Durchimpfungsraten am Ende nicht ausreichend hoch seien und wenn das im gesellschaftlichen Konsens entschieden würde, sagte Franz in einem Zeitungsinterview.

«Es braucht Solidarität, um diese Krise gemeinsam zu bewältigen», sagte Christoph Franz im Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ, Vorabdruck zur Ausgabe vom Dienstag). Dabei seien in weniger als einem Jahr mehrere Impfstoffe entwickelt und zugelassen worden. «Das dauert normalerweise mehr als fünf Jahre.»

Nun müssten jedoch zuerst die Produktionskapazitäten aufgebaut werden. «Ich bin zuversichtlich, dass die Probleme in der Logistik und der Verteilung der Impfstoffe in den nächsten Monaten gelöst sein werden», sagte Franz.

Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz. (Archivbild: Keystone)

In einer Pandemie müsse schneller agiert werden, denn die Schäden für die Wirtschaft seien ein Vielfaches dessen, was man durch die Preisreduktion für eine Impfdosis herausschlagen könne, kritisiert Franz das Vorgehen mancher Länder in der Krise. Die Schweiz sei am Ende auch nicht besser gefahren als die EU.

Ein Wettrennen läuft bei der Suche nach wirksamen Medikamenten gegen Covid-19. Roche habe Medikamente in der Pipeline, aber auch bereits verfügbare Mittel, sagte Franz. «Denn trotz der Impfungen werden wir dauerhaft Tests und Medikamente brauchen», ist er überzeugt.

Die Pille von Roche gegen Covid-19 stecke noch in der klinischen Entwicklung in der zweiten Studienphase und sei im Menschen auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen getestet worden. «Wir haben noch keine Ergebnisse, erwarten aber erste Daten in den nächsten Monaten und hoffentlich noch im laufenden Jahr die Ergebnisse von Zulassungsstudien.»

Roche hat bisher 14 Millionen Selbsttests für zuhause geliefert

Der Pharmakonzern Roche hat nach eigenen Angaben bisher 14 Millionen Coronavirus-Selbsttests für zuhause an die Apotheken in der Schweiz ausgeliefert. Derzeit könnten alle Bestellungen ausgeführt werden, teilte Roche am Montag auf Anfrage mit.

Roche kann pro Woche über fünf Millionen Tests bereitstellen, wie eine Sprecherin des Unternehmens am Montagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schrieb. In der vergangenen Woche habe Roche täglich liefern können.

(Bild: Keystone)

Die Selbsttests für zuhause werden seit dem 7. April angeboten. Pro Person können gegen Vorweisung der Krankenkassenkarte jeden Monat fünf Gratistests in einer Apotheke bezogen werden. Die Tests sollen helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

Wenige Tage nach der Lancierung der Tests war bekannt geworden, dass Roche vorübergehend keine Lieferungen mehr tätigen könne, auf Grund der hohen Nachfrage, wie es damals hiess.

Höchststand an täglichen Todesfällen mit Corona in der Türkei

Die Türkei hat die höchste Zahl an Todesfällen an einem Tag im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie gemeldet. Das Gesundheitsministerium teilte am Montag mit, 341 Menschen seien innerhalb von 24 Stunden an oder mit Covid-19 gestorben. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer auf 36 267. Die Behörden meldeten am Montag zudem rund 55’000 Neuinfektionen an einem Tag, die Gesamtzahl der Infizierten in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern stieg damit auf rund 4,3 Millionen.

New Yorker Naturkundemuseum wird Impfzentrum

Direkt unter der berühmten Nachbildung eines Blauwals im New Yorker Naturkundemuseum sollen künftig Corona-Impfungen möglich sein. In dem Museum am Central Park in Manhattan werde ab Freitag ein Impfzentrum eingerichtet, teilte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio am Montag mit. Das Museum bleibt aber gleichzeitig – mit Abstands- und Hygieneregeln sowie eingeschränkter Kapazität – geöffnet. Und wer dort geimpft wird, kann es danach kostenlos besuchen.

Das rund 150 Jahre alte American Museum of Natural History (AMNH) gehört zu den grössten und renommiertesten Naturkundemuseen der Welt und zu den beliebtesten Kultureinrichtungen der Millionenmetropole.

Die Blauwal-Nachbildung im AMNH in New York. (Bild: Keystone)

New York war im vergangenen Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen in der Metropole stabilisiert, fast die Hälfte aller Bewohner über 18 Jahre haben schon mindestens eine Impfdosis erhalten.

Bulgarien stoppt Impfstoff von Astrazeneca für Frauen unter 60

In Bulgarien soll der Corona-Impfstoff von Astrazeneca nicht mehr Frauen unter 60 mit erhöhtem Thrombosenrisiko verabreicht werden. Die Bulgaren, die nach einer ersten Impfdosis von Astrazeneca keine ernsthaften Nebenwirkungen hätten, könnten auch eine zweite Dosis dieses Vakzins erhalten, wie der geschäftsführende Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Montag mitteilte.

(Bild: Keystone)

Sollten Geimpfte mit einer ersten Dosis von Astrazeneca keine zweite Dosis dieses Präparats wollen, könnten sie 84 Tage später als zweite Dosis den Impfstoff von Biontech/Pfizer bekommen. Nur mit einer Dosis geimpfte Menschen würden kein Impf-Zertifikat erhalten, erläuterte der Minister. Bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen wurden in Bulgarien bisher insgesamt fast 640’000 Impfdosen verabreicht.

WHO: Rekordzahl an gemeldeten Coronainfektionen innerhalb einer Woche

Innerhalb einer Woche sind weltweit so viele neue Coronainfektionen gemeldet worden wie nie zuvor. Es waren 5,2 Millionen neue Fälle, der achte wöchentliche Anstieg in Folge, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg auf Wochenbasis zum fünften Mal in Folge. «Es hat neun Monate gedauert, bis wir eine Million Tote erreicht haben, vier Monate, bis es zwei Millionen waren und drei Monate, bis es drei Millionen waren», sagte Tedros.

Die Experten seien besonders besorgt über den Anstieg von Corona-Infektionen und Krankenhauseinweisungen unter 25- bis 59-Jährigen. Das sei womöglich auf die ansteckenderen Varianten zurückzuführen und die Tatsache, dass in diesen Altersgruppen mehr soziale Kontakte stattfänden, so Tedros.

Die Pandemie könne innerhalb weniger Monate unter Kontrolle gebracht werden, sagte Tedros. Dafür müssten aber alle Werkzeuge konsequent und in aller Welt zum Einsatz kommen. Zu den Werkzeugen gehören Schutzmassnahmen wie Händewaschen, Abstand halten und Masken tragen, aber auch das Impfen. Die WHO ruft reiche Länder immer wieder auf, mehr Impfstoffe an ärmere Länder abzugeben. In vielen reichen Ländern habe schon jeder vierte eine erste Impfdosis erhalten, in Ländern mit niedrigen Einkommen nur jeder 500ste.

Greta Thunberg spendet für bessere Corona-Impfstoffverteilung

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg will über ihre Stiftung 100’000 Euro spenden, damit mehr Corona-Impfstoffe für ärmere Länder gekauft werden können. Das Geld soll über die Stiftung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an die solidarische Impfinitiative Covax gehen, wie die 18-jährige Schwedin als Gast von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus an Montag bei einer Online-Pressekonferenz verkündete.

Greta Thunberg will über ihre Stiftung 100’000 Euro spenden. (Archivbild: Keystone)

«Die Welt muss mehr gegen die Tragödie der ungleichen Impfstoffverteilung tun», sagte Thunberg. «Wie in der Klimakrise müssen wir denen zuerst helfen, die am stärksten gefährdet sind.»

Nach WHO-Angaben hat in vielen reicheren Ländern schon jeder vierte Einwohner eine erste Impfdosis erhalten. In Ländern mit niedrigen Einkommen sei es erst jeder 500ste.

Slowakei öffnet Geschäfte nach vier Monaten Lockdown

Nach vier Monaten hat die Slowakei am Montag erstmals wieder die Öffnung der meisten Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe erlaubt. Einen Ansturm von Konsumenten verzeichneten die meisten Geschäftsleute trotzdem nicht, wie der TV-Nachrichtensender TA3 berichtete. Das lag auch an den strengen Auflagen wie Personenbeschränkung, Mund-Nasen-Schutz und verpflichtenden Corona-Tests für Kunden und Personal. Für manche kleinere Geschäfte lohnte sich das Öffnen nicht, weil nur ein Kunde pro 15 Quadratmeter Verkaufsfläche den Laden betreten darf.

Über zehn Millionen Menschen in Grossbritannien vollständig geimpft

Mehr als zehn Millionen Menschen haben in Grossbritannien inzwischen zwei Dosen eines Coronavirus-Impfstoffs erhalten. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Montag per Twitter mit.

In dem Land klaffte lange Zeit eine erhebliche Lücke zwischen Erst- und Zweitimpfungen. Hintergrund ist die britische Impfstrategie, nach der so viele Menschen wie möglich schnellstens eine erste Dosis erhalten sollten. Deshalb wurde der Abstand zwischen den beiden Impfdosen auf zwölf Wochen ausgedehnt, sowohl beim Astrazeneca-Impfstoff als auch bei dem von Biontech und Pfizer.

Inzwischen holt Grossbritannien aber auch bei den Zweitimpfungen auf. Insgesamt wurden im Vereinigten Königreich bereits mehr als 32 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis geimpft – das ist mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung. In Deutschland erhielten bislang 16,4 Millionen Menschen eine Erstimpfung.

Halbvolle Restaurant-Terrassen und leere Hörsäle

Zahlreiche Menschen in der Schweiz haben am Montag neue Freiheiten in der Corona-Krise genossen. Die wiedereröffneten Restaurant-Terrassen und Fitnesszentren hatten ordentlich Zulauf. Die Hochschulen nehmen sich dagegen Zeit für die Wiedereinführung des Präsenzunterrichts.

Mehr dazu hier.

Proteste gegen Schulschliessung in Argentinien

In Argentinien haben Eltern und Schüler gegen die Schliessung von Schulen im Kampf gegen die Corona-Pandemie protestiert.

Im Grossraum Buenos Aires bildeten sie Menschenketten um viele Schulen, schwenkten Flaggen und klatschten, wie am Montag im Fernsehen zu sehen war. «Öffnet die Schulen» und «Ich will zur Schule gehen» war auf Transparenten und Plakaten zu lesen.

Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Argentinien hatte die Regierung Ende vergangener Woche für grosse Teile des südamerikanischen Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Im Grossraum Buenos Aires gilt eine Ausgangssperre von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr.

Alle sozialen, sportlichen, kulturellen und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind untersagt. Schulen und Kindergärten sollen bis Ende April schliessen.

In der Hauptstadt Buenos Aires öffneten die Schulen am Montag allerdings, nachdem ein Gericht am Wochenende eine einstweilige Verfügung gegen das Dekret der Regierung erlassen hatte. Lehrergewerkschaften kritisierten die Entscheidung und kündigten Streiks und Proteste an.

BAG stellt Rückgang von Grundimpfungen im Jahr 2020 fest

Im vergangenen Jahr ist ein Rückgang bei der Anzahl vertriebener Dosen für verschiedene Basisimpfungen beobachtet worden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ruft Eltern und Ärzteschaft auf, die gemäss Impfplan empfohlenen Impfungen in der Covid-19-Pandemie nicht zu verschieben.

Laut Umfragen bei Impfstoffherstellern habe es im letzten Jahr einen Rückgang von vertriebenen Dosen für verschiedene Basisimpfungen gegeben, schrieb das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem am Montag veröffentlichten «Bulletin».

Das BAG ruft Eltern und Ärzteschaft auf, die gemäss Impfplan empfohlenen Impfungen in der Covid-19-Pandemie nicht zu verschieben. (Bild: Keystone)

Bei den Impfstoffen gegen Masern etwa habe die Anzahl vertriebener Dosen rund 10 Prozent abgenommen gegenüber dem Durchschnitt der drei Jahre 2017 bis 2019. Eine ähnliche Tendenz bestehe bei den Impfungen gegen das Humane Papillomavirus (HPV).

Das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation WHO wies gemäss BAG Ende 2020 darauf hin, dass es auch während der Coronavirus-Pandemie besonders wichtig sei, die empfohlenen Basisimpfungen zum empfohlenen Zeitpunkt durchzuführen. Deshalb ruft das BAG Eltern und Ärzteschaft dazu auf, Kinder und Jugendliche gemäss Impfplan zu impfen und auch empfohlene Impfungen im Erwachsenenalter nach Möglichkeit nicht zu verschieben.

Engpass bei Beatmungsgeräten in Schaffhausen

Das Spitäler Schaffhausen schlagen Alarm. Im Kantonsspital drohe ein Engpass bei den Beatmungsgeräten, wie «20 Minuten» schreibt. Alle sechs Geräte seien zur Zeit von Corona-Patienten belegt.

Es mussten am Wochenende aufgrund der hohen Auslastung auch einzelne Patienten aus dem Kantonsspital Schaffhausen auf Intensivstationen ausserhalb des Kantons verlegt werden. Doch auch dort sei die Lage in den Spitälern angespannt. Deshalb rufen die Schaffhauser Spitäler die Bevölkerung nun dazu auf, die Corona-Massnahmen unbedingt einzuhalten um so das Gesundheitspersonal in den Spitälern zu entlasten.

Alle Beatmungsstationen im Kantonsspital Schaffhausen sind belegt. (Bild: Keystone)
Lockerungen in Portugal: Kinos, Restaurants und Unis wieder offen

Im Zuge der seit Wochen sinkenden Infektionszahlen hat der frühere Corona-Hotspot Portugal die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie weiter gelockert.

Portugal öffnet die Universitäten wieder. (Bild: Keystone)

Seit Montag dürfen Gastronomiebetriebe wie Kneipen, Cafés und Restaurants auch im Innenbereich unter Auflagen wieder Gäste bewirten. Zudem machten unter anderem grosse Einkaufszentren, Kinos, Theater, Gymnasien und Universitäten erstmals nach rund drei Monaten wieder auf.

Die neuen Lockerungen seien «ein Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens in die Zukunft», sagte der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa am Montag bei einem Besuch einer Sekundarschule in Lissabon.

Reiseunternehmer fordern Abschaffung der BAG-Quarantäneliste

Die Corona-Pandemie hat die Reisebranche in eine historische Krise gestürzt. Und noch immer müssen die Reisebüros mit den verschiedensten und ständig wechselnden Einschränkungen zurechtkommen. Entsprechend ist auch die Verunsicherung bei den Kunden weiterhin gross.

Unter dem Titel «What’s the new Normal?» haben sich nun am Montag Dieter Zümpel, CEO von DER Touristik Suisse, Deniz Ugur, CEO von Bentour Reisen und Karim Twerenbold, VR-Präsident der Twerenbold Reisen Gruppe unter der Gesprächsleitung von Travelnews-Chefredaktor Jean-Claude Raemy zum Talk getroffen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Iran: Parlament muss wegen Corona-Krise Arbeit einstellen

Wegen der rasant steigenden Zahlen von Neuinfektionen und Corona-Toten im Land muss das iranische Parlament seine Arbeit vorübergehend einstellen.

«Wegen der vierten Corona-Welle und der ansteigenden Infektionszahlen wird auch das Parlament für zwei Wochen schliessen», sagte Parlamentssprecher Ahmad Amirabadi am Montag. Nachdem die Hauptstadt Teheran vom Gesundheitsministerium zur Roten Zone und damit als extrem infektionsgefährdet erklärt wurde, habe das Parlamentspräsidium umgehend reagiert und die vorläufige Schliessung angeordnet, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur Tasnim.

Coca-Cola erholt sich langsam von Corona-Krise

Coca-Cola leidet weiter unter der Corona-Pandemie, doch zu Jahresbeginn verbuchte der weltgrösste Getränkehersteller wieder steigende Erlöse.

In den drei Monaten bis Ende März stieg der Umsatz im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 9,0 Milliarden Dollar (7,5 Mrd Euro), wie der Pepsi-Rivale am Montag mitteilte. Ein grosser Teil von Coca-Colas Einnahmen entsteht in öffentlichen Einrichtungen wie Restaurants, Stadien oder Kinos, die nach Schliessungen in der Pandemie langsam wieder zu einem normaleren Betrieb zurückkehren.

Coca-Cola erholt sich langsam von der Pandemie. (Bild: Keystone)

«Wir sind ermutigt von den geschäftlichen Fortschritten, besonders in Märkten, wo die Verfügbarkeit von Impfmitteln zunimmt», sagte Coca-Cola-Chef James Quincey. Der Konzern verdiente im ersten Quartal 2,2 Milliarden Dollar. Das waren zwar rund 19 Prozent weniger als vor einem Jahr, allerdings hatte es in den vorherigen Vierteljahren noch deutlich stärkere Rückgänge gegeben. An der Wall Street war mit einem schlechteren Geschäftsbericht gerechnet worden. Coca-Colas Aktien reagierten vorbörslich zunächst mit leichten Kursaufschlägen.

Deutsche Wirtschaft gemäss Bundesbank mit schwachem Jahresauftakt

Die deutsche Wirtschaft ist der Bundesbank zufolge im ersten Quartal wegen der Konsumflaute geschrumpft.

«Die schärferen und länger anhaltenden Corona-Schutzmassnahmen vergrösserten im Vergleich zum Vorquartal die Einbussen in vielen Dienstleistungsbereichen», heisst es in dem am Montag veröffentlichten Bundesbank-Monatsbericht. «Zudem waren wegen des Auslaufens der Mehrwertsteuerermässigung Anschaffungen in das zweite Halbjahr 2020 vorgezogen worden, die nun fehlten.» Neben den Lockdown-bedingten stark eingeschränkten Konsummöglichkeiten dürfte auch dies zu einem «erheblichen Rückschlag beim privaten Verbrauch beigetragen haben».

Johnson sagt Reise nach Indien wegen Corona-Situation ab

Wegen der Corona-Lage in Indien hat der britische Premierminister Boris Johnson einen für Ende April geplanten Besuch in dem asiatischen Land abgesagt.

Stattdessen würden Johnson und sein indischer Kollege Narendra Modi noch in diesem Monat miteinander sprechen, «um ehrgeizige Pläne für die zukünftige Partnerschaft zwischen Grossbritannien und Indien» zu vereinbaren und ins Leben zu rufen, teilte die britische Regierung am Montag in London mit. «Sie werden darüber hinaus in regelmässigem Kontakt bleiben und freuen sich darauf, sich später in diesem Jahr persönlich zu treffen.»

 

Reist wegen der unsicheren Pandemie-Situation nicht nach Indien: Englands Premierminister Boris Johnson. (Bild: Keystone)

Corona-Notbremse in Deutschland: Beschränkungen weniger streng

Die geplante Gesetzesnovelle zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland soll nun doch weniger strenge Regeln für nächtliche Ausgangsbeschränkungen enthalten als zunächst geplant.

Das teilten Teilnehmer der Beratungen der Regierungskoalition aus Christ- und Sozialdemokraten am Montag auf Anfrage in Berlin mit. Ausgangsbeschränkungen soll es demnach zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr geben. Joggen und Spaziergänge sollen aber bis Mitternacht erlaubt sein. Im Einzelhandel soll das Abholen bestellter Waren («Click & Collect») weiterhin möglich sein. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Der Zürcher Böögg steht in der Schöllenenschlucht bereit

Der Zürcher Böögg steht in seinem Corona-Exil auf der Teufelsbrücke bereit und wartet darauf, bis um 18 Uhr sein Holzstoss angezündet wird. Je schneller sein Kopf explodiert, desto schöner soll der Sommer werden. Meist stimmt seine Voraussage jedoch nicht.

Der Zürcher Böögg soll auf der Teufelbrücke verbrannt werden. (Bild: Keystone)

140 Böller sind im Schneemann aus Zürich eingebaut. Es wird also laut werden in der Schöllenenschlucht, wenn es dem Böögg den Hut wegbläst. Hören werden dies zwischen den Felswänden auf der Teufelsbrücke aber nur wenige. Zuschauermassen sind wegen der Corona-Pandemie verboten. Die Strasse wird gesperrt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

4905 neue Corona-Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 4905 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 148 Spitaleinweisungen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Curevac reicht bei Swissmedic Zulassungsgesuch für Impfstoff ein
 

Curevac hat bei Swissmedic die Zulassung seines Corona-Impfstoffes beantragt. (Bild: Keystone)

Das Unternehmen Curevac Swiss hat beim Heilmittelinstitut Swissmedic ein Zulassungsgesuch für seinen Impfstoffkandidaten CVnCoV eingereicht. Damit startet in der Schweiz das fünfte Zulassungsverfahren für einen Impfstoff gegen das Sars-CoV-2-Virus.

Das teilte die Aufsichtsbehörde am Montag mit. Die Schweiz hat bereits fünf Millionen Impfdosen bei Curevac bestellt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Mehr als 270’000 Corona-Neuinfektionen in Indien an einem Tag

Wegen einer enormen Zahl an Corona-Neuinfektionen und eines Gesundheitssystems am Limit gilt in der indischen Hauptstadt Neu Delhi von Montag an eine einwöchige Ausgangssperre.

In dem Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern wurden nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium innerhalb von 24 Stunden insgesamt 274 000 neue Corona-Fällen erfasst – ein Höchstwert. Zudem starben an einem einzigen Tag 1619 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

In Indien wurden an einem Tag 270’000 Corona-Neuansteckungen verzeichnet. (Bild: Keystone)

Im Internet suchen Leute verzweifelt nach Krankenhausbetten, medizinischem Sauerstoff und Arzneimitteln. Aus mehreren Gebieten gibt es Berichte, wonach Krematorien überlastet sind. Auch Impfstoff ist knapp, obwohl Indien diesen eigentlich selbst in Massenproduktion herstellt und noch im vergangenen Monat viele Dosen an ärmere Länder verschenkt hatte. Bislang wurden in Indien nach Angaben des Gesundheitsministeriums 123 Millionen Dosen gespritzt.

Swisscom stellt interaktive Werbeplattform Beem ein

Die Swisscom hat die 2019 lancierte Werbeplattform Beem eingestellt. Das Geschäftsmodell des Telekomunternehmens wird wegen den anhaltende Unsicherheiten im Werbemarkt Schweiz aufgrund der Covid-19-Pandemie eingestampft.

Begründet wird der Schritt damit, dass nicht geplante Investitionen beim Plattform-Geschäftsmodell nötig gewesen wären, bestätigte Swisscom-Mediensprecherin Sabrina Hubacher einen Bericht des Branchenportals persoenlich.com.

Vorsichtige Hochschulen bei Wiedereinführung des Präsenzunterrichts

Die Hochschulen in der Schweiz nehmen sich Zeit für die Wiedereinführung des Präsenzunterrichts. Die meisten starten damit erst kommende Woche. Allenfalls kleinere Veranstaltungen werden bereits ab dem 21. April in Präsenz durchgeführt. Oft bleiben sie aber beim Fernunterricht.

Die Schweizer Hochschulen sind bei Wiedereinführung des Präsenzunterrichts vorsichtig. (Bild: Keystone)

Der Präsenzunterricht mit bis zu 50 Personen ist an Schweizer Hochschulen seit Montagmorgen wieder erlaubt. Die meisten warten jedoch mindestens noch eine Woche zu. Die Universität Zürich wird erst am Dienstag entscheiden, wie dieser Lockerungsschritt umgesetzt werden soll, wie es auf Anfrage von Keystone-SDA hiess. Auch die ETH will erst im Laufe der Woche entscheiden. Alle Hintergründe gibt es hier.

Die Lockerungen im Überblick
(Grafik: Keystone-SDA, Quelle: Bundesrat)
Griechenland hebt Quarantäne für geimpfte Besucher auf
Griechenland lockert die Einreisebestimmungen. (Bild: Keystone)

Griechenland verzichtet künftig unter bestimmten Bedingungen auf die vorgeschriebene Corona-Quarantäne für Besucher aus anderen Staaten der Europäischen Union.

Voraussetzung ist, dass sie seit zwei Wochen vollständig geimpft sind oder einen negativen PCR-Test vorzeigen, der nicht älter als drei Tage ist, wie die zuständige Behörde für Zivilluftfahrt am Montag in Athen mitteilte. Die Regelung gilt auch für Besucher aus den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Serbien. Für Gäste aus Israel ist sie bereits seit März in Kraft. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Wetter beeinflusst Besuche auf Restaurantterassen

Der erste Tag mit wiedereröffneten Restaurant-Terrassen hat sich unterschiedlich angelassen. Während sie in Bellinzona am Montagmorgen bereits gut belegt waren, nutzten in Winterthur angesichts der Kälte nur wenige Hartgesottene diese neue Freiheit.

Auf der Piazza Collegiata in Bellinzona waren kurz vor 9 Uhr sieben Tische besetzt. Das vorwiegend ältere Publikum bestellte Kaffee und Cornetti. In einer Seitengasse warb ein kleines Restaurant mit einem Schild: «Pizza no stop». Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Im Corona-Jahr 2020 arbeitet über ein Drittel von zuhause aus

Über ein Drittel der Beschäftigten haben 2020 als Folge der Covid-19-Pandemie zumindest teilweise von zuhause aus gearbeitet. Spitzenwerte gab es im zweiten und vierten Quartal. Wer im Homeoffice sass, hing stark von der Branche ab. Am meisten von zuhause aus arbeitete die Branche Information und Kommunikation.

Über ein Drittel der Schweizer Bevölkerung war 2020 wegen der Corona-Pandemie im Homeoffice. (Bild: Keystone)

Dort sassen über das ganze Jahr gesehen 76,3 Prozent der Beschäftigten im Heimbüro, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Seine Erhebung basiert auf Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebungen (Sake) 2019 und 2020.

Auftragsbestand der deutschen Industrie wächst erneut

Die deutsche Industrie hat ihren Auftragsbestand im Februar bereits den neunten Monat in Folge erhöht. Er wuchs um 1,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Ein grösseres Plus hat es bislang noch nicht gegeben. Dabei nahmen die offenen Aufträge aus dem Inland mit 1,9 Prozent besonders stark zu, während die aus dem Ausland um 1,1 Prozent gesteigert wurden. Im Vergleich zum Februar 2020 – dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen in Deutschland – ist der Bestand inzwischen saison- und kalenderbereinigt um 6,9 Prozent höher.

Wieder quarantänefreies Reisen zwischen Neuseeland und Australien

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie sind wieder quarantänefreie Reisen zwischen Neuseeland und Australien möglich. Der erste Flug bediente am Montag die Route zwischen der australischen Metropole Sydney und dem neuseeländischen Auckland. Während Neuseeländer schon seit Oktober ohne Quarantänepflicht nach Australien reisen konnten, mussten sie bislang bei der Rückreise nach Neuseeland zwei Wochen in Isolation.

Australiens Premierminister Scott Morrison und Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinda Ardern bezeichneten das bilaterale Abkommen in einer gemeinsamen Mitteilung als «weltweit einzigartig» und «Win-win-Situation» für beide Länder. Im neuseeländischen Queenstown auf der Südinsel war die Freude so gross, dass die ersten Passagiere aus Australien mit Musik und einem gratis Bungee-Sprung von der örtlichen Kawarau-Brücke begrüsst wurden.

Japans Aussenhandel zieht im März deutlich an

Japans Aussenhandel hat im März dank steigender Exporte nach China, Europa und den USA das stärkste Wachstum seit mehr als drei Jahren verzeichnet. Im abgelaufenen Monat stiegen die Exporte im Jahresvergleich um 16,1 Prozent, wie Daten des japanischen Finanzministeriums (MOF) am Montag zeigten.

Ökonomen hatten in einer Reuters-Befragung mit einer Zunahme um 11,6 Prozent gerechnet. «Der beeindruckende Jahreswert ist auf Basiseffekte durch die Exportschwäche im März 2020 zurückzuführen», sagte Tom Learmouth, Ökonom bei Capital Economics. Die Erholung der Exporte habe sich im ersten Quartal deutlich verlangsamt und es sei unwahrscheinlich, dass die Auslandsnachfrage dem Wachstum in diesem Jahr viel Rückenwind verleihen werde.

Im Vormonat mussten die Exporte der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt noch einen Einbruch von 4,5 Prozent einstecken.

Quarantänefreie Zone verleiht Qantas und Air New Zealand Flügel

Mit der Öffnung der quarantänefreien Reisezone zwischen Australien und Neuseeland stocken die führenden Airlines der beiden Länder ihre Flugpläne wieder auf. «Zum ersten Mal seit 400 Tagen können Menschen ohne Quarantäne reisen, und wir haben die Hin- und Rückflüge nach Neuseeland um 16 pro Tag erhöht – und sie sind alle ausgebucht», sagte Qantas-Chef Alan Joyce dem staatlichen Sender ABC.

Die Flüge zwischen Australien und Neuseeland sind nach er Öffnung der quarantänefreien Zone ausgebucht. (Bild: Keystone)

Die australische Fluglinie mit dem Känguru im Logo werde die Strecke auf etwa 200 Verbindungen pro Woche weiter ausbauen. Air New Zealand erklärte, das Unternehmen habe die Anzahl der Flüge bereits auf 30 vervierfacht, die Auslastung liege bei 97 Prozent. im Vorort Brooklyn Center.

Neue BAG-Risikoliste gilt ab Montag

Keine Frühlingsferien in der Türkei ohne nachfolgende Quarantäne: Das BAG hat die beliebte Destination neu auf die Liste der Risikoländer gesetzt. Alles dazu lesen Sie hier.

Am Montag lockert die Schweiz die Corona-Massnahmen
 

Bundesrat gibt dem Druck nach: Restaurantterrassen dürfen ab Montag wieder öffnen. (Bild: Keystone)

Der Montag bringt der Schweizer Bevölkerung ein Stück persönliche Freiheit zurück: Mit dem zweiten grossen Öffnungsschritt des Bundesrates dürfen etwa Restaurant-Terrassen, Kinos, Theater oder Sportstadien unter strikten Vorgaben wieder öffnen. Wieder zugänglich sind auch die Innenbereiche von Zoos, Botanischen Gärten und anderen Freizeitzentren. Studierende dürfen Vorlesungen an den Hochschulen wieder physisch besuchen. Mehr als 50 Personen dürfen beim Präsenzunterricht allerdings nicht im gleichen Hörsaal sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Jeder zweite Erwachsene in den USA mit mindestens einer Dosis geimpft

Vier Monate nach der ersten Coronavirus-Impfung in den USA haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als die Hälfte aller Erwachsenen dort mindestens eine Impfdosis erhalten. 50,4 Prozent der Erwachsenen – rund 130 Millionen Menschen – wurde bis Sonntag mindestens eine Dosis verabreicht, wie aus CDC-Statistiken hervorging. Vollständig geimpft ist demnach bereits fast jeder dritte Erwachsene. In der besonders gefährdeten Altersgruppe ab 65 Jahren haben 81 Prozent eine erste Dosis erhalten, rund zwei Drittel sind vollständig geimpft.

Vier Monate nach der ersten Coronavirus-Impfung in den USA haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als die Hälfte aller Erwachsenen dort mindestens eine Impfdosis erhalten. (Bild: Keystone)

Insgesamt wurden in dem Land mit etwa 330 Millionen Einwohnern bislang fast 210 Millionen Coronavirus-Impfungen verabreicht. Ausgeliefert wurden bislang mehr als 264 Millionen Dosen. Die erste Impfdosis in den USA wurde am 14. Dezember 2020 einer Krankenschwester in New York gespritzt.

Der grösste Teil der Impfungen in den USA erfolgt mit den Wirkstoffen der US-Konzerne Moderna und Pfizer mit seinem deutschen Partner Biontech. Impfungen mit dem Wirkstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson sind derzeit ausgesetzt, nachdem in den USA sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst wurden. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur eine Dosis für einen weitgehenden Impfschutz notwendig, bei den beiden anderen Mitteln sind es zwei Dosen.

EU-Corona-Hilfen: Rom will Pläne pünktlich in Brüssel abliefern

Die italienische Regierung will ihren nationalen Plan zum Einsatz von über 200 Milliarden Euro an EU-Corona-Hilfen pünktlich zum 30. April in Brüssel einreichen. Das bestätigten Regierungsquellen in Rom am Sonntag. Zuvor hatte es Spekulationen über eine mögliche Verzögerung gegeben. Schon am 8. April hatte Italiens Ministerpräsident Mario Draghi bei einer Pressekonferenz versichert, dass seine Regierung das Konzept zum 30. April abliefern werde.

Italien steuert Richtung Öffnung - Debatte über Corona-Pass

In Italien sind wegen verbesserter Corona-Zahlen von Montag an nur noch drei Regionen als Rote Zonen ausgewiesen. Das süditalienische Kampanien mit der Hafenstadt Neapel dagegen wechselt nach einem Erlass von Gesundheitsminister Roberto Speranza zum Wochenstart in die mittlere Risikozone («Orange»). Rote Zonen mit strengen Virus-Sperren bleiben Apulien, Sardinien und das Aosta-Tal.

Viele Menschen in dem 60-Millionen-Einwohner-Land freuen sich schon jetzt auf die folgende Woche ab 26. April: Die Regierung von Premier Mario Draghi hat dann Öffnungsschritte wie den Start der Aussengastronomie in bestimmten Regionen angekündigt. Vorgesehen ist ein Stufenplan mit Lockerungen von April bis Juli. Allerdings stritten Politiker am Wochenende über den Fortbestand der nächtlichen Ausgangsverbote. Mehr dazu hier.

Corona-Todesfälle im Gazastreifen auf Höchstwert

Die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle im Gazastreifen hat am Sonntag einen Höchstwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem Palästinensergebiet direkt am Mittelmeer 23 neue Tote registriert. Insgesamt starben in dem Küstenstreifen, der von der islamistischen Hamas beherrscht wird, nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits 761 Menschen nach einer Corona-Infektion.

Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen auf engem Raum, unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Die Pandemie bringt das Gesundheitssystem an seine Grenzen. Bis Donnerstag erhielten erst etwa 33’000 Einwohner eine Impfung. Etwa die Hälfte davon ist vollständig geimpft – 0,8 Prozent der Bevölkerung. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Zehntausende Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik gespendet.

Am 22. Mai ist in den Palästinensergebieten die erste Parlamentswahl seit 15 Jahren geplant.

Ungarn öffnet Grundschulen und Kindergärten trotz hoher Zahlen

Trotz einer hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen öffnen an diesem Montag in Ungarn Kindergärten und Grundschulen wieder. Angesichts jüngster Bedenken vieler Eltern, Ärzte und Lehrer hat die Regierung ihre Entscheidung abgeschwächt: Eltern steht es frei zu entscheiden, ob sie ihre Kinder in Betreuung oder Unterricht schicken. Mit aktuell 363 Neu-Infektionen pro 100’000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen ist Ungarn europaweit besonders hart von der Pandemie betroffen.

Ministerpräsident Viktor Orban hatte am Freitag selbst Zweifel geäussert, ob die Öffnung von Schulen in die Zeit passe. Er berief sich jedoch auf eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WH0). Regierungskritische Medien äusserten Zweifel, dass es eine solche Empfehlung gibt. In der Umfrage eines Elternverbands waren 76,3 Prozent von 85’000 befragten Eltern gegen die Öffnung. Auch Ärztekammer sowie Gewerkschaften von Lehrern und Ärzten lehnen sie ab. Mehr dazu hier.

BAG kontert Kritik an Impfstoff-Engpass - Schaffhauser protestieren

Der Bund und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind für ihr Corona-Impf-Management scharf kritisiert worden. Grund war ein kurzfristig mitgeteilter Lieferengpass für den Impfstoff von Moderna. BAG-Direktorin Anne Lévy konterte die Kritik vor allem aus dem Kanton Bern und stemmte sich gegen das Argument, die Impf-Logistik wäre in privater Hand besser aufgehoben.

«Der Kanton Bern fordert den Bund auf, sich personell neu zu orientieren und die Verantwortung für das Lieferungs- und Impfprogramm Fachleuten aus der Wirtschaft zu übertragen, um einen professionellen Ablauf sicher zu stellen», hiess es wörtlich in einer Mitteilung der Berner Gesundheitsdirektion vom Samstag.

Frankreich verhängt für mehrere Länder Pflichtquarantäne

Frankreich verschärft wegen der Corona-Pandemie die Einreise aus Brasilien, Chile, Argentinien und Südafrika. Angesichts der Besorgnis über Covid-19-Varianten soll ab dem 24. April eine zehntägige Pflichtquarantäne für Einreisende aus diesen Ländern gelten. Die Massnahme trifft auch für Flugreisende aus dem französischen Überseedepartement Guyana zu.

Frankreich will bis dahin ein System schaffen, das die Überprüfung des Aufenthaltsortes und die entsprechenden Quarantäneanforderungen erlaubt. Des Weiteren muss ein negativer PCR-Test nachgewiesen werden, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

Corona-Pandemie verlagert Rassismus in den privaten Raum

Corona-Pandemie und Lockdowns haben rassistische Vorfälle in den privaten Raum und in die Nachbarschaft verschoben. Dennoch bleibt der Arbeitsplatz der häufigste Ort von Diskriminierung. 572 Fälle stellten Schweizer Beratungsstellen im vergangenen Jahr fest.

Fremdenfeindlichkeit war das häufigste Motiv, gefolgt von Rassismus gegen Schwarze und Muslimfeindlichkeit, wie ein Bericht der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) und des Beratungsnetzes für Rassismusopfer humanrights.ch dokumentiert. Im Vordergrund standen auch rassistische Vorfälle im öffentlichen Raum, bei Kontakten mit der Verwaltung und der Polizei sowie im Internet. Mehr dazu hier.

Die Opfer berichten über Beleidigungen, abschätziges und respektloses Verhalten von Seiten der Teamkolleginnen und -kollegen oder Ungleichbehandlung durch Vorgesetzte. (Symboldbild: Keystone)
Moderna lieferte lediglich ein Fünftel der angekündigten Impfdosen

Der Impfstoffhersteller Moderna hat der Schweiz am Samstag lediglich rund ein Fünftel der angekündigten Impfdosen geliefert. Die restlichen 280’000 Dosen sollen in der kommenden Woche geliefert werden, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Moderna habe kurzfristig mitgeteilt, dass die Anzahl Dosen der Lieferung vom Samstag reduziert werde und lediglich rund 70’000 Dosen in der Schweiz eintreffen würden, hiess es beim BAG auf Anfrage. Das BAG bemühe sich mit den Kantonen um Lösungen, damit keine Impftermine verschoben werden müssten. Mehr dazu hier.

Mehrheit für Privilegien für Geimpfte

Mehr als die Hälfte der Befragten haben sich im April in einer Comparis-Umfrage für eine Sonderbehandlung für Personen mit einem Nachweis eines Covid-free-Passes ausgesprochen. Im vergangenen November hatten dies noch 59 Prozent der Befragten abgelehnt.

Mehr dazu hier.

Maskenpflicht im Freien in Israel aufgehoben

Gut ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Maskenpflicht im Freien in Israel aufgehoben worden. Auf den Strassen waren am Sonntagmorgen bereits viele Menschen ohne Mundschutz unterwegs. In Innenräumen, die öffentlich genutzt werden, gilt die Pflicht weiterhin. Experten gehen aber davon aus, dass sie angesichts der stark gesunkenen Infektionszahlen in einem Monat ebenfalls aufgehoben werden kann.

Erstmals seit einem Jahr wurden auch viele Schulen wieder vollständig geöffnet. Die Kinder und Jugendlichen lernen wieder in Klassenverbänden statt in kleinen Gruppen. In den Klassenräumen gilt allerdings weiterhin Maskenpflicht.

Vier Monate nach Beginn der Corona-Impfkampagne werden in dem kleinen Mittelmeerland immer weniger Neuinfektionen registriert. Die Zahl der schwer kranken Corona-Patienten ist auf etwa 200 gefallen. Ende Januar gab es davon in Israel noch etwa 1200.

Menschen in Buenos Aires protestieren gegen striktere Massnahmen

In Buenos Aires sind am Samstag zahlreiche Menschen gegen die neuen Corona-Massnahmen der Regierung auf die Strasse gegangen. Bei mehreren Demonstrationen protestierten die Menschen unter anderem gegen die angekündigte 15-tägige Schliessung von Schulen.

Die neuen Massnahmen gelten für die Hauptstadt mitsamt ihrer Aussenbezirke, wo insgesamt rund 15 Millionen Menschen leben. Zu den Einschränkungen zählt auch eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 20:00 und 6:00 Uhr bis zum 30. April.

In Buenos Aires sind die Intensivstationen der Krankenhäuser derzeit zu fast 75 Prozent belegt. Argentinien verzeichnete am Samstag 19’119 neue Corona-Fälle und 80 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie verzeichnet das Land mehr als 2,6 Millionen Infektionen und 59’164 Todesfälle.

Ackermann: «Andere Stimmen hatten mehr Gewicht am Mittwoch»

Beim Öffnungsentscheid des Bundesrates vom vergangenen Mittwoch hätten andere Stimmen mehr Gewicht gehabt. Das Vertrauen in die wissenschaftliche Taskforce habe die Landesregierung aber nicht verloren, schätzt deren Präsident Martin Ackermann.

Viele der letztlich politischen Entscheidungen in diesem Jahr hätten auf wissenschaftlichen Einschätzungen basiert, sagte Ackermann am Samstagabend in der Sendung «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF. Dass der Bundesrat zum Beispiel im März länger zugewartet habe mit den Lockerungen habe ein klare wissenschaftliche Basis gehabt.

Martin Ackermann. (Bild: Keystone)

Letzte Woche sei dies anders gewesen: «Beim Entscheid am Mittwoch hatten andere Stimmen mehr Gewicht.» Die Taskforce sei vorgängig nicht einmal über diese Öffnungsszenarien informiert worden und sie habe sich vorgängig auch nicht dazu äussern können.

Von einem gestörten Verhältnis und fehlendem Vertrauen wollte Ackermann trotzdem nicht reden. Es gebe sicher Reibungen und Spannungen in einer so grossen Krise. Er gehe aber davon aus, dass die Perspektive der Taskforce vom Bundesrat weiterhin berücksichtigt werde bei seinen Entscheiden. Insgesamt seien Politik und Wissenschaft einander näher gerückt und würden einen intensiveren Austausch pflegen als früher.

Brasilianische Gouverneure bitten UN in Corona-Krise um Hilfe

Angesichts einer ausser Kontrolle geratenen Corona-Pandemie haben Gouverneure brasilianischer Bundesstaaten «humanitäre Hilfe» bei den Vereinten Nationen angefragt. Sie ersuchten im Videogespräch mit der stellvertretenden UN-Generalsekretärin Amina Mohammed Hilfe beim Kauf von Impfstoffen und Intubationsmedikamenten, wie das Nachrichtenportal «G1» am Freitagabend (Ortszeit) berichtete.

«In elf Bundesstaaten fehlen Krankenhaus-Patienten Schmerz- und Beruhigungsmittel sowie Sauerstoff», sagte demnach der Gouverneur des Bundesstaates Piauí, Wellington Dias von der Arbeiterpartei (PT).

Brasilien ist einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Die Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» sprach angesichts des fehlenden politischen Willens der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro, auf die Gesundheitskrise zu reagieren, von einer «humanitären Katastrophe». 13’832’455 Millionen Menschen haben sich nach Daten des Gesundheitsministeriums im grössten Land in Lateinamerika mit dem Coronavirus infiziert, 368’749 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Schaffhauser Polizei: «Gegen Unvernunft gibt es keine Mittel»

Fast 1’000 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am Samstagnachmittag in der Schaffhauser Fussgängerzone zu einer Demonstration versammelt. Bewilligt war die Kundgebung nicht. Die Polizei schritt dennoch nicht ein.

Die Schaffhauser Polizei war zwar mit einem Grossaufgebot vor Ort. Sie hielt sich aber zurück, weil die Demonstration friedlich verlief. «Auch wir bleiben ruhig. Gegen Unvernunft gibt es keine Mittel», begründete die Polizei ihr Vorgehen auf Twitter.

Während rund drei Stunden standen die knapp 1’000 Massnahmen-Gegner auf dem Fronwagplatz und beschallten die Fussgängerzone mit Kuhglocken und Trillerpfeifen. Treichler zogen durch die Gassen. Eine Maske trug aus Prinzip niemand.

Katar will nur geimpfte Fans in die Stadien lassen

WM-Gastgeber Katar will im kommenden Jahr nach Möglichkeit nur gegen das Coronavirus geimpfte Fans in die Stadien lassen.

«Wir verhandeln und sprechen mit Impfstoff-Anbietern darüber, wie wir sicherstellen können, dass jeder WM-Besucher geimpft ist», sagte Katars Aussenminister Mohammed bin Abdelrahman al-Thani. Es würden Programme entwickelt, um allen Teilnehmern Impfungen anzubieten. «Wir werden hoffentlich in der Lage sein, die WM als Covid-freie Veranstaltung auszurichten.»

In dem reichen Emirat am Golf leben rund 2,7 Millionen Menschen, davon etwa 300’000 Einheimische. In Katar wurden bisher rund 195’000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

WM-Gastgeber Katar will nur geimpfte Personen in die Stadien lassen. (Bild: Keystone/AP Photo/Qatar’s Supreme Committee for Delivery & Legacy)
Knapp 1'000 Gegner der Corona-Massnahmen an Demo in Schaffhausen

Fast 1’000 Gegner der Corona-Massnahmen haben sich am Samstagnachmittag in der Schaffhauser Fussgängerzone zu einer Demonstration versammelt. Bewilligt war die Kundgebung nicht. Die Polizei schritt dennoch nicht ein.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort, hielt sich aber zurück und verzichtete darauf, den Fronwagplatz zu räumen. Mit Kuhglocken und Trillerpfeifen beschallten die Demonstranten die Innenstadt, Treichler zogen durch die Gassen. Eine Maske trug aus Prinzip niemand. Der Anlass blieb friedlich.

Die Stadt Schaffhausen hatte ursprünglich eine Bewilligung für die Demonstration erteilt. Am Donnerstag zog sie diese jedoch zurück, weil nicht ausgeschlossen werden könne, dass es zu Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung komme.

Der Stadtrat befürchtete zudem, dass die Auflagen des Bundes – insbesondere die Maskenpflicht – nicht eingehalten würden, wie es bei Demonstrationen in Altorf (UR) und Liestal (BL) der Fall war. Massnahmen-Gegner riefen daraufhin in Sozialen Medien dazu auf, trotz entzogener Bewilligung nach Schaffhausen zu reisen.

Neue Proteste in Sarajevo wegen Mangels an Impfstoff gegen Corona

In der bosnischen Hauptstadt Sarajevo ist es erneut zu Strassenprotesten wegen der schleppenden Beschaffung von Impfstoff gegen das Coronavirus gekommen. Am Samstag blockierten Autofahrer mit ihren Fahrzeugen den Bahnhofsplatz in Sarajevo. Zahlreiche Demonstranten marschierten danach vor das bosnische Parlament, wie das Nachrichtenportal «klix.ba» berichtete. Sie prangerten zudem eine mangelhafte Versorgung der an Covid-19 Erkrankten an und forderten den Rücktritt der bosnischen Gesamtregierung sowie der Regierung der Föderation BiH, des bosniakisch-kroatischen Landesteils.

In Bosnien wird wenig geimpft. Die Vakzine, die zur Verfügung stehen, stammen aus internationalen Spenden oder dem internationalen Impfstoff-Programm Covax.

Zugleich ist das Balkanland fest im Griff der Pandemie. Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 lag bei 641 pro 100’000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. In den vergangenen 24 Stunden starben in dem Land mit 3,5 Millionen Einwohnern 86 Menschen an den Folgen einer Infektion.

US-Forscher: Bereits mehr als drei Millionen Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit bereits mehr als drei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Samstag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit stieg die Zahl der global bekannten Corona-Todesfälle innerhalb von rund drei Monaten von zwei auf drei Millionen an. Weltweit gab es bislang mehr als 140 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus, wie Daten der Universität zeigten. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Die Webseite der Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder zeitweise nach unten korrigiert. Der WHO zufolge gab es bis Samstag 2,98 Millionen bestätigte Todesfälle und knapp 139 Millionen bekannte Infektionen.

Kanton Bern schiesst gegen das BAG

Der Kanton Bern kritisiert den Bund scharf und zeigt sich enttäuscht vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Grund dafür ist ein kurzfristig mitgeteilter Lieferengpass für den Corona-Impfstoff von Moderna.

Die Verantwortung solle der Bund deshalb Fachleuten aus der Wirtschaft übertragen. «Der Kanton Bern fordert den Bund auf, sich personell neu zu orientieren und die Verantwortung für das Lieferungs- und Impfprogramm Fachleuten aus der Wirtschaft zu übertragen, um einen professionellen Ablauf sicher zu stellen», heisst es wörtlich in einer Mitteilung der Berner Gesundheitsdirektion vom Samstag.

Der Berner Gesundheitsdirektor Pierre-Alain Schnegg ist sauer auf das BAG, weil eine Impfstofflieferung von Hersteller Moderna zu spät eintrifft. (Bild: Keystone)

Der Bund habe am Freitagabend den Kantonen mitgeteilt, dass die angekündigte umfangreiche Lieferung an Moderna-Impfstoff nur in sehr geringem Umfang eingetroffen sei. Und diese Mitteilung erfolge nur einen Tag, nachdem an einem Treffen von Bundesrat Alain Berset, dem BAG und allen kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren von Bundesseite mit Nachdruck verlangt worden sei, die zweite Dosis nicht mehr zur Reserve an Lager zu behalten.

Dennoch werde der Kanton Bern in der kommenden Woche alle geplanten Impftermine einhalten können, hiess es weiter. Weitergeführt werde auch der Ausbau der Impfinfrastruktur und der Impfkapazitäten, gleichzeitig aber werde die Terminplanung ab dem 26. April an die neuen Gegebenheiten angepasst.

Die Lieferengpässe beim Moderna-Impfstoff wurden am Samstag von Roman Häring vom Informationsdienst des Krisenstabs des Kantons Basel-Landschaft auf Anfrage bestätigt. Der Kanton analysiere derzeit, was dies für Auswirkungen auf die zu vergebenden Impftermine haben werde. Es sei nicht bekannt, ob die ganze oder nur ein Teil der Lieferung von Moderna ausfallen werde.

Polizei Illegale Party in Zürcher Lokal auf

Die Stadtpolizei Zürich musste in der Nacht auf Samstag an die Langstrasse ausrücken, weil dort angeblich eine illegale Party stattfand. Von einem Passanten kam der Hinweis an die Polizei, dass in einem Lokal gefeiert werde. Die Polizei stiess bei der Kontrolle auf rund 40 feiernde Gäste.

Die Party sei aufgelöst und die Teilnehmenden wegen des Verstosses gegen die Covid-19-Verordnung gebüsst worden, teilte die Zürcher Stadtpolizei am Samstag mit. Die zwei Organisatoren würden verzeigt

Illegale Party an der Langstrasse: Die Stadtpolizei Zürich erwischte rund 40 Personen in einem Lokal beim Feiern. (Symbolbild: Keystone)
Im Iran drängeln sich Funktionäre bei Corona-Impfung vor

Bei den Corona-Impfungen in der südwestiranischen Stadt Abadan haben sich einige Funktionäre der Stadtverwaltung vorgedrängelt. Sie bekamen die eigentlich für Mitarbeiter der Müllabfuhr gedachten Vakzine. Gesundheitsminister Said Namaki reagierte empört und forderte laut Medienberichten am Samstag sofortige Entlassungen und rechtliche Schritte gegen alle in den Skandal verwickelte Funktionäre.

Sozial Schwache sterben in Deutschland häufiger an Covid-19

In sozial benachteiligten Regionen Deutschlands ist die Zahl der Todesfälle in der zweiten Coronawelle um 50 bis 70 Prozent höher gewesen als in wohlhabenderen Regionen.Dies geht aus zwei Studien des Robert-Koch-Instituts hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland laut einem Vorabbericht vorliegen. Auch das Infektionsrisiko ist demnach ungleich verteilt.

Im Januar lag der Inzidenzwert in stark sozial benachteiligten Regionen bei der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen bei rund 190. Bei den sozial und finanziell bessergestellten Senioren im gleichen Alter lag die Inzidenz dagegen nur bei etwas mehr als 100.

Bei Corona-Impfung vorgedrängelt: Ämtersperre für Perus Ex-Präsident

Wegen seiner Verwicklung in einen Impfskandal darf der frühere peruanische Präsident Martín Vizcarra für zehn Jahre keine öffentlichen Ämter bekleiden. Weil er sich Ende vergangenen Jahres ausser der Reihe mit dem Vakzin des chinesischen Herstellers Sinopharm gegen das Coronavirus hatte impfen lassen, verhängte der Kongress des südamerikanischen Landes am Freitag die Ämtersperre gegen den ehemaligen Staatschef (2018-2020). Damit kann der 58-Jährige auch sein Parlamentsmandat nicht wahrnehmen, das er bei der Wahl am vergangenen Sonntag errungen hatte. Vizcarra war noch während seiner Amtszeit als Präsident geimpft worden.

Vizcarra liess sich im vergangenen Jahr heimlich gegen COVID-19 impfen. (Bild: Keystone)
Kanadische Provinz Ontario verschärft Corona-Massnahmen

Angesichts eines sprunghaften Anstiegs der Corona-Fälle haben die Behörden der kanadischen Provinz Ontario die Corona-Regeln verschärft.

«Das Tempo unserer Impfkampagne hat nicht mit der Verbreitung der neuen Covid-Varianten Schritt gehalten», sagte Ontarios Regierungschef Doug Ford vor Journalisten. Zu den strikteren Massnahmen zählt demnach ein Verbot von nicht notwendigen Reisen innerhalb der Provinz.

Ford verlängerte den derzeit geltenden Lockdown um zwei Wochen bis zum 19. Mai. Die Bürger dürfen ihre Wohnungen nur noch verlassen, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen.Die Grenzen zu den Nachbarprovinzen Quebec und Manitoba werden ab Montag für nicht notwendige Reisen geschlossen.

Wegen Corona: Kein gemeinsames Essen von Biden und Suga

Wegen der Corona-Pandemie gelten auch beim ersten Besuch eines ausländischen Regierungschefs im Weissen Haus von US-Präsident Joe Biden besonders Regeln: So werde es beispielsweise entgegen der Gepflogenheiten kein gemeinsames Essen von Biden und dem japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga bei dessen Visite am Freitag geben, sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki.

Bei den Treffen werde zwischen Delegationsmitgliedern Abstand eingehalten. Auch die Zahl der Reporter bei der abschliessenden Pressekonferenz werde beschränkt werden. Es handele sich also nicht um ein bilaterales Treffen wie zu früheren Zeiten. «Wir freuen uns darauf, an vielen Fronten zur Normalität zurückzukehren, aber sicherlich auch an dieser», sagte Psaki.

Lage im Gesundheitswesen im Kanton Aargau weiter angespannt

Die Lage im Aargauer Gesundheitsweisen ist wegen der Corona-Pandemie weiter angespannt. In den Spitälern sterben derzeit vor allem Personen im Alter unter 75 Jahren.

Insgesamt seien die Todesfallzahlen seit Mitte März leicht angestiegen, wie das Gesundheitsdepartement des Kantons Aargau am Freitag mitteilte. Es seien aber genügend Kapazitäten vorhanden – sowohl in den normalen Abteilungen wie auch in den Intensivpflegestationen.

Der kantonsärztliche Dienst des Kantons verzeichnet seit dem 23. Februar 2021 einen Anstieg der Fallzahlen mit zwischenzeitlichen Phasen der Stagnation, wie er in der Mitteilung schreibt. Seit rund einer Woche bestehe zudem ein erneuter Anstieg der Fallzahlen um 20 bis 30 Prozent gegenüber der Vorwoche. Die Anzahl der Personen, die auf einer normalen Abteilung in Spitalpflege gebracht werde, habe sich stabilisiert.

Über 90 Prozent der Infektionen seien auf eine Coronavirus-Mutation zurückzuführen, schreibt der Kanton. Bis Ende März 2021 seien im Kanton bei insgesamt 3’145 Personen eine mutierte Virusvariante bestätigt worden. Seit Anfang April werde aber nicht mehr routinemässig auf Mutationen getestet.

Anfangs Mai will der Kanton das repetitive Testen in Schulen und Betrieben schrittweise einführen. In einer ersten Testphase haben 13 Institutionen, davon 5 Pflegeheime und 6 Schulen, teilgenommen. Diese werden gemäss Mitteilung weiterhin testen.

US-Impfkampagne: schon mehr als 200 Millionen Dosen verabreicht

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in den USA Mitte Dezember sind bereits mehr als 200 Millionen Impfungen verabreicht worden. Rund 49 Prozent aller Erwachsenen bekamen bislang mindestens eine Impfdosis, 31 Prozent sind bereits voll geimpft, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC am Freitag zeigten. Insgesamt wurden demnach bislang 202,3 Millionen Dosen verspritzt.

In den USA wurden bisher mehr als 200 Millionen Impfungen verabreicht. (Bild: Keystone)

In den USA ist neben den Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen je zwei Dosen gespritzt werden, auch der Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen, der bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet. Den CDC-Daten zufolge bekamen bislang knapp 127 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis, 80 Millionen Menschen sind bereits vollständig geimpft.

Im Schnitt werden in den USA derzeit täglich gut 3 Millionen Menschen geimpft. Präsident Joe Biden hat versprochen, bis Ende Mai genug Impfstoff für alle rund 260 Millionen Erwachsenen in den USA zu haben.

Weiterhin zwei Dosen: Kanton Aargau passt Impfstrategie nicht an

Der Kanton Aargau hält an seiner bisherigen Impfstrategie fest und verabreicht allen impfwilligen Personen zwei Impfdosen, selbst wenn sie zu einem früheren Zeitpunkt an Covid-19 erkrankt waren. Das teilt das Departement Gesundheit und Soziales am Freitag mit.

Eine entsprechende Empfehlung des BAG sei sorgfältig geprüft worden. Es gebe aber keinen zwingenden Grund, auf die Zweitimpfung zu verzichten. Zudem seien zahlreiche Fragen bei einer allfälligen Umsetzung und Dokumentation eines solchen Vorgehens ungeklärt. Ein Verzicht auf Zweitimpfungen zugunsten einer schnelleren Impfung der restlichen Bevölkerung sei aus Sicht des Kantons Aargau nicht zielführend.

Erotikbetriebe im Aargau machen am Montag wieder auf

Der Kanton Aargau öffnet kommenden Montag die Erotikbetriebe wieder. Dazu wurde die Allgemeinverfügung vom 18. Dezember 2020 über die Schliessung von Erotik- und Sexbetrieben aufgehoben und nicht verlängert.

Aufgrund verschiedener Lockerungsmassnahmen, die vom Bundesrat ausgehen und der schwierigen Situation der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter erachte der Kantonsärztliche Dienst diese Entscheidung als gerechtfertigt. Die Öffnung laufe unter strikter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen. Das Gastronomieangebot in Innenräumen sowie das Betreiben von Wellnesseinrichtungen am Standort von Erotikunternehmungen seien jedoch weiterhin nicht gestattet.

Kanada ab sofort auf der BAG-Risikoländer-Liste für Corona

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat Kanada neu auf die Liste der Corona-Risikoländer gesetzt. Der Grund: die Virus-Variante P1 ist dort weit verbreitet und könnte den Schutz der Impfung oder einer früheren Covid-19-Infektion verringern.

Das nordamerikanische Land ist darum ab sofort auf der Risikoliste: ab Freitag 18.00 Uhr.

Weitere Länder sind ab kommendem Montag neu auf der BAG-Risikoländer-Liste, wie zum Beispiel Armenien. Aber auch in den Nachbarländern der Schweiz kommen neue Bundesländer oder Regionen ab Montag dazu: Sachsen in Deutschland, die Bretagne und Nouvelle-Aquitaine in Frankreich und Apulien in Italien.

Bildungskommission für mehr Hilfe für Jugendliche in Pandemie

Jugendliche und junge Erwachsene sollen besser vor den Auswirkungen der Corona-Krise geschützt und ihre Zukunftsaussichten verbessert werden. Dies hat die Bildungskommission des Nationalrats in zwei Briefen an den Bundesrat sowie in einem Vorstoss gefordert.

Die Coronavirus-Pandemie und die Massnahmen des Bundesrates würden sich stark auf das Bildungssystem und den Alltag der Jugendlichen und jungen Erwachsenen auswirken, erklärte die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) in einer Mitteilung, die die Parlamentsdienste am Freitag verschickten. Die Kommission äusserte sich insbesondere besorgt über die finanzielle Situation und die psychische Gesundheit der Studierenden.

Die Bildungskommission verlangt vom Bund mehr Hilfe für Jugendliche in der Corona-Pandemie. (Symbolbild: Unsplash)

Die Kommission will vom Bundesrat einen Bericht über die Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen verlangen. Sie formulierte dazu ein entsprechendes Postulat mit 14 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen.

Zudem beschloss die Kommission zwei Briefe an den Bundesrat. Im einen verlangt sie, dass die Landesregierung Jugendliche mit einem Beirat in die Krisenbewältigung einbeziehen soll. Die Regierung müsse ein besonderes Augenmerk auf die Eingliederung von Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern in den Arbeitsmarkt richten und Privilegien für Geimpfte erst einführen, wenn auch die Jugendlichen Zugang zu Impfungen hätten, hiess es.

Im zweiten Brief forderte die WBK-N die Instrumente zur Unterstützung von Jungen mit Lernschwierigkeiten, mit Problemen bei der Lehrstellensuche oder mit Schwierigkeiten in der Ausbildung zu stärken. Die Kommission empfahl auch eine Anpassung der begleitenden Massnahmen für Junge, deren Ausbildung zu Ende geht und die auf Stellensuche sind.

EMA legt Dienstag Gutachten zu Impfstoff von Johnson & Johnson vor

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will am Dienstag ihren Bericht über mögliche Hirnvenen-Thrombosen durch den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson vorlegen. Das kündigte sie am Freitag in Amsterdam an.

Nachdem in den USA nach rund sieben Millionen Impfungen sechs Fälle von Blutgerinnseln bekannt geworden waren, waren Impfungen mit diesem Präparat in mehreren Ländern vorläufig ausgesetzt worden. Die Experten des Sicherheitsausschusses der EMA prüfen diese Fälle seit der vergangenen Woche in einem beschleunigten Verfahren.

Die EMA hatte aber betont, dass der Impfstoff des US-Herstellers uneingeschränkt eingesetzt werden könne. Die «Vorzüge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern», seien höher zu bewerten als die Risiken der Nebenwirkungen. Auch beim Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca kommt es in sehr seltenen Fällen zu Hirnvenenthrombosen.

In der EU ist der Impfstoff zwar zugelassen, eine erste Lieferung war aber erst in dieser Woche angekommen. Nach Bekanntwerden der Thrombose-Fälle in den USA hatte der Hersteller auch dazu geraten, den Impfstoff bis zur Klärung der Vorfälle nicht zu nutzen.

Tunesien kippt Quarantäne-Pflicht für Pauschalurlauber

Tunesien lockert trotz steigender Corona-Zahlen die Einreisebeschränkungen für Pauschalurlauber. Von Montag an gilt für Touristen von organisierten Reisen keine Quarantäne mehr, wie das Fremdenverkehrsamt des Landes am Freitag mitteilte. Sie müssen aber weiterhin einen negativen Corona-PCR-Test vorlegen, der bei Abreise nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Mehr dazu hier.

Für Touristen von organisierten Reisen entfällt bei der Einreise nach Tunesien die Quarantäne-Pflicht. (Bild: Keystone)
Moderna-Schweiz-Chef stützt «Lonza-Version» von Berset

Der Bund hat mit seinem Verzicht auf eine eigene Impfproduktionsstrasse im Lonza-Werk im Wallis «nichts verpasst». Eine eigene Impfproduktionsstrasse hätte nicht mehr gebracht, «als was die Schweiz jetzt sowieso hat», sagte Dan Staner, Geschäftsführer des Impfstoffherstellers Moderna Schweiz, in einem Zeitungsinterview.

Es habe auch nie entsprechende Gespräche gegeben. Moderna habe der Schweizer Regierung nie angeboten, Anlagen von ihnen zu kaufen. «Wir verkaufen Impfdosen und keine Produktionsstrassen», so Staner in den Tamedia-Medien vom Freitag.

Dan Staner, Vizepräsident und Europachef von Moderna. (Bild: Keystone)

Mit diesen Aussagen stützt er die Aussagen von Gesundheitsminister Alain Berset. Dessen Kontakte mit Lonza in Visp hatten eine Kontroverse über mögliche Investitionen des Bundes in die Impfproduktion ausgelöst. Im Vordergrund stand die Frage, ob der Bundesrat ein Angebot von Lonza für den Kauf einer Impfstoff-Produktion ausgeschlagen habe.

Laut Staner sind finanzielle Investitionen nicht mehr das entscheidende Kriterium, um einen schnelleren Zugang zu Impfstoffen zu sichern. Der Flaschenhals liege mittlerweile anderswo. Es sei vor allem eine Herausforderung, genügend qualifiziertes Personal zu finden. Dafür brauche es spezialisierte Fachkräfte. Allein in der Schweiz habe Moderna 60 Stellen ausgeschrieben.

Luxemburg verlängert Corona-Massnahmen bis 15. Mai

Im Zuge hoher Corona-Infektionszahlen will Luxemburg seine Massnahmen zur Eindämmung bis zum 15. Mai verlängern. Das kündigte Premierminister Xavier Bettel nach einer Sitzung des Regierungsrates am Freitag an.

Es gebe derzeit zwar eine «gewisse Stabilisierung» bei den Zahlen, eine klare Prognose zur weiteren Entwicklung sei aber nicht möglich. Zum 15. Mai solle es dann – falls es die Lage erlaube – eine Perspektive für mehr Erleichterungen geben, kündigte Bettel an.

Damen-Tennis-Turnier in Köln fällt wegen Corona-Krise aus

Wegen der nach wie vor angespannten Corona-Lage in Deutschland ist die Premiere des Damen-Tennis-Turnieres in Köln um ein Jahr auf 2022 verschoben worden. Das teilten die Veranstalter am Freitag mit. Vor allem Zuschauer schienen angesichts der nach wie vor steigenden Corona-Zahlen nicht möglich. «Aus diesen Gründen haben wir uns schweren Herzens entschieden, die ersehnte Premiere der Cologne Open auf 2022 zu verschieben», sagte Turnierdirektor Oliver Mueller. Das Sandplatz-Turnier hätte eigentlich am 15. Mai beginnen sollen. «Ein verkleinertes ‚Alibi-Turnier‘, das den hochwertigen Ansprüchen nicht gerecht wird, sei keine Option», sagte Mueller.

Kanzlerin Merkel mit Astrazeneca geimpft

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) hat ihre erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Sie habe an diesem Freitag den Impfstoff von Astrazeneca bekommen, teilte Merkel über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert per Twitter mit.

«Das Impfen ist der Schlüssel, um die Pandemie zu überwinden», liess Merkel mitteilen. Bereits zwei Wochen zuvor war am 1. April Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) mit dem britisch-schwedischen Vakzin geimpft worden.

Bis zum Freitag hatten in Deutschland knapp 15,4 Millionen Menschen oder 18,5 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten. 5,35 Millionen Personen (6,4 Prozent) waren per Zweitimpfung vollständig geimpft.

Offene Grenzen - Cassis einig mit deutschsprachigen Amtskollegen

Freier Personen- und Warenverkehr trotz Corona-Pandemie. Auf diesen Nenner hat Bundesrat Ignazio Cassis die Gespräche mit seinen deutschsprachigen Amtskollegen und der -kollegin am Freitag in Lugano gebracht. Eingeladen waren aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und Liechtenstein Heiko Maas, Alexander Schallenberg, Jean Asselborn und Dominique Hasler. Lesen Sie hier mehr.

Keine verschärften Corona-Regelungen im Kanton Solothurn

Nach dem jüngsten Öffnungsschritt des Bundesrates verzichtet der Solothurner Regierungsrat auf verschärfte kantonale Corona-Regelungen. Den Entscheid des Bundesrates vom vergangenen Mittwoch nimmt der Regierungsrat zur Kenntnis. Lesen Sie hier mehr.

Restaurants dürfen ihre Terrassen ab Montag wieder öffnen. (Symbolbild: Keystone)
Autor Safran Foer: Menschen lernen zu wenig aus der Pandemie

Der US-Autor Jonathan Safran Foer («Wir sind das Klima!») rechnet nach dem Abklingen der Pandemie mit einer Rückkehr der meisten Menschen zu ihren alten Gewohnheiten – auch zu den schlechten.

In der Arbeitswelt erwartet der 44-Jährige zwar Veränderungen wie etwa dauerhaft weniger Geschäftsreisen. Im Privaten dürfte das anders sein, sagte der Schriftsteller im Interview der italienischen Zeitung «La Repubblica» vom Freitag.

«Ich befürchte, dass Gier, Selbstsucht und die Oberflächlichkeit bei ethischen und ökologischen Problemen nicht verschwinden werden», sagte der Bestsellerautor, der in «Tiere essen» über die Risiken des Fleischkonsums geschrieben hat.

BAG registriert 269'146 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen

Vom 8. April bis 14. April sind in der Schweiz 269’146 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 38’449 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 74 Prozent.

Insgesamt wurden bis Mittwoch 1’966’485 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 732’812 Personen vollständig geimpft, das heisst 8,5 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 500’861 Personen wurden bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 460’765 Impfdosen. Zudem sind noch 121’025 Impfdosen beim Bund gelagert. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

BAG meldet 2205 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 2205 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 4 neue Todesfälle und 85 Spitaleinweisungen. Alle Hintergründe gibt es hier.

(Bild: Keystone)
Hertha Berlin wegen Corona-Quarantäne verschoben

In der 29. Bundesliga-Runde muss erstmals eine Partie wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Das Spiel von Hertha BSC in Mainz kann nicht wie geplant stattfinden, da sich die Berliner in Quarantäne befinden. Einen Ausweichtermin gab die DFL zunächst nicht bekannt. Auch die Partien von Hertha gegen den SC Freiburg am Mittwoch und bei Schalke 04 am 24. April stehen vor der Verlegung.

Angesichts des Berliner Ernstfalls laufen bei der Liga auch wieder die Diskussionen über eine Anfang des Monats erstmals thematisierte, damals aber noch abgelehnte generelle Hotel-Quarantäne für alle Teams zur Sicherung des Saison-Endspurts.

Österreich gedenkt seiner 10'000 Corona-Toten in Trauerfeier

In einer berührenden Trauerfeier hat Österreich seiner inzwischen rund 10’000 Corona-Toten gedacht.

«Vielen, zu vielen von uns ist ein unwiederbringlicher Schatz verloren gegangen», sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Freitag in der Wiener Aula der Wissenschaften. Besonders bedrückend sei, dass einige einsam gestorben seien.

«Sie starben ohne ein letztes Wort des Trostes, ohne eine letzte Berührung seitens ihrer Liebsten. Diese unvollendeten Abschiede tun wohl besonders weh», sagte das Staatsoberhaupt Sebastian Kurz.

Luftverkehrsbranche fordert vom Bundesrat klare Perspektive

Die Luftverkehrsbranche fordert vom Bundesrat eine klare Perspektive nach über einem Jahr Corona-Pandemie und dem Einbruch des weltweiten Reiseverkehrs. Der Luftverkehr sei für die Schweiz von herausragender volkswirtschaftlicher Bedeutung, argumentierten Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite nach einem Aviatik-Gipfel. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Merkel im Bundestag: Dritte Pandemiewelle bremsen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt eindringlich vor einer Überforderung des Gesundheitssystems in der Corona-Pandemie. «Die Lage ist ernst, und zwar sehr ernst», sagte sie am Freitag im Bundestag.

«Es führt kein Weg daran vorbei: Wir müssen die dritte Welle der Pandemie bremsen und den rapiden Anstieg der Infektionen stoppen», sagte sie. «Um das endlich zu schaffen, müssen wir die Kräfte von Bund, Ländern und Kommunen besser bündeln als zuletzt.»

(Bild: Keystone)

«Die Intensivmediziner senden einen Hilferuf nach dem anderen – wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?», fragte Merkel. «Wir dürfen Ärzte und Pfleger nicht alleine lassen. Alleine können sie den Kampf gegen das Virus in dieser dritten Welle auch mit bester medizinischer Kunst und dem aufopferungsvollsten Einsatz nicht gewinnen.»

Der Bundestag debattierte am Freitag erstmals über den vom Kabinett am Dienstag verabschiedeten Entwurf für eine deutschlandweite Corona-Notbremse, für die auch Merkel warb. Sie sieht schärfere Regelungen vor, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt mehr als 100 Neuinfektionen auf 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen kommen.

Corona-Krise drückt 2020 auf Stromproduktion in der Schweiz

Die Corona-Pandemie hat den Stromverbrauch in der Schweiz im Jahr 20202 unter das Niveau des Vorjahres gedrückt. Er lag mit netto 55,7 Milliarden Kilowattstunden (kWh) um 2,6 Prozent tiefer als 2019. Erzeugt wurden netto insgesamt 65,5 Milliarden kWh, die Landeserzeugung sank um 2,7 Prozent.

Den Löwenanteil an die einheimische Stromproduktion liefert nach wie vor die Wasserkraft. Die Werke erzeugten im letzten Jahr 58,1 Prozent der in der Schweiz produzierten elektrischen Energie, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Freitag mitteilte. Insgesamt produzierten die Lauf- und Speicherkraftwerke praktisch gleich viel Strom wie im Vorjahr (+0,1%).

Sommerspiele in Tokio wegen steigender Corona-Zahlen auf der Kippe

In Japan steht die geplante Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele angesichts steigender Corona-Infektionszahlen immer mehr im Zweifel.

Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura sagte am Freitag, die Regierung erwäge, ihre Notfallmassnahmen zur Eindämmung der Pandemie auf weitere Regionen des Landes auszuweiten. Darüber solle noch im Tagesverlauf entschieden werden. Nach Angaben führender Gesundheitsexperten steht Japan vor einer vierten Pandemie-Welle. In der Stadt Osaka etwa stieg die Zahl der Neuinfektionen auf ein Rekordhoch.

Corona-Rekordzahlen in Indien – Sauerstoff und Impfstoffe gehen aus

Indien hat an einem Tag 217’000 Corona-Infektionen und 1185 Todesfälle im Zusammenhang mit der Seuche registriert und damit neue Höchststände erreicht. Das geht aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Freitag hervor.

Gleichzeitig wird aus mehreren Gebieten berichtet, dass Betten auf Intensivstationen und medizinischer Sauerstoff knapp werden. 100 Krankenhäuser sollen nun selbst Sauerstoff herstellen, wie das Ministerium mitteilte.

(Bild: Keystone)

Sogar Corona-Impfstoff wird knapp, obwohl Indien eigentlich selbst Impfstoffe in Massenproduktion herstellt. Nun wolle das Land erstmals Corona-Impfstoff importieren, berichteten indische Medien. Es handle sich dabei um das russische Mittel Sputnik V, das in Indien kürzlich zugelassen worden war.

20 Primarklassen im Oberwallis wegen Corona in Quarantäne

In Naters VS sind 17 Primarschulklassen unter Quarantäne gestellt worden, drei sind bereits seit Mitte März in Quarantäne. 60 Schüler waren am 6. und 7. April positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein bestimmtes Ereignis, das den Ausbruch erklären würde, gibt es nicht.

17 Klassen in Naters befinden sich in Quarantäne. (Bild: Keystone)

Nach der zweiten Welle, die im Oberwallis weniger bedeutend war als im französischsprachigen Wallis, beobachtete das Gesundheitsamt in letzter Zeit eine stärkere Verbreitung des Virus im Oberwallis und insbesondere in Naters.

Drei weitere Klassen sind im Oberwallis in Quarantäne, in Brig, Visp und Bettmeralp. In jeder von ihnen wurden drei Fälle festgestellt. Im französischsprachigen Teil des Wallis stehen derzeit keine Klassenzimmer unter Quarantäne.

Kommunalwahlen TI: Corona-Massnahmen verzögern Auszählung

Im Tessin wird am kommenden Sonntag gewählt. Die Wahlresultate aus den Stadtregierungen und den Stadtparlamenten sind aber erst für Montag beziehungsweise Dienstag angekündigt. Grund für die verzögerte Auszählung sind laut Auskunft der Tessiner Staatskanzlei die Corona-Massnahmen.

Statt den üblichen 200 stünden am Sonntag und den Folgetagen lediglich 100 Personen zum Stimmenzählen im Einsatz, erklärte der Dienstleiter der Staatskanzlei auf Anfrage von Keystone-SDA. Dies sei nötig, da trotz Maskenobligatorium beim Auszählen der Stimmen ein Mindestabstand eingehalten werden müsse.

Zahl der Neuansteckungen nach Ostern gestiegen

Die Zahl gemeldeter Corona-Ansteckungen ist in der Woche vom 5. bis 11. April (Woche 14) um 15 Prozent gestiegen. Dies meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag. Allerdings wurde in der Vorwoche eine Höchstzahl von Tests durchgeführt aufgrund von Ostern. Das erschwert die Einschätzung.

Laut dem neusten Wochenbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG) wurden in der Woche 14 insgesamt 14’157 laborbestätigte Fälle gemeldet, gegenüber 12’308 in der Vorwoche. Das ist ein Anstieg um 15 Prozent. Zurückzuführen ist das auf ein verändertes Testverhalten der Bevölkerung.

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Mehr kritisch kranke Covid-19-Patienten in Intensivpflege

Die Zahl kritisch kranker Covid-19-Patientinnen und -Patientinnen auf den Intensivstationen steigt seit einigen Tagen an. Die Intensivstationen sind durch sie und durch vorübergehend aufgeschobene Operationen stark gefordert. Der künftige Intensivpflegebedarf lässt sich nur schwer abschätzen.

Die Ressourcen der Intensivstationen hängen von der Entwicklung der Covid-19 Pandemie ab, wie die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) am Donnerstag mitteilte. Angesichts unterschiedlichster Variablen sei die Lage nur schwer abzuschätzen.

Die SGI verfolgt ihren Angaben zufolge die Lage und die Auswirkungen der am Mittwoch angekündigten Lockerungen dauernd. Durch den engen Kontakt zu den beteiligten Akteuren sei eine koordinierte Planung gewährleistet.

Zentral seien weiterhin die Schutzmassnahmen und die Tests. So liessen sich die Hospitalisierungen wegen Covid-19 reduzieren. In den Impfungen sieht die SGI einen wichtigen Bestandteil der Epidemiebekämpfung.

Covid-19 erhöht laut Studie Risiko seltener Thrombosen deutlich

Die Gefahr seltener Thrombosen ist einer Studie zufolge bei einer Corona-Infektion deutlich höher als nach einer Impfung gegen das Virus. Covid-19 führe zu einem vielfach höherem Risiko für Sinusvenenthrombosen (SVT) als die aktuellen Impfstoffe, hiess es in einem am Donnerstag veröffentlichten Studie der Universität Oxford.

Das Risiko eines solchen Blutgerinnsels sei nach einer Infektion etwa 100 Mal höher als normal. 30 Prozent der Fälle träten bei Personen unter 30 Jahren auf. Im Vergleich zu den verfügbaren Covid-19-Impfstoffen sei die Gefahr um acht bis zehn Mal höher.

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EU-Kommissionschefin von der Leyen mit Biontech geimpft

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ist am Donnerstag gegen das Coronavirus geimpft worden.

Nach Angaben eines Sprechers war von der Leyen nach den Regeln des EU-Gastlandes Belgien an der Reihe und erhielt den von Belgien gelieferten Impfstoff von Biontech/Pfizer. Es seien inzwischen sieben der 27 Kommissare geimpft, fügte er hinzu. Ein Foto zeigte von der Leyen mit einem Pflaster in EU-Farben auf dem linken Oberarm. 

Impfrekord in Deutschland: Fast 740'000 Dosen an einem Tag

In Deutschland sind am Mittwoch so viele Corona-Impfdosen verabreicht worden wie an keinem Tag zuvor. Laut staatlichem Robert Koch-Institut waren es rund 739’000 Impfungen nach 564’000 am Vortag.

Vor einer Woche waren es schon einmal 725’000 an einem Tag. Durch die Einbeziehung der Hausarztpraxen hatte sich die Zahl der täglichen Impfungen in Deutschland nach Ostern nahezu verdoppelt.

17,8 Prozent der deutschen Bevölkerung haben jetzt mindestens eine Impfung. In Bremen und im Saarland sind es mehr als 20 Prozent – die Marke dürfte Anfang nächster Woche auch deutschlandweit geknackt werden. Spahn hatte zuvor betont, dass die Impffortschritte derzeit nicht gross genug seien, um die dritte Corona-Welle zu brechen.

CureVac plant Zulassungsantrag für Corona-Impfstoff im 2. Quartal

Das deutsche Biotechunternehmen CureVac erwartet Daten zur Wirksamkeit seines Covid-19-Impfstoffs unverändert noch in diesem Quartal. Der Antrag für eine bedingte Marktzulassung für das Mittel bei der Europäischen Union werde ebenfalls im zweiten Jahresviertel angestrebt, teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit.

CureVac wolle sein Covid-19-Impfprogramm zudem ausweiten und drei neue Studien bei bestimmten Populationen voraussichtlich schon bald beginnen. Bis Ende 2021 will das Unternehmen bis zu 300 Millionen Dosen seines Impfstoffs und bis 2022 bis zu eine Milliarde Dosen herstellen.

Im vergangenen Geschäftsjahr setzte CureVac knapp 49 (2019: 17,4) Millionen Euro um, der operative Verlust stieg wegen höherer Forschungskosten um gut zehn Prozent auf fast 110 Millionen Euro.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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