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Fokus Corona vom 14. April 2021.
Basel

Sorgentelefon für Senioren verzeichnet Anstieg an Anrufen

Ältere Menschen leiden besonders unter der Isolation und den Massnahmen. Das spürt auch das Senioren-Sorgentelefon der Pro Senectute.

Isolation und Einsamkeit. Für viele, vor allem ältere Menschen, ist das seit Anfang der Pandemie bittere Realität. Das spürt auch das Sorgentelefon der Pro Senectute. So hat sich die Situation dramatisch entwickelt und die Nachfrage für das Sorgentelefon sei stark gestiegen. So die Beobachtung von Michael Harr, Geschäftsleiter der Pro Senectute beider Basel. Trotzdem sei das Thema Einsamkeit noch immer für viele ein Tabuthema. «Wenn man einsam ist, ist es für die Menschen oft unangenehm. Das ist mit einem Defizit verbunden oder man hat das Gefühl, dass man versagt hat. Wir versuchen aber die Menschen zu animieren, dass sie sich Hilfe holen», sagt Michael Harr im Fokus Corona-Interview.

Das Thema Einsamkeit ist aber nicht erst seit der Pandemie ein Thema bei der Pro Senectute. Es falle jetzt erst einfach mehr auf, meint Michael Harr. «Die Einsamkeit gab es auch vorher schon und war auch da ein wichtiges Thema bei uns. Wir haben es alle einfach jetzt erst richtig wahrgenommen, weil wir es jetzt selbst spüren. Sei es im Homeoffice oder wegen des Lockdowns. Da muss man einfach aufpassen, dass man die Einsamkeit nicht nur auf die Pandemie schiebt. Die hat es nämlich schon vorher gegeben und wird es auch nach der Pandemie geben.»

Direkte Kontakte, Menschenansammlungen und gesellige Anlässe ausser Haus sollten in Zeiten des Lockdowns vermieden werden. Insbesondere ältere Menschen wurden dazu aufgefordert, in ihrem Haushalt zu bleiben und Kontakte zu anderen zu meiden. Wie können wir diese Menschen trotzdem unterstützen? «Man kann die älteren Menschen unterstützen, indem man ihnen bei den neuen Medien und der Digitalisierung hilft. Ausserdem ist es in der Verantwortung von uns allen, die älteren Menschen zu unterstützen. Wir kennen alle ältere Menschen und da können wir auch unsere Hilfe anbieten. Ich denke wir alle, also die ganze Gesellschaft, muss in dieser Situation zusammenhalten.»

Die Nummer des Sorgentelefons von Pro Senectute beider Basel lautet 061 206 44 42 und ist kostenlos.

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