Der tödliche Unfall ereignete sich auf der Kreuzung Luzernerring/Burgfelderstrasse. (Bild: Google Maps)
Basel

Velofahrerin stirbt bei Unfall auf dem Luzernerring

Am Dienstag kam es auf dem Luzernerring zu einem schweren Unfall. Eine Fahrradfahrerin wurde dabei tödlich verletzt.

«Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Velo und einem Lastwagen auf der Kreuzung Luzernerring/Burgfelderstrasse ist die Velofahrerin tödlich verletzt worden», schreibt das Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt auf Twitter. Die Kantonspolizei habe die Kreuzung für die Unfallaufnahme gesperrt. Es sei derzeit mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Der genau Hergang des Unfalls ist noch nicht geklärt. Die Polizei hat einen Zeugenaufruf erlassen. Beim 50-jährigen Chauffeur des Lastwagen wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Blut- und Urintest vorgenommen. Ein Atemalkoholtest durch die Polizei hatte einen Wert von 0,0 mg/l ergeben.

Diese würden auch den Busbetrieb der Linie 36 betreffen, wie die BVB auf Twitter mitteilt. Die Haltestelle «Felix Platter-Spital» ist zurzeit um zirka 50 m nach hinten verschoben und es könne zu Abweichungen im Fahrplan der Linie kommen.

Während der Unfallaufnahme musste die Polizei die Kreuzung teilweise sperren. Im Einsatz stand auch ein Team des Sozialdienstes der Polizei, das Personen auf der Unfallstelle betreute.

13 Kommentare

  1. Ein Team des Sozialdienstes??? Als mein Ehegatte auf der Strasse gestorben ist standen ich und meine Tochter ganz alleine da, unter Schock, nur die Polizei war auf der Unglücksstelle. So traurig!Report

  2. Die Kommentare von Rajurose und DG sind wirklich absolut unpassend. Hier ist eine Frau ums Leben gekommen. Ihre Angehörigen, Freunde, Arbeitskollegen und ihr Sohn trauern und haben einen wunderbaren Menschen verloren.
    Sich in diesem Zusammenhang über Velofahrer zu beschweren, die verantwortungslos fahren, ist einfach mehr als beleidigend und hat überhaupt nichts mit der Person zu tun, die hier ums Leben gekommen ist.
    Abgesehen davon sind es wohl meist immer noch die Autofahrer, die das Gefühl haben, die Strasse gehöre nur ihnen.Report

  3. Die Velofahrerin kommt aus Grenzach und war ein Bekannte von uns. Ich habe sie oft gesehen, wenn sie gemächlich mit ihrem Hollandrad zur Arbeit nach Basel fuhr oder zurückkam. Sie war meist um zwei wieder zuhause bei ihrem Sohn, der in die dritte Klasse geht. Vor ein paar Jahren haben sie ein altes Haus hier gekauft und jahrelang restauriert. Sie hatte sich einen kleinen Gemüsegarten angelegt und sich über jede Erbse gefreut.
    Sie war sicher keine lebensmüde oder leichtsinnige Velo-Chaotin.
    Es ist eine unglaubliche Tragödie für die Familie. In Grenzach sind wir sehr geschockt und traurig und können nur erahnen, was dies für die kleine Familie bedeutet. Der selbständige Vater steht nun allein mit seinem Sohn da.

    Das steht hinter so einer Meldung, die ihr nächste Woche vermutlich vergessen habt.Report

  4. Ich kann den allgemeinen Appell an alle VelofahrerInnen verstehen und gut nachvollziehen. Dennoch finde ich es in diesem Zusammenhang etwas unangebracht, es sei denn, man hat den Unfall mit eigenen Augen gesehen (was ich nicht hoffe). Aber der Verunglückten Missachtung zu unterstellen oder als „Übermensch“ zu definieren, finde ich nicht fair.
    Ich bin kurze Zeit nach dem Unglück an der Stelle vorbeigelaufen und fand – einmal mehr – das Verhalten der Gaffer zum (pardon für den Ausdruck) kotzen. Ich kann nicht verstehen was Menschen dazu bringt, extra stehen zu bleiben und und den Drang zu haben, solche tragischen Situationen mitzuverfolgen. Schämt euch, das ist respektlos!Report

  5. Es ist schon traurig. Aber mal in ernst. Die meisten von uns Velofahren Verhalten sich in Verkehr echt nicht gerade so als wollen sie länger Leben. Händy tippen wärend der Fahrt, freihändig und die Ohren zugestöpsellt, kein Licht oder lichter welche eher Totenlichter als Beleuchtung sind. Neben Lastwagen und Bussen an der Ampel stehen und sich dann wundern wenn eng wird oder gar schief geht. Von rotlichtern und stoppschilder möchte ich hier hast nicht erst schreiben.
    Ich arbeite seit Jahren mit dem Velo in diesem Quartier und noch nie was passiert sich nicht während den stosszeiten (1730-1830 ist schon heftig). Mich wundern die vielen Unfälle nicht. Fahrt defensiv, aufmerksam, und verzichtet auch mal auf den vortritt, da verliert man dann nicht das Leben sondern nur ein paar Sekunden und mir stammen Waden sollte man dies auch wieder aufholen können. Fährt noch wie Rambo, da kann man nur verlieren. Wartet wie Velos vor allem die Bremsen, Licht und Kopf an und dann sollte es eigentlich ganz gut gehen.
    Wünsche allzeit gut Fahrt
    Mein Beileid an die ZurückgelassenenReport

  6. rajurose: das ist genau der Punkt. Die meisten Velofahrer sehen sich als Übermenschen, denen nie etwas geschehen kann, weil sie von unseren (nicht nachvollziehbaren Gesetzen) immer mehr, Verkehrsregelungen, pro Velo, erhalten die sie, wie bei Fussgängern, zu alleinigem Recht im Verkehr, qualifizieren. Vergessen geht dabei, dass es weiterhin Lastwagenfahrer, Autofahrer und Motorradfahrer geben wird, die meist unschuldig, in einen so unnötigen Unfall verwickelt werden und dabei ihr lebenlang leiden !!!Report

  7. RIP Velofahrerin. Aber der Lastwagenführer tut mir auch Leid. Er wird sich sein ganzes Leben besinnen und er hat sicher auch eine FamilieReport

  8. Tragisch, aber bei einer roten Ampel hält man als Radfahrer hinter einem Lastwagen nicht neben einem.
    Es verlängert das Leben automatisch….und ich kann sehen wohin der Lastwagen fährt…Selbstkontrolle kann man lernen.( Man steht stehts deutlich VOR oder hinter aber NIE neben einem Fahrzeug bei rot )
    Was nützt eine Totenwinkelkamera wenn man sie nicht benützt?
    Soll ich mich auf den Chauffeur verlassen ?
    Echt fahrt ihr so Velo?
    Das Heute hätte nicht sein müssen……tragischReport

  9. Wie lange soll es noch dauern, und wieviele Menschen müssen noch so sinnlos ihr Leben auf der Strasse liegen lassen, bis alle Lkw‘s und andere Grossfahrzeuge mit den bekannten sogenannten toten Winkeln per Gesetz dazu gezwungen werden, Rundumkameras anbringen zu müssen, auch Lastwagen aus dem Ausland!? Ist schon ewig ein Thema und immer noch überfällig.Report

  10. Jannis hat absolut recht. Vor allem im letzten Abschnitt. Kurzfristige Lösung: Eine Spur fix sperren und den Velofahrern zur Verfügung stellen. Und den stationären Blitzer nicht vergessen.Report

  11. Ich kann Iannis nur zustimmen. Ich wohne an der Straße und mache alle meine Wege mit dem Velo. Die Straße ist für Velofahrer*innen der blanke Horror. Liebe Verhehrsplaner*innen, fahrt doch mal zu jeder Tageszeit auf dem Luzernerring und benutzt auch die Fussgängerstreifen immer wieder und auch den Kreisel, gerne auch wenn große Lastwagen oder Busse unterwegs sind, versucht unbeschwert neben dem Tunneleingang auf dem Veloweg zu fahren, wenn ein Bus oder ein Laster neben Euch fährt und dann fahrt auf den Kreisel. Spannend, gell? Man kann es überleben oder auch nicht. Lasst Euch was einfallen. Jeder Unfall ist einer zuviel und es sind so schon so Einige passiert, seit ich hier wohne….es reicht!Report

  12. Ich wohne genau in dem Quartier und werde jedes zweite Mal fast überfahren am Luzernerring. An dieser unglaublich stark befahrenen Strasse is folgendes Abwesend:

    – In den letzten 10 Jahren habe ich noch NIE eine Radarkontrolle gesehen, die meisten Fahren viel zu schnell. Ein fixer Blitzer würde dies bremsen.
    – Die Vollidioten von der Verkehrsplanung haben nicht daran gedacht bei der Sanierung (ist nur einige Jahre her) die krass befahrene Strasse fahrradfreundlich zu planen, diese Inkompetenz sollte bestraft werden. Der Fahrradstreifen fängt erst weit unter der Bushaltestellen an, mann müsste klar definierte Fahrradwege auf über die Kreuzung haben, denn dort fahren alle wie Affen.

    Wo leben wir eigentlich verdammt nochmal? Muss wirklich jemand zuerst überfahren werden, bis so eine völlige fahrlässige Verkehrsplanung überdenkt wird? Ich vermeide die Strasse manchmal und wenn man so Angst hat dort Fahrrad zu fahren, dann stimmt etwas nicht. Die Blechbüchsen gehören langfristig aus der Stadt verbannt.Report

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