Die Schweiz qualifiziert sich für die K.o.-Spiele. (Bild: Keystone)
Schweiz

Schweizer Curler in den K.o.-Spielen der WM

Die Schweizer Curler erreichen an der WM in Calgary das wichtigste Ziel. Sie sichern der Schweiz einen direkten Olympia-Quotenplatz.

Die Schweizer Curler um Skip Peter De Cruz erreichen an der WM in Calgary das wichtigste Ziel. Sie qualifizieren sich für die K.o.-Spiele der besten sechs Teams und sichern der Schweiz einen direkten Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2022 in Peking.

Nach einem 9:4-Sieg gegen Aussenseiter China schliessen Valentin Tanner, Peter De Cruz, Sven Michel und Benoît Schwarz die Round Robin der WM mit der Bilanz von 8:5 Siegen ab. Sie stehen jetzt in den Viertelfinals und haben alle Möglichkeiten, in ihrer vierten WM-Teilnahme zum vierten Mal eine Medaille zu gewinnen. 2014, 2017 und 2019 wurden sie jeweils Dritte.

Um weiterzukommen, benötigten die Olympia-Dritten des CC Genf zuletzt auch Glück. Denn sie konnten nur bei einem Sieg Schottlands gegen Norwegen in die Viertelfinals gelangen. Die Schotten leisteten diese notwendige Schützenhilfe.

Die Totomat-Entscheidung war dramatisch. Die Schotten gerieten gegen die Norweger immer weiter in Rückstand. Nach sieben Ends stand es 2:5. Im 8. End jedoch glückte den Europameistern um Skip Bruce Mouat ein Viererhaus, das die komplette Wende einleitete. Man könnte sagen, dass die Schweizer drei Ends vor dem Kofferpacken standen. In den K.o.-Spielen beginnt aber alles bei null.

Für die Norweger um den noch wenig erfahrenen Skip Steffen Walstad ist das Ausscheiden so bitter, wie es für die Schweizer gewesen wäre. Nach acht Runden lagen sie mit sieben Siegen allein an der Spitze. Aber sie verloren die letzten fünf Spiele allesamt und liessen sich vor der Ziellinie abfangen.

Für die Schweizer hat die Round Robin einen eigenartigen Verlauf genommen. Besser hätten sie nicht starten können: Sie gewannen die ersten vier Partien und schlugen dabei auch die obersten Titelanwärter Schweden und Kanada. Nach der ersten Niederlage gerieten die Genfer in eine Baisse. Von sechs Spielen in Folge gewannen sie nur eines, und die Quoten an gelungenen Versuchen wurden zunehmend schwächer. Am Schluss dieser Phase verloren sie nach einer klaren Führung gegen Aussenseiter Dänemark. Jetzt konnten sie nur noch auf Siege in den letzten drei Spielen gegen die Niederlande, Südkorea und China zählen – und auf fremde Hilfe. Genau bei diesen drei Siegen kehrten die Genfer zu der Stärke zurück, die sie zu Beginn des WM-Turniers ausgespielt hatten. Dass die Leistungskurve nach oben zeigt, darf die Schweizer vor den Viertelfinals zuversichtlich stimmen. Der Gegner im Viertelfinal wurde erst in der Nacht auf Samstag Schweizer Zeit ermittelt.

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