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Der Telebasel Glam Beitrag vom 9. April 2021.
Basel

Künstler Dorian Sari stellt aus: Von Plastikpistolen bis Babypanzer

Das Kunstmuseum Basel zeigt zurzeit die Einzelausstellung Post-Truth von Dorian Sari. Der Künstler erzählt im Glam, was es mit seiner Kunst auf sich hat.

Der Manor Kunstpreis gilt als einer der wichtigsten Förderpreise des zeitgenössischen Kunstschaffens in der Schweiz. Er wird von einer Fachjury jährlich in sechs Schweizer Städten verliehen. Das Kunstmuseum Basel zeigt nun den Basler Gewinner Dorian Sari und bietet ihm eine Einzelausstellung. «Dorian Sari ist ein junger Künstler der ein Anliegen hat und das sehr laut und intensiv vertritt. Diese künstlerische Haltung, finde ich in dieser Zeit sehr wichtig. Das was er jetzt hier in der Ausstellung zeigt, ist durchaus eine Reaktion auf die schwierige Zeit die wir jetzt hatten», so Kurator Philipp Selzer im Interview.

Dorian Sari hat die Ausstellung «Post-Truth» zusammen mit den Kuratoren Sarah Wiesendanger und Philipp Selzer konzipiert. Bereits am Anfang der Ausstellung dringen verzweifelte Rufe aus einem Fernseher. Darauf zu sehen ist das Werk «Ayayay», der Künstler trägt eine Lederjacke und hinter ihm, am Rücken, klebt eine schwarze Pistole. «Diese schwarze Pistole ist eine Plastikpistole. Die Person im Video weiss aber nicht, dass die Pistole ungefährlich ist und spürt nur den Druck. Das Symbolisiert den Druck der Gesellschaft den wir alle haben, wir müssen gut sein, reich, schön und so weiter»,  so Dorian Sari im Interview.

Eine Pistole am Rücken, als Zeichen für den Druck, den viele Menschen spüren. Dorian Sari trifft damit den Nerv der Zeit. Spürt denn auch der Künstler selber diesen Druck? «Ja klar! Ich denke das haben wir alle! Wir müssen alle früh aufstehen um zur Arbeit zu gehen, wir müssen heiraten, wir müssen schön sein. Wir alle müssen so viel und wissen oft nicht, was gut und was schlecht für uns ist, weil wir nicht für uns entscheiden sondern für andere Menschen. Wir leben nicht um zu leben sondern um zu besitzen, damit wir das dann den Menschen zeigen können. Ausserdem bedeutet die Pistole am Rücken noch, die Angst die wir spüren, richtig zu leben.»  

Die Ausstellung Post-Truth ist noch bis am 24. Mai im Kunstmuseum Basel zu sehen.

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