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Schweiz

Nationalratskommission: Bundesrat soll konkreten Öffnungsplan vorlegen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Mögliche EU-Zulassung von Sputnik V: EMA-Experten in Moskau

Im Zuge der Prüfung für eine EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V haben Experten der Europäischen Arzneimittelagentur EMA Moskau besucht. Sie hätten in der russischen Hauptstadt bereits zwei Kliniken besichtigt, in denen Patienten während der wichtigen Phase III der klinischen Studien betreut worden seien, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Montag, 12. April, unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

Die EMA hatte Anfang März ein Prüfverfahren für Sputnik V im Zuge einer sogenannten Rolling Review begonnen. Dabei werden Testergebnisse bereits geprüft, auch wenn noch nicht alle Daten vorliegen und noch kein Zulassungsantrag gestellt wurde. Sputnik ist nach Angaben aus Moskau bereits in 59 Ländern registriert. Auch Deutschland führt Gespräche über mögliche Lieferungen des Vakzins.

Lockdown im Osten Österreichs wird verlängert

Im Osten Österreichs wird der Corona-Lockdown um weitere zwei Wochen verlängert. Die Landeschefin von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, begründete dies am Montagabend mit einer kritischen Lage in Krankenhäusern und speziell auf Intensivstationen. Die Einschränkungen in Niederösterreich und in der Hauptstadt Wien sollen nun bis zum 2. Mai gelten. Das Bundesland Burgenland will am Mittwoch entscheiden, ob es den Lockdown über den 18. April hinaus fortsetzt.

Die drei Bundesländer im Osten sind die einzigen Regionen in Österreich, die vor allem wegen der britischen Virus-Variante mit der Schliessung des Handels und der Dienstleister auf die Corona-Situation reagierten. In den anderen sechs Bundesländern ist die Lage teils deutlich entspannter. Generell ist die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner innerhalb einer Woche – in Österreich deutlich gefallen. Am Montag, 12. April 2021, lag sie aber immer noch bei 207.

Russland beschränkt Flugverkehr mit Türkei

Russland will für anderthalb Monate den Luftverkehr mit der Türkei stark einschränken. Die neuen Regelungen sollen von Donnerstag, 15. April, an gelten, wie Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa am Montag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge ankündigte.

Offiziell begründet wird der Schritt mit der gestiegenen Zahl von Corona-Fällen in der Türkei. Dort gab es zuletzt täglich mehr als 50’000 Neuinfektionen – bei ähnlich vielen Einwohnern wie in Deutschland, wo am Montag.12. April, 13’245 neue Fälle gemeldet wurden.

Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa sagte, 80 Prozent der ins Land gebrachten Corona-Fälle stammten von Menschen, die vorher in der Türkei gewesen seien. Das Land ist auch für Russen ein beliebtes Urlaubsziel.

Die Staatsagentur Ria Nowosti meldete, dass sich aktuell schätzungsweise noch 30’000 Russen in der Türkei aufhielten. Russland hatte relativ früh in der Pandemie den Luftverkehr mit der Türkei wieder aufgenommen. Nach offiziellen Zahlen aus Ankara wurden allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres etwa 176’500 Besucher aus Russland gezählt. Das war die grösste Gruppe ausländischer Gäste.

Muslime beginnen Ramadan: Corona-Auflagen in vielen Ländern

Für Muslime weltweit hat der Fastenmonat Ramadan begonnen – wegen der Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge mit Einschränkungen. Die meisten arabischen Staaten und auch viele Islamverbände in Deutschland riefen den Dienstag, 13. April, als ersten Fastentag aus.

Der islamische Kalender richtet sich nach dem Mond. Der Beginn des Ramadan kann deswegen variieren. In manchen Ländern fängt er erst am Mittwoch an. Gläubige Muslime verzichten einen Monat lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Insgesamt leben weltweit rund 1,9 Milliarden Muslime.

Erneute Busse für Breel Embolo

Breel Embolo wird wegen Verstössen gegen Corona-Bestimmungen an einer illegalen Party auch von der Stadt Essen belangt. Der Schweizer Internationale muss 8’400 Euro Busse bezahlen.

Soll im Winter an einer illegalen Party gefeiert haben: Breel Embolo. (Bild: Keystone)

«Der Bescheid umfasst insgesamt drei Verstösse, darunter die Teilnahme an einer Veranstaltung und den Verstoss gegen die Maskenpflicht», berichtete Stadtsprecherin Silke Lenz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bulgarien lockert Corona-Beschränkungen

In Bulgarien darf die Gastronomie seit Montag, 12. April, Innenbereiche wieder öffnen, die zur Bekämpfung einer dritten Corona-Welle vor drei Wochen geschlossen wurden. Allerdings darf in Restaurants und Cafés sicherheitshalber nur die Hälfte der Plätze besetzt werden. Ausserhalb werden Kunden schon seit Anfang April wieder bedient. Zudem sind auch grosse Supermärkte nun wieder geöffnet.

Wegen der dritten Corona-Welle war in Bulgarien am 22. März ein Teil-Lockdown verhängt worden. In dieser Woche sollen stufenweise mehrere Einschränkungen aufgehoben werden. Einkaufszentren sollen am Donnerstag, 15. April, wieder öffnen.

Das EU-Land verzeichnete zum 8. April mit 635 Neuansteckungen pro 100’000 Menschen binnen zwei Wochen einen Rückgang bei den Corona-Neufällen. Zum 1. April hatte die 14-Tage-Inzidenz noch bei 732 gelegen. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Sofia.

Nationalratskommission fordert vom Bundesrat konkreten Öffnungsplan

Die Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK-N) fordert den Bundesrat auf, an seiner Sitzung vom kommenden Mittwoch, 14. April 2021, einen detaillierten Öffnungsplan vorzulegen. Die Betreiberinnen und Betreiber geschlossener Betriebe sollten so eine Perspektive erhalten.

Die WAK-N verlangt vom Bundesrat einen konkreten Öffnungsplan. (Bild: Keystone)

Das sagte WAK-N-Präsident Christian Lüscher (FDP/GE) am Montag an einem kurzfristig angesetzten Point de Presse im Bundeshaus in Bern. «Es braucht nun einen verbindlichen Kalender für Lockerungen, damit Restaurants, Kulturbetriebe und Fitnesscenter wieder planen können.»

Es sei dringend, dass der Bundesrat den Betrieben wieder Perspektiven biete, so Lüscher. Die aktuelle Situation sei für die Betroffenen nicht mehr haltbar. Alles zum Thema lesen Sie hier.

US-Behörde: Impfkampagne erreicht nicht genügend Latinos und Schwarze

Die Corona-Impfkampagne in den USA kommt bislang nur unzureichend bei den Minderheiten der Schwarzen und Latinos an. Rund 18 Prozent der Bevölkerung gelten als Latinos oder hispanischen Ursprungs – sie machen unter den Geimpften aber nur 10,7 Prozent aus, wie die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am 12. April in Washington erklärte.

Latinos und Afroamerikaner stellen demnach rund 12 Prozent der Bevölkerung – aber nur 8,4 Prozent derer, die bislang mindestens eine Impfung erhielten. «Das müssen wir besser machen», forderte Walensky bei einem Briefing des Weissen Hauses.

Angehörige der Minderheiten waren von der Pandemie in den USA bislang deutlich stärker betroffen als die weisse Bevölkerungsmehrheit. Trotzdem legen Umfragen nahe, dass es bei Schwarzen und Latinos eine deutlich höhere Skepsis bezüglich Impfungen gibt. Die Regierung bemüht sich, die Impfbereitschaft in diesen Bevölkerungsgruppen nun durch mehrere Initiativen zu erhöhen.

Swiss Olympic fordert vom Bundesrat Lockerungen für den Sport

«Bei allem Respekt für die schwierige Situation erwarten wir vom Bundesrat, dass er möglich macht, was möglich ist», so Swiss Olympic-Präsident Jürg Stahl. (Bild: Keystone)

Lockerungen im Trainingsbetrieb und Wettkämpfe im Breitensport fordert Swiss Olympic vom Bundesrat. Der Sport in der Schweiz brauche möglichst rasch eine Perspektive, begründete der Dachverband des Schweizer Sports und das Nationale Olympische Komitee der Schweiz seine Erwartungen an den Bundesrat in einem Schreiben vom Montag.

Nachdem sich der Bundesrat vor vier Wochen gegen eine Lockerung der Massnahmen entschieden habe, habe Swiss Olympic die Landesregierung an den Wert des Sports für die Gesellschaft auf gesundheitlicher und auch psychischer Ebene erinnert.

Nun, Mitte April, sei es aus Sicht von Swiss Olympic noch dringlicher, dass der Bundesrat die Voraussetzungen der Bevölkerung für das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden deutlich verbessere, indem er Lockerungen für den Sport beschliesse. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bussen wegen Covid-Verstössen an Gegendemo in Bern

Das überparteiliche Komitee gegen die «Ehe für alle» hat am Montag nach eigenen Angaben 59’176 beglaubigte Unterschriften für das Referendum gegen die Gesetzesrevision eingereicht. Damit wird voraussichtlich über die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare abgestimmt.

Die Übergabe der Unterschriften an die Bundeskanzlei wurde begleitet von einer Gegendemonstration der Anhänger der Gesetzesrevision «Ehe für alle» auf der Bundesterrasse in Bern.

Die Berner Kantonspolizei zeigte 49 Personen an wegen Verletzung der Covid-19-Verordnung, wie sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Diese Personen wurden anschliessend weggewiesen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

(Video: Keystone-SDA)

Architekturbiennale in Venedig soll trotz Corona im Mai starten

Die 17. Internationale Architekturbiennale in Venedig wird trotz der Corona-Pandemie am 22. Mai für das Publikum öffnen. Das teilten die Veranstalter in der norditalienischen Lagunenstadt am Montag mit.

Die Präsentation von Bau-Entwürfen und Konzepten zur Gestaltung von Städten unter dem Motto «How will we live together?» (Wie wollen wir zusammenleben?) soll bis zum 21. November laufen. Die Präsentation war 2020 wegen des Corona-Ausbruchs um ein Jahr verschoben worden. Nun sollen zahlreiche Massnahmen zum Gesundheitsschutz ergriffen werden, wie es hiess.

Kuratiert wird die Biennale vom libanesisch-amerikanischen Architekten Hashim Sarkis. Eingeladen zur Ausstellung wurden den Angaben zufolge 114 Teilnehmer aus 46 Ländern. Dabei werde die Zahl der Beiträge aus Afrika, Lateinamerika und Asien steigen. Ausserdem sollen 63 Länderpavillons zu sehen sein, wobei Aserbaidschan, Grenada, Irak und Usbekistan neu dabei sein werden.

WHO: Kampf gegen Coronavirus ist an einem kritischen Punkt

Im Kampf gegen das Coronavirus ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein kritischer Punkt erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle sei zum siebten Mal in Folge auch in der vergangenen Woche deutlich angestiegen, warnte die WHO am Montag in Genf. «Die Kurve der Pandemie wächst gerade exponentiell», sagte WHO-Expertin Maria Van Kerkhove. Vergangene Woche seien 4,4 Millionen Neuinfektionen gemeldet worden, vor einem Jahr seien es um diese Zeit etwa 500’000 Fälle gewesen. Die Lieferung und Verabreichung von Impfstoffen laufe zwar, aber das reiche zumindest aktuell nicht aus.

Hände waschen, Ansammlungen vermeiden, Masken tragen und Räume lüften sind laut WHO erprobte Massnahmen, die auch jetzt helfen. Wenn Neuinfektionen zurückgingen, mache das auch das Auftreten von Virus-Varianten unwahrscheinlicher. Stand jetzt gelte aber: «Die Pandemie ist weit davon entfernt, vorüber zu sein», warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus

Vergabe der Lehrstellen im Rahmen der Vorjahre

Rund 36’500 Lehrverträge sind bis Ende März landesweit unterzeichnet worden. Das sind nach Angaben des Staatssekretariats für Bildung und Forschung (SBFI) 9’000 mehr als im Februar. Die Zahl liege im Rahmen der Vorjahre.

Das SBFI beruft sich bei diesen Angaben auf Trendmeldungen aus den Kantonen, wie es am Montag schrieb. Damit suchende Jugendliche leichter offene Lehrstellen finden, ergriffen die Kantone und Branchenverbände Massnahmen. Insbesondere soll das Matching zwischen Angebot und Nachfrage verbessert werden.

Der Bund hat ausserdem den Förderschwerpunkt «Lehrstellen Covid 19» eingerichtet. Seither erhielt das SBFI rund 80 Gesuche aus allen Landesteilen für Projekte. Darunter sind Online-Lehrstellenbörsen, virtuelle Ausbildungsmessen sowie Coachings und Praktika.

Covid-19-Gesetz: Das Wichtigste in Kürze

Am 13. Juni entscheidet die Stimmbevölkerung über das Covid-19-Gesetz. Eine Übersicht mit den wichtigsten Fakten gibt es hier.

Keine Bewilligung für Corona-Kundgebung in Wettingen AG

Der Gemeinderat von Wettingen AG hat der für die vom Aktionsbündnis Aargau-Zürich für eine vernünftige Corona-Politik am 8. Mai geplante Kundgebung keine Bewilligung erteilt.

Die jüngsten Ereignisse mit Kundgebungen in verschiedenen Schweizer Ortschaften hätten gezeigt, wie ab einer gewissen Anzahl von Kundgebungsteilnehmenden die Maskentragpflicht nicht mehr durchgesetzt werden könne, teilte der Gemeinderat Wettingen am Montag mit.

Unter anderem wegen der unbewilligten Kundgebung in Altdorf, bei der vieler Teilnehmende keine Maske trugen, erteilt Wettingen AG keine Bewilligung für einen Massnahmenprotest vom 8. Mai. (Bild: Keystone)

Massnahmen müssen konsequent eingehalten werden

Für den Gemeinderat Wettingen sei zentral, dass es aufgrund der anhaltend angespannten epidemiologischen Lage wichtiger denn je sei, dass die Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie konsequent eingehalten würden.

Das Aktionsbündnis Aargau-Zürich hatte das Gesuch für die Kundgebung mit rund 8000 Teilnehmenden nach eigenen Angaben am 1. April eingereicht. Die Gruppierung machte keine Angaben dazu, wo die Kundgebung geplant ist. Sie reichte auch ein Gesuch in der Kantonshauptstadt Aarau ein, wie Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker der Aargauer Zeitung bestätigte. Ein Entscheid steht noch aus.

Thailand mit Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen

Einen Tag vor Beginn des traditionellen Neujahrsfests Songkran hat Thailand am Montag die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden wurden 985 neue Fälle gemeldet, die fast alle lokal übertragen wurden, wie die Behörden mitteilten.

Am schwersten betroffen seien Chiang Mai im Norden und die Hauptstadt Bangkok, berichtete die Zeitung «Bangkok Post». Bei den meisten Fällen soll es sich um die britische Variante des Virus handeln, die als deutlich ansteckender gilt.

Bislang war das südostasiatische Land mit seinen 70 Millionen Einwohnern vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen: Insgesamt wurden 33 600 Fälle vermeldet, 97 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19.

Die Regierung befürchtet nun, dass sich das Virus durch das Songkran-Fest, das von Dienstag bis Donnerstag dauert, weiter ausbreitet. Während des grössten Volksfestes des Jahres kehren viele Thais in ihre Heimatstädte zurück und feiern das neue Jahr im Kreise ihrer Familien. Die ausgelassenen Wasserschlachten, die ein Markenzeichen der Feierlichkeiten sind, wurden allerdings verboten.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Behörden angekündigt, in Bangkok und 40 weiteren Provinzen alle Unterhaltungslokale für zwei Wochen zu schliessen. Betroffen sind Bars, Pubs, Clubs und Karaoke-Lokale. Die meisten neuen Infektionsfälle sollen mit Nachtlokalen in Verbindung stehen.

Schweizer Städteverband fordert Öffnung der Restaurantterrassen

Der Schweizerische Städteverband hat in einem Schreiben an den Bundesrat die Öffnung der Terrassen von Gastrobetrieben gefordert. Unter strengen Auflagen und mit wirkungsvollen Schutzkonzepten sei es vertretbar, auch die Möglichkeit zu schaffen, Aussenbereiche der Restaurants zu öffnen.

Dies teilte der Städteverband am Montag in einer Medienmitteilung mit. Mit strengen Schutzkonzepten, über welche die Restaurants aus früheren Phasen der Coronavirus-Pandemie verfügten, werde der Kampf gegen das Virus nicht negativ beeinflusst, hiess es zur Begründung. Die Auflagen sorgten für einen geordneten Konsum und gute Kontrollmöglichkeiten, schrieb der Verband weiter.

Für die Bevölkerung würde damit nach langen Einschränkungen eine neue Umgebung geschaffen. Die zunehmend gedrückte Stimmung im Land würde sich mit der Massnahme verbessern. Ausserdem böte sich mit der Öffnung der Aussenterrassen für die gebeutelte Gastronomie eine gewisse Perspektive. Und auch das achtlose Wegwerfen von Müll in die Umwelt bei Take-Away-Angeboten könnte damit damit zumindest teilweise eingedämmt werden, erklärte der Städteverband zu den Hauptgründen für sein Anliegen an den Bundesrat.

Über 50 mutmassliche Betrugsfälle rund um Covid-19-Kredite

Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat über 50 Akten zu mutmasslichen Betrugsfällen bei der Vergabe von Covid-19-Krediten eröffnet. Die Deliktsumme beläuft sich auf rund zehn Millionen Franken, wie die Tessiner Kantonspolizei am Montag mitteilte.

Ausserdem seien 30 Hinweise auf mutmasslichen Betrug bei der Beantragung von Kurzarbeit eingegangen, heisst es im Communiqué der Polizei. Insgesamt stünden mehr als 90 Personen im Verdacht, bei der Vergabe von Covid-19-Krediten und Kurzarbeitsanträgen einen Betrug vorgenommen zu haben.

Der grösste Teil der Anzeigen sei von Banken eingegangen, schreibt die Tessiner Kantonspolizei weiter. Die Deliktsummen der einzelnen Fälle bewegten sich zwischen einigen tausend und eineinhalb Millionen Franken.

Neues Netzwerk für Long-Covid im Aufbau

In Zürich ist ein Netzwerk für Personen mit Covid-19-Langzeitbeschwerden ins Leben gerufen worden. Der Name ist Altea und die Plattform strebt eine Verbesserung der Situation von Personen an, die unter dem sogenannten Long-Covid-Problem leiden.

Betroffene von Long-Covid sollen auf Altea künftig Informationen zu Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten erhalten, teilten die Initiatoren Lunge Zürich am Montag weiter mit. Es stehe auch ein Verzeichnis spezialisierter Kliniken, Ärzte und Therapieangeboten zur Verfügung, hiess es. Ab Freitag wird laut dem Communiqué auch ein neuer Internetauftritt lanciert.

Derzeit fehlten bezüglich Long-Covid anerkannte Diagnosen, Therapien sowie eine rechtliche Absicherung. Daher wolle das Long-Covid-Netzwerk mit seinen Angeboten gewisse Abhilfe schaffen. Altea solle als Drehscheibe für medizinische und wissenschaftliche, aber auch gesellschaftliche, politische und rechtliche Fragen rund um Long-Covid dienen, führte die Organisation zu den Zielen der Plattform weiter aus. Die Initiatoren beabsichtigen, schweizweit alle involvierten Akteure zu vernetzen. Obendrein sollen auch internationale Kontakte gepflegt werden.

Uri ergreift weitere Massnahmen gegen Coronapandemie

In dem vom Coronavirus besonders stark geplagten Kanton Uri werden die Massnahmen gegen die Pandemie ausgedehnt: An den Schulen wird mehr getestet, der Skibetrieb wird vorzeitig beendet und am Kantonsspital werden nicht dringliche Operationen verschoben.

Dies teilte der Urner Regierungsrat am Montag mit. Er habe diverse mögliche Verschärfungen in seiner Zuständigkeit geprüft. Mit diesen drei Massnahmen beschreite er einen Mittelweg zwischen epidemiologisch angezeigten und von der Bevölkerung akzeptierten Massnahmen.

Die epidemiologische Lage im Kanton Uri sei nach wie vor durch hohe Fallzahlen geprägt, teilte der Regierungsrat weiter mit. Die Entwicklung der Fallzahlen und die Belegung der Intensivstation seien besorgniserregend. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

BAG meldet 5'583 Neuinfektionen und 16 Todesfälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 5583 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 146 Spitaleinweisungen.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 6,1 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner 300,38 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,14. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 65,5 Prozent. 22,2 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

1’697’339 Impfdosen verabreicht

Insgesamt wurden bis vorgestern Abend 2’207’825 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 1’697’339 Dosen verabreicht. 645’055 Personen sind bereits vollständig geimpft.

In den vergangenen 72 Stunden wurden dem BAG 72’975 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 6’412’371 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 623’126 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

Von den mutierten Varianten des Coronavirus sind in der Schweiz bisher 41’819 Fälle entdeckt worden. 16’464 betrafen die britische Variante (B.1.1.7), 245 die südafrikanische (B.1.351) sowie 13 die brasilianische (P.1). 25097 Fälle konnten keiner Variante eindeutig zugewiesen werden.

26’003 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 9820.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich laut Angaben des BAG 14’789 Menschen in Isolation und 24’281 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befanden sich 3130 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren.

Johnson & Johnson startet mit Lieferung von Corona-Impfstoff in EU

Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson können nun auch in der Europäischen Union starten. Der Hersteller beginne am Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, bestätigte die EU-Kommission in Brüssel. Sie erwartet bis Ende Juni bis zu 55 Millionen Dosen des Impfstoffs.

Die Besonderheit: Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal. Deshalb setzen mehrere Staaten grosse Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird. Die belgische Impf-Taskforce bestätigte der Nachrichtenagentur Belga, dass bereits für Montag 36’000 Impfdosen von Johnson & Johnson in Belgien erwartet würden.

Der von der Unternehmenstochter Janssen in den Niederlanden entwickelte Impfstoff ist der vierte, der in der EU zugelassen wurde und verwendet werden kann. In den USA wird er schon länger eingesetzt. Vorige Woche hatte die EU-Arzneimittelagentur EMA mitgeteilt, dass sie Fälle von Thrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson prüfe. Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die Behörde betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei.

Kambodscha droht nicht auffindbaren Corona-Kranken mit Haft

Kambodschaner, die positiv auf das Coronavirus getestet werden und sich den Behörden entziehen, riskieren in dem südostasiatischen Land zwischen einem und fünf Jahren Haft. Dies kündigte die Regierung am Montag an, nachdem Dutzende Menschen mit positivem Testergebnis nicht mehr auffindbar sind.

Wer an Covid-19 erkrankt, sich nicht behandeln lässt und das Virus weiter verbreitet, riskiert den Angaben zufolge sogar bis zu zehn Jahre Haft.

(Bild: Keystone)

Die Regierung verhängte auch eine Impfpflicht für Beamte und Mitglieder der Streitkräfte. Vorausgegangen war ein Anstieg der Infektionszahlen. Bis dahin war Kambodscha vergleichsweise sehr glimpflich durch die Krise gekommen.

Das Land mit 16,5 Millionen Einwohner hat in den vergangenen Tagen stets mehrere hundert Neuinfektionen vermeldet, nachdem die Ansteckungsrate lange extrem niedrig war. Bislang haben sich rund 4500 Menschen mit dem Virus infiziert, 30 sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Corona-Selbsttests erfassen nicht alle Infizierten

Seit letzter Woche können in der Schweiz Selbsttests bezogen werden. Mit einem negativen Testergebnis sollte man sich aber trotzdem nicht in Sicherheit wiegen. Lesen Sie hier mehr.

Pro Monat können in der Schweiz in den Apotheken je fünf Selbsttests bezogen werden. (Bild: Keystone)
Athen: Griechenland öffnet den Tourismus ab 14. Mai

Urlauber aus den anderen EU-Staaten werden ab 14. Mai ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen und Urlaub machen können. Dies teilte die griechische Tourismus-Vizeministerin Sofia Zacharaki am Montag mit.

Es werde aber Voraussetzungen geben: «Die Urlauber müssen entweder geimpft sein oder einen PCR-Corona-Test vorzeigen», sagte sie dem griechischen Nachrichtensender Skai. Anschliessend werden sie frei ihre Ferien in Griechenland machen können, hiess es. Diese Regelung werde auch für einige andere Staaten gelten. Darunter seien auch Serbien und Grossbritannien, teilte die Vizeministerin weiter mit.

Athen hatte bereits Ende März auf bilateraler Ebene die Quarantänepflicht für Besucher aus Israel abgeschafft. Israelische Urlauber müssen eine offizielle Bestätigung auf Englisch vorzeigen, dass sie geimpft sind. Zudem müssen 14 Tage seit der zweiten Impfung vergangen sein. Die Besucher aus Israel müssen auch einen negativen PCR-Corona-Test vorzeigen, der nicht mehr als 72 Stunden alt sein darf.

Aufbruchstimmung am virtuellen Genfer Uhrensalon

Lange haben die Uhrenhersteller darauf gewartet, nun können sie ihre edlen Stücke endlich wieder an einer Messe präsentieren. Coronabedingt jedoch nur online. Noch bis Dienstag zeigen Uhrenmarken wie Rolex, Cartier oder Patek Philippe an der virtuellen Uhrenmesse «Watches & Wonders» ihre Kreationen. Neue Modelle zu bewerben, ist für die Hersteller zentral.

«In der Regel machen neu lancierte Uhren rund 15 Prozent unserer Jahresproduktion aus», unterstreicht etwa Patek Philippe-Chef Thierry Stern im Gespräch mit AWP die Bedeutung neuer Produkte in seinem Haus. Wegen Corona war aber lange nicht an die Durchführung von Uhrenmessen zu denken.

Dort stellen die Produzenten den Händlern, Journalisten und Bloggern normalerweise mit viel Glanz und Glamour ihre neusten Modelle vor. Die Präsentationen sollen zusammen mit prominenten Botschaftern die Aufmerksamkeit der Konsumentinnen und Konsumenten auf die Produkte lenken und die Verkäufe ankurbeln.

Die Messe ist aber längst nicht mehr das einzige Schaufenster der Hersteller. Patek Philippe zum Beispiel lanciert seine Neuheiten gestaffelt zu Jahresbeginn, im Frühling an der Genfer Messe und bis zum Jahresende an weiteren Gelegenheiten, wie Stern zu AWP sagte.

Vor ihrem Ende steht gar die Baselworld, bis dato die grösste Uhrenmesse der Welt, nachdem ihr diverse Hersteller den Rücken gekehrt haben. Viele Horlogiers setzen nur noch auf eigene Events.

Indien überholt Brasilien - zweitmeiste Corona-Infektionen weltweit

Indien hat Brasilien als Land mit den zweitmeisten Corona-Infizierten weltweit überholt. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden nach offiziellen Angaben am Montag knapp 169’000 Infektionen – ein Rekordwert – registriert.

(Bild: Keystone)

904 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit dem Virus. Damit verzeichnet die grösste Demokratie der Welt bisher mehr als 13,5 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-Cov-2 sowie rund 170’000 Todesfälle.

Economiesuisse relativiert Vogts Aussagen

30’000 Corona-Neuinfektionen pro Tag wolle niemand, eine solche Grösse müsse unbedingt verhindert werden, sagt der Chefökonom von Economiesuisse, Rudolf Minsch. Er relativiert damit die Aussagen von Arbeitgeber-Präsident Valentin Vogt, der diese Zahl am Freitag als «verkraftbar» bezeichnet hatte.

Sobald alle Risikogruppen geimpft seien, sinke das Risiko einer Überlastung des Gesundheitswesens im Vergleich zur zweiten Welle markant, sagte Minsch am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dann gebe es mehr Spielraum für zusätzliche Lockerungen.

Die Zahl von 20’000 bis 30’000 Fällen pro Tag basiere auf den Erfahrungen aus der zweiten Welle – vor der Verbreitung der mutierten Varianten. Es handle sich dabei lediglich um eine «grobe Bandbreite», bei der das Gesundheitswesen überlastet würde, auch wenn alle über 60-Jährigen geimpft wären.

Diese kritische Grösse müsse aber zwingend verhindert werden, sagte Minsch. Ein solches Szenario sei «absolut nicht problemlos».

Deutsche Industrie hebt Exportprognose an

Die deutsche Industrie hebt ungeachtet der anhaltenden Coronapandemie bei wichtigen Handelspartnern ihre Exportprognose für 2021 an. Die Ausfuhren sollen um 8,5 Prozent zulegen, sagte Industriepräsident Siegfried Russwurm am Montag auf einer Pressekonferenz zum Beginn der Hannover-Messe.

Bisher war der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) nur von sechs Prozent ausgegangen, nachdem die Ausfuhren im vorigen Jahr um 9,3 Prozent gefallen waren.

Frankreich weitet Impfkampagne auf Menschen über 55 aus

Frankreich öffnet seine Impfkampagne für Menschen über 55 Jahren. Ab Montag können sie das Vakzin von Astrazeneca oder von Johnson & Johnson bekommen, wie Gesundheitsminister Olivier Véran in der Sonntagszeitung «Journal du Dimanche» ankündigt hatte.

Demnach erhält Frankreich am Montag mit einer Woche Vorsprung 200’000 Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson. Die Impfung mit Astrazeneca empfiehlt Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde bereits nach dem kurzzeitigen Impfstopp Mitte März wegen Blutgerinnsel-Fällen nur noch für Menschen über 55 Jahre.

(Bild: Keystone)

Um die Impfkampagne weiter voranzutreiben, soll zudem der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung für die Vakzine von Moderna und Biontech/Pfizer ausgeweitet werden. Statt nach bisher vier Wochen soll die zweite Dose nun nach sechs Wochen verabreicht werden. Véran zufolge erlaube dies, schneller zu impfen. An Schutz verliere man nicht, da das Impfalter sinke und die Immunität in dieser Gruppe ausreichend hoch sei.

Gewerbeverband fordert sofortige Öffnung des Coronavirus-Lockdowns

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) fordert die Beendigung des Lockdowns. Die Politik sei einseitig gesundheitspolitisch ausgerichtet, kritisierte der Verband am Montag. Wichtige Faktoren wie die Wirtschafts- und Finanzpolitik oder das Soziale würden nicht miteinbezogen.

FDP-Nationalrätin und SGV-Vizepräsidentin Daniela Schneeberger (BL) gemäss einem Communiqué fest, dass mit der Logik des gezielten Schutzes (Testen, Impfen, Contact Tracing und Schutzkonzepte) die sofortige Beendigung des Lockdown und der derzeitigen schädlichen Massnahmen möglich sei.

(Bild: Keystone)

Mit breitflächigem Testen, einem intensiven Impfprogramm und dem Contact Tracing würden die Ansteckungsketten unterbrochen und mit Schutzkonzepten würden Neuansteckungen verhindert. Dieses Prinzip habe zudem das Parlament klipp und klar im Covid-Gesetz festgehalten. Der Bundesrat sei daher aufgerufen, dieser Bestimmung in aller Konsequenz zu folgen.

«Alle diese verhältnismässigen Massnahmen erlauben nämlich die Öffnung und die Rückkehr zu einem gesunden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben», liess sich SGV-Direktor Hans-Ulrich Bigler im Communiqué zitieren.

Biergärten öffnen in England – Johnson mahnt zur Vorsicht

Nach Monaten des Lockdowns dürfen sich die Menschen in England seit Montag über deutlich mehr Freiheiten freuen. Neben Biergärten und anderer Aussengastronomie können auch Friseure, Geschäfte, Fitnessstudios und Zoos wieder öffnen.

Premierminister Boris Johnson bezeichnete die Lockerungen als «wichtigen Schritt auf unserem Weg Richtung Freiheit». Er rief seine Landsleute jedoch dazu auf, vorsichtig zu bleiben und nicht über die Stränge zu schlagen.

In Innenräumen dürfen Gastronomen noch keine Gäste empfangen, genauso wie private Treffen drinnen noch bis mindestens Mai verboten bleiben. Johnson verhängt die Corona-Massnahmen nur für England – Schottland, Wales und Nordirland fahren jedoch einen ähnlichen Kurs.

Beschwerde gegen «faktisches» Demoverbot auch im Kanton Bern

Wie in Zürich haben auch in Bern linksgrüne Parteien und Grundrechts-Organisationen eine Beschwerde gegen das «faktische» Kundgebungsverbot in der kantonalen Covid-Verordnung eingereicht.

Die Beschwerdeführenden- unter ihnen die Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern (djb) – wehren sich gegen die strengere Linie, die der Kanton Bern in seiner Covid-Verordnung festgelegt. Wie im Kanton Zürich gilt in Bern auch an Kundgebungen eine maximale Teilnehmerzahl von 15 Personen.

Der Bundesrat habe zivilgesellschaftliche und politische Kundgebungen explizit aus der Beschränkung der Anzahl Teilnehmenden an Veranstaltungen im Freien ausgenommen, monieren die Einsprecher in einer Beschwerde ans Bundesgericht. Eine Maskentragpflicht für Demoteilnehmende sollte deshalb genügen.

(Bild: Keystone)

Die Berner Regierung könne sich für schärfere Massnahmen zudem nicht auf die besonderen Kompetenzen der Kantone stützen. Sie müsste vielmehr das Vorliegen einer schwierigen epidemiologischen Lage im Kanton Bern darlegen. Die Regierung habe aber bloss ein mögliches Risiko sowie Vollzugsgründe geltend gemacht.

Weiter verstosse die kantonale Beschränkung gegen die Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit in der Bundesverfassung und die Kundgebungsfreiheit in der Kantonsverfassung. Eine Beschränkung sei weder verhältnismässig noch im öffentlichen Interesse, da der Gesundheitsschutz durch Demos mit Maskentragpflicht nicht beeinträchtigt werde.

Zu den neun Beschwerdeführern gehören nebst djb die Berner Grünen, die Juso, die GsoA, der Verein Grundrechte.ch sowie Einzelpersonen. Anfangs April haben in Zürich mehrere linke Parteien und Bewegungen beim Zürcher Verwaltungsgericht Beschwerde eingereicht.

Australiens Regierung wird Impfziele verfehlen

Australien wird sein Ziel, die gesamte Bevölkerung bis Ende des Jahres gegen das Coronavirus zu impfen, nach Angaben der Regierung nicht einhalten können. Die Ankündigung von Premierminister Scott Morrison kam wenige Tage, nachdem Experten ihre Empfehlungen für die Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca geändert hatten. Australier unter 50 Jahren sollen demnach nur noch mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft werden. Hintergrund sind Bedenken gegenüber dem Astrazeneca-Vakzin wegen möglicher Nebenwirkungen.

Die Regierung werde keine neuen zeitlichen Ziele für eine Erstimpfung der Gesamtbevölkerung aufstellen, teilte Morrison am Montag mit. Die Impfkampagne in Australien ist unter anderem wegen Lieferproblemen nur schleppend angelaufen. Die Regierung hatte geplant, vier Millionen der insgesamt 25 Millionen Bürger bis Ende März erstmals zu impfen. Stattdessen wurden aber nur 842’000 Dosen verabreicht.

Adecco-VRP: «Situation der Angestellten macht mir Sorgen»

Der VR-Präsident von Adecco, Jean-Christophe Deslarzes, zeigt sich wegen der Lage der Mitarbeitenden in der Corona-Krise beunruhigt. «Die Situation macht mir Sorgen», sagte er in einem Interview mit der «NZZ» vom Montag.

Laut einer globalen Umfrage von Adecco bei 8’000 Unternehmen litten 28 Prozent der Mitarbeitenden unter den Folgen der Corona-Krise. Und nur eine von zehn Führungskräften habe die Erwartungen bei der Unterstützung ihres Teams übertroffen.

Dass es im Zuge der Krise zu einer Verlagerung von Arbeitsplätzen ins billigere Ausland kommen wird, glaubt Deslarzes nicht. Seiner Ansicht nach könnte der Schweizer Vorteil künftig sogar grösser werden. Denn das Arbeiten von zu Hause aus sei hierzulande angenehmer als in vielen Grossstädten, wo Arbeitskräfte oft nur wenige Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung hätten.

Er geht aber davon aus, dass auch nach der Pandemie bis zur Hälfte der Büroarbeit im Home-Office ausgeübt und dass die Arbeitswelt auch sonst flexibler werde. «Der Nine-to-five-Job im Büro wird langsam verschwinden.»

Für das Geschäft von Adecco zeigt er sich «verhalten optimistisch». «Im zurückliegenden Geschäftsjahr verzeichnete die Adecco-Gruppe einen Umsatzrückgang von 14 Prozent. Für das vierte Quartal resultierte nur noch ein Minus von 5 Prozent, und Anfang Jahr lag das weltweite Geschäft der Gruppe noch mit rund 2 Prozent im Minus. Das ist eine deutliche Verbesserung», so Deslarzes. Es sei allerdings noch zu früh, um daraus Prognosen abzuleiten.

GDK-Präsident: Kaum Risiko bei Öffnung von Restaurant-Terrassen

Die Öffnung der Restaurant-Terrassen auf den 19. April ist nach Ansicht von Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, praktisch risikolos. Lesen Sie hier mehr.

Der Basler Regierungsrat Lukas Engelberger. (Bild: Keystone)
Weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen in Grossbritannien

In Grossbritannien treten heute Montag weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft. Die Regierung plant den zweiten Lockerungsschritt nach der Wiederöffnung von Schulen im März. In England sollen Kneipen und Restaurants ihre Aussenbereiche für Gäste öffnen dürfen. Auch nicht essentielle Geschäfte wie zum Beispiel Fitness-Studios, Coiffeure, aber auch Bibliotheken und Zoos sollen ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen. Es gelten aber weiterhin Kontaktbeschränkungen.

Wirbel um chinesische Impfstoffe – Beamter beklagt «Missverständnis»

Äusserungen eines hohen Gesundheitsbeamten Chinas haben Wirbel um die Wirksamkeit chinesischer Impfstoffe ausgelöst. Der Direktor des chinesischen Zentrums zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten (CDC), Gao Fu, trat umgehend dem Eindruck entgegen, er habe erstmals eingestanden, dass chinesische Vakzine einen niedrigen Schutz böten. «Es war ein komplettes Missverständnis», sagte Gao Fu der Zeitung «Global Times» (Montagausgabe). Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Veranstaltungsbranche befürchtet neuen Aderlass

Die Perspektiven für die Veranstaltungsbranche in der Schweiz sind angesichts der Corona-Pandemie düster. Laut Christoph Kamber, Präsident des Dachverbandes Expo Event Swiss LiveCom, ist eine Normalisierung nicht vor 2022/2023 zu erwarten.

Wenn sich die Situation nicht bis im kommenden Sommer verbessere, sei mit einem neuen Aderlass zu rechnen, sagte Kamber in einem Interview mit der Genfer Tageszeitung «Le Temps». Der Aderlass könnte dann gar noch grösser ausfallen als jener des letzten Jahres.

Ohne Umsatz nähmen die Reserven rasch ab. Vielen Veranstaltern bleibe nichts anderes übrig, als aufzugeben. Dadurch gehe viel Know how verloren, das nach der Pandemie kaum so rasch wieder aufgebaut werden könne. Das schwäche die Schweizer Eventbranche auch gegenüber ausländischer Konkurrenz.

(Bild: Keystone)

Kamber befürwortet die Einführung eines Impfpasses, mit dem die Bevölkerung wieder an Veranstaltungen teilnehmen könne. Mitte März habe der Dachverband erreicht, dass nationale Veranstaltungen finanziell unterstützt werden, die zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 30. April 2022 wegen der Pandemie ausfielen.

Wegen der Bürokratie könnten viele Veranstalter nicht von dieser Garantie profitieren. Problematisch sei ferner, dass bei lokalen Veranstaltungen die Förderung davon abhänge, dass die Kantone zustimmen müssten. Dies führe zu einer unterschiedlichen Behandlung.

Warnungen und Proteste trotz verbesserter Corona-Lage in Italien

Obwohl sechs italienische Regionen wegen verbesserter Corona-Zahlen ab Montag die Rote Zone verlassen, mehren sich Warnungen vor neuen Milliardenschäden in der Wirtschaft. Am Sonntag klagte der Landwirtschaftsverband Coldiretti, dass trotz der anstehenden Erleichterungen rund 360’000 Restaurants, Bars, Pizzerien und andere Lokale geschlossen blieben. Vielen in der Branche drohe wegen der Umsatzdelle in Milliardenhöhe von April die endgültige Schliessung.

Für Montagnachmittag hatten Lokal-Betreiber und andere kleine Dienstleister eine Demonstration in Rom angekündigt. Ihr Motto: «Io apro» – Ich öffne. Mehr dazu hier.

Flugverkehr zwischen Syrien und Russland wieder aufgenommen

Nach mehr als einjähriger Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie läuft der Flugverkehr zwischen dem Bürgerkriegsland Syrien und Russland wieder. Eine Syrian-Airlines-Maschine hob am Sonntag aus Damaskus in Richtung Moskau ab und sollte am Abend von dort zurückkehren, sagte ein Betriebsmanager der Staatsagentur Sana zufolge. Zwischen beiden Hauptstädten werde es wöchentlich einen Flug unter Einhaltung der Corona-Massnahmen geben. Wie viele Passagiere im ersten Flug an Bord waren, sagte er nicht.

Masken-Gegner und Höcke dominieren AfD-Parteitag in Dresden

Im Parteivorstand hat Jörg Meuthen noch eine Mehrheit. Unter den Delegierten der AfD, die ihrem Ruf als «gäriger Haufen» auf ihrem Bundesparteitag in Dresden wieder einmal mehr als gerecht werden, hat das Wort des Parteivorsitzenden aber momentan offensichtlich nicht mehr so viel Gewicht wie noch vor Jahren. Das gilt auch für den Ehrenvorsitzenden Alexander Gauland. Obgleich er und Meuthen dringend davor warnen, schreibt die AfD auf ihrem Bundesparteitag die Forderung nach einem EU-Austritt Deutschlands in ihr Programm für die Bundestagswahl. Dominiert haben derweil die Masken-Gegner am Parteitag.

Am AfD-Parteitag waren die Masken ein viel besprochenes Thema. (Bild: Keystone)

Ob das der Partei nutzen wird, die in aktuellen Umfragen unter ihrem Wahlergebnis von 2017 liegt, bleibt abzuwarten. Vor vier Jahren war die AfD mit 12,6 Prozent der Stimmen erstmals in den Bundestag eingezogen.

Hunderte demonstrieren in Kopenhagen gegen Corona-Massnahmen

Hunderte Menschen haben in Kopenhagen am Wochenende gegen die Corona-Massnahmen in Dänemark demonstriert. Wie die Polizei laut Nachrichtenagentur Ritzau mitteilte, folgten am Samstagabend rund 800 Menschen einem Aufruf der Gruppe «Men in Black» im Zentrum der dänischen Hauptstadt. Dabei seien auch Feuerwerkskörper und bengalische Feuer gezündet worden hiess es.

Zu Ausschreitungen sei es jedoch nicht gekommen. Festnahmen habe es keine gegeben. Die martialisch auftretende Gruppe hatte bereits mehrere Protestaktionen in der dänischen Hauptstadt organisiert. Für Aufsehen sorgte vor allem, als bei einer Veranstaltung im Januar eine Puppe in Brand gesetzt wurde, die Regierungschefin Mette Frederiksen darstellen sollte.

Belgien: 21-Jähriger stirbt bei Flucht vor Polizei auf Lockdown-Party

In Belgien ist ein Teilnehmer einer illegalen Lockdown-Party auf der Flucht vor Polizisten gestorben. Als die Beamten eintrafen, um die Versammlung von acht Menschen in einem Antwerpener Hotel aufzulösen, sei der 21 Jahre alte Mann aus dem Fenster geklettert und tödlich gestürzt, teilte am Sonntag die örtliche Staatsanwaltschaft mit. Die Behörde leitete zu dem «tragischen Unfall» Ermittlungen ein.

Demnach waren Versuche der Polizisten erfolglos geblieben, den Mann wiederzubeleben. Auch die übrigen Partygäste hätten versucht, sich vor den Beamten zu verstecken, die nach Beschwerden über Lärmbelästigung in das Hotel gerufen worden waren. In Belgien gelten strenge Kontaktbeschränkungen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Teilnehmern und Organisatoren illegaler Partys drohen Strafen zwischen 750 und 4000 Euro.

 

Ein 21-Jähriger starb in Belgien als er vor der Polizei flüchten wollte. (Symbolbild: Keystone)

Corona-Notstand in Tschechien läuft aus

In Tschechien läuft in der Nacht von Sonntag auf Montag ein seit einem halben Jahr geltender Notstand aus. Die Nachrichtenagentur CTK wies am Sonntag darauf hin, dass damit zwar manche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wie zum Beispiel eine nächtliche Ausgangssperre wegfallen werden, aber nicht alle Einschränkungen des täglichen Lebens. So müssen aufgrund des geltenden Pandemiegesetzes weiterhin Restaurants und die meisten Geschäfte geschlossen bleiben. Auch muss man in der Öffentlichkeit weiterhin einen Mund-Nasenschutz tragen.

Tschechien gehört seit mehreren Monaten zu den am meisten von Covid-19 betroffenen Ländern Europas. (Bild: Keystone)

Der landesweite Notstand war bereits am 5. Oktober in Kraft getreten und wurde seither mehrfach verlängert. Zuletzt lehnte aber das Parlament in Prag weitere Verlängerungen ab. Die Regierung des liberal-populistischen Ministerpräsidenten Andrej Babis wollte damit im Kampf gegen steigende Corona-Infektionszahlen die Mobilität einschränken und eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

Höchstwert in Indien: Mehr als 150’000 Corona-Neuinfektionen

In Indien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert erreicht. Binnen 24 Stunden seien 152’879 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Neu Delhi am Sonntag mit. Zudem wurden im gleichen Zeitraum 839 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet.

Die Zahl der erfassten Toten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf mehr als 169 270. In absoluten Zahlen ist Indien mit insgesamt mehr als 13,3 Millionen bestätigten Infektionen in absoluten Zahlen das am drittstärksten betroffene Land – nach Brasilien und den USA.

Die Zahl der Corona-Fälle war in dem südasiatischen Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern in den vergangenen Wochen immer schneller gestiegen. Trotzdem gab es bis vor kurzem kaum Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Inzwischen wurden in der Hauptstadt Neu Delhi und mehreren Bundesstaaten Notmassnahmen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen und Schulschliessungen verhängt.

740'000 Corona-Tests sind nicht mehr brauchbar

Der Bund hat im letzten Frühling mehr als eine Million Corona-Tests als Notreserve gekauft. 740’000 dieser PCR-Tests haben inzwischen das Verfalldatum überschritten. Das kostet den Bund fast 14 Millionen Franken.

In der Notreserve des Bundes sind 740’000 Corona-Tests abgelaufen. (Symbolbild: Keystone)

Die Armee habe im Frühling 2020 im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) 1047 Kits mit je 1000 PCR-Tests gekauft, sagte Armeesprecher Stefan Hofer auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit einen Bericht der «NZZ am Sonntag». Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 16,7 Millionen Franken. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Slowenien und Serbien lockern Anti-Corona-Massnahmen

Das EU-Land Slowenien lockert am Montag die geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. So fällt die Einschränkung, dass die Bürger ihre jeweilige Region nur mit Ausnahmeerlaubnis verlassen dürfen. Die nächtliche Ausgangssperre von 22:00 bis 5:00 Uhr wird aufgehoben. Kindergärten und Grundschulen öffnen wieder. Gewisse Geschäfte und Dienstleistungen wie Friseure und Kfz-Werkstätten stehen erneut zur Verfügung. Auch Museen, Galerien und Museen können wieder Besucher empfangen.

Das Infektionsgeschehen hat sich in Slowenien zuletzt verlangsamt. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen pro 100’000 Einwohner gaben die Behörden am Samstag mit 301 an. In dem Land mit 2,1 Millionen Einwohnern können die Massnahmen gegen die Pandemie in Abhängigkeit von der Zahl der Neuansteckungen pro Tag und den Neuzugängen in den Krankenhäusern verschärft oder gelockert werden.

SVP-Präsident Chiesa macht für Lockerung Druck auf die FDP

SVP-Präsident Marco Chiesa (TI) macht Druck auf den bürgerlichen Partner FDP im Bundesrat. Wenn die «orientierungslosen» beiden Freisinnigen die Forderung der SVP nach einer Lockerung der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie nicht unterstützten, werde sich das bei den nationalen Wahlen 2023 rächen.

Und wenn die FDP durch «das ständige Paktieren mit der Linken» weiter Wähleranteile verliere, sei ihr zweiter Sitz im Bundesrat gefährdet, sagte der Tessiner Ständerat in ein einem am Sonntag auf Twitter veröffentlichten Video. Zwei Sitze wären dann arithmetisch nicht mehr gerechtfertigt.

Die FDP konterte auf Twitter umgehend in Form einer «gratis Staatskundelektion». «Was bürgerliche Politik ist, entscheidet nicht die SVP», teilte sie mit. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

SVP fordert Restaurant-Öffnung ab 19. April

Die SVP fordert die Öffnung der Restaurants ab 19. April und der Bund schreibt 14 Millionen für abgelaufene PCR-Tests ab: Die Schlagzeilen der Sonntagspresse sind auch am 11. April wieder mit Neuigkeiten zu der Corona-Pandemie gespickt. Alle Schlagzeilen und Hintergründe lesen Sie hier.

NHL: Die Regular Season endet acht Tage später

Die dem Coronavirus geschuldete Zwangspause der Vancouver Canucks wirkt sich auf den Zeitplan der NHL aus. Die Regular Season endet nun acht Tage später als ursprünglich geplant, am 16. Mai statt am 8. Mai.

Dieser Entscheid sollte es allen Teams ermöglichen, vor den Playoffs 56 Partien zu bestreiten. Die Canucks, die am Sonntag das Training wieder aufnehmen dürften, mussten acht Spiele auslassen. Sie haben seit dem 24. März nicht mehr gespielt und werden am kommenden Freitag gegen die Oilers von Gaëtan Haas wieder in Aktion treten.

Corona-Pandemie führte zu mehr Suizidversuchen bei Jugendlichen

Im Kinderspital in Zürich wurden im vergangenen Jahr mehr als doppelt so viele Kinder und Jugendliche nach einem Selbstmordversuch in die Notfallstation eingeliefert als im Vorjahr. Der Leitende Psychologe des Kinderspitals führt dies auf die Corona-Pandemie zurück.

Es gebe noch keine wissenschaftlichen Daten, die das belegten, sagte Markus Landolt im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Der Zusammenhang sei aber höchst wahrscheinlich. Im Jahr 2020 seien 49 Kinder oder Jugendliche nach Suizidversuchen auf die Notfallstation gekommen, im Vorjahr seien es 22 gewesen.

Im angelaufenen Jahr sind gemäss Landolt schon 21 Jugendliche oder Kinder nach Suizidversuchen eingeliefert worden, bereits fast gleich viele wie im ganzen Jahr 2019. Die Situation spitze sich zu, sagte Landolt. Mehr zum Thema lesen Sie hier. 

Hier finden Sie Hilfe bei Suizidgedanken:
Beratungsstellen:
Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)
Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)
Kirchen (Seelsorge.net)
Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:
Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net);
Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch);
Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch).
Curling-WM: Alle Spiele des Samstags verschoben

Infolge der am Freitag aufgetretenen Coronavirus-Fälle im Umfeld des Turniers werden die für Samstag Ortszeit vorgesehenen Spiele der Curling-Weltmeisterschaft der Männer in Calgary verschoben.

Die nächste offenstehende Partie – der Viertelfinal zwischen der Schweiz und der USA – soll demnach am späten Sonntagnachmittag Schweizer Zeit stattfinden. Im Anschluss könnten beide Halbfinals gleichzeitig sowie der Final und das Spiel um Platz 3 ebenfalls gleichzeitig durchgeführt werden.

Dem Vernehmen nach wurden vier Spieler positiv getestet. Spieler jedoch, deren Teams bereits ausgeschieden sind. Vom Weltverband WCF werden in nächster Zeit genauere Angaben erwartet.

Mittellländisches Schwingfest abgesagt

Ein weiteres Schwingfest fällt dem Coronavirus zum Opfer. Das Mittelländische Fest im bernischen Riggisberg, das am 8. und 9. Mai hätte stattfinden sollen, muss wegen der nach wie vor herrschenden Einschränkungen für Veranstaltungen und den Schwingsport im Speziellen abgesagt werden.

Stattdessen wollen die Veranstalter einen Jungschwingertag (Samstag, 8. Mai) und einen Nachwuchsschwingertag (9. Mai) durchführen. Schwinger bis 20 Jahre dürfen seit einigen Wochen wieder trainieren und auch an Wettkämpfen teilnehmen.

(Archivbild: Keystone)
Tausende an Corona-Demo in Wien - 14 Festnahmen

Bei einer Demonstration gegen staatliche Corona-Massnahmen in Wien sind 14 Menschen festgenommen worden. Rund 3000 Personen nahmen bei der Kundgebung am Samstag teil, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Beamten setzten Pfefferspray ein, um das Durchbrechen von Sperren und den Zusammenstoss mit Gegendemonstranten zu verhindern, wie die Polizei mitteilte.

Am Samstag demonstrierten in Wien tausende Menschen unter dem Motto «Wir holen uns unser Leben zurück». (Bild: Keystone)

Unter den Demonstranten gegen die Corona-Einschränkungen waren unter anderem Vertreter der rechten FPÖ und der rechtsextremen Identitären-Bewegung, berichteten die APA und andere Medien. Wien und andere Regionen im Osten Österreichs sind wegen hoher Corona-Infektionszahlen seit Anfang April in einem Lockdown.

Urner Polizei von Menge an Demonstranten «überrascht»

Die Corona-Skeptiker in Altdorf hätten sich, wie der «Blick» berichtet, mittlerweile auf den Bauernhof Byherger zurückgezogen. Dort werde die nicht bewilligte Demonstration gegen die Corona-Massnahmen weitergeführt.

Die Urner Polizei habe mit einem derartigen Aufgebot an Demonstranten nicht gerechnet. «Wir sind überrascht, dass es so viele sind», sagt die Polizei gegenüber «Blick». Der Einsatz laufe derzeit noch immer.

Mehr dazu hier.

20 Festnahmen bei unangemeldeter Demo gegen Corona-Regeln in Helsinki

Bei einer unangemeldeten Demonstration gegen die Corona-Massnahmen sind in der finnischen Hauptstadt Helsinki am Samstag 20 Menschen festgenommen worden. An dem Protest nahmen nach Angaben der Polizei bis zu 300 Personen teil. Die Festgenommenen müssen auch mit einer Geldbusse rechnen, weil sie Weisungen von Polizeibeamten nicht befolgten. Diese hatten die Teilnehmer dazu aufgerufen, die Versammlung zu beenden. Derzeit dürfen sich in Finnland maximal sechs Personen treffen. Laut Polizei wurden auch zehn Autofahrer im Zusammenhang mit dem Protest mit Bussgeldern belegt.

Impressionen der unbewilligten Demo in Altdorf

Die Urner Polizei war wegen der unbewilligten Demonstration der Corona-Gegner mit einem Grossaufgebot in Altdorf. Auch der Autoverkehr in die Urner Hauptstadt wurde kontrolliert.

(Video: Keystone-SDA)

Polizei setzt in Altdorf Tränengas ein

Nachdem die Urner Polizei die Corona-Demo in Altdorf aufgelöst hatten, zogen Treichler erneut um das Willhelm-Tell-Denkmal auf dem Rathausplatz. Es wurde hitzig. Die Polizei setzte vereinzelt Tränengas ein. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Polizei räumt Rathausplatz in Uri

Mehrere Dutzend DemonstrantInnen haben sich trotz fehlender Bewilligung zum Massnahmen-Protest in Altdorf UR versammelt. Auf dem Rathausplatz demonstrierten sie mit Transparenten und Schweizer Fahnen, wie 20 Minuten berichtet. Die Polizei hat den Platz mittlerweile geräumt. Die Behörden standen mit einem Grossaufgebot vor Ort weil es im Vorfeld trotz fehlender Bewilligung Aufrufe zum Protest gegeben hatte.

Obwohl es keine Bewilligung gibt, versammelten sich mehrere Dutzend Massnahmengegner in Altdorf UR zum Protest. (Bild: Keystone)

Mehr als einhundert Gäste: Treffen in Pariser Restaurant aufgelöst

Eine Versammlung von mehr als einhundert Menschen in einem illegalen Restaurant in Paris hat die Polizei in der Nacht zu Samstag aufgelöst. Veranstalter und Besitzer des Lokals wurden festgenommen, wie die Polizei auf Twitter schrieb. Die Gäste der Versammlung im Pariser Nordosten erhielten demnach gebührenpflichtige Verwarnungen.

Bereits am Freitag hatte die Polizei eine Zusammenkunft etlicher Menschen in einem Restaurant in Saint-Ouen-sur-Seine nördlich von Paris beendet. Auch hier kam es zu Geldstrafen und zu Festnahmen. Der Sender BFMTV berichtete von 62 Gästen der illegalen Versammlung. Wegen der angespannten Corona-Situation sind Restaurants und Bars in Frankreich geschlossen.

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Oberster Polizeidirektor fordert Dialog mit jungen Erwachsenen

Fredy Fässler, der oberste Polizeidirektor der Schweiz, fordert im Hinblick auf die Corona-Einschränkungen einen Dialog mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. «Mit ihnen hat man bisher nicht gesprochen», sagte er in der Sendung «Samstagsrundschau» von Radio SRF.

Der St. Galler SP-Regierungsrat und Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) sprach sich dafür aus, dass junge Menschen künftig in Entscheidungsfindungen einbezogen werden.

Anlass waren eine zunächst friedliche Openair-Party in St. Gallen, bei der es zu Ausschreitungen kam, sowie geplante Partys in weiteren Städten. Die Aufgabe der Polizei sei es, für Ruhe und Ordnung zu sorgen, sagte Fässler. Sie sei jedoch nicht dazu da, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Lösungen müssten zusammen mit den jungen Menschen gefunden werden.

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50 Corona--Skeptiker versammeln sich auf Bauernhof
 

Rund 50 Menschen sollen sich nahe Altdorf zu einer Massnahmen-Demo versammelt haben. (Symbolbild: Keystone)

Bis zum Mittag haben sich aber trotz fehlender Kundgebungsbewilligung rund 50 Massnahmen-Gegner auf einem Bauernhof etwas ausserhalb des Urner Hauptorts getroffen. Dies berichtet «Blick». Dort haben die Demonstrierenden hätten  einen «Platz der Freiheit» ausgerufen und würden auf dem privaten Gelände nun eine alternative Kundgebung ab, so der Bericht.

Die Stimmung sei dabei friedlich. Ein Reporter der Zeitung sei aber angepöbelt worden.

Polizei zeigt in Altdorf UR Präsenz und kontrolliert Personen

Nach Aufrufen zu nicht bewilligten Kundgebungen zeigt die Polizei am Samstag im Kanton Uri Präsenz. Autos wurden auf den Zufahrtsstrassen nach Altdorf kontrolliert, am dortigen Telldenkmal standen Polizisten bereit, wie der Augenschein eines Mitarbeiters der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zeigte.

Eine Sprecherin der Kantonspolizei Uri sagte, dass an verschiedenen Orten im Kanton Personen kontrolliert und sich formierende Gruppen zum Weggehen aufgefordert worden seien. Kontrollen gab es demnach auch an den Bahnhöfen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Trotz Corona-Regeln: Menschen legen Blumen an Schloss Windsor nieder

Trotz Bitten des Palasts davon abzusehen, haben am Samstag Menschen Blumen an einem Tor von Schloss Windsor in Gedenken an Prinz Philip abgelegt. Der Mann von Queen Elizabeth II. (94) war am Freitag im Alter von 99 Jahren gestorben. Ein Sprecher der Schlossparkverwaltung sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, die Blumen würden auf «respektvolle» Weise entfernt und an einen Ort im Inneren des Palastgeländes gebracht.

Trotz den Corona-Regeln legen die Menschen Blumen am Schloss Windsor nieder. (Bild: Keystone)

Wegen der Corona-Pandemie hatten der Palast und die Regierung am Freitag die Menschen dazu aufgerufen, sich nicht ausserhalb der Königsschlösser zu versammeln. Statt Blumen niederzulegen, sollten die Menschen an wohltätige Organisationen spenden, so der Aufruf. Eine Todesanzeige, die traditionell beim Ableben wichtiger Royals am Zaun des Buckingham-Palasts befestigt wird, wurde am Freitag nach kurzer Zeit wieder entfernt, um Trauernde nicht anzulocken.

Migros erlässt Mieterinnen 50 Prozent der Miete
Die Migros erlässt ihren Mieterinnen 50 Prozent der Miete. (Bild: Keystone)

Die von einer vollständigen Schliessung betroffenen Mieterinnen und Mietern der Migros Genossenschaft müssen für die Zeit während der zweiten Pandemie-Welle nur die Hälfte ihrer Miete bezahlen. Im Vordergrund stehe für die Migros die langfristige Sicherung der Geschäftsverhältnisse.

Sie hätten deshalb wie bereits im vergangenen Jahr an Lösungen gearbeitet, um die Mieterinnen oder Mieter zu entlasten, teilte der Detailhändler auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Er bestätigte damit eine Meldung der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Samstag. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Dresdner Kita baut mobile Corona-Teststation auf

In Sachsen brauchen die Menschen einen negativen Corona-Test, um Kitas betreten zu dürfen. In Dresden baut daher eine Kindertagesstätte eine mobile Teststation auf. Dies auf Drängen der Eltern, wie NTV berichtet. Dort können sich die Eltern immer Montagfrüh und Mittwochnachmittag auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus testen lassen und mit einem negativen Ergebnis dann das Gebäude betreten. Auch Anwohner und andere Interessierte könnten den neuen Service in Anspruch nehmen, so der Bericht.

Roche kann seit Freitagnachmittag keine Selbsttests mehr liefern

«Aufgrund der sehr hohen Nachfrage» kann das Pharmaunternehmen Roche den Apotheken seit Freitagnachmittag keine Corona-Selbsttests mehr abgeben. Die Lieferungen könnten erst «ab Anfang nächster Woche» wieder aufgenommen werden.

Wegen der grossen Nachfrage kann Roche aktuell keine Selbsttest mehr liefern. (Bild: Keystone)

Ab dann werde Roche wieder mehrere hunderttausend Tests pro Tag ausliefern können, teilte das Pharmaunternehmen am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Sie gingen davon aus, dass der Bedarf «im Wochenverlauf» voll abgedeckt werden könne. Alles zum Thema gibt es hier.

Lonza schafft 1200 neue Arbeitsplätze in Visp

Lonza stellt in Visp VS in diesem Jahr 1200 neue Angestellte ein. 650 Mitarbeitende seien bereits rekrutiert worden, sagte Standortleiter Renzo Cicillini in einem Interview mit der Zeitung «Walliser Bote» vom Samstag.

Die Arbeitskräfte finde das Unternehmen im Wallis und auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Lonza rekrutiere zudem auch weltweit. «Besonders im Fokus stehen Deutschland, Norditalien, Frankreich und England», sagte Cicillini. Das Unternehmen produziert im Wallis Impfdosen für Moderna. Alles zum Thema gibt es hier.

Die Impfdosen sind da – werden aber nur schleppend verabreicht

Täglich 100’000 Impfdosen gegen das Coronavirus zu spritzen – das gehört zu den Impfzielen der Schweiz. Nur so können bis Ende Juli 5 bis 5,5 Millionen SchweizerInnen vollständig geimpft sein. Davon ist man aktuell aber weit entfernt, obwohl mittlerweile mehr Dosen vorhanden sind und laufend mehr kommen. 700’000 Impfdosen seien aktuell nicht verimpft, wie «Blick» berichtet.

 

Am langsamsten wird im Kanton Zürich geimpft. (Bild: Keystone)

Die kantonalen Unterschiede bei der Impfkampagne sind derweil gross, wie die Zeitung berichtet. Am schnellsten wird im Kanton Uri geimpft, während der Kanton Zürich am langsamsten vorgeht. Zu den «Trödelkantonen» zählen etwa auch der Kanton Aargau und der Kanton Bern, wo ein Bericht von «20 Minuten». Der Kanton Basel-Landschaft liegt derweil im Vergleich der schnellsten Impffortschritte auf Platz fünf, während der Kanton Basel-Stadt im Mittelfeld rangiert. Alles zum Thema gibt es hier.

«Top Gun»-Fortsetzung mit Tom Cruise erneut vertagt

Schon 2020 sollte der Actionfilm «Top Gun: Maverick» mit Hollywood-Star Tom Cruise ein Highlight des Kinosommers werden. Doch wegen der Corona-Pandemie kam es zu Aufschüben – von Juli 2020 auf Dezember, dann auf Juli 2021. Nun müssen sich die Fans noch länger gedulden. Die Neuauflage des Blockbusters «Top Gun» aus dem Jahr 1986 soll nun erst Mitte November in den USA anlaufen, wie das Studio Paramount am Freitag bekanntgab. Alles dazu lesen Sie hier.

Sehen Sie hier den Trailer des Films. (Video: Youtube, Paramount Pictures)

Keine Ausschreitungen aber erneute Wegweisungen in St. Gallen

In St. Gallen ist es am Freitagabend trotz Aufrufen zu Gewalt zu keinen Ausschreitungen oder Sachschäden gekommen. 90 Personen wurden aber aus der Stadt weggewiesen. Diese waren zum Teil aus Bern oder Luzern angereist.

In der Stadt St. Gallen wurden am Freitagabend grossangelegte Polizei-Kontrollen durchgeführt. (Bild: Keystone)

Rund ein Drittel der Weggewiesenen seien Minderjährige gewesen, teilte die Kantonspolizei St. Gallen mit. Die meisten wohnen demnach nicht in St. Gallen, sondern in anderen Teilen der Ostschweiz, aber auch in Bern, Kriens, Luzern oder Landquart. Die Wegweisungen wurden zwischen 18 Uhr und Mitternacht ausgesprochen.

40 Personen wurden gemäss Mitteilung eingebracht, um Abklärungen zu möglichen Straftatbeständen durchführen zu können. Dabei handle es sich fast ausschliesslich um Missachtungen von Wegweisungen. Diese waren bei den Ausschreitungen in den Wochen zuvor ausgesprochen worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

160 Millionen Franken Mehrkosten in Heimen in erster Corona-Welle
In der ersten Corona-Welle hatten Schweizer Alters- und Pflegeheime Mehrkosten von 160 Millionen Franken. (Bild: Keystone)

Die erste Welle der Corona-Pandemie ab März des vergangenen Jahres führte in den Schweizer Alters- und Pflegeheimen ausserhalb der Pflegefinanzierung zu Mehrkosten von rund 160 Millionen Franken. Der Branchenverband Curaviva erwartet, dass die Kantone ihre Verantwortung bei der finanziellen Unterstützung wahrnehmen.

Darin eingerechnet sind auch die Mindereinnahmen, wie Daniel Höchli, Direktor des Branchenverbands Curaviva, im Interview mit dem Tages-Anzeiger vom Samstag sagte. «Für die zweite Welle sind wir daran, das zu berechnen», sagte Höchli. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Hohe Polizeipräsenz und Kontrollen von Jugendlichen in Zürich

Nach den Aufrufen in den sozialen Medien zum Partymachen und Rebellieren gegen die Coronamassnahmen in verschiedenen Städten ist am Freitagabend in Zürich eine hohe Polizeipräsenz feststellbar. Es kam auch zu Kontrollen von Jugendlichen. Die Stadtpolizei weist auch per Leuchtschriftanzeige auf die Maskenpflicht und das Versammlungsverbot von über 15 Personen hin. Am letzten Wochenende gab es in St. Gallen Ausschreitungen von Jugendlichen.

(Bild: Keystone)
Arbeitgeber-Präsident hält 30'000 Neunfektionen für verkraftbar

Die Wirtschaft bringt sich im Hinblick auf die Bundesratssitzung zur Corona-Lage von kommender Woche in Position. Sobald die Risikogruppe geimpft ist, hält Arbeitgeber-Präsident Valentin Vogt bis zu 30’000 Neuinfektionen pro Tag für verkraftbar. «Wenn die Risikopatienten geimpft sind, werden etwa drei Viertel der Hospitalisationen wegfallen», sagte Vogt am Freitagabend in der «Tagesschau» von Schweizer Fernsehen SRF. Das bedeute, dass man mit Fallzahlen von 20’000 bis 30’000 pro Tag leben könnte, ohne dass die Spitäler an den Anschlag kämen. Zum Vergleich: Ende Oktober 2020 lag der höchste Tageswert an laborbestätigen Infektionen in der zweiten Welle bei rund 10’500 Fällen.

Sobald die Risikogruppe geimpft ist, hält Arbeitgeber-Präsident Valentin Vogt bis zu 30’000 Neuinfektionen pro Tag für verkraftbar. (Bild: Keystone)

Das Risiko für einen schweren Corona-Verlauf und damit für eine Überlastung der Spitäler sei bedeutend kleiner, sobald die Risikogruppe geimpft sei, zeigte sich Vogt überzeugt. Dann müsse der Bundesrat die Massnahmen bedeutend schneller lockern.

Die Einschätzung des Arbeitgeber-Präsidenten löste beim Vizepräsidenten der wissenschaftlichen Taskforce des Bunds Kopfschütteln aus. Mit 30’000 Neuansteckungen pro Tag würde es zu einer Überlastung der Spitäler kommen und das Infektionsgeschehen sei nicht mehr kontrollierbar, auch wenn die Risikogruppe geimpft sei, betonte Urs Karrer im gleichen TV-Beitrag.

Biontech und Pfizer wollen Impfstoff in den USA ab 12 Jahren einsetzen

Die Hersteller Pfizer und Biontech wollen ihren Corona-Impfstoff in den USA künftig auch bei Jugendlichen ab zwölf Jahren einsetzen. Ein Antrag auf die Erweiterung der bestehenden Notfallzulassung für den Impfstoff sei bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) eingereicht worden, erklärte der US-Pharmakonzern Pfizer am Freitag. Ähnliche Anträge sollen «in den kommenden Tagen» weltweit auch bei anderen Zulassungsbehörden eingereicht werden, hiess es weiter. Bislang ist der Einsatz des Impfstoffs in den USA erst ab 16 Jahren zugelassen.

Eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt, hiess es unter Berufung auf Ende März veröffentlichte Ergebnisse. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen, erklärten die Unternehmen. Die Gesundheit der knapp 2300 Teilnehmer der Studie in den USA würden aus Sicherheitsgründen noch bis zu zwei Jahre nach dem Erhalt der ersten Impfdosis beobachtet, hiess es weiter. Bei den Jugendlichen, die im Rahmen der Studie eine Placebo-Impfung erhielten, wurden demnach 18 Corona-Erkrankungen festgestellt, aber keine einzige bei den 1131 mit dem Biontech/Pfizer-Präparat geimpften Personen.

(Bild: Keystone)

Die Hersteller haben auch bereits eine klinische Studie für Babys ab sechs Monaten und jüngere Kinder begonnen. US-Experten rechnen jedoch nicht vor Anfang nächsten Jahres mit der Zulassung eines Impfstoffs für diese Altersgruppe. Die in den USA ebenfalls eingesetzten Impfstoffe von Moderna und Johnson & Johnson sind bislang nur für Erwachsene zugelassen. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern sind inzwischen gut 25 Prozent der rund 260 Millionen Erwachsenen vollständig geimpft. US-Präsident Joe Biden hat versprochen, dass bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen im Land ist.

Italien meldet weiter leichte Verbesserung der Corona-Lage

In Italien hat sich die Corona-Lage über Ostern leicht verbessert. Das gaben Experten des Gesundheitsministeriums in Rom am Freitagabend bekannt. «Die Kurve hat in Italien ein Plateau erreicht, während sie in anderen Ländern noch hoch geht. Wir verzeichnen in Italien einen langsamen Rückgang», sagte der Gesundheitsexperte Silvio Brusaferro.

Der R-Wert lag demnach bei 0,92. Wenn dieser Wert unter 1 fällt, zeigt das ein Abflauen des Infektionsgeschehens an. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) sei nach jüngsten Angaben unter 200 gefallen. Das seien positive Signale, auch wenn die Werte der Festtage noch mit Vorsicht zu geniessen seien, erläuterte Brusaferro. Die Regierung in Rom hatte das Mittelmeerland mit seinen 60 Millionen Einwohnern über Ostern für mehrere Tage zur Roten Zone mit strengen Ausgangsbeschränkungen erklärt.

Unerwünschte Nebenwirkungen bei einer von 1'000 Impfungen

Bisher ist bei Swissmedic nach ungefähr einer von 1’000 Impfungen eine Meldung über vermutete unerwünschte Nebenwirkungen eingegangen. In über zwei Dritteln der Fälle waren Frauen betroffen. Ein Drittel wurde als schwerwiegend eingestuft. Nach rund 1,6 Millionen verabreichten Dosen sind bis am vergangenen Sonntag 1’174 Meldungen über unerwünschte Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe eingegangen, wie das Heilmittelinstitut Swissmedic am Freitag mitteilte. Sie betrafen zu fast gleichen Teilen die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna.

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WHO: Keine Empfehlung für Impfung mit verschiedenen Vakzinen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht keine Empfehlung für sogenannte Kreuzimpfungen gegen das Coronavirus aus. Es lägen noch keine ausreichenden Daten für mögliche Risiken einer ersten Impfdosis mit Astrazeneca und einem anderen Mittel als Zweitimpfung vor, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Harris bezog sich bei ihren Aussagen auf eine vorläufige Empfehlungen eines WHO-Expertengremiums von Februar.

Demnach solle vorläufig das gleiche Produkt für beide Teilimpfungen gespritzt werden. Die Experten forderten weitergehende Forschungen, um die Mischung von Vakzinen zu überprüfen.

Schweizweit 12 Prozent mehr Fälle – Kanton Uri besorgt

Noch immer ist es unklar, wie sich die Ostertage schweizweit auf die Entwicklung der Corona-Pandemie ausgewirkt haben. Am Freitag stiegen die bestätigten Fälle im Vergleich zur Vorwoche um 12 Prozent. Doch im Kanton Uri läuten bereits jetzt die Alarmglocken.

Die epidemiologische Lage sei «besorgniserregend», teilte der Urner Regierungsrat mit. Neben der Entwicklung der Fallzahlen machten ihm die steigende Belegung der Intensivstation des Kantonsspitals Sorgen. Komme es zu einem Engpass bei den Kapazitäten, könnten bereits in den nächsten Tagen verschärfte Massnahmen in Kraft gesetzt werden.

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Aargauer Regierungsrat hält an Masken ab der fünften Klasse fest
Primarschülerinnen und Primarschüler ab der fünften Klasse sollen im Aargau weiterhin eine Maske tragen, findet der Regierungsrat. (Symbolbild: Keystone)

Im Kanton Aargau sollen Schülerinnen und Schüler ab der fünften Primarschulklasse weiterhin Masken zum Schutz vor dem Coronavirus tragen. Der Regierungsrat hat eine Motion aus den Reihen der SVP abgelehnt, die eine sofortige Aufhebung der Maskenpflicht an der Primarschule fordert.

Seit dem 22. Februar müssen Schüler ab der fünften Klasse während des Unterrichts und auf dem Pausenplatz eine Maske tragen. Diese Verschärfung betreffe Kinder, die im öffentlichen Verkehr oder in Läden keine Masken tragen müssten, schrieben die Urheberinnen der Motion. Die Massnahme gehe deshalb zu weit.

Einige Ausländer haben sich in Graubünden und Wallis impfen lassen

In den Kantonen Wallis und Graubünden haben sich einige wenige ausländische Staatsangehörige ohne Wohnsitz in der Schweiz gegen Covid-19 impfen lassen. Beiden Kantone haben nun ihre Kontrollen verschärft.

Weniger als zehn Touristen hätten in den Walliser Skigebieten eine Corona-Impfung erhalten, bevor systematische Kontrollen eingeführt eingeführt worden seien, hiess es beim Walliser Gesundheitsdepartement auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dieses bestätigte damit eine Meldung des Onlineportals nau.ch vom Freitag.

Seither überprüften sie die Telefonnummern und die Adressen. Ausländische Staatsangehörige und Personen aus anderen Kantonen würden von den Impf-Wartelisten gestrichen. Pro Tag verzeichne der Kanton rund zehn solcher Anmeldungen.

Italien will im Juni für Feriengäste Grenzen öffnen – vielleicht sogar früher

Heute kommt die Regierung in Rom zusammen, berät über die nächsten Corona-Dekrete. An Ostern hatte Premier Mario Draghi (73) landesweit einen strengen Lockdown verhängt. Der Tourismus wurde gänzlich gestrichen. Jetzt wechseln in vielen Regionen die Farben. Von Rot auf Orange. Von Orange auf Gelb. Und es keimt Hoffnung auf für die Sommersaison.

Die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Der R-Wert liegt landesweit bei unter 1.  Mario Draghi und sein Tourismusminister Massimo Garavaglia (53) sehen Licht am Ende des Tunnels. Frankreich werde am 14. Juli, zum Jahrestag des Sturms auf die Bastille öffnen, die USA am 4. Juli, ihrem Unabhängigkeitstag, so Garavaglia. «Unser Nationalfeiertag ist am 2. Juni. Das könnte der Tag der allgemeinen Lockerungen sein.»

Mario Draghi ist sogar noch optimistischer und erklärt gegenüber italienischen Medien im Regierungssitz, die Öffnung könnte sogar noch vor dem Juni erfolgen, wenn die Corona-Zahlen es zulassen.

Im Durchschnitt werden 22'150 Impfungen pro Tag verabreicht

Vom 1. April bis 7. April sind in der Schweiz 155’053 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Das geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte. Pro Tag wurden damit durchschnittlich 22’150 Impfungen durchgeführt.

Im Vergleich zur Vorwoche sank die Impfkadenz um 20 Prozent. Insgesamt wurden bis Mittwoch 1’697’339 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 645’055 Personen vollständig geimpft, das heisst 7,4 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten.

BAG meldet 2'519 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 2’519 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 12 neue Todesfälle und 134 Spitaleinweisungen.

Über 50-jährige Lehrpersonen beim Impfen im Aargau priorisiert

An Aargauer Schulen tätige Lehrerinnen und Lehrer, die älter als 50 Jahre sind, werden priorisiert gegen Covid-19 geimpft. Die Impfungen sollen voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Monats Mai stattfinden.

Die über 50-jährigen Lehrpersonen würden innerhalb der Zielgruppe fünf, also «restliche Bevölkerung», eine Priorisierung erhalten, teilte die Aargauer Staatskanzlei am Freitag mit. Lehrer, die sich bereits für eine Impfung im Aargau registriert hätten, müssten ihre Anmeldung nicht anpassen. Mehr dazu hier.

(Symbolbild: Keystone)
Ansteckungen trotz Impfung in Seniorenzentrum im Churer Rheintal

In einem Seniorenzentrum im Churer Rheintal in Graubünden haben sich vier Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Coronavirus angesteckt, obwohl sie bereits geimpft waren. Die Betroffenen haben nach Behördenangaben vom Freitag milde Verläufe und befinden sich in Isolation.

Das Gesundheitsamt analysiere die Situation bei den vier Personen, denen im Januar und Februar der RNA-Impfstoff von Pfizer/Biontech verabreicht worden sei, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei in Chur. Dieser Impfstoff verringert das Risiko für eine Covid-19-Erkrankung laut Zulassungsstudie um 95 Prozent.

Corona-Neuinfektionen in Indien erreichen Rekordwert

In Indien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen Rekord erreicht. Das Gesundheitsministerium in Neu Delhi nannte am Freitag einen neuen Höchstwert von knapp 132’000 Fällen für die vergangenen 24 Stunden. Demnach wurden auch 780 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert.

In absoluten Zahlen ist Indien mit insgesamt mehr als 13 Millionen erfassten Infektionen das am drittstärksten von Corona betroffene Land – nach Brasilien und den USA. Trotzdem gab es bis vor kurzem kaum Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Viele Inder feiern grosse hinduistische Feste und besuchen Veranstaltungen ohne Masken und Abstand.

Niederlande: Astrazeneca nur für Personen über 60

Die Niederlande werden weiterhin Personen jünger als 60 Jahre nicht mit dem Astrazeneca-Präparat impfen. Das entschied Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Donnerstagabend in Den Haag.

Damit weicht er von einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) ab, die sich am Mittwoch weiterhin für eine uneingeschränkte Nutzung des Impfstoffes ausgesprochen hatte. Grund sind seltene Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen nach einer Astrazeneca-Impfung. Das Land hatte bereits vor der EMA-Entscheidung die Nutzung des Impfstoffes eingeschränkt.

Geldstrafe für norwegische Regierungschefin für Corona-Verstoss

Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg muss eine Strafe zahlen, weil sie bei Feierlichkeiten zu ihrem 60. Geburtstag gegen die in ihrem Land geltenden Corona-Regeln verstossen hat.

Sie wird mit einer Geldstrafe in Höhe von 20’000 norwegischen Kronen gebüsst, wie die zuständige norwegische Polizei am Freitag auf einer Online-Pressekonferenz mitteilte. Das entspricht rund 2’175 Franken.

Elf junge Leute müssen sich im Wallis wegen Randale verantworten

Wegen einer durch die Covid-19-Massnahmen verbotenen Versammlung müssen sich im Wallis elf junge Leute zwischen 15 und 24 Jahren wegen Aufruhrs und Widerstands gegen die Staatsgewalt vor der Justiz verantworten. Sie waren am 1. April an einem Fest festgenommen worden.

Urheber der illegalen Feier von rund 300 Leuten ist ein 18-jähriger Walliser. Er gestand, einen Aufruf zu dem Anlass lanciert zu haben. Darin gab er an, er lasse sich die Schlösser der Kantonshauptstadt tätowieren, wenn mehr als 600 Leute zusammenströmen.

Moderator Günther Jauch mit Corona infiziert

Der deutsche TV-Entertainer Günther Jauch («Wer wird Millionär?») hat sich laut RTL mit dem Coronavirus infiziert. Wie sein Haussender am Freitag in Köln mitteilte, muss der 64-Jährige deshalb zum ersten Mal seit 31 Jahren krankheitsbedingt bei einem Moderationsjob ausfallen. Mehr dazu hier.

Urner Polizei ruft zu Kundgebungsverzicht auf

Die Kantonspolizei Uri hat angesichts der Nichtbewilligung einer Demonstration gegen die Coronapolitik und der labilen Pandemielage dazu aufgerufen, am Samstag auf Kundgebungen zu verzichten. Sie kündigte an, auf allfällige Aktivitäten vorbereitet zu sein.

Das Aktionsbündnis Urkantone hatte am 10. April im Urner Hauptort Altdorf eine Grosskundgebung gegen die Coronapolitik durchführen wollen. Weil bei vergleichbaren Anlässen in anderen Kantonen die Maskenpflicht von den Behörden nicht durchgesetzt werden konnte, erteilte die Sicherheitsdirektion keine Bewilligung. Zudem untersagte der Regierungsrat mit einem entsprechenden Passus in der kantonalen Covidverordnung Kundgebungen mit mehr als 300 Personen.

Joana Heidrich an Corona erkrankt

Die Schweizer Beachvolleyballerin Joana Heidrich hat sich gemäss eigenen Angaben mit dem Coronavirus angesteckt. Wie die Zürcherin auf ihren Social-Media-Kanälen schrieb, gehe es ihr mittlerweile wieder besser, sie habe mit dem Training wieder begonnen.

(Screenshot: Facebook)

Die Europameisterinnen Heidrich und Anouk Vergé-Dépré verpassen aber das zweite Turnier der diesjährigen World Tour nächste Woche in Cancun. In Mexiko finden vom 16. April bis 2. Mai gleich drei Events der höchsten Kategorie in Folge statt. Ab dem zweiten Turnier wollen Heidrich/Vergé-Dépré wieder ins Geschehen eingreifen.

Klarer Rückgang der Arbeitslosigkeit im März

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im März deutlich zurückgegangen. Ende März waren 157’968 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte. Das sind fast 10’000 weniger als im Monat davor.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat liegt die Zahl der Arbeitslosen aber weiterhin auf relativ hohem Niveau. Im März 2020 kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie waren nämlich gut 22’300 Personen weniger bei den RAV als arbeitslos registriert als zuletzt. Oder mit anderen Worten: Heute sind noch 16,5 Prozent mehr Personen arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Mehr dazu hier.

BLS wegen Covid-19-Pandemie und Subventionsaffäre mit Verlust

Die Covid-19-Pandemie und die Subventionsaffäre haben das Bahnunternehmen BLS 2020 in die roten Zahlen katapultiert. Der Verlust beläuft sich auf 50,8 Millionen Franken. Allein der um 25 Prozent eingebrochene Personenverkehr trug 49 Millionen Franken dazu bei.

2020 waren mit den Zügen, Bussen und Schiffen der BLS noch 50,6 Millionen Passagiere unterwegs, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Entsprechend sanken die Billetteinnahmen um 44,1 Millionen Franken. Die anderen Geschäftsfelder – Infrastruktur, Güterverkehr und Immobilien – waren von der Pandemie weniger betroffen. Mehr dazu hier.

In den USA ist inzwischen jeder Fünfte voll gegen Corona geimpft

In den USA ist inzwischen etwa jeder Fünfte vollständig gegen Corona geimpft: Von den rund 330 Millionen Einwohnern des Landes sind 66 Millionen abschliessend geimpft, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag zeigten. In Bezug auf die Zahl der bislang impfberechtigten Erwachsenen – rund 260 Millionen Menschen – ergebe sich eine Impfquote von 25 Prozent.

Gut 112 Millionen Menschen erhielten dem CDC zufolge seit dem Start der Impfkampagne Mitte Dezember zumindest eine Impfung. Das entspricht einem Drittel der Gesamtbevölkerung. Insgesamt wurden für Erst- und Zweitimpfungen seither rund 175 Millionen Dosen verspritzt.

US-Präsident Joe Biden hat versprochen, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen im Land zu haben.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

1 Kommentar

  1. Die Arbeitslosenzahlen gehen zurück, weil wahrscheinlich eine hohe Anzahl ausgesreuert wurden, da viele nur während einem Jahr von der ALV unterstützt wurden. Also wieder mal wird der Bevölkerung etwas vorgegaukelt und keiner merkt es. Wie kann man dann dem Staat bzw. der Regierung eigentlich noch vertrauen, wenn so eine Verarsche stattfindet. 🤮Report

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