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Der Telebasel News Beitrag vom 8. April 2021.
Basel

Keine Systemanpassungen nach gefälschter Schüler-SMS

Um nicht in die Schule zu müssen, haben drei Schülerinnen und Schüler einen Corona-Test gefälscht. Ihnen droht nun ein Strafverfahren, das System bleibt gleich.

Eine Schulklasse des Basler Gymnasiums Kirschgarten musste samt mehreren Lehrpersonen wegen eines Schülerstreichs vor den Osterferien in Quarantäne. Drei Schülerinnen und Schüler hatten das Ergebnis eines Coronavirus-Tests gefälscht.

Der Sprecher des Basler Erziehungsdepartements bestätigte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Meldung des SRF-Regionaljournals Basel von Mittwochabend. Die Schülerinnen und Schüler hätten das per SMS verschickte Testresultat von negativ auf positiv abgeändert.

«Es geht darum, dass drei Schüler des Gymnasiums Kirschgarten das SMS, das man bekommt, wenn man einen Corona-Test macht, gefälscht haben» bestätigt Simon Thieriet von der Kommunikation des Basler Erziehungsdepartements gegenüber Telebasel. «Sie haben dadurch erwirkt, dass sie nicht mehr zur Schule mussten, aber natürlich auch ihre Klasse nicht.»

Wegen dem gefälschten SMS musste die ganze Klasse in den Fernunterricht. Doch wie ist man den dreien auf die Schliche gekommen? «Was Schüler manchmal etwas unterschätzen ist, wie gut die Lehrperson die Klasse kennt und auch in diesem Fall hat die Lehrperson dann gemerkt, nachdem die Klasse zurückkam aus dem Fernunterricht, dass da etwas komisch gelaufen ist, ist dann zur Schulleitung und die Schulleitung hat dann diese 3 Schüler vorgeladen. Sie haben dann auch gleich zugegeben, dass sie das gemacht haben», so Thieriet.

Anzeige droht

Trotzdem hat das Konsequenzen: Einerseits das disziplinarische Verfahren auf der schulischen Seite. «Und dann gibt es auch noch die juristische Seite. Die sieht so aus, dass man abklären muss, liegt da eine Urkundenfälschung vor, liegt ein Verstoss gegen das Epidemiegesetz vor. Wenn sich diese Verdächte erhärten, muss man eine Anzeige machen, da hat man keine Wahl.»

Das System anpassen wolle man aber voraussichtlich nicht. Es sei der zweite Vorfall bei 25’000 SchülerInnen. Das mache den Streich zu einer absoluten Ausnahme.

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