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Der Telebasel News-Beitrag vom 7. April 2021.
Basel

Bedarf an WC-Anlagen in Basel steigt

Während Restaurants geschlossen sind, wird der Bedarf an öffentlichen Toiletten grösser. In Basel werden diese so oft genutzt, wie noch nie.

Wer in der Stadt unterwegs ist, sei es für einen Einkaufsbummel, oder um frische Luft zu schnappen, hat momentan nicht viele Optionen, sich zu erleichtern. Öffentliche Toiletten sind so gefragt, wie noch nie.

Neue Anlage beim Schaffhauserrheinweg/Stachelrain

Da das Bau- und Verkehrsdepartement den Wildpinklern entgegenwirken will, stehen kostenlose Toiletten zur Verfügung. Diese werden immer häufiger benutzt, ab Mai soll deswegen am Schaffhauserrheinweg eine weitere Anlage dazukommen.

«Das gibt eine konventionelle Anlage. Es benötigt sie, weil das Rheinbord durch das Projekt mit der Kiesausschüttung, das man umgesetzt hat, in diesem Bereich wieder intensiver genutzt wird. Aus diesem Projekt entstand dieser Bedarf», erklärt Susanne Müller, Abteilungsleiterin Wasser beim Basler Baudepartement.

Nutzung nimmt seit Jahren zu

Eine Zunahme der Nutzung öffentlicher Toiletten in Basel wurde bereits vor der Corona-Pandemie festgestellt. «Die Anlagen werden pro Jahr von mehr als 2,5 Millionen Menschen besucht. Wir haben grundsätzlich eine hohe Auslastung», sagt Susanne Müller. Der Gastro-Lockdown habe aber nicht zur Überlastung der öffentlichen Toiletten geführt.

Es kam lediglich zu Verlagerungen während der Pandemie: «Das heisst, es gibt Toilettenanlagen, die an beliebten Strecken sind. Beispielsweise die Anlage an der Redingerbrücke. Dort gehen jetzt mehr Leute als vorher spazieren. Dort hat man jetzt zusätzliche Besucher und an anderen Orten fallen sie öfter weg», so Müller.

Teurer Unterhalt für Gratisnutzung

Die Toiletten sind kostenlos. Das ist nötig, damit man Wildpinklern entgegenwirken kann. Der Unterhalt dieser öffentlichen Toiletten ist aber für die Stadt Basel nicht gerade billig. Eine neue Anlage kann bis zu 250’000 Franken kosten.

Derzeit gibt es 92 öffentliche Toiletten. Ein Teil davon ist nur saisonal nutzbar und während der wärmeren Monate im Einsatz. Die Reinigung konventioneller Anlagen kostet pro Monat 23’000 Franken. Dazu kommen zusätzliche Kosten für den Unterhalt.

Die drei saisonalen Anlagen kosten die Stadt jährlich 24’000 Franken, unter anderem für das Abpumpen und Reinigen. Zudem zahlt der Kanton jedes Jahr circa 85’000 Franken für Reparaturen und Material. Wie die Abteilungsleiterin angibt, kann Vandalismus  die Kosten zusätzlich in die Höhe treiben.

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