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Schweiz

Corona-Demo im Kanton Uri definitiv abgesagt

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Mexikos Präsident will sich Astrazeneca-Impfstoff spritzen lassen

Angesichts der Diskussionen um das Coronavirus-Vakzin von Astrazeneca will sich Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador mit dem Präparat impfen lassen. Es sei erwiesen, dass die Risiken des Impfstoffs des britisch-schwedischen Pharmakonzerns und der Universität Oxford gering seien, sagte der 67-Jährige am Donnerstag in seiner täglichen Pressekonferenz. Das Mittel stehe ihm zu, da es in seiner Wohngegend eingesetzt werde.

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador will sich mit dem AstraZeneca-Impfstoff impfen lassen. (Bild: Keystone)

Wegen einer Reihe von Verdachtsfällen auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Impfung haben mehrere Länder den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffs eingeschränkt. In Deutschland haben Bund und Länder beschlossen, das Mittel in der Regel nur noch Menschen über 60 verabreichen zu lassen. Die EU-Arzneimittelbehörde gab am Mittwoch allerdings uneingeschränkt grünes Licht für dessen Anwendung.

Bericht: Irans Innenminister mit Coronavirus infiziert

Der iranische Innenminister ist nach Angaben der gut informierten Nachrichtenagentur Fars mit dem Corona-Virus infiziert. Aus diesem Grund konnte Abdolresa Rahmani Fasli auch nicht an den Sitzungen des Corona-Krisenstabs teilnehmen, wie Fars am Donnerstag berichtete. Das Innenministerium hat Faslis Corona-Erkrankung zunächst weder bestätigt noch dementiert.

Der Iran steckt seit Anfang der Woche in der vierten Corona-Welle. Die Anzahl der neuen Corona-Fälle und der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 sind seitdem erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages wurden zuletzt 185 Todesfälle und 22 586 Neuinfektionen im Zusammenhang mit dem Virus erfasst, so das Gesundheitsministerium am Donnerstag. Damit liege die Gesamtzahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 über 2 Millionen, die der Toten bei fast 64’000.

Aktionsbündnis bläst Corona-Demo in Uri ab

Zwei Tage vor einer geplanten Grossdemonstration in Altdorf UR gegen die Corona-Politik hat das Aktionsbündnis Urkantone den Anlass definitiv abgeblasen. Das Urner Obergericht wird erst nach dem Termin über eine Beschwerde gegen das Demonstrationsverbot entscheiden.

Das Gericht werde nicht mehr rechtzeitig vor dem Kundgebungstermin ein Urteil fällen, teilte das Bündnis am Donnerstag mit. Der Antrag auf superprovisorische Verfügung sei vom Gericht abgewiesen worden.

 

Die für dieses Wochenende geplante Corona-Demo im Kanton Uri fällt definitiv aus. (Bild: Keystone)

«Damit müssen wir der behördlichen Gewalt weichen und die Kundgebung absagen», schrieben die Organisatoren. Das Bündnis werde am Samstag keine sonstige Veranstaltung oder Aktivität organisieren oder sich daran beteiligen. Wenn das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt zugunsten des Bündnisses entscheide, werde die Kundgebung nachgeholt.

Am Samstag hätten Gegnerinnen und Gegner der Corona-Politik bei Altdorf UR eine grosse Demonstration durchführen wollen. Der Kanton Uri verbot jedoch angesichts der Pandemie Demonstrationen mit mehr als 300 Personen vorläufig. Das Aktionsbündnis reichte dagegen Beschwerde ein.

Vatikanische Museen sollen am 3. Mai wieder öffnen

Die Vatikanischen Museen und Gärten sollen ab dem 3. Mai wieder öffnen. Das teilte das Museum im Vatikanstaat in Rom am Donnerstag mit. Zum Gesundheitsschutz während der Pandemie müssten die Besuche aber vorab im Internet auf der Seite der Museen gebucht werden. Ausserdem werde nur eine begrenzte Zahl von Gästen zugelassen. Das Öffnungsdatum sei vorläufig und hänge von der Entwicklung der Corona-Zahlen ab.

Zuletzt war die Infektionskurve in Italien leicht gesunken, die Werte sind aber in der Regel immer noch höher als in Deutschland. Die Museen im Vatikan mit der Sixtinischen Kapelle gehören zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Rom. Sie waren nach einer zeitweisen Öffnung in der dritten Corona-Welle im März wieder geschlossen worden. Derzeit gibt es wegen der Reisebeschränkungen in Italien kaum Urlauber in Rom.

Tschechisches Gericht bestätigt Testpflicht am Arbeitsplatz

Das höchste Verwaltungsgericht Tschechiens hat die Corona-Testpflicht am Arbeitsplatz bestätigt. Geklagt hatte ein Arbeiter eines Automobilzulieferers, weil er in der Regel einen zustimmungspflichtigen medizinischen Eingriff sah. Die Richter hielten die Massnahme für verhältnismässig, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Ein Rachenabstrich sei kein derart starker Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und die Menschenwürde des Arbeitnehmers, dass die Testpflicht gestoppt werden müsste. Zu berücksichtigen sei, dass auf diese Weise eine völlige Schliessung der Betriebe habe verhindert werden könne.

Die Regierung aus Populisten und Sozialdemokraten hat die wöchentliche Testpflicht inzwischen schrittweise auf alle Unternehmen ausgeweitet. Sie gilt auch für Freiberufler und Selbstständige, die in Kontakt mit Kunden kommen. Die Tests werden von der staatlichen Krankenkasse bezuschusst.

Neue Aufrufe zu Gewalt – St. Galler Polizei plant weitere Kontrollen
 

Nach erneuten Aufrufen zur Gewalt verstärkt die St. Galler Polizei ihre Präsenz. (Bild: Keystone)

Die St. Galler Stadtpolizei will am kommenden Freitag erneut ausgedehnte Personenkontrollen durchführen. Grund sind neue Aufrufe zu Gewalt. Wie schon am Osterwochenende will sie Verdächtige wegweisen.

An zwei Freitagen hintereinander, zuletzt am Karfreitag, hatte es in St. Gallen Ausschreitungen gegeben. Am Ostersonntag hatte die Stadtpolizei nach erneuten Aufrufen zur Gewalt Personen kontrolliert und rund 650 Personen aus der Stadt weggewiesen. Das Ziel, Gewalt zu verhindern, sei erreicht worden, schrieb die Polizei am Donnerstag. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Schweiz unterstützt IWF-Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise

Die Schweiz will sich weiterhin für die Stützung der ärmsten Länder einsetzen und dafür, dass diese an Gelder kommen. Ausserdem begrüsst sie die Massnahmen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Bewältigung der Covid-19-Krise.

Die Schweiz steht hinter dem «Ansatz für eine grüne, widerstandsfähige und inklusive wirtschaftliche Erholung», wie der Bundesrat an der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank am Donnerstag mitteilte.

Bundesrat Ueli Maurer und Nationalbankpräsident Thomas Jordan nehmen am Donnerstag und Freitag an der virtuellen Jahrestagung des Währungsfonds und der Weltbank teil. Der Fokus der Tagung, wie auch des Treffens der G20-Finanzminister und -Notenbankgouverneure, liegt bei der globalen Bewältigung der Covid-19-Krise und der Unterstützung der ärmeren Länder, wie der Bundesrat schrieb.

Zehn Millionen Menschen in Frankreich mit erster Dosis geimpft

In Frankreich haben mehr als zehn Millionen Menschen mindestens eine erste Impfung gegen Covid-19 erhalten.

Dieses Ziel sei eine Woche früher als vorgesehen erreicht worden, sagte Frankreichs Premier Jean Castex am Donnerstag während eines Besuchs eines Impfzentrums in Nogent-sur-Marne in der Nähe von Paris. Das sind knapp 15 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Generell können sich in Frankreich aktuell unter anderem Menschen in Pflegeheimen, über 70-Jährige, Pflege- und Rettungskräfte, Menschen mit Vorerkrankungen ab 50 Jahren sowie Menschen, die ein besonders hohes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken, impfen lassen. Am Dienstag hatte ein riesiges Impfzentrum im Stade de France bei Paris seine Tore geöffnet.

Diamond-League-Meeting in Oslo abgesagt

Das für den 10. Juni vorgesehene Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Oslo ist wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie abgesagt worden.

Wie die Organisatoren am Donnerstag mitteilten, ist es unmöglich, ein normales Meeting zum geplanten Zeitpunkt auf der Basis der Corona-Beschränkungen in Norwegen auszurichten

Post startet mit Massentests

Die Post startet in den Kantonen Zürich und Thurgau mit Massentests. (Symbolbild: Keystone)

Die schweizerische Post startet im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen Pilotversuch mit Massentests in zwei Kantonen. Der Start erfolgt in rund zwei Wochen, wie die Post am Donnerstag mitteilte.

Die Massentests sollen im Briefzentrum Zürich-Mülligen und im Paketzentrum Frauenfeld TG durchgeführt werden. Diese zwei Standorte seien für die postalische Grundversorgung sehr wichtig. Mit den Pilotversuchen will die Post Erfahrungen sammeln, um Massentests dann an weiteren Standorten umsetzen zu können.

Massentests für die gesamte Post seien logistisch kaum machbar, wird Markus Bacher, Leiter des Krisenstabs bei der Post, zitiert. Auch seien die Regelungen je nach Kanton unterschiedlich.

Slowakische Behörde kritisiert Sputnik-Hersteller
Die Slowakischen Behörden bemängeln, dass sie unterschiedliche Impfstoffe bekommen hatten, als sie Sputnik V bestellt hatten. (Bild: Keystone)

In der Slowakei hat das staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle SUKL einen kritischen Bericht über den russischen Impfstoff Sputnik V veröffentlicht.

Die gelieferten Impfstoffe seien nicht in allen Details identisch mit den zuvor in der renommierten Fachzeitschrift Lancet beschriebenen, hiess es in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag. Zuvor hatten slowakische Medien darüber berichtet. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Bilbao und Dublin als Wackelkandidaten

Zwei Tage nachdem die zwölf Spielorte der EM-Endrunde (11. Juni bis 11. Juli) ihre Konzepte für die Durchführung der Spiele bei der UEFA eingereicht haben, sickern Details an die Öffentlichkeit. Die Gastgeber Dublin und Bilbao könnten zu Wackelkandidaten werden.

Die UEFA rechnet noch immer damit, dass die EM-Spiele vor Zuschauern stattfinden. Entsprechende Konzepte mussten die zwölf Gastgeber bis am letzten Dienstag einreichen. Dabei dürften nicht alle Konzepte die UEFA zufriedenstellen. So hat etwa der irische Fussball-Verband keine Garantien für Zuschauer im Stadion von Dublin abgeben wollen. Konzepte dazu seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Für den Spielort Bilbao teilte der spanischen Fussball-Verband mit, Spiele vor Publikum seien «undenkbar». Die baskische Regionalregierung will EM-Spiele vor Zuschauern nur unter bestimmten Bedingungen zulassen. Dazu gehört unter anderem, dass bis zum 14. Juni mindestens 60 Prozent der Bevölkerung des Baskenlandes sowie auch ganz Spaniens gegen das Coronavirus geimpft sein müssen. Dem Impfprogramm der Zentralregierung zufolge wäre diese Bedingung allerdings nicht zu erfüllen.

Israel: Zahl der Corona-Schwerkranken so niedrig wie im Dezember

Die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten in Israel ist trotz weitreichender Lockerungen der Massnahmen erstmals seit mehr als vier Monaten wieder auf unter 300 gefallen.

Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, es gebe noch 290 Schwerkranke. Zuletzt war die Zahl am 1. Dezember mit 277 Schwerkranken niedriger gewesen, allerdings damals als Ergebnis des zweiten Lockdowns im Land. Nach dessen Lockerung war die Zahl zunächst wieder gestiegen. Ende Januar gab es noch rund 1200 schwerkranke Corona-Patienten in Israel.

Grossbritannien und das Coronavirus – Vom Sorgenkind zum Musterschüler

Pub-Besitzer in London rollen die ersten Fässer Richtung Zapfhahn und putzen ihre Sitzmöbel im Biergarten, Friseure vergeben Termine im Akkord und die Ferienwohnungen in Cornwall sind so gut wie ausgebucht. In England stehen die Zeichen auf Lockerung. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten führt Grossbritannien einen erfolgreichen Kampf gegen die Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)
Corona-Massnahmen werden während Fastenmonat Ramadan verschärft
In den muslimischen Ländern gelten während des Ramadans oft schärfere Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)

Wegen eines befürchteten Anstiegs an Corona-Infektionen im muslimischen Fastenmonat Ramadan wollen Länder im arabischen Raum die Vorschriften während der Festtage wieder verschärfen.

So will Saudi-Arabien das traditionelle Fastenbrechen (Iftar) und das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten, wie der Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete. Gläubige in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten müssen in Moscheen Mundschutz tragen und dürfen sich dort zum speziellen Nachtgebet (Tarawih) höchstens 30 Minuten lang aufhalten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Sprunghafter Anstieg bei Corona-Impfungen in Deutschland

Nach dem Einstieg der Hausärzte hat sich die Zahl der Corona-Impfungen in Deutschland sprunghaft erhöht. So wurden am Mittwoch rund 656’000 Dosen verabreicht – 290’000 mehr als am Vortag. Das geht aus der täglichen Impfstatistik des Robert Koch-Instituts hervor. Am Mittwoch starteten in den meisten deutschen Bundesländern die Impfungen in den insgesamt 35’000 teilnehmenden Hausarztpraxen. Bisher waren an keinem Tag mehr als 367’000 Corona-Impfdosen in Deutschland verabreicht worden. In der Regel waren es deutlich weniger.

Insgesamt verabreicht wurden seit dem Start der Impfkampagne im Dezember 16,26 Millionen Impfdosen. 13,8 Prozent der Menschen in Deutschland wurden mindestens einmal geimpft – nach 13 Prozent am Vortag. Vollständig geimpft wurden 5,7 Prozent.

Weniger Tests über Ostern – weniger gemeldete Ansteckungen

Die Zahl gemeldeter Corona-Ansteckungen ist in der Woche vom 29. März bis 4. April (Woche 13) um 2,2 Prozent gesunken. Dies meldete das BAG am Donnerstag – und stellte gleichzeitig klar: Wegen verändertem Testverhalten über Ostern seien mehr Nachmeldungen zu erwarten.

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(Bild: Keystone)
Deutschland will Gespräche mit Russland über Sputnik V

Deutschland will mit Russland über mögliche Lieferungen des Corona-Impfstoffs Sputnik V sprechen. Die EU-Kommission habe erklärt, dass sie über das russische Präparat keine Verträge wie mit anderen Herstellern schliessen werde, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag im WDR5-«Morgenecho». Daraufhin habe er bei einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister erklärt, «dass wir dann bilateral auch mit Russland reden werden».

Deutschland will mit Russland über mögliche Lieferungen des Corona-Impfstoffs Sputnik V sprechen. (Bild: Keystone)

Zugleich betonte Spahn, dass es zunächst eine Zulassung des Impfstoffs durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA geben müsse. Dafür müsse Russland Daten liefern. Auch müsse geklärt werden, wie viel Impfstoff Russland kurzfristig liefern könne.

Einige deutsche Bundesländer haben aber schon vor einer möglichen EU-Zulassung Alleingänge gestartet. Bayern unterzeichnete am Mittwoch einen Vorvertrag über 2,5 Millionen Sputnik-Dosen, Mecklenburg-Vorpommern zog am Donnerstag mit einer Option auf eine Million Dosen nach.

Studierende fordern Rücksicht auf ihre Interessen

Studentinnen und Studenten rufen nach einem Jahr Einschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie um Hilfe. Ohne aktuelle Anzeichen auf eine Entspannung müssten die Studierenden eine Perspektive erhalten. Sonst würden Ausbildungen aufgrund der Krise abgebrochen.

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Studentinnen und Studenten rufen nach einem Jahr Einschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie um Hilfe. (Symbolbild: Keystone)
BAG meldet 2'449 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 2’449 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 20 neue Todesfälle und 156 Spitaleinweisungen.

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Gastrosuisse für Covid-19-Gesetz und gegen Agrarinitiativen

Der Branchenverband Gastrosuisse stellt sich hinter das Covid-19-Gesetz. Werde es abgelehnt, würden die Grundlagen für die Härtefallgelder zugunsten den Gastronomie fehlen. Hingegen lehnt der Verbandsvorstand das CO2-Gesetz und die beiden Agrarinitiativen ab, wie er am Donnerstag mitteilte.

Ohne das Covid-19-Gesetz könne der Bund stark von der Corona-Krise getroffene Betriebe nicht unterstützen, heisst es in einem Communiqué. Die Kantone allein hätten dazu nicht die Finanzkraft. Ob bei einem Nein eine neue Gesetzesgrundlage in nützlicher Frist geschaffen werden könne, sei fraglich.

Die Trinkwasser- und die Pestizidinitiative lehnt der Gastroverband mit der Begründung ab, dass diese die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben würden. Die Branche habe bereits aktuell mit hohen Warenkosten zu kämpfen.

Auch das CO2-Gesetz lehnt der Verband ab, weil er höhere Kosten für die Branche befürchtet. Solche Mehrkosten seien für die Betriebe in der aktuellen Krise nicht tragbar.

Corona: Deutsche Experten schlagen wegen Intensivbetten Alarm

Wegen der wieder stark wachsenden Belastung der Intensivstationen in Deutschland in der Corona-Pandemie schlagen Fachleute Alarm. «Liebe Entscheidungsträger, wie hoch sollen die Zahlen denn noch steigen bevor Ihr reagieren wollt???», schrieb der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, auf Twitter.

(Bild: Keystone)

Städte wie Bonn, Bremen und Köln hätten kaum noch freie Betten für den nächsten Herzinfarkt, Verkehrsunfall oder Covid-19-Patienten. Der Charité-Virologe Christian Drosten leitete den Text des Intensivmediziners am Donnerstag bei Twitter mit dem Kommentar «Dies ist ein Notruf» an seine mehr als 700’000 Follower weiter.

Seit Mitte März steigt deutschlandweit die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 wieder deutlich an. Derzeit sind es mehr als 4’400, zu Jahresbeginn waren es knapp 5’800 gewesen. «Wenn das so weiter geht, werden wir in Kürze auch leider Gottes über 5’000 Covid-19 Patienten haben», sagt der ehemalige Divi-Präsident Uwe Janssens am Mittwoch den Sendern RTL/ntv.

Polens Behörden melden fast 1'000 Corona-Tote an einem Tag

In Polen haben die Behörden binnen eines Tages 954 Tote nach einer Corona-Infektion gemeldet – den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Im gleichen Zeitraum wurden 27’887 Neuinfektionen registriert, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Warschau mitteilte. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, in die Zahlen seien 350 Menschen eingerechnet, die in der Zeit von Karfreitag bis Ostermontag gestorben seien und deren Tod erst mit Verzögerung gemeldet worden sei. «Wir müssen aber sicherlich mit einem steigenden Trend bei den Todesfällen rechnen», fügte er hinzu.

Dies ergebe sich aus der wachsenden Zahl der Covid-Patienten mit schweren Verläufen, die einen Klinikaufenthalt benötigen. Gegenwärtig werden 34’864 Covid-Patienten in den Spitälern behandelt, 3’362 von ihnen werden künstlich beatmet. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

24h-Post- und Paketautomaten erleben Boom im Corona-Jahr 2020

Die Möglichkeit, rund um die Uhr Pakete in Empfang zu nehmen oder zu verschicken, ist im Corona-Pandemie-Jahr 2020 so rege genutzt worden, wie nie zuvor. Die Post spricht von einem Boom ihrer My Post 24-Automaten, seit diese Ende 2013 installiert wurden.

(Bild: Keystone)

Immer mehr Kunden nutzen die Dienstleistungen der Post am liebsten rund um die Uhr, wie die Post in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Schliesslich hätten sich die Gewohnheiten der Bevölkerung verändert, und der Zettel im Briefkasten mit der Überschrift «Abholungseinladung» sei aus der Zeit geraten.

Nach der Einführung der Postautomaten im Jahr 2013 hat die Post deren Anzahl schrittweise erhöht: 2018 auf 94 und Anfang 2021 auf 183 Automaten. Und auch wenn die Post immer weniger Filialen selber betreibe, sei die Zahl der Post-Zugangspunkte seit 2016 gestiegen: von 4’200 auf heute rund 4’700.

Corona-Anstieg: Thailand legt Nachtleben in 41 Provinzen lahm

Wegen eines Anstiegs der Corona-Zahlen in Thailand werden in Bangkok und 40 weiteren Provinzen alle Unterhaltungslokale für zwei Wochen geschlossen. Betroffen seien Bars, Pubs, Clubs und Karaoke-Lokale, berichtete die Zeitung «Bangkok Post» am Donnerstag. Die Massnahme trete in Kraft, sobald Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha am Freitag den Plan unterzeichne, sagte der Sprecher des Zentrums für die Covid-19-Situationsverwaltung (CCSA), Taweesilp Visanuyothin.

Zuletzt waren neue Infektionsfälle vor allem in Nachtlokalen entdeckt worden. Zudem gebe es Angst vor einer Ausbreitung der britischen Variante in dem südostasiatischen Land, das bisher eher glimpflich durch die Krise gekommen ist, hiess es. Auch sorgen sich die Behörden wegen des traditionellen Neujahrsfests Songkran, das in der kommenden Woche gefeiert wird und zu dem Millionen Menschen unterwegs sind, um etwa ihre Familien zu besuchen.

Graubünden hebt Maskenpflicht für Primarschüler auf

Die Maskenpflicht für SchülerInnen der 5. und 6. Primarklasse an Bündner Schulen und Institutionen, die sich an den Schultestungen beteiligen, wird aufgehoben. Das schreibt der Kanton Graubünden in einer Mitteilung am Donnerstag, 8. April. Die Regierung begründe den Beschluss mit den positiven Erfahrungen aus den wöchentlichen Schultestungen. Mit den wöchentlich stattfindenden Schultestungen stehe ein Instrument zur Verfügung, um rasch Corona-Fälle zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen. Über 95 Prozent der Volksschulen nehmen an den Schultestungen teil.

Von der Aufhebung der Maskenpflicht ausgenommen sind Lehrpersonen und weiteres Schulpersonal. Auch SchülerInnen der Sekundarstufe I müssen weiterhin eine Maske tragen.

(Symbolbild: Keystone)
Corona-Rekord in Indien: Knapp 127'000 Fälle an einem Tag

Indien hat wieder einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. Innerhalb eines Tages seien 126’789 neue Infektionen erfasst worden, teilte das indische Gesundheitsministerium am Donnerstag, 8. April, mit. Demnach wurden auch 685 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert. In absoluten Zahlen ist Indien das am drittmeisten von Corona betroffene Land – nach Brasilien und den USA.

Trotzdem leben viele so, als gebe es kein Corona mehr. Sie feiern grosse hinduistische Feste und besuchen Regionalwahlveranstaltungen, bei denen viele Leute ohne Masken und Abstand zusammenkommen. Auch ansteckendere Virusmutanten dürften bei der Virus-Ausbreitung eine Rolle spielen.

Indien hat wieder einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. (Bild: Keystone)

Indien stellt Impfstoffe in Massenproduktion her – und bislang wurden nach offiziellen Angaben mehr als 90 Millionen Dosen verimpft. Aber in der grössten Demokratie der Welt leben mehr als 1,3 Milliarden Menschen. Der Gesundheitsminister des besonders betroffenen und reichsten Bundesstaates Maharashtra hatte kürzlich gewarnt, dass dort bald der Impfstoff ausgehe. Aber vom indischen Gesundheitsminister Harsh Vardhan hiess es dazu, dass solche Aussagen leichtsinnig seien und Panik verbreiteten.

Angesichts der raschen Virus-Verbreitung in Indien will Neuseeland vorübergehend alle Einreisen aus dem Land verbieten. Es ist das erste Mal, dass Neuseeländerinnen und Neuseeländer nicht mehr in ihr eigenes Land dürfen. Ausländerinnen und Ausländern dürfen schon seit einem Jahr nicht mehr einreisen.

Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in der Türkei

Die Corona-Neuinfektionen in der Türkei sind auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie angestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwochabend 54’740 Neuinfektionen an einem Tag und 276 Todesfällen in 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist besonders in der Millionenmetropole Istanbul hoch. Sie lag zuletzt bei rund 590 Fällen pro 100’000 Einwohner in einer Woche.

Die Türkei mit ihren rund 84 Millionen Einwohnern hatte Corona-Beschränkungen Anfang März teilweise aufgehoben – seitdem steigen die Fallzahlen rapide. Inzwischen gelten wieder strengere Massnahmen wie Ausgangsbeschränkungen am gesamten Wochenende in bestimmten Regionen. Im Fastenmonat Ramadan, der kommende Woche beginnt, sollen weitere Massnahmen greifen. Cafés und Restaurants, die zurzeit geöffnet sind, müssen dann etwa auf Paketservice umstellen.

French Open um eine Woche verschoben

Das French Open in Paris beginnt eine Woche später als geplant. Das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres soll nun vom 30. Mai bis 13. Juni stattfinden. Die Organisatoren erhoffen sich durch die Verschiebung eine Erhöhung der Zuschauerzahlen, sofern die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen gelockert werden. In Frankreich sind am letzten Wochenende für mindestens einen Monat strengere Massnahmen in Kraft gesetzt worden.

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Das French Open in Paris beginnt eine Woche später als geplant. (Bild: Keystone)
Deutlich mehr Corona-Tote binnen 24 Stunden in den USA

In den USA haben die Behörden binnen eines Tages 2’563 Tote nach einer Corona-Infektion gemeldet. Das waren fast 1’500 mehr als am gleichen Tag der Vorwoche mit 1’076, wie am Donnerstagmorgen aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore für Mittwoch hervorging. Zudem wurden für denselben Zeitraum 74’628 Neuinfektionen registriert. Vor einer Woche waren es 67’029 gewesen. Der bisherige Tagesrekord an Neuinfektionen war in den USA mit 300’295 am 2. Januar erreicht worden. Die Todesfälle erreichten am 12. Januar mit 4’476 den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

Mit bisher mehr als 559’100 Toten und 30,9 Millionen Infektionen sind die USA in absoluten Zahlen das weltweit am stärksten von der Pandemie betroffene Land. Inzwischen wurden mehr als 64,4 Millionen Menschen vollständig geimpft. Insgesamt zählen die USA knapp 330 Millionen Einwohner.

Auch Spanien empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff nur für über 60-Jährige

Auch in Spanien soll der Corona-Impfstoff von Astrazeneca vorerst nicht mehr an unter 60-Jährige verabreicht werden. Das habe das Gesundheitsministerium den Regionen des Landes empfohlen, teilte Ministerin Carolina Darias in der Nacht zum Donnerstag in Madrid mit. Es handele sich um einen vorläufige Vorschlag. «Mit den bisher vorliegenden Informationen und als Vorsichtsmassnahme wird empfohlen, den Impfstoff bei Menschen ab 60 Jahren einzusetzen», so Darias nach einem Treffen des Interterritorialen Gesundheitsrates.

Auch in Spanien soll der Corona-Impfstoff von Astrazeneca vorerst nicht mehr an unter 60-Jährige verabreicht werden. (Bild: Keystone)

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am Mittwoch erklärt, dass es sich nach ihrer Einschätzung bei den aufgetretenen Blutgerinnseln um Nebenwirkungen des Vakzins handelt. Die EMA nahm jedoch keine Änderung an ihrer uneingeschränkten Empfehlung für den Impfstoff vor. In Europa gelten in unterschiedlichen Staaten schon länger unterschiedliche Regeln beim Einsatz des Astrazeneca-Mittels.

Gratis-Selbsttests für 50 Franken auf Ricardo

Seit Mittwoch, 7. April, sind die Gratis-Selbsttests in den Schweizer Apotheken erhältlich. Alle BürgerInnen können pro Monat fünf solcher Tests beziehen. News-Scouts von «20 Minuten» entdeckten nun beim Internet-Auktionshaus Ricardo solche Selbsttests. Ein Screenshot zeigt, wie ein User fünf Test für 30 Franken anbietet. Ein weiterer User will dafür gar 50 Franken.

Die Angebote seien von Ricardo entfernt worden. «Es ist nicht im Sinne von Ricardo, dass ein solch kostenloses und limitiertes Produkt zur Eindämmung der Pandemie weiterverkauft und daraus ein Profit gezogen wird», hiess es auf Anfrage von «20 Minuten».

(Bild: Keystone)
Umfrage: Reguläre Abschlussprüfungen für Betriebe machbar

Die Betriebe, die Lernende ausbilden, sind in einer Umfrage zwar mehrheitlich der Ansicht, dass die Lehrabschlussprüfungen in diesem Jahr trotz Pandemie regulär durchgeführt werden können. Eher skeptisch sind sie allerdings in Sachen Chancengleichheit.

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(Bild: Keystone)
Wiederbeginn in der NLA

Am Wochenende wird auch in der Tischtennis-NLA nach der Corona-bedingten Pause der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Der Abschluss soll am 26. oder 27. Juni mit den Superfinals in Muttenz stattfinden. Bei den Männern wird mit vier Nachtragsspielen sowie der 5. Runde gestartet, bei den Frauen mit der Doppelrunde 5 und 6. Während bei den Frauen nach dem gewohnten Modus gespielt wird, sind bei den Männern pro Wochenende üblicherweise drei Runden an jeweils zwei Spielorten vorgesehen. Pro Partie werden deshalb höchstens fünf (vier Einzel und ein Doppel) statt bis zu 10 Spiele ausgetragen, wobei die Begegnung entschieden ist, sobald ein Team drei Siege geholt hat.

Wegen des unterschiedlichen Vorbereitungsstandes wird beim Wiederbeginn interessant sein zu sehen, in welcher Form sich die einzelnen Akteure befinden. Unklar ist zudem vor allem, inwieweit die verpflichteten Ausländer überhaupt zur Verfügung stehen beziehungsweise diese ohne Auflagen ein- oder ausreisen können.

Jungfraubahn zieht beim Wintersport trotz Corona positive Bilanz

Die Jungfraubahn-Gruppe hat 2020 insbesondere wegen des Wegfalls des internationalen Tourismus infolge der Coronakrise stark gelitten. Am geringsten betroffen von der Krise war aber der Wintersport. Die Zahl der «Skier Visits» in der gesamten Jungfrau Ski Region – ein Kooperationsprodukt, an dem die Jungfraubahn-Gruppe mit über 60 Prozent beteiligt ist – sank im Vergleich zu 2019 infolge des abrupten Saisonendes am 14. März 2020 zwar um 16 Prozent auf rund 898’000, wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte. Der anteilige Verkehrsertrag der Jungfrau-Gruppe nahm aber um lediglich 5,2 Prozent auf 22,2 Millionen Franken ab.

Jungfraubahn erleidet wegen Corona erstmals einen Verlust

Nach den Rekordzahlen in den Vorjahren hat die Jungfraubahn im Geschäftsjahr 2020 erstmals in ihrer Geschichte einen Verlust hinnehmen müssen. Nachdem infolge der Pandemie rund zwei Drittel weniger Besucher den Weg aufs Jungfraujoch gefunden hatten, wurde dieser aber bereits erwartet. Das laufende Jahr dürfte weiter stark von der Krise geprägt sein.

Nach den Rekordzahlen in den Vorjahren hat die Jungfraubahn im Geschäftsjahr 2020 erstmals in ihrer Geschichte einen Verlust hinnehmen müssen. (Bild: Keystone)

Der Betriebsertrag sank 2020 um fast die Hälfte auf 126 Millionen Franken, nach 223,3 Millionen im Vorjahr, wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei -11,2 Millionen, nach einem Plus von 67,5 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich stand ein Reinverlust von 9,7 Millionen nach einem Rekordgewinn von 53,3 Millionen in der Vorjahresperiode. Auf eine Dividende wird für 2020 wie schon für 2019 angesichts der noch immer grossen Unsicherheiten erwartungsgemäss verzichtet.

Hautärzte raten zu Desinfektionsmitteln statt Seife

Ständiges Händewaschen mit Seife in der Corona-Pandemie hat zu mehr Handekzemen geführt. Darauf weist die Deutsche Dermatologische Gesellschaft hin und empfiehlt, lieber zu Desinfektionsmittel zu greifen. «Die empfohlenen intensivierten Massnahmen der Handhygiene bergen ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko für die Entstehung von Handekzemen», sagte der Sprecher der Gesellschaft, Peter Elsner (Uniklinikum Jena) der Deutschen Presse-Agentur.

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Hautärzte raten zu Desinfektionsmitteln statt Seife. (Bild: Keystone)
Zweite Corona-Welle: Argentinien verhängt wieder Ausgangssperren

Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Argentinien verhängt die Regierung des Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen. In den besonders betroffenen Distrikten gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 24 und 6 Uhr, wie Präsident Alberto Fernández ankündigte. «Argentinien hat die zweite Welle erwischt», sagte der Staatschef. «Als Präsident ist es meine Verantwortung, die Zügel in die Hand zu nehmen und das Land zu führen.» Trotz einer Impfung hatte sich Fernández zuletzt selbst mit dem Coronavirus infiziert.

Private Zusammenkünfte in Häusern und Wohnungen über die eigene Familie hinaus werden bis Ende April untersagt, Treffen unter freiem Himmel auf höchstens 20 Personen begrenzt. Restaurants und Bars müssen um 23 Uhr schliessen, Kasinos und Diskotheken werden komplett geschlossen. Den öffentlichen Nahverkehr dürfen nur noch Mitarbeiter aus essenziellen Sektoren benutzen.

Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Argentinien verhängt die Regierung des Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen. (Bild: Keystone)
Schweiz schliesst sich US-Kritik an WHO-Pandemie-Bericht nicht an

Die Schweiz will sich im Streit um einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie nicht exponieren. Sie schliesst sich einem Medienbericht zufolge dem Protest der USA und dreizehn weiterer Staaten für eine zusätzliche Untersuchung nicht an.

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(Bild: Keystone)
Italien empfiehlt AstraZeneca-Impfstoff nun für über 60-Jährige

Auch Italien ändert seine Impfrichtlinien und empfiehlt das Präparat von AstraZeneca jetzt für Menschen über 60 Jahre. Das gab der Präsident des obersten Gesundheitsinstituts (CTS), Franco Locatelli, am 7. April in Rom bekannt.

Er und andere Experten des Gesundheitsministeriums betonten, dass der Impfstoff in Italien weiter als ein sehr gutes Mittel eingestuft werde. Aufgrund von sehr seltenen Vorkommnissen von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit dem Präparat habe Gesundheitsminister Roberto Speranza sich aber für die «bevorzugte Verwendung» von AstraZeneca-Dosen bei Menschen über 60 Jahre entschieden.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am Mittwoch erklärt, dass es sich nach ihrer Einschätzung bei den Blutgerinnseln um Nebenwirkungen des Vakzins handelt. Die EMA nahm jedoch keine Änderung an ihrer uneingeschränkten Empfehlung für den Impfstoff vor. Italien hatte sich zuletzt daran orientiert.

Auch WHO für weitere Verwendung von AstraZenecas Corona-Impfstoff

Nach der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorerst für die weitere Verwendung des Impfstoffs von AstraZeneca ausgesprochen.

Nach aktueller Datengrundlage scheine ein Zusammenhang mit Thrombosen zwar plausibel, aber nicht bestätigt, teilten die Experten des Impfkomitees der WHO am Mittwochabend, 7. April, mit. Es bedürfe noch weiterer Studien, um eine mögliche Verbindung zwischen Impfung und etwaigem Risiko zu untersuchen.

EMA empfiehlt AstraZeneca-Impfstoff weiter – Briten schränken ein

Die Überprüfungen seltener Fälle von Blutgerinnseln nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff durch Experten in der EU und Grossbritannien haben am Mittwoch, 7. April, überraschende Ergebnisse erbracht. Während die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) zwar feststellte, dass es sich um Nebenwirkungen des Vakzins handelt, nahm sie keine Änderung an ihrer uneingeschränkten Empfehlung für den Impfstoff vor.

Die britische Impfkommission JCVI (Joint Committee on Vaccination and Immunisation) wollte sich hingegen nicht festlegen, was die Ursache der Blutgerinnsel ist. Sie passte aber ihre Empfehlung für Menschen unter 30 Jahren an, die nun ein anderes Vakzin verabreicht bekommen sollen.

Löst weiterhin Unsicherheit aus: Der Impfstoff von AstraZeneca wird von Gesundheitsexperten unterschiedlich beurteilt. (Bild: Keystone)
Britische Corona-Variante in USA nun häufiger als Ursprungsvirus

Die zuerst in Grossbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 kommt in den USA nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC inzwischen häufiger vor als das ursprüngliche Virus. CDC-Chefin Rochelle Walensky sagte am 7. April in Washington, auf Basis der jüngsten Schätzungen sei die britische Corona-Variante in den Vereinigten Staaten die aktuell vorherrschende Variante. Die Behörde hatte bereits im Januar gewarnt, dass es dazu kommen könnte.

Grundlage für das Aufspüren von Corona-Mutanten ist die sogenannte Genom-Sequenzierung. Da dies in den USA nur in begrenztem Ausmass gemacht wird, sind die Angaben zur Verbreitung der Virusvariante lediglich Schätzungen.

Corona-Krise: Lebenserwartung sinkt in fast allen EU-Staaten

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist im ersten Jahr der Corona-Pandemie in fast allen EU-Ländern gesunken. 22 der 27 Länder verzeichneten 2020 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte.

Am stärksten waren Spanien (minus 1,6 Jahre) und Bulgarien (1,5 Jahre) betroffen. Unter der Lebenserwartung zu einem bestimmten Zeitpunkt versteht man die Anzahl der Jahre, die eine Person im Schnitt noch zu leben hat, wenn die zu dem Zeitpunkt herrschenden Sterbebedingungen weiter gelten würden. Die angegebenen Zahlen für 2020 sind Eurostat zufolge vorläufige Schätzungen für die Lebenserwartung bei Geburt.

Italien holt beim Impfen auch die Unternehmen ins Boot

Italiens Regierung will für ihre Corona-Impfkampagne verstärkt die Unternehmen ins Boot holen. Sie unterschrieb ein Protokoll mit Vertretern von Unternehmen und Gewerkschaften, das den Weg fürs Impfen im Betrieb ebnen soll.

Gesundheitsminister Roberto Speranza sprach am Mittwoch, 7. Apri, auf Facebook von einem Erfolg, der «helfen wird, die Gesundheit am Arbeitsplatz zu schützen».

Im Nachbarland war am Mittwoch ein neues Corona-Dekret der Regierung des Ministerpräsidenten Mario Draghi in Kraft getreten. Damit wurden viele Corona-Sperren bis Ende April verlängert. So soll es zunächst keine Gelben Zonen mehr mit besonders wenigen Einschränkungen geben. Die Regionen gehören dem Dekret nach zu den Roten oder Orangen Zonen, in denen zum Beispiel die Reisefreiheit eingeschränkt ist.

Für mehr als fünf Millionen Schüler ging allerdings der Präsenzunterricht am Mittwoch nach Ostern wieder los. Auch in den Roten Zonen sollen die Mädchen und Jungen bis zur sechsten Klasse künftig wieder in die Klassenräume zurückkehren. Für die älteren Schüler soll der Distanzunterricht ebenfalls allmählich enden.

Britische Impfkommission: AstraZeneca nur noch für über 30-Jährige

Die britische Impfkommission hat ihre Empfehlung für den AstraZeneca-Impfstoff nach einer Überprüfung geändert. Das Präparat soll künftig möglichst nur noch über 30-jährigen Erwachsenen verabreicht werden, wie die Kommission am Mittwoch mitteilte. Grund sind Berichte über seltene Fälle von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Vakzin.

In Grossbritannien sind nach Angaben der Arzneimittelbehörde MHRA bislang 79 Fälle von seltenen Blutgerinnseln nach Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff aufgetreten. Dabei kam es zu 19 Todesfällen. Die meisten dieser Fälle betrafen junge Menschen. Ein direkter Zusammenhang mit dem Impfstoff konnte laut Impfkommission zwar noch nicht nachgewiesen worden. Aber angesichts des geringeren Risikos für jüngere Menschen an Covid-19 zu sterben, habe man diese Abwägung getroffen, hiess es.

EU-Arzneimittelbehörde gibt für AstraZeneca-Impfstoff grünes Licht

Trotz sehr seltener Fälle von Hirnthrombosen empfiehlt die EU-Arzneimittelbehörde EMA uneingeschränkt die Anwendung des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die EMA am Mittwoch in Amsterdam.

Nutzen überwiege Risiken: Die EU-Arzneimittelbehörde gibt für den Corona-Impfstoff von AstraZeneca grünes Licht. (Bild: Keystone)
BAG hält sich an festgelegtes Vorgehen beim Impfen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will seine Impfstrategie nicht ändern. Die Halbierung von Impfdosen oder die Verabreichung von vorerst nur einer Impfdosis seien kein Thema, sagte Patrick Mathys, Leiter Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Es seien keine wirklichen Vorteile von einem solchen Paradigmenwechsel erkennbar. Zudem würden in den kommenden Wochen und Monaten nun die grossen Mengen an Impfdosen in der Schweiz eintreffen. Diese sofort zu verabreichen, sei dann wichtig, sagte Mathys.

Wann man die Schwelle zur zweiten Impfphase erreicht haben wird, dazu wollten sich der BAG-Vertreter und die bernische Kantonsärztin Linda Nartey nicht konkret äussern. Man nähere sich der Schwelle zum Impfzugang auch für Menschen mit kleineren Gesundheitsrisiken «demnächst» an, sagte Nartey nur. Die älteren Risikopatienten seien mehrheitlich geimpft. Die genauen Zahlen kenne sie allerdings nicht.

Definierte Richtwerte sprechen gegen neue Lockerungen

Drei der vier vom Bundesrat definierten Richtwerte für allfällige Lockerungsschritte sind aktuell nicht erfüllt. Weitere Aussagen zu den Entscheiden des Bundesrats von kommender Woche waren der Expertenrunde des Bundes nicht zu entlocken.

Der Bundesrat würde den Gesamtkontext bei seinen Entscheidungen beachten, da spielten auch andere Fragen eine Rolle, sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Er wage deshalb keine Prognose.

Auch er gebe keine Empfehlungen ab, sagte Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Covid-Taskforce des Bundes. Klar sei aber, dass es sehr viel wert sei, die Fallzahlen tief zu halten. «Wie dies geschieht, ist eine politische Frage.»

Diese Länder sind neu auf der BAG-Risikoliste

Keine Frühlingsferien in der Türkei ohne nachfolgende Quarantäne: Das BAG hat die beliebte Destination neu auf die Liste der Risikoländer gesetzt.Gestrichen von der Liste hat es hingegen den Impfturbo Israel. Die neue Liste gilt ab dem 14. April, wie das BAG am Mittwoch bekanntgab.

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Die Türkei ist neu ab 19. April 2021 auf der BAG-Risikoliste. (Bild: Keystone)
Keine weitere Lieferverzögerungen bei Impfstoffen erwartet

Das BAG geht davon aus, dass die Schweiz die restlichen Impfstoffe termingerecht erhalten wird. Es rechnet nicht mit weiteren Verzögerungen wie in anderen Ländern. Dies sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, am Mittwoch vor den Medien in Bern. Wann der Astrazeneca-Impfstoff in der Schweiz zugelassen werde, sei noch unklar.

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Ackermann: «Die Ziellinie ist nahe»

Laut Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Covid-Taskforce des Bundes, lohnt es sich, die Fallzahlen bis zum Ende der Impfkampagne tief zu halten. «Die Ziellinie ist nahe.» Es lohne sich, in den nächsten drei Monaten noch einmal einen Effort zu leisten. «Es gibt viele Gründe, noch etwas durchzuhalten», sagte Ackermann am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Studien zeigten, dass sich die Situation deutlich und spürbar entspanne, sobald rund die Hälfte der Menschen einer Bevölkerungsgruppe geimpft sei.

(Bild: Keystone)

Bis alle geimpft seien, die dies wollen, gelte es, die Fallzahlen unter Kontrolle zu halten, sagte Ackermann. Damit seien zahlreiche Vorteile verbunden – wie etwa die Entlastung des medizinischen Personals oder die Sicherstellung einer lückenlosen Kontaktverfolgung.

Entscheid über technische Lösung für Impf-Zertifikat in 14 Tagen

Das BAG will in den nächsten zwei Wochen den Entscheid fällen, welche technische Lösung für die Umsetzung des Covid-Zertifikats zur Anwendung gelangen soll. Bis im Sommer will der Bund ein international anerkanntes Impf-Zertifikat zur Verfügung stellen. Man sei derzeit mit verschiedenen Produkteanbietern in der Evaluationsphase für eine technische Lösung, sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, am Mittwoch vor den Medien in Bern. Der Entscheid werde voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen fallen.

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(Symbolbild: Keystone)
Pharmasuisse: Abgabe und Beratung verlaufen geordnet

Der erste Tag der Abgabe von Corona-Selbsttests in den 1’800 Schweizer Apotheken verläuft nach Angaben von Pharmasuisse geordnet. Dies, obwohl die Nachfrage wie erwartet sehr hoch sei. Grössere Engpässe zeichneten sich bisher nicht ab.

Weil wegen der Schutzkonzepte nur eine begrenzte Anzahl von Kundinnen und Kunden die Apotheke betreten dürften, sei es teilweise zu Wartekolonnen gekommen, teilte der Apothekerverband Pharmasuisse am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Aber die Menschen hätten sich sehr geduldig verhalten.

Die Abgabe der Selbsttests sei «beratungsintensiv». Denn die Leute wollten wissen, was sie unternehmen müssten, wenn der Test positiv ausfalle, wird Pharmasuisse-Präsidentin Martine Ruggli in der Stellungnahme zitiert. Neben Anwendungsfragen liessen sich die Kundinnen und Kunden aber auch über Selbstbehalt und Franchise informieren.

Selbsttest befreit nicht von Quarantäne

Selbsttests können nicht beigezogen werden, um von einer Quarantäne oder einer Isolation entbunden zu werden. Dies betonte am Mittwoch Linda Nartey, Berner Kantonsärztin und Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, in Bern vor den Medien. In der Schweiz würden zunehmend serielle Tests angeboten, etwa in den Schulen. Über die Ostertage habe es eine Impf-Baisse gegeben. Im Kanton Bern seien nun aber am ersten Tag nach Ostern bereits wieder 6200 Impfdosen verabreicht worden. Dies sei ein Rekord, sagte Nartey.

Selbsttests können nicht beigezogen werden, um von einer Quarantäne oder einer Isolation entbunden zu werden. (Bild: Keystone)
Bund warnt vor neuerlicher Belastung der Spitäler

Weil sich der ansteigende Trend bei den Corona-Fallzahlen fortsetzt, warnt der Bund vor einer neuerlichen Belastung der Spitäler. Insbesondere die noch nicht durchgeimpfte Altersgruppe der 50- bis 70-Jährigen bereite den Behörden Sorgen.

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(Bild: Keystone)
WHO-Chef: Corona hat das Beste und Schlechteste im Menschen gezeigt

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat angesichts des Weltgesundheitstages eine ungerechte Verteilung von Impfstoffen angeprangert. Länder mit geringen Einkommen hätten erst 0,1 Prozent der Corona-Impfstoffe erhalten, sagte er am Mittwoch während einer Online-Veranstaltung. Die Pandemie habe das Beste aber auch das Schlechteste der Menschheit zum Vorschein gebracht.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat angesichts des Weltgesundheitstages eine ungerechte Verteilung von Impfstoffen angeprangert. (Bild: Keystone)

So hätten viele Arbeiterinnen und Arbeiter im Gesundheitswesen Mut gezeigt, und es habe auch gute Ambitionen von Firmen gegeben. Gleichzeitig sei die Ungleichheit in der Welt grösser geworden und es habe Unternehmen gegeben, die von der Not anderer profitieren wollten.

Der 56-Jährige betonte, dass Marktkräfte allein die Verteilung von Lebenswichtigen Gütern nicht sicherstellen könnten und die Pandemie noch lange nicht vorbei sei. «Wir haben vielleicht unterschiedliche Kulturen, Sprachen und einen unterschiedlichen Glauben aber wir teilen die gleiche DNA», sagte der Äthiopier. Es brauche eine Wirtschaft die betrachte, welche Einflüsse ihre Produkte und Dienstleistungen auf Menschen und Umwelt hätten.

Anpfiff zum Impfen: Im Stade de France Spritzen gegen Covid

Beim Namen Stade de France denkt in Frankreich aktuell wohl niemand mehr an grosse Sportveranstaltungen. Seit Anfang der Woche ist Frankreichs grösstes Stadion ein riesiges Impfzentrum – Vaccinodrome heisst es auf Französisch. Zu Beginn sollen dort um die 10’000 Impfungen gegen Covid-19 pro Woche verabreicht werden. Vor dem Stadion nördlich von Paris im Vorort Saint-Denis stehen die Menschen schon am Morgen Schlange, einige haben Klappstühle mitgebracht.

(Bild: Keystone)
China-Geschäft treibt Autoabsatz von Daimler an
Eine starke Nachfrage im wichtigsten Einzelmarkt China hat die Verkäufe des deutschen Autobauers Daimler angetrieben. Die weltweiten Auslieferungen der Stammmarke Mercedes-Benz kletterten im ersten Quartal des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über ein Fünftel auf 581’270 Autos, wie der Konzern am Mittwoch in Stuttgart mitteilte.

In China, dem grössten Automarkt der Welt, wuchs der Pkw-Absatz der Marke Mercedes-Benz um gut 60 Prozent. Dort laufen die Geschäfte für den Autobauer nach einem zwischenzeitlichen Corona-Einbruch im Vorjahr wieder rund. Mit 222’520 ausgelieferten Fahrzeugen sei hier ein Absatzrekord erzielt worden, hiess es.

2301 neue Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 2’301 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 21 neue Todesfälle und 112 Spitaleinweisungen. Alles dazu lesen Sie hier.

Drastischer Anstieg der Corona-Fälle im Iran - Vierte Welle

Im Iran ist die Anzahl der neuen Corona-Fälle und der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 erneut drastisch gestiegen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch wurden binnen eines Tages 193 Todesfälle und 21 954 Neuinfektionen im Zusammenhang mit dem Virus erfasst. Die vierte Corona-Welle sei eingetreten. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 liege bei fast 2 Millionen, die der Toten über 63 000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Den drastischen Anstieg begründet das Ministerium mit den Lockerungen während der zweiwöchigen persischen Neujahrsferien (21. März bis 2. April). In dieser Zeit waren viele Iraner auf In- und Auslandreisen und hielten die Corona-Verhaltensregeln nicht ein. Daher sollen erneut strenge Lockdowns verhängt werden.

So funktioniert der Selbsttest

Nach unzähligen Video-Anleitungen zum Selbsttest zeigt das BAG jetzt offiziell, wie’s geht:

(Video: Youtube)
Solberg will Norwegen schrittweise aus Beschränkungen führen

Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg will ihr Land schrittweise aus den Corona-Massnahmen führen. Dazu plant ihre Regierung eine vierstufige Wiederöffnungsstrategie, bei der zunächst ein Fokus auf Kinder und Jugendliche, dann auf Arbeitsplätze und Wirtschaft gelegt wird, wie Solberg am Mittwoch im Parlament in Oslo sagte.

Zwischen den Stufen sollen jeweils drei Wochen vergehen, sofern die Zahl der Infektionen nicht zunimmt. Ziel des Plans sei es, Vorhersehbarkeit zu schaffen. Auf konkrete Daten – wie das etwa zuletzt Dänemark getan hat – wollte sie sich aber nicht festlegen.

Deutsche Regierung für «kurzen einheitlichen Lockdown»

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist die deutsche Regierung für ein erneutes deutliches Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland. Sie unterstützt indirekt die Idee eines «Brücken-Lockdowns» von CDU-Chef Armin Laschet.

Die deutsche Regierung unterstützt indirekt die Idee eines «Brücken-Lockdowns» von CDU-Chef Armin Laschet. (Bild: Keystone)

Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Laschets Vorschlag bewerte, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin, es gebe im Augenblick bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache. «Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig», sagte die.

«Die Vielfalt der beschlossenen Regeln trägt im Moment nicht zur Sicherheit und zur Akzeptanz bei», fügte Demmer hinzu. Für vorgezogene Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin, wie von Laschet ebenfalls vorgeschlagen, gibt es nach ihren Worten im Moment aber «erkennbar keine Mehrheit». Die nächsten Beratungen der Kanzlerin mit den Länderchefs sind für Montag geplant.

Schaffhauser Rechnung 2020 trotz Corona mit 2,5 Millionen Plus

Die Rechnung 2020 des Kantons Schaffhausen weist ein Plus von 2,5 Millionen Franken auf. Dies nach der Bildung einer finanzpolitischen Reserve in Höhe von 70 Millionen Franken. Ohne diese beträgt der Überschuss also sogar 72,5 Millionen Franken.

Zum fünften Mal in Folge schreibt der Kanton Schaffhausen schwarze Zahlen. Grund für das erfreuliche Ergebnis im Jahr 2020 sind vor allem die höhere Gewinnausschüttung der Nationalbank und der Schaffhauser Kantonalbank sowie unerwartet gute Steuererträge der juristischen Personen, wie das Finanzdepartement am Mittwoch mitteilte.

Wie viele Menschen an Verschwörungsmythen glauben und warum

In einer Umfrage der Universität Basel haben zehn Prozent der Befragten mindestens einer Corona-Verschwörungsaussage stark zugestimmt. Den grössten Anklang fanden Aussagen, die nahelegten, dass das Virus menschengemacht oder die offizielle Erklärung zur Ursache des Virus anzuzweifeln sei, teilte die Hochschule am Mittwoch mit.

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(Bild: Keystone)
Trotz Krise nehmen Konkurse und Betreibungen 2020 ab

Es klingt paradox: Ausgerechnet 2020, im Jahr der grössten Wirtschaftskrise seit den Siebzigerjahren, haben Firmenkonkurse und Betreibungen in der Schweiz deutlich abgenommen. Doch die Zahlen sind mit Vorsicht zu geniessen, denn die Massnahmen des Bundes zur Verhinderung von Konkursen zeigten Wirkung.

Die Zahl der eröffneten Firmen- und Privatkonkursverfahren ging vergangenes Jahr in der gesamten Schweiz um 6,6 Prozent zurück, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch, 7. April, mitteilte. Zum Vergleich: 2019 wurden rund 13’800 Insolvenzen registriert, 2020 waren es nur noch 12’900.

Dabei wurden in allen Regionen der Schweiz weniger Konkursverfahren eröffnet als im Vorjahr, die Zahl des Rückgangs schwankte aber je nach Region stark. Am schwächsten war der Rückgang mit 2,8 Prozent in der Nordwestschweiz. Am stärksten gingen die Konkurseröffnungen mit 15,9 Prozent im Tessin zurück.

Urner Demo-Einschränkung wird vor Bundesgericht bekämpft

Das vorläufige Verbot des Kantons Uri von Demonstrationen mit mehr als 300 Personen soll vom Bundesgericht auf seine Verfassungsmässigkeit überprüft werden. Das «Aktionsbündnis Urkantone – Für eine vernünftige Corona-Politik» hat eine entsprechende Beschwerde eingereicht, wie es am Mittwoch, 7. April, mitteilte.

Am 10. April hätten Gegnerinnen und Gegner der Coronapolitik bei Altdorf UR eine grosse Demonstration durchführen wollen. Der Urner Regierungsrat erteilte dafür aber keine Bewilligung, weil bei einem Anlass mit tausenden Personen die Maskenpflicht nicht durchsetzbar sei. Zudem nahm der Regierungsrat in der kantonalen Covid-Verordnung die Bestimmung auf, wonach vorderhand keine Kundgebungen mit mehr als 300 Personen bewilligt werden.

Berner Strassenmusikfestival Buskers wegen Corona-Pandemie abgesagt

Das Strassenmusikfestival Buskers in Bern findet dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie bereits zum zweiten Mal nicht statt. Die Planungsunsicherheit sei auf allen Ebenen derart gross, dass die Organisatoren keine andere Möglichkeit sahen, als das Festival abzusagen, wie diese am Mittwoch mitteilten.

Das Strassenmusikfestival Buskers in Bern findet dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie bereits zum zweiten Mal nicht statt. (Archivbild: Keystone)

Sie hätten bis zuletzt gehofft, das Festival mit einem Corona-konformen Konzept durchführen zu können, «trotz mehrmonatigem Planungsrückstand». Allerdings könnten die Beteiligten nicht mehr länger vertröstet und auf Standby gehalten werden, schreiben die Organisatoren. Das nächste Buskers ist für den August 2022 geplant.

Corona-Neuinfektionen im Gazastreifen auf Höhepunkt

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Gazastreifen hat einen Höhepunkt erreicht. Wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Palästinensergebiet am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1’916 neue Corona-Fälle registriert.

Dies ist die höchste Zahl an einem Tag seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr. Insgesamt wurden den Angaben zufolge am Dienstag 4’982 Tests gemacht, von denen mehr als ein Drittel positiv ausfielen. Seit Beginn der Pandemie sind in dem Küstenstreifen laut Ministerium insgesamt 642 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Corona-Rekord in Indien: Knapp 116'000 Fälle an einem Tag

Indien hat einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. Innerhalb eines Tages seien 115’736 neue Infektionen erfasst worden, wie das indische Gesundheitsministeriums am Mittwoch mitteilte. Demnach wurden auch 630 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert. Es wird befürchtet, dass diese Zahlen in dem Riesenland weiter deutlich steigen. In absoluten Zahlen ist Indien das am drittmeisten von Corona betroffene Land – nach Brasilien und den USA.

(Bild: Keystone)

Trotzdem leben viele Inderinnen und Inder so, als gebe es kein Corona mehr. Sie feiern grosse hinduistische Feste und besuchen Regionalwahlveranstaltungen, bei denen viele Leute ohne Masken und Abstand zusammenkommen. Auch ansteckendere Virusmutanten könnten eine Rolle bei der Verbreitung spielen.

Olympischer Fackellauf durch Präfektur Osaka abgesagt

Der olympische Fackellauf durch die japanische Präfektur Osaka ist abgesagt worden. Die Regierung hat in drei Präfekturen den Ausnahmezustand erklärt, weil eine neue Corona-Welle befürchtet wird. Gouverneur Hirofumi Yoshimura erklärte, dass das medizinische Versorgungssystem einer enormen Belastung ausgesetzt sei, da die ansteckendere Virusmutation vor allem bei jungen Menschen die Infektionen in die Höhe schnellen liessen.

Reger Betrieb aber keine langen Schlangen für Selbsttests

Der Ansturm auf die Corona-Selbsttests hat sich am ersten Tag, an dem diese verfügbar sind, vielerorts in Grenzen gehalten. Gemäss einem Augenschein in einigen Apotheken in der Schweiz herrschte am Morgen zwar reger Betrieb, aber es gab keine langen Warteschlangen.

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(Bild: Keystone)
Sinkende Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Wochenvergleich erneut deutlich gesunken. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9’677 Fälle. Zudem wurden 298 neue Todesfälle verzeichnet.

(Bild: Keystone)

Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17’051 Neuinfektionen und 249 neue Todesfälle verzeichnet. Nach RKI-Annahmen wird derzeit aufgrund von Urlaub und geschlossener Praxen gegebenenfalls noch etwas weniger getestet als vor den Ferien. Das RKI geht davon aus, dass die Testhäufigkeit erst nach den Osterferien, also in den meisten Bundesländern nach dem kommenden Wochenende, wieder auf einem mit den Vorwochen vergleichbaren Niveau liegt.

Menschenrechtslage hat sich in Corona-Krise deutlich verschlechtert

Amnesty International beklagt eine deutliche Verschlechterung der Menschenrechtslage für Millionen Menschen weltweit im Zuge der Corona-Krise. In vielen Regionen habe die Pandemie Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdrückung verstärkt, erklärte die Organisation anlässlich der Veröffentlichung ihres Jahresberichts. Die Krise sei von zahlreichen Staaten missbraucht worden, um Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit weiter einzuschränken.

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(Symbolbild: Keystone)
Studie: Corona schädigt auch Psyche und Nerven

Corona-Patienten haben häufiger neurologische oder psychische Probleme als Menschen mit anderen Atemwegserkrankungen. Eine britische Studie im Fachjournal «The Lancet Psychiatry» fand ein um 44 Prozent höheres Risiko für Angsterkrankungen oder Stimmungsschwankungen als nach einer Grippe.

«Unsere Ergebnisse zeigen, dass Hirnerkrankungen und psychiatrische Störungen nach Covid-19 häufiger auftreten als nach der Grippe oder anderen Atemwegsinfektionen», teilte Mitautor Max Taquet von der Universität Oxford mit. Die genauen Gründe dafür seien noch unklar.

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(Bild: Keystone)
Genesene wie Geimpfte behandeln?

Wer bereits eine Corona-Infektion überstanden hat, bleibt meist lange geschützt und ist kein Risikopatient mehr. Darum könnte man diese wie Geimpfte behandeln, heisst es in der «BaZ» am Mittwoch, 7. April. Gemäss einer Studie vom Dezember haben etwa 17 Prozent der Schweizer Bevölkerung bereits eine Covid-19-Erkrankung hinter sich. Davon dürften viele aber noch lange keine Impfung erhalten, weil sie jung und keine Risikopatienten sind.

Gründe, die dafür sprechen, Genesene wie Geimpfte zu behandeln:

  • Sie seien mindestens sechs Monate vor einer Zweitinfektion geschützt – wenn nicht sogar länger.
  • Bei Re-Infektionen dürften selten schwere Verläufe auftreten.
  • Sie seien vor der britischen Mutation geschützt, eventuell auch vor anderen Corona-Varianten.

Ausserdem würden Genesene nur eine Impfdosis brauchen, was der Impfstoff-Knappheit entgegenwirken würde. Genesene können nicht immunisierte Personen anstecken, dies gelte jedoch auch für Geimpfte.

Das Problem sei der Nachweis einer Infektion. Viele Genesene wüssten gar nicht, dass sie bereits eine Corona-Erkrankung hinter sich haben. Ein PCR-Test sei eine verlässliche Aussage, aber die meisten hätten wohl keine schriftliche Bestätigung der Infektion. Und wenn doch, sei dieses Schriftstück nicht fälschungssicher.

Abgabestart in den Apotheken für fünf monatliche Selbsttests

Ab heute Mittwoch, 7. April, sind in rund 300 Apotheken in der ganzen Schweiz Gratis-Selbsttests erhältlich. Jede Person in der Schweiz hat pro Monat Anspruch auf maximal fünf Tests. Ob und wann der Verkauf von Selbsttests auch im Detailhandel möglich ist, bleibt vorerst offen.

(Bild: Keystone)

Wer die Gratistests bezieht, muss in der Apotheke lediglich seine Krankenkassenkarte vorweisen. Die Apotheke rechnet die bezogenen Tests dann direkt über die Krankenkasse ab. Über die Karte lässt sich zudem nachvollziehen, ob eine Person ihre Ration schon bezogen hat. Der Bezug des Fünfersets ist ohne Voranmeldung möglich.

Biden bescheinigt USA «unglaubliche Fortschritte» beim Impfen

Impfen ohne «verwirrende Einschränkungen»: In den USA sollen alle Erwachsenen schon in weniger als zwei Wochen einen Termin für eine Corona-Impfung vereinbaren können. «Wir machen unglaubliche Fortschritte», sagte US-Präsident Joe Biden am Dienstag im Weissen Haus. «Vom 19. April an ist jeder Erwachsene in jedem Staat, jeder Erwachsene in diesem Land berechtigt, sich in die Schlange zu stellen, um eine Corona-Impfung zu bekommen.» Vom Impferfolg der Amerikaner sollen auch andere Länder profitieren, wie Biden deutlich machte. Das dürfte aber erst in einigen Monaten soweit sein.

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(Bild: Keystone)
Mehr als 4'000 Corona-Tote an einem Tag in Brasilien

Mitten in der sich verschärfenden Pandemie hat Brasilien erstmals mehr als 4’000 mit dem Coronavirus infizierte Opfer an einem Tag registriert. Innerhalb von 24 Stunden seien 4’195 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium des grössten Lands Lateinamerikas am Dienstag, 6. April, mit. An den Vortagen waren die Zahlen deutlich niedriger. Medienberichten zufolge wurden nun zahlreiche Todesfälle aus den Osterfeiertagen nachgemeldet.

Mitten in der sich verschärfenden Pandemie hat Brasilien erstmals mehr als 4’000 mit dem Coronavirus infizierte Opfer an einem Tag registriert. (Bild: Keystone)

Bislang hatten lediglich die USA mehr als 4’000 Tote pro Tag gemeldet. In Brasilien ist die Corona-Pandemie rund ein Jahr nach Beginn weitgehend ausser Kontrolle geraten. In vielen Teilen des Landes steht das Gesundheitswesen vor dem Zusammenbruch. Der rechte Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost. Angesichts zunehmender Kritik an seinem Krisenmanagement baute der Ex-Militär zuletzt sein Kabinett um.

Bislang haben sich in Brasilien über 13 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast 337’000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Zuletzt hatten Wissenschaftler in dem südamerikanischen Land zudem eine neue Variante des Coronavirus identifiziert.

Alle Erwachsenen New Yorker sind impfberechtigt

Angesichts der rasanten Corona-Impfkampagne in den USA können künftig alle erwachsenen Bewohner des ehemaligen Covid-Epizentrums New York ein Vakzin erhalten. «Heute hat jede Person im Bundesstaat New York, die älter als 16 Jahre ist, Anspruch auf den Impfstoff. Es gibt keine Entschuldigung, nicht online zu gehen und heute einen Anruf (für einen Termin) zu tätigen», sagte der Gouverneur des Bundesstaates, Andrew Cuomo, am Dienstag. 16 Jahre ist das momentane Mindestalter, um in den USA geimpft zu werden. Bislang sind drei Impfstoffe zugelassen.

Insgesamt haben mehr als ein Drittel der knapp 20 Millionen New Yorker bereits zumindest eine Impfdosis bekommen. Täglich werden hier momentan im Schnitt 200’000 Dosen pro Tag gespritzt. Der Bundesstaat – und insbesondere die darin liegende gleichnamige Millionenmetropole – waren im vergangenen Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA, zwischenzeitlich starben Hunderte Menschen pro Tag.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat den Zugang zur Corona-Impfungen für alle Personen über 16 Jahren verkündet. (Bild: Keystone)
Bayern-Spieler Gnabry positiv getestet

Nach Toptorschütze Robert Lewandowski hat Bayern München einen weiteren gewichten Ausfall in der Offensive zu beklagen. Auch Serge Gnabry wird dem Titelverteidiger am Mittwoch im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League auswärts gegen Paris Saint-Germain fehlen. Der deutsche Internationale wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Serge Gnabry kann am Mittwoch in der Champions League gegen PSG nicht auflaufen. (Bild: Keystone)
Französische Justiz ermittelt nach Ostermesse ohne Abstandsregeln

Nach Verstössen gegen Abstandsregeln bei einer Ostermesse in Paris hat die französische Justiz Untersuchungen aufgenommen. Es liefen Vorermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung anderer, hiess es von der Pariser Staatsanwaltschaft am Dienstag.

Am Samstagnachmittag hatten in der Pariser Kirche Saint-Eugène-Sainte-Cécile zahlreiche Menschen eng aneinander ohne Maske das Osterfest begangen, wie die französische Zeitung «Le Parisien» berichtete. In Videoausschnitten des vierstündigen Gottesdienstes war auch die Mundkommunion zu sehen.

Die Pariser Diözese zeigte sich Berichten zufolge verblüfft von dem Vorfall. «Wir distanzieren uns von jeglichem Verhalten, dass die schwierige Gesundheitssituation nicht achtet», zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP die Sprecherin Karine Dalle. Die Bilder seien eindeutig, das Thema werde intern mit den Verantwortlichen besprochen. Die Beigeordnete Ministerin im Innenministerium, Marlène Schiappa, sagte dem Sender France Info, der Fall sei offensichtlich absolut unzulässig.

Heftige Anti-Corona-Proteste im Parlamentsviertel in Rom

Bei Protesten gegen die Corona-Schutzmassnahmen in der Nähe des Parlaments in Rom ist es am Dienstag zu Auseinandersetzungen der Demonstranten mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wurde mindestens ein Polizist verletzt. Mehrere Protestler seien festgesetzt worden. Die Zeitung «La Repubblica» schrieb, Beteiligte hätten von verletzten Demo-Teilnehmern berichtet.

Die Demonstranten, darunter Besitzer sowie Mitarbeiter von Restaurants, Läden und Sportstudios, hätten gegen Schliessungen und Einschränkungen ihrer Arbeit aus Gesundheitsgründen protestiert, hiess es in Zeitungsberichten. Einige Dutzend Menschen hätten versucht, Absperrungen auf dem Platz vor der Abgeordnetenkammer zu durchbrechen. Es seien Feuerwerkskörper geflogen. Manche Demonstranten – meist Männer, aber auch Frauen – hätten keinen Mund-Nasen-Schutz getragen.

Ein Mann hatte Hörner und ein Fell auf dem Kopf als Hinweis auf den gewaltsamen Angriff auf das US-Kapitol im Januar 2021. Dort hatte ein Angreifer mit Hörner-Kopfschmuck für viel Aufsehen gesorgt.

Österreich bereitet Öffnungen im Mai vor

Österreich bereitet sich auf die allmähliche Überwindung der Corona-Krise und die Öffnung vieler Branchen im Mai vor. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte am Dienstag die Einrichtung einer entsprechenden Öffnungskommission aus Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen an.

Es gehe darum, die Öffnungsschritte auch sorgfältig und rechtzeitig vorzubereiten. Mit dem für April erwarteten Impffortschritt bei den über 65-Jährigen werde voraussichtlich eine massive Entlastung der Kliniken einhergehen, so Kurz. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sprach von den «letzten harten Wochen», die nun noch zu überstehen seien.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz stellt eine Öffnung vieler Branchen im Mai in Aussicht. (Bild: Keystone)

Zugleich wurde in den drei östlichen Bundesländern – Wien, Burgenland und Niederösterreich – der Lockdown um eine Woche bis zum 18. April verlängert. Grund ist die hohe Auslastung der Intensivstationen. «Wir erleben eine erwartbare und auch angespannte Situation», sagte Kurz über die österreichweite Sieben-Tage-Inzidenz von etwa 235 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner in einer Woche. Die Lage sei in Österreich aber sehr unterschiedlich. «Wir sehen das regional abgestimmte Vorgehen als Erfolgsmodell», sagte der Kanzler. Von den erhofften Öffnungsschritten solle die Kulturbranche, die Gastronomie, der Tourismus und der Sport profitieren.

Spanien: Sánchez verspricht Ende des Corona-Notstands am 9. Mai

Im Zuge einer deutlichen Verbesserung der Pandemie-Lage will der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez den am 9. Mai auslaufenden Corona-Notstand nicht verlängern.

«Wir wollen, dass der 9. Mai der Schlusspunkt ist», sagte der sozialistische Politiker nach der wöchentlichen Kabinettssitzung am Dienstag in Madrid. Sánchez versprach ausserdem, dass bis Ende August 33 Millionen der insgesamt rund 47 Millionen Einwohner des Landes gegen Corona geimpft sein werden.

Im zweiten Quartal würden dreieinhalb Mal so viele Dosen geliefert wie in den drei ersten Monaten des Jahres. «Wir werden alle Kräfte bündeln, um unermüdlich zu impfen und zu impfen. Diese ist die Hauptaufgabe der Regierung», sagte der Ministerpräsident. Bis Dienstag hatten in Spanien rund 5,9 Millionen Menschen mindestens eine Impfstoffdosis erhalten, 2,85 Millionen Menschen auch bereits die zweite.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez will den am 9. Mai auslaufenden Corona-Notstand nicht verlängern. (Bild: Keystone)
EU-Behörde überprüft noch mögliche Nebenwirkungen von Astrazeneca

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat ihre Bewertung von möglichen schweren Nebenwirkungen des Impfstoffes des Herstellers Astrazeneca noch nicht abgeschlossen. Dabei geht es vor allem um mögliche Thrombose-Risiken.

Die Überprüfung durch den Sicherheitsausschuss laufe derzeit, sagte eine Sprecherin der EMA der Nachrichtenagentur DPA am Dienstag in Amsterdam. Ein Ergebnis werde für Mittwoch oder Donnerstag erwartet.

Bei Hausärzten: Neue Impfphase in Deutschland gestartet

Mit den ersten Corona-Impfungen bei Hausärzten ist der Startschuss für eine deutliche Verbreiterung der Impfkampagne in Deutschland gefallen.

In einigen Regionen begannen die Praxen bereits am Dienstag mit den Impfungen, bei den meisten der 35’000 teilnehmenden Hausärzte soll es in den nächsten Tagen losgehen. Zunächst steht ihnen aber nur ein überschaubares Angebot zur Verfügung.

In der ersten Woche erhalten alle Praxen zusammen 940’000 Impfdosen. Das sind rein rechnerisch gut 26 Dosen pro Praxis. In der Woche vom 26. April gibt es einen deutlichen Schub – dann können die Praxen insgesamt mit mehr als drei Millionen Dosen rechnen.

Mit 15,1 Millionen verabreichten Impfdosen haben inzwischen 12,7 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Erstimpfung. Das Land hat rund 83 Millionen Einwohner.

In Deutschland beginnen jetzt auch die Hausärzte mit grossangelegten Corona-Impfungen. (Symbolbild: Keystone)
Verdächtige Substanz beim BAG stellt sich als ungefährlich heraus

Die im Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Bern zunächst als verdächtig eingestufte Substanz hat sich am Dienstagnachmittag als ungefährlich herausgestellt. Eine Person war vorübergehend isoliert worden, weil sie in Kontakt mit dieser Substanz in einer Postsendung gekommen war.

Ermittlungen zur Urheberschaft und zur Postsendung sind nun im Gange, wie Kapo-Sprecher Patrick Jean auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Er hatte zuvor einen Bericht der «Luzerner Zeitung» über den Polizeieinsatz bestätigt. Eine Evakuierung des BAG-Personals in Bern-Liebefeld sei aber nicht nötig gewesen.

Der Einsatz von Kantonspolizei und Feuerwehr wurde kurz vor 13 Uhr beendet. Es ist nicht der erste derartige Zwischenfall im BAG, das teilweise wegen einschränkender Corona-Massnahmen angefeindet wird.

EU-Behörde EMA will sich in Kürze zu Astrazeneca-Risiken äussern

Ein hoher Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat eine baldige Stellungnahme seiner Behörde zu möglichen Thrombose-Risiken bei Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca angekündigt.

Dabei warnte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, in dem am Dienstag veröffentlichten Interview der italienischen Zeitung «Il Messaggero» vor zu hohen Erwartungen an EMA-Vorgaben. Die Bewertung laufe noch. Zugleich sagte Cavaleri, dass es nach seiner eigenen Einschätzung einen noch nicht genauer bestimmten Zusammenhang zwischen Vorfällen mit Blutgerinnseln im Gehirn und den Astrazeneca-Impfungen gebe.

«Meiner Meinung nach können wir inzwischen sagen, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt. Was diese Reaktion auslöst, wissen wir aber noch nicht», sagte Marco Cavaleri der Zeitung. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis spreche dennoch weiter für den Impfstoff.

«Unsere Bewertung ist noch lange nicht abgeschlossen», erläuterte Cavaleri. Er erwarte kaum, dass die EMA diese Woche «so weit kommt, wie es verschiedene Länder getan haben, Altersgrenzen festzulegen». Mitte März hatte die EMA, die ihren Sitz in den Niederlanden hat, erklärt, es gebe keine Hinweise, dass die Impfungen die Thrombose-Vorfälle verursacht hätten. Da das aber auch nicht ausgeschlossen sei, liefen Untersuchungen.

Was bisher geschah

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