Featured Video Play Icon
Schweiz

BAG verzeichnet 4’932 Neuinfektionen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Real Madrids Varane positiv getestet

Real Madrid musste am Dienstag im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Liverpool auf Stammverteidiger Raphael Varane verzichten. Der französische Internationale wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Varane dürfte den Madrilenen auch am Samstag in der Meisterschaft im Clasico gegen den FC Barcelona fehlen.

Real Madrids Raphael Varane wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Archivbild: Key)
In Israel feiern die Menschen wieder: Schöne neue Welt nach Corona?

In den Cafés am schicken Rothschild-Boulevard in der Küstenmetropole Tel Aviv sitzen Hunderte von Gästen dicht an dicht gedrängt. Eine Schutzmaske trägt keiner von ihnen.

Es wirkt fast, als habe es das Coronavirus nie gegeben. Und in der Tat sind die Infektionszahlen in Israel knapp vier Monate nach Beginn der rasanten Impfkampagne dramatisch gefallen. Grosse Krankenhäuser in dem Land haben ihre Corona-Intensivstationen bereits geschlossen.

Dabei war das kleine Mittelmeerland bis vor kurzem noch als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Mit massivem Einsatz und viel Pragmatismus ist es dem Land gelungen, bisher rund 57 Prozent seiner mehr als neun Millionen Einwohner eine Erstimpfung mit dem Präparat von Biontech/Pfizer zu verabreichen.

BAG registriert 167'842 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen

Vom 29. März bis 4. April sind in der Schweiz 167’842 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 23’977 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 9 Prozent.

Mehr dazu hier.

BAG meldet 4932 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 4932 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 20 neue Todesfälle und 175 Spitaleinweisungen. 

Das BAG meldet 4932 Neuinfektionen am Dienstag. (Bild: Key)

38'000 Fans bei Baseball-Spiel in den USA

Zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat in den USA ein Wettkampf in einer der fünf grossen Profiligen (NBA, NHL, NFL, MLB und MLS) in einem nahezu komplett gefüllten Stadion stattgefunden. Das Baseball-Spiel zwischen den Texas Rangers und den Toronto Blue Jays (2:6) verfolgten am Ostermontag laut offiziellen Angaben 38’238 Zuschauer im Globe Life Field in Arlington. Trotz einer Kapazität von mehr als 40’000 Zuschauern wurde die MLB-Partie als ausverkauft vermeldet.

Mehr dazu hier.

Zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat in den USA ein Wettkampf in einer der fünf grossen Profiligen in einem nahezu komplett gefüllten Stadion stattgefunden. (Bild: Keystone)
Zwölf positive Fälle – Squadra Azzurra als Corona-Hotspot

Das italienische Nationalteam hat sich in den letzten zwei Wochen zum Corona-Hotspot entwickelt. Nach den drei Länderspielen in der WM-Qualifikation wurden bislang insgesamt sieben Spieler positiv getestet. Am Montag gab Juventus Turin bekannt, dass Federico Bernardeschi positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Stürmer ist der siebte italienische Internationale, der beim zehntägigen Zusammenzug der letzten zwei Wochen mit den Spielen in der WM-Qualifikation gegen Nordirland, Bulgarien und Litauen infiziert wurde.

Mehr dazu lesen Sie hier.

BAG-Beamte in Bern evakuiert – Nach Fund von verdächtiger Substanz

Am Dienstagmorgen rückte die Kantonspolizei Bern zum Gebäude des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) aus, wie die «bzBasel» schreibt. Es sei eine verdächtige Substanz auf dem Gelände in Liebefeld gefunden worden. Die Angestellten der BAG-Zentrale wurden evakuiert.

Laut der Tageszeitung befinden sich momentan sowohl die Feuerwehr wie auch Spezialisten der Polizei vor Ort. Aufgrund des noch andauernden Einsatzes gab es noch keine genaueren Informationen zu dem Vorfall.

Das Gebäude des Bundesamts für Gesundheit in Bern. (Bild: Keystone)

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits im Februar, damals handelte es sich um einen Fehlalarm. Das BAG geriet während der Corona-Krise immer wieder in den Fokus von Drohungen, der Hauptsitz steht deshalb seit letztem Dezember unter Polizeischutz.

Dänemark lockert Corona-Beschränkungen - Friseure öffnen wieder

Die Däninnen und Dänen können erstmals seit Monaten wieder zum Friseur gehen oder sich bei Interesse ein Tattoo stechen lassen.

Seit Dienstag dürfen Dienstleister wie Friseure, Tätowierer, Masseure und Kosmetiker nämlich fast im gesamten Land wieder Kunden bedienen, auch Sonnenstudios und Fahrschulen dürfen in dem Land wieder öffnen. Kunden sollen aber auf ihrem Smartphone einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test, eine Impfung gegen Covid-19 oder eine überstandene Infektion vorzeigen können.

Astrazeneca-Vakzin: Britische Medizin-Behörde prüft Thrombose-Fälle

Die britische Arzneimittelbehörde untersucht Fälle von seltenen Blutgerinnseln im Gehirn nach einer Corona-Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca. Das teilte die Medicines and Healthcare Regulatory Agency (MHRA) am Dienstag mit.

Zuvor hatte es einen Medienbericht gegeben, wonach die Behörde erwägt, das Präparat nicht mehr für unter 30-Jährige zu empfehlen.

Die britische Medizin-Behörde prüft Thrombose-Fälle in Zusammenhang mit dem Astrazeneca-Vakzin. (Symbolbild: Key)

«Unsere gründliche und detaillierte Untersuchung zu Berichten von sehr seltenen und spezifischen Arten von Blutgerinnseln mit einer geringen Anzahl an Blutplättchen nach einer Impfung mit Astrazeneca wird fortgeführt», sagte MHRA-Chefin June Raine der Mitteilung zufolge.

Eine regulatorische Entscheidung sei noch nicht gefallen, betonte sie jedoch. Die Behörde rief dazu auf, Impftermine weiterhin wahrzunehmen.

Rekordzuwachs bei erneuerbaren Energien trotz Covid-19-Pandemie

Trotz des Wirtschaftsabschwungs durch die Covid-19-Pandemie hat der Zubau erneuerbarer Energien 2020 weltweit einen neuen Rekord erreicht. Die Kapazität stieg um mehr als 260 Gigawatt. Damit wurde die Kapazitätserhöhung von 2019 um fast 50 Prozent übertroffen.

In der Schweiz wuchs die Kapazität von 17,92 auf 18,49 Gigawatt, wie die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (Irena) in ihrer am Dienstag in Abu Dhabi veröffentlichten Statistik ausweist. Weltweit stammten mehr als 80 Prozent der neu hinzugekommen Stromkapazität aus erneuerbaren Energien. 91 Prozent davon entfielen auf Solar- und Windenergie.

Den wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien führt Irena teilweise auf die Stilllegung von fossilen Stromanlagen in Europa, Nordamerika und erstmals in Eurasien (Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Russische Föderation und Türkei) zurück. Die Stromproduktion aus fossilen Brennstoffen legte noch um 60 Gigawatt zu, nach 64 Gigawatt 2019.

Anhaltend hohe Corona-Neuinfektionen in Indien

Nach den letzten Rekord-Corona-Neuinfektionen in Indien bleiben die Infektionszahlen anhaltend hoch. Es wurden zuletzt knapp 97’000 Fälle erfasst, wie aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Dienstag hervorgeht. Am Montag wurden mehr als 103’000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Es wird befürchtet, dass die Infektionszahlen in dem Riesenland weiter deutlich steigen werden.

Nach den letzten Rekord-Corona-Neuinfektionen in Indien bleiben die Infektionszahlen anhaltend hoch. (Bild: Key)

Die Gründe dafür sind, dass viele wieder Menschen so leben, als gebe es keine Pandemie mehr. Auch ansteckendere Virusmutanten könnten eine Rolle spielen. Es gibt zurzeit Parlamentswahlen in mehreren Bundesstaaten mit grossen Wahlveranstaltungen. Zudem strömen Hunderttausende Inder zum grossen Pilgerfest Kumbh Mela zum heiligen Fluss Ganges – oft ohne Masken, wie Aufnahmen vor Ort zeigen.

Corona-Neuinfektionen in USA steigen: Rund 78 000 Fälle in 24 Stunden

In den USA steigt die Zahl der binnen eines Tages erfassten Corona-Neuinfektionen. Am Montag meldeten die Behörden 78’279 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins Universität (JHU) vom Dienstagmorgen (MESZ) hervorging. Das waren rund 8800 mehr als vor einer Woche mit 69’420. Die Anzahl der Toten im Zusammenhang mit einer Infektion lag bei 603. Am vergangenen Montag waren es den Angaben nach 701 gewesen.

Die bisherigen Höchstwerte wurden laut JHU am 2. Januar mit 300 295 Neuinfizierten sowie am 12. Januar mit 4476 Toten verzeichnet. Mit mehr als 30,7 Millionen Infektionen und rund 555’600 Toten sind die Vereinigten Staaten in absoluten Zahlen das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

Schweizer Hotellerie leidet auch im Februar unter Coronakrise

Die Coronakrise hinterlässt in der Schweizer Hotellerie nach wie vor tiefe Spuren. Die Zahl der Übernachtungen ist auch im Februar stark zurückgegangen. Es fehlen vor allem Gäste aus dem Ausland.

Die Hotelübernachtungen brachen im Februar gegenüber den noch relativ guten Vergleichszahlen aus dem Vorjahr um 39,9 Prozent auf 2,00 Millionen ein, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag anhand provisorischer Ergebnisse mitteilte. Im Januar hatte Corona die Zahl der Logiernächte um 58 Prozent in die Tiefe gerissen.

Die Coronakrise hinterlässt in der Schweizer Hotellerie nach wie vor tiefe Spuren. (Symbolbild: Key)

Die weltweiten Reiserestriktionen wie strenge Quarantänebestimmungen oder gar Grenzschliessungen sind eine schwere Belastung für den Tourismus. Nach einem noch guten Jahresbeginn hatten im Jahr 2020 die Folgen der Corona-Pandemie die Zahl der Übernachtungen in der Schweiz auf das Niveau von zu Beginn der 50er-Jahre zurückgeworfen.

Mehr dazu hier.

Neuseeland und Australien starten quarantänefreien Reiseverkehr

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie können Menschen in Neuseeland und Australien ab dem 19. April wieder zwischen beiden Ländern reisen. Eine Quarantäne ist nicht erforderlich. Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinda Ardern bezeichnete den Schritt am Dienstag als «den Beginn eines neuen Kapitels». Es sei sehr schwer für viele Menschen gewesen, ihre Freunde und Familien in Australien ein Jahr lang nicht sehen zu können.

Beide Staaten hatten ihre Grenzen für Reisende im März 2020 geschlossen. Abgesehen von wenigen Ausnahmen durften nur noch eigene Bürger und Menschen mit Wohnsitz ins Land.

6885 Neuinfektionen und 90 Todesfälle in Deutschland

Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet innerhalb eines Tages 6885 Corona-Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle, wie n-tv schreibt. Letzte Woche war der Stand noch bei  9549 Neuinfektionen und 180 neuen Todesfällen binnen eines Tages.

Dieser Rückgang könnte auch daran liegen, dass rund um die Osterfeiertage vielerorts meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Dies erklärte das RKI am Dienstag. Ausserdem könne sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen Daten an das RKI übermitteln. Die Sieben-Tage-Inzidenz (Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) liegt bei 123,0. Gestern lag diese noch bei 128,0 an, vor drei Wochen bei 83,7.

Alters- und Pflegeheime kritisieren Behörden wegen Corona-Politik

Führungskräfte von Alters- und Pflegeheimen kritisieren die Schweizer Behörden scharf. Die Heime hätten sich in der Corona-Krise ignoriert, zum Teil sogar schikaniert gefühlt, heisst es in einer Umfrage der Tamedia-Zeitungen (Dienstagausgabe).

Führungskräfte von Alters- und Pflegeheimen kritisieren die Schweizer Behörden und ihre Corona-Politik scharf. (Symbolbild: Key)

Insgesamt 42 Prozent der befragten Personen hätten angegeben, dass sie von den Behörden gar nicht oder zu wenig unterstützt worden seien. «Man hat uns im Regen stehen gelassen», so der Tenor. So habe etwa die Armee ihren Assistenzeinsatz auf Spitäler begrenzt.

Viele Befragte beklagten ferner die mangelhafte Test-Strategie des Bundesrates. Man hätte Tote vermeiden können, wenn alle Personen im Heim regelmässig getestet worden wären, um asymptotische Fälle aufzudecken, sagte die Pflegeleitung im Sonnhalden in Arbon TG.

Mehr dazu hier. 

Afrika benötigt im Kampf gegen das Virus 12 Milliarden Dollar

Laut Weltbank benötigen die Staaten in Afrika rund 12 Milliarden Dollar, um eine Weiterverbreitung des Coronavirus effektiv stoppen zu können. Das geht aus einem neuen Papier von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) hervor.

Darin wird empfohlen, dass die grossen Industrie- und Schwellenländer (G20) ihren gewährten Aufschub der Rückzahlung von Schulden bis zum Ende des Jahres verlängern.

US-Aussenminister: Globale Impfanstrengungen stärker unterstützen

US-Aussenminister Antony Blinken hat eine stärkere Unterstützung der USA für die globalen Impfanstrengungen in Aussicht gestellt. Angesichts der Fortschritte der amerikanischen Impfkampagne prüfe die Regierung Optionen, wie die USA künftig mehr Ressourcen mit anderen Ländern teilen könnten, sagte Blinken am Montag in Washington.

«Wir glauben, dass wir in der Lage sein werden, an dieser Front viel mehr zu tun», sagte Blinken. «Ich weiss, dass viele Länder von den Vereinigten Staaten fordern, mehr zu tun – einige mit wachsender Verzweiflung wegen des Umfangs und Ausmasses ihrer Corona-Notsituation. Wir hören Sie. Und ich verspreche Ihnen, dass wir so schnell wie möglich handeln werden.»

US-Aussenminister Antony Blinken will, dass die USA die globalen Impfanstrengungen stärker unterstützen. (Bild: Keystone)

Die US-Regierung hat es zur Priorität erklärt, zunächst die eigene Bevölkerung zu impfen. Gegen US-Präsident Joe Biden wurde daher schon der Vorwurf erhoben, die «America First»-Doktrin von seinem Vorgänger Donald Trump fortzusetzen und es insbesondere armen Ländern zu erschweren, an Impfstoffe zu kommen.

In den USA wurden bereits mehr als 167 Millionen Impfdosen verabreicht – nach Angaben des Weissen Hauses waren es am Wochenende allein an einem Tag mehr als 4 Millionen. 32,4 Prozent der Gesamtbevölkerung hat bereits mindestens eine Impfdosis erhalten. Blinken machte deutlich, dass sich die Regierung im Klaren darüber sei, dass es mit dem Erfolg im eigenen Land nicht getan ist. «Diese Pandemie wird zu Hause nicht enden, bevor sie nicht weltweit endet.»

Nordmazedonien und Kosovo verschärfen Massnahmen - Serbien lockert

In den stark von der Pandemie betroffenen Ländern Nordmazedonien und Kosovo gelten ab Dienstag härtere Corona-Beschränkungen. In den beiden Ländern mit derzeit stark wachsenden Inzidenzwerten werden Restaurants, Einkaufszentren und Schulen geschlossen. Die Maskenpflicht wird auch auf Fussgänger unter freiem Himmel ausgedehnt, die nächtliche Ausgangsfreiheit wird eingeschränkt, ebenso die Zahl der Teilnehmer von Versammlungen.

Hingegen hat Serbien mit Wirkung vom Montag seine Corona-Massnahmen gelockert und Aussengastronomie erlaubt. Die Inzidenz der Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 war hier am Montag immer noch die höchste auf dem Balkan, jedoch leicht niedriger als in der Woche zuvor.

In Nordmazedonien und Kosovo wird derzeit nur wenig gegen Corona geimpft. Die verfügbaren Impfdosen stammen vorwiegend aus internationalen Spenden. In Nordmazedonien lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bei 380,6 Neuansteckungen pro 100’000 Einwohner in einer Woche. Im Kosovo lag dieser Wert bei 357,4, in Serbien bei 472.

Biden spricht Amerikanern zu Ostern Mut zu

US-Präsident Joe Biden hat den Amerikanern zu Ostern mit Blick auf die andauernde Corona-Krise Mut zugesprochen. «Wir werden unsere Nation wieder aufbauen», sagte Biden am Montag in Washington. Mit Glauben, Hoffnung und Liebe sei alles möglich. Zum zweiten Mal in Folge müssten die meisten Menschen das Osterfest zwar ohne Familie und Freunde verbringen. Der Präsident äusserte jedoch die Hoffnung auf etwas mehr Normalität im kommenden Jahr.

«Wir werden unsere Nation wieder aufbauen», sagte Biden am Montag in Washington. (Bild: Keystone)

Dann werde das Weisse Haus hoffentlich auch wieder das traditionelle Ostereier-Rollen (Easter Egg Roll) im Garten der Regierungszentrale veranstalten können, sagte Biden. Das Ostereier-Rollen wurde im Garten des Weissen Hauses erstmals 1878 unter dem damaligen Präsidenten Rutherford Hayes veranstaltet und gilt seitdem als Institution im Kalender der US-Regierungszentrale. Angesichts der Corona-Pandemie fiel die Veranstaltung in diesem Jahr aus.

Biden trat für seine Osterbotschaft auf dem Südbalkon des Weissen Hauses auf – gemeinsam mit seiner Ehefrau Jill und einem mannshohen Osterhasen, der jedes Jahr gemeinsam mit dem Präsidenten dort zu sehen ist. In diesem Jahr trug der Osterhase eine Schutzmaske, ebenso wie der Präsident und die First Lady.

Engländer dürfen frühestens ab Mitte Mai ins Ausland reisen

Die Engländer dürfen frühestens Mitte Mai wieder ins Ausland reisen. Er hoffe, dass ab dem 17. Mai internationale Reisen wieder möglich seien, sagte Premierminister Boris Johnson am Montag in London. Es sei aber angesichts der hohen Infektionszahlen in anderen Ländern zu früh, dies zu entscheiden. Bis auf weiteres gilt daher das derzeitige Verbot für internationale Reisen. Später soll ein Ampelsystem eingeführt werden, nach dem je nach Infektionslage im Reiseland unterschiedlich strenge Test- und Quarantäneregeln bei der Rückkehr gelten. Welche Länder als rot, gelb oder grün eingestuft werden und ab wann das Reiseverbot tatsächlich aufgehoben wird, soll kurz vor der Einführung bekanntgegeben werden. Für Deutsche, die auf der Insel Urlaub machen wollen, dürfte eine verpflichtende Quarantäne fällig werden, sofern Deutschland nicht als grünes Land eingestuft wird. Mehr dazu hier.

Erneut mehr als 40'000 Corona-Neuinfektionen in Türkei

Das türkische Gesundheitsministerium hat rund 43’000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. Die Zahl lag damit am Montag den vierten Tag in Folge über der Marke von 40’000. Zudem wurden 193 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19 registriert, wie das Ministerium mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist besonders in der Millionenmetropole Istanbul hoch. Sie lag zuletzt bei rund 590 Fällen pro 100’000 Einwohner in einer Woche.

Das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern hatte die Corona-Beschränkungen Anfang März teilweise aufgehoben – seitdem steigen die Fallzahlen rapide. Inzwischen gelten wieder strengere Massnahmen in bestimmten Regionen, wie Ausgangssperren am Wochenende. Restaurants und Cafés sollen aber erst zu Beginn des Fastenmonats Ramadan Mitte April wieder geschlossen werden.

Boris Johnson will am 12. April erstes Bier im Biergarten trinken

Der britische Premier Boris Johnson hat die für England geplanten Corona-Lockerungen ab dem 12. April offiziell bestätigt. «Am Montag, den 12., werde ich selbst zu einem Pub gehen und vorsichtig, aber unwiderruflich, ein Bier an meine Lippen führen», sagte Johnson am Ostermontag in London. Ab der kommenden Woche dürfen in England Pubs ihre Biergärten und Restaurants ihre Aussenbereiche wieder öffnen – das gleiche gilt auch für Zoos, Fitnessstudios, Friseure und nicht-essenzielle Geschäfte. Die anderen britischen Landesteile legen ihre eigenen Corona-Regeln fest. Die Infektionslage in Grossbritannien hat sich in den vergangenen Wochen deutlich entspannt – die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 44 Fällen pro 100’000 Einwohner.

Treffen von dutzenden Schweizer Autoposern in Vaduz aufgelöst

Gegen 120 Autoposer vorwiegend aus der Schweiz haben sich am Ostersamstag in Vaduz im Fürstentum Liechtenstein getroffen. Die Polizei löste daraufhin die unzulässige Versammlung beim Rheinparkstadion auf. Teilgenommen hatten rund 80 Fahrzeuge.

Das Treffen sei aufgrund der aktuellen Covid-19-Bestimmungen aufgelöst worden, teilte die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein am Montag mit. Der Einsatz sei geordnet verlaufen.

Die Polizei hatte die Menschenansammlung gegen 21.40 Uhr bemerkt. Die Autoposer stammten demnach überwiegend aus dem Raum St. Gallen, Thurgau und Zürich.

Autoposer drehen oft mit leistungsstarken und mitunter unzulässig getunten Autos Runden. Sie sorgen damit teils für Lärmbelästigungen in Städten.

Kritik nach «Querdenker»-Demo gegen Corona-Politik in Stuttgart

Rund 15’000 Menschen haben sich bei einer Kundgebung gegen die Corona-Politik in Stuttgart grösstenteils ohne Masken und Mindestabstand versammelt und die Stadt in grosse Erklärungsnot gebracht. Diese wehrte sich gegen den Vorwurf, die Veranstaltungen der «Querdenker» nicht verboten zu haben. Landessozialministerium, Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) und die Stadt kündigen eine Aufarbeitung an. Mehr als 1’000 Polizisten waren zusammen mit Einheiten aus anderen Bundesländern und der Bundespolizei im Einsatz, schritten wegen der Verstösse gegen die Corona-Regeln aber kaum ein – nicht zum ersten Mal in Deutschland.

Rund 15’000 Menschen haben sich bei einer Kundgebung gegen die Corona-Politik in Stuttgart grösstenteils ohne Masken und Mindestabstand versammelt. (Bild: Keystone)

In Stuttgart zogen die Demonstranten von der Innenstadt zum Cannstatter Wasen, wo die «Querdenken»-Bewegung aus Protest gegen die Corona-Politik zu einer Kundgebung aufgerufen hatte. Eine bunte Mischung von Menschen lief grösstenteils ohne Masken, dicht an dicht. Viele tranken Bier, es herrschte Volksfeststimmung mit Getrommel und Gesängen. Nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) wurden aber auch mehrere Journalisten angegriffen. Stuttgarter Journalisten des SWR wurden mit einem harten Gegenstand beworfen. Eine Live-Schalte zum Sender Tagesschau24 musste abgebrochen werden.

Menschen demonstrieren bei Ostermärschen für Frieden

Bei den traditionellen Ostermärschen haben am Wochenende in ganz Deutschland zahlreiche Menschen für mehr Frieden in der Welt demonstriert. In München etwa forderten nach Veranstalterangaben rund 1000 Demonstranten zum Beispiel die Abschaffung von Atomwaffen. Sie sprachen sich auch gegen den Einsatz von Kampfdrohnen bei Kriegseinsätzen aus. Die Polizei sprach von rund 250 Teilnehmern in der bayerischen Landeshauptstadt.

In Nordrhein-Westfalen zogen Demonstranten an den Ostertagen nach einer Kundgebung in Dortmund mit Fahrrädern durch das Ruhrgebiet. In Münster setzten sich nach Polizeiangaben über 100 Aktivisten zu einer Osterfahrrad-Friedenstour in Bewegung. In Mainz in Rheinland-Pfalz kamen laut Polizei etwa 100 Menschen zum Ostermarsch. In Frankfurt beteiligten sich laut Veranstalter rund 1000 Menschen.

Eine Woche Lockdown in Bangladesch - Händler protestieren

Angesichts schnell steigender Corona-Zahlen hat am Montag in Bangladesch ein einwöchiger landesweiter Lockdown begonnen. Trotzdem gingen am Montag Hunderte Händler auf die Strassen der Hauptstadt Dhaka und forderten die Regierung auf, ihnen zu erlauben, ihre Läden mit Sicherheitskonzepten geöffnet zu lassen.

Das südasiatische Land ist nach UN-Angaben eines der am wenigsten entwickelten der Welt. Auch suchten etliche Menschen auf den Strassen Dhakas nach Rikschas, da öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr fuhren. Oder sie kauften in kleinen Tante-Emma-Läden ein, während die grossen Läden geschlossen blieben.

Eurovision-Promis: Singende Babuschki haben mit Corona zu kämpfen

Der Eurovision Song Contest machte die singenden Grossmütter aus Russland vor neun Jahren weltberühmt – nun hat die Oma-Band Buranowskije Babuschki mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Der von der siebenköpfigen Gruppe initiierte Bau eines Heims für einsame Rentner sei wegen fehlender Einnahmen ins Stocken geraten, sagte die künstlerische Leiterin, Olga Tuktarewa, am Montag der Staatsagentur Tass. «Der Bau ist auf Eis gelegt. Wir können nicht wirklich Geld verdienen. Alles ist in der Schwebe.»

Die Truppe Buranowskije Babuschki (Grossmütter aus Buranowo), die beim Eurovision Song Contest (ESC) 2012 angetreten war, wollte in ihrem Heimatdorf Buranowo am Ural in der Teilrepublik Udmurtien eine Unterkunft für Rentner bauen. Die erste Etage sei aus eigenen Mitteln gebaut worden, sagte Tuktarewa. Ursprünglich war ein zweistöckiges Haus geplant gewesen. Sollte nicht genügend Geld gesammelt werden, bleibe es beim jetzigen Bauzustand.

(Video: Youtube, Eurovision Song Contest)

Die Corona-Pandemie sei eine «harte Prüfung» für die Grossmütter gewesen, sagte die Leiterin. «Wir durften uns nicht treffen, das ist für Menschen in dem Alter psychologisch sehr schwer zu ertragen.» Nun wollten die sieben betagten Musikerinnen wieder Konzerte geben.

Die Gruppe Buranowskije Babuschki holte damals für Russland mit dem Lied «Party for Everybody» den zweiten Platz beim ESC. Ein Mitglied der einst achtköpfigen Gruppe ist im Alter von 83 Jahren gestorben.

Pappa rechtfertigt Polizeieinsätze - Politische Aufarbeitung nötig
Der Schaden in St. Gallen habe sich dank des Polizeieinsatzes in Grenzen gehalten, sagt Stadtpräsidentin Maria Pappa. (Bild: Keystone)

Die St. Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa (SP) hat die Polizeieinsätze rund um die Ausschreitungen am Osterwochenende als verhältnismässig bezeichnet. Damit seien die Probleme aber nicht gelöst. Es brauche eine politische Aufarbeitung.

Die Polizei sei angesichts der Aufrufe zu Partys und Gewalt in St. Gallen gut vorbereitet gewesen, sagte die seit Anfang Jahr amtierende Stadtpräsidentin am Montag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag. Die Einsätze am Karfreitag und am Ostersonntag seien verhältnismässig gewesen. Es sei gelungen, den Schaden zu begrenzen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bergbahnen rechnen mit Umsatzverlust von über 30 Prozent

Covid-19 hat den Schweizer Skigebieten in der Wintersaison den Stempel aufgedrückt: Die Seilbahnen Schweiz rechnen bis Ende Winter mit einem Umsatzverlust von über 30 Prozent. Gefehlt haben den Skifahrenden die Skirestaurants.

Bis Ende Februar 2021 gingen die Besucherzahlen um 21 Prozent und der Umsatz um 25 Prozent zurück, wie Berno Stoffel, Direktor Seilbahnen Schweiz, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Diese Tendenz werde sich bis nach Ostern noch verstärken. Total rechne man Ende Winter mit einem Umsatzverlust von über 30 Prozent.

Die Schweizer Bergbahnen fahren wegen der Pandemie auch in der ablaufenden Wintersaison einen hohen Verlust ein. (Bild: Keystone)

Die Bergbahnunternehmen hätten Schutzkonzepte «mit grosser Sorgfalt umgesetzt» und so bewiesen, dass Skifahren und Skiferien in der Schweiz unter Corona-Bedingungen möglich seien. Insgesamt hätten die Bergbahnen einen grossen Beitrag geleistet zur Normalität, nicht zuletzt dank grosser Investitionen in Schutzkonzepte. Dieses Engagement sei von den Gästen mit «viel Verständnis und grosser Zufriedenheit» honoriert worden, so Stoffel. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Lockerungen in Portugal: Cafés und Restaurants dürfen öffnen

Im Zuge sinkender Neuinfektionen hat der frühere Corona-Hotspot Portugal Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie weiter gelockert. Seit Montag dürfen Gastronomiebetriebe wie Cafés, Kneipen und Restaurants erstmals nach gut zweieinhalb Monaten wieder Gäste empfangen. Allerdings nur in den Aussenbereichen und nur bis 22.30 Uhr an Werktagen sowie bis 13 Uhr an Wochenenden und Feiertagen. Zudem dürfen die rund 10,3 Millionen Bürger des Landes den jeweiligen Wohnbezirk wieder verlassen, ohne einen «triftigen Grund» dafür angeben zu müssen.

Auch Museen und Galerien, Läden mit einer Verkaufsfläche von höchstens 200 Quadratmetern, Fitnesszentren sowie Strassenmärkte dürfen nun unter strengen Auflagen wieder öffnen. Für Schüler mehrerer Jahrgänge gibt es wieder Präsenzunterricht. Bereits vor drei Wochen waren erste Lockerung gestattet worden, unter anderem für Friseure und Buchläden.

Passagierzahlen an Flughäfen steigen über Ostern

Über das Osterwochenende haben Teile der Schweizer Bevölkerung sonnige Destinationen im Ausland als Ziel gewählt. Die Flughäfen Zürich und Genf meldeten einen leichten Anstieg der Passagierzahlen im Vergleich zu den Vortagen.

Die Zahlen liegen aber immer noch deutlich unter dem Niveau der Vorjahre, als das Coronavirus sich noch nicht auf den Flugverkehr auswirkte. Der Flughafen Zürich verzeichnete zwischen 10’000 und 14’000 Passagiere, wie Sprecherin Bettina Kunz am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

 

Der Luftverkehr in der Schweiz zog an Ostern leicht an. (Bild: Keystone)

Papst Franziskus erinnert am Ostermontag an Menschen in Pflegeheimen
Der Papst erinnert am Montag an die Menschen in den Pflegeheimen. (Bild: Keystone)

Papst Franziskus hat sein öffentliches Mittagsgebet am Ostermontag besonders den alten und kranken Menschen sowie den Bewohnern von Pflegeheimen gewidmet. Gerade diesen Menschen wolle er ein Zeichen der Hoffnung und Ermutigung senden, sagte er. Im Vatikan klangen mit dem sogenannten Regina-Caeli-Gebet am Montag die Zeremonien zum Osterfest aus. Es war das zweite Mal nach 2020, dass das katholische Kirchenoberhaupt die Auferstehungsfeiern mit starken Corona-Einschränkungen begehen musste.

Der 84-jährige Papst sprach sein Gebet an einem Pult stehend aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes. Es wurde unter anderem im Internet übertragen. Wegen der strengen Corona-Schutzmassnahmen waren so gut wie keine Pilger in Rom. Der riesige Petersplatz blieb auch am Montag fast leer.

Schweizer Jungparteien fordern Mitspracherecht

In einem offenen Brief an den Bundesrat fordern die Jungparteien Junge Mitte, Junge Grünliberale, JEVP, Juso und Junge Grüne mehr Mitsprache bei Corona-Entscheiden: «Die Ausschreitungen am Freitagabend in St. Gallen erhalten viel Aufmerksamkeit. Wir Jungparteien verurteilen diese gewaltsamen Ausschreitungen. In den Medienberichten gehen jedoch die Stimmen all jener Jugendlichen unter, die sich seit über einem Jahr an die Regeln halten. Unsere Generation braucht dringen wieder Perspektiven», so der Brief.

Nach den Ausschreitungen in St. Gallen verlangen fünf Schweizer Jungparteien vom Bundesrat mehr Perspektiven für die Jugend. (Bild: Keystone)

So sollen die Anliegen der Jungen in die zukünftigen Entscheide des Krisenmanagements einfliessen. Weiter wird gefordert, dass der Präsenzunterreicht umgehend wieder gefordert wird, dass neue Lockerungen erwägt werden oder das ein ausreichendes Angebot für die Unterstützung von Jugendlichen mit psychischen Problemen besteht.

«Geben Sie der jungen Generation die Möglichkeit, ihre Anliegen an Sie zu bringen. Über einen Austausch mit dem Bundesrat würden wir uns sehr freuen. Lassen Sie die Zukunft unseres Landes bitte nicht im Stich», heisst es im Brief weitern. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

60 in St. Gallen Festgenommene wieder auf freiem Fuss

Die 60 Personen, die am Sonntagabend bei umfangreichen Polizeikontrollen in der Stadt St. Gallen auf den Polizeiposten gebracht worden sind, sind alle wieder auf freiem Fuss. Neuerlicher Sachschaden habe verhindert werden können.

Das sagte Stadtpolizei-Sprecher Roman Kohler am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Polizei hatte am Abend nach neuerlichen Gewaltaufrufen in den sozialen Medien mit einem Grossaufgebot Hunderte von Personen kontrolliert und 500 Wegweisungen ausgesprochen. Gefährliches Material wurde sichergestellt.

Kohler bezeichnete das Vorgehen der Polizei als richtig. Es sei gelungen, weitere Ausschreitungen und Sachbeschädigungen zu verhindern. Die rund 500 Wegweisungen würden noch analysiert. Weggewiesene Personen, die sich ungerecht behandelt fühlten, hätten die Möglichkeit, sich schriftlich bei der Polizei zu beschweren.

Polizei in England löst mehrere illegale Raves am Osterwochenende auf

In England sind am Osterwochenende mehrere illegale Raves von der Polizei aufgelöst worden. In der Grafschaft Essex hatten sich rund 100 Feiernde versammelt, wie die Polizei mitteilte. Auch in den West Midlands löste die Polizei laut Nachrichtenagentur PA eine grössere Veranstaltung in der Nacht zum Ostermontag auf und nahm einige Beteiligte fest. Einen geplanten Rave im südenglischen Kent verhinderte die Polizei, indem sie vorab Ausrüstung beschlagnahmte und die Veranstalter nach Hause schickte.

«Wir möchten, dass Menschen Spass haben, aber nicht auf Kosten Anderer in der Gesellschaft», sagte ein Sprecher der Polizei in Kent. Unter den aktuellen Corona-Beschränkungen dürfen sich in England maximal sechs Menschen draussen treffen, Grossveranstaltungen sind bislang nicht erlaubt. Veranstaltern drohen Strafen von 10 000 Pfund (umgerechnet rund 11 800 Euro).

Kann die WHO die Welt vor der nächsten Pandemie retten?
Wie gut funktioniert die Weltgesundheitsorganisation (WHO), wenn es zu einer solch einschneidenden Pandemie kommen kann? (Bild: Keystone)

Für den ehemaligen US-Präsident Donald Trump war die Sache im vergangenen Frühjahr klar: Weil das Coronavirus zuerst in Wuhan ausbrach, drosch er sofort auf China als Sündenbock ein. Viele machten da nicht mit – sicher auch aus Angst vor chinesischer Vergeltung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) war da schon eine einfachere Zielscheibe. Wofür gibt es denn eine WHO, wenn sie ein solches Desaster nicht verhindern kann? Alles zum Thema lesen Sie hier.

Diese Länder sind ab heute auf der Risikoliste des BAG

Griechenland, Bosnien und Herzegowina sowie Jamaika: Das BAG hat seine Liste der Risikoländer mit der Reisedestination ergänzt. Die neue Liste gilt ab dem heutigen Ostermontag. Alle Informationen und die ganze Liste gibt es hier.

PSG vermeldet weiteren Corona-Fall
Nach Marco Verratti hat Paris Saint-Germain einen zweiten Corona-Fall im Team zu beklagen. Wie Verratti wurde auch Alessandro Florenzi nach den Länderspielen mit Italiens Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet. Das Duo fehlt PSG damit am Mittwoch im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Bayern München.
Leichte Lockerungen in Schottland: Friseure und Gartencenter öffnen

In Schottland haben am Ostermontag nach monatelangem Lockdown die Friseure wieder ihre ersten Kunden in Empfang genommen. Ausserdem durften Gartencenter und einige weitere Geschäfte am Montagmorgen wieder öffnen. Ein Barbier in der Nähe von Glasgow öffnete der Nachrichtenagentur PA zufolge bereits um 6.00 Uhr morgens – in seinem Salon mit vier Beschäftigten waren für den ersten Tag 96 Termine vorgesehen. Ausserdem darf an Universitäten wieder vor Ort unterrichtet werden und Jugendliche können an Outdoor-Sport-Angeboten teilnehmen.

Auch in England können sich die Menschen auf weitere Lockerungen freuen: Premierminister Boris Johnson wollte am Montag die für den 12. April geplanten Öffnungen offiziell unterzeichnen: Dann sollen nicht-essenzielle Geschäfte sowie die Aussengastronomie wieder öffnen dürfen. Private Treffen in Innenräumen und Reisen ins Ausland bleiben jedoch noch bis mindestens Mitte Mai verboten.

Shoppen in Griechenland unter Auflagen erlaubt - Anmeldung per SMS

Von Montag an dürfen Geschäfte in weiten Teilen Griechenlands nach wochenlangem Lockdown wieder öffnen. Ausgenommen sind wegen hoher Corona-Zahlen die nordgriechischen Städte Thessaloniki und Kozani sowie die Stadt Patras auf der Halbinsel Peloponnes. Auch darf nicht unbegrenzt geshoppt werden, vielmehr ist der Gang ins Geschäft mit etlichen Auflagen verbunden, wie griechische Medien am Montag berichteten.

Um den Einzelhandel zu besuchen, müssen Verbraucher zunächst eine SMS mit ihrem Namen an den griechischen Zivilschutz senden. Die SMS ist drei Stunden gültig und darf nur einmal pro Tag genutzt werden. In den Läden ist Kartenzahlung Pflicht, auch darf nur einkaufen, wer zuvor einen Termin vereinbart hat. Erlaubt ist ein Kunde je 25 Quadratmeter Ladenfläche bei maximal 20 Kunden gleichzeitig. Grosse Häuser haben bereits angekündigt, nicht zu öffnen, weil es sich nicht lohne; allerdings können Kunden bestellte Ware vor der Tür abholen.

Empörung über illegal geöffnete Luxus-Restaurants in Paris

Ein Fernsehbericht über geheime Luxusdinner trotz Corona-Pandemie sorgt in Frankreich für Wirbel – und für Ermittlungen der Justiz. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete am Osterwochenende eine Untersuchung ein. «Ziel der Untersuchung ist es, zu überprüfen, ob Partys unter Missachtung der Gesundheitsvorschriften organisiert wurden und zu ermitteln, wer die Organisatoren und Teilnehmer gewesen sein könnten», hiess es.

In dem TV-Bericht des Senders M6 entrüstete besonders eine Aussage. «Ich habe diese Woche in zwei oder drei Restaurants gegessen, die sogenannte illegale Restaurants sind, mit einer Reihe von Ministern», sagt ein Mann, der als Organisator einer geheimen Party vorgestellt wird. Der Anwalt des Mannes betonte schliesslich, dass dieser das scherzhaft gemeint habe. Er hätte einen «Sinn für das Absurde», sagte er der französischen Nachrichtenagentur AFP. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Erstmals mehr als 100’000 Corona-Fälle an einem Tag in Indien

In Indien sind erstmals an einem Tag mehr als 100’000 Corona-Neuinfektionen erfasst worden. Das geht aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Montag hervor. Besonders betroffen ist der reichste Bundesstaat Maharastra mit der Finanzmetropole Mumbai. Premierminister Narendra Modi hatte am Wochenende vor einem alarmierenden Anstieg der Fälle gewarnt.

 

Die Ansteckungszahlen in Indien steigen rasant. (Bild: Keystone)

Trotzdem leben viele Menschen wieder so, als gebe es keine Pandemie mehr. Es gibt auch vor den Parlamentswahlen in mehreren Bundesstaaten grosse Wahlveranstaltungen. Zum grossen Pilgerfest Kumbh Mela strömen Hunderttausende Inder zum heiligen Flus Ganges – oft ohne Masken, wie Aufnahmen vor Ort zeigen. Zudem könnten Virusmutationen zum Anstieg beitragen. Noch Anfang des Jahres gab es teilweise weniger als 10’000 erfasste Fälle an einem Tag, beim bisherigen Höchststand im vergangenen Sommer waren es teils knapp 100’000 pro Tag.

Indiens Impfkampagne liegt derzeit noch klar hinter dem von der Regierung angestrebten Ziel, bis Sommer 300 Millionen der mehr als 1,3 Milliarden Menschen im Land impfen zu lassen. Seit dem Impfstart im Januar wurden 79 Millionen Dosen verabreicht. Indien gilt auch als Apotheke der Welt. Das Land produziert viel Impfstoff für den Export. Aber angesichts der rasch steigenden Fallzahlen im Land wurde dieser nun eingeschränkt. Davon betroffen ist auch die UN-Initiative Covax, die ärmere Länder mit Impfdosen versorgen soll.

«Godzilla vs. Kong» erzielt Kinokassenrekord in Zeiten der Pandemie

Zwei Schwergewichte haben in den USA einen Kino-Rekord in der Corona-Pandemie aufgestellt: «Godzilla vs. Kong». Der neue Monsterknaller aus dem Warner-Studio hat über das vorvergangene Wochenende in den USA an den wieder geöffneten Kinokassen 32 Millionen US-Dollar eingespielt. Bis dato hatte «Wonder Woman 1984» mit 16,7 Millionen US-Dollar den Corona-Dreitagesrekord gehalten. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

«Godzilla vs. Kong» stellt trotz der Corona-Pandemie einen Kinokassenrekord auf. (Bild: Keystone)

Starke Polizeipräsenz in St. Gallen verhindert weitere Krawalle

60 Personen wurden in St. Gallen in der Nacht auf Montag verhaftet. Es kam nicht zu weiteren Ausschreitungen. (Bild: Keystone)

Die Polizei in St. Gallen hat am Sonntagabend dank starker Präsenz weitere Ausschreitungen, Verletzungen von Personen und Sachschäden verhindern können. Die im Voraus angekündigten ausgedehnten Personenkontrollen zeigten Wirkung, so die Bilanz der Behörden.

In den Sozialen Medien hatten gewalttätige Jugendliche für den Abend des Ostersonntags zu einer dritten Welle von Gewalt aufgerufen. Entsprechend bereitete sich die St. Galler Polizei vor und verhinderte mit umfangreichen Personenkontrolle Ausschreitungen.

Insgesamt wiesen die Ordnungshüter zwischen 18.00 Uhr und 01.00 Uhr in der Nacht 500 Personen weg, wie die Stadtpolizei St. Gallen am frühen Montagmorgen mitteilte. Nach Personenkontrollen wurden 60 Personen verhaftet und auf mögliche Straftatbestände abgeklärt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Rasante Zunahme der Corona-Neuinfektionen in China

China hat binnen 24 Stunden den grössten Anstieg an neuen Corona-Infektionen seit mehr als zwei Monaten verzeichnet. 32 weitere bestätigte Fälle seien aufgetreten, davon 15 in der Provinz Yunnan, die auf ein Cluster in der Stadt Ruili an der Grenze zu Myanmar zurückzuführen seien, erklärt die nationale Gesundheitskommission.

Die Zahl der neuen asymptomatischen Fälle, die China nicht als bestätigte Fälle einstuft, wird mit 18 angegeben. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf dem chinesischen Festland steigt demnach offiziellen Angaben zufolge auf 90’305, während die Zahl der Todesfälle unverändert bei 4636 liegt.

Zwei kostenlose Corona-Tests pro Woche für Bürger in England

Die Bürger in England sollen sich bald zweimal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Die Schnelltests sollen künftig neben Schulen und Arbeitsplätzen auch grossflächig für alle an lokalen Teststationen angeboten werden, wie die britische Regierung am Ostermontag mitteilte. Bislang waren frei verfügbare Schnelltests auf besonders gefährdete Gruppen beschränkt.

Das Testen sei unbedingt notwendig, um während der geplanten Lockerungen die Erfolge der britischen Impfkampagne nicht zu gefährden, sagte Premierminister Boris Johnson. «Deshalb machen wir Schnelltests jetzt für alle in England verfügbar – um Ausbrüche schnell zu stoppen, damit wir wieder die Menschen, die wir lieben, sehen und die Dinge, die wir geniessen, tun können», sagte Johnson einer Mitteilung zufolge.

Unterschiedliche Impfgeschwindigkeit Gefahr für Weltwirtschaft
Die unterschiedlich schnell voranschreitenden Impfkampagnen könnte zu weiteren wirtschaftlichen Ungleichheiten in Ländern weltweit führen. (Bild: Keystone)

Die italienische Zentralbank warnt vor Gefahren für die Weltwirtschaft durch unterschiedliche Geschwindigkeiten bei den Impfungen. Der ungleiche Fortschritt in den Impfkampagnen in den verschiedenen Ländern könne zu deutlichen Unterschieden bei der wirtschaftlichen Erholung der jeweiligen Staaten führen, sagte Zentralbank-Gouverneur Ignazio Visco in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der «Financial Times» im Vorfeld eines G20-Treffens am Mittwoch. Eine enge internationale Zusammenarbeit unter den Industrie- und Schwellenländern der G20 könne dies verhindern.

Ungarn schränkt Berichterstattung über Corona-Impfkampagne ein

Ungarn schränkt die journalistische Berichterstattung über die laufende Impfkampagne gegen das Coronavirus ein. Nur noch die staatliche, regierungsnahe Medienholding MTVA dürfe in den Krankenhäusern und Arztpraxen, in denen geimpft wird, filmen und fotografieren, heisst es in einem am Sonntag in Budapest bekannt gewordenen internen Rundbrief der Krankenhaus-Aufsichtsbehörde. MTVA dürfe die Bilder und Videos aber anderen Journalisten kostenlos zur Verfügung stellen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Empörung über illegal geöffnete Luxus-Restaurants in Paris

Ein Fernsehbericht über geheime Luxusdinner trotz Corona-Pandemie sorgt in Frankreich für Wirbel – und für Ermittlungen der Justiz. In dem TV-Bericht des Senders M6 sagt ein Mann, der als Organisator einer geheimen Party vorgestellt wird: Ich habe diese Woche in zwei oder drei Restaurants gegessen, die sogenannte illegale Restaurants sind, mit einer Reihe von Ministern. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete am Sonntag eine Untersuchung ein. Ziel der Untersuchung ist es, zu überprüfen, ob Partys unter Missachtung der Gesundheitsvorschriften organisiert wurden und zu ermitteln, wer die Organisatoren und Teilnehmer gewesen sein könnten, hiess es.

Corona-Notstand in Tschechien endet am 11. April

Tschechien wird den derzeit geltenden Corona-Notstand nicht weiter verlängern. Wie Premierminister Andrej Babis am Sonntag in einem Interview der Nachrichtenseite tn.cz sagte, soll der Notstand nach dem 11. April enden. Dann sollen auch die Reisebeschränkungen zwischen den Regionen des Landes und die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben werden, sagte Babis nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK. Derzeit dürfen die Menschen ihren Wohnbezirk – vergleichbar einem Landkreis – nur in Ausnahmefällen verlassen.

Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen. Die Regierung wollte ihn bis zum 27. April verlängern, doch das Parlament stimmte nur einer Verlängerung bis zum 11. April zu.

In Italien werden Kirchen und Museen zu Impfstationen

Italien hat bei seinen ehrgeizigen Plänen zur Beschleunigung der Corona-Impfkampagne auch ungewöhnliche Orte wie Kirchen und Museen eingebunden. Wie die Zeitung «Corriere della Sera» am Sonntag berichtete, würden in Venedig ab Montag Menschen auf einem umgebauten Vaporetto, einem Wassertaxi, geimpft. Es werde an einem bestimmten Ort anlegen, um die über 80-Jährigen zu immunisieren.

In Italien werden Kirchen und Museen zu Impfstationen. (symbolbild: Key)
Schweiz will Ausnahme von Exportbewilligungspflicht zurück

Ende März hat die EU-Kommission beschlossen, die Exportkontrolle für die knappen Corona-Impfstoffe zu erweitern. Bern fordert die mit dem Entscheid aufgehobene Ausnahmebestimmung für die Schweiz zurück.

EDA- Staatssekretärin Livia Leu führte wegen der Massnahme der EU ein Gespräch mit Petros Mavromichalis, dem EU-Botschafter in Bern. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bestätigte einen entsprechenden Bericht des «SonntagsBlick». «Uns wurde zugesichert, dass die Massnahme nicht gegen die Schweiz gerichtet sei», schrieb das Seco. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Polizei kündigt in St. Gallen ausgedehnte Personenkontrollen an

Angesichts neuer Gewaltaufrufe in den sozialen Medien hat die St. Galler Stadtpolizei am Sonntag ausgedehnte Personenkontrollen angekündigt. Die Beamten wollen Personen, die auf Krawall aus seien oder als Schaulustige den Gewaltaufrufen folgten, wegweisen.

Die Polizei kündigt nach weiteren Krawall-Aufrufen in St. Gallen ausgedehnte Personenkontrollen an. (Bild: Keystone)

Mit solchen Personenkontrollen müsse in der ganzen Innenstadt gerechnet werden, hiess es in einer Mitteilung. Wer am vergangenen Freitag aus der Stadt weggewiesen worden sei, müsse bei einer erneuten Kontrolle am Sonntag mit einer Anzeige rechnen.

Appell an Eltern

Gemäss der Polizei wurde für Ostersonntagabend in sozialen Netzwerken erneut zu Gewalt in der Stadt St.Gallen aufgerufen. Die Polizei erklärte, sie werde weiterhin weder Gewalt noch Sachbeschädigungen dulden.

Die Stadtregierung und die Polizei appellierten an die Bevölkerung, den Aufrufen zu Gewalt nicht zu folgen, auch nicht als Schaulustige. Der Appell richtete sich auch an Eltern. Diese sollten ihre Kinder am Sonntagabend nicht nach St. Gallen lassen. Es gebe friedliche Wege, Aufmerksamkeit für die Anliegen junger Menschen zu erhalten, hiess es.

Corona-Neuinfektionen im Gazastreifen klettern auf Rekordniveau

Im Gazastreifen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Palästinensergebiet am Sonntag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1628 neue Fälle registriert – so viele wie nie zuvor an einem Tag. Insgesamt wurden den Angaben zufolge am Samstag 3728 Tests gemacht, von diesen fielen somit rund 44 Prozent positiv aus.

Seit Beginn der Pandemie sind in dem Küstenstreifen laut Ministerium insgesamt 630 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Die Pandemie bringt das Gesundheitssystem in dem Gebiet an seine Grenzen. Nach Angaben des Ministeriums stehen im Gazastreifen 81 600 Corona-Impfdosen zur Verfügung, insgesamt wurden demnach bisher mehr als 24 000 Einwohner geimpft. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Zehntausende Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik gespendet.

Am 22. Mai ist in den Palästinensergebieten die erste Parlamentswahl seit 15 Jahren geplant.

Rückschlag für Astrazeneca: US-Produktionsstätte geht an Konkurrenz

Astrazeneca hat in den USA eine Produktionsstätte für seinen Corona-Impfstoff an den Konkurrenten Johnson & Johnson verloren. Der US-Pharmakonzern teilte mit, Johnson & Johnson werde nun die volle Verantwortung für die Produktionsstätte des Auftragsherstellers Emergent Biosolutions im Bundesstaat Maryland übernehmen. Dort wurde bislang auch der Corona-Impfstoff von Astrazeneca hergestellt, der in den USA noch nicht zugelassen ist. Die Firma erklärte, man werde mit der US-Regierung kooperieren, um eine alternative Produktionsstätte für den US-Markt zu finden.

Die Zeitungen New York Times und Washington Post berichteten am Wochenende, dass die Regierung Johnson & Johnson in einem ungewöhnlichen Schritt in die Verantwortung gedrängt hatte, nachdem wegen eines Produktionsfehlers an dem Standort jüngst Millionen Impfdosen des Herstellers entsorgt werden mussten. Auslöser war den Berichten zufolge, dass Inhaltsstoffe der beiden Impfstoffe vermischt worden waren. Johnson & Johnson hatte am Mittwoch nur mitgeteilt, dass ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden habe.

Das Unternehmen betonte nun, es werde weiter am Ziel festgehalten, der US-Regierung bis Ende Mai 100 Millionen Dosen des Impfstoffs zu liefern. Der Impfstoff von Johnson & Johnson, der schon nach einer Spritze seine volle Wirksamkeit entfaltet, spielt eine wichtige Rolle für US-Präsident Joe Bidens Versprechen, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle erwachsenen Amerikaner zu haben. Das Präparat von Astrazeneca hingegen ist noch nicht zugelassen und dürfte daher für die rasch fortschreitende Impfkampagne zunächst keine Rolle spielen. Die USA haben rund vier Millionen bereits produzierte Dosen von Astrazeneca an die Nachbarländer Mexiko und Kanada weitergegeben.

Bulgariens Opposition ruft zu Beteiligung an Wahl trotz Corona auf

In Bulgarien haben Oppositionspolitiker Politiker die Bürger zur Beteiligung an der Parlamentswahl trotz der Corona-Pandemie aufgerufen. Bulgarien steckt seit Tagen inmitten einer dritten Corona-Welle. Bei der Wahl am Sonntag galten zahlreiche Hygiene-Regeln, dennoch wurde eine geringe Wahlbeteiligung befürchtet.

Sozialisten-Chefin Kornelia Ninowa bezeichnete die Wahl als entscheidend. Die Wahlbeteiligung lag um 12.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) noch bei gut 18 Prozent, wie die Zentrale Wahlkommission (ZIK) in Sofia mitteilte. Die Wahllokale schliessen um 19.00 MESZ. Auch die regierungskritische Koalition Demokratisches Bulgarien (DB) rief die Bulgaren auf, wählen zu gehen.

Mehr als 90'000 Corona-Neuinfektionen in Indien an einem Tag

Die Anzahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Indien hat den höchsten Stand seit mehr als sechs Monaten erreicht. Binnen 24 Stunden seien 93 249 neue Ansteckungen gezählt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Das ist der höchste Wert seit dem 19. September vergangenen Jahres. Premierminister Narendra Modi habe angesichts der Lage ein Treffen mit seinen Corona-Beratern einberufen, meldete der Sender NDTV.

Indien hatte am Donnerstag seine Impfkampagne ausgeweitet, und alle Menschen ab 45 Jahren dürfen sich impfen lassen. Allerdings liegt die Kampagne derzeit noch deutlich hinter dem von der Regierung angestrebten Ziel, bis Sommer 300 Millionen der mehr als 1,3 Milliarden Einwohner des Landes impfen zu lassen. Seit dem Impfstart im Januar wurden rund 75 Millionen Dosen verabreicht.

Bundesregierung stuft Niederlande als Hochinzidenzgebiet ein

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen in den Niederlanden stuft die Bundesregierung das Nachbarland nach Ostern als Hochinzidenzgebiet ein. Wer ab Dienstag von dort nach Deutschland einreist, muss bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können, wie das Robert Koch-Institut am Sonntag bekanntgab. Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert. Für Pendler gibt es Ausnahmeregelungen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Papst Franziskus warnt vor Rüstungswettlauf in der Welt

Papst Franziskus hat in seiner Osterbotschaft vor einem Rüstungswettlauf gewarnt, der trotz der Corona-Pandemie andauert. «Die Pandemie ist immer noch in vollem Gange. Die soziale und wirtschaftliche Krise ist sehr schwer, besonders für die Ärmsten», sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag im Petersdom. Und er fuhr fort: «Trotzdem – und das ist skandalös – nehmen die bewaffneten Konflikte kein Ende und die militärischen Arsenale werden verstärkt.»

Papst Franziskus warnt vor dem laufenden Rüstungswettlauf trotz Corona-Pandemie in der Welt. (Bild: Keystone)

Wegen des Gesundheitsschutzes feierte der 84-jährige Franziskus auch in diesem Jahr seine Messe zum Ostersonntag nur in kleinem Rahmen mit einer begrenzten Zahl von Anwesenden. Normalerweise begeht der Papst das Fest der Auferstehung von Jesus Christus vor Tausenden von Besuchern auf dem Petersplatz. Der Papst aus Argentinien hielt seine Osteransprache kurz vor dem wichtigen Segen «Urbi et Orbi» (Für die Stadt und den Erdkreis). Mit diesem Segen erlässt das Kirchenoberhaupt den Gläubigen die Strafen für bereute und gebeichtete Sünden.

Erneute Ausschreitungen in St. Gallen befürchtet

Kommt es am Ostersonntag in St. Gallen erneut zur Eskalation? In den sozialen Medien wird erneut zu Ausschreitungen ausgerufen. (Bild: Keystone)

Nach den Krawallen in St. Gallen in der Nacht auf Samstag, wird für Ostersonntag aufgerufen, sich erneut zu formieren. Dies berichtet «20 Minuten». In den sozialen Medien heisse es etwa: «Wir haben das am Freitag super gemacht. Aber es reicht noch nicht. Sie müssen merken, dass wir es ernst meinen.» Dauraufhin folge der Aufruf, möglichst viele Leute in der Nacht von Sonntag auf Montag zu mobilisieren: «Dann lassen wir es noch einmal richtig eskalieren.»

EU stuft Schweiz bei Impfstoff-Importen ab – Botschafter einberufen

Die EU hat vor einer Woche ihre Exportregeln für Covid-19-Impfstoffe geändert. War die Schweiz bisher von der Pflicht einer Ausfuhrgenehmigung befreit, so wurde sie nun von der Liste solcher Länder gestrichen. Wenn eine Staat Impfstoffe bezieht, selber aber keine ausführt, kann die EU den Impfstoff blockieren.

Um die Interessen der Schweiz zu waren, ist die Staatssekretärin Livia Leu beim EU-Botschafter in der Schweiz, Petros Mavromichalis vorstellig geworden. Die Schweiz fordert, dass sie wieder einen privilegierten Zugang erhält und beim Handel mit Covid-19-Impfstoffen sowie Wirkstoffen nicht eingeschränkt wird. Der Bundesverwaltung sei zugesichert worden, dass der Ausschluss nicht gegen die Schweiz gerichtet sei. Man stehe in Kontakt mit der EU-Kommission, hiess es. Weitere Schlagzeilen vom Sonntag lesen Sie hier.

Maskenpflicht in Tessiner Gemeinden über Ostern

Ab Karfreitag gilt an einigen Abschnitten der Verzasca eine Maskenpflicht. Die Tessiner Gemeinde erwartet über die Festtage einen grösseren Besucherstrom, wie sie auf der Homepage schreibt. Auch Lugano, Mendrisio und Bellinzona haben aufgrund der erwarteten Besucherströme zu Ostern eine Maskenpflicht eingeführt. Als erste Gemeinde hatte das bei Deutschschweizer Touristen beliebte Ascona bereits am 16. März eine solche Pflicht eingeführt.

(Video: Keystone-SDA)
Briten wollen Impfnachweise nach israelischem Vorbild einführen

Die britische Regierung will Impfnachweise einführen, damit Stadien, Kinos oder Nachtclubs mit möglichst niedrigem Corona-Risiko wieder für Besucher öffnen können. «Angesichts des Schlags, den das Nachtleben und die Unterhaltungsbranche im vergangenen Jahr hinnehmen mussten, müssen wir über alles nachdenken, was Betrieben helfen könnten, früher zu öffnen», schrieb der britische Staatsminister Michael Gove am Ostersonntag in einem Gastbeitrag im «Sunday Telegraph».

In Israel habe sich mit den sogenannten grünen Pässen gezeigt, wie das öffentliche Leben mit solchen Zertifikaten wieder Fahrt aufnehmen könne, so Gove. Ausserdem verlangten bereits einige Länder bei der Einreise entsprechende Nachweise.

Hier demonstriert Koch einen Corona-Test an einem Schoggi-Hasen

«Mr. Corona» Daniel Koch meldet sich aus dem Ruhestand. Mit Schoggi-Hase und Selbsttest mahnt er die Bevölkerung, sich gegen das Virus testen zu lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Fitnesscenter reichen Staatshaftungsklage bei Finanzdepartement ein
Weil sie ihre Lokalitäten nicht öffnen können, haben die Schweizer Fitnesscenter Klage gegen den Bund eingereicht. (Bild: Keystone)

Der Schweizer Fitnesscenter-Verband (SFGV) hat eine Staatshaftungsklage gegen den Bund eingereicht. Wegen der Corona-Massnahmen können sie ihre Lokalitäten nicht öffnen. Dies führe zu grossen Umsatzverlusten und sei «unverhältnismässig», machen sie geltend.

Für SFGV-Präsident Claude Ammann sind die «Zwangsschliessungen willkürlich», wie der «SonntagsBlick» schrieb. Mit der Klage, die beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) eingereicht worden sei, wolle man den Bund zur Schadenersatz für die finanziellen Einbussen verpflichten, teilte der SFGV am Sonntag mit. Alles zum Thema gibt es hier.

Ostermesse in Jerusalemer Grabeskirche zelebriert

Christen im Heiligen Land haben am Sonntag Ostern gefeiert. Der höchste katholische Würdenträger im Heiligen Land, Patriarch Pierbattista Pizzaballa, zelebrierte am Morgen in der Grabeskirche in Jerusalem die traditionelle Ostermesse. Anders als im vergangenen Jahr durften trotz der Corona-Pandemie wieder Gläubige teilnehmen. Wegen Einreisebeschränkungen waren allerdings weiterhin weder Pilger noch Touristen dabei.

Dreieinhalb Monate nach Beginn der Corona-Impfkampagne in Israel sind die Infektionszahlen deutlich gesunken. Vor allem geimpfte und genesene Personen können neue Freiheiten geniessen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Parlamentswahl in Bulgarien angelaufen

In Bulgarien ist am Sonntag inmitten der dritten Corona-Welle die Parlamentswahl angelaufen. Insgesamt 6,7 Millionen Stimmberechtigte waren aufgerufen, 240 Abgeordnete für die Volksversammlung in Sofia zu wählen. Angetreten sind knapp 7000 Kandidaten. Die Wahl wird darüber entscheiden, ob im ärmsten EU-Land die pro-europäische bürgerliche Regierungspartei GERB von Ministerpräsident Boiko Borissow weiter an der Macht bleibt. Gegen die Koalitionsregierung der GERB mit Nationalisten als Juniorpartner hatte es im vergangenen Sommer Strassenproteste gegeben wegen Korruptionsvorwürfen.

 

In Bulgarien ist mitten in der dritten Corona-Welle die Parlamentswahl angelaufen. (Bild: Keystone)

Da die überwiegend orthodoxen Bulgaren dieses Jahr erst in vier Wochen Ostern feiern, kollidiert die Wahl nicht mit Familienfesten. Für Wähler in Krankenhäusern oder in Corona-Quarantäne sind mobile Wahlurnen vorgesehen. Meinungsforscher befürchteten dennoch, dass die Wahlbeteiligung wegen der Pandemie gering ausfallen könnte.

254 Verstösse an Querdenker-Demo geahndet
10’000 Menschen demonstrierten am Samstag in Stuttgart. (Bild: Keystone)

Am Samstag protestierten rund 10’000 Menschen in Stuttgart gegen die Corona-Politik. 254 Verstösse wurden von der Polizei geahndet.

Mehr als 10’000 Menschen – grösstenteils ohne Masken und Abstand – haben nach Angaben der Polizei am Karsamstag in Stuttgart bei einer Kundgebung der «Querdenken»-Bewegung gegen die Corona-Politik demonstriert. Dabei sei es bis auf wenige Ausnahmen friedlich geblieben, sagte ein Sprecher. Hunderte Beamte waren im Einsatz, schritten wegen der Verstösse gegen die Corona-Regeln aber kaum ein. Das rief viel Kritik hervor – ebenso wie Angriffe auf Journalisten. Alles dazu lesen Sie hier.

Parmelin dämpft Hoffnung auf Corona-Lockerungen

Bundespräsident Guy Parmelin dämpft die Hoffnungen auf rasche und grosse Lockerungen der Corona-Massnahmen. Die Entwicklung der Pandemie im Ausland und in der Schweiz liessen wenig Spielraum, sagte Parmelin in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Mit Lockerungen für private Treffen habe der Bundesrat einen Schritt getan. Mit Besuchen von Restaurants und anderen Veranstaltungen müsse die Schweiz noch zuwarten. Er verstehe die Ungeduld und den Unmut in der Bevölkerung.

 

Dämpft die Hoffnung auf Corona-Lockerungen: Bundespräsident Guy Parmelin. (Bild: Keystone)

Und er sehe, dass die Landesregierung vielen Leuten kaum eine Perspektive geben könne, weil das Virus dominiere. Er hoffe, dass die Bevölkerung ruhig und geduldig bleibe. Mühe mache ihm, dass das Gesprächsklima immer ruppiger und kompromissloser werde. Ausschreitungen wie etwa in St. Gallen verurteile er scharf.

«Ich appelliere an alle, dass sie die Disziplin, die sie bis jetzt gezeigt haben, beibehalten. Wir müssen uns jetzt noch einmal zusammenreissen. Aber wir können auch darauf vertrauen, dass sich die Lage mit den voranschreitenden Impfungen stabilisieren wird und mit dem Sommer eine gewisse Normalität einkehrt», sagte Parmelin.

Papst spendet Trost an Ostern
 

Papst Franziskus sprach zu Ostern Mut in der langwierigen Corona-Krise zu. (Bild: Keystone)

In der traditionellen Osternacht am Karsamstag hat Papst Franziskus den Gläubigen Mut in der langwierigen Corona-Krise zugesprochen. «In den dunklen Monaten der Pandemie hören wir den auferstandenen Herrn, der uns einlädt, niemals die Hoffnung zu verlieren», sagte das katholische Kirchenoberhaupt während des Gottesdienstes im Petersdom. Eine Botschaft des Osterfestes sei, dass ein Neuanfang immer möglich ist. Auch aus dem Scherbenhaufen der Menschheitsgeschichte habe Gott etwas Neues entstehen lassen. Der Pontifex mahnte in seiner Predigt, dass viele Menschen Jesus als Gestalt der Vergangenheit betrachteten. Der Glaube sei aber keine Antiquitätensammlung, sagte der 84-Jährige. «Jesus ist keine Gestalt, die längst überholt ist.»

Richter in Brasilien lässt Präsenzgottesdienste zu Ostern zu

Trotz Höchstwerten bei den Corona-Zahlen hat in Brasilien ein Richter am Obersten Gerichtshof den Weg für Präsenzgottesdienste zu Ostern freigemacht. Er erliess am Samstag eine einstweilige Verfügung, der zufolge Bundesstaaten und Gemeinden den Besuch religiöser Feiern wegen der Pandemie nicht komplett untersagen dürfen. Bereits verhängte Verbote erklärte der Richter für ungültig, wie brasilianische Medien berichteten. Gleichwohl gebe es mehrere Auflagen: Die Gotteshäuser dürften nur bis 25 Prozent ihrer Kapazität ausgelastet sein, es müssten Masken getragen und Abstand gehalten werden.

Eine Vereinigung evangelikaler Juristen hatte geklagt, weil die in Teilen des südamerikanischen Landes erlassenen Verbote aus ihrer Sicht gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit und das Prinzip des staatlichen Säkularismus verstiessen. Gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt während der Pandemie sei der Trost durch religiöse Aktivitäten unverzichtbar, argumentierte der Richter nun den Berichten zufolge. Die Karwoche sei für ein mehrheitlich christliches Land von grosser Bedeutung.

Verband beklagt Angriffe auf Journalisten bei «Querdenker»-Demo

Bei der Demonstration in Stuttgart gegen die Corona-Politik sind nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) am Samstag mehrere Journalisten angegriffen worden. Der SWR beispielsweise berichtete online, dass ein ARD-Fernsehteam auf dem Cannstatter Wasen bedrängt worden sei und ein Live-Schaltgespräch zum Sender Tagesschau24 unterbrochen habe. Eine Sprecherin der Polizei sagte am Abend, die Beamten ermittelten noch, welche Angriffe es auf Medienvertreter gegeben habe. An der Demo der «Querdenker»-Bewegung gegen die Corona-Politik hatten mehr als 10 000 Menschen – grösstenteils ohne Masken und Abstand – teilgenommen.

Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall erklärte, wieder einmal hätten die selbsternannten Querdenker keine Hemmungen, Berichterstatter als Ziel ihrer Wut anzugreifen. «Wütend macht mich die offensichtliche Untätigkeit der Polizeibeamten, die nichts für den Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen unternehmen.» Der Verband wolle wissen, warum Journalisten nicht ausreichend geschützt würden. «Was muss eigentlich noch passieren, bis die Sicherheitskräfte erkennen, dass Journalistinnen und Journalisten in Deutschland nicht mehr frei berichten können?»

Bald keine Impfungen mehr in Hausarztpraxen?

Die unattraktiven Tarife für Hausärzte bei Corona-Impfungen schlagen auf das Angebot: Immer mehr Praxen entscheiden sich, nicht an der Kampagne teilzunehmen.

Mehr dazu hier.

Tausende «Querdenker» beim Protest in Stuttgart

Tausende Menschen sind nach Angaben der Polizei am Samstag zur zentralen Kundgebung der «Querdenken»-Bewegung auf den Cannstatter Wasen in Stuttgart geströmt, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren. Die Polizei war in der Stadt schon seit dem Vormittag mit Hunderten Beamten an verschiedenen Orten aufgestellt, weil zehn teilweise unterschiedliche Kundgebungen angemeldet waren.

Vorwiegend ohne Masken versammelten sich am Samstag rund 6’000 Menschen zur «Querdenker»-Demo in Stuttgart. (Bild: Keystone)

Im Vorfeld gingen die Behörden von 2’500 Teilnehmern in Stuttgart-Bad Cannstatt aus. Diese Zahl war bereits am frühen Nachmittag deutlich überschritten. Genaue Zahlen konnte die Stuttgarter Polizei allerdings nicht nennen. Die Anmelder gingen von 6’000 Menschen aus. Die «Querdenken»-Bewegung und ihre Mitstreiter sprechen sich gegen die derzeitigen Corona-Massnahmen aus. Die Bewegung wird vom Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet.

Auf die Frage, ob Menschen, die auf dem Weg zum Wasen waren, Masken trugen, sagte der Stuttgarter Polizeisprecher Stefan Keilbach: «Ich sehe hier 20 Leute mit Masken, und das sind Polizisten.»

Bangladesch geht am Montag in siebentägigen Lockdown

Angesichts deutlich steigender Corona-Infektionszahlen hat die Regierung von Bangladesch einen siebentägigen landesweiten Lockdown beschlossen. Ausgenommen von der am Montag in Kraft tretenden Schliessung seien Rettungsdienste, Mühlen und Fabriken, solange sie die Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einhielten, sagte Farhad Hossain, der Staatsminister für öffentliche Verwaltung, am Samstag in der Hauptstadt Dhaka.

Tausende Polizisten kontrollieren Corona-Regeln in Paris

Frankreich bereitet sich auf neue landesweite Corona-Beschränkungen vor. Im Grossraum Paris sollen 6600 Einsatzkräfte die Einhaltung der Regeln überprüfen, wie die Polizeipräfektur am Samstag mitteilte.

Die neuen Regeln treten laut Regierung formal an diesem Samstag um 19.00 Uhr in Kraft – dann beginnt die landesweite nächtliche Ausgangssperre, die bereits seit Monaten gilt. Faktisch gelten sie dann aber erst mit Ende der Ausgangssperre am Sonntagmorgen ab 6.00 Uhr.

Eigentlich ändert sich gar nicht viel. Die härteren Massnahmen galten bereits in etlichen Gegenden Frankreichs, darunter auch im Grossraum Paris, und werden nun auf das ganze Land ausgeweitet. Neu ist, dass die Pariser Polizei explizit den Strassenverkauf von Alkohol verbietet – also von Restaurants oder Bars. Auch soll verstärkt kontrolliert werden, dass sich im öffentlichen Raum nicht mehr als sechs Personen treffen.

Profitierten Beamte vom Lonza-Deal?

Vor einem Jahr wurde bekannt, dass Lonza Impfdosen für Moderna in der Schweiz produziert. Rund zwei Wochen waren im Vorfeld verstrichen, bis die Öffentlichkeit nach Abschluss des Moderna-Deals bei Lanza informiert wurde. Wie «Blick» berichtet, machte die Neuigkeit aber bereits in der Bundesverwaltung die Runde.

Profitierten Bundesbeamte vom Lonza-Deal mit Moderna? (Bild: Keystone)

Das Handelsvolumen der Lonza-Aktien sei in dieser Zeit hoch hochgewesen. Fast 400’000 Titel wurden in der zweiten Aprilhälfte 2020 im Schnitt gehandelt. Auf 3-Jahres-Frist gesehen sind es durchschnittlich 330’000 am Tag. Die Aktie habe fast zehn Prozent genommen. Die Zeitung stellt die Frage in den Raum, ob Bundesbeamte vom Deal profitiert haben könnten.

Lonza versichert dabei gegenüber der Zeitung. Die öffentliche Kommunikation sei «in Übereinstimmung mit den anwendbaren Börsenregeln» erfolgt. Man habe den Kontakt mit dem Bund dabei bewusst «frühzeitig und vertraulich» hergestellt. «Um dem Bund Gelegenheit für eine Beteiligung zu geben.»

Iran plant Corona-Massenimpfungen ab September 2021

Der Iran plant Massenimpfungen gegen das Coronavirus ab September. «Die US-Sanktionen haben zwar unsere Planungen zurückgeworfen, aber trotzdem rechnen wir bis Ende September mit dem Start der Corona-Massenimpfungen», sagte der wissenschaftliche Leiter des nationalen Coronas-Stabs, Mostafa Ghanei, am Samstag. Bis dahin seien auch Testphasen der iranischen Impfstoffe beendet und auch sie könnten landesweit eingesetzt werden.

Das Gesundheitsministerium hatte gehofft, dass bis August 2021 alle 83 Millionen Iraner mit einheimischen und ausländischen Vakzinen gratis geimpft werden könnten. Doch der Plan ging wegen der US-Sanktionen und der damit verbundenen Einschränkungen bei Geldtransaktionen nicht auf. Daher wurden auch Privatunternehmen gestattet, die vom Gesundheitsministerium bewilligten Vakzine einzuführen.

Bald keine Impfungen mehr in Hausarztpraxen?
Wird die Schweizer Impfkampagne wegen des Tarifstreits bei den Hausärzten weiter verlangsamt? (Bild: Keystone)

Die unattraktiven Tarife für Hausärzte bei Corona-Impfungen schlagen auf das Angebot: Immer mehr Praxen entscheiden sich, nicht an der Kampagne teilzunehmen.

Bis Ende Juni sollen alle Impfwilligen in der Schweiz zumindest die erste Dosis erhalten haben. Nun droht dieser Plan erneut ins Wanken zu geraten. Denn wegen des Tarifstreits hören immer mehr Hausarztpraxen mit dem Impfen auf, wie «20 Minuten» berichtet. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Knapp 70’000 Corona-Neuinfektionen in den USA binnen 24 Stunden

In den USA haben die Behörden am Freitag 69 822 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden im selben Zeitraum von 24 Stunden 967 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Samstagvormittag (MEZ) hervorging. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300 295 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4476 Toten verzeichnet.

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang 30,6 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 554’000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen – aber nicht relativ zur Bevölkerung – sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Bislang haben landesweit knapp 102 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, fast 58 Millionen haben den vollen Impfschutz, wie aus Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC am Samstag hervorging.

Niederlande setzen Impfungen mit Astrazeneca-Präparat aus
Die Niederlande haben die Impfung mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorläufig eingestellt. Zunächst hatte das Gesundheitsministerium am Freitagabend beschlossen, Personen im Alter unter 60 Jahren nicht mehr mit dem Präparat von Astrazeneca zu impfen. Auslöser waren Fälle von schweren Nebenwirkungen bei Frauen. Am Samstag entschieden die Gesundheitsämter nach Beratung mit dem Ministerium, alle Astrazeneca-Impfungen auszusetzen, um Verschwendung vorzubeugen.

Noch rund 700 Personen in der Altersgruppe über 60 sollten in den nächsten Tagen mit Astrazeneca geimpft werden. Da nicht garantiert werden konnte, dass bei wenigen Personen pro Impfzentrum tatsächlich der gesamte Impfstoff aus einer Ampulle auch genutzt werden konnte, hat man diese Termine vorläufig abgesagt. Der Impfstopp soll vorläufig bis zum 7. April gelten.

Bundespräsident Parmelin zündet zu Ostern Kerze des Dankes an

Bundespräsident Guy Parmelin hat zu Ostern nach einem Jahr Pandemie eine Kerze des Dankes angezündet. Er tat dies auf der virtuellen Gedenkseite, die die Kirchen in der Schweiz für Botschaften, Gebete und Gedanken der Hoffnung eingerichtet haben.

Über 300 Kerzen brannten am Samstag gegen Mittag bereits auf der im Internet aufgeschalteten Schweizerkarte. Die meisten wurden in der Westschweiz entzündet, während im Tessin und auch in Graubünden noch kaum Lichter brannten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Auch die Queen und Prinz Charles treffen sich zum Spaziergang
Auch die Royals treffen sich zum gemeinsamen Spaziergang: Prinz Charles und seine Mutter Queen Elizabeth II. (Bild: Keystone)

Der Volkssport der Pandemie macht auch vor den Royals nicht Halt: Queen Elizabeth II. hat sich mit ihrem Sohn Prinz Charles in Windsor zu einem Spaziergang getroffen. Der Palast veröffentlichte zum Osterwochenende auf Twitter zwei Fotos, auf dem die beiden Royals im Freizeitlook vor Narzissen im Garten des Frogmore Hauses in der Nähe von Schloss Windsor zu sehen sind. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Italien erwartet halbe Million Impfungen am Tag bis Ende April

Italien will in der Corona-Impfkampe bis Ende April eine halbe Million Dosen pro Tag spritzen. In der letzten Aprilwoche solle es so weit sein, sagte der ausserordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, im Interview der Zeitung «Corriere della Sera» (Samstag). Im April würden stetig Impfstoff-Lieferungen erwartet. Wenn das Halbe-Million-Ziel bis Ende des Monats erreicht würde, könne die Impfkampagne im September abgeschlossen werden, erklärte der Armee-General weiter.

Italien will ausserdem die Unternehmen in den Impfplan mit einbeziehen. Laut Figliuolo habe man bereits 420 Produktionsstätten gezählt, die Teil der Kampagne werden könnten. Viele Unternehmen wollen demnach ihre Arbeiter immunisieren. Gegen Ende Mai soll damit begonnen werden, wie der 59-Jährige weiter sagte.

700 Einreisende haben gegen Testpflicht an Grenzen verstossen

Rund 700 Personen sind seit der Einführung der Testpflicht aus einem Risikoland ohne Test in die Schweiz eingereist. In 20 Prozent der Fälle wurde eine Busse von 200 Franken ausgesprochen.

Personen, die mit dem Auto, Bus oder Zug in die Schweiz einreisen, werden nicht immer kontrolliert, denn die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) führt nur stichprobenartige Kontrollen durch, wie die Zeitung «Schweiz am Wochenende» berichtete.

Nicht alle Einreisenden in die Schweiz halten sich an die im Februar verhängte Testpflicht. (Symbolbild: Keystone)

Die EZV bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass bisher rund 700 Personen die Testpflicht nicht beachtet hätten. Die Kontrollen fänden «risikobasiert und sporadisch» statt. Die EZV spreche in der Regel keine Bussen aus, wenn sie mit ihrem Personal an einem Grenzübergang präsent sei und die Reisenden wahrheitsgemäss über ihre Absichten Auskunft erteilten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Britische Behörde meldet sieben Tote nach AstraZeneca-Impfung

Nach mehr als 18 Millionen Impfungen mit Astrazeneca hat es in Grossbritannien nach Angaben der Arzneimittelbehörde sieben Todesfälle wegen seltener Blutgerinnsel gegeben. Es sei jedoch nicht klar, ob diese Nebenwirkungen des Impfstoffs oder durch Zufall zeitnah aufgetreten seien, sagte die Chefin der britischen Behörde, June Raine, der BBC. «Die Vorteile, eine Covid-19-Infektion und ihre Komplikationen zu verhindern, überwiegen weiterhin jegliche Risiken und jeder sollte sich impfen lassen, wenn er eingeladen wird.» Alles zum Thema lesen Sie hier.

 

In Grossbritannien starben sieben Menschen nach einer Corona-Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin. (Bild: Keystone)

Papst Franziskus will zur Osternacht der Auferstehung Jesu gedenken

Papst Franziskus feiert Ostern mit zahlreichen Corona-Einschränkungen. (Bild: Keystone)

Erneut muss Papst Franziskus das für Christen wichtige Osterfest mit wenigen Gläubigen und vielen Corona-Einschränkungen feiern. Am Samstag will der 84-Jährige einen weiteren Programmhöhepunkt begehen: die Osternacht. Wegen der geltenden Regeln in Italien beginnt das Oberhaupt der katholischen Kirche den Gottesdienst im Petersdom früher (19.30 Uhr), denn ab 22.00 Uhr gilt – wie bereits seit Monaten – eine Ausgangssperre. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Jeder vierte Deutsche kommt finanziell nur schwer über die Runden

Mehr als jeder vierte erwachsene Deutsche kommt laut einem Bericht finanziell nur schwer über die Runden. Im Jahr 2019 hätten sich gut 27 Prozent der Menschen ab 16 Jahren keine unerwarteten Ausgaben in Höhe von 1100 Euro leisten können, schrieb die «Saarbrücker Zeitung» (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Dieser Betrag entspricht dem damaligen Schwellenwert zur Armutsgefährdung.

Fast 4,4 Millionen Menschen oder 6,3 Prozent hätten beim Essen sparen müssen und sich nur jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten können, schrieb die Zeitung weiter. Unter den Erwerbslosen habe dieser Wert 2019 sogar bei 31,7 Prozent gelegen.

Steinmeier ruft zu gemeinsamem Kraftakt gegen Corona auf

«Raufen wir uns alle zusammen», ruft der Deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf. (Bild: Keystone)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu einem gemeinsamen Kraftakt gegen die dritte Welle der Corona-Pandemie aufgerufen. «Raufen wir uns alle zusammen, liebe Landsleute! Holen wir raus, was in uns steckt», sagte er in einer Fernsehansprache zu Ostern, die am Samstagabend ausgestrahlt wird. Das Staatsoberhaupt sprach von einer «Krise des Vertrauens» sowie Fehlern beim Testen, beim Impfen und bei der Digitalisierung. «Nach 13 Monaten helfen Durchhalteparolen nicht weiter.» Gebraucht würden nun Klarheit, Entschiedenheit und pragmatische Regelungen, «damit die Menschen Orientierung haben». Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Neuer landesweiter Lockdown in Frankreich

In Frankreich tritt (heute) Samstag zum dritten Mal ein landesweiter Lockdown in Kraft. Angesichts der dritten Corona-Welle werden die bereits in 19 Verwaltungsbezirken geltenden Beschränkungen für vier Wochen auf das ganze Land ausgeweitet.

Damit gilt in ganz Frankreich unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre ab 19.00 Uhr. Die meisten Geschäfte müssen geschlossen bleiben. Kindergärten und Schulen sollen für drei Wochen schliessen, Hochschulen und Gymnasien für vier Wochen. Zwei Wochen davon sind jedoch ohnehin Ferien.

Es besteht zudem für alle Bürger ein begrenzter Bewegungsradius von zehn Kilometern. Für Reisen über Ostern soll allerdings ein «Kulanzzeitraum» gelten, der am Montagabend endet.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel