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Der Telebasel News-Beitrag vom 3. April 2021.
Baselland

Trainspotter pilgern ein letztes Mal ins Waldenburgertal

Die Nostalgie lockt Zug-Fans ins Waldenburgertal. Denn über die Ostertage hat man noch ein letztes Mal die Chance, die rotweisse Bahn vor die Linse zu kriegen.

Aufregung an der Station Hölstein. Christian Brechbühl fühlt sich «ein wenig kribbelig». Der Bahnenthusiast, auch Trainspotter genannt, erklärt, weshalb: «Man weiss ja, dass nicht allzu viele Züge auf dieser Strecke fahren. Wenn einer vorbei ist, muss man wieder eine halbe Stunde warten, bis der nächste Zug kommt.»

Und dann kommt sie endlich, die Waldenburgerbahn. Während der Ostertage hat man zum letzten Mal die Chance, sie in ihrer alten Form nochmals zu sehen. Das wollte sich Christian Brechbühl nicht nehmen lassen. Sein Hobby ist es, Züge zu fotografieren und zu dokumentieren. «Ich bin jetzt nochmals speziell wegen der Waldenburgerbahn hier, weil sie ja bald nicht mehr fährt», sagt der Fotograf. «Deswegen sind auch sehr viele meiner Kollegen auf der Strecke zu sehen, die auch hier sind, um zu fotografieren. Sie stehen in jeder Strassenecke.»

Ein Magnet für Trainspotter

Und tatsächlich steht Christian Brechbühl nicht lange allein an seinem bevorzugten Ort. Auch ein Bekannter von Brechbühl möchte sich vom «Waldenburgerli» verabschieden, bevor für ein Jahr Ruhe herrscht und danach eine ganz neue Bahn die Nachfolge antritt. Der 17-jährige Jonathan Mangold ist dafür aus Basel angereist. Andere nahmen eine längere Reise auf sich, um die letzte 75-Zentimeter-Schmalspurbahn noch einmal Mal in Aktion zu sehen. Wir treffen einen Trainspotter aus Montreux. Für ihn war es selbstverständlich, der Waldenburgerbahn die letzte Ehre zu erweisen.

Am Montag, 5. April 2021, ist dann endgültig Schluss für die rotweissen Wagen. Ab Dienstag herrscht ersatzmässiger Busbetrieb, bis im Dezember 2022 das neue BLT-Tram eingeweiht werden soll. Am Montag öffnet dann auch die «Remise Waldenburgerli» ihre Tore. Das Museum kann von 10 bis 16 Uhr besucht werden.

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