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Der Telebasel News Beitrag vom 2. April 2021.
Basel

Eier boomen an Ostern

Ostern ist die Zeit der Eier. Das spüren die Detailhändler stark. Doch wie gehen die regionalen Eierbauern mit der grossen Nachfrage um?

«Sensationell» sei die Nachfrage nach Eiern, heisst es bei der Migros Genossenschaft Basel. Bereits im Vorjahr sei der Verkauf gut gewesen, doch dieses Jahr seien sie sogar noch besser. Besonders regionale Eier würden sich einer hohen Nachfrage erfreuen.

Beim Konkurrenten Coop sei die Nachfrage ebenfalls «erfreulich». Beide Detailhändler wollen aber keine genauen Zahlen nennen. Der Eier-Boom ist in der Region aber zu spüren. So etwa bei der Geflügelfarm Rieder.

Zwei Farmen zählt Jörg Rieder zu seinem Besitz. In jeder Farm leben rund 9000 Hühner. «Wir haben jedes Jahr eine erhöhte Nachfrage während Ostern», sagt Rieder. Ursprünglich absolvierte er eine Maurerlehre, bevor Rieder Geflügelfarmbesitzer wurde. Während Corona sei die Nachfrage noch mehr gestiegen. Die Leute verreisen nicht, haben aber mehr Zeit und Lust zum Backen. 17’000 Freiland-Eier verlassen täglich den Betrieb, erklärt Rieder.

Im Winter zieht es an

Doch wie bewältigt der Hühnerbetrieb die erhöhte Nachfrage? «Wir können nicht einfach geschwind ein par Hühner mehr beschäftigen und dann entlassen», sagt Rieder. Man habe die, die man habe. Aber mittels anderen Tricks klappt es dennoch. Die Hühner werden jeweils im Sommer ausgetauscht, also dann, wenn die Nachfrage sinkt. «Dadurch haben wir im Winter mehr Eier», sagt der Geflügelzüchter. Bereits vor Weihnachten – also der Backsaison – zieht die Nachfrage an, die dann an Ostern gipfelt.

Ausserdem werden vor Ostern auch Eier zur Seite gelegt. Hartgekochte sind so oder so länger haltbar. Die Produktionsmenge sei immens. Rieder, der die Migros beliefert, sagt: «Man staunt manchmal, wie viele Leute pro Tag ein Ei aufschlagen.» Tatsächlich wurden in der Schweiz 2020 so viel Eier pro Kopf gegessen wie seit 20 Jahren nicht mehr: Insgesamt 189 pro Person.

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