Volkswagen erregte mit einer angeblichen Umbenennung in den USA Aufsehen. (Bild; Keystone)
International

«Voltswagen» statt Volkswagen – Autokonzern mit verfrühtem Aprilscherz

Volkswagen hat mit einem Marketing-Gag für Aufmerksamkeit in den USA gesorgt und seine ehrgeizigen Ziele im Elektroauto-Geschäft unterstrichen.

Die Ankündigung des Volkswagen-Konzerns am Dienstag, 30. März, die US-Tochter in «Voltswagen of America» umzubenennen, erwies sich später als nicht ernst gemeint. Drei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, darüber wolle der Autobauer am Mittwoch die Öffentlichkeit informieren. Die zuvor verbreitete Pressemitteilung sei ein Werbe-Schachzug, um für die eigenen Zukunftspläne zu trommeln. Den Trick dürfte VW dann als verfrühten Aprilscherz präsentieren. Der 1. April ist am Donnerstag.

Volkswagen will bis 2025 zum Weltmarktführer bei Elektroautos aufsteigen. Dabei spielen die USA als weltweit zweitgrösster Automarkt und Heimat des Rivalen Tesla eine wichtige Rolle. In den Vereinigten Staaten hat Volkswagen immer noch mit den Folgen des Dieselskandals zu kämpfen und will seinen Namen aufpolieren. Der angebliche Austausch des K im Firmennamen durch ein T dient als Anspielung auf die E-Auto-Ambitionen. Volt ist die Masseinheit für Stromspannung.

Die zu Wochenanfang durchgesickerten angeblichen Umbenennungspläne sorgten dafür, dass viele Medien darüber berichteten, darunter auch der US-Nachrichtensender CNBC. Für solche Werbung müssen Unternehmen sonst tief in die Tasche greifen.

Die vermeintliche Namensänderung erinnert an eine Aktion von Volkswagen aus dem Jahr 2003, als sich Wolfsburg anlässlich der Präsentation des neuen VW-Golfs angeblich vorübergehend in «Golfsburg» umbenannte. Damals handelte es sich nicht um einen Aprilscherz, die PR-Aktion fand im Sommer und Herbst statt.

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