Es gerieten auch mehr Menschen in Lawinen: Bisher 296 Personen wurden diesen Winter von einer Lawine erfasst. (Archivbild: Keystone)
Schweiz

Bisher 27 Menschen in Lawinen ums Leben gekommen

Im zu Ende gehenden Winter sind mehr Menschen in Lawinen ums Leben gekommen als im langjährigen Durchschnitt. Bisher sind 27 Personen gestorben.

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung hat bisher 27 Todesopfer und eine vermisste Person gezählt. Im 20-Jahres-Mittel seien es 18 Tote, teilte das Davoser Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF am Mittwoch, 31. März, in einer vorläufigen Bilanz mit. Es gerieten auch mehr Menschen in Lawinen. Bisher 296 Personen wurden diesen Winter von einer Lawine erfasst. Im Mittel der letzten 20 Jahre waren es 177 Personen.

Höher als üblich war auch die Zahl der Lawinen: Seit 1. Oktober und bis Dienstag (30. März) wurden 318 Lawinen mit Personen- und Sachschäden registriert, davon 215 Personenlawinen. Das seien etwa doppelt so viele wie üblich, schrieb das SLF. Etwas über dem Mittel lag auch die Zahl der Lawinen, die Sachschäden verursachten.

Ungesichert und auf Varianten

Alle 27 tödlich Verunglückten waren Wintersportlerinnen und -sportler, die laut SLF im ungesicherten Gelände verunfallten. Elf waren auf Touren gewesen, 16 hatten Variantenabfahrten unternommen. Einen Unfall gab es im Jura, wo tödliche Lawinenunfälle selten sind.

Das SLF nennt mehrere Gründe für die höhere Zahl von Lawinenopfern: schwache Altschnee-Schichten, mehrmals grosse Neuschneemengen, zum Teil sehr grosse Lawinen und mehr Unfälle von Variantenfahrern. Eine abschliessende Bilanz der Lawinenunfälle zieht das SLF jeweils Ende September, am Ende des hydrologischen Jahres.

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