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Sehen Sie hier die Medienkonferenz der Fachexperten des Bundes im Rückblick. (Video: der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Corona-Selbsttests sind ab 7. April verfügbar

Schweizerinnen und Schweizer können ab kommender Woche Gratis-Selbsttests beziehen. Das verkündeten die Fachexperten in Bern.

Der Impfnachweis des Hausarztes oder des Impfzentrums soll zu einem Covid-19-Zertifikat werden, das international gültig ist. Dies sagte ein Vertreter des Bundesamts für Gesundheit (BAG) am Dienstag in Bern. Eine zentrale Lagerung der Impfnachweise werde es nicht geben.

Der Nachweis der Impfung in Papierform oder im blauen respektive gelben Impfbüchlein soll als internationales Zertifikat anerkannt werden.

Wie Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, erklärte, werde das Zertifikat nun erarbeitet. Es sei auch möglich, dass der Nachweis in digitaler Form bei der Impfung mitgegeben werden könne. «Die Verantwortung für die Aufbewahrung liegt jedoch bei der geimpften Person.» Der Nachweis könne in keinem System abgerufen werden.

Unklar sei noch, wie die bereits erfolgten Impfungen festgehalten werden sollen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Covid-19-Zertifikat soll bis im Sommer verfügbar sein

Der international anerkannte Impfnachweis kommt bis im Sommer. Einen genaueren Zeitpunkt konnte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag nicht angeben. Die Schweiz will die Vorgaben der EU einhalten, um die internationale Anerkennung des Zertifikats zu gewährleisten.

Grundsätzlich solle es so rasch wie möglich ein Zertifikat geben. «Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass dieses Covid-19-Zertifikat bis im Sommer bereitsteht», sagte Patrick Mathys. Mehr zum Thema gibt es hier.

Apotheken mit Abgabe von Gratis-Selbsttests stark gefordert

Die Selbsttests sind ab Mittwoch, 7. April, in den Apotheken gratis verfügbar. Es sei sehr wichtig, dass nicht alle am ersten Tag die Apotheken stürmen, sagte Pharmasuisse-Präsidentin Martine Ruggli am Dienstag vor den Medien in Bern.

Die Selbsttests sind ab Mittwoch, 7. April, in den Apotheken gratis verfügbar. Es sei sehr wichtig, dass nicht alle am ersten Tag die Apotheken stürmen, sagte Pharmasuisse-Präsidentin Martine Ruggli am Dienstag vor den Medien in Bern. Sie demonstrierte die Handhabung solcher Selbsttests. (Video: Keystone-SDA)

Es sei den Apotheken im Land nicht möglich, auf einen Schlag an einem Tag eine Million Kunden zu bewältigen, führte die Präsidentin des Schweizerischen Apothekerverbands Pharmasuisse aus.

Sie legte dar, wie gross die Herausforderung sei, die Selbsttests von Hand in Säcke à fünf Selbsttests pro Person zu verpacken: «Das ist eine riesige logistische Herausforderung. Wir müssen jetzt gezielt Leute einstellen, bitte haben Sie etwas Geduld.» Alle Details gibt es hier.

Schummeln schwierig

Über die Krankenkassenkarte können die Apotheken nachvollziehen, ob eine Person ihre monatliche Ration von fünf Gratis-Selbsttest schon bezogen hat. Die Leute werden auch darüber informiert, dass sie nur fünf Gratistests zugute haben.

«Wir hoffen, dass die Leute sich solidarisch verhalten», sagte Martine Ruggli. «Über die Krankenkassenkarte können wir nachvollziehen, ob eine Person ihre Ration schon bezogen hat.» Alle Hintergründe dazu lesen Sie hier.

Repetitive Reihentests werden im Kanton Zug ausgeweitet

Das Beispiel des Kantons Zug zeigt laut dem Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri, dass sich repetitive Reihentests lohnen. In Kürze dürften in Zug bei einer Bevölkerungsgrösse von 127’000 bei rund 20’000 Personen in Schulen, Altersheimen und Betrieben solche Reihentests durchgeführt werden.

Hauri betonte am Dienstag vor den Medien in Bern, dass bei den repetitiven Reihentests in Zuger Schulen einzelne Corona-Ausbrüche festgestellt worden seien. Nur in geringem Ausmass habe es bisher Übertragungen von Schulen in die Familien gegeben. Nicht geeignet für diese Reihentests sind laut Hauri Selbsttests.

Schweiz schliesst Alleingang für Risikogebiet Brasilien aus

Das Unterbrechen von Flugverbindungen nach Brasilien ist für die Schweiz derzeit kein Thema. Sollten jedoch die europäischen Nachbarländer Massnahmen beschliessen, würde sich die Schweiz anschliessen, wie Patrick Mathys am Dienstag vor den Medien in Bern erklärte.

Der Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt für Gesundheit (BAG) betonte, dass man die Situation in Brasilien derzeit sehr aufmerksam verfolge. Das brasilianische Gesundheitssystem stehe kurz vor dem Kollaps. Alle Informationen lesen Sie hier.

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