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Der Telebasel Talk vom 23. März 2021.
Baselland

Peter Knechtli zur Demo in Liestal: «Kapitulation von Polizei und Rechtsstaat»

Kein Thema bewegt die Region derzeit so sehr wie die Demo gegen Corona-Massnahmen in Liestal vom Samstag. Peter Knechtli ortet eine Kapitulation.

Seit Samstag, 20. März 2021, hat der Ortsname Liestal einen unschönen Belag. «Liestal» steht für einen Anlass rechtsstaatlichen Scheiterns. Tausende von Leuten zogen völlig unbehindert ohne Maskenschutz durch den Baselbieter Hauptort (Telebasel berichtete). Die Polizei liess die Menge passieren, wünschte ihr per Lautsprecher «viel Erfolg» und hielt im gleichen Zug Gegendemonstranten an.

Der ehemalige Liestaler Stadtpräsident und heutige Kantonsentwickler in Basel-Stadt, Lukas Ott, twitterte entsetzt: «Ich war heute auch in #Liestal und habe meine Mutter im Pflegeheim besucht, dankbar für den Schutz, auf den wir uns stets verlassen können. Diejenigen, die mich am Bahnhof als Schafseckel bezeichnet haben, weil ich Maske trage, sehen sich als Visitenkarte von was genau?».

Sicherheitsdirektorin nicht vor Ort

Die politische Verantwortliche, SP-Regierungsrätin Kathrin Schweizer, musste in den öffentlichen Medien viel Kritik einstecken, auch aus den eigenen Reihen. Ex-Regierungsrat Peter Schmid erwartet von der Regierung «ein klares Wort».

SP-Landrat Jan Kirchmayr machte einen Vorstoss publik, indem er von Kathrin Schweizer Antworten zu möglichen Bussen, antisemitischen Parolen und zu Gewalt gegen einen Journalisten fordert.

Ex-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer fragte auf Twitter, ob Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer vor Ort war. Die Frage ist auf Telebasel-Anfrage geklärt: Schweizer war nicht vor Ort, habe sich aber laufend informieren lassen.

«Wenn Corona-Kritiker die Polizei bejubeln …»

Gerne hätte Telebasel Kathrin Schweizer in der Sendung Talk interviewt. Sie liess absagen – wegen dringender anderer Termine.

Peter Knechtli, Chefredaktor von onlinereports.ch, war am Samstag vor Ort und ortete in einem starkbeachteten Kommentar eine Kapitulation von Polizei und Rechtsstaat: «Wenn Corona-Kritiker ‹die Polizei bejubeln› («Basler Zeitung»), die sie während der Kundgebung zum Narren machten, dann muss sich auch die Stimme der grossen Mehrheit der Schweizer Bevölkerung erheben – nicht gegen die Demonstration, sondern gegen Rechtsmissachtung und Gesundheitsgefährdung».

6 Kommentare

  1. Knechtli schreibt von Corona Leugnern oder Kritikern..Herr Knechtli, ein Virus kann man nicht kritisieren, die Massnahmen dagegen sehr wohl.Vielleicht sollten Sie nochmal nachlesen was Recherchieren bedeutet und sich so eine derart heftige Selbstdisqualifikation ersparen…Report

  2. Ich sage ja schon lange, dass das ganze Affentheater nur noch Willkür ist und unglaubwürdig. Liestal (oder gar der ganze Kanton schon, ist m.E. gar kein Rechtsstaat mehr. Weg mit der Bewilligungs»dame».Report

  3. Unter dem Deckmantel der Demokratie werden von den Demonstranten allgemein verbindliche Regeln ausser Kraft gesetzt und missachtet. Der Schutz der Bevölkerung scheint hier nichts zu gelten. Dabei scheint es als offensichtlich, dass ein (nicht geringer) Teil der Demonstranten aus rein provokativen Motiven handelt. Der soziale Hintergrund scheint zweitrangig zu sein. Endlich ist mal wieder was los und man kann auf die Strasse gehen. Und der Staat schaut stillschweigend zu. Greift dieser ein füllen sich die Schlagzeilen mit Artikeln über Polizeigewalt und Unterbindung der Meinungsfreiheit. Die Medien sind hier also nicht ganz unbeteiligt.Report

  4. Sie dürfen seit Gestern 10 Personenn privat treffen.Demonstrationen sind in unserem Rechtsstaat erlaubt,weil wir eben eine Demokratie haben und nicht eine Diktatur,wie es immer die Anti Corona Demonstranten behaupten.Und dass die Auflagen (Maskenpflicht,etc.) von diesen ignoranten Demonstranten nicht eingehalten worden sind,ist ein anderes ThemaReport

  5. Ich finde es auch höchst bedenklich,welches Gedankengut verbreitet wird,dies in Liestal von einem Basler Arzt,Schilder mit nationalsozialistischen Parolen werden herumgetragen,da werden ja direkt Leute aus der rechten Ecke aufgefordert,an den Demos mitzumarschieren. Ich hoffe,dass da die Politik aktiv wird.Und die grosse Frage,merken das die Veranstalter/Demonstranten nicht,sind sie so naiv,dies nicht zu sehen oder wollen es nicht sehen,weil sie sich einfach freuen,dass so viele teilnehmen Wenn dies differenziert ist,wie Veranstalter Stiller Protest auf ihrer Website schreibt,sollten sie sich schleunigst kundig machen,was differenziert istReport

  6. Und der brave Bürger darf nicht mit seiner Grossmutter ihren Geburtstag feiern, weil eine Nase zu viel im Raum ist. Sechs Personen privat geht nicht, tausende dank politischer Motivation wohl. So etwas darf einfach nicht sein.Report

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