Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 22. März 2021.
Basel

Kritik wegen chinesischer Fassade am Claraturm

Der Rohbau des Claraturms ist fertig. Die Kritik am umstrittenen Hochhaus ist aber noch nicht beendet: Viele stören sich an der chinesischen Fassade.

Jahrelang wurde um den 96 Meter hohen Claraturm beim Kleinbasler Messeplatz gestritten. Jetzt ist der Rohbau mit 29 Etagen fertig, den Poolbereich auf dem Dach erkennt man bereits.

Trotz Corona liegt man gut in der Zeit – wegen Corona verzichtet man aber auf ein Richtfest für die Bauarbeiter. Stattdessen offeriert man den Angestellten mehrere Mittagessen und ein kleines Souvenir, so der Projektleiter der Baufirma Halter AG. «Dass sie ein gewisses Andenken haben von diesem tollen Projekt, bei dem sie involviert waren», so Roger Seiler.

In der Kritik stand der Glasmonolith aber zuletzt, weil die Bauarbeiter bei der Fassade wenig involviert waren. Die gläsernen Module seien in China vorproduziert und vorinstalliert worden, wie eine Recherche von Architektur Basel enthüllte. Es hagelte Kritik wegen der langen Transportwege.

Chinesische Fassade

«Wir waren ein wenig überrascht von der Kritik, da wir ja auch für in der Region eine sehr grosse Wertschöpfung haben», sagt der zuständige Projektmanager der Besitzerin UBS. Christoph Grether rechtfertigt den Import: «Tatsache ist, dass man in der Bauwirtschaft um China nicht rumkommt.»

Die Fassade der benachbarten Roche-Türme stammt aber zum Beispiel aus Deutschland. Viele Faktoren würden jedoch laut Projektleiter Seiler für den chinesischen Anbieter sprechen: «Der Preis ist bestimmt ein wesentlicher Punkt, aber es ist eine Gesamtbeurteilung, die man vorgenommen hat.»

Ende Jahr kann der Turm bezogen werden, die Mieterschaft scheint sich an der chinesischen Fassade nicht zu stören. Fast die Hälfte der 225 Wohnungen konnten in wenigen Wochen vermietet werden.

5 Kommentare

  1. Naja, Hand aufs Herz….
    Wieviel Ware kommt aus China, wo wir uns in keiner Weise daran stören. zB auch die Pelati aus Italien kommen als Tomate aus China und werden in Italien zu Pelati oder Tomatenpüree verarbeitet und dann stört uns eine Fassade aus China. Seit Alusuisse als grosses Hersteller von Aluminiumlegierungen und deren Komponenten nicht mehr in der Schweiz existiert, wo soll den aus eurer Sicht die Ware herkommen? Die letzten grösseren Fassadenfirmen in der Schweiz sind ja nicht mehr existent. Nur noch eine Handvoll können sich mit Mühe und Not in der Schweiz behaupten. Am Untergang sind wir selbst Alle daran schuld mit unser stetigen Gier nach Macht und Geld.Report

  2. Ich habe in der Presse gelesen, dass die Fassadenelemente der Roche Hochhäuser aus Italien geliefert werden, Sie schreiben, dass aus Deutschland stammen.
    Was stimmt?Report

  3. sehr einseitiger Bericht… vor allem ist das Thema schon durch… beim Roche Turm würde mich dennoch interessieren wo das Material für die Fassade her kommt, nicht nur wo die Fassade her kommt…Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel