Fast jede zweite Frau in der Schweiz habe bereits ungewollt Bilder männlicher Geschlechtsteile erhalten. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Online-Tool geht gegen Versenden ungewollter Penisbilder vor

Der Verein NetzCourage lanciert einen neuen Strafanzeigen-Generator. Wer auf digitalem Weg ein Penisbild bekommt, kann sich damit dagegen wehren.

Wer auf digitalem Weg ungefragt ein Penisbild zugeschickt bekommt, kann sich neu mit einem Anzeigengenerator dagegen wehren. Der Verein NetzCourage hat ein Online-Formular aufgeschaltet, mit dem Opfer sexueller Belästigung im Internet Strafanträge stellen können.

Fast jede zweite Frau in der Schweiz habe auf sozialen Medien, über Nachrichtendienste oder per Mail schon Bilder von männlichen Geschlechtsteilen zugeschickt erhalten, ohne dass sie danach gefragt hätte, teilte der Verein am Freitag anlässlich der Lancierung des neuen Angebots mit. Wer ungefragt Penisbilder verschicke, erfülle den Pornografie-Tatbestand.

Weil solche Taten nur selten angezeigt würden, stellt der Verein auf der Webseite www.netzpigcock.ch ein Formular zur Verfügung, in dem Betroffene das Bildmaterial hochladen und einen Strafantrag generieren können. Die Daten würden nicht gespeichert, hiess es.

Bei der Schweizerischen Staatsanwälte-Konferenz (SSK) hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, ein vergleichbares Tool zur Erstellung einer Anzeige sei ihr nicht bekannt. Grundsätzlich könne man davon ausgehen, dass eine via einen solchen Generator erstellte Anzeige entgegengenommen werde. Das Tool scheine sicherzustellen, dass alle notwendigen Angaben enthalten sind. Im Einzelfall müsse dies die zuständige Staatsanwaltschaft beurteilen.

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