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Der Telebasel Talk vom 17. März 2021.
Basel

Christoph Eymann: «Auch Herr Burgener will einen erfolgreichen FCB»

Fanproteste und vernichtende Kommentare: Bernhard Burgener ist der «Bölimann» der Stunde. Christoph Eymann relativiert im Talk.

Jacques Herzog gehörte zur Findungskommission, die Bernhard Burgener als neuen VR-Präsidenten des FC Basel einsetzte. Im BaZ-Interview vom Samstag, 13. März, liess der Stararchitekt seinen Emotionen freien Lauf: «Ich habe nichts persönlich gegen Bernhard Burgener, aber er hat diesen verheerenden Niedergang (des FC Basel) zu verantworten. Nur er. Er ist der Boss und möchte es – Stand heute – fatalerweise auch bleiben».

Diese Sätze würden wohl die meisten der rund 7’000 Fans, die am Samstag vor dem Joggeli protestierten, unterschreiben.

Fans verbrannten eine Burgener-Puppe

Wenn dabei gar eine Burgener-Puppe unter Gejohle verbrannt wird, dann ist das Wort «Unmut», das die Medien derzeit im Zusammenhang mit den Protesten verwenden, eine Verharmlosung. Deutlich fielen auch die Voten im letzten Telebasel Sonntags-Talk aus: «Beim FCB wird eine Marke zerstört» sagte die ehemalige SP-Ständerätin Anita Fetz.

Bernhard Burgeners «Tag der Abrechnung»

Nicht nur die Beurlaubung des Fan-Lieblings Valentin Stocker hat den Zorn der Fans entflammt, sondern auch die Äusserungen von Bernhard Burgener.

Seit Monaten wird die Geschäftsstelle mit dem Wort «Ausverkauf» verschmiert. Burgener sucht Investoren. Dabei offenbart auch er kommunikative Verhärtung, spricht dräuend von einem «Tag der Abrechnung». Mit wem? Mit einer Muttenzerkurve, die sich gegen die FCB-Spitze stellt, kann man nicht «abrechnen».

Christoph Eymann plädiert für Dialog

Die einzige öffentliche Person, die sich vor Bernhard Burgener und gegen die öffentliche Lawine stellt: LDP-Nationalrat Christoph Eymann, ehemaliger Sportdirektor der Stadt, Sport- und FCB-Fan. Auf SRF Sport mahnte er zu Fairplay – auch gegenüber Burgener – und plädierte für Dialog: «Die Fans wollen einen erfolgreichen FC Basel und Herr Burgener will das auch.» Ist Dialog noch möglich, wenn auf der Strasse eine Puppe verbrannt wird?

Christoph Eymann erklärt seine Sicht der Dinge am Mittwoch, 17. März 2021, ab 18:45 Uhr im Talk. Der Talk wurde gestern Dienstag aufgezeichnet.

3 Kommentare

  1. Bravo Herr Eymann! Man sollte auch bei emotionalen Themen wie dem FCB versuchen sachlich zu bleiben. Sicher sind diverse Fehlentscheidungen gefallen und der Chef ist im verantwortlich. Letztlich hat Herr Burgener aber sein eigenes Geld investiert und dies wohl auch primär aus emotionalen Gründen. Damit es wieder aufwärts geht, braucht es zusätzliche finanzielle Mittel. Ich glaube jeder würde in einer solchen Lage nach zusätzlichen Investoren suchen und versuchen die eigenen Verluste nicht noch grösser werden zu lassen. Im übrigen steht es allen protestierenden Fans frei, eigene Millionen zu investieren. Sorry jetzt war ich am Ende auch etwas emotional….Report

  2. Hatt ein Nationalrat eigentlich wirklich Zeit sich um solche Lapalien zu kümmern….. Das gibt mir ernsthaft zu denken… Haben wir doch sicherlich, und nicht nur momentan, grössere und wichtigere Baustellen als ein Fussballverein mit überzahlten Spielern. Und an alle, ich bin auch FCB Fan, sehe es aber als Fussballspiel und nicht als Mittelpunkt der Schweiz/Welt.Report

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