Hier verlässt Prinz Philip (99) das Spital. (Bild: Keystone)
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Prinz Philip (99) kann Spital nach Herz-OP verlassen

Aufatmen in Grossbritannien: Prinz Philip hat das Spital nach einer erfolgreichen Herz-Operation wieder verlassen können.

Prinz Philip wurde am Dienstagmorgen aus einem Londoner Spital entlassen. Dies, nachdem der 99-jährige Prinzgemahl von Queen Elizabeth erfolgreich am Herzen operiert worden war. Dieser hatte er sich wegen einer bestehenden Problematik unterziehen müssen.

Insgesamt war der 99-Jährige 28 Tage im Spital. Das sei sein bisher längster Aufenthalt in einer Klinik gewesen, wie die BBC berichtet.

Ursprünglicher Grund für Einweisung nicht bekannt

Auf Videoaufnahmen im Internet war zu sehen, wie Philip auf der Rücksitzbank eines schwarzen Autos das Klinikgelände verliess. Der Grund für die ursprüngliche Einweisung des Herzogs von Edinburgh, wie Philip in Grossbritannien genannt wird, ist nicht bekannt. Mit dem Coronavirus hatte es aber nicht zu tun. Prinz Philip und die Queen haben bereits mindestens eine Impfung erhalten.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben Prinz Philipp (99) und Queen Eilzabeth (94) ihre meiste Zeit im Windsor-Schloss verbracht. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Hausangestellten, die scherzhaft HMS Bubble genannt wird.

Lichtblick für Royals

Die Spekulationen über Philips Gesundheitszustand erreichten einen Höhepunkt, als Thronfolger Prinz Charles (72) seinen Vater Ende Februar in der Klinik besuchte. Die beiden hatten sich Berichten zufolge monatelang nicht gesehen.

Dass Philip nun wieder in den Palast zurückkehrt, ist ein Lichtblick für die Royals, die in den vergangenen Wochen viel Ärger hatten. Prinz Harry (36) und Herzogin Meghan (39), die sich vom Königshaus losgesagt haben und inzwischen mit ihrem ein Jahr alten Sohn Archie in Kalifornien leben, hatten kürzlich mit einem Interview im US-Fernsehen eine Rassismusdebatte ausgelöst.

Neben vielen anderen Dingen klagte Meghan im Gespräch mit Talkshow-Legende Oprah Winfrey, es habe innerhalb der Familie Spekulationen über die Hautfarbe ihrer Kinder gegeben und was das für das Königshaus bedeuten könnte.

Harrys Bruder William (38) sah sich daraufhin zu der Feststellung gezwungen, die Königsfamilie sei «überhaupt nicht» rassistisch. Harry zeigte sich zudem schwer enttäuscht von seinem Vater Charles, der zeitweise nicht einmal mehr ans Telefon gegangen sein soll.

Aufschrei wegen Gewalt an Frauen

All das drohte das Königshaus in seinen Grundfesten zu erschüttern. Doch dann kam ein anderes Thema auf, das die Schlagzeilen dominierte: Das tragische Schicksal der auf ihrem Nachhauseweg in London entführten und getöteten Sarah Everard bewegte die Nation. Im Verdacht steht ein 48 Jahre alter Polizist. Ein Aufschrei gegen Gewalt an Frauen ging durchs Land.

Williams Frau, Herzogin Kate (39), mischte sich am Samstag ohne grosses Aufsehen unter die Trauernden, die an einem zum Gedenkort umfunktionierten Musikpavillon im Park Clapham Common Blumen niederlegten. Sie erinnere sich daran, wie es gewesen sei, vor ihrer Hochzeit mit William alleine durch London zu gehen, liess der Palast wissen.

Die ehrlich wirkende Geste der oft als Gegenspielerin von Meghan betrachteten Kate versöhnte viele Briten wieder ein bisschen mit ihrem Königshaus. Mit der Rückkehr von Philip scheint die Welt der Royals wieder ein Stück weit in Ordnung.

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