Die BLKB machte mit 138,1 Millionen Franken im vergangenen Jahr einen leicht höheren Reingewinn. (Bild: Keystone)
Baselland

BLKB erzielt im Pandemiejahr Gewinn von 138 Millionen

Die Basellandschaftliche Kantonalbank erzielte 2020 einen Gewinn von 138,1 Millionen. Die Risikovorsorge wurde wegen der Corona-Pandemie erhöht.

Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat im Geschäftsjahr 2020 ihre Risikovorsorge wegen der Corona-Krise deutlich erhöht und in der Folge operativ weniger verdient. Unter dem Strich weist die Bank dennoch einen leichten Gewinnanstieg aus.

Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung lag mit 162 Millionen Franken um 5,3 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie einer Mitteilung der BLKB vom Mittwoch zu entnehmen ist. Bei einer tieferen Bildung von Reserven für allgemeine Bankrisiken als noch im Vorjahr resultierte ein leicht höherer Reingewinn von 138,1 Millionen Franken (+1,0 Prozent).

Die Zertifikatsinhaber- und -inhaberinnen erhalten nun eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 35 Franken. Der Kanton Basel-Landschaft profitierte zudem von einer ebenfalls unveränderten Ausschüttung von 60 Millionen Franken.

Tieferer Netto-Zinserfolg

Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, konnte die Bank den Bruttoertrag zwar erhöhen. Bei deutlich höheren ausfallrisiko-bedingten Wertberichtigungen und Verlusten ging der Nettoerfolg allerdings um 3,9 Prozent auf 256,8 Millionen Franken zurück.

Deutlich zulegen konnte das Institut auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie im Handelsgeschäft. Insgesamt fiel der Geschäftsertrag im vergangenen Jahr mit 355,8 Millionen Franken aber dennoch um 1,8 Prozent tiefer aus.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich derweil im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent auf 177,8 Millionen Franken. Hauptgrund war ein klar höherer Personalaufwand. Die Zahl der Vollzeitstellen stieg um knapp 23 auf 709,7. Die Cost-Income-Ratio verschlechterte sich in der Folge auf 50 Prozent.

Wachsendes Hypothekargeschäft

Im Hypothekarmarkt war die Bank im vergangenen Jahr schnell unterwegs. Die Hypothekarforderungen stiegen um 4,8 Prozent auf 20,5 Milliarden Franken. Trotz Covid-19 sei es zu keinem substanziellen Einbruch bei der Hypotheken-Nachfrage gekommen, stellt die BLKB fest. Weiterhin verfolge sie eine vorsichtige Risikopolitik.

Deutlich höher fielen allerdings auch die Kreditlimiten für Firmen aus, die – ohne die Covid-Kredite – um 15 Prozent anstiegen. Im Rahmen des Kreditprogramms des Bundes vergab die BLKB insgesamt 1’141 Covid-19-Kredite in der Höhe von 123,5 Millionen Franken.

Weiterhin hoch war das Vertrauen der Kunden in das Institut: Der Netto-Neugeldzufluss zog auf 964 Millionen Franken an. Die der Bank anvertrauten Kundenvermögen nahmen um 1 Milliarde auf 22,5 Milliarden Franken zu.

Anspruchsvolles 2021

2020 habe die BLKB mehrere Meilensteine bei der Umsetzung ihrer Strategie erreicht, schreibt die Bank. Im Dezember hatte sie angekündigt, ein schweizweites digitales und nachhaltiges Finanzdienstleistungsunternehmen aufzubauen. Informationen zur weiteren Umsetzung kündigt sie nun für die zweiten Monatshälfte des Aprils an.

Das neue Geschäftsjahr erwartet die Bank weiterhin als «anspruchsvoll». Es sei schwierig, die Auswirkungen von Covid-19 zu beurteilen. Insgesamt erwartet die BLKB 2021 eine verhaltene Entwicklung und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau.

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