Beim schweren Unfall am 27. November 2019 in Effingen AG kamen drei Menschen aus dem Baselbiet ums Leben. (Bild: Kantonspolizei Aargau)
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Porsche-Fahrer nach Bözbergtunnel-Unfall der vorsätzlichen Tötung angeklagt

Drei Menschen aus dem Baselbiet starben im November 2019 beim Unfall in Effingen. Die Staatsanwaltschaft fordert nun sieben Jahre Haft für den Unfallverursacher

Ein 46-jähriger Autolenker, der 2019 im Kanton Aargau vor dem Bözbergtunnel einen Verkehrsunfall mit drei Todesopfern verursachte, ist wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung angeklagt worden. Der Mann soll eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren kassieren.

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach wirft dem beschuldigen Montenegriner vor, kurz vor dem Bözbergtunnel auf der A3 in Fahrtrichtung Zürich mit seinem Sportwagen ungebremst in das Heck eines aufgrund von Bauarbeiten langsam in einer Kolonne fahrenden Autos geprallt zu sein. Der Unfalllenker sei mindestens mit 133 Kilometern pro Stunde gefahren.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto in das Heck eines vor ihm fahrenden Sattelanhängers gestossen und zerquetscht, wie die Staatsanwaltschaft Aargau am Montag weiter mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, den Tod der Insassen des Renaults zumindest billigend in Kauf genommen zu haben. Opfer des schweren Verkehrsunfalls am 27. November 2019 waren eine Frau im Alter von 55 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 64 und 42 Jahren. Auf der Unfallstelle war zunächst nicht eindeutig erkennbar, wie viele Opfer sich im zusammengedrückten Auto befanden.

Angeklagter: Keine Erinnerung an Unfall

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme zur Behandlung der psychischen Erkrankung des Beschuldigten. Weiter beantragt sie zehn Jahre Landesverweisung.

Der Beschuldigte mache geltend, sich weder an die Fahrt auf dem gesperrten Überholstreifen, noch an den tödlichen Unfall erinnern zu können, hält die Staatsanwaltschaft in ihrem Communiqué fest.

Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten komme zum Schluss, dass der Mann aufgrund einer psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt vermindert schuldfähig gewesen sei.

Der Mann war kurz nach dem Unfall von der Polizei festgenommen worden. Nach einer vorsorglichen Untersuchung im Spital wurde er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Wann sich der Angeklagte vor dem Bezirksgericht Brugg verantworten muss, steht noch nicht fest.

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