Wurden wiedergewählt: Brigit Wyss (Grüne), Susanne Schaffner (SP) und Remo Ankli (FDP). (Bild: Keystone/Peter Schneider)
Schweiz

Alle drei bisherigen Solothurner Regierungsmitglieder bestätigt

Bei den Solothurner Regierungsratswahlen wurden alle Bisherigen bestätigt. Bei den Genfer Wahlen landet Pierre Maudet überraschend auf dem zweiten Platz.

Bei den Genfer Wahlen ist der bei seiner Partei und der Regierung in Ungnade gefallene Pierre Maudet überraschend auf dem zweiten Platz gelandet und wahrt sich damit die Wahlchance. Im Wallis erreichte niemand das absolute Mehr, im Kanton Solothurn schafften dies die drei Bisherigen.

Die Karten dürften für den zweiten Wahlgang vom 28. März im Kanton Genf neu gemischt werden. Zwar lag Maudet deutlich hinter der von der SP unterstützten Kandidatin der Grünen, Fabienne Fischer. Sie verfehlte das absolute Mehr aber deutlich.

Maudet liess aber den FDP-Kandidaten Cyril Aellen deutlich hinter sich, was diesen zum Verzicht auf den zweiten Wahlgang bewegt hat. Spannend dürfte nun sein, wohin die bürgerlichen Stimmen gehen und ob der deutlich zurückliegende Kandidat der SVP, Yves Nidegger, nochmals antritt.

Für die Freisinnigen «ein klarer Misserfolg», wie der Präsident der FDP Genf, Bertrand Reich, das Resultat kommentierte. Die FDP hatte Maudet im vergangenen Juli aus ihren Reihen ausgeschlossen. Inzwischen ist Maudet in erster Instanz wegen Vorteilsannahme im Zusammenhang mit seiner Luxus-Reise nach Abu Dhabi verurteilt worden, was seinem Image bei der Wählerschaft aber offensichtlich nicht entscheidend geschadet hat.

Drei Bisherige in Solothurn bestätigt

Bei den Solothurner Regierungsratswahlen sind alle drei bisherigen Regierungsmitglieder wiedergewählt worden. Das beste Resultat erzielte Remo Ankli (FDP), vor der Grünen Brigit Wyss und Susanne Schaffner (SP).

Für die zwei noch vakanten Sitzen kommt es am 25. April zur Stichwahl. Das absolute Mehr knapp verfehlt hat CVP-Kandidatin Sandra Kolly-Altermatt. Thomas A. Müller von der CVP lag nur knapp vor Peter Hodel (FDP).

Deutlich abgeschlagen landete SVP-Kandidat Richard Aschberger auf dem letzten Platz. Für die SVP ist es der sechste Versuch, erstmals einen Sitz in der Kantonsregierung zu erobern. Zwei der fünf Sitze im Regierungsrat waren vakant, weil die beiden CVP-Regierungsräte Roland Fürst und Roland Heim nicht mehr antreten.

Die Resultate der Parlamentswahlen lagen zunächst nicht vor.

Angriff der SVP im Wallis vorerst pariert

Bei den Walliser Staatsratswahlen erreichte niemand das absolute Mehr. Der zweite Wahlgang findet am 28. März statt. Das beste Resultat erreichten die beiden bisherigen CVP-Vertreter Roberto Schmidt (CVP) vor Christophe Darbellay (CVP). Auf dem dritten Platz landete SP-Nationalrat Mathias Reynard, der den Freisinnigen Frédéric Favre knapp hinter sich liess. Den fünften Rang besetzte mit Serge Gaudin wiederum ein CVP-Vertreter. Er lag allerdings nur gut 700 Stimmen vor Nationalrat Franz Ruppen von der SVP.

Abschlagen auf den weiteren Rängen folgten die beiden Frauen, die Grünen Brigitte Wolf und Magali Di Marco. Die neue Walliser Regierung droht damit nach dem Rücktritt von SP-Frau Esther Waeber-Kalbermatten eine reine Männerdomäne zu werden.

Von den Wahlen ins Kantonsparlament lagen vorerst noch keine Ergebnisse vor.

Kampfwahl um Glarner Regierungssitz

Bei der Ersatzwahl in die fünfköpfige Glarner Kantonsregierung ist am Sonntag noch keine Entscheidung gefallen. Im Kampf um die Nachfolge des scheidenden Finanz- und Gesundheitsdirektors Rolf Widmer (CVP) verpassten beide Kandidaten das absolute Mehr von 4’890 Stimmen. Der CVP- respektive «Mitte»-Kandidat Jürg Feldmann erreichte 4’709 Stimmen, Markus Heer von der SP 4’551.

Der zweite Wahlgang steht am 28. März an. Die aktuelle fünfköpfige Glarner Kantonsregierung ist seit 2014 rein bürgerlich zusammengesetzt. Die FDP hält zwei Sitze, die BDP, die CVP und die SVP je einen.

Dölf Biasotto (FDP) wird neuer Landammann in Appenzell Ausserrhoden. Biasotto, der ohne Gegenkandidat war, wurde mit 12’494 Stimmen gewählt. Er löst am 1. Juni Landammann Alfred Stricker (parteiunabhängig) ab.

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