Der Marktplatz in Basel zwischen 1857 und 1939. Auf dem Markt erwarben meist Frauen die Güter des täglichen Bedarfs. (Bild: Staatsarchiv Basel-Stadt, Basler Fotoalben von Carl Friedrich Meyer (1873–1948)).
Basel

Neues Buch erzählt vom Leben der Frauen im bürgerlichen Basel

Zwischen Regeln und Vorurteilen. Das neue Buch «Auf Abwegen» gibt Einblicke in Arbeit und Alltag der Frauen vor rund 100 Jahren.

«Auf Abwegen» erzählt die Geschichte der Frauen in Basel. Das im Christoph Merian erschienene Buch gibt Einblicke in die Zweit zwischen 1880 und 1930 und berichtet, wie die bürgerlichen Normen in der Stadt die weibliche Lebens- und Arbeitswelt geformt haben.

Herausgegeben wird das Buch vom Verein Frauenstadtrundgang Basel pünktlich zum 50-jährigen Bestehen des Frauenstimmrechts in der Schweiz. Die Publikation blickt dabei auf Theorien zurück, die auch in Basel von Wissenschaftler oder Ärzten vertreten wurden: Sie sagten, dass die «natürliche» Eignung von Frauen in der Erziehung, Hausarbeit und Fürsorge liege.

Einblicke in Arbeit und Alltag

Dabei handelt das Buch nicht nur vom Kampf der Frauen für Gleichberechtigung, sondern gibt Einblicke in Arbeit und Alltag von Frauen, welche vor langer Zeit zum Stadtbild Basels gehörten.

So erzählen die einzelnen Beiträge anschaulich von den prekären Wohn-, Hygiene- und Lebensbedingungen von Arbeiterinnen und Hausangestellten. Die Berichte erzählen von der Zeit nach der Industrialisierung, als sich da Bürgertum etablierte und der Stadt seine rigide Ordnung aufdrückte – diese entschied was als sittlich und hygienisch galt, wer sich fortpflanzen durfte und wer «umerzogen musste».

«Auf Abwegen – Frauen im Brennpunkt bürgerlicher Moral» –  erschienen im Christoph Merian Verlag ist für 29.- Franken erhältlich.

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