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Schweiz

Nationalrat hat Monsterdebatte zum Covid-Gesetz begonnen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Nationalrat hat Monsterdebatte zum Covid-Gesetz begonnen

Der Nationalrat hat am Montagnachmittag mit den Beratungen zur zweiten Revision des Covid-19-Gesetzes begonnen. In der Eintretensdebatte ging es um den Vorwurf der Diktatur, inszenierte Theater und verlorene Nerven. Mitte- und SVP-Fraktion wollen ein Öffnungsdatum ins Gesetz schreiben.

Ganze 63 Seiten hat die Fahne zur zweiten Revision des Covid-Gesetzes. Insgesamt 54 Minderheitsanträge und 25 Einzelanträge muss der Rat am Montag behandeln, damit das Gesetz noch innerhalb der Frühjahrssession verabschiedet werden kann. Nationalratspräsident Andreas Aebi (SVP/BE) sprach von sechs bis sieben Stunden Debatte, die bevorstünden.

Zur Berichterstattung über die Debatte im Nationalrat gelangen Sie hier.

«Der Bundesrat regelt bis ins kleinste Detail alles alleine, sogar wer wo sitzen darf»:Magdalena Martullo-Blocher (SVP) spricht im Nationalrat von einer «Diktatur».
Pariser Spitäler sollen wegen Corona weniger operieren

Um die Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu erhöhen, sollen die Spitäler im Grossraum Paris bis zu 40 Prozent ihrer medizinischen Aktivitäten wie beispielsweise geplante Operationen reduzieren. Das hat die regionale Gesundheitsbehörde ARS angewiesen, wie diese auf Nachfrage am Montag bestätigte. Weit mehr als 900 Menschen liegen im Grossraum Paris auf der Intensivstation. Der Generaldirektor der ARS Île de France, Aurélien Rousseau, befürchtet, dass die zwei kommenden Wochen besonders schwierig werden, wie die Zeitung «Le Parisien» aus einem internen Brief der Behörde an die Kliniken zitiert.

Die Corona-Lage in der französischen Hauptstadt ist angespannt. Es gilt eine erhöhte Corona-Warnstufe. Ein Wochenend-Lockdown wie etwa in Nizza oder Dunkerque (Dünkirchen) gilt im Pariser Grossraum aber nicht. Die Polizeipräfektur hatte zuletzt ein Alkoholverbot an zahlreichen öffentlichen Plätzen wie etwa den Seine-Ufern verhängt. Am Wochenende räumte sie die Ufer, weil dort Abstandsregeln nicht eingehalten worden seien.

Ernste Lage in Paris: Eine Ausgangssperre, viele Menschen auf der Intensivstation – Spitäler müssen ihre Kapazitäten gut einteilen. (Symbolbild: Keystone)
Affäre um FFP2-Masken in Österreich: Bruch zwischen Herstellern

In der österreichischen Affäre um FFP2-Masken, die fälschlicherweise als heimische Ware etikettiert worden sein sollen, ist es zum offenen Bruch zwischen den beiden Firmeneigentümern gekommen. Der Faserhersteller Lenzing erklärte am Montag, er werde seine beiden Geschäftsführer aus dem Joint Venture zurückziehen und abberufen. Als Grund wird genannt, dass man keinen vollständigen Zugang zur Aufklärung der Vorwürfe nötiger Unterlagen habe.

Das Projekt Hygiene Austria, das im Frühjahr 2020 gemeinsam mit dem Wäschehersteller Palmers Textil AG gegründet wurde, habe mit österreichischer Qualität einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung leisten wollen. «Das Versprechen ‹Made in Austria› wurde offensichtlich nicht durchgehend gewährleistet», so Lenzing. Die Interessen des Faserherstellers bei Hygiene Austria solle ein noch zu bestimmender Wirtschaftstreuhänder vertreten, hiess es.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit sowie des schweren gewerbsmässigen Betrugs. In einer Stellungnahme der Firma hatte es geheissen, dass wegen der enormen Nachfrage ein chinesischer Lohnfabrikant mit der Produktion von Masken nach dem Baumuster der Hygiene Austria beauftragt worden sei. Die Ware sei zertifiziert und im Einkauf zudem deutlich teurer gewesen als die selbst produzierten Masken.

Kurz warnt nach Corona-Demos vor «Hooligan-Mentalität» und Antisemitismus

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat die Ausschreitungen bei den jüngsten Anti-Corona-Demonstrationen in Wien scharf kritisiert. Das Recht, andere Meinungen auszudrücken, sei zwar selbstredend zu garantieren, aber angesichts einzelner «Sieg Heil»-Rufe sei er angewidert, sagte Kurz am Montag im Parlament. Eine Hooligan-Mentalität sowie Antisemitismus seien inakzeptabel.

Die konservative ÖVP griff zugleich die rechte FPÖ scharf an. Deren Fraktionschef Herbert Kickl hatte bei den Kundgebungen sehr polemische Auftritte. «Kickls Bündnis mit Rechtsextremen gefährdet unseren Rechtsstaat und bringt die Gesundheit sowie die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher in Gefahr», so ÖVP-Generalsekretär Alexander Melchior.

Laut Polizei waren am Samstag in Wien rund 20’000 Menschen gegen die Corona-Massnahmen auf die Strasse gegangen. Wegen Missachtung des Mindestabstandes und anderer Hygienevorschriften wurden mehr als 3’000 Anzeigen ausgesprochen. Ausserdem wurden 42 Teilnehmer festgenommen, berichtete Polizeipräsident Gerhard Pürstl. Darunter waren zahlreiche Menschen, die in ein Versicherungsgebäude eingedrungen waren.

FPÖ-Fraktionschef Herbert Kickl hatte bei den Kundgebungen gegen die Corona-Massnahmen polemische Auftritte. (Bild: Keystone)
Die Tests in der Schweiz in der Übersicht

Welche Tests werden in der Schweiz gemacht und wie hoch ist deren Verlässlichkeit? Eine Übersicht finden Sie hier:

(Grafik: Keystone, Quelle: BAG)
Fiva und Regez müssen wegen Corona Forfait geben

Skicross-Weltmeister Alex Fiva und Teamkollege Ryan Regez müssen auf den Weltcup-Einsatz im russischen Sunny Valley verzichten. Grund für die Absage sind positive Corona-Tests, die die beiden abgegeben haben.

Der neuerliche Forfait kam überraschend, weil Fiva und Regez am Samstag in Lenk anlässlich der Schweizer Meisterschaften wieder im Einsatz gestanden hatten. Beide waren vergangenen Monat im Nachgang der Weltmeisterschaften in Idre Fjäll ein erstes Mal positiv getestet worden und hatten die Weltcup-Rennen im georgischen Bakuriani deswegen verpasst.

Nach absolvierter Quarantäne waren die im Hinblick auf die Schweizer Meisterschaften abgegebenen Corona-Tests bei Fiva und Regez negativ ausgefallen. Die fälligen Tests für den Weltcup-Start in Russland waren dann allerdings wieder positiv – zumindest zunächst. Der 35-jährige Bündner Fiva hat am Sonntag bereits wieder ein negatives Testresultat erhalten.

EU-Kommission verärgert über Belgiens Verlängerung des Reiseverbots

Die Verlängerung des belgischen Reiseverbots verärgert die EU-Kommission. Man habe überrascht in der Presse gelesen, dass die Regel nun bis zum 18. April gelten solle, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Montag. In einem Brief der belgischen Regierung an die EU-Kommission sei vom 1. April die Rede gewesen. Nach wie vor sei man der Ansicht, dass das Reiseverbot nicht verhältnismässig sei und deshalb gegen EU-Recht verstosse. Deshalb habe man Belgien dazu aufgerufen, gezieltere Massnahmen einzuführen.

Das an Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz grenzende Belgien hat seit Ende Januar alle nicht notwendigen Ein- und Ausreisen mit wenigen Ausnahmen verboten. Die Regel war zunächst bis zum 1. März angelegt, wurde dann jedoch bis zum 1. April und nun bis nach den Osterferien Mitte April verlängert. Die EU-Kommission hatte die Massnahmen mehrfach kritisiert. Auch Deutschland und vier weitere Staaten haben an ihren Grenzen nach Ansicht der Behörde zu weitgehende Vorgaben, wie sie in Briefen an die jeweiligen Regierungen bemängelte. Die Bundesregierung wies die Vorwürfe zurück.

Speicheltests auf dem Berner Expo-Gelände

Ab Montag kann sich die Bevölkerung im Corona-Testzentrum auf dem Berner Expo-Gelände einem sogenannten PCR-Speicheltest unterziehen. Damit fällt der oft unangenehme Nasen- und Rachenabstrich weg. Die Testresultate liegen noch am selben Tag vor. Mit den Speicheltests will der Kanton Bern das Testen einfacher machen. Für einen Test muss man sich weiterhin online anmelden. 30 Minuten vor dem Test darf nicht mehr gegessen, getrunken, geraucht oder Kaugummi gekaut werden.

(Video: Keystone-SDA)

Tschechischer Regierungschef zweifelt am Sinn des Abiturs

Der tschechische Regierungschef Andrej Babis hat sich dafür ausgesprochen, die Abiturprüfung wegen der Corona-Krise ausfallen zu lassen. In einem Social-Media-Video, das bis Montagmittag schon mehr als 10 000 Menschen gesehen hatten, zog er die Bedeutung der Reifeprüfung grundsätzlich in Zweifel. Als Unternehmer mit 35’000 Mitarbeitern habe er bei Einstellungsgesprächen nie nach dem Abitur gefragt, sagte der Multimilliardär. Stattdessen habe er Fragen gestellt wie: «Bist du bereit, Neues zu lernen?» oder «Was sind deine Ziele?»

Der 66-Jährige forderte, für das Abitur in diesem Jahr die Durchschnittsnote heranzuziehen. Während Schülervertreter wegen des seit Monaten andauernden Distanzunterrichts seit längerem Erleichterungen fordern, gab es auch Kritik. So wie Babis würden leider auch andere Fabrikbesitzer denken, beklagte der Biologieprofessor Jaroslav Flegr bei Twitter.

Firma EMIX Trading AG tauscht Masken aus

Seit Ende März 2020 beschafft die Armee gemäss Vorgaben des Bundesamtes für Gesund­heit BAG medizinische Güter zu Gunsten des Gesundheitswesens in der Schweiz. Dies umfasste auch die Beschaffung von Schutzmasken bei der Firma Emix Trading AG, darunter FFP2- und KN95-Masken, wie der Schweizer Bund mitteilt. Die von Emix Trading bezogenen Masken wurden zum damaligen Zeit­punkt von einem bundeseigenen, nicht akkreditierten Labor überprüft und für brauchbar befunden.

(Symbolbild: Keystone)

Emix Trading offerierte der Armee am 24. Januar 2021 den kostenlosen Austausch aller von ihr gelieferten und noch nicht verwendeten Masken, nachdem sie von der Lagerhaltung erfahren hatte. Emix will damit freiwillig einen Beitrag für die Schweizer Institutionen leisten. Die Armee hat dieses Angebot angenommen. Die beiden Parteien haben sich nun darauf geeinigt, dass Emix Trading auf Kulanzbasis sämtliche von ihr ge­lieferten und nicht verwendeten FFP2- und KN95-Masken zurücknimmt und durch frische FFP2-Masken mit längerem Verfall­datum ersetzt.

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Swiss-Mutter Lufthansa sieht im Wartungsgeschäft Hoffnungsschimmer
Die Lufthansa hat im Wartungsgeschäft weniger Kunden verloren, als befürchtet. (Bild: Keystone)

Die in der Coronakrise schwer gebeutelte Lufthansa hat im Wartungsgeschäft weniger Kunden verloren als befürchtet. Obwohl viele Airlines ihre Flugzeugflotten wegen der Pandemiebekämpfung weitgehend am Boden lassen mussten, zählte die Tochtergesellschaft Lufthansa Technik zum Jahresende noch 830 Kunden.

Das sind nur etwa 20 weniger als 2019. Im abgelaufenen Jahr betreute die in Hamburg ansässige Lufthansa-Tochter mehr als 4500 Flugzeuge. 16 neue Kunden seien gewonnen und über 500 neue Verträge mit einem Volumen von 2,3 Milliarden Euro für 2021 und die Folgejahre geschlossen worden, teilte Lufthansa Technik am Montag mit.

Marke von fünf Millionen Erstimpfungen in Israel durchbrochen

Israel nähert sich seinem Corona-Impfziel immer stärker an. Eine 34 Jahre alte, schwangere Frau erhielt am Montag in Tel Aviv die fünfmillionste Erstimpfung. Auf die Frage, wie es ihr nach dem Piks gehe, sagte Janet Lavi-Azulay: «Es ist ein wunderbares Gefühl, ich bin sehr aufgeregt.» Eine Gefahr für Schwangere sehe sie durch die Impfung nicht. «Das Virus ist viel gefährlicher.» Im Gegensatz zu Deutschland wird in Israel die Impfung von Schwangeren ausdrücklich empfohlen. Die Zweitimpfung erhielten in Israel bislang etwa 3,8 Millionen Menschen.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wohnte der Impfung am Montag bei. Der 71-Jährige sagte, er rechne damit, dass bald auch Kinder geimpft würden.

Thailand plant Verkürzung der Quarantänezeit für geimpfte Reisende

Thailand will die vorgeschriebene Quarantänezeit für geimpfte Reisende verkürzen – von 14 auf 7 Tage. Die neue Regelung könnte schon ab April in Kraft treten, allerdings müsse das Kabinett noch zustimmen, sagte Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul am Montag. Die neue Regelung werde aber voraussichtlich nicht für Reisende aus afrikanischen Ländern gelten, die weiter die volle Zeit in Isolation müssten. Für ungeimpfte Reisende aus allen anderen Staaten könnte die Quarantäne bald auf zehn Tage verkürzt werden, hiess es weiter.

Thailand verkürzt die Quarantänezeit für Reisende, die geimpft sind. (Bild: Keystone)

Weitere Lockerungen seien im Oktober möglich, wenn mindestens 70 Prozent der Gesundheitsmitarbeiter und Mitarbeiter der Tourismusindustrie geimpft seien. Thailands Tourismusindustrie, die zehn Prozent der Wirtschaft des südostasiatischen Landes ausmacht, liegt wegen der Corona-Pandemie seit einem Jahr am Boden.

BAG meldet 2744 Fälle seit Freitag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 2744 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 100 Spitaleinweisungen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Syriens Präsident Baschar al-Assad positiv auf Corona getestet

Syriens Präsident Baschar al-Assad und seine Frau Asma sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beiden gehe es gesundheitlich gut, teilte das syrische Präsidialamt am Montag mit. Der Staatschef und seine Frau hätten «leichte Symptome» verspürt und sich daraufhin einem PCR-Test unterzogen. Das Paar werde sich für zwei bis drei Wochen in häusliche Quarantäne begeben und die Arbeit von dort fortsetzen.

Über gesundheitliche Beschwerden des 55 Jahre alten Präsidenten war zuletzt nichts bekannt. Im August hatte er eine Rede im Parlament allerdings wegen eines leicht abgesenkten Blutdrucks für einige Minuten unterbrechen müssen, setzte diese dann aber fort, wie es von Seiten der Regierung seinerzeit hiess.

(Archivbild: Keystone)
UNHCR: Pandemie «lebensbedrohlich» für geflüchtete Frauen

Covid-19 raubt vielen geflüchteten Frauen aus Sicht des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) ihre Existenz und ihre Zukunft. Zunehmende Berichte über Gewalt, Zwangsheirat, Kinderarbeit und Teenager-Schwangerschaften seien «extrem besorgniserregend», sagte Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi aus Anlass des Weltfrauentags am Montag in Genf. «Die beispiellosen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind für viele lebensbedrohlich», warnte er.

Durch steigende Armut seien Frauen vermehrt Spannungen in ihren Familien ausgesetzt. Zudem steige das Risiko für sexuelle Gewalt und Ausbeutung. Viele Mädchen müssten auch aus wirtschaftlichen Gründen die Schule abbrechen, und würden dann in die Arbeit oder Ehe gedrängt.

Das UNHCR rief Regierungen dringend dazu auf, diesen Problemen unverzüglich grössere Aufmerksamkeit zu schenken. Geflüchteten Frauen müssen dabei Führungsrollen eingeräumt werden, um selbst an Corona-Wiederaufbaumassnahmen mitzuwirken, fordert die UN-Behörde.

Opposition in Österreich schockiert über neue Epidemiegesetz-Pläne

Die Opposition in Österreich zeigt sich schockiert über die geplanten neuen Möglichkeiten des Staates bei der Pandemie-Bekämpfung. Die liberalen Neos sehen im neuen Entwurf zum Epidemiegesetz einen «ungeheuerlichen Angriff auf die Grund- und Freiheitsrechte». So sollen künftig auch Treffen zweier Familien bis zu vier Personen als Veranstaltungen gelten und untersagt oder einer Bewilligung unterworfen werden können. Obendrein wolle die Regierung Ausgangssperren nicht erst bei einem drohenden Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhängen dürfen, kritisierte Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger am Montag in Wien. Auch andere Oppositionsparteien äusserten sich scharf ablehnend.

Die Begutachtung der Novelle des Epidemiegesetzes läuft am Dienstag aus. Bisher hätten sich 20’500 Bürger mit einer Stellungnahme gemeldet. «Das ist Rekord», sagte ein Sprecher des Parlaments. In Österreich können Bürger sich über die Parlaments-Website zu jedem Gesetzentwurf äussern. Ein Termin für die erste Lesung der vom Gesundheitsministerium verfassten Novelle steht noch nicht fest.

Umfrage: Mehrheit im Volk ist mit Corona-Massnahmen einverstanden

Eine Mehrheit der Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge mit den behördlichen Massnahmen gegen das Coronavirus einverstanden. In der Westschweiz ist der Anteil jener, der die Massnahmen ablehnt, deutlich grösser als in der Deutschschweiz.

In der Umfrage von Marketagent Schweiz unter 1004 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 14 bis 74 Jahren gaben 55 Prozent an, sie seien mit den behördlichen Massnahmen sehr oder eher einverstanden. Zwischen den Geschlechtern gab es kaum Unterschiede.

26 Prozent der Befragten waren bei der Einschätzung unentschlossen. 19 Prozent lehnten die Massnahmen eher oder voll und ganz ab. Die Meinung zu den Massnahmen hängt der Umfrage zufolge etwa von der politischen Gesinnung, dem Bildungsniveau und auch vom Geschlecht ab. Die repräsentative Umfrage wurde vom 4. bis 15. Februar 2021 durchgeführt.

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Frankreich will bei Corona-Impfungen schneller werden

Frankreich will bei den Impfungen gegen Covid-19 das Tempo anziehen. Fast vier Millionen Menschen hätten bisher mindestens eine erste Impfung erhalten, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal der Zeitung «Le Parisien». «Aber das ist offensichtlich nicht zufriedenstellend für viele Franzosen, die immer noch keinen Termin haben.» Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern ist schwer von der Pandemie getroffen. Das grösste Hindernis bei Impfungen seien die Dosen, sagte Attal. «Wir haben nicht genug Dosen, um alle zu impfen. Aber sie kommen.»

Premierminister Jean Castex hatte zuvor erklärt, dass von Freitag an über das Wochenende weit mehr als eine halbe Million Französinnen und Franzosen geimpft worden seien. «An diesem Wochenende wurde eine neue Etappe in unserem Kampf gegen das Virus erreicht», schrieb er auf Twitter. In der vergangenen Woche hatte er angekündigt, dass Impfungen in Apotheken im ganzen Land ab dem 15. März möglich sein werden.

Leipzig muss Liverpool mit Million entschädigen

Die Verlegung des Achtelfinal-Rückspiels der Champions League kommt RB Leipzig teuer zu stehen. Weil das Spiel aufgrund deutscher Reisebeschränkungen in Budapest stattfinden muss, hat der Bundesligist seinem Gegner eine Entschädigung in Millionenhöhe zu entrichten. Gemäss den Regularien der UEFA erhalten die Briten zehn Prozent von Leipzigs Startgeld.

Die exakte Summe ist noch nicht bekannt, dürfte jedoch bei circa 1,5 Millionen Euro liegen. In der vergangenen Saison hatten die Klubs in der Champions League ein Startgeld in der Höhe von 15,25 Millionen erhalten.

Auch müssen sich die Sachsen zur Hälfte an den Kosten zur Austragung des Spiels in der ungarischen Hauptstadt beteiligen. Bereits im Hinspiel hatte RB laut «Bild» Mehrkosten in Höhe von 300’000 Euro stemmen müssen.

Rund 46’000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in den USA

In den USA ist die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter rückläufig. Die Behörden meldeten für Sonntag rund 46’000 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montagmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 299 786 neuen Fällen gemeldet. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion lag den Angaben zufolge am Sonntag bei 669.

Die USA  melden 46’000 neue Corona-Ansteckungen an einem Tag. (Bild: Keystone)

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen – unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten – nachträglich aktualisiert.

Israel startet mit Corona-Impfung von palästinensischen Arbeitern
In Israel werden neu die Palästinenser geimpft, die eine Arbeitserlaubnis für Israel haben. (Symbolbild: Keystone)

Die israelischen Behörden haben offiziell mit Corona-Impfungen von Palästinensern begonnen, die eine Arbeitserlaubnis für Israel und die Siedlungen im Westjordanland besitzen. Dazu wurden an mehreren Kontrollpunkten Impfstationen errichtet. Die Massnahme sei «in unserem gemeinsamen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Interesse, da wir in einer einzigen epidemiologischen Region leben», sagte der Leiter der israelischen Behörde Cogat, Generalmajor Kamil Abu Rukun, laut Mitteilung vom Montag. Rund 100’000 Palästinenser besitzen eine Arbeitserlaubnis für Israel. Viele von ihnen arbeiten dort auf dem Bau. Impfwillige konnten über ihre israelischen Arbeitgeber Termine vereinbaren.

Im Westjordanland leben etwa vier Millionen Menschen. Dort hat es bislang nur in sehr geringem Umfang Impfungen gegeben, bestellte Lieferungen trafen bislang nicht ein. Die Verteilung der ersten Dosen durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) unter anderem an Fussballer und Minister sorgte für Ärger. In Israel erhielten bislang rund fünf Millionen Menschen eine Erst- und etwa 3,8 Millionen auch eine Zweitimpfung.

Konsumklima in Grossbritannien auf Vorkrisenniveau

Das Konsumklima in Grossbritannien ist angesichts der Impffortschritte und der Aussicht auf eine Rückkehr zur Normalität so gut wie seit dem Ausbruch der Coronapandemie nicht mehr. Das entsprechende Barometer kletterte im Februar um 2,0 auf 105,4 Punkte, wie das Umfrageinstitut YouGov am Montag in London mitteilte.

Das ist der beste Wert seit einem Jahr, danach begann die Coronapandemie. Demnach rechnen die Verbraucher in den kommenden zwölf Monaten mit einer besseren Konjunktur, die auch auf die Einkommen durchschlagen sollte.

Seco rechnet mit Zunahme der Kurzarbeit

In der Schweiz wird das Angebot der Kurzarbeit weiterhin stark in Anspruch genommen, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie noch während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020. Kurzarbeitsgelder fliessen vor allem an die von den Corona-Massnahmen des Bundes stark betroffenen Betriebe aus dem Gastgewerbe und dem Detailhandel.

Das Seco rechnet damit, dass die Kurzarbeit in der Schweiz weiter zunehmen wird. (Bild: Keystone)

Der Schweizer Arbeitsmarkt wird durch Corona auf eine harte Probe gestellt. Die Arbeitslosenquote ist angestiegen und liegt im Februar mit 3,6 Prozent so hoch wie zuletzt vor fünf Jahren, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte. Vor einem Jahr war sie noch auf einem sehr tiefen Stand von 2,5 Prozent. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Immer mehr Menschen verschulden sich in der Pandemie
 
Die Zahl der privat verschuldeten Personen wächst in der Schweiz mit der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Die Schuldenberatungsstellen in der Schweiz stellen deshalb eine Zunahme der Beratungsanfragen fest. Gemäss einer Umfrage des Dachverbandes der Schuldenberatungsstellen geben 70 Prozent an, dass die Anfragen bei den Fachstellen zugenommen haben, wie es am Montag in der Mitteilung der Schuldenberatung Schweiz hiess. 27 Prozent stellen seit Beginn der Pandemie sogar eine deutliche Zunahme von Anfragen fest.

Diese Zunahme der Verschuldung sei auf Einkommensausfälle der Betroffenen aufgrund Kurzarbeit, Stellenverlust und dem Wegfall von Zusatzverdienst-Möglichkeiten zurückzuführen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Frauen-WM im Curling ab Ende April in Calgary

Der Curling-Weltverband WCF hat eine Ersatzlösung für die Organisation der diesjährigen Frauen-WM gefunden. Die Titelkämpfe sollen vom 30. April bis zum 9. Mai in Calgary stattfinden.

Die WM hätte ab Mitte März in Schaffhausen durchgeführt werden sollen. Aber die Organisatoren mussten kurzfristig aufgeben, weil sie die stark steigenden gesundheitlichen Sicherheitsvorkehrungen nicht gewährleisten und umsetzen konnten.

In Calgary wird der Weltverband auf bestehende Strukturen zurückgreifen können: In der als Blase funktionierenden Arena im Olympia-Park wird vorgängig, ab dem 2. April, die WM der Männer durchgeführt.

Moskau will Corona-Betten in Krankenhäuser vorerst behalten

Trotz zuletzt gesunkener Corona-Zahlen will die russische Hauptstadt Moskau ihre zusätzlichen Klinikkapazitäten für Patienten in den nächsten Monaten weiter vorhalten. All die Betten, die sich in der zweiten Welle als wirksam erwiesen hätten, sollten bis Jahresende erhalten bleiben, «auch wenn wir keinen einzigen Patienten haben», sagte die Vize-Bürgermeisterin Anastassija Rakowa am Montag im Staatsfernsehen. Die Moskauer Behörden hatten im vergangenen Jahre mehrere provisorische Kliniken gebaut.

Seit Jahresbeginn sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Russland. Die offizielle Statistik weist täglich etwa 10’000 neue Fälle aus. Mehr als 4,3 Millionen Menschen haben sich demnach bereits mit dem Virus infiziert. Seit Dezember laufen Massenimpfungen. Nach Angaben von Rakowa wurden in Europas grösster Stadt bislang 700’000 Menschen geimpft – von rund 13 Millionen. Die Behörden schätzen, dass rund 40 Prozent der Moskauer bereits Antikörper gegen das Virus haben, weil sie etwa eine Erkrankung überstanden haben. Die offizielle Statistik weist seit vergangenem Frühjahr rund eine Millionen Corona-Fälle aus.

Franken schwächt sich weiter ab

Atempause für die Schweizerische Nationalbank (SNB): Der Schweizer Franken hat in den letzten zwei Wochen deutlich an Wert verloren. Im Gegenzug ist der Euro inzwischen von 1,08 auf 1,11 Franken gestiegen.

Der Franken wird schwächer. (Bild: Keystone)

«Eine vergleichbare Abwertung des Frankens zum Euro fand im letzten Juni statt, als der Eurokurs in kurzer Zeit von 1,05 auf über 1,08 anstieg», schreibt der Anlagechef der St. Galler Kantonalbank, Thomas Stucki, in einem aktuellen Kommentar.

Damals sei die Bewegung durch die Stärke des Euro nach dem Beschluss des EU-Corona-Hilfspakets ausgelöst worden. «Diesmal geht die Bewegung von einer Schwäche des Frankens aus.» Aktuell kostet der Euro am Montagmorgen 1,1100 Franken, nachdem er im frühen Handel noch knapp darunter notiert hatte. Der US-Dollar hat weiter Boden gut gemacht auf 0,9344 Franken, den höchsten Stand seit vergangenem Juli.

Ab heute gilt die neue Risikoliste

Reisende aus Luxemburg oder von verschiedenen italienischen Regionen müssen ab heute in Quarantäne, wenn sie in die Schweiz kommen. (Bild: admin.ch)

Das BAG hat die Länderliste aktualisiert. Ab heute gilt auch für Rückkehrer unter anderem von den Malediven oder aus Luxemburg eine Quarantänepflicht.

Reisende aus Risikoländern müssen bei der Rückkehr in die Schweiz sieben Tage in Quarantäne. Neu auf der BAG-Liste stehen auch Antigua und Barbuda, Barbados, Chile, Kuwait, die Moldavien und Peru. Neu sind auch mehrere zusätzliche Regionen in Österreich und in Italien betroffen. Ab dem 8. März betrifft die Quarantäne-Pflicht Reisende aus insgesamt 37 Ländern sowie 22 Regionen. Mehr dazu lesen Sie hier. Eine Liste aller Risikogebiete gibt es hier.

Mehr als 10 Millionen Menschen in Türkei gegen Corona geimpft

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind in der Türkei mehr als 10 Millionen Menschen gegen das Virus geimpft worden. Rund 7,6 Millionen Menschen haben bisher nur die erste, 2,4 Millionen auch die zweite Dosis erhalten. Dies geht aus am Montag vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen hervor.

Die Türkei hat mit ihren rund 84 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie knapp 2,8 Millionen Coronavirus-Infektionen und rund 29 000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Mitte Januar hatte die Türkei mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.

Buchmesse 2021: Präsenzveranstaltung mit digitaler Ergänzung

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Jahr wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Das teilten die Veranstalter am Montag in Frankfurt mit. Verlage könnten sich ab sofort bis zum 31. Mai für die 73. Auflage der Messe vom 20. bis 24. Oktober anmelden. Im vergangenen Jahr hatte es eine Corona-bedingt fast ausschliesslich digitale Version gegeben.

Die Messe stehe unter dem Motto «Wiederbegegnung (re:connect)». Die Präsenzveranstaltung werde von digitalen Formaten ergänzt und könne flexibel an die Entwicklungen der Corona-Pandemie angepasst werden. Im Fokus stünden der internationale Rechtehandel sowie reichweitenstarke Angebote für das Publikum, hiess es. Kanada holt seinen Auftritt als Ehrengastland in diesem Jahr nach.

Aargauer Arbeitslosenquote stagniert bei 4,0 Prozent

Im Kanton Aargau ist die Arbeitslosenquote im Februar im Gegensatz zum gesamtschweizerischen Trend nicht gesunken. Die Quote verharrte bei 4,0 Prozent. Sie liegt damit über dem Schweizer Durchschnitt von 3,6 Prozent.

Bei den sieben Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) im Kanton Aargau waren Ende Februar 15’272 Personen arbeitslos gemeldet, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Montag mitteilte. Das sind zwei Personen weniger als im Vormonat.

Um sechs Personen nahm die Zahl der Stellensuchenden ab. Ende Februar waren 22’685 Personen als Stellensuchende bei einem RAV registriert.

 

Im Kanton Aargau stagniert die Arbeitslosenquote bei 4,0 Prozent. Die Quote liegt über dem Schweizer Durchschnitt. (Symbolbild: Keystone)

Deutsche Produktion sinkt im Januar überraschend

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im Januar überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 2,5 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte.

Ökonomen hatten dagegen – je nach Quelle – nur einen leichten Rückgang oder sogar einen minimalen Anstieg erwartet, nachdem es im Dezember mit revidiert plus 1,9 Prozent noch den achten Wachstumsmonat in Folge gegeben hatte. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Corona-Einschränkungen, lag die Produktion um 4,2 Prozent niedriger.

Schweizer Hotels auch im Januar mit Übernachtungseinbruch

Die Hotelübernachtungen in der Schweiz brachen auch im Januar ein. Um 58 Prozent gingen sie im Vergleich zum Vorjahr zurück. (Bild: Keystone)

Die Coronakrise hat sich bei den Schweizer Hotelübernachtungen auch im Januar manifestiert. So haben in dem Monat in den Schweizer Hotels erneut deutlich weniger Gäste eingecheckt als im Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr brachen die Übernachtungen in dem Monat um rund 58 Prozent auf noch 1,3 Millionen ein, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.

Das waren etwa 1,8 Millionen weniger als in der Vorjahresperiode. Damit ging der Krebsgang auch zu Beginn des neuen Jahres weiter. Im 2020 haben die Logiernächte wegen der Coronapandemie einen historischen Tiefststand erreicht. Die Schweizer Hotellerie wurde in das Jahr 1950 zurückkatapultiert. Wegen der Einreiserestriktionen blieben vor allem die Gäste aus dem Ausland aus.

Auch im Januar fiel der Rückgang bei den ausländischen Gästen besonders stark ins Gewicht. Hier kamen knapp 80 Prozent weniger als vor zwölf Monaten, es wurden nur noch 307’000 Logiernächte verbucht. Aber auch die inländischen Gäste generierten mit lediglich 574’000 Übernachtungen rund 37 Prozent weniger. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im Februar nach dem Anstieg der vergangenen Monate überraschend leicht zurückgegangen. Rückläufige Tendenzen waren zudem zum Ende des letzten Jahres hin auch in der Kurzarbeit zu beobachten.

Die Zahl der Arbeitslosen sank im Februar überraschend. (Bild: Keystone)

Ende Februar waren 167’953 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte. Das waren 1’800 weniger als im Monat davor.

Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl der Arbeitslosen aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Februar 2020 kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie waren nämlich 50’131 Personen weniger bei den RAV als arbeitslos registriert als zuletzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

(Grafik: Keystone, Quelle: Seco)

Nationalrat nimmt Beratungen zum Covid-19-Gesetz auf
Am Montag wird im Nationalrat erneut das Covid-19-Gesetz beraten. (Bild: Keystone)

Der Nationalrat debattiert am Montag über die zweite Revision des Covid-19-Gesetzes. Den Antrag seiner Wirtschaftskommission (WAK-N), den 22. März als Öffnungsdatum ins Gesetz zu schreiben, dürfte wegen fehlender Unterstützung von FDP und Mitte nicht durchkommen.

Die Forderung der WAK-N, ein fixes Öffnungsdatum ins Gesetz zu schreiben, hatte die erste Sessionswoche geprägt. Am vergangenen Mittwoch wurden dem brisanten Vorschlag allerdings die Zähne gezogen. Die Kommission brachte eine dringliche Erklärung im Rat durch, die das Anliegen aufnahm. Die Erklärung ist rechtlich nicht bindend und zwingt den Bundesrat anders als ein Gesetz nicht zum Handeln. Bei der FDP und der Mitte ging nach der verabschiedeten Erklärung aber niemand mehr davon aus, dass eine Mehrheit ihrer Fraktion das Datum ins Gesetz schreiben will.

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Erste Tests an Menschen in London: Freiwillige mit Corona infiziert

Mithilfe von Tests an Freiwilligen wollen Forscher in Grossbritannien das Coronavirus besser verstehen. Dazu wurden gesunde Probanden im Zuge einer Studie mit Corona infiziert, wie das Gesundheitsministerium in London auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Nach früheren Angaben der britischen Regierung handelt es sich um die erste Studie weltweit, bei der Menschen gezielt mit Sars-CoV-2 infiziert werden. Sie sollen zunächst die geringste mögliche Dosis an Viren zugeführt bekommen, die für eine Infektion notwendig ist.

Die sogenannten Human-Challenge-Analysen sind hoch umstritten. Diese Tests kamen in der Vergangenheit zum Beispiel bei der Entwicklung von Grippe- oder Malaria-Impfstoffen zum Einsatz. Allerdings wurde den Probanden dabei – anders als nun bei der britischen Studie – zunächst ein potenzieller Wirkstoff verabreicht. In Deutschland gelten ähnliche Versuche als unwahrscheinlich. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) lehnt sie als unethisch ab. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Zahl der Coronavirus-Geimpften übersteigt 90 Millionen in den USA
In den USA wurden bisher über 90 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft. (Bild: Keystone)

In den USA hat die Zahl der mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpften Personen die Marke von 90 Millionen Personen überschritten. Das gab das US-Seuchenzentrum CDC am Sonntag (Ortszeit) bekannt.

Davon hätten knapp 58,9 Millionen Menschen bisher eine von zwei der benötigten Coronavirus-Impfungen erhalten und mehr als 30,7 Millionen Personen beide, hiess es weiter. Ausgeliefert wurden zudem laut den Angaben 116,4 Millionen Coronavirus-Impfdosen in den USA.

Erfasst sind die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

Neuseeland will alle Einwohner mit BioNTech/Pfizer-Vakzin impfen

Neuseeland hat die Bestellung des Coronavirus-Impfstoffes der Partner BioNTech und Pfizer um weitere 8,5 Millionen Einheiten aufgestockt. Dies teilte Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag mit.

In Neuseeland sollen alle Einwohner mit dem BioNTech-Vakzin geimpft werden. (Bild: Keystone)

«Dies bringt unsere gesamte Bestellung auf 10 Millionen Dosen oder genug für fünf Millionen Menschen, um beide Impfungen zu erhalten, die benötigt werden, um vollständig gegen Covid-19 geimpft zu sein», erklärte sie. Die Entscheidung für das Vakzin als Hauptimpfstoff des Landes sei gefallen, nachdem eine Studie eine 95-prozentige Wirksamkeit belegt habe, hiess es weiter. Neuseeland rechne in der zweiten Jahreshälfte mit den zusätzlichen Impfstoff-Einheiten.

WHO diskutiert über Impfungen

Unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beginnen am heutigen Montag zweitägige Online-Beratungen mit Vertretern der Pharmaindustrie über die Produktion von möglichst viel Coronavirus-Impfstoffen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dabei sollten die «aktuellen Lücken in den Versorgungsketten aufgezeigt» werden, sagte die wissenschaftliche Leiterin der WHO, Soumya Swaminathan. Die Pharmabranche will in diesem Jahr zehn Milliarden Dosen Anti-Covid-Dosen herstellen.

Durch die Coronavirus-Pandemie sind weltweit bereits mindestens 2,5 Millionen Menschen ums Leben gekommen. Das führt zu einer beispiellosen Nachfrage nach Vakzinen. Benötigt werden nicht nur die Zutaten, sondern auch das Glas für die Flakons und die Deckel. Ebenfalls am Montag will die EU will mit den USA über die Lieferung von US-Produkten verhandeln, die für die Herstellung von Corona-Impfstoffen benötigt werden, aber strikten Exportbeschränkungen unterliegen.

Italien verschärft Corona-Beschränkungen: Kampanien ist Rote Zone

Italien hat wegen steigender Corona-Zahlen in mehreren Regionen die Beschränkungen verschärft. Viele Schulen bleiben dort ab Montag wieder geschlossen, Restaurants in betroffenen Gebieten dürfen nicht mehr für Gäste öffnen. Die süditalienische Urlaubsregion Kampanien, zu der Neapel und die Amalfiküste gehören, ist nun als dritte Region in dem 60-Millionen-Einwohner-Land eine Rote Zone mit den schärfsten Corona-Sperren. Das hatte das Gesundheitsministerium in Rom am Freitag festgelegt.

Bisher sind schon die Basilikata im Süden und die kleine Adria-Region Molise solche Roten Zonen. In diese Gebieten müssen alle Schulen zu sein. Die Menschen sollen ihre Wohnungen möglichst selten verlassen.

Hundeschlittenrennen «Iditarod» startet auf kürzerer Strecke
Das Hundeschlittenrennen Iditarod findet wegen der Pandemie auf einer kürzeren Strecke statt. (Bild: Keystone)

In Alaska hat unter erschwerten Pandemie- Bedingungen am Sonntag das härteste Hundeschlittenrennen der Welt begonnen. Der «Iditarod» wird in diesem Jahr nicht wie sonst einem Pfad von Anchorage, der grössten Stadt des US-Bundesstaats, bis ins rund 1600 Kilometer entfernte Nome an der Beringsee folgen. Stattdessen werden die 47 gemeldeten Gespanne auf etwa der Hälfte der Strecke umkehren und nach Anchorage zurück gleiten. Wegen der Corona-Pandemie werden die Teilnehmer nicht wie sonst in Dörfern entlang der Strecke an Wegmarken einchecken, sondern in Zelten ausserhalb der Siedlungen übernachten. Ausserdem werden alle Teilnehmer und ihre Begleitteams mehrfach getestet, teilten die Veranstalter mit.

Englische Schüler kehren nach zwei Monaten Lockdown in Schulen zurück

Nach Monaten im Lockdown kehren an diesem Montag in England die Schüler in ihre Schulen zurück. Es ist der erste Schritt eines Lockerungsplanes der Regierung. Weiterführende Schulen können nach Bedarf stufenweise öffnen. So soll Zeit für mehrere freiwillige Corona-Tests sein. Die Regierung stellt zu Beginn Dutzende Millionen Schnelltests bereit. Danach kann jede Familie mit einem Schulkind pro Woche zwei Selbsttests je Haushaltsmitglied in Anspruch nehmen.

Die britischen Schulen öffnen wieder. Schülerinnen und Schüler sollen in England neu Corona-Selbsttests machen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. (Bild: Keystone)

Premierminister Boris Johnson begrüsste die Öffnung und wies Kritik zurück. «Das Risiko liegt eher darin, nicht morgen in die Schulen zu gehen, angesichts des Leidens und des Lernverlustes, der zu beklagen war», sagte Johnson am Sonntag. Die englische Schulbeauftragte Amanda Spielman warnte vor Essstörungen und Selbstverletzungen unter Schülern, die im Lockdown «Langeweile, Einsamkeit, Elend und Angst» erlebt hätten. Die Regierung hatte Anfang Januar zum dritten Mal wegen der Corona-Pandemie scharfe Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen erlassen.

Norwegens Regierungschefin: «Weitere Bergspitze» in Corona-Krise

Norwegens Premierministerin Erna Solberg hat die Bürger ihres Landes für ihren Zusammenhalt in der Corona-Krise gelobt und auf einen weiteren Kraftakt eingeschworen. In einer Fernsehansprache am Sonntag anlässlich des Jahrestags der Corona-Massnahmen in Norwegen mahnte Solberg, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei. «Es gibt eine weitere Bergspitze (zu erklimmen), möglichwerweise mit härteren Massnahmen», sagte die Regierungschefin. Es gehe in den kommenden Monaten darum, die Infektionsraten niedrig zu halten, während geimpft werde.

Solberg soll am Dienstag im Parlament über die Pandemielage und möglicherweise auch neue Massnahmen informieren. Norwegen sei im Vergleich zu vielen anderen Ländern verhältnismässig gut durch die Krise gekommen, obwohl Tausende ihren Arbeitsplatz verloren hätten und viele um geliebte Menschen trauerten, sagte die konservative Parteichefin in ihrer Ansprache am Sonntag. Norwegen hat unter seinen 5,3 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie etwa 73 000 Infektionen und rund 630 Todesfälle unter Erkrankten verzeichnet.

1 Prozent Lohnplus: Britische «Corona-Helden» fühlen sich abgespeist

Die Helden sind empört. «Schlag ins Gesicht», «erbärmlich», «schlimmstmögliche Beleidigung»: Fassungslos und gekränkt reagieren Verbände, Gewerkschaften und Opposition in Grossbritannien, seitdem bekannt wurde, dass die hoch gelobten Pflegekräfte des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS nur eine Lohnerhöhung um 1 Prozent erhalten. Die «Schutzengel der Nation» sehen sich mit Brotkrumen abgespeist. Die Regierung habe ihnen eine lange versprochene Lohnerhöhung entrissen – schon ist die Rede von Streik.

Der Einsatz der «Frontkämpfer» nicht belohnt. (Bild: Keystone)

Gewerkschaften warnten vor einem «Exodus» von Fachkräften. Angesichts einer erwarteten Inflation von 1,5 Prozent handele es sich um eine Reallohnkürzung, betonte die Oppositionspartei Labour. Unterm Strich hätten neu eingestellte Pflegekräfte gut 300 Pfund (rund 350 Euro) weniger im Portemonnaie in den kommenden Jahren. Am Sonntag wollten NHS-Mitarbeiter in London und Manchester demonstrieren.

Grossbritannien infiziert Freiwillige mit Corona

In Grossbritannien sind die ersten Freiwilligen im Zuge einer Studie mit Corona infiziert worden. Die sogenannten Human-Challenge-Analysen hätten am Samstag begonnen, bestätigte das britische Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Nach früheren Angaben der britischen Regierung handelt es sich um die erste Studie weltweit, bei der Menschen gezielt mit Sars-CoV-2 infiziert werden.

«Das Human-Challenge-Programm wird die Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen gegen Covid-19 verbessern und beschleunigen», sagte eine Sprecherin des Ministeriums. «Die erste Gruppe von Freiwilligen hat nun am Royal Free Hospital in London mit der Virus-Charakterisierungs-Studie begonnen.» Die Probanden würden «in einer sicheren und kontrollierten Umgebung dem Virus ausgesetzt, rund um die Uhr überwacht von Medizinern und Wissenschaftlern», hiess es.

Human Challenge Trials, bei denen gesunde Menschen einem Erreger ausgesetzt werden, kamen in der Vergangenheit zum Beispiel bei der Entwicklung von Grippe- oder Malaria-Impfstoffen zum Einsatz. Allerdings wurde den Probanden dabei – anders als nun bei der britischen Studie – zunächst ein potenzieller Wirkstoff verabreicht.

Theaterbesetzung in Paris aus Protest gegen Lockdown geht weiter

Die seit Tagen anhaltende Besetzung des Pariser Theaters Odéon aus Protest gegen die coronabedingte Schliessung der Kulturstätten geht weiter. Man führe die Aktion solange fort, bis es konkrete Antworten gebe, erklärten die Schauspieler und Theatertechniker nach dem Besuch der französischen Kulturministerin Roselyne Bachelot am Samstagabend. Sie besetzen seit Donnerstag die Spielstätte und fordern die Öffnung der seit Ende Oktober geschlossenen Kulturstätten sowie finanzielle Hilfe, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag weiter berichtete.

Nach Lockerung: Bukarest schliesst erneut Gastronomie und Theater

Fünf Wochen nach ihrer Wiederöffnung müssen Restaurants und Theater in Rumäniens Hauptstadt Bukarest wieder schliessen. Weil die Inzidenz der Neuansteckungen mit dem Coronavirus in den letzten 14 Tagen die als kritisch geltende Marke von 3 pro 1’000 Einwohnern überschritten hat, verfügten die Bukarester Behörden am Sonntag, dass ab Montag die Innengastronomie nur noch für Hotelgäste erlaubt sei.

Theater, Kinos und Glückspielhallen müssen schliessen. Erlaubt bleibt die Gastronomie unter freiem Himmel. In den Schulen wurde die Präsenzpflicht auf die Grundschul- und Abschlussklassen reduziert.

Ende Januar waren Innengastronomie sowie der Theater- und Kinobetrieb in Bukarest wieder erlaubt worden. Als Auflage galt, dass der Zutritt des Publikums in die Räume jeweils auf 30 Prozent der Aufnahmekapazität beschränkt wird.

Steigende Corona-Kurve in Italien: Experten fordern Verschärfungen

Wegen steigenden Corona-Werte in Italien fordern Experten von der Regierung eine Verschärfung der Schutzmassnahmen. Der Wissenschaftlich-Technische-Aussschuss, der das Kabinett von Ministerpräsident Mario Draghi unterstützt, rät Rom zu erhöhten Schutzmassnahmen, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstagabend schrieb. Der Ausschuss hatte zuvor in seinem Wochenbericht gewarnt, das Corona-Risiko habe sich das fünfte Mal in Folge verschlechtert.

Italiens Premier Mario Draghi. (Archivbild: Keystone)

In Italien war erst am Samstag ein neues Dekret in Kraft getreten, in dem inländische Reisesperren bis 27. März verlängert worden waren. Eine nächtliche Ausgangssperre gilt weiter. Italienische Medien gingen am Sonntag davon aus, dass Premier Draghi das Regelwerk in Kürze verschärfen dürfte.

In vielen Regionen des 60-Millionen-Einwohner-Landes sowie in einzelnen Städten und Provinzen waren die Corona-Beschränkungen zuletzt – teils im Alleingang – verschärft worden. Die Agentur Ansa wies darauf hin, dass das Expertengremium der Regierung trotz der Verschlechterung keinen neuen Lockdown vorgeschlagen habe.

Corona-Impfung entfaltet in der Schweiz ihre Wirkung

Die Impfoffensive in der Schweiz schlägt allmählich durch und die Uni Zürich will die Bildung revolutionieren. Die Schlagzeilen der Sonntagspresse finden Sie hier.

Geimpfte und Getestete könnten bald privilegiert werden

Die Politik ist sich einig, wie Grossanlässe künftig wieder durchgeführt werden könnten. Geimpfte und Getestete könnten bald davon profitieren.

An ein Openair, ans Konzert oder an ein Fussballspiel  viele vermissen die kulturellen und sportlichen Grossanlässe, die seit letztem Herbst Corona-bedingt nicht mehr möglich sind. Diese Anlässe ausschliesslich für Geimpfte zu ermöglichen ist in der Schweiz aber keine Option. Das hat der Bundesrat bereits klar kommuniziert. Nicht-Geimpfte würden dadurch diskriminiert.

Ein ungewohnter Anblick: Macklemore performt vor massenhaft Zuschauern am Zürich Openair 2019. (Bild: Keystone)

Dafür findet eine andere Möglichkeit bei Politikern von links bis rechts Anklang: Besucher eines Grossanlasses oder Gäste in Restaurants sollen entweder geimpft sein oder einen negativen Schnelltest aufweisen. Das berichtet die «Sonntagszeitung». Der Vorschlag stammt von FDP-Nationalrat Hans-Peter Portmann.

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Diabetespatienten erkranken bei Corona schwerer

Nachdem eine im Frühjahr 2020 durchgeführte Studie einen Zusammenhang zwischen chronisch erhöhtem Blutzuckerspiegel und schwerem Krankheitsverlauf bei Covid-19 vermutet hat, bestätigt eine zweite Studie, dass Diabetespatienten schwerer an Corona erkranken. Michael Joannidis, Leiter der internistischen Intensivstation der Universitätsklinik Innsbruck empfahl am Sonntag im Interview mit der Nachrichtenagentur APA, jene Personen auch bei den Coronavirus-Impfungen zu priorisieren.

Noch seien keine Auswirkungen durch die angelaufene Impfkampagne auf die Lage in den Intensivstationen spürbar, beobachtete Joannidis. Er rate jedoch zu einem «breiten Ausrollen der Impfbemühungen». «Risikogruppen müssen möglichst schnell geimpft werden», forderte der Mediziner.

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Seit dem 1. März dürfen sich in Indien auch über 45-Jährige, die an Diabetes oder einer Herzkrankheit leiden, impfen lassen. (Bild: Keystone)
Daimler will Mitarbeitende von Werksärzten gegen Corona impfen lassen

Der deutsche Automobilkonzern Daimler will seine Mitarbeitende von Betriebsärzten gegen das Coronavirus impfen lassen. «Unsere Werksärzte sind vorbereitet, und wir würden gerne die Impf-Kampagne unterstützen», sagte der Konzernchef Ola Källenius der «Bild am Sonntag».

«Sobald es erlaubt ist, dass in Betrieben geimpft wird und die Mitarbeiter an der Reihe sind, können wir loslegen und all unseren Beschäftigten eine Impfung im Werk anbieten.» Das Unternehmen stehe dazu in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden, hiess es.

Daimler will seine Mitarbeitenden von Betriebsärzten gegen das Coronavirus impfen lassen – sobald das erlaubt ist. (Symbolbild: Keystone)
Corona-Massnahmen in Auckland gelockert

Nach einwöchigem Lockdown sind am Sonntag in der neuseeländischen Millionenstadt Auckland die Corona-Beschränkungen gelockert worden. In der grössten Stadt des Landes durften Schulen und Geschäfte wieder öffnen. Zudem sind Versammlungen von bis zu 100 Menschen unter Einhaltung von Abstandsregeln wieder erlaubt. Im Rest des Landes wurden die Corona-Massnahmen bis auf eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ganz aufgehoben.

Nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion war in Auckland am vergangenen Sonntag ein Lockdown verhängt worden. Die neuen Regelungen in der 1,6 Millionen-Einwohner-Stadt sollen zunächst mindestens fünf Tage lang gelten.

Ermutigende Testergebnisse für Covid-19-Medikament von Merck

Der deutsche Pharmakonzern Merck und sein US-Partner berichten von ermutigenden ersten Ergebnissen bei der Entwicklung ihres Covid-19-Medikaments Molnupiravir. Das Medikament habe bei Testpersonen nach fünftägiger Behandlung deren Virenlast erheblich reduziert.

Dies teilten Merck und sein US-Partner Ridgeback Biotherapeutics am Samstag (Ortszeit) in den USA mit. «Diese vorläufigen Ergebnisse ermutigen uns», erklärte Ridgeback-Arzneimittelchefin Wendy Painter.

Johnson lobt «nationale Kraftanstrengung» in der Pandemie

Vor der Wiedereröffnung der Schulen in England hat Premierminister Boris Johnson die «nationale Kraftanstrengung» im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewürdigt. «Aufgrund der Entschlossenheit jedes Menschen in diesem Land können wir uns einem Gefühl der Normalität nähern. Und es ist richtig, dass es der erste Schritt ist, unsere jungen Leute wieder in den Unterricht zu bringen», sagte der britische Regierungschef einer Mitteilung vom Sonntag zufolge.

Der britische Premierminister besuchte am 1. März die Mary’s Primary School in England. (Bild: Keystone)

An diesem Montag öffnen in England alle Schulen nach rund zwei Monaten Lockdown wieder die Türen. Bildungsminister Gavin Williamson sprach von einem «Moment der Freude für Millionen Menschen». Gesundheit ist im Vereinigten Königreich Sache der einzelnen Landesteile, in Schottland etwa sind einige Schüler bereits seit einer Woche wieder im Unterricht.

Moderna liefert den Philippinen 13 Millionen Coronavirus-Impfdosen

Der Pharmakonzern Moderna hat eine Vereinbarung mit den Philippinen über 13 Millionen Coronavirus-Impfdosen bekanntgegeben. Die Lieferungen sollen Mitte des Jahres beginnen, teilte der US-Konzern am Samstag (Ortszeit) mit.

Im Rahmen einer zweiten Vereinbarung könnten weitere sieben Millionen Coronavirus-Impfdosen hinzukommen, hiess es. Auf den Philippinen leben derzeit rund 108 Millionen Menschen. Als erstes hatte am Montag der Direktor des wichtigsten Krankenhauses des Landes, Gerardo Legaspi, eine Spritze mit dem Coronavirus-Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinovac erhalten. Zuvor waren 600’000 Coronavirus-Dosen als Geschenk Pekings an das südostasiatische Land in Manila eingetroffen.

FDA skeptisch über Coronavirus-Einmal-Impfungen

US-Wissenschaftler haben sich skeptisch gezeigt, dass eine einmalige Coronavirus-Impfung mit den Stoffen von Pfizer/BioNTech und Moderna ausreichen könnte. Dies geht aus einem Zeitungsbericht vom Samstag hervor.

Es sei wichtig, dass die Coronavirus-Impfstoffe nur so angewandt würden, wie sie von der Arzneimittelbehörde FDA zugelassen worden seien, sagte der hochrangige FDA-Vertreter Peter Marks dem «Wall Street Journal». Es gebe nicht genug Belege, dass durch eine einzige Coronavirus-Impfung mit diesen Mitteln ein langfristiger Schutz aufgebaut werde, hiess es weiter. Derzeit müssen zwei Dosen im Abstand von mehreren Wochen verabreicht werden.

Eine einmalige Coronavirus-Impfung mit den Stoffen von Pfizer/BioNTech und Moderna reicht laut Forschern wahrscheinlich nicht aus. (Symbolbild: Keystone)
Manuel Battegay verlässt die Corona-Task Force

Der Basler Infektiologe Manuel Battegay verlässt die Swiss Science Task Force des Bundes. Wie der Leiter der Klinik für Infektiologie und Spitalhygiene am Unispital Basel am Samstag auf Twitter mitteilt, wird er nächste Woche als Vizepräsident der Taskforce zurücktreten.

Der Rücktritt kommt nicht abrupt, sondern war geplant, wie Battegay auf Twitter schreibt. Er habe auch nichts mit der Maulkorb-Diskussion rund um die Corona-Task Force zu tun, so der Basler.

Der 60-Jährige lobt in einem weiteren Tweet auch die Kooperation mit dem Bundesrat und dem Bundesamt für Gesundheit: «Danke an das Bundesratskollegium und Kolleginnen und Kollegen im BAG für das grosse Vertrauen, respektive die gute Zusammenarbeit.»

Dalai Lama erhält Erstimpfung gegen das Coronavirus

Der Dalai Lama ist gegen das Coronavirus geimpft worden und hat mehr Menschen dazu aufgerufen, es ihm gleichzutun. Das geistige Oberhaupt der Tibeter erhielt am Samstag, 6. März, in einem Krankenhaus der nordindischen Stadt Dharamsala die erste Dosis einer Covid-19-Impfung, wie sein Büro auf seinem offiziellen Twitterkonto mitteilte.

Ein Video zeigte, wie der 85-Jährigen eine Spritze in den rechten Oberarm bekam. «Mehr Menschen sollten den Mut haben, sich für die Injektion zu entscheiden», sagte der Dalai Lama. Das sei sehr wichtig, deshalb teile er das. «Um ernsthafte Probleme zu verhindern, ist diese Injektion sehr, sehr hilfreich und sehr gut.»

(Bild: Keystone)

Angaben dazu, welchen Impfstoff er erhielt, enthielt der Tweet nicht. In Indien wird neben dem heimischen Impfstoff Covaxin vor allem der Impfstoff von AstraZeneca genutzt, der unter dem Namen Covishield zu günstigen Preisen im Land hergestellt und von dort auch exportiert wird.

Der Dalai Lama wirbt für die Rechte der Tibeter und will für sie im Dialog mit China kulturelle und religiöse Freiheiten innerhalb der Volksrepublik erreichen. Für seinen Einsatz wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die chinesischen Behörden sehen ihn als Separatisten und verbieten ihm die Heimkehr. Er lebt in Indien.

WM-Qualifikationsspiele in Südamerika abgesagt

Die nächsten beiden Runden der südamerikanischen Qualifikationsspiele für die WM 2022 Ende März sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Hintergrund sind Reiserestriktionen, die Quarantänen für Spieler, die unter anderem nach Grossbritannien zurückkehren, zu Folge haben.

Zuletzt hatte eine Reihe von Trainern europäischer Vereine wie Pep Guardiola von Manchester City oder Jürgen Klopp von Liverpool betont, ihre südamerikanischen Profis nicht zu den Länderspielen reisen lassen zu wollen, wenn diese danach für längere Zeit in Quarantäne müssen. «Das ergibt keinen Sinn», sagte Guardiola. Mehr dazu hier.

Hunderte protestieren gegen Corona-Massnahmen in Stockholm

In der schwedischen Hauptstadt Stockholm haben hunderte Menschen am Samstag, 6. März, gegen Corona-Massnahmen demonstriert.

Nach Angaben der Polizei wurden sechs Polizisten im Zusammenhang mit der Demonstration verletzt, von denen einer in Krankenhaus behandelt wurde. Einer Person werde das Organisieren des ungenehmigten Protests vorgeworfen, zwei Menschen seien wegen anderer Verstösse festgenommen worden. Die Polizei forderte die Menschen mehrmals auf, die Demonstration aufzulösen, da Zusammenkünfte von mehr als acht Menschen nicht erlaubt seien.

Organisiert hatte den Protest eine Gruppe, die die Beschränkungen als unbegründet bezeichnete.

Schweden war in der Corona-Krise einen Sonderweg mit vergleichsweise freizügigen Corona-Massnahmen sowie Empfehlungen und Appellen an die Vernunft der Bürger gegangen. Seit 1. März müssen aufgrund der wieder steigenden Infektionszahlen Restaurants, Kneipen und Cafés um 20:30 Uhr schliessen.

Zuletzt hatte die Stadt Stockholm ihren Einwohnern empfohlen, einen Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Verkehr sowie etwa beim Friseur oder im Lebensmittelmarkt zu tragen. Geschäften und Einkaufszentren wird eine Begrenzung auf 500 Kunden empfohlen.

(Bild: Keystone)

Nach einem Höchststand im Dezember waren die schwedischen Infektionszahlen erst gesunken, stiegen im Februar aber wieder an. Anders als in Deutschland gibt die schwedische Gesundheitsbehörde eine 14- statt eine 7-Tage-Inzidenz an; nach den jüngsten Zahlen lag diese in der zweiten Februarhälfte bei 488 neuen Fällen pro 100’000 Einwohner. Seit Beginn der Pandemie zählte Schweden mit seinen 10,3 Millionen Einwohnern rund 684’000 Infizierte, von denen rund 13’000 starben. Bis Freitag hatten der Behörde zufolge sieben Prozent der Schweden ihre erste Corona-Impfung erhalten.

Hunderte demonstrieren in irischer Stadt Cork gegen Lockdown-Regeln

Dicht gedrängt und zumeist ohne Mund-Nasen-Masken haben in der irischen Stadt Cork mehrere hundert Menschen gegen die Lockdown-Regeln in dem EU-Staat demonstriert.

Anders als bei einem Protest in der Hauptstadt Dublin vor einer Woche habe es keine Zwischenfälle gegeben, berichtete der Sender RTÉ am Samstag. Ein Sprecher der Anti-Lockdown-Initiative sagte, zahlreiche Menschen seien von der Polizei abgewiesen worden. In Irland sind wegen der Corona-Pandemie derzeit keine Massenversammlungen erlaubt.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt ebenso gefallen wie die der Corona-Patienten in den Krankenhäusern. Die 14-Tage-Inzidenz sank vergangene Woche zum ersten Mal seit Weihnachten auf unter 200. Mittlerweile haben 500’000 der rund 4,9 Millionen Einwohner eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten, wie Regierungschef Micheal Martin bei Twitter mitteilte.

Demonstration in Chur gegen Corona-Massnahmen

In Chur haben am Samstag, 6. März, über 4’000 Personen gegen die Corona-Massnahmen demonstriert. Kundgebungen dieser Art fanden bisher mit geringerer Teilnahme statt.

Der friedliche Protestmarsch durch die Churer Altstadt beeindruckte durch seine Länge. Nach Angaben der Stadtpolizei marschierten über 4’000 Personen schweigend durch die Gassen. (Archivbild: Keystone)

Aufgerufen zum Protestmarsch für eine verhältnismässige Corona-Massnahmenpolitik hatte der Verein Stiller Protest. Die Demonstration wurde von der Churer Stadtpolizei unter Auflagen bewilligt. Bedingung für die Durchführung der Kundgebung war unter anderem die Maskentragpflicht. Mehr dazu hier.

Corona-Protest: Präsident Paraguays bittet alle Minister um Rücktritt

Nach Krawallen bei einer Demonstration gegen den Umgang der Regierung mit der Corona-Krise hat Paraguays Präsident Mario Abdo Benítez alle Kabinettsminister zum Rücktritt aufgefordert.

Der Präsident habe die Botschaft der Bürger gehört, sagte Kommunikationsminister Juan Manuel Brunetti am 6. März vor Journalisten. «Er hat alle Mitglieder des Kabinetts gebeten, ihre Posten zur Verfügung zu stellen.»

Es war am Freitagabend im Zentrum der Hauptstadt Asunción zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Randalierer schleuderten Steine auf die Beamten, die wiederum Gummigeschosse und Tränengas einsetzten. Der konservative Abdo Benítez respektiere friedliche Proteste und rufe zu Frieden auf, sagte Brunetti.

In dem südamerikanischen Land steht das Gesundheitswesen vor dem Kollaps. Zuletzt musste die Regierung einräumen, dass es an wichtigen Medikamenten für die Behandlung von Covid-19-Patienten mangelt und fast alle Betten auf den Intensivstationen der öffentlichen Krankenhäuser belegt sind. Gesundheitsminister Julio Mazzoleni trat aufgrund des öffentlichen Drucks am Freitag zurück.

Demonstranten gegen Corona-Massnahmen sammeln sich in Wien

In Wien haben sich am Samstagmittag. 6. März, einige hundert Demonstranten formiert, die gegen die Corona-Einschränkungen protestieren wollten. Unter anderem trafen Reisebusse mit Teilnehmern von ausserhalb Wiens ein, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete.

Ein Transparent richtete sich gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz. «Kurz muss weg», stand darauf. Die Polizei kontrollierte, ob Masken getragen und Abstände eingehalten wurden. Rund 200 Gegendemonstranten kamen zu einer Fahrradrallye zusammen.

Unter anderem hatte die rechte Oppositionspartei FPÖ für den Nachmittag zu einer Kundgebung unter dem Motto «Demokratie, Grundrechte und Freiheit» aufgerufen. Der ehemalige Innenminister und Fraktionschef der FPÖ Herbert Kickl wollte dabei eine Rede halten. Die Partei erwartete etwa 3000 Teilnehmer.

Finnland verschiebt Kommunalwahlen wegen Corona

Wegen der Corona-Seuche hat Finnland die für den 18. April geplanten Kommunalwahlen auf den 13. Juni 2021 verschoben. Das teilte das Justizministerium in Helsinki am Samstag mit. Acht der neun im Parlament vertretenen Parteien hätten der Verschiebung zugestimmt. Nur die rechtsnationale Partei der Finnen, die mit den regierenden Sozialdemokraten in den Umfragen um Platz 1 kämpft, ist dagegen.

Für die Terminverschiebung hatten sich die Gesundheitsämter stark gemacht. Das Land mit 5,5 Millionen Einwohnern hat bisher 61’000 Corona-Fälle gezählt, wovon 760 Infizierte gestorben sind.

Krankenpflegerin (49) stirbt nach AstraZeneca-Impfung – 30-Jährige liegt nach Impfung im Spital

Nachdem sie sich gegen das Coronavirus hat impfen lassen, verstarb eine 49-jährige Krankenpflegerin aus Wien in einem Spital. Sie bekam den Impfstoff von AstraZeneca. Das berichten die «Niederösterreichischen Nachrichten» am Samstag. Das Bundesland Niederösterreich bestätigte den Vorfall.

Der Gesundheitszustand der Frau hatte sich kurz nach der Impfung zunehmend verschlechtert. Die Ärzte verlegten sie deswegen vom Landesklinikum Zettl ins Universitätsspital von Wien, wo sie kurze Zeit später starb. Als Zeichen der Trauer hisst das Landesklinikum Zettl zurzeit die schwarze Fahne.

Die zuständigen Behörden betonten, dass noch unklar sei, ob der Tod der Krankenpflegerin mit der Impfung zusammenhängt: «Da die Mitarbeiterin (wie bereits viele hunderte andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch) mit einer zugelassenen Schutzimpfung geimpft wurde, wird in diesem Fall nun untersucht, ob es hier einen Zusammenhang geben könnte», sagt Bernhard Jany von der Landesgesundheitsagentur.

(Bild: Keystone)

Derweil berichten die Medien von einem zweiten Fall. Eine Spitalmitarbeiterin (30), die einen Impfstoff derselben Charge erhielt, liegt im Spital: «Auch sie hat massive Blutgerinnungsprobleme und liegt jetzt im Krankenhaus, lebt aber», wie es heisst. Auch dieser Fall wird von Jany bestätigt: «Eine weitere Mitarbeiterin wurde stationär auf der internen Abteilung des Landeskrankenhauses Zettl aufgenommen.»

Mehrere hundert Personen demonstrieren gegen Corona-Massnahmen

In Chur haben sich am Samstagmittag mehrere hundert Personen versammelt, um gegen die Behördenanordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Kundgebungen dieser Art fanden bereits in anderen Schweizer Städten statt.

Aufgerufen zum Protestmarsch für eine vernünftige Corona-Massnahmenpolitik hatte der Verein «Stiller Protest». Die Demonstration wurde von der Churer Stadtpolizei unter Auflagen bewilligt. Bedingung für die Durchführung der Demonstration ist unter anderem eine Maskentragpflicht. Zudem muss der Protestmarsch polizeilich begleitet werden.

Zum Versammlungszeitpunkt um 13 Uhr hatten sich mehrere hundert Personen auf der Churer Quaderwiese eingefunden. Einige Demonstranten erschienen in weissen Schutzanzügen, andere schwenkten Fahnen und Transparente. Geplant sind ein Protestmarsch und eine abschliessende Kundgebung mit diversen Rednern.

Christophe Darbellay beim Zmittag im Restaurant erwischt

Am 25. Februar 2021 assen die Walliser Staatsräte Christophe Darbellay und Roberto Schmid (beide CVP Wallis) in einem Restaurant zu Mittag, und das, obwohl die Gastrobetriebe momentan schweizweit geschlossen sind. Darüber berichten jetzt «La Liberté» und «Le Nouvelliste». Lesen Sie hier mehr.

Christophe Darbellay. (Bild: Keystone)
Erstes Grosskonzert in Barcelona binnen Stunden ausverkauft

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie soll es in Barcelona wieder ein grosses Popkonzert mit 5000 Zuschauern geben. Die Eintrittskarten für den Auftritt der spanischen Indie Popband Love of Lesbian am 27. März waren binnen Stunden ausverkauft, wie die Veranstalter auf Twitter mitteilten. «Vielen Dank für die unglaubliche Antwort auf dieses Vorhaben. Die Kultur ist sicher und jetzt mehr denn je notwendig», schrieben die Verantwortlichen beim Festivals per la Cultura Segura am Samstag.

Bei dem Konzert in der für bis zu 24’000 Gästen ausgelegten Mehrzweckhalle «Palau de Sant Jordi» müssen die Fans erstmals keinen Sicherheitsabstand mehr halten. Allerdings gelten strenge Schutzmassnahmen.

So müssen alle, die überhaupt eine Eintrittskarte ergattert haben, am Tag des Konzerts in einem von drei speziellen Testzentren zwischen 08.00 Uhr und 16.00 Uhr einen Schnelltest machen, der negativ sein muss. Eingelassen werden nach Angaben der Veranstalter zudem nur registrierte Besucher im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die ein Smartphone mit mindestens IOS 11 oder Android 7 besitzen, um ein Programm für den Corona-Schnelltest herunterladen zu können. Zudem werden die persönlichen Daten der Teilnehmer nach dem Konzert mit denen der Gesundheitsbehörden abgeglichen.

Wochenend-Lockdown um Département Pas-de-Calais erweitert

Seit diesem Wochenende herrscht im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Frankreich nun auch im Département Pas-de-Calais am Ärmelkanal ein Wochenend-Lockdown. In Nizza am Mittelmeer und der nordfranzösischen Hafenstadt Dunkerque (Dünkirchen) gilt er bereits. Die dicht besiedelte Hauptstadtregion Paris und die Hafenstadt Marseille bleiben von solchen Einschränkungen bislang noch verschont. Sie gehören zu den insgesamt 23 Départements, in denen eine erhöhte Corona-Warnstufe herrscht.

Wegen der angespannten Corona-Lage dürfen in diesen Départements seit diesem Wochenende Nicht-Lebensmittelläden, die grösser als 10’000 Quadratmeter sind, nicht mehr öffnen. Paris hat zudem ein verstärktes Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen verhängt. So ist Alkoholkonsum ab sofort zum Beispiel an den Ufern der Seine, des Canal Saint-Martin, auf der Place du Tertre nahe der Basilika Sacré-Coeur und an vielen weiteren Orten der Stadt verboten.

Britische Unternehmen können kostenlose Covid-Schnelltests beantragen

Unternehmen in Grossbritannien können nun kostenlose Corona-Schnelltests für ihre Beschäftigten beantragen. Auch Firmen mit weniger als 50 Angestellten könnten sich bis Ende März für das Angebot registrieren, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in London mit. Die Tests zeigten spätestens nach einer halben Stunde ein Ergebnis. Sie würden dabei helfen, positiv Getestete sofort zu isolieren und Infektionsketten zu durchbrechen.

Das Angebot ist zunächst bis Ende Juni kostenlos. In Deutschland ringen Wirtschaft und Politik derzeit darum, wie allen Beschäftigten in den Betrieben Corona-Schnelltests angeboten werden können.

(Bild: Keystone)

«Regelmässige Tests am Arbeitsplatz spielen eine zentrale Rolle bei unserem Rückweg in ein normales Leben», sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. Die Tests könnten den Unterschied ausmachen, ob Arbeitsplätze offen bleiben können, betonte das Ministerium.

Loosli: «Einkaufstouristen dürften sich fragen, ob sich der Zeitaufwand lohnt»

Der Präsident der Coop-Gruppe, Hansueli Loosli, vermutet einen Nachholeffekt in den nächsten Wochen. Er erwartet auch, dass weniger im Ausland eingelauft wird. Hier lesen Sie mehr.

Mit Blick auf den Einkaufstourismus über die Grenze erwartet Loosli, dass nach der Corona-Krise weniger im Ausland eingekauft wird. (Bild: Keystone)
Erste Corona-Impfungen für Menschenaffen im Zoo von San Diego

Im Zoo von San Diego wurden erstmals Tiere gegen das Coronavirus geimpft. Neun Affen erhielten zur Vorsorge einen experimentellen Impfstoff. Lesen Sie hier mehr.

Im Zoo von San Diego wurden die ersten Menschenaffen gegen Covid-19 geimpft. Die Primaten haben gut auf die Impfung reagiert. (Archivbild: Keystone)
AZ Medien erzielen im Corona-Jahr 2020 Gewinn

AZ Medien erzielte 2020 ein ein solides Resultat. Der Umsatz betrug 233 Millionen Franken. Daraus resultierte ein Gewinn von 10,1 Millionen Franken. Lesen Sie hier mehr.

Angesichts der Pandemie und der herausfordernden Situation hat sich der Verwaltungsrat entschieden, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten. (Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

1 Kommentar

  1. Hier ist ein Fehler, falscher Konzern Merck, es handelt sich um die US -Merck.

    Meldung:
    Ermutigende Testergebnisse für Covid-19-Medikament von Merck
    Der deutsche Pharmakonzern Merck und sein US-Partner berichten von ermutigenden ersten Ergebnissen bei der Entwicklung ihres Covid-19-Medikaments Molnupiravir. Das Medikament habe bei Testpersonen nach fünftägiger Behandlung deren Virenlast erheblich reduziert.

    Dies teilten Merck und sein US-Partner Ridgeback Biotherapeutics am Samstag (Ortszeit) in den USA mit. «Diese vorläufigen Ergebnisse ermutigen uns», erklärte Ridgeback-Arzneimittelchefin Wendy Painter.Report

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