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Der Telebasel Newsbeitrag vom 5. März 2021.
Basel

Fasnachtscliquen kämpfen um Binggis

Schon das zweite Jahr in Folge fand keine Fasnacht statt. Das bekommen die Fasnachtscliquen zu spüren, sie haben weniger Anmeldungen als in anderen Jahren.

Weniger Kinder als sonst haben sich dieses Jahr für die Jungen Garden der Fasnachtscliquen angemeldet. Dass es das zweite Jahr in Folge keine Fasnacht gab, macht sich bemerkbar.

«Viel härter, sie zu begeistern»

Diese Problematik bekommt auch die Clique Sans Gêne zu spüren. Die Junge Garde der Clique hat «nur» vier neue Mitglieder bekommen und es gab bei den Strizzis, wie die Clique ihre Junge Garde nennt,  zwei Austritte.

«Alle Aktionen, mit denen wir sonst Werbung machen können: Die erste Lektion nach der Fasnacht oder unsere Einschreibnachmittage – das fehlt uns. Da haben wir einfach viel weniger Neuanmeldungen, es ist viel härter sie zu begeistern, wenn sie nicht genau wissen, was Fasnacht ist», so Aline Bieri, Obfrau der Strizzis gegenüber Telebasel.

Fasnachts-Comité kämpft mit

Trotzdem versuchte man die Kinder, die bereits Mitglied sind, weiterhin bei der Stange zu halten. Auch das Fasnachts-Comité überlegte sich bereits im Verlauf des letzten Jahres einige Aktionen, um die Kinder weiterhin für die Fasnacht zu begeistern.

Zu diesen Aktionen gehörte einerseits der Fasnachtsspaziergang, der am Freitag endete und auch ein Flashmob im Sommer 2020. Bereits jetzt plant man im Comité weiter: «Wir werden dieses Jahr, sobald es wieder möglich ist, wieder eine solche ähnliche Veranstaltung stattfinden lassen. Im Frühsommer, vielleicht auch im Spätherbst», so Kathrin von Bidder-Spichty aus der Nachwuchsabteilung des Fasnachts-Comité.

Aktionen zeigen Wirkung

Wie Aline Bieri gegenüber Telebasel bestätigt, denkt sie, dass ohne solchen Aktionen noch mehr Kinder ausgetreten wären. «Ich finde es wahnsinnig, was die Cliquen mit den Jungen auf die Beine gestellt haben. Ich glaube es war wichtig, dass die Jungen ein Ziel hatten, für das sie sich in Corona-konformen Rahmen wieder treffen konnten, dabei etwas basteln und sich auf diesen Fasnachtsspaziergang vorbereiten konnten», so Aline Bieri am Freitag.

Für das Fasnachts-Comité gebe es trotz der wenigen Neuanmeldungen kein Grund zur Sorge. «Es kann durchaus sein, dass die Fasnacht jetzt nach Corona einen grossen Aufwind erlebt», so Kathrin von Bidder-Spichty und fügt an: «Der Fasnachtsspaziergang und was sonst während diesen Tagen in der Stadt passierte, zeigt auf, dass diese Fasnacht lebt und präsent ist. Ich mache mir keine Sorgen.»

Auch nach dem Fasnachtsspaziergang kann man sich auf jetzt-fasnacht.ch weiterhin erkunden, wie man mit dem Trommeln oder Pfeifen beginnen kann.

1 Kommentar

  1. Es ist für alle fasnachtseinheiten nicht einfach. Und es darf nicht nochmal keine fasnacht geben.sonst wirds schlimm.das soziale,der physische kontakt fehlt.alles online kann auf die länge nicht funktionieren.auch nicht mit viel gutem willen und grossem engagement.hoffen wir auf 2022.glaube aber nicht daran.Report

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