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Schweiz

WHO: «Denken, wir hätten es hinter uns gebracht, aber das ist nicht der Fall»

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Verschärfte Corona-Lage in Italien: Kampanien wird Rote Zone

Die süditalienische Urlaubsregion Kampanien wird zur Roten Zone mit verschärften Corona-Sperren. Das teilte das Gesundheitsministerium in Rom am Freitagabend mit. In den Gebiet, zu dem Neapel und die Amalfiküste gehören, gelten nach der Anordnung von Gesundheitsminister Roberto Speranza wegen der erhöhten Infektionswerte ab Montag (8. März) die strengsten Corona- Schutzregeln. Bisher sind schon die Basilikata im Süden und die kleine Adria-Region Molise solche Roten Zonen. In diese Gebieten müssen alle Schulen zu sein, die Menschen sollen ihre Wohnungen möglichst selten verlassen.

Italiens Regierung kämpft seit Herbst 2020 mit dem Instrument einer regionalen Einteilung in mehrere Risikozonen gegen die Pandemie. Am Montag werden in diesem System weitere Gebiete wegen steigender Werte hochgestuft zu Orangen Zonen. Darunter ist Venetien im Norden. Die benachbarte, wirtschaftsstarke Lombardei, wo rund zehn Millionen Menschen leben, gehört ohnehin schon zu der mittleren Risikozone. Dort führte die Regionalregierung in Mailand von sich aus am Freitag noch weiterreichende Sperren ein

Nach tagelanger Suche: Patient mit Brasilien-Variante gefunden

Nach mehrtägiger Suche ist in Grossbritannien ein mit der brasilianischen Virus-Variante infizierter Patient gefunden worden. Das teilte Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag in London mit. Die nicht näher beschriebene Person aus dem Stadtteil Croydon im Süden der britischen Hauptstadt war vergangene Woche positiv auf die zuerst Brasilien entdeckten Variante des Coronavirus getestet worden. Sie hatte jedoch bei ihrer Registrierung einen Fehler gemacht und konnte daher von den Behörden nicht kontaktiert werden. In einer grossangelegten Suchaktion mit einem 40-köpfigen Team wurde der Patient schliesslich ausfindig gemacht. Insgesamt waren vergangene Woche sechs Fälle der in Nord-Brasilien entdeckten Variante P.1 in Grossbritannien aufgetaucht, die anderen liessen sich jedoch zurückverfolgen.

Belgien kündigt weitgehende Corona-Lockerungen an

Belgien stellt seinen Bürgern spürbare Lockerungen der Corona-Massnahmen in Aussicht. Schritt für Schritt sollen von März bis Mai Kontaktbeschränkungen gelockert, Aktivitäten im Freien zugelassen und Gaststätten sowie Hotels wieder geöffnet werden. Konkret sollen sich von Montag an zehn statt bislang vier Menschen treffen dürfen, kündigte Ministerpräsident Alexander De Croo nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga am Freitag an. Ab April könnten dann Kulturveranstaltungen und Gottesdienste mit bis zu 50 Menschen zugelassen werden, vorausgesetzt es werden Masken getragen und es wird Abstand gehalten.

In Belgien sollen weitgehende Corona-Lockerungen vorgenommen werden. (Bild: Keystone)

Wenn alle vorher und nachher getestet werden, können über die Osterferien auch Ferienlager für Kinder und Jugendliche mit bis zu 25 Teilnehmern organisiert werden, wie De Croo weiter ausführte. Sollte es das Infektionsgeschehen zulassen, werden ab Mai auch Gaststätten und Hotels wieder Kunden begrüssen dürfen.

Pandemie kann den Klimawandel nicht stoppen

Die bisherigen weltweiten Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden gemäss einer Studie wohl keine langfristigen Auswirkungen auf den Klimawandel haben. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Britischer Minister: Impfungen haben starken Effekt auf Sterbefälle
 
Die Zahl der Corona-Toten geht in Grossbritannien dank den Impfungen zurück. (Bild: Keystone)

Das Impfprogramm in Grossbritannien macht sich nach den Worten von Gesundheitsminister Matt Hancock durch einen immer stärkeren Rückgang der Corona-bedingten Todesfälle bemerkbar. Demnach ist die Zahl der Sterbefälle allein in der vergangenen Woche um 41 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ging im gleichen Zeitraum nur um 29 Prozent zurück, die der Neuinfektionen um 34 Prozent. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Proteste in Argentinien wegen neuer Corona-Quarantäne

Im Norden von Argentinien haben zahlreiche Menschen gegen neue Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Hunderte Menschen demonstrierten am Freitag vor dem Regierungssitz der Provinz Formosa gegen die erneute Quarantäne, wie der Fernsehsender TN berichtete. Die Polizei feuerte mit Gummigeschossen auf die Demonstranten und setzte Tränengas ein. Durch die Rückkehr zur Phase eins der Ausgangsbeschränkungen wie zu Beginn der Pandemie müssen in Formosa nun alle nicht essenziellen Geschäfte schliessen und der Verkehr wird empfindlich eingeschränkt.

In der Provinz an der Grenze zu Paraguay wurden seit Beginn der Pandemie gerade einmal 1309 Corona-Fälle registriert, 21 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19. Trotzdem fährt die Provinzregierung einen extrem harten Kurs. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen holte die Polizei zuletzt Menschen bei Corona-Verdacht zum Teil nachts aus ihren Häusern und brachte sie in Quarantäne-Zentren, wo sie unter schlechten hygienischen Bedingungen bis zu 30 Tage festgehalten wurden. Im Gegensatz zu den anderen argentinischen Provinzen ist eine Quarantäne in der eigenen Wohnung in Formosa nicht möglich.

WHO-Nothilfekoordinator warnt vor zu frühem Ende von Corona-Massnahmen

Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eindringlich davor gewarnt, sich im Kampf gegen das Coronavirus angesichts der nun vorhandenen Impfstoffe zurückzulehnen. «Ich bin tief besorgt», sagte Mike Ryan am Freitag in Genf. «Wir denken, wir hätten es hinter uns gebracht, aber das ist nicht der Fall», warnte er. Ländern drohe eine dritte und vierte Welle von Corona-Infektionen, wenn die Menschen Vorsichtsmassnahmen wie Maske tragen, Hände desinfizieren und Abstand halten nicht weiter beherzigten. «Ich hasse es, die Spassbremse zu sein, aber so sehe ich es leider», sagte Ryan.

Die WHO warnt davor, die Corona-Massnahmen früh aufzuheben. (Bild: Keystone)

Die Impfstoffe gäben Anlass zur Hoffnung. Das könne aber auch der Moment werden, an dem die Konzentration nachlasse, und das sei gefährlich. Weitere Öffnungsschritte dürften nur in Angriff genommen werden, wenn die Schutzkonzepte weiter eingehalten und umfangreiche Testmöglichkeiten geschaffen werden und Behörden neue Fälle sofort untersuchten und möglicherweise Infizierte isolierten. «Wenn wir das alles richtig machen, dann können wir beginnen darüber nachzudenken, wie wir die strikten Vorschriften lockern können.»

WHO-Bericht über Corona-Untersuchung in China erst Mitte März

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Pläne für die Veröffentlichung erster Ergebnisse ihrer Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus in China aufgegeben. Statt eines Vorabberichts werde nun erst der Gesamtbericht vorgestellt, voraussichtlich in der Woche nach dem 14. März, sagte der WHO-Teamchef Peter Ben Embarek am Freitag in Genf. Er war mit rund einem Dutzend Kollegen im Januar nach China gereist. Gründe für die Änderung der Pläne nannte die WHO nicht.

Die Reise kam erst nach monatelangen Verhandlungen mit den chinesischen Behörden zustande. Das Unterfangen ist höchst komplex, weil China verhindern will, als Auslöser und Schuldiger der Pandemie an den Pranger gestellt zu werden. Das Expertenteam suchte in China nach dem Ursprung der Pandemie.

Corona-Experten der US-Regierung: Es ist zu früh für Lockerungen-

Die Corona-Experten der US-Regierung warnen trotz Fortschritten bei den Impfungen eindringlich vor einer übereilten Lockerung von Schutzvorkehrungen. «Die aktuellen Zahlen bleiben beunruhigend», sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Freitag. Die Zahl der Neuinfektionen liege derzeit bei durchschnittlich 62 000 pro Tag, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bei etwa 2000 am Tag.

Diese Werte seien zu hoch, und hielten sich noch dazu auf diesem Niveau. Mit Blick auf die Verbesserung der Lage erscheine es zwar reizvoll, wieder etwas zur Normalität zurückzukehren, sagte Walensky, mahnte aber: «Aber wir sind noch nicht soweit.» Sie rief die Menschen trotz der Lockerung von Vorschriften in mehreren Bundesstaaten dringend dazu auf, weiter Masken zu tragen und Abstand zu halten.

Mehr als drei Millionen Corona-Infizierte in Italien
In Italien wurde die Marke von drei Millionen Corona-Fällen überschritten. (Bild: Keystone)

Italien hat bei der Gesamtzahl der offiziell mit Corona infizierten Menschen die Drei-Millionen-Schwelle überschritten. Die Gesundheitsbehörden in dem Mittelmeerland zählten am Freitag über 24’000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Damit gibt es in Italien, wo die Pandemie seit Februar 2020 mit einer ersten grossen Welle um sich gegriffen hatte, bisher offiziell 3,02 Millionen Virus-Infizierte. In Europa hatten Grossbritannien, Frankreich und Spanien diese Marke nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (USA) schon vorher überschritten.

Bei den Opfern steuert das 60-Millionen-Einwohner-Land auf bald 100’000 registrierte Corona-Tote zu. Am Freitag wurden 297 Covid-19-Tote in 24 Stunden gezählt.

Mehr Tote als im Europa-Durchschnitt in der Schweiz

Über die gesamte Epidemie betrachtet verzeichnet die Schweiz gemäss Bericht eine Inzidenz der Todesfälle von 106 pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Damit hat sie eine höhere Inzidenz als der Durchschnitt der europäischen Länder (104,8). Die Inzidenz der Todesfälle in der Schweiz ist etwas höher als in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, aber tiefer als in Italien, Spanien und Frankreich.

Am Freitag waren dem BAG innerhalb von 24 Stunden 12 neue Todesfälle gemeldet worden. Zudem informierte das BAG über 1222 neue Coronavirus-Ansteckungen und 61 Spitaleinweisungen in der Schweiz und in Liechtenstein.

Statistikamt: Russland verzeichnet rund 200'000 Corona-Tote
In Russland wurden rund 112’000 Corona-Tote mehr, als bisher angenommen, verzeichnet. (Bild: Keystone)

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Russland nach Angaben des nationalen Statistikamtes Rosstat rund 200’000 Menschen mit dem Virus gestorben. Die am Freitag veröffentlichte Zahl ist damit mehr als doppelt so hoch wie in der offiziellen Corona-Statistik der Regierung, in der von rund 88’200 Corona-Toten die Rede ist. Dort werden lediglich Fälle aufgelistet, bei denen Covid-19 als Todesursache bestätigt wurde. An dieser Zählweise gab es immer wieder Kritik. Alle Details gibt es hier.

Serbien verschärft erneut Corona-Massnahmen fürs Wochenende

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Serbien für das zweite Wochenende in Folge die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie. Geschäfte, Gaststätten und Dienstleistungsbetriebe müssen von Samstag 12.00 bis Montag 06.00 Uhr schliessen. Ausgenommen sind lediglich Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen, beschloss der Krisenstab der Regierung am Freitag in Belgrad.

Bereits am vergangenen Wochenende hatten – wenn auch mildere – Einschränkungen gegolten. Damals waren nur Gaststätten und Einkaufszentren von der Regelung betroffen. Sie durften an beiden Wochenendtagen bis jeweils 14.00 Uhr offenhalten. Seit mehreren Monaten dürfen Gaststätten in Serbien ihre Gäste bis 20.00 Uhr bedienen. Der Einzelhandel funktioniert ohne Einschränkungen.

Umfrage: Impfbereitschaft in den USA seit September gestiegen

Die Impfbereitschaft in der Coronavirus-Pandemie hat in den USA nach einer Umfrage seit dem vergangenen September deutlich zugenommen. Insgesamt sagten 69 Prozent, sie hätten entweder schon eine Impfung gegen eine Covid-19-Erkrankung erhalten oder würden sich wahrscheinlich oder definitiv impfen lassen, wie das Institut Pew am Freitag in Washington mitteilte. Im November lag die Zahl derjenigen, die sich definitiv oder wahrscheinlich impfen lassen wollten, bei 60 Prozent, zwei Monate zuvor bei 51 Prozent. Im Mai vergangenen Jahres hatten allerdings noch 72 Prozent ihre Bereitschaft bekundet, sich impfen zu lassen.

Die Impfbereitschaft ist in den USA gestiegen. (Bild: Keystone)

Von denjenigen, die eine Impfung ablehnten, gaben in der aktuellen Umfrage 89 Prozent als einen Grund dafür die Sorge vor Nebenwirkungen an. 68 Prozent sagten, sie glaubten nicht, dass sie eine Impfung benötigten, 57 Prozent lehnten Impfungen generell ab. US-Präsident Joe Biden, der seit dem 20. Januar im Amt ist, hat den Kampf gegen die Pandemie zu einer seiner vordringlichsten Aufgaben gemacht. Der Demokrat ruft die Amerikaner dazu auf, sich unbedingt impfen zu lassen. Bidens Vorgänger Donald Trump hatte die Gefahr, die von dem Coronavirus ausgeht, immer wieder kleingeredet.

Italien verzeichnet so viele Tote wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr

Italien hat im Pandemie-Jahr 2020 nach offiziellen Angaben die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet. Insgesamt habe es im Vorjahr 746 146 Sterbefälle gegeben – und damit über 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, teilte das Statistikamt Istat in Rom am Freitag mit.

 

Italien verzeichnete im Corona-Jahr 2020 so viele Todesfälle wie seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr. (Bild: Keystone)

Nachdem die erste grosse Corona-Welle das 60-Millionen-Einwohner-Land Ende Februar 2020 getroffen hatte, ermittelten die Fachleute auch die sogenannte Übersterblichkeit für die Monate März bis Dezember. In dieser Phase starben den Angaben zufolge gut 20 Prozent mehr Menschen als im Schnitt der Jahre 2015 bis 2019. Alles zum Thema gibt es hier.

England verhängt bei Ausreisen ohne triftigen Grund hohe Bussen

Reisende, die England ohne triftigen Grund verlassen wollen, riskieren hohe Geldstrafen. Passagiere müssen ab kommenden Montag in einem Formular den Grund ihrer Ausreise angeben und dieses mit sich führen, wie das britische Verkehrsministerium am Freitag mitteilte.

Die akzeptieren Gründe für Auslandsreisen sind unter den aktuellen Corona-Beschränkungen nur wenige – dazu gehören Arbeit, Bildung oder Beerdigungen.

Die Beschränkungen gelten für Briten und Ausländer, die sich derzeit in England aufhalten. Fluglinien sollen die Formulare kontrollieren. Passagieren könne gegebenenfalls die Beförderung verweigert werden, hiess es. Auch die Polizei kontrolliere stichprobenartig an Häfen und Flughäfen. Die Geldstrafen wegen des Bruchs der Lockdown-Regeln reichen von 200 bis zu 6400 Pfund (8222 Franken).

Gewerbeverband begrüsst mehr Testen - und bekräftigt Forderungen

Der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) begrüsst, dass der Bundesrat seine Forderung nach mehr Testen aufgenommen habe. Aber der Lockdown und mit ihm auch die Homeoffice-Pflicht könne und müsse umgehend beendet werden.

Es brauche einen konsequenten Strategiewechsel, weg von der Lockdown-Strategie und hin zur vollständigen Öffnung in der Logik des gezielten Schutzes, heisst es in einer Mitteilung des sgv vom Freitag. Der Bundesrat müsse hier endlich der Bevölkerung und der Wirtschaft eine Perspektive bieten. Geeignete Konzepte bestünden bereits. Alles zum Thema lesen Sie hier.

«New York Times»: Cuomo-Berater schönten Bericht zu Corona-Toten

Nach den Vorwürfen wegen sexueller Belästigung gerät New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo auch wegen seiner Handlungen in der Corona-Krise weiter unter Druck.

Die «New York Times» berichtete am Donnerstagabend (Ortszeit), dass Berater des Gouverneurs einen Bericht der Gesundheitsexperten der Regierung wegen schlechter Zahlen umgeschrieben hätten. Unter Berufung auf sechs anonyme Quellen und Dokumente berichtet die Zeitung von einer Statistik aus dem Juni 2020, die damals 9000 Tote in Pflegeheimen ausgewiesen habe – deutlich höher als von der Regierung öffentlich angegeben. Durch das Umschreiben wurde die Statistik demnach aus dem Bericht entfernt. Weitere Informationen gibt es hier.

 

Gerät wegen beschönigten Corona-Zahlen unter Druck New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. (Bild: Keystone)

EU und Italien im Gespräch über Neustart von Alitalia

Die Regierung Italiens will in der kommenden Woche Verhandlungen mit der EU-Kommission über die Neuaufstellung der seit Jahren strauchelnden staatlichen Fluggesellschaft Alitalia aufnehmen. Ein erstes Video-Treffen der neuen Regierung in Rom mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sei positiv und konstruktiv verlaufen, erklärten die beteiligten Ministerien am Freitag.

 

Die EU und Italien sind im Gespräch über einen Neustart der krisengeschüttelten Fluggesellschaft Alitalia. (Bild: Keystone)

Es müsse einen klaren wirtschaftlichen Schnitt zwischen der bisherigen Alitalia und der künftigen Gesellschaft ITA (Italia Trasporto Aereo) geben.

Nach Zeitungsberichten von dieser Woche soll die neu aufgestellte Airline mit 45 Flugzeugen starten – im Vergleich zu einer Flottenstärke von 110 vor Ausbruch der Corona-Krise. Es seien ein bis zwei Milliarden Euro Staatshilfe vorgesehen statt der ursprünglich anvisierten drei Milliarden Euro.

Pandemie zerstört Fortschritte bei Geschlechter-Gleichberechtigung
 

Die Corona-Pandemie hat laut einem EU-Bericht verheerende Folgen auf die Gleichberechtigung von Frauen. (Bild: Keystone)

Die Corona-Pandemie hat einem Bericht der EU-Kommission zufolge verheerende Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frauen.

«In Europa und darüber hinaus hat die Pandemie die bestehenden Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern in fast allen Lebensbereichen verschärft und hart erkämpfte Fortschritte der vergangenen Jahre wieder zunichtegemacht», teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Bund erteilt Idee für einmaligen Massentest der Bevölkerung Absage

Der Bund hat der Idee für einen Corona-Test der ganzen Bevölkerung auf einmal zugunsten einer sofortigen Aufhebung des Lockdowns eine Absage erteilt. Die Umsetzung eines solchen Projekts sei nicht realistisch und berge grosse Gefahren, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Freitag vor den Medien in Bern. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Nationalratskommission präzisiert Maulkorb für Taskforce

Die Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK-N) ist auf ihre Forderung zurückgekommen, dass die Task-Force nicht mehr öffentlich informieren dürfe. Am Freitag hat sie sich nun dafür ausgesprochen, dass die Information nur über den Präsidenten erfolgen dürfe.

Die Nationalratskommission präzisiert ihre Maulkorb-Forderung für die Swiss Covid-Taskforce. (Bild: Keystone)

Gemäss dem neuen Antrag soll die Kommunikation der Task-Force nach aussen ausschliesslich durch den Präsidenten, derzeit Martin Ackermann, erfolgen, wie die Parlamentsdienste mitteilen. Zudem soll die Information der Task-Force nur in Rücksprache und in zeitlicher Abstimmung mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) erfolgen. Mehr dazu lesen Sie hier.

US-Exporte steigen zu Jahresbeginn - Importe auch

Die US-Exporte sind zu Jahresbeginn ungeachtet der zweiten Corona-Welle bei vielen Handelspartnern gestiegen. Sie erhöhten sich um 1,0 Prozent zum Vormonat auf knapp 192 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Damit verlangsamte sich das Tempo allerdings: Im Dezember hatte es noch ein Plus von 3,4 Prozent gegeben.

Die Importe wuchsen im Januar um 1,2 auf mehr als 260 Milliarden Dollar. Dadurch erhöhte sich das Defizit in der US-Handelsbilanz. Es summierte sich zum Jahresauftakt auf 68,2 Milliarden Dollar. Die Chancen auf eine Belebung des Exportgeschäftes im weiteren Jahresverlauf stehen nicht schlecht. Experten rechnen mit einer deutlich besseren Welthandel nach dem Corona-Jahr 2020. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Pandemie in den Griff bekommen wird.

Selbsttests sollen im April zugelassen werden
Fünf Gratis-Selbsttest will der Bund der Schweizer Bevölkerung pro Person geben. (Bild: Keystone) (KEYSTONE/Ennio Leanza)

In der Schweiz könnten ab Anfang April die ersten Selbsttests für die breite Bevölkerung zugelassen werden. Dies sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Freitag vor den Medien in Bern.

Noch hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) keine Selbsttest-Kits für zu Hause zugelassen. Diese müssten von guter Qualität und verlässlich sein, sagte Berset. Im Moment gebe es noch keine Zulassung. Diese dauere noch ein paar Wochen. Möglicherweise sei es ab Anfang April soweit.

Nach den Plänen des Bundesrats soll jeder Mensch im Land fünf Selbsttests für zu Hause gratis beziehen können. Mehr Informationen finden Sie hier.

Teststrategie laut Bundesrat Basis für weitere Corona-Lockerungen

Grundsätzlich ändere die Teststrategie nichts am Lockerungsplan des Bundesrats, sagte Gesundheitsminister Alain Berset vor den Bundeshausmedien. Aber: Wenn die neue Teststrategie umgesetzt werde, sei es trotz stagnierender Zahlen möglich, weitere Öffnungen umzusetzen.

Mit den verstärkten Teststrategie sollen in der Schweiz weitere Lockerungen möglich werden, so Gesundheitsminister Alain Berset. (Bild: Keystone)

«Wir hoffen, dass wir trotz sehr instabiler Situation weitere Öffnungen vorsehen können», sagte Berset am Freitag. Der Bundesrat gehe damit aber ein Risiko ein. Die Fallzahlen in den umliegenden Ländern stiegen wieder. «Wir dürfen nicht die Kontrolle verlieren.»

Berset bekräftigte, dass dem Bundesrat die missliche Lage der Gastronomiebranche bewusst sei. «Wir machen alles, was wir können, damit diese Unternehmen ihren Betrieb möglichst schnell wieder aufnehmen können.»

Arbeitslosigkeit in den USA sinkt überraschend

In den USA ist die Arbeitslosigkeit im Februar leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote fiel gegenüber Januar um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Experten hatten mit einer unveränderten Quote von 6,3 Prozent gerechnet. Trotz des Rückgangs liegt die Arbeitslosigkeit immer noch wesentlich höher als vor der Corona-Krise. Im Februar 2020 hatte die Quote 3,5 Prozent betragen, was faktisch als Vollbeschäftigung galt.

Die Beschäftigung stieg im Februar deutlich stärker als erwartet. Ausserhalb der Landwirtschaft seien 379’000 Stellen hinzugekommen, teilte das Arbeitsministerium mit. Experten hatten lediglich mit einem Zuwachs von 200 000 Jobs gerechnet. Zudem sind in den beiden Vormonaten insgesamt 38 000 Stellen mehr geschaffen worden als bisher festgestellt.

Grossteil der Covid-Opfer starben seit Anfang Oktober 2020
75 Prozent der Schweizer Opfer starben seit letztem Oktober – die Hälfte davon lebte in Altersheimen. (Bild: Keystone)

Drei Viertel der Personen, die in der Schweiz und in Liechtenstein seit Beginn der Corona-Pandemie ihr Leben wegen des Virus verloren haben, starben seit Anfang Oktober 2020. Etwa die Hälfte davon lebten in einem Alters- und Pflegeheim.

Dies geht aus einem Bericht hervor, den das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag veröffentlicht hat. Demnach starben insgesamt mehr Männer (54 Prozent) als Frauen (46 Prozent). Über 90 Prozent der Verstorbenen waren älter als 70 Jahre und die Mehrheit von ihnen litt an mindestens einer Vorerkrankung. Mehr dazu gibt es hier.

Paris weitet Alkoholverbot wegen Corona aus

Die Stadt Paris hat wegen der Corona-Lage das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen massiv ausgeweitet.

So ist Alkoholkonsum ab sofort zum Beispiel an den Ufern der Seine, des Canal Saint-Martin, auf der berühmten Place du Tertre nahe der Basilika Sacré-Coeur und an vielen weiteren Orten der Stadt verboten, wie die Polizeipräfektur am Freitag mitteilte. Ausserdem müssen Nicht-Lebensmittel-Läden, die grösser als 10’000 Quadratmeter sind, schliessen.

Ein Dank und viel Mitgefühl der Regierung

Das Gedenken an die über 9300 Opfer der Corona-Pandemie hat auch die Mitglieder der Landesregierung nicht kalt gelassen. Neben der Schweigeminute an der Bundesratssitzung haben sich einzelne Mitglieder auch im Kurznachrichtendienst Twitter geäussert.

Gesundheitsminister Alain Berset wies an der Medienkonferenz vom Freitagnachmittag in Bern darauf hin, dass vor genau einem Jahr die erste Person am Coronavirus gestorben ist. Inzwischen gebe es über 9000 Todesopfer. Der Bundesrat habe in Gedenken an die Opfer der Pandemie eine Schweigeminute eingelegt. Alles dazu erfahren Sie hier.

Berset: «Wir wollen eine grosse Testoffensive in diesem Land»
«Wir wollen eine grosse Testoffensive in diesem Land», so Gesundheitsminister Alain Berset. (Bild: Keystone)

Gesundheitsminister Alain Berset hat am Freitag für die Schweiz eine umfassende Testoffensive gegen das Coronavirus angekündigt. Jeder Menschen im Land, der das wünscht, soll sich gratis testen lassen können, wie der Berset vor den Medien in Bern sagte. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bundesrat setzt seine Corona-Strategie auf drei Pfeiler

Laut Gesundheitsminister Alain Berset passt der Bundesrat seine Corona-Eindämmungsstrategie immer der aktuellen Situation an. Das Konzept stehe auf drei Pfeilern: Testen/Kontaktverfolgung/Quarantäne, Impfungen und Lockerungen.

Das sagte Berset am Freitag vor den Bundeshausmedien. Es sei in der aktuellen Situation wichtig, die Basismassnahmen wie Distanzhalten, Maskentragen und Händewaschen weiterzuführen. Gleichzeitig wolle der Bundesrat langsam zum normalen gesellschaftlichen Leben zurückkehren.

Ab März sollen Corona-Tests für alle gratis sein
Das Testen auf das Coronavirus soll schon bald für alle in der Schweiz gratis sein. (Symbolbild: Keystone)

In der Schweiz sollen sich ab Mitte März alle Menschen gratis auf das Coronavirus testen lassen können. Der Bundesrat plant eine massive Ausweitung seiner Teststrategie. Er will dafür über eine Milliarde Franken lockermachen. Wie der Bundesrat nach seiner Sitzung am Freitag mitteilte, sollen ab dem 15. März alle Tests in Apotheken oder Testzentren kostenlos sein – auch für Personen ohne Symptome und für Grenzgängerinnen und Grenzgänger.

Zudem will der Bund jeder Person fünf Selbsttests für zu Hause pro Monat gratis abgeben, sobald verlässliche Tests dieser Art zur Verfügung stehen. Die Landesregierung gibt die Pläne in die Konsultation bei den Kantonen. Definitiv entscheiden über die Ausweitung der Teststrategie will sie am 12. März. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Hält der Bundesrat am eingeschlagenen Weg fest?

Die Kritik an der Politik des Bundesrats wurde in letzter Zeit immer lauter – etwa von Seiten der Gastronomie. Um 14:30 Uhr tritt der Bundesrat vor die Medien. Welche neuen Entscheide hat die Regierung gefällt? Verfolgen Sie die Medienkonferenz aus Bern hier im Live-Stream und Ticker.

BAG registriert 133'896 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen

Bis und mit Mittwoch sind in der Schweiz innert Wochenfrist 133’896 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 19’128 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 3 Prozent.

Insgesamt wurden bis Mittwoch 884’905 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 300’568 Personen vollständig geimpft, das heisst 3,5 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 283’769 Personen wurden bislang nur die Erstimpfung durchgeführt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

(Grafik: Keystone-SDA, Quelle: BAG)
BAG meldet 1222 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 1222 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 12 neue Todesfälle und 61 Spitaleinweisungen.

Am Freitag in der Vorwoche waren dem BAG 1065 neue Coronavirus-Ansteckungen, acht neue Todesfälle und 45 Spitaleinweisungen gemeldet worden.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 4,8 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner 163,88 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,04.

Mehr dazu hier.

Vier Corona-Fälle bei Reihentests an Zuger Schulen entdeckt

Bei den Reihentests an Zuger Schulen sind in der ersten Woche vier Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie wurden isoliert, ganze Klassen mussten deswegen aber nicht in Quarantäne.

Zug hatte als erster Kanton am 25. Februar mit den Speicheltests ab der Sekundarstufe begonnen. An den zweimal wöchentlich stattfindenden Tests nehmen 7500 Zuger Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen teil, wie die Zuger Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte.

(Bild: Keystone)

1 Prozent verzichtet auf die Teilnahme. Die Kantonsregierung wertet diese hohe Quote als Bedürfnis nach Reihentests. Von den bislang positiv Getesteten wurde bei zwei Personen die britische Virusvariante nachgewiesen. Cluster oder besonders betroffene Schulen gebe es nicht.

Die vier Fälle seien in verschiedenen Schulen aufgetreten, hiess es bei der Zuger Gesundheitsdirektion auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das zeige einerseits, dass die Schutzkonzepte in den Klassenzimmern funktionierten. Anderseits werte man dies als Zeichen dafür, dass sich die Jugendlichen auch im privaten Bereich gut an die Massnahmen hielten.

Bis Ende Februar 21 Prozent weniger Gäste auf Schweizer Seilbahnen

Über ein Fünftel weniger Gäste seit Saisonbeginn und rund ein Viertel weniger Umsatz: Die Corona-Krise macht den Schweizer Seilbahnen weiterhin schwer zu schaffen. Auch die Sportferien haben den Rückgang nicht aufhalten können.

(Bild: Keystone)

Die Anzahl Gäste bei den Seilbahnen sank gegenüber dem Vorjahr bis Ende Februar schweizweit um 20,7 Prozent, wie Seilbahnen Schweiz am Freitag in ihrem Saison-Monitoring mitteilte. Am stärksten betroffen war das Wallis mit einem Rückgang von 27,2 Prozent, gefolgt von der Ostschweiz mit einem Minus von 26,90 Prozent und der Zentralschweiz mit 23 Prozent weniger Gästen.

Entsprechend liegen auch die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr bisher gesamtschweizerisch 24,3 Prozent tiefer. Auch in diesem Punkt lag das Wallis mit einem Minus von 30,8 Prozent an der Spitze. Dahinter folgen die beiden von temporären Schliessungen betroffenen Gebiete Zentralschweiz (-29,7 Prozent) und Ostschweiz (-27,7 Prozent).

Behörde sieht Trendumkehr bei Corona in Deutschland kommen

Das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) sieht in Deutschland «Signale einer Trendumkehr» bei der Corona-Pandemie. Es erwartet, dass die ansteckendere britische Mutante demnächst die Oberhand gewinnt.

«Es ist absehbar, dass B.1.1.7 bald die vorherrschende Variante in Deutschland sein wird», sagte der Präsident der Bundesbehörde, Lothar Wieler, am Freitag in Berlin. «Dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten.» Die in Grossbritannien entdeckte Variante sei «noch ansteckender und noch gefährlicher».

Lothar Wieler. (Bild: Keystone)

Zuletzt seien die Fallzahlen pro 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) tendenziell wieder gestiegen, auch würden nach wie vor zu viele Todesfälle verzeichnet, sagte Wieler.

Gemeinsames Ziel sei ein Frühling mit möglichst wenig Neuerkrankungen, schweren Verläufen und Todesfällen. «Das können wir erreichen.» Er rief dazu auf, die Massnahmen zum Schutz vor Ansteckungen weiter konsequent einzuhalten und Impfangebote wahrzunehmen. «Die Impfstoffe und alle, die sich impfen lassen, weisen uns den Weg aus dieser Pandemie.»

Weiterer Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland setzt sich der langsame Anstieg der Corona-Neuinfektionen fort. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10’580 neue Fälle. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 264 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9997 Neuinfektionen und 394 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

(Bild: Keystone)

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen deutschlandweit bei 65,4 – und damit etwas höher als am Vortag (64,7). Vor vier Wochen, am 5. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 79,9 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Japans Regierung verlängert Corona-Ausnahmezustand

Die japanische Regierung will den derzeitigen Ausnahmezustand wegen der Corona-Pandemie in Tokio und drei Nachbarbezirken bis zum 21. März 2020 verlängern.

Laut Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura seien das zwei Wochen länger als ursprünglich geplant. Die Bezirke Tokio, Chiba, Kanagawa und Saitama hätten die Verlängerung über das geplante Enddatum am 7. März hinaus beantragt, da die Zahlen noch nicht ausreichend gesunken seien, so der Minister weiter. Tokio meldete am Donnerstag 279 Fälle, verglichen mit einem Rekordhoch von 2520 am 7. Januar.

Entwicklerin von Uni Oxford für Astrazeneca-Impfstoff ausgezeichnet

Die federführende Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffs, Sarah Gilbert, erhält für ihren Beitrag zum Allgemeinwohl eine wichtige Auszeichnung. Die Royal Society of Arts verleiht der Immunologin die Albert-Medaille, die vor Gilbert bereits historische Grössen wie Stephen Hawking, Marie Curie oder Winston Churchill erhalten haben. «Die Albert-Medaille zelebriert die Innovativsten, und der Oxford-Impfstoff ist ein grosser Triumph für britische Kreativität, Forschung und Entwicklung», sagte der Chef der Royal Society of Arts, Matthew Taylor, laut einer Mitteilung von Freitag. Die Uni Oxford und das Unternehmen Astrazeneca hatten den Impfstoff gemeinsam entwickelt.

(Bild: Keystone)

Gilbert, die seit 1994 an der Universität Oxford forscht und das Entwicklungsteam hinter dem Oxford/Astrazeneca-Vakzin leitete, bezeichnete die Medaille als «grosse Ehre». Von Anfang an sei es ihr Ziel gewesen, einen «Impfstoff für die Welt» zu entwickeln – also einen, der kostengünstig und robust auch in ärmeren Ländern eingesetzt werden kann. Anders als der Impfstoff etwa von Biontech und Pfizer muss das Mittel von Astrazeneca nur bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden.

WHO Europa lehnt geplante Impfpässe ab – Pandemie Anfang 2022 vorbei

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Zwar sei die für den Sommer angekündigte Einführung «wohl unvermeidlich», sagte der Regionaldirektor der WHO/Europe, Hans Kluge, der «Welt» (Freitag). «Aber es ist keine Empfehlung der WHO.» Es gebe ernste Bedenken: So sei unsicher, wie lang eine Immunität anhalte. Auch könne ein Impfstoff «nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern». Lesen Sie hier mehr.

Australien über Impfstoff-Lieferstopp aus EU enttäuscht

Australien hat den Lieferstopp von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union scharf kritisiert. «Wir sind natürlich enttäuscht und frustriert über diese Entscheidung, aber das ist auch der Grund, warum wir uns doppelt abgesichert haben», sagte Finanzminister Simon Birmingham dem Sender Sky News am Freitag. «Wir haben bis zu 150 Millionen Dosen Impfstoff in Auftrag gegeben, davon 50 Millionen Dosen, die hier in Australien produziert werden sollen», sagte er. Die Welt befinde sich derzeit in einem ziemlich unerforschtem Gebiet, da sei es wenig überraschend, «dass einige Länder das Regelbuch zerreissen werden».

(Bild: Keystone)

Italien hatte EU-Kreisen zufolge die Lieferung von 250’000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca an Australien verhindert – und damit erstmals die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union in einen Drittstaat gestoppt. Ende Januar hatte die Europäische Union Exportkontrollen für Corona-Impfstoff gestartet. Im Visier sind Hersteller, die ihre EU-Lieferpflichten nicht erfüllen. Nun trifft es Astrazeneca.

Schweiz gedenkt der über 9000 Corona-Todesopfern

Mit einer Gedenkminute und Glockengeläute gedenkt die Schweiz am Freitagmittag der über 9300 Menschen, die in der Corona-Pandemie gestorben sind. Vor genau einem Jahr ist in der Schweiz der erste Todesfall wegen des Coronavirus bekannt geworden.

Bundespräsident Guy Parmelin hatte zum Wochenbeginn die Kirchen in der Schweiz aufgerufen, am Freitagmittag die Glocken läuten zu lassen. Die Schweizerinnen und Schweizer rief er gleichzeitig zu einer Schweigeminute auf.

«Gemeinsam im Gedenken: Ich lade alle Menschen in der Schweiz ein, am Freitag um 11.59 Uhr eine Schweigeminute für die Opfer des Coronavirus zu begehen. Danach werden die Kirchenglocken läuten», schreib Parmelin in einem weiteren Aufruf vom Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter. Lesen Sie hier mehr dazu.

Papst besucht trotz Corona-Pandemie erstmals Irak

Papst Franziskus beginnt an diesem Freitag einen viertägigen Besuch im Irak. Der 84-Jährige ist das erste Oberhaupt der katholischen Kirche, das in das Krisenland reist. Für viele Mitglieder der leidgeplagten christlichen Gemeinde in dem überwiegend muslimischen Land erfüllt sich damit ein langgehegter Wunsch. Wegen der Corona-Pandemie wirft die Reise aber auch Fragen auch. So will Franziskus in der nordirakischen Stadt Erbil in einem Stadion eine Messe mit Tausenden Gläubigen feiern. Die Zahl der Neuinfektionen steigt im Irak gerade wieder stark an.

(Bild: Keystone)

Für Franziskus ist es die erste Auslandsreise seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr. Nach seiner Ankunft in der Hauptstadt Bagdad sind am Nachmittag Treffen mit Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi und Staatschef Barham Salih geplant. Ausserdem stehen für den 84-Jährigen Zusammenkünfte mit Vertretern der Zivilgesellschaft und der Ortskirche an.

«Schluss mit dem Gejammere»: Bolsonaro kritisiert Corona-Massnahmen

Trotz der rasanten Ausbreitung des Coronavirus hält der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro nichts von Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie – ganz im Gegenteil: «Ihr seid nicht zu Hause geblieben. Ihr seid nicht feige gewesen», sagte Bolsonaro Medienberichten zufolge bei der Einweihung eines Teilstücks einer Eisenbahnlinie in São Simão im Bundesstaat Goiás am Donnerstag (Ortszeit) zu den Arbeitern.

Jair Bolsonaro. (Bild: Keystone)

«Schluss mit dem Gejammere.» Diejenigen, die die Regierung zum Kauf von Impfstoffen auffordern, hatte er bei einer anderen Veranstaltung zuvor als «Idioten» bezeichnet.

Brasilien, das im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. 10’793’732 Menschen haben sich im grössten Land in Lateinamerika mit dem Coronavirus infiziert – nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

USA erstmals seit Oktober mit weniger als 40'000 neuen Coronafällen

Erstmals seit vergangenem Oktober haben die USA weniger als 40’000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

Die Johns-Hopkins-Universität registrierte am Freitag den tiefsten Stand seit fünf Monaten und einen starken Rückgang seit dem bisherigen Höchstwert von fast 300’000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden am 8. Januar. Auch die Todesfälle und Spitaleinweisungen sind weiter rückläufig.

(Bild: Keystone)

Bei der Impfkampagne der USA, dem weltweit am stärksten von der Pandemie betroffenen Land, gab es ebenfalls gute Nachrichten. Bei dem Vorhaben, in den ersten einhundert Tagen der Amtszeit Bidens einhundert Millionen Menschen impfen zu lassen, liegen die Behörden derzeit vor ihrem Zeitplan.

Neuseeland kündigt Lockerung der Corona-Massnahmen in Auckland an

Neuseeland will nach einem rund einwöchigen Lockdown die Corona-Beschränkungen in der grössten Stadt Auckland von Sonntag an wieder lockern. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern am Freitag an. Dann dürften unter anderem Schulen und Geschäfte regulär öffnen. Zudem seinen Versammlungen von bis zu 100 Menschen unter Einhaltung von Abstandsregeln erlaubt.

(Bild: Keystone)

Nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion wurde in Auckland am vergangenen Sonntag ein Lockdown verhängt. Die neuen Regelungen in der rund 1,6 Millionen-Einwohner-Stadt sollten zunächst mindestens fünf Tage lang gelten. Im Rest des Landes wurden die Corona-Massnahmen bis auf eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr aufgehoben.

Fed-Chef bringt US-Börsen und -Anleihen unter Druck

Nach einem anfangs nervösen Auf und Ab haben Äusserungen des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell die US-Börsen am Donnerstag schliesslich auf Talfahrt geschickt. Der bekannteste US-Index, der Dow Jones Industrial, büsste 1,11 Prozent auf 30 924,14 Punkte ein. Der marktbreite S&P 500 sackte um 1,34 Prozent auf 3768,47 Punkte ab. Zeitweise hatte er noch etwas tiefer notiert und sämtliche Gewinne im bisherigen Jahresverlauf eingebüsst. Der Nasdaq 100, dem das bereits am Vortag widerfahren war, verlor weitere 1,73 Prozent auf 12 464 Punkte. Er beendete den Tag auf dem tiefsten Stand seit Mitte Dezember.

Powell habe die Anleger nicht wie erhofft mit seinen Kommentaren beruhigt, sagte ein Marktbeobachter zur Begründund der fallenden Kurse. Der Fed-Chef hatte sich zurückhaltend über den Anstieg der Kapitalmarktzinsen geäussert. Er sagte lediglich: «Ich wäre besorgt über ungeordnete Bedingungen an den Märkten oder eine anhaltende Verschärfung der finanziellen Bedingungen, wenn dies das Erreichen unserer Ziele gefährdet.» Inflationsgefahren sieht Powell zudem keine. Falls es zu einem vorübergehenden Anstieg der Verbraucherpreise komme, werde dieser «geduldig beobachtet».

Corona-Streit stürzt slowakische Regierung in Krise

Knapp ein Jahr nach ihrem Amtsantritt ist die Regierung in der Slowakei durch Streit über die Bekämpfung der Corona-Pandemie in ihre bisher grösste Krise geraten. Während die Zahl der Neuinfektionen steigt und das EU-Land gemessen an der Bevölkerungszahl mittlerweile die höchste Zahl an Corona-Toten weltweit verzeichnet, tragen die vier Regierungsparteien einen heftigen Koalitionsstreit aus.

Die slowakische Regierung befindet sich wegen der Corona-Krise in einer tiefen Krise. (Bild: Keystone)

Am Donnerstag forderte der liberale Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Richard Sulik den Rücktritt des populistisch-konservativen Regierungschefs Igor Matovic. Auch die zweite Vize-Regierungschefin Veronika Remisova von der konservativen Partei Für die Menschen drohte mit dem Bruch der Koalition.

Matovic hatte entgegen einem offiziellen Regierungsbeschluss den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V bestellt und persönlich in Empfang genommen. Am Donnerstag betonten sowohl Sulik als auch Remisova, Sputnik V sei nicht das Hauptproblem. Es gehe vielmehr um den «unerträglichen Regierungsstil» Matovics. Er beschimpfe seine Koalitionspartner regelmässig über soziale Medien anstatt mit ihnen über gemeinsame Strategien zu beraten.

Opec+ drosselt Ölförderung für weiteren Monat

Die Ölexport-Länder der Allianz Opec+verlängern ihre restriktive Förderpolitik weitgehend für einen weiteren Monat bis Ende April. Nur Russland und Kasachstan werde eine Ausweitung der Produktion um 130’000 Barrel sowie um 20’000 Barrel (je 159 Liter) am Tag zugestanden, teilte die Opec am Donnerstagabend nach mehrstündigen Online-Verhandlungen der Gruppe mit.

Erst im Januar hatten die 23 Staaten unter der Führung von Saudi-Arabien und Russland die Produktion von Erdöl deutlich heruntergefahren, um den Markt zu stabilisieren. Die Allianz hat bei der weltweiten Ölversorgung einen Anteil von rund 45 Prozent.

Italien verschiebt zahlreiche Wahlen in den Herbst

Wegen der angespannten Corona-Lage verschiebt Italien eine Reihe von Wahlen in den Herbst. Das teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi am Donnerstagabend in Rom mit. Die neuen Termine für die zumeist regionalen oder kommunalen Abstimmungen sollen zwischen dem 15. September und dem 15. Oktober liegen.

Betroffen ist auch die für 11. April angesetzte Kommunalwahl in Kalabrien, wie ein Regierungssprecher bestätigte. Sie ist nötig, weil Regionalpräsidentin Jole Santelli im Oktober gestorben war. Diese Wahl war wegen Corona bereits einmal verschoben worden. Ansonsten geht es etwa um kommunale Vertretungen und die Nachbesetzung von Parlamentssitzen in Rom.

Viele Corona-Fälle im Ballett der Mailänder Scala
Im Ballett der Mailänder Scala sind vier Personen am Coronavirus erkrankt. (Bild: Keystone)

An der Mailänder Scala, einem der berühmtesten Opernhäuser der Welt, ist es zu einem grösseren Corona-Ausbruch gekommen. Im Ballett der Scala seien 35 Mitglieder der Tanztruppe positiv getestet worden. Hinzu kamen drei Mitglieder des Leitungsteams, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag schrieb. Da es auch positive Corona-Tests bei Sängern gegeben habe, seien Proben ausgesetzt worden, hiess es.

Für das Publikum sind die Theater in Italien zum Corona-Schutz geschlossen. Doch die Häuser arbeiten mit ihren Künstlern und Künstlerinnen oft weiter, um Aufführungen zu streamen und ins Netz zu stellen. Die Regierung in Rom hatte diese Woche angekündigt, dass die Häuser in Regionen mit moderatem Virus-Ansteckungsrisiko (Gelbe Zonen) Ende März wieder für das Publikum öffnen dürfen.

Fed-Chef rechnet nicht mit Rückkehr zur Vollbeschäftigung 2021

US-Notenbankchef Jerome Powell hat Inflationssorgen gedämpft und eine Zinserhöhung für die nähere Zukunft praktisch ausgeschlossen. Mit dem Aufschwung sei zwar mit einem Anziehen der Preise zu rechnen, sagte er am Donnerstag in einer Online-Veranstaltung des «Wall Street Journal» zum Arbeitsmarkt.

Aber es werde sehr wahrscheinlich im Zuge einer einsetzenden Konsumwelle nach Abebben der Pandemie bei einem Einmal-Effekt bleiben. Er rechne nicht damit, dass ein Preisauftrieb sich verfestige.

Doch werde die Fed nicht denselben Fehler begehen wie in den 1960er und 1970er Jahren, als sie zu spät auf den sich aufbauenden Inflationsdruck reagiert habe. Hohe Inflation sei ein sehr schlechter Zustand. «Die Fed wird das nicht wieder zulassen», betonte Powell. Auch wenn derzeit die Inflation unter dem Ziel der Fed liege, sei die Notenbank sich der Geschichte bewusst.

Swiss-Finanzchef: Kredit reicht bis weit ins Jahr 2022

Die Fluggesellschaft Swiss hat 2020 einen Rekordverlust eingefahren, weil die Reisetätigkeit während dem Coronajahr massiv zurückging. Ohne den Hilfskredit über 1,5 Milliarden Franken, für den der Bund garantiert, hätte sie es nicht über das letzte Jahr geschafft.

Die Swiss kann sich bis ins Jahr 2022 vom Kredit des Bundes finanzieren, so der Finanzchef der Fluggesellschaft. (Bild: Keystone)

Bisher hat die Swiss von diesen Geldern etwa ein Drittel aufgebraucht, wie Finanzchef Markus Binkert am Donnerstag im Interview mit Nachrichtenagentur AWP sagte. «Im vierten Quartal haben wir etwa 500 Millionen davon gebraucht, um zurückgestellte Zahlungen zu leisten und Refunds zu machen.» Insgesamt hat die Fluggesellschaft bereits solche Rückerstattungen im Wert von über 800 Millionen Franken getätigt.

Porsche verzeichnet deutlich angezogene Nachfrage

Der Sportwagenbauer Porsche hat zum Start ins Jahr 2021 einen deutlichen Schub beim Absatz verzeichnet. «Wir sind per Ende Februar prozentual zweistellig unterwegs gegenüber Vorjahr», sagte Vertriebsvorstand Detlev von Platen am Donnerstag. Das gelte über alle Modellreihen und alle Märkte hinweg. Zahlen nannte er nicht. Porsche veröffentlicht den Absatz nur quartalsweise.

Porsche notiert eine deutlich erhöhte Nachfrage nach dem Corona-Einbruch. (Bild: Keystone)

Zwar gebe es weiterhin Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie. Trotzdem sei man sehr zufrieden mit der Dynamik der Nachfrage, sagte von Platen anlässlich der Premiere des neuen Elektro-Modells Taycan Cross Turismo.

Porsche hatte 2020 weltweit gut 272’000 Autos und damit drei Prozent weniger verkauft als im Jahr zuvor. Bleibe die Nachfrage auf einem so hohen Niveau wie jetzt, seien 300’000 Autos für dieses Jahr vorstellbar, sagte von Platen. Man definiere sich aber nicht über ein bestimmtes Volumen und setze auch keine Zielgrösse. «Das ist für uns irrelevant», sagte der Vertriebsvorstand.

Frankreich weitet Wochenend-Lockdown aus

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie weitet Frankreich seine regionalen Beschränkungen aus. Premierminister Jean Castex kündigte am Donnerstag in Paris an, dass es nun auch im Département Pas-de-Calais am Ärmelkanal einen Wochenend-Lockdown geben wird. In Nizza am Mittelmeer und der nordfranzösischen Hafenstadt Dunkerque (Dünkirchen) gilt bereits ein derartiger Lockdown. Die dicht besiedelte Hauptstadtregion Paris und die Hafenstadt Marseille bleiben von solchen Einschränkungen bisher verschont.

Castex hatte vergangene Woche eine erhöhte Corona-Warnstufe für 20 Départements ausgerufen. In Frankreich gilt aktuell eine abendliche Ausgangssperre nach 18 Uhr. Ausnahmen gelten beispielsweise für den Arbeitsweg. In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern starben schon mehr als 87 500 Menschen nach einer Infektion.

Erstmals Export von Astrazeneca-Impfstoff aus der EU gestoppt
 

Der Streit zwischen der EU und Astrazeneca eskaliert weiter: Italien hat die Lieferung von 250’000 Impfdosen nach Australien gestoppt. (Bild: Keystone)

Erstmals ist die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union in einen Drittstaat über die neue Exportkontrolle gestoppt worden.

Italien verhinderte den Export von 250’000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca an Australien, wie EU-Kreise am Donnerstag bestätigten. Zuerst hatte die «Financial Times» darüber berichtet.

Der Streit zwischen der EU und dem Impfstoffhersteller ist damit weiter eskaliert: Seit Wochen gibt es Streit, weil Astrazeneca die versprochenen Impfstoffe nicht rechtzeitig an die EU-Staaten liefern konnte.

Brasilien meldet erneut Tagesrekord an Corona-Toten

Brasilien hat erneut einen Höchstwert bei den an einem Tag erfassten Corona-Toten registriert. 1910 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Mittwochabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben. Der bisherige Höchstwert lag am Dienstag bei 1641 Toten. Insgesamt sind damit in Brasilien 259 271 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 71 704 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem grössten Land Lateinamerikas auf mehr als 10,7 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

Brasilien hat einen neuen Tagesrekord an Corona-Toten verzeichnet. (Bild: Keystone)

Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Nach dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems in der Amazonas-Metropole Manaus steht dieses nun auch in Städten wie São Paulo, die im Nord-Süd-Gefälle über eine stärkere Infrastruktur verfügen, vor dem Kollaps. In den von deutschen Einwanderern geprägten südlichen Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul verlegen Krankenhäuser Patienten und stellen Kühlcontainer für die Leichen auf. Der Gesundheitsrat hatte zuletzt eine landesweite Ausgangssperre gefordert.

US-Industrie sammelt mehr Aufträge ein

Die US-Industrie hat zu Jahresbeginn mehr Aufträge eingesammelt als erwartet. Die Bestellungen legten im Januar um 2,6 Prozent zum Vormonat zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte.

Ökonomen hatten lediglich mit plus 2,1 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs von revidiert 1,6 Prozent im Dezember. Die Industrie hat im Februar ihr hohes Wachstumstempo noch gesteigert, wie aus der jüngst veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht.

Jedes fünfte Restaurant musste bereits schliessen

Der Branchenverband Gastrosuisse schlägt Alarm: Die Ergebnisse einer aktuellen Mitgliederbefragung sind dramatisch: Im Gastgewerbe mussten bereits fast 20 Prozent ihren Betrieb aufgeben. Weitere 20 Prozent stehen kurz davor, so die Mitteilung weiter.

Gastrosuisse schlägt Alarm: 20 Prozent der Schweizer Restaurants mussten schliessen – nochmal so viele stehen kurz davor

Und fast die Hälfte all jener, die ein Härtefall-Gesuch eingereicht haben, würden seit mehreren Wochen auf eine Antwort warten. «GastroSuisse fordert nun erst recht, dass die Restaurants wieder öffnen dürfen und dass Gesuche rasch bearbeitet werden. Zwingend notwendig ist auch, dass die Kantone die Betriebe möglichst umfangreich entschädigen», wie der Verband schreibt. Aktuell würden die A-fonds-perdu-Beiträge deutlich weniger als 10 Prozent des Umsatzes decken. Alles zum Thema lesen Sie hier.

24 Stunden von Le Mans erneut in den Spätsommer verlegt

Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie vom Wochenende des 12./13. Juni auf den 21./22. August verschoben worden. Durch den späteren Termin hoffen die Verantwortlichen, dass die 89. Auflage des Klassikers vor Zuschauern ausgetragen werden kann.

Der Anlass war bereits im letzten Jahr in den Spätsommer verlegt worden, fand dann aber vor leeren Rängen statt.

Härtefall-Hilfe: Kanton Aargau geht über Bundesvorgaben hinaus

Im Kanton Aargau haben Firmen ab einem Umsatzausfall von 25 Prozent wegen der Corona-Pandemie einen Zugang zu Unterstützungsmassnahmen. Damit ist der Aargau grosszügiger als der Bund, der einen Umsatzausfall von 40 Prozent als Grenze festlegte.

Zudem erhalten behördlich geschlossene Betriebe im Aargau nicht rückzahlbare Beiträge an ihre nicht abgedeckten Fixkosten. Diese Massnahme hilft auch den besonders stark betroffenen Gastronomiebetrieben, wie der Regierungsrat in seiner Botschaft an den Grossen Rat ausführt.

Etwas mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in USA
Die Zahl der Arbeitslosen in den USA steigt wegen der Corona-Pandemie weiter an. (Bild: Keystone)

In den USA haben in der vergangenen Woche etwas mehr Menschen einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 27. Februar wurden 745’000 Erstanträge gestellt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das sind 9000 Anträge mehr als in der Woche zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit 750’000 Anträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde leicht nach oben korrigiert.

Laut Ministerium nehmen derzeit knapp 4,3 Millionen Personen Arbeitslosenhilfe in Anspruch. Die Zahl liegt wesentlich höher als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Vor einem Jahr betrug die Zahl 1,7 Millionen.

Ständerat will Bundesrat bei Corona-Politik nicht übersteuern

Trotz einiger Kritik will der Ständerat dem Bundesrat bei der Corona-Politik nicht übermässig dreinreden. Zur Bewältigung der Corona-Pandemie will die kleine Kammer weitere knapp 15 Milliarden Franken an Bundesgeldern zur Verfügung stellen. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Vier Innerschweizer Feste erneut verschoben

Absagen und Verschiebungen von Kranzfesten infolge der Coronavirus-Pandemie gehen 2021 weiter. Vier der fünf Kantonalfeste der Innerschweiz wurden um ein weiteres Jahr auf 2022 verschoben.

 

Vier von fünf Kranfesten in der Innerschweiz werden wegen der Corona-Pandemie auf das Jahr 2022 verschoben. (Bild: Keystone)

Betroffen sind demnach das Luzerner, das Schwyzer, das Zuger und das Urner Kantonalfest. Im Kalender bleibt für heuer einzig das Ob- und Nidwaldner Kantonalfest in Giswil. Dieses soll jedoch erst im Spätsommer ausgetragen werden

Lufthansa Chancen des Corona-Horrorjahrs nutzen
 

Die Lufthansa verzeichnete 2020 einen Riesenverlust. (Bild: Keytone)

Die Corona-Krise hat die Swiss-Mutter Lufthansa an den Rand der Pleite gebracht. Trotz eines Rekordverlustes will Konzernchef Spohr durchstarten. Dazu verzichtet das Unternehmen sogar auf sein Flaggschiff.

«Wir sind fest entschlossen, diese einzigartige Krise als Chance für unser Unternehmen zu nutzen», sagte Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt. Das Unternehmen werde nach der Krise beweglicher, digitaler und nachhaltiger sein. Notwendig seien Einsparungen beim Personal und in der Flotte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Malta verschärft Corona-Restriktionen wegen steigender Zahlen

Wegen stark steigender Corona-Zahlen verschärft Malta seine Beschränkungen zum Gesundheitsschutz. Restaurants und Cafés im kleinsten EU-Land dürfen keine Gäste mehr bewirten, sondern nur noch Gerichte zum Mitnehmen verkaufen, teilte Premierminister Robert Abela in einer Ansprache am Donnerstag mit.

Die Geldstrafen für Betriebe, die gegen die Pandemie-Regeln verstossen, würden auf 6000 Euro verdoppelt, sagte er. Für private Treffen zu Hause mit Menschen aus anderen Haushalten gelten ebenfalls Beschränkungen. Ausserdem dürfen Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre keine Kontaktsportarten mehr treiben.

Berlins Staatliche Museen wollen ab Mitte März öffnen

Nofretete kehrt zurück. Nach Monaten im kulturellen Lockdown wollen die Staatlichen Museen ihre Pforten wieder öffnen. Auf einen Besuch etwa bei der berühmten Büste der altägyptischen Herrscherin können Interessierte vom 16. März an hoffen.

Dann sollen nach dpa-Informationen die ersten Häuser auf der Museumsinsel wieder öffnen. Nach den aktuellen Planungen ist vom 1. April an die Öffnung aller Häuser vorgesehen.

Zu den Staatlichen Museen Berlin gehören 15 Sammlungen mit 4,7 Millionen Objekten an 19 Standorten. Die Museen besuchten 2019, dem letzten Jahr vor Corona, fast 4,2 Millionen Menschen, davon allein knapp 3,1 Millionen die Häuser der Museumsinsel.

BAG meldet 1'223 Neuansteckungen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 1’223 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG neun neue Todesfälle und 48 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

Sportklubs sollen einfacher an À-fonds-perdu-Beiträge kommen
Der Ständerat will es professionellen oder halbprofessionellen Sportklubs erleichtern, an À-fonds-perdu-Beiträge zu kommen. Er hat am Donnerstag einen entsprechenden Antrag einer Kommissionsminderheit zugestimmt. Das Covid-Gesetz soll entsprechend angepasst werden.
Der Entscheid fiel mit 20 zu 20 Stimmen und dem Stichentscheid von Ständeratspräsident Alex Kuprecht (SVP/SZ). Stimmt auch der Nationalrat dem neuen Passus zu, sollen die Sportklubs mit den Unternehmen gleichgestellt werden, die unter die Härtefallregel fallen.
Kulturschaffende erhalten 9'000 Franken für drei Monate

Zürcher Kulturschaffende sollen für die Monate November 2020 bis Januar 2021 eine pauschale Corona-Ausfallentschädigung erhalten: Maximal 3840 Franken pro Monat können sie beim Kanton beantragen. Davon werden allerdings andere Einkünfte abgezogen.

Astrazeneca auch für Ältere in Deutschland empfohlen

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca könnte in Deutschland in Kürze auch an Persoen ab 65 Jahren verimpft werden. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) das Vakzin für diese Altersgruppe.

Kehrtwende: Das Gremium empfiehlt das Mittel in Deutschland bisher nur für 18- bis 64-Jährige, da für Ältere zunächst nicht genügend Studiendaten vorgelegen hätten. (Keystone)

«Das ist eine gute Nachricht für alle Älteren, die auf eine Impfung warten. Sie können schneller geimpft werden», sagte Minister Jens Spahn am Donnerstag. Die «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» berichtete, eine entsprechende Stellungnahme sei seit Mittwoch fertig, es liefen noch Abstimmungen. Eine Veröffentlichung der Kommission dazu gab es am Donnerstag zunächst nicht.

SVV plädiert für Obligatorium bei Pandemie-Versicherung

Die Coronakrise hat die Frage aufgeworfen, wie sich die von Pandemie-Massnahmen stark betroffenen Firmen am besten schützen können. Die Privatversicherer stehen für den Aufbau einer Versicherungslösung mit staatlicher Rückendeckung bereit. Nur gibt es dazu noch viele ungeklärte Fragen.

Die Gastronomie, der Detailhandel oder die Event-Branche leiden schwer unter den vom Bund verordneten Betriebsschliessungen und Versammlungsverboten – das hat das Coronavirus aufgezeigt. Im Grundsatz sei eine Pandemie nicht versicherbar, machte Vorstandsmitglied und Zurich-Schweiz-Chef Juan Beer am Donnerstag an der virtuellen Jahresmedienkonferenz des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) klar.

Innert einer Woche 3,6 Prozent mehr Ansteckungen mit Coronavirus

Die Ansteckungen mit dem Coronavirus haben in der Woche vom 22. bis 28. Februar leicht um 3,6 Prozent zugenommen. In der 8. Kalenderwoche 2021 registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 7235 Fälle nach 6984 in der Vorwoche.

(Bild: Keystone)
Nachfrage nach psychologischer Unterstützung steigt weiter an

Die Nachfrage nach psychologischer Unterstützung ist in der zweiten Covid-19-Welle gestiegen. Das zeigt eine Umfrage der psychologischen Berufsverbände. Die psychische Belastung hat in der zweiten Covid-19-Welle deutlich zugenommen, wie die drei Berufsverbände Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP), Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) und Schweizerischer Berufsverband für Angewandte Psychologie (SBAP) am Donnerstag gemeinsam mitteilten.

Parlament will Versorgung in Krisenzeiten verbessern

Das Parlament will die Versorgung der Schweiz in künftigen Krisen verbessern. Nach dem Ständerat hat am Donnerstag auch der Nationalrat eine Motion mit diesem Ziel angenommen.

Die Motion verlangt vom Bundesrat, die Schweiz unabhängiger vom Import essenzieller Güter zu machen. Die Corona-Krise habe gezeigt, dass in gewissen Bereichen Handlungsbedarf bestehe, sagte dazu Kommissionssprecher Martin Candinas (CVP/GR). Es gehe nicht um eine Re-Nationalisierung der Produktion, sondern darum, die Abhängigkeit vom Ausland zu minimieren und eine nachhaltige Produktion zu fördern.

Zahl der neuen Corona-Infektionen in Europa steigt wieder

Mehr als die Hälfte der Länder in Europa haben in der vergangenen Woche einen Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Wie das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Donnerstag mitteilte, ist die Anzahl der Neuinfektionen um neun Prozent gestiegen. Damit habe der vielversprechende Rückgang der letzten sechs Wochen gestoppt.

Die Virusvariante B.1.1.7, die zuerst in Grossbritannien auftrat, sei inzwischen in 43 der 53 europäischen Länder aufgetreten. Die südafrikanische Mutation B.1.351 sei in 26 Ländern, die brasilianische Variante in 15 Ländern gemeldet worden.

Coronatest-Resultate der ersten Woche Frühjahrssession
Nationalrat führt dringliche Debatte zu Coronavirus

Der Nationalrat stellt in der dritten Woche der Frühlingssession das Coronavirus in den Fokus. Das Büro des Nationalrats hat am Donnerstag entschieden, dass fünf eingereichte Vorstösse zum Virus als dringlich zu behandeln sind.

Die Interpellationen werden am Mittwoch, 17. März behandelt, wie die Parlamentsdienste am Donnerstag mitteilten. Es handelt sich dabei um vier Interpellationen von Fraktionen und eine des St. Galler SVP-Nationalrats Roland Rino Büchel. Der Bundesrat wird sich vielen Fragen stellen müssen.

Ständerat streicht Obergrenze für Corona-Kulturhilfen

Der Ständerat hat am Donnerstag bei den Beratungen des geänderten Covid-19-Gesetzes beschlossen, die Obergrenze für Beiträge an Kultur und Kulturschaffende zu streichen. So vergrössert sich der Spielraum, sollten Nachtragskredite nötig werden.

Die kleine Kammer folgte oppositionslos den Vorschlägen ihrer vorberatenden Kommissionen.

Ständerat will kantonale Lockerungen der Massnahmen ermöglichen

Der Ständerat will regionalen Entwicklungen der epidemiologischen Lage vermehrt Rechnung tragen. Der Bundesrat soll «vorbildlichen» Kantonen Erleichterungen der Corona-Massnahmen gewähren.

Die kleine Kammer nahm einen entsprechenden Einzelantrag von Martin Schmid (FDP/GR) an, mit 30 zu 13 Stimmen. Die bürgerliche Mehrheit sieht in der kantonalen Steuerung von Massnahmen die Chance, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Viele sähen den Sinn von drastischen Massnahmen nicht, wenn in ihrer Region das Virus unter Kontrolle sei.

Finanzminister Ueli Maurer warnte dagegen vor dem Schritt: «Wir wecken damit sofort wieder Erwartungen, dass die Kantone wieder sehr viele Freiheiten haben.» Im vergangenen Herbst sei diese Lösung gescheitert. «Die Kantone forderten eine nationale Steuerung, wir sollten dabei bleiben.»

Erwerbslosigkeit traf junge Frauen im Corona-Jahr am heftigsten

Frauen unter 40 sind im ersten Covid-19-Jahr am stärksten von Erwerbslosigkeit betroffen gewesen. Während Männer in allen Altersgruppen gleich häufig ihre Arbeit verloren, war das bei Frauen zwischen 40 und 54 Jahren nur selten der Fall, bei den noch älteren gar nie.

Die jungen Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren hatten den höchsten Zuwachs zwischen 2019 und 2020; ihre Erwerbslosenquote stieg von 7,2 im Jahr 2019 auf 8 Prozent im Jahr 2020, wie die aktualisierten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Donnerstag zeigen.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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