Das Kunstwerk wurde vor einigen Tagen an der Backsteinaussenmauer des früheren Gefängnisses in Reading, westlich von London, entdeckt. (Screenshot: Instagram/banksy)
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Graffito an ehemaligem Gefängnis ist tatsächlich ein Banksy

An einem ehemaligen Gefängnis in London tauchte vor kurzem ein Graffito auf. In einem Instagram-Video bekennt sich Banksy nun zu dem Straat-Art-Kunstwerk.

Der mysteriöse britische Street-Art-Künstler Banksy hat sich mit einem humorvollen Video zu einem kürzlich aufgetauchten Graffito an der Mauer eines ehemaligen Gefängnisses bekannt. Das in schwarz-weiss gehaltene Bild zeigt einen Mann in Sträflingskleidung, der sich an einem zusammengeknoteten Strick abseilt. Ganz unten ähnelt das improvisierte Seil einem langen Stück Papier, an dessen Ende eine Schreibmaschine baumelt.

In dem auf Instagram veröffentlichten Video lässt sich Banksy sogar ein bisschen bei der Arbeit über die Schulter schauen. Zu sehen sind unter anderem kleinteilig ausgeschnittene Schablonen, Sprühdosen, Filzstifte und Malerollen, mit denen der Künstler im Schein einer Stirnlampe arbeitet. Gefilmt wird Banksy dabei aber stets von hinten. Erkennen kann man das Gesicht des mysteriösen Künstlers nicht.

Die Szenen von der nächtlichen Sprühaktion an der Gefängnismauer sind eingebettet in eine Folge des Fernseh-Malkurses «The Joy of Painting» von US-Maler und Moderator Bob Ross. Die Bemerkungen des 1995 gestorbenen Ross scheinen dabei Banksys Arbeitsschritte zu kommentieren.

Das Kunstwerk wurde vor einigen Tagen an der Backsteinaussenmauer des früheren Gefängnisses in Reading, westlich von London, entdeckt. Die ehemalige Haftanstalt, die erst 2014 geschlossen wurde, stammt noch aus viktorianischer Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Einst sass dort sogar der Schriftsteller Oscar Wilde (1854-1900) hinter Gittern. Über die künftige Verwendung des Gebäudes hatte es in den vergangenen Jahren eine kontrovers geführte Debatte gegeben.

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