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Schweiz

1’130 Neuinfektionen in der Schweiz

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
90 Prozent weisen sechs Monate nach Ansteckung noch Antikörper auf

Eine Untersuchung in der Schweiz hat gezeigt, dass 90 Prozent der Covid-19-Erkrankten sechs Monate nach der Ansteckung noch Antikörper im Blut haben. Das bedeutet, dass diese Personen sechs Monate weitgehend immun gegen das Virus sind. Die Studie stellte Milo Puhan, Direktor des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich, am Dienstag vor den Bundeshausmedien vor. An dem Forschungsprogramm sind 14 Schweizer Hochschulen beteiligt. Bei 15 Prozent seien jedoch keine Antikörper mehr nachgewiesen worden.

Im vergangenen Sommer war die Studie noch davon ausgegangen, dass eine Person nach einer Infektion mit dem Coronavirus rund 3 Monate immun ist.

Gestiegen ist auch die sogenannte Seroprävalenz in der Schweiz. Dieser Wert bezeichnet die Häufigkeit von Antikörpern in Blutproben. In der Waadt hätten schon 25 Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen Covid-19, in Freiburg seien es 20 Prozent, in Bern 18 Prozent und in Basel-Stadt 13 Prozent.

Impfstoffverteilung: Vereinte Nationen feiern Meilenstein

Die internationale Covax-Initiative zur Verteilung von Corona-Impfstoff in aller Welt kommt in Fahrt. Nach den ersten Auslieferungen sind Impfprogramme in Ghana und Côte d’Ivoire gestartet, und eine erste Lieferungen ging auch nach Kolumbien. Die Vereinten Nationen feierten dies am Dienstag als Meilenstein von historischem Ausmass.

(Bild: Keystone)

Bis Ende Mai sollen 237 Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs an 142 Länder verteilt werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zudem werden bis Ende März 1,2 Millionen Dosen des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs ausgeliefert. Covax könne in diesem Jahr womöglich 500 Millionen mehr Impfdosen einkaufen und verteilen als geplant, insgesamt 1,8 Milliarden, sagte Seth Berkley, Chef der Impfallianz GAVI.

BAG-Direktorin warnt: Corona-Situation könnte sich wieder verschlechtern

Die Corona-Pandemie sei nicht vorbei, die Situation «äusserst fragil», sagte Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), am Dienstag in Bern.

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Neue Impfzahlen

Bis und mit Sonntag sind in der Schweiz innert Wochenfrist 132’243 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte. Pro Tag wurden damit durchschnittlich 18’892 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 2 Prozent.

Insgesamt wurden bis Sonntag 807’799 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 259’793 Personen vollständig geimpft, das heisst 3 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 288’213 wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt sind momentan 164’051 Impfdosen. Zudem sind noch 192’225 Impfdosen beim Bund gelagert.

1'130 Neuinfektionen in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1’130 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 57 Spitaleinweisungen.

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(Symbolbild: Keystone)
Höhere Beteiligung des Bundes an Härtefallgeldern ist umstritten

Der Finanzierungsanteil des Bundes an den Härtefallmassnahmen entzweit die vorberatenden Kommissionen des Ständerats. Während die Wirtschaftskommission eine Erhöhung der Bundesbeteiligung bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis 5 Millionen vorschlägt, hat sich die Finanzkommission am Dienstag gegen dieses Vorgehen ausgesprochen.

(Bild: Keystone)

Die Finanzkommission des Ständerats (FK-S) beantragt mit 10 zu 1 Stimme, die zusätzlichen Gelder im Umfang von 600 Millionen Franken nicht zu sprechen, wie die Parlamentsdienste mitteilten. Damit stellt sich die Finanzkommission gegen die Wirtschaftskommission, die die Beteiligung des Bundes an den Härtefallmassnahmen für diese Unternehmen von 70 auf 80 Prozent erhöhen will.

Akademie Menschenmedizin zeigt Schwachstellen auf

Die Fixierung in der Medizin auf das Körperliche dominiere das Verständnis von Gesund- und Kranksein seit Jahrzehnten. Die seelischen Folgen der Corona-Pandemie machen jedoch deutlich, dass dieses Bild zu kurz greift, wie die Akademie Menschenmedizin in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

Im Zuge der Corona-Pandemie werden psychische Leiden häufiger und schlimmer. So vermeldeten die Schweizer Kinder- und Jugendpsychiatrien im Herbst 2020 einen Zustrom an neuen Patienten. Eine Umfrage der Uni Basel ergab, dass während der zweiten Welle doppelt so viele Menschen von schweren depressiven Symptomen berichteten als noch im April. Und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigte, dass die Lebensqualität von in der Schweiz lebenden Menschen im Corona-Winter gesunken ist. Doch gemäss der Akademie Menschenmedizin (AMM) wurde den seelischen Folgen der Krise bisher öffentlich zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Lockdown

Wie deutsche Medien berichten, soll der Lockdown in Deutschland bis 28. März verlängert werden. Allerdings sollen die Kontaktbeschränkungen ab 8. März gelockert werden.

Solothurner Betriebskantinen für Büezer im Ausseneinsatz

Berufstätige im Ausseneinsatz sollen im Kanton Solothurn vom kommenden Montag an Restaurants über Mittagszeit als Betriebskantinen nutzen können. Die Kantonsbehörden wollen die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) geschaffene Möglichkeit umsetzen. Eine «Betriebskantine für Berufstätige im Ausseneinsatz» muss jedoch bestimmte Anforderungen erfüllen, unter anderem sind die Öffnungszeiten werktags auf 11 Uhr bis 14 Uhr beschränkt, wie die Staatskanzlei Solothurn am Dienstag mitteilte.

Zugang haben nur Berufstätige aus den folgenden Branchen: Mitarbeitende im Landwirtschaftssektor wie Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft sowie Handwerker, Bau- und Strassenarbeiter und Berufstätige im Bereich Montageservice. Diese Mitarbeitenden müssen von ihrem Arbeitgeber vorgängig schriftlich bei der «Betriebskantine» angemeldet werden. Auch müssen die Mahlzeiten für die Mitarbeitenden «finanziell tragbar» sein.

Auch im Kanton Solothurn können Gastrobetriebe Arbeiter über die Mittagszeit verpflegen. Es gibt jedoch strenge Bedingungen. (Symbolbild: Keystone)
Intensivbetten fast komplett belegt - Athener Krankenhäuser am Limit

Die rund 400 Intensivbetten im Grossraum Athen sind zu 93 Prozent belegt. Demnach stehen für die rund vier Millionen Einwohner nur noch 26 freie Betten zur Verfügung, wie der Nachrichtensender Skai am Dienstag, 2. März, berichtete. Zum Vergleich: Im einwohnermässig nur etwas kleineren Berlin gibt es laut der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 1’148 Intensivbetten, von denen 1’008 belegt sind.

Der Grossraum Athen und viele andere Gegenden in Griechenland befinden sich seit Wochen in einem harten Lockdown, der jedoch die Zahl der Neuinfektionen nicht so stark gesenkt hat wie erhofft. Dass der Lockdown am Wochenende aufgehoben wird, ist deshalb nach Aussagen von Regierungschef Kyriakos Mitsotakis ziemlich unwahrscheinlich. Vielmehr dürften die Massnahmen voraussichtlich am Freitag beim Treffen des Corona-Krisenstabs der Regierung noch bis Mitte März verlängert werden, spekulierten griechische Medien. Am Montag hatte die Gesundheitsbehörde landesweit 1’176 Neuinfektionen gemeldet.

Jeder Sechste in Videocalls in Deutschland noch in Pyjamahose

Seit der Corona-Pandemie kommunizieren mehr Menschen über das Internet – und geben sich dabei weniger formell als im Büro. Jeder Dritte, der im Homeoffice Video-Anrufe macht, tut dies mitunter in Jogginghose, erklärte der deutsche Digitalverband Bitkom am Dienstag zu einer Umfrage unter rund 1’000 Menschen über 16 Jahren. «Jeder Sechste trägt ab und an noch seine Schlafanzughose, während er sich mit Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden per Video austauscht.» Die verbreitete Annahme, die Menschen sässen «oben im Hemd und unten in der Unterhose vor der Kamera, ist jedoch ein Gerücht». Nur vier Prozent gaben dies in der Umfrage an.

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(Symbolbild: Unsplash/Dylan Ferreira)
Luzerner Arzt akzeptiert Entzug der Praxisbewilligung nicht

Der Luzerner Arzt, der sich gegen die Coronaschutzmassnahmen gestellt hat, akzeptiert den Entzug seiner Praxisbewilligung nicht. Er werde sich auf jeden Fall wehren, erklärte er auf dem Youtube-Kanal «Stricker TV». Der Arzt sagte, ihm sei die Bewilligung entzogen worden, weil er gemäss Kantonsarzt ein «Gefährder der öffentlichen Gesundheit» sei. Der Entzug sei zwar noch provisorisch, aber zeitlich unbefristet, und er würde damit wohl auch in einem anderen Kanton nicht mehr praktizieren können.

Der Arzt sagte, es gebe Punkte, in denen er angreifbar sei. Die Massnahme sei aber «völlig unverhältnismässig». Die vom Kantonsarzt gemachte Begründung reiche für den Entzug der Bewilligung nicht aus. Die Massnahme sei eine Vorverurteilung.

Solothurner Kantonsrat will digitale Teilnahme in Krisensituationen

Solothurner Kantonsrätinnen und Kantonsräte sollen auch dann am Ratsbetrieb teilnehmen können, wenn sie sich in Isolation oder Quarantäne befinden oder ihre Gesundheit gefährdet ist. Der Kantonsrat hat am Dienstag einen dringlichen Auftrag aus den Reihen der SP für erheblich erklärt.

Die für die Fern-Teilnahme an Sitzungen des Kantonsrats während Krisen – insbesondere Pandemien – nötigen Anpassungen sollen im Rahmen der laufenden Gesetzgebungs- und Digitalisierungsprojekte getroffen werden. Die Erheblicherklärung erfolgte mit deutlicher Mehrheit bei mehreren Gegenstimmen.

Auch in Krisensituationen sollen alle Solothurner Kantonsrätinnen und Kantonsräte am Ratsbetrieb teilnehmen können. (Symbolbild: Keystone)
Ghost Festival knackt Millionengrenze

Von Anfang an war klar, dass das Ghost Festival nie stattfinden würde – und trotzdem wurden 34̒’500 Tickets verkauft. Wie die Veranstalter am Montagabend in einem Communiqué mitteilten, brachte die Solidaritätsaktion für Schweizer Musikschaffende mehr als 1,2 Millionen Franken ein.

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(Symbolbild: Keystone)
Neue Corona-Warnapp soll Infektionsketten nach Events unterbrechen

Die Schweizer Corona-App NotifyMe Check-in warnt Personen, die mit einem Infizierten dieselbe Veranstaltung besucht haben – selbst wenn die Sicherheitsabstände gewahrt wurden. Die Anwendung, die auf dem Protokoll namens CrowdNotifiert basiert, arbeitet dezentral, zeichnet keine persönlichen Daten auf und verwendet weder Bluetooth noch GPS.

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(Bild: Keystone)
Autobranche hofft nach schwachem Jahresstart auf Öffnung

Für die Schweizer Neuwagenhändler war 2020 ein schwieriges Jahr und auch 2021 läuft nur schleppend an. Nun hofft die Branche auf neue Impulse durch die Wiedereröffnung der Verkaufsräume.

Das schlecht gelaufene Corona-Jahr 2020 findet für die Schweizer Autobranche auch in diesem Jahr bisher eine Fortsetzung. Im Februar hat die Anzahl neu zugelassener Autos gegenüber dem Vorjahresmonat erneut abgenommen. Mit nur 16’131 neuen Personenwagen wurden laut einer Mitteilung des Importverbands Auto-Schweiz im Vergleich zum noch kaum durch Corona belasteten Februar 2020 insgesamt knapp 3’000 Fahrzeuge weniger immatrikuliert.

Britische Studie bestätigt: Corona-Impfstoffe sehr effektiv

Die Impfstoffe von Astrazeneca sowie Biontech und Pfizer erweisen sich nach einer weiteren britischen Analyse als effektiv. Vier Wochen nach der ersten Dosis hätten Geimpfte im Alter ab 70 Jahren rund 57 bis 73 Prozent weniger Covid-19-Erkrankungen gehabt als Ungeimpfte, teilte die Gesundheitsbehörde Public Health England am Montag mit. Es handelt sich um vorläufige, noch nicht von unabhängigen Experten geprüfte Daten. Wie gut die Impfstoffe Ansteckungen verhindern und damit die Pandemie ausbremsen, liess sich aus den berücksichtigten Daten nicht schliessen.

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(Bild: Keystone)
Lockdown bremst deutschen Detailhandel zum Jahresauftakt deutlich

Der Corona-Lockdown hat den deutschen Detailhändlern den Start in das Jahr 2021 verdorben. Ihre Einnahmen fielen im Januar um 3,9 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Preisbereinigt (real) gab es sogar ein Minus von 4,5 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier lediglich mit minus 0,3 Prozent gerechnet.

(Symbolbild: Keystone)

«Dieser Rückgang lässt sich mit dem anhaltenden Corona-Lockdown erklären, der eine Schliessung vieler Einzelhandelsgeschäfte seit dem 16. Dezember 2020 bedeutete», hiess es. Auch das Ende der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung dürfte dazu beigetragen haben, weil viele Konsumenten grössere Anschaffungen noch im alten Jahr machten, um Geld zu sparen.

Übungskonzerte sollen Lernende à jour halten

Wegen der Corona-Pandemie finden seit zwölf Monaten keine Grossveranstaltungen mehr statt, und den Lernenden fehlt es daher an Übungsmöglichkeiten. Unterstützt von Bund, Kantonen und Lehrbetrieben organisiert jetzt der Branchenverband schweizweit neun Übungskonzerte. Die vierjährige Lehre mit dem Abschluss «Veranstaltungsfachfrau/-mann EFZ» ist anspruchsvoll. Die Auszubildenden lernen mit Licht, Ton, Kamera und Bühnentechnik umzugehen. Aufgrund des Verbots von Grossveranstaltungen leidet derzeit aber die berufliche Grundbildung der Studierenden.

Einige Kompetenzen der Grundbildung können derzeit nicht oder nur ungenügend vermittelt werden. Der Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe hat unter dem Namen «Swiss Education Showcase Next Generation 2021» gemeinsam mit dem Partnerverband Artos und Lehrbetrieben mit Unterstützung von Bund und Kantonen ein Projekt ins Leben gerufen, das diese Lücken schliessen soll.

Emmi steigert trotz Corona Betriebsgewinn und erhöht Dividende

Emmi hat im Corona-Jahr 2020 wegen eines Einmaleffektes aus einem Firmenverkauf etwas weniger verdient. Operativ legte die Luzerner Milchverarbeiterin allerdings weiter zu und die Dividende soll entsprechend höher ausfallen. Beim Ausblick zeigt sich das Unternehmen verhalten zuversichtlich.

Unter dem Strich blieb im vergangenen Jahr ein Reingewinn von 188,4 Millionen Franken, das sind 3,4 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Ohne einen Einmaleffekt aus dem Verkauf des spanischen Ziegenkäsegeschäftes, das letztes Jahr veräussert wurde, wären es allerdings 202,6 Millionen gewesen und damit etwas mehr als 2019 (195,0 Mio).

(Bild: Keystone)
Ständerat will regelmässige Gratis-Tests für alle

Die Gesundheitskommission des Ständerats verlangt vom Bundesrat Gratis-Corona-Tests für alle. Mindestens alle zwei Wochen sollen sich alle Bürger freiwillig gratis testen lassen können. Das schreibt «Blick».

«Der Bund muss die Durchführung regelmässiger Tests forcieren», fordert Ständerat Josef Dittli (FDP). Er hat den Vorschlag eingebracht. Die Tests könnten zur Rückkehr ins normale Leben genutzt werden, so zum Beispiel bei Reisen oder Grossveranstaltungen.

(Bild: Keystone)

Derweil gehe die präventiven Testkampagnen in den Kantonen nur langsam voran. Grund dafür seien das komplexe Regelwerk für die Übernahme der Kosten und der grosse administrative Aufwand für die Kantone.

WHO hält Ende der Corona-Pandemie in diesem Jahr für unrealistisch

Die Weltgesundheitsorganisation rechnet nicht mit einem baldigen Ende der Corona-Pandemie. «Es wäre sehr verfrüht und unrealistisch zu glauben, dass wir bis Ende des Jahres mit diesem Virus fertig werden», sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Montagabend in Genf. Bei klugem Handeln könnten jedoch «die Krankenhauseinweisungen, die Todesfälle und die Tragödie beendet werden, die mit dieser Pandemie einhergehen.»

Der Fokus der WHO sei weiter darauf gerichtet, die Infektionen so gering wie möglich zu halten und so viele Menschen wie möglich zu impfen. Im Vergleich zu vor zehn Wochen sei die Situation viel besser, sagte Ryan mit Blick auf die Auslieferung erster Impfstoffe gegen das Virus. «Noch stehen wir aber vor einer grossen Herausforderung», betonte er.

Gesundheitsrat fordert Ausgangssperre in Brasilien

Die Gesundheitsbeauftragten der brasilianischen Bundesstaaten fordern eine Ausgangssperre, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. «Der Nationale Rat der Gesundheitsbeauftragten (CONASS) spricht sich für die sofortige Verabschiedung von Massnahmen aus, um den drohenden Zusammenbruch der öffentlichen und privaten Gesundheitssysteme zu vermeiden», hiess es in einem «Brief an die brasilianische Nation», den der CONASS am Montag auf seiner Webseite veröffentlichte. Zu den geforderten Massnahmen gehören die Aussetzung des Präsenzunterrichts und eine landesweite Ausgangssperre von 20 bis 6 Uhr sowie an den Wochenenden.

(Bild: Keystone)

Brasilien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Die Impfungen gegen das Coronavirus begannen dort erst im Januar. Bislang haben sich im grössten Land Lateinamerikas fast 10,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Krankheitserreger infiziert – nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher. Am Donnerstag, ein Jahr nach dem ersten registrierten Corona-Fall in Brasilien, überschritt das Land die Marke von 250’000 Toten in Verbindung mit Covid-19.

Novavax erwartet US-Zulassung seines Coronavirus-Impfstoffs im Mai

Der Coronavirus-Impfstoff der US-Pharmakonzerns Novavax soll im Mai in den USA zugelassen werden, falls die US-Arzneimittelbehörde FDA grünes Licht gibt. Grundlage für die Zulassung seien die Daten aus einer Studie, die das Unternehmen in Grossbritannien gesammelt habe. Dies teilte Novavax-Konzernchef Stanley Erck am Montag (Ortszeit) mit. In den kommenden Wochen solle dafür eine vollständige Auswertung der Studie vorliegen.

(Bild: Keystone)

Vorläufige Daten aus der britischen Studie zeigten, dass der Coronavirus-Impfstoff zu etwa 96 Prozent gegen die ursprüngliche Version des Coronavirus und zu rund 86 Prozent gegen die nunmehr weit verbreitete britische Coronavirus-Variante wirksam sei, hiess es weiter.

US-Seuchenbehörde meldet 76,9 Millionen Coronavirus-Impfungen

Die US-Seuchenbehörde CDC hat bisher rund 76,9 Millionen Coronavirus-Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 96,4 Millionen Coronavirus-Dosen ausgeliefert worden, hiess es zudem. Dies gab die Behörde am Montag, 1. März, bekannt. Zum Vergleich: In den USA leben rund 330 Millionen Personen.

(Symbolbild: Keystone)

Weltweit haben sich bereits über 114,34 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Coronavirus sind mehr als 2,63 Millionen gestorben, wie auf Basis offizieller Daten am Montag bekannt wurde. Am stärksten betroffen sind die USA – mit über 28,68 Millionen Coronavirus-Infektionen und 513’721 Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Auftakt in Lateinamerika: Kolumbien erhält Corona-Impfdosen von Covax

Kolumbien hat als erstes Land Lateinamerikas Impfstoffe von der internationalen Covax-Initiative bekommen. «Der heutige Tag markiert einen sehr wichtigen Meilenstein», sagte der kolumbianische Präsident Iván Duque nach der Ankunft von 117’000 Dosen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer am internationalen Flughafen El Dorado in Bogotá am Montag. Insgesamt erwarte Kolumbien im Rahmen der Covax-Initiative 20 Millionen Impfdosen, sagte Duque in einem in sozialen Netzwerken veröffentlichten Video.

Die Covax-Initiative wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Impfallianz Gavi gegründet, um vergleichsweise ärmere Länder mit Corona-Impfstoffen zu versorgen. Die Initiative will nach eigenen Angaben in diesem Jahr knapp zwei Milliarden Dosen liefern. Vor Kolumbien hatten etwa Ghana und die Elfenbeinküste Corona-Impfdosen von Covax erhalten.

Berichte: Trump wurde vor Auszug aus Weissem Haus gegen Corona geimpft

Der frühere US-Präsident Donald Trump und seine Ehefrau Melania sollen noch vor ihrem Auszug aus dem Weissen Haus gegen das Coronavirus geimpft worden sein. Das berichteten die «New York Times» und der Nachrichtensender CNN am Montag, 1. März, unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Trump-Berater.

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(Bild: Keystone)
Grosse Filmmesse Comic-Con in San Diego wegen Corona abgesagt

Die grosse Comic-Con-Messe im kalifornischen San Diego mit über Hunderttausend Besuchern, bei der Hollywood-Stars neue Filme vorstellen, fällt wegen Corona zum zweiten Mal aus. Die Veranstalter sagten das für Juli geplante mehrtägige Treffen am Montag ab. Eine grosse Menschenansammlung sei vor dem Hintergrund der Pandemie immer noch nicht möglich, hiess es zur Begründung. Comic-Con-Fans müssen sich mit einem Online-Event im kleinen Rahmen begnügen. 2020 war die berühmte Messe zum ersten Mal in ihrer 50-jährigen Geschichte abgesagt worden.

Die Comic-Con in San Diego fällt wegen Corona bereits zum zweiten Mal aus. (Archivbild: Keystone)

1970 in San Diego gegründet, gilt die Comic-Con als Mutter aller Comic-Conventions. Comic- und Fantasy-Fans kommen dort mit den Machern und Darstellern von berühmten Charakteren zusammen. Studios geben mit Trailern und Diskussionsrunden Einblick in ihre Projekte.

Zoom erwartet weitere Zuwächse

Der Videokonferenz-Dienst Zoom rechnet nach dem explosiven Wachstum in der Corona-Krise auch für dieses Jahr mit einem rasantem Wachstum. Für das angebrochene Geschäftsjahr peilt die Firma ein Umsatzplus von mindestens 42 Prozent an.

Im Ende Januar abgeschlossenen vergangenen Geschäftsjahr sprang der Umsatz von 623 Millionen auf 2,65 Milliarden Dollar hoch. Die grosse Frage ist danach, ob Zoom noch weiter wachsen kann – oder im Corona-Boom sein Marktpotenzial weitgehend ausgeschöpft hat.

Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz auf 882,5 Millionen Dollar von gut 188 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Quartalsgewinn schoss von 15 Millionen auf 260 Millionen Dollar hoch. Im gesamten Geschäftsjahr blieb ein Überschuss von 671,5 Millionen Dollar in der Bilanz – nach vergleichsweise mageren 25 Millionen Dollar im Vorjahr.

Lindt&Sprüngli erleidet 2020 wegen Corona einen Gewinneinbruch

Lindt&Sprüngli erleidet 2020 wegen Corona einen Gewinneinbruch von 37 Prozent. (Bild: Keystone)

Beim Schokoladenkonzern Lindt&Sprüngli hat die Coronakrise 2020 den Gewinn einbrechen lassen. Ähnliche tiefe Werte wie im letzten Jahr hatte das Unternehmen letztmals 2014 ausgewiesen. Trotz allem sollen die Aktionäre auch dieses Jahr in den Genuss einer Dividende kommen.

Unter dem Strich sackte der Gewinn um rund 37 Prozent ab auf noch 320,1 Millionen Franken, wie der Premiumschokoladenhersteller in einem auf seiner Website veröffentlichten Dokument am Montagabend mitteilte. Damit fiel das Unternehmen sogar noch weiter zurück als im Jahr 2014. Damals wies Lindt&Sprüngli einen Gewinn von 342,6 Millionen aus. Alles dazu gibt es hier.

Ständerat stellt sich gegen Nationalratspläne

Die Wirtschaftskommission des Nationalrats will die geschlossenen Restaurants am 22. März wieder öffnen. Der Bundesrat soll zu diesem Schritt gezwungen werden, wie am Samstag bekannt wurde. Gleichzeitig verlangt die Kommission, dass sich die wissenschaftliche Taskforce des Bundes sich nicht mehr zu Massnahmen gegen das Coronavirus äussern soll.

Die Öffnung der Restaurants ist in der Schweiz zum Zankapfel geworden. (Bild: Keystone)

Am Montagabend wird klar: Die Forderungen stossen im Ständerat auf taube Ohren. Christian Levrat, Präsident der ständerätlichen Wirtschaftskommission, sagt: «Es ist ein parlamentarischer Amoklauf, was die Mehrheit der nationalrätlichen Wirtschaftskommission plant.» Einen ähnlichen Antrag habe auch seine Kommission vergangene Woche geprüft.

Der geplante Öffnungsparagraf sei verfassungswidrig, sagt Levrat. Laut Verfassung und Epidemiengesetz liege der Schutz der Bevölkerung beim Bundesrat. Würde das Parlament einige Massnahmen verbieten, verletze es diese Gewaltenteilung, so die Argumentaion. «Für uns war der Fall so klar, dass wir nicht einmal über den Antrag abgestimmt haben. Er wurde zurückgezogen», sagt Levrat. Die Ständeräte hätten es es bei einem Brief an den Bundesrat belassen, in dem sie Öffnungen forderten, wie der «Tagesanzeiger» berichtet.

Twitter will Falschinformationen über Corona-Impfungen

Twitter hat ein stärkeres Vorgehen gegen die Verbreitung falscher Informationen über Corona-Impfungen angekündigt. Ab sofort würden Tweets, die irreführende Informationen rund um das Thema enthalten könnten, entsprechend gekennzeichnet, teilte der Kurznachrichtendienst am Montag mit Verweis auf die Ausweitung der Verteilung von Impfstoffen gegen das Coronavirus mit.

Twitter hatte in der Frühphase der Pandemie vergangenes Jahr zunächst seine Definition zu «schädlichen» Inhalten ausgeweitet und dann ein härteres Vorgehen gegen Tweets mit falschen Informationen über das Coronavirus angekündigt. Seit der Einführung der neuen Corona- Richtlinie hat das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit mehr als 8400 Tweets entfernt und Massnahmen gegen 11,5 Millionen Konten ergriffen.

Frankreich weitet Anwendung von Astrazeneca-Impfstoff aus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie weitet die französische Regierung die Anwendung des Impfstoffs von Astrazeneca aus. Auch Menschen in der Altersgruppe von 65 bis 75 Jahren können nun den Impfstoff dieses Herstellers erhalten, falls sie beispielsweise an Diabetes oder Bluthochdruck leiden, wie Gesundheitsminister Olivier Véran am Montagabend im TV-Sender France 2 ankündigte. Von der Ausweitung seien potenziell rund 2,5 Millionen Franzosen betroffen.

In Frankreich hatte die oberste Gesundheitsbehörde bisher empfohlen, den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca vorzugsweise bei Erwachsenen unter 65 Jahren einzusetzen. Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Covid-19-Pandemie betroffen, es starben nach Behördenangaben bereits über 86 000 Menschen.

Mehr als 50 Millionen Menschen in USA haben Corona-Erstimpfung

In den USA haben bislang mehr als 50 Millionen Menschen mindestens eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen. Insgesamt wurden bislang mehr als 76 Millionen Impfdosen verabreicht, wie aus Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC vom Montag hervorging. Mehr als 25 Millionen Menschen bekamen demnach bereits zwei Impfdosen.

Seit Dezember werden in den USA Menschen mit den beiden Präparaten der Unternehmen Pfizer/Biontech sowie Moderna geimpft, bei denen jeweils zwei Dosen nötig sind. Künftig kann ein drittes Vakzin zum Einsatz kommen: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte am Samstag eine Notfallzulassung für den Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson erteilt. Dieser entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis.

(Bild: Keystone)

Die Impfungen in den USA waren zu Beginn schleppend angelaufen, hatten zuletzt aber sehr an Tempo gewonnen. Der Corona-Koordinator des Weissen Hauses, Jeff Zients, sagte am Montag, zuletzt seien im Schnitt 1,7 Millionen Impfdosen am Tag verabreicht worden.

Die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, mahnte, die Zahl der Corona-Neuinfektionen und -Todesfälle habe sich zuletzt auf hohem Niveau stabilisiert. Im Schnitt seien täglich gut 67 000 neue Infektionen und knapp 2000 Todesfälle gemeldet worden. Dies sei zwar deutlich weniger als noch vor ein paar Monaten, aber kein Grund zur Entwarnung. Man dürfe sich mit diesen Zahlen nicht abfinden. Walensky beklagte, sie sei sehr besorgt darüber, dass einzelne Bundesstaaten coronabedingte Restriktionen zurücknehmen wollten. Es sei nicht die richtige Zeit, um Sicherheitsvorkehrungen zu lockern, betonte sie.

Tschechien ordnet Corona-Massentests in Firmen an

Tschechien ordnet verpflichtende Corona-Massentests in allen mittleren und grossen Unternehmen an. Das beschloss die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis auf einer Kabinettssitzung am Montagabend. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen rund 2,1 Millionen Arbeiter und Angestellte mindestens einmal getestet werden. Danach gelten wöchentliche Intervalle. Ausgenommen sind Kleinbetriebe mit weniger als 50 Beschäftigten.

Für Firmen und Mitarbeiter ist die Teilnahme obligatorisch. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten der Corona-Antigen- Tests. Alternativ können auch Selbsttests zum Einsatz kommen, die mit umgerechnet rund zweieinhalb Euro je Test bezuschusst werden. Bei Missachtung drohen den Unternehmen empfindliche Geldstrafen.

Slowakei erhält russischen Impfstoff Sputnik V

Die Slowakei hat eine erste Lieferung des russischen Impfstoffs Sputnik V erhalten. Der populistisch- konservative Regierungschef Igor Matovic und Gesundheitsminister Marek Krajci eilten am Montag persönlich zum Flughafen der ostslowakischen Stadt Kosice, um die ersten 200’000 Impfdosen in Empfang zu nehmen. Nach organisatorischen Vorbereitungen könne man in rund zwei Wochen beginnen, die ersten 100’000 Bürger zu impfen, erklärte Krajci am Flughafen.

In der Slowakei wird mit dem russischen Impfstoff Sputnik V geimpft. (Bild: Keystone)

Regierungschef Matovic gab bekannt, dass die Slowakei insgesamt zwei Millionen Impfdosen aus Russland bestellt habe, die schrittweise bis Juni geliefert würden. «Damit kann die Slowakei ihr Impftempo um mehr als 40 Prozent beschleunigen», erklärte Matovic. Bis kurz vor der Landung in Kosice hatte die Regierung geheim gehalten, dass sie ein Flugzeug zum Abholen der Impfstoffe nach Russland geschickt hatte.

EKS empfiehlt Mitgliedkirchen Glockengeläut zum Totengedenken

Die Evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz (EKS) empfiehlt ihren Mitgliedkirchen am kommenden Freitag am Mittag für die Opfer der Corona-Pandemie die Trauerglocken läuten zu lassen.

Die EKS unterstütze diese Initiative des Bundespräsidenten, stellte EKS-Präsidentin Rita Famos am Montagabend in einem Tweet fest.

Am kommenden Freitag ist es ein Jahr her, dass in der Schweiz die erste Person im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben ist. Bundespräsident Guy Parmelin hatte am Sonntag via Twitter für den 5. März zu einer Gedenkminute und Glockengeläute für die mittlerweile über 9000 Verstorbenen aufgerufen.

Kuprecht mahnt zu Anstand und Zuversicht
Ständeratspräsident Alex Kuprecht (SVP) appelliert die Schweizer Bevölkerung in der Corona-Pandemie anständig und zuversichtlich zu sein. (Bild: Keystone)

Ständeratspräsident Alex Kuprecht (SVP/SZ) hat zu Beginn der Frühlingssession an den Anstand und die Zuversicht in der Bevölkerung appelliert. Drohungen gegen Magistratspersonen und Angehörige des Parlaments und deren Familien entsprächen nicht dem Anstand und dem Willen der Gesellschaft, sagt Kuprecht. Und mit Tiraden lasse sich das Virus nicht vertreiben, sagte der Schwyzer. Das gelinge nur, wenn alle zusammenstehen würden. Zudem dürfe man die Optik der Zuversicht nicht vergessen, sagte Kuprecht, auch wenn das schwierig sei.

Studie belegt: Corona-Impfstoffe wirken sehr gut
Sie wirken, die Corona-Impfstoffe. Das besagt eine neue britische Studie. (Bild: Keystone)

Die Impfstoffe von Astrazeneca sowie Biontech und Pfizer haben sich nach einer neuen britischen Studie als sehr effektiv erwiesen. Beide Vakzine würden nach einer Dosis zu mindestens 60 Prozent schützen, teilte die Gesundheitsbehörde Public Health England am Montag mit. Noch besser sei die Wirkung auf Krankenhausaufenthalte: Diese würden bei über 80-Jährigen um 80 Prozent sinken. Auch die Sterblichkeit sei bereits nach einer Impfung deutlich zurückgegangen – um 85 Prozent bei über 70-Jährigen. Hier lagen zunächst nur Daten für den Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer vor. Alles dazu lesen Sie hier.

Demo für Anti-Schutzmassnahmen-Arzt

Am Montagabend fand in der Luzerner Innenstadt eine Solidaritätsdemonstration für den Arzt statt. Wie Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei, auf Anfrage sagte, nahmen rund 350 Personen daran teil. In mehreren Gruppen zogen die Demonstranten vom Schwanenplatz über die Seebrücke bis zum Regierungsgebäude und zurück in die Altstadt.

Die Polizei sei präsent gewesen und die Stimmung war laut Wigger friedlich. In Absprache mit der Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen liess die Polizei die Kundgebung laufen. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Ein Luzerner Arzt verlor seine Bewilligung, weil er sich gegen Corona-Schutzmassnahmen wehrte. 350 Menschen protestierten gegen den Entscheid. (Bild: Keystone)

Türkei lockert Corona-Massnahmen in Provinzen mit geringem Risiko

Die Türkei lockert die Coronavirus-Restriktionen in Regionen mit niedrigen Neuinfektionen. So würden Ausgangsbeschränkungen am Wochenende in einigen Provinzen aufgehoben, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag. Zudem könnten Restaurants und Cafés wieder eingeschränkt öffnen, ausser in Regionen mit hohem Infektionsrisiko. Auch Schulen würden teilweise wieder geöffnet.

Ausgangsbeschränkungen am Abend blieben landesweit bestehen. Jede Woche werde das Infektionsgeschehen neu bewertet. Die Türkei hatte im Dezember wegen steigender Infektionszahlen unter anderem Ausgangsbeschränkungen am Wochenende und am Abend ab 21 Uhr erlassen.

Virtuelles Vierertreffen der Wirtschaftsminister zur Corona-Krise
Bundespräsident Guy Parmelin beim virtuellen Gespräch mit den Wirtschafsministern Deutschlands, Liechtenstein und Österreichs. (Bild: Keystone)

Bundespräsident Guy Parmelin hat am Montag die Wirtschaftsministerin Österreichs sowie die Wirtschaftsminister Deutschlands und Liechtensteins zu einem virtuellen Gespräch getroffen. Im Zentrum standen die Corona-Krise und ihre Bewältigung sowie die wirtschaftliche Lage in den vier Ländern.

Die Digitalisierung der Wirtschaft, der grenzüberschreitende Handel und die Beziehungen zur EU wurden von Parmelin und seiner österreichischen Amtskollegin Margarete Schramböck, sowie den Amtskollegen Deutschlands und Liechtensteins, Peter Altmaier und Daniel Risch ebenfalls beraten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Datenschutzbehörde in Rom hat Bedenken gegen Corona-Impfpass

Italiens Datenschutzbehörde hat starke Bedenken gegen die Einführung eines europäischen Coronaschutz-Impfpasses geäussert. «Die Daten zum Impfstatus sind ohne Zweifel besonders heikle Daten, und der falsche Umgang mit ihren kann schwerwiegende Folgen für das Leben und die Grundrechte von Menschen haben», teilte die Behörde mit dem Namen Garante Privacy am Montag in Rom mit. Ein solches digitales Impf-Dokument gilt bei vielen in der Europäischen Union als Baustein für die Normalisierung des Alltags mit dem Coronavirus.

Die EU-Kommission will nach eigenen Angaben am 17. März einen Gesetzentwurf für einen «digitalen grünen Pass» vorlegen, der Corona-Impfungen, Covid-Erkrankungen und negative Tests vermerken soll. Ziel ist es, einen sicheren Weg zur Aufhebung von Beschränkungen und zum Reisen in Europa zu finden, hiess es am Montag aus Brüssel.

Coronavirus verhindert Bremens Cup-Viertelfinal

Der für Dienstag angesetzte Cup-Viertelfinal zwischen Werder Bremen und Jahn Regensburg kann wegen Coronavirus nicht stattfinden. Beim Zweitligisten aus Regensburg ist es zu mehreren positiven Fällen gekommen, weshalb das Team in eine zweiwöchige Quarantäne. Über die Neuansetzung der Partie wird der DFB in Abstimmung mit beiden Vereinen schnellstmöglich entscheiden.

Unternehmen sollen Verluste länger von Steuern abziehen können

Unternehmen sollen künftig Verluste aus zehn statt sieben der Steuerperiode vorangegangenen Geschäftsjahren abziehen können. Das fordert der Nationalrat mit einer Motion. Er argumentiert mit der Corona-Krise.

Heute können Unternehmen Verluste aus sieben der Steuerperiode vorangegangenen Geschäftsjahren abziehen. Dies kann dazu führen, dass Unternehmen einen Teil der Verluste nicht verrechnen können. Die Verlängerung oder Aufhebung der Frist für die Verlustverrechnung wird seit längerer Zeit diskutiert.

Der Nationalrat stimmte am Montag einer Fristerstreckung auf zehn Jahre mit 117 zu 59 Stimmen bei acht Enthaltungen zu. Die entsprechende Motion geht nun an den Ständerat.

Österreich wagt weitere Öffnungsschritte
Österreich plant die nächsten Öffnungsschritte aus dem Lockdown. (Bild: Keystone)

Österreich geht trotz zuletzt deutlich gestiegener Corona-Zahlen seinen Weg der schrittweisen Öffnung nun auf regionaler Ebene weiter. Aufgrund der vergleichsweise geringen Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen werde es ab 15. März im westlichsten Bundesland Vorarlberg zu Lockerungen kommen, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Montag an. Davon profitierten der Sport, die Kultur und die Gastronomie. Für den Rest des Landes gelte das Ziel, dass ab 27. März zumindest Gastronomie im Freien möglich werden solle. «Wir beginnen outdoor, bevor wir uns an weitere Indoor-Öffnungsschritte heranwagen können», sagte Kurz.

Bei den Lockerungen sollten weiterhin Zutrittstests eine zentrale Rolle spielen. Jede Woche werde aktuell etwa ein Viertel der österreichischen Bevölkerung getestet, hiess es. Die Hoffnung ruhe auch auf der deutlichen Steigerung der Impfzahlen im März und April. Zentrales Ziel bleibe die Impfung der besonders gefährdeten Senioren und der Risikogruppen, meinte Kurz. «Meine Oma ist 92 und ist nach wie vor nicht geimpft», so der Regierungschef. Mehr dazu lesen Sie hier.

WHO: Weltweite Corona-Zahlen steigen wieder

Die weltweit gemeldeten Corona-Infektionszahlen steigen wieder. Nach sechs Wochen mit sinkender Tendenz gebe es nun wieder einen Zuwachs, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf. Abgesehen von Afrika und der Region im westlichen Pazifik sei überall ein Aufwärtstrend zu beobachten. «Das ist enttäuschend, aber nicht überraschend.» Ursachen könnten die Corona-Lockerungen und die ansteckenderen Varianten des Virus sein – «und dass die Menschen weniger vorsichtig werden», sagte Tedros.

Der WHO-Chef ermahnte die internationale Gemeinschaft erneut, nicht allein auf Impfungen zu setzen. Grundsätzliche Hygieneregeln seien weiterhin Fundament der Pandemie-Bekämpfung. Erfreulich sei, dass endlich die Impfung von medizinischem Personal in den ärmeren Ländern begonnen habe, zum Beispiel in Ghana und der Elfenbeinküste. Bis Ende Mai erwarte die WHO, dass 237 Millionen Dosen Impfstoff zur Verteilung in 142 ärmeren Ländern bereitstünden. Tedros fügte hinzu: «Es ist bedauerlich, dass dies beinahe drei Monate nach dem Impfstart in manch besonders reichen Ländern passiert.»

US-Industrie wächst so kräftig wie seit drei Jahren nicht mehr

Die US-Industrie gewinnt überraschend stark an Dynamik. Der Einkaufsmanager-Index stieg im Februar um 2,1 auf 60,8 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Februar 2018, wie aus der am Montag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Von Reuters befragte Experten hatten weitgehend mit einer Stagnation gerechnet. Mit einem Wert von weit über 50 Zählern signalisiert der Index kräftiges Wachstum.

«Das Stimmungsbarometer der Industrie steigt unerwartet kräftig und liegt auf hohem Niveau, so dass die freundliche Perspektive in der Branche bestehen bleibt», erklärte Helaba-Volkswirt Ralf Umlauf. Die amerikanische Notenbank (Fed) werde gleichwohl an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten, denn Corona-Mutationen «bergen das Risiko einer Verlängerung der Krise». Dies könnte besonders die Dienstleister belasten.

Bund ruft Bevölkerung trotz Lockerungen weiter zur Vorsicht auf

Trotz Lockerungen gilt es, weiter vorsichtig zu sein und sich an die Corona-Schutzmassnahmen zu halten, wie das BAG am Montag erinnert. (Bild: Keystone)

Der Bund hat die Bevölkerung am Montag trotz Lockerung der Corona-Massnahmen zur Vorsicht aufgerufen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) passte seine Informationskampagne an und bittet die Bevölkerung darin, vorsichtig zu bleiben und die Hygieneregeln einzuhalten.

Auf dem Bundesplatz in Bern etwa wurde ein neues, weisses BAG-Plakat aufgestellt mit der Verhaltensregel «Danke, dass Sie weiterhin Abstand halten». Daneben soll die Bevölkerung der Kampagne zufolge weiterhin die Hände gründlich waschen, in der Öffentlichkeit eine Maske tragen und die Kontakte einschränken. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Luzerner Arzt darf nach Gegenwehr gegen Schutzmassnahmen nicht mehr praktizieren

Der Kanton Luzern hat einem Arzt, der sich gegen Corona-Schutzmassnahmen gestellt hatte, vorsorglich die Bewilligung entzogen. Er soll schwerwiegend die Berufspflichten seines Standes verletzt haben.

Ein Luzerner Arzt verlor seine Bewilligung, weil er sich gegen Corona-Schutzmassnahmen wehrte. (Bild: Keystone)

Über den vorläufigen Entzug der Praxisbewilligung berichteten verschiedene Medien. Der Kanton Luzern bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Massnahme. Zu Details in laufenden Verfahren würden keine Auskünfte gegeben, erklärte ein Sprecher des Gesundheits- und Sozialdepartements. Alles zum Thema gibt es hier.

Parlamentsmitglieder haben Speicheltests zugeschickt bekommen

Um an der Frühlingssession der eidgenössischen Räte Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern, haben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ein Speicheltest-Kit nach Hause geschickt bekommen. So sollen infizierte Personen ohne Symptome entdeckt werden.

Nationalrätin Flavia Wasserfallen (SP) zeigt den Corona-Speicheltest, den die Parlamentarierinnen und Parlamentarier am Montag vor der Frühlingssession abgeben müssen. (Bild: Keystone)

Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier wurden in einem Schreiben aufgefordert, am Montagmorgen vor Beginn der Session selber eine Speichelprobe zu entnehmen und diese bei der Ankunft am Morgen oder Nachmittag im Parlamentsgebäude abzugeben. Sie hätten zudem die Möglichkeit, sich vor Ort testen zu lassen – etwa, wenn sie die Tests vergessen hätten, hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bei den Parlamentsdiensten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Berlin schlägt zwei Gratis-Schnelltests pro Woche für alle vor

Mit Blick auf mögliche weitere Öffnungen des Corona-Lockdowns schlägt das deutsche Gesundheitsministerium zwei kostenlose Schnelltests pro Woche für alle Bürger vor. Sie sollen von geschultem Personal abgenommen werden können – etwa in Testzentren oder Praxen, aber auch bei weiteren Dienstleistern.

Das geht aus einem neuen Diskussionspapier des Ministeriums von Montag hervor, das auch den Bundesländern zugeleitet wurde. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Diese Möglichkeiten zu «Bürgertests» sollen vorerst bis Ende Juni angeboten werden, für Anfang Juni ist eine Evaluation geplant. Der konkrete Starttermin im März ist laut dem Vorschlag noch offen. Damit in kurzer Zeit ausreichend Testkapazitäten entstehen, solle der Kreis der damit zu beauftragenden Stellen um Dienstleister erweitert werden, die etwa schon an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen in kurzer Frist Testzentren aufgebaut haben, heisst es im Papier.

Zollpersonal: Grenzwächter bringen Sicherheitsprobleme
Die Pilotprojekte mit Zollpersonal und Grenzwächtern starteten im ersten Corona-Lockdown. (Symbolbild: Keystone)

Das Zollpersonal warnt vor grossen Sicherheitsproblemen bei gemeinsamen Touren mit Grenzwächtern. Die Gewerkschaft Garanto fordert einen unverzüglichen Stopp dieses Experiments, bis die Sicherheit des Personals garantiert werden könne.

Hintergrund der gemeinsamen Touren ist die Reform der Eidgenössischen Zollverwaltung, mit der die Berufe des Grenzwächters und der technischen Zollmitarbeitenden zusammengeführt werden sollen. Alles dazu lesen Sie hier.

Nationalratspräsident Aebi ruft den Rat zu fairem Handeln auf
Nationalratspräsident Andreas Aebi ruft die Ratsmitglieder zu Beginn der Frühlingssession zu fairem Handeln auf. (Bild: Keystone)

Zum Beginn der Frühjahrssession der eidgenössischen Räte hat Nationalratspräsident Andreas Aebi (SVP/BE) die Ratsmitglieder zu fairem Handeln in der Corona-Krise aufgerufen.

Die Pandemie habe die politischen Auseinandersetzungen im zurückliegenden Jahr geprägt, sagte Aebi am Montag den Nationalräten und Nationalrätinnen. Die Krise habe tiefe Spuren hinterlassen, sie fordere Todesopfer und sie bedrohe Existenzen. Die Stimmung werde zunehmend aggressiver und kompromissloser.

Neuenburg aktueller Corona-Hotspot in der Schweiz

Die Verteilung der Corona-Fälle in der Schweiz zeigt: Die Hotspots liegen aktuell in der Romandie. Am meisten Fälle verzeichnet der Kanton Neuenburg mit 319 Corona-Fällen pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohnern in den letzten 14 Tagen.

(Bild: Keystone, Quelle: BAG)
Muckibuden wieder offen, aber nur draussen

Am Montag treten die ersten Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft. Die Läden dürfen wieder öffnen, Treffen in grösseren Gruppen sind erlaubt und gewisse sportliche Aktivitäten und Museumsbesuche wieder möglich. Mehr Erleichterungen gibt es für Jugendliche. Ebenfalls wieder offen sind Sportanlagen im Freien wie Kunsteisbahnen, Tennis- und Fussballplätze oder Leichtathletikstadien. Es gelten überall Maskenpflicht sowie Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen.

(Video: Keystone-SDA)

Erster Schritt aus dem Lockdown: Läden, Museen und Zoos öffnen
Shopping ist in der Schweiz ab diesem Montag wieder möglich. (Bild: Keystone)

Ein Schritt zurück in den Alltag: Seit Montag sind in der Schweiz Läden und ein Teil der Freizeiteinrichtungen nach einer sechswöchigen, coronabedingten Schliessung wieder geöffnet. Die Freude bei Kunden, Detailhandel und Museumsbetreibern ist gross.

Die Freude darüber, dass die Geschäfte öffnen, stand manch einer Verkäuferin trotz Maske ins Gesicht geschrieben, so im Warenhaus Loeb in Bern, wie ein Reporter von Keystone-SDA berichtete. Auch beim einem der grössten Schweizer Einkaufszentren, der Mall of Switzerland in Ebikon LU, hiess es, alle seien «äusserst motiviert».

Und bei Globus wurde eine positive Grundstimmung und eine gute Kundenfrequenz registriert, wie es auf Anfrage hiess. Es sei zu Warteschlangen gekommen. Alles dazu lesen Sie hier.

Umfrage bestätigt: Erste Corona-Welle stresste das Pflegepersonal

Das Pflegepersonal in Schweizer Spitälern fühlte sich während der ersten Corona-Welle deutlich mehr gestresst als ein Jahr zuvor. Das hat eine Umfrage der Universität Bern bei 4100 Pflegefachkräften in neunzehn Schweizer Spitälern ergeben.

(Symbolbild: Key)

Wie die Berner Hochschule am Montag bekanntgab, erhöhte sich die Stressbelastung der Pflegefachkräfte corona-bedingt ganz allgemein. Der Grund liege «klar» bei Covid-19 als zusätzlicher Stressquelle. Das Pflegepersonal wurde aber vor allem durch die Gefahr der Covid-19-Übertragung auf Familienangehörige gestresst.

Finnland verhängt Corona-Ausnahmezustand

Finnland hat am Montag den Ausnahmezustand erklärt, um strengere Corona-Massnahmen einführen zu können.

Die Regierung brachte ein Gesetz zur vorübergehenden Schliessung von Restaurants sowie anderen Bereichen bei Lebensmittel- und Getränkedienstleistungen ins Parlament ein, wie es in einer Mitteilung hiess. Es soll am 8. März in Kraft treten und zunächst für drei Wochen gelten. Das Gesetz soll aber nicht pauschal im ganzen Land angewendet werden, sondern nur in besonders betroffenen Regionen.

2560 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 72 Stunden gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 2560 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 neue Todesfälle und 83 Spitaleinweisungen.

Dem BAG sind am Montag innerhalb von 72 Stunden 2560 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. (Symbolbild: Key)

Vor Wochenfrist meldete die Behörde nach dem Wochenende 2449 neue Coronavirus-Ansteckungen, 26 neue Todesfälle und 84 Spitaleinweisungen.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 4,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner 162,38 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,06.

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Möglicherweise regionale Öffnungen in Österreich

In Österreich überlegt die Regierung nach Informationen der Nachrichtenagentur APA regionale weitere Öffnungsschritte.

Demnach könnte es zu Lockerungen im Bundesland Vorarlberg kommen, das eine vergleichsweise niedrige Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat. Nach einem Bericht der «Vorarlberger Nachrichten» warb Landeschef Markus Wallner bei Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober für Öffnungsschritte in Gastronomie, Kultur und Sport. Die Regierung will nach Treffen mit Experten und den Ministerpräsidenten am späten Nachmittag offiziell informieren.

Industriestimmung steigt in Eurozone auf Dreijahreshoch

Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hellt sich trotz Corona-Krise weiter auf. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens IHS Markit stieg im Februar um 3,1 Punkte auf 57,9 Zähler, wie Markit am Montag in London nach einer zweiten Erhebungsrunde mitteilte.

Es ist der höchste Wert des auf einer Umfrage basierenden Indikators seit drei Jahren. Die Industrie entwickle sich immer mehr zum Lichtblick in der Eurozone, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Der Indikator liegt schon seit mehreren Monaten klar über der Wachstumsgrenze von 50 Punkten.

Türkische Wirtschaft 2020 trotz Corona gewachsen - Kreditboom hilft

Die Türkei hat im Corona-Jahr 2020 als eines der wenigen Länder ein Wirtschaftswachstum geschafft. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 1,8 Prozent zu, wie aus den am Montag veröffentlichten amtlichen Daten hervorgeht.

Von den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20) hat nur noch China ein Plus geschafft, das mit 2,3 Prozent sogar noch etwas höher ausfiel. Die Türkei hat ihr vergleichsweise gutes Abschneiden vor allem einem Kreditboom zu verdanken: Die staatlichen Banken haben ihre Darlehensvergabe in der zweiten Jahreshälfte nahezu verdoppelt.

Von der Leyen: Gesetz über «grünen Pass» für Corona-Geimpfte im März

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will noch in diesem Monat einen Gesetzentwurf für einen «digitalen grünen Pass» für Corona-Geimpfte vorlegen.

Damit werde klar, wie der europäische Impfnachweis konkret aussehen solle, sagte von der Leyen am Montag in einer Rede vor den CDU/CSU-Abgeordneten im Europaparlament.

«Wir wollen in den nächsten Monaten die technischen Voraussetzungen schaffen», bekräftigte von der Leyen nach entsprechenden Absprachen beim EU-Gipfel vorige Woche. Und sie fügte hinzu: «Damit der digitale grüne Pass aber ein Erfolg wird, brauchen wir die Unterstützung aller Mitgliedsstaaten. Auch Sie in Deutschland müssen die Voraussetzungen dafür schaffen.»

Zweite Corona-Welle lastet im Januar auf Detailhandel

Die Schweizer Detailhändler haben im Januar wegen der zweiten Corona-Welle weniger verkauft. Entsprechend den behördlichen Verordnungen entwickelten sich die einzelnen Branchen aber sehr unterschiedlich: Nahrungsmittelverkäufe und der Internethandel boomten, der Nichtnahrungsmittel-Sektor brach ein.

Die Schweizer Detailhändler haben im Januar wegen der zweiten Corona-Welle weniger verkauft. (Symbolbild: Key)

Insgesamt sind die Detailhandelsumsätze in der Schweiz im Januar 2021 – bereinigt um Verkaufs- und Feiertagseffekte – zum entsprechenden Vorjahresmonat um 0,9 Prozent gesunken, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag aufgrund provisorischer Zahlen mitteilte. Preisbereinigt, also real, war das Minus mit 0,5 Prozent etwas geringer.

Zum Vormonat sehen die Zahlen allerdings deutlich schlechter aus. So sanken die Umsätze saisonbereinigt zum Dezember 2020 um nominal 4,9 Prozent, und real fielen sie gar um 5,3 Prozent zurück.

Grosse Mehrheit der Deutschen für Lockerung des Corona-Lockdowns

Zweieinhalb Monate nach Beginn eines harten Corona-Lockdowns in Deutschland ist es nach Auffassung einer grossen Mehrheit der Bevölkerung Zeit für Lockerungen.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge sind nur noch gut ein Drittel für eine Beibehaltung (26 Prozent) oder Verschärfung (9 Prozent) der geltenden Einschränkungen. 43 Prozent meinen dagegen, der Lockdown sollte bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer an diesem Mittwoch weiter gelockert werden. 17 Prozent sind sogar für eine komplette Rückkehr zur Normalität. 5 Prozent machten keine Angaben.

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Eintrübung des Images der Schweiz im Ausland wegen Coronavirus

Das Bild der Schweiz im Ausland hat während der Coronavirus-Krise gelitten. Dies sagte Nicolas Bideau, der Direktor von Präsenz Schweiz, einer Abteilung des Aussendepartements EDA zur Förderung des guten Images der Schweiz im Ausland, gegenüber von «Le Nouvelliste» vom Montag.

Das Bild der Schweiz, so perfekt und gut organisiert zu sein, sei während der Coronavirus-Pandemie getrübt worden, erklärte er. Bideau weist in diesem Zusammenhang auf das Schweizer Management der zweiten Coronavirus-Welle hin, das ausländische Zeitungen besonders stark kritisiert hatten. Er stellte jedoch fest, dass kein Staat die Ideallösung in dieser Krise gefunden habe. «Wie in allen anderen Ländern hatten wir unsere Unvollkommenheiten, unsere Momente der Spannung», sagte der Diplomat.

Corona-Pandemie stärkt laut Studie Familien und Beziehungen

Die Corona-Pandemie wirkt sich in den Augen vieler Frauen in der Deutschschweiz positiv auf ihr Beziehungsleben und die Familiensituation aus. Grund dafür ist laut einer Studie die freiwerdende Zeit infolge ausgefallener Veranstaltungen und Treffen.

Die Corona-Pandemie wirke sich sehr stark und alles andere als einheitlich auf die Zufriedenheit der Frauen in der deutschsprachigen Schweiz aus, heisst es in der am Montag publizierten «annajetzt»-Frauenstudie.

Überwiegend negativ beurteilt werden die Auswirkungen der Pandemie auf das Berufsleben. In den meisten anderen Bereichen gehen die Meinungen der Befragten auseinander.

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Detailhandelsumsätze im Januar wegen Pandemie wieder rückläufig

Die Schweizer Detailhändler haben im Januar verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat weniger verkauft. Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat den Unternehmen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die Detailhandelsumsätze in der Schweiz sind im Januar kalenderbereinigt zum entsprechenden Vorjahresmonat um 0,9 Prozent gesunken, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag aufgrund provisorischer Zahlen mitteilte. Preisbereinigt, also real, war das Minus mit 0,5 Prozent etwas geringer.

EU-Staaten gehen unterschiedlich durch die Krise

In der Europäischen Union gehen die Staaten in der Corona-Krise weiter sehr unterschiedliche Wege. Während in Dänemark Lockerungen anstehen, werden die Massnahmen in Tschechien und Norwegens Hauptstadt Oslo wieder verschärft. In Italien gibt es je nach Region sowohl Verschärfungen wie Erleichterungen. In Österreich entscheidet die Regierung drei Wochen nach der Öffnung aller Geschäfte, wie es nun weitergeht. Im Raum stand zuletzt der Neustart der Gastronomie und Hotellerie noch vor Ostern.

«Besorgniserregende Trendwende» in Österreich

Allerdings hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag die Entwicklung bei der Zahl der Neuinfektionen als «besorgniserregende Trendwende» bezeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich aktuell bei etwa 160. Zuletzt war gerade die Zahl der Neuinfektionen unter den Jüngeren deutlich gestiegen. Am Wochenende wurde in Wien unter anderem eine Party mit 100 Gästen in einem Studentenwohnheim von der Polizei aufgelöst.

Wegen Corona: Stars feiern bei den Golden Globes virtuell mit

Vor Beginn der Golden-Globe-Gala drängen sich die Stars gewöhnlich auf dem roten Teppich – doch wegen der Corona-Pandemie ist diesmal alles anders: Kurz vor der 78. Verleihung der Globe-Trophäen stimmten am Sonntagabend (Ortszeit) nominierte Stars wie Carey Mulligan, Leslie Odom Jr. und Kate Hudson in Live-Schalten auf die Show ein. Für die Britin Mulligan war es in ihrer Heimat mitten in der Nacht.

Der britische Komiker Sacha Baron Cohen erhielt ebenfalls einen Globe als als bester Hauptdarsteller in einer Komödie. (Bild: NBC via AP/Keystone)

Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderieren die Zeremonie von getrennten Bühnen aus: Poehler ist in Beverly Hills vor Ort, Fey schaltet sich live aus dem New Yorker Rainbow Room dazu. Die Nominierten sollen in der weitgehend virtuellen Show von Standorten in aller Welt dazugeschaltet werden.

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Indiens Premier gegen Corona-Virus geimpft

Der indische Regierungschef Narendra Modi hat sich öffentlichkeitswirksam gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 70-jährige Premierminister veröffentlichte am Montag ein Bild auf Twitter, auf dem zu sehen ist, wie ihm eine Spritze in den linken Oberarm gesetzt wird. Laut dem Eintrag handelte es sich um die erste Dosis des Vakzins. Dazu schrieb Modi: «Ich appelliere an alle, die zur Impfung berechtigt sind: Lasst uns Indien gemeinsam von Covid-19 befreien!»

Der indische Regierungschef Narendra Modi hat sich öffentlichkeitswirksam gegen das Coronavirus impfen lassen. (Bild: Twitter von Narendra Modi via AP Photo)
Corona-Impfungen auf den Philippinen angelaufen

Mit Verzögerung haben nun auch auf den Philippinen die Impfungen gegen das Corona-Virus begonnen. Als erstes erhielt am Montag der Direktor des wichtigsten Krankenhauses des Landes, Gerardo Legaspi, eine Spritze mit dem Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinovac. Am Sonntag waren 600 000 Dosen davon als Geschenk Pekings an das südostasiatische Land in Manila eingetroffen.

Lieferung des Astrazeneca-Impfstoff verzögert

Weil er als weniger wirksam gilt, hat die philippinische Gesundheitsbehörde diesen Impfstoff allerdings nicht für die Beschäftigten im Gesundheitswesen empfohlen. Deren Gewerkschaft bekräftigte am Montag in einem Appell, die Beschäftigen müssten ihren Impfstoff selbst wählen dürfen. Die grosse Mehrheit von ihnen möchte mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca geimpft werden. Dieses sollte eigentlich am Montag im Land eintreffen, laut philippinischen Behörden wird sich die Lieferung aber um eine weitere Woche verzögern.

In dem Land mit knapp 110 Millionen Einwohnern gab es nach offiziellen Angaben bisher 576 352 Corona-Infektionen. Mindestens 12 318 Menschen starben demnach an oder mit dem Virus.

Maas: Keine Kontrollen an Grenze zu Frankreich trotz Virusvarianten

Bundesaussenminister Heiko Maas hat versichert, dass es trotz der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als Gebiet mit besonders gefährlichen Coronavirus-Varianten dort keine stationären Grenzkontrollen geben wird. «Kaum eine Region ist so vom grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten geprägt wie die zwischen Saar und Mosel. Ich habe den Massnahmen deshalb nur unter der Bedingung zugestimmt, dass es keine erneuten Grenzkontrollen gibt», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Heiko Maas versichert, es soll keine Kontrollen an der Grenze zu Frankreich geben. (Bild: Key)

Die Bundesregierung hatte am Sonntag das an das Saarland und an Rheinland-Pfalz grenzende Département Moselle mit seinen etwa eine Million Einwohnern ab Dienstag als Virusvariantengebiet eingestuft. Damit verbunden ist vor allem eine verschärfte Testpflicht für Einreisende und ein Beförderungsverbot für öffentliche Verkehrsmittel, für das es allerdings Ausnahmen gibt. Stationäre Kontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien oder zum österreichischen Bundesland Tirol soll es nicht geben. Stattdessen soll wie bisher stichprobenartig hinter der Grenze kontrolliert werden.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

In der Schweiz treten ab heute Lockerungen in Kraft

Heute (Montag) treten die ersten Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft. Die Läden dürfen wieder öffnen, Treffen in grösseren Gruppen sind erlaubt und gewisse sportliche Aktivitäten und Museumsbesuche wieder möglich. Mehr Erleichterungen gibt es für Jugendliche.

So sind für die bis 20-Jährigen (Jahrgang 2001) wieder Wettkämpfe in allen Sportarten sowie Konzerte ohne Publikum erlaubt. Kinder- und Jugendchören ist das Singen wieder gestattet. Ausserdem sind Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit wie Jugendtreffs wieder zugänglich.

Zoos und Museen wieder auf

Für alle Schweizerinnen und Schweizer öffnen heute die Einkaufsläden und Märkte für Güter des nicht täglichen Bedarfs, die Museen und Lesesäle von Archiven und die Bibliotheken. Auch die Aussenbereiche von Zoos, botanischen Gärten und Freizeitanlagen sind wieder zugänglich.

Ebenfalls wieder offen sind Sportanlagen im Freien wie Kunsteisbahnen, Tennis- und Fussballplätze oder Leichtathletikstadien. Es gelten überall Maskenpflicht sowie Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen.

AstraZeneca stösst Moderna-Beteiligung für Milliardenbetrag ab

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat einem Zeitungsbericht zufolge seine Beteiligung an dem US-Biotech-Unternehmen Moderna verkauft. AstraZeneca habe seine Anteile in Höhe von 7,7 Prozent für mehr als eine Milliarde Dollar abgestossen.

AstraZeneca soll seine Anteile an BionTech für mehr als eine Milliarde Dollar abgestossen haben. (Symbolbild: Keystone)

Dies berichtete «The Times» am Sonntagabend. Die Transaktion geschah offenbar nachdem die Aktien des US-Pharmaherstellers wegen des Durchbruchs beim Coronavirus-Impfstoff in die Höhe geschnellt waren. Es sei allerdings nicht klar, über welchen Zeitraum die in Grossbritannien ansässige AstraZeneca ihre Beteiligung an Moderna verkauft habe, hiess es weiter.

Südafrika lockert Corona-Massnahmen – Sorge um Wirtschaft

Südafrika lockert angesichts weniger neu gemeldeter Corona-Fälle seine Lockdown-Massnahmen. Das kündigte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa am Sonntag, 28. Februar, an. Unter anderem werden die Ausgangssperre verkürzt und die Einschränkungen bei Treffen und dem Verkauf von Alkohol gelockert, sagte Ramaphosa in einer Fernsehansprache an die Bürger.

Von den Lockerungen erwarte man höhere Konsumausgaben und eine stetige Erholung des Arbeitsmarkts, sagte Ramaphosa. «Unsere ganze Anstrengung muss dem Wachstum der Wirtschaft gelten.» 33 der 53 Grenzübergänge ins Land bleiben geschlossen, zudem sind nur fünf Flughäfen für internationale Reisen geöffnet.

Bundespräsident ruft zum Gedenken für Opfer der Pandemie auf

Am Freitag, 5. März, ist es ein Jahr her, dass in der Schweiz die erste Person im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben ist. Bundespräsident Guy Parmelin ruft zu einer Gedenkminute und Glockengeläute für die mittlerweile über 9’000 Verstorbenen auf.

«Der 5. März ist die Gelegenheit, am Mittag die Glocken läuten zu lassen und für eine Schweigeminute innezuhalten», schrieb Parmelin am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Auf der Webseite seines Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) veröffentlichte der Bundespräsident eine persönliche Botschaft:

Mehr dazu lesen Sie hier.

Neue Corona-Beschränkungen in Oslo: Restaurants und Geschäfte dicht

Nach einem erneuten Anstieg der lokalen Corona-Zahlen durch die Ausbreitung der britischen Virus-Variante schliesst die norwegische Hauptstadt Oslo alle Lokale und Geschäfte. Das gab der Vorsitzende der städtischen Regierung, Raymond Johansen, am Sonntagabend auf einer Pressekonferenz bekannt. Restaurants dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten, Ausnahmen bei der vorübergehenden Geschäftsschliessung gelten unter anderem für Supermärkte und Apotheken. Von organisierten Freizeitaktivitäten für Erwachsene wird ebenso abgeraten wie von privaten Zusammenkünften und Besuchen.

(Bild: Keystone)

Die Massnahmen gelten von Mitternacht in der Nacht zum Dienstag bis vorläufig zum 15. März. Der Beschluss wurde vor dem Hintergrund gefasst, dass die britische Variante nach Angaben der norwegischen Gesundheitsbehörde FHI mittlerweile die dominierende in Oslo ist.

EU-Zulassung von Johnson & Johnson-Vakzin Mitte März erwartet

Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Samstag eine Notfallzulassung für das Präparat von Johnson & Johnson. In den USA ist es das dritte zugelassene Vakzin. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA erwartet das Ergebnis der bei ihr laufenden Prüfungen für Mitte März. Laut Bundesgesundheitsministerium bekommt Deutschland 36,7 Millionen Johnson & Johnson-Dosen über die EU.

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