Ein Luzerner Arzt verlor seine Bewilligung, weil er sich gegen Corona-Schutzmassnahmen wehrte. 350 Menschen protestierten gegen den Entscheid. (Bild: Keystone)
Schweiz

Arzt verliert nach Gegenwehr gegen Corona-Massnahmen Bewilligung

Der Kanton Luzern hat einem Arzt, der sich gegen Corona-Schutzmassnahmen gestellt hatte, die Bewilligung entzogen. 350 Menschen protestierten dagegen.

Der Kanton Luzern hat dem Arzt, der sich gegen Corona-Schutzmassnahmen gestellt hatte, vorsorglich die Bewilligung entzogen. Er soll schwerwiegend die Berufspflichten verletzt haben. Am Montagabend protestierten in Luzern rund 350 Personen gegen diesen Entscheid.

Über den vorläufigen Entzug der Praxisbewilligung berichteten verschiedene Medien. Der Kanton Luzern bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Massnahme. Zu Details in laufenden Verfahren würden keine Auskünfte gegeben, erklärte ein Sprecher des Gesundheits- und Sozialdepartements.

Maskenfrage im Zentrum

Gemäss SRF wird dem Arzt aus Ebikon LU vorgeworfen, bei Behandlungen von Patientinnen und Patienten in seiner Praxis keine Schutzmaske getragen und Maskendispensationen auf schriftliche Anfrage hin ausgestellt zu haben. Zudem habe er mit unbelegten Aussagen zur Corona-Impfung die Bevölkerung unbegründet verängstigt.

Am Montagabend fand in der Luzerner Innenstadt eine Solidaritätsdemonstration für den Arzt statt. Wie Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei, auf Anfrage sagte, nahmen rund 350 Personen daran teil. In mehreren Gruppen zogen die Demonstranten vom Schwanenplatz über die Seebrücke bis zum Regierungsgebäude und zurück in die Altstadt.

Die Polizei sei präsent gewesen und die Stimmung war laut Wigger friedlich. In Absprache mit der Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen liess die Polizei die Kundgebung laufen.

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