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Schweiz

Berset stellt Grossveranstaltungen im Sommer in Aussicht

Die Hoffnung auf Sport- und Festivalevents im Sommer lebt und Wenigverdienende leiden besonders. Das sind die Schlagzeilen der Sonntagspresse.

Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:

Ein Sommer mit Grossveranstaltungen?

Gesundheitsminister Alain Berset stellt weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen für die kommenden Monate in Aussicht. Kultur- und Sportveranstaltungen könnten rasch wieder zugelassen und im Sommer sogar Grossveranstaltungen erlaubt werden. Das bestätigte Bersets Kommunikationschef Peter Lauener gegenüber der «SonntagsZeitung». Das Innendepartement werde diese Vorschläge dem Bundesrat demnächst zur Diskussion stellen. Der Entscheid dürfte in den nächsten Wochen, frühestens jedoch am 17. März, fallen. Musikfans können somit auf einen Festivalsommer hoffen. Und Profisportligen könnten ab Sommer wieder vor einem grösseren Publikum spielen. Dies aber unter strengen Auflagen. Die Organisatoren bleiben vorerst skeptisch, ob sich die Anlässe auch bei solch hohen Hürden noch rechnen.

Soziale Ungleichheit in der Schweiz verschärft sich

Die Corona-Pandemie verschärft die soziale Ungleichheit. Das zeigt eine Studie der Konjunkturforschungsstelle (KOF) an der ETH Zürich. Demnach müssen Haushalte mit einem Einkommen von unter 4’000 Franken wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit mit 20 Prozent weniger Lohn auskommen, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Ein Drittel der Angestellten im Tieflohnsektor seien in der Pandemie mit weniger Einkommen konfrontiert. Jeder zweite Geringverdiener müsse seine Ersparnisse plündern. Jede neunte Person habe sich verschuldet. Besonders stark von Lohneinbussen betroffen seien einmal mehr Migrantinnen und Migranten. Frauen litten stärker als Männer unter der Pandemie. Denn zwei Drittel der Tieflohnbezüger seien weiblich.

Alters-Abstufung beim Impfen ein mögliches Szenario

Jugendliche und junge Erwachsene leiden besonders stark unter den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Nun drohen sie laut «NZZ am Sonntag» auch als Letzte von den Lockerungen zu profitieren, weil zunächst Risikogruppen und ältere Menschen geimpft werden sollen. Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich etwa sieht eine Abstufung nach Alter vor. Die Eidgenössische Kommission für Impffragen diskutiert derzeit mit dem Bund über eine Anpassung der Empfehlungen, wie deren Präsident, Christoph Berger, sagte. Eine Abstufung bei den unter 65-Jährigen könnte die Impfzentren entlasten. Die Jungparteien haben dafür kein Verständnis. Es wäre prekär, wenn die Jungen als Letzte wieder Festivals besuchen und in die Ferien reisen dürften, so Sarah Bünter von der Jungen Mitte.

Hotellerie leidet besonders in den Städten

Die Schweizer Hotellerie leidet enorm unter der Corona-Pandemie. Das lässt sich laut «SonntagsZeitung» auch mit Zahlen belegen. Besonders in den Städten sei die Situation ruinös. Im Februar habe die Auslastung der Stadthotels im Schnitt noch 15 Prozent betragen. Schon die ganze Wintersaison brachte grosse Verluste. Weil Reisebeschränkungen die Geschäfts- und Städte-Reisen lahm legten, betrug das Minus pro Betrieb im Schnitt 1,5 Millionen Franken. In den Wintersportorten war die Situation ebenfalls dramatisch. So waren Betriebe in den alpinen Regionen im Februar nur zu rund 50 Prozent ausgelastet – trotz Sportferien. Über die ganze Wintersaison resultierte trotz viel Schnee und gutem Wetter durchschnittlich ein Minus von 773’000 Franken.

Bundesrat prüft Ausstieg aus Rahmenvertrag-Verhandlungen

Der Bundesrat prüft laut Recherchen der «SonntagsZeitung» den Ausstieg aus den Verhandlungen mit der EU über den Rahmenvertrag. Im Europa-Ausschuss werde über einen Interimsvertrag diskutiert, wie ihn der ehemalige Staatssekretär und heute ETH-Professor Michael Ambühl vor einiger Zeit vorgeschlagen habe. Demnach sollten die Verhandlungen während einiger Jahre auf Eis gelegt werden. Die Schweiz solle keine neuen EU-Verträge mehr verlangen und die EU im Gegenzug garantieren, dass die bestehenden Verträge à jour gehalten werden. Sollte der Rahmenvertrag keine Mehrheit im Parlament und im Volk finden, müsse der Bundesrat den Vertrag ablehnen, fordern laut «SonntagsBlick» die Parteispitzen von FDP und SP.

ETH soll sexuelle Belästigung stärker bekämpfen

Der Bundesrat fordert die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) in Zürich und Lausanne auf, Kampagnen zur Bekämpfung von Belästigungen durchzuführen. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, unterstützt die Regierung eine entsprechende Motion der nationalrätlichen Bildungskommission. Der Bundesrat verlangt Massnahmen sowie einen Bericht. Hintergrund sind jüngste Meldungen zu sexuellen Belästigungen und Homophobie an der ETH Lausanne. Doch auch in Zürich gab es in den letzten Jahren Fälle von Übergriffen. Der Bundesrat erwartet zudem, dass der ETH-Bereich in den nächsten Jahren für Chancengleichheit sorgt und die Diversität fördert.

Steuerzahler legen über drei Milliarden Franken Schwarzgeld offen

Schweizer Steuerpflichtige haben im letzten Jahr mehr als 3 Milliarden Franken Schwarzgeld offengelegt. Das ergab eine Umfrage der «NZZ am Sonntag» bei den kantonalen Steuerämtern. Demnach haben sich etwa 5’300 Steuerpflichtige selbst angezeigt, weil sie bisher Steuersubstrat vor dem Fiskus versteckt gehalten hatten. Die jüngsten Zahl zeigen, dass sich die Welle der Selbstanzeigen, die durch den automatischen Informationsaustausch ausgelöst worden ist, abgeflacht hat. Aus den Selbstanzeigen, die 2020 bearbeitet wurden, konnten die Kantone Einnahmen aus der Nachbesteuerung im Umfang von rund 400 Millionen Franken verbuchen.

Die Post will weiter auf A-Sendungen setzen

Der Konzernchef der Schweizer Post, Roberto Cirillo, will an der A-Post festhalten. Er verstehe nicht, warum ein in der Bevölkerung beliebter Dienst wie die A-Post eingeschränkt werden sollte. Cirillo erinnerte gegenüber der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» daran, dass auf die A-Post rund 30 Prozent aller Briefsendungen entfielen, während 20 Prozent als Briefe ohne Priorität verschickt würden. Der Rest seien Massensendungen. Insgesamt habe die Post im letzten Jahr 1,7 Milliarden Briefe befördert, 1,4 Milliarden Werbesendungen und 1 Milliarde Zeitungen. Die Post wolle die Qualität hoch halten, sagte Cirillo.

1 Kommentar

  1. Auch Hr. Berset hat anscheinend aus dem letzten Jahr / Sommer nichts gelernt. Es ist absolut kontra produktiv zun jetzigen Zeitpunkt sowas anzudeuten / kommunizieren! Jetzt ist es wichtiger bei den jetzigen oder tieferen Fallzahlen zu bleiben und Schritt für Schritt zu öffnen und stets zu überprüfen, dass die Fallzahlen nicht wieder steigen. Von was im Sommer sein könnte/soll ist irrelevant im Moment und erzeugt nur unnötigen Druck resp. dann allenfalls Frust.Report

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