Simon Amman am Samstag in Oberstdorf. (Bild: Keystone)
Schweiz

Ammann und Deschwanden verpassen die Top Ten klar

Simon Ammann und Gregor Deschwanden zeigen an der WM in Oberstdorf von der Normalschanze ordentliche Sprünge - mehr aber nicht.

Die Klassierungen 20 und 24 liegen hinter den Erwartungen.

Ammann segelte im ersten Umgang mit etwas mehr Anlauf als die Weltbesten auf 103 m, in der Reprise liess er 95 m folgen. Die Weiten stimmten, insbesondere wenn man bedenkt, dass er vor zwei Monaten an der Vierschanzentournee an gleicher Stätte absolut chancenlos gewesen war. Die Landung gelang dem Routinier aber zweimal nicht wunschgemäss. Allein bei den Stilnoten büsste er auf einen Durchschnitts-Springer 8 Punkte ein, was ihm nun an diesem Titelkampf vier Positionen kostete.

Mit Platz 24 enttäuschte Deschwanden an seinem 30. Geburtstag. Er hätte mehr drauf als 97,5 und 94 m. Pech bekundete Dominik Peter. Der junge Zürcher verpasste als 31. den Finaldurchgang hauchdünn.

Der grosse Favorit Halvor Egner Granerud wandelte seine Dominanz wie schon bei der Skiflug-WM oder der Vierschanzentournee nicht in den Triumph um. Der Norweger steigerte sich vom 16. Zwischenrang noch auf Platz 4 – doppelt bitter. Als Nachfolger von Dawid Kubacki liess sich sein Landsmann Piotr Zyla feiern. Der Pole, bereits 34-jährig, gewann mit Flügen auf 105 und 102,5 m deutlich. Etwas überraschend war auch die Silbermedaille für den Lokalmatadoren Karl Geiger. Bronze holte der Slowene Anze Lanisek.

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