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Fokus Corona vom 26. Februar 2021.
Basel

Heiraten in Corona-Zeiten – geht das?

Heiraten in Zeiten von Corona ist alles andere als romantisch. Abstand, Maskenpflicht und Personenbeschränkung schrecken viele Paare ab.

Für viele Paare ist die Hochzeit einer der schönsten Tage ihres Lebens. Mit den Liebsten anstossen, essen und die Liebe feiern. Das ist zurzeit nicht möglich. Die Restaurants sind geschlossen und die Besucheranzahl stark eingeschränkt. So kann sich das Hochzeitspaar lediglich vor ihren Trauzeugen das Ja-Wort geben.

Weniger Trauungen in beiden Basel

Diese Einschränkungen haben während der ersten Corona-Welle im Frühling 2020 auf dem Basler Standesamt für einige emotionale Momente gesorgt. «Im letzten März hatten wir einige emotionale Ausbrüche. Die Paare hatten sich da Monate lang auf ihre Hochzeit vorbereitet und waren dann gezwungen, im viel kleineren Rahmen zu heiraten. Mittlerweile ist es weniger emotional. Die Paare sind sich jetzt bewusst, dass die Regeln immer wieder ändern können und sie vielleicht im kleineren Rahmen heiraten müssen», sagt der Leiter des Zivilstandsamts Basel, Massimo Di Nucci.

Die Hochzeitstermine werden immer wieder verschoben oder schon gar nicht gebucht. Diese Entwicklung spürt man nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Standesamt Baselland: «Wenn wir dieses Jahr mit den Jahren 2019 und 2020 vergleichen, sehen wir, dass die Terminbuchung und Anfrage zurückgegangen ist», erklärt Leiterin Angela Weber.

Maske abnehmen nur beim Ja-Wort erlaubt

Schuld an den wenigen Buchungen ist vor allem das strikte, aber nötige Sicherheitskonzept, meint Di Nucci. «Zwischen den Trauzeugen, den Paaren und dem Standesbeamten ist eine Plexiglasscheibe aufgestellt und alle tragen eine Maske. Die einzige Ausnahme ist der Moment wo sich das Paar das Ja-Wort gibt. Da darf das Brautpaar die Maske abnehmen, so kann der Zivilstandesbeamte das Ja-Wort auch wirklich abnehmen.»

Die Verschiebungen der Hochzeiten komme aber auch vielen Paaren gelegen meint Michael Ruzidowic. Der Hochzeitsplaner von Zankyou Weddings begleitet die Brautpaare bis zum Tag der Trauung. «Die Brautpaare nutzen die Verschiebung, um die Hochzeit nochmals neu zu überdenken und die Feier grösser oder kleiner zu machen. Viele Paare haben ja ihre Hochzeiten auf das 2021 verschoben oder auf das 2022. Da kann es sein, dass die Location, die sie eigentlich haben wollten, die aber im vergangenen Jahr ausgebucht war, jetzt frei ist.»

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