Featured Video Play Icon
Schweiz

Erste moderate Massnahmen-Lockerungen treten in Kraft

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
In der Schweiz treten ab heute Lockerungen in Kraft

Heute (Montag) treten die ersten Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft. Die Läden dürfen wieder öffnen, Treffen in grösseren Gruppen sind erlaubt und gewisse sportliche Aktivitäten und Museumsbesuche wieder möglich. Mehr Erleichterungen gibt es für Jugendliche.

So sind für die bis 20-Jährigen (Jahrgang 2001) wieder Wettkämpfe in allen Sportarten sowie Konzerte ohne Publikum erlaubt. Kinder- und Jugendchören ist das Singen wieder gestattet. Ausserdem sind Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit wie Jugendtreffs wieder zugänglich.

Zoos und Museen wieder auf

Für alle Schweizerinnen und Schweizer öffnen heute die Einkaufsläden und Märkte für Güter des nicht täglichen Bedarfs, die Museen und Lesesäle von Archiven und die Bibliotheken. Auch die Aussenbereiche von Zoos, botanischen Gärten und Freizeitanlagen sind wieder zugänglich.

Ebenfalls wieder offen sind Sportanlagen im Freien wie Kunsteisbahnen, Tennis- und Fussballplätze oder Leichtathletikstadien. Es gelten überall Maskenpflicht sowie Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen.

AstraZeneca stösst Moderna-Beteiligung für Milliardenbetrag ab

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat einem Zeitungsbericht zufolge seine Beteiligung an dem US-Biotech-Unternehmen Moderna verkauft. AstraZeneca habe seine Anteile in Höhe von 7,7 Prozent für mehr als eine Milliarde Dollar abgestossen.

AstraZeneca soll seine Anteile an BionTech für mehr als eine Milliarde Dollar abgestossen haben. (Symbolbild: Keystone)

Dies berichtete «The Times» am Sonntagabend. Die Transaktion geschah offenbar nachdem die Aktien des US-Pharmaherstellers wegen des Durchbruchs beim Coronavirus-Impfstoff in die Höhe geschnellt waren. Es sei allerdings nicht klar, über welchen Zeitraum die in Grossbritannien ansässige AstraZeneca ihre Beteiligung an Moderna verkauft habe, hiess es weiter.

Südafrika lockert Corona-Massnahmen – Sorge um Wirtschaft

Südafrika lockert angesichts weniger neu gemeldeter Corona-Fälle seine Lockdown-Massnahmen. Das kündigte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa am Sonntag, 28. Februar, an. Unter anderem werden die Ausgangssperre verkürzt und die Einschränkungen bei Treffen und dem Verkauf von Alkohol gelockert, sagte Ramaphosa in einer Fernsehansprache an die Bürger.

Von den Lockerungen erwarte man höhere Konsumausgaben und eine stetige Erholung des Arbeitsmarkts, sagte Ramaphosa. «Unsere ganze Anstrengung muss dem Wachstum der Wirtschaft gelten.» 33 der 53 Grenzübergänge ins Land bleiben geschlossen, zudem sind nur fünf Flughäfen für internationale Reisen geöffnet.

Bundespräsident ruft zum Gedenken für Opfer der Pandemie auf

Am Freitag, 5. März, ist es ein Jahr her, dass in der Schweiz die erste Person im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben ist. Bundespräsident Guy Parmelin ruft zu einer Gedenkminute und Glockengeläute für die mittlerweile über 9’000 Verstorbenen auf.

«Der 5. März ist die Gelegenheit, am Mittag die Glocken läuten zu lassen und für eine Schweigeminute innezuhalten», schrieb Parmelin am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Auf der Webseite seines Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) veröffentlichte der Bundespräsident eine persönliche Botschaft:

Mehr dazu lesen Sie hier.

Neue Corona-Beschränkungen in Oslo: Restaurants und Geschäfte dicht

Nach einem erneuten Anstieg der lokalen Corona-Zahlen durch die Ausbreitung der britischen Virus-Variante schliesst die norwegische Hauptstadt Oslo alle Lokale und Geschäfte. Das gab der Vorsitzende der städtischen Regierung, Raymond Johansen, am Sonntagabend auf einer Pressekonferenz bekannt. Restaurants dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten, Ausnahmen bei der vorübergehenden Geschäftsschliessung gelten unter anderem für Supermärkte und Apotheken. Von organisierten Freizeitaktivitäten für Erwachsene wird ebenso abgeraten wie von privaten Zusammenkünften und Besuchen.

(Bild: Keystone)

Die Massnahmen gelten von Mitternacht in der Nacht zum Dienstag bis vorläufig zum 15. März. Der Beschluss wurde vor dem Hintergrund gefasst, dass die britische Variante nach Angaben der norwegischen Gesundheitsbehörde FHI mittlerweile die dominierende in Oslo ist.

EU-Zulassung von Johnson & Johnson-Vakzin Mitte März erwartet

Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Samstag eine Notfallzulassung für das Präparat von Johnson & Johnson. In den USA ist es das dritte zugelassene Vakzin. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA erwartet das Ergebnis der bei ihr laufenden Prüfungen für Mitte März. Laut Bundesgesundheitsministerium bekommt Deutschland 36,7 Millionen Johnson & Johnson-Dosen über die EU.

Israel will Impfkampagne für palästinensische Arbeiter beginnen

Israel will in den kommenden Tagen mit der Impfung von Zehntausenden palästinensischen Arbeitern beginnen. Das teilte das Verteidigungsministerium des Landes am Sonntag mit. Palästinenser mit einer Arbeitserlaubnis für Israel oder die Industriegebiete an oder innerhalb der Siedlungen des Westjordanlands sollen den Impfstoff des Herstellers Moderna erhalten.

Israelische Ärzteteams würden an ausgewählten Punkten im Westjordanland eingesetzt, wo palästinensische Arbeiter geimpft werden könnten, hiess es in der Mitteilung des Ministeriums, das die zivilen Angelegenheiten im besetzten Gebiet koordiniert.

Viele Schüler in Italien wegen Corona wieder im Distanzunterricht

Mit den aktualisierten Corona-Beschränkungen müssen ab Montag wieder viele Schüler in Italien per Internet den Unterricht verfolgen. Das gilt unter anderem für die Regionen Basilikata und Molise in Süditalien, in denen ab Montag ein Lockdown herrscht.

Die neue Zonen-Einteilung hatte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Samstag angeordnet. In anderen Regionen schritten die Regierungen bereits ein und schlossen teilweise Schulen in Gegenden, in denen sich Infektionsherde gebildet hatten.

Mehr als 20 Millionen Menschen in Grossbritannien haben Erstimpfung

Mehr als 20 Millionen Menschen haben in Grossbritannien eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten, das sind etwa 30 Prozent. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag mit.

In Grossbritannien wird anders als in Deutschland sowohl der Astrazeneca-Impfstoff als auch das Präparat von Biontech und Pfizer im Abstand von bis zu zwölf Wochen verabreicht, damit so viele Menschen wie möglich schnell eine Erstimpfung erhalten können. Die Zahl der für den vollen Impfschutz notwendigen Zweitimpfungen lag in dem Land zuletzt noch bei unter einer Million.

(Bild: Keystone)

Nach Berechnungen der «Financial Times» wirkt sich der rapide Fortschritt des britischen Impfprogramms bereits auf Neuinfektionen, Krankenhauseinweisungen und Todesfällen aus. Demnach sinken die Zahlen bei den bereits zu grossen Teilen geimpften über 80-Jährigen deutlich schneller als bei jüngeren Altersgruppen.

Färöer-Inseln erstmals seit Juli 2020 ohne aktiven Corona-Fall

Die Färöer-Inseln haben erstmals seit Juli 2020 keinen aktiven Corona-Fall mehr. Am Wochenende prangte eine blaue Null in der entsprechenden Auflistung auf der Corona-Webseite der Inselgruppe, nachdem dort bereits am späten Freitagabend zu lesen gewesen war: «Covid-free – for now» (Covid-frei – vorerst). Die vorerst letzte infizierte Person ist demnach am Freitag als gesund erklärt und aus der Quarantäne entlassen worden.

Einreiseregeln nach Deutschland für französische Grenzregion Moselle werden verschärft

Im Kampf gegen die Ausbreitung gefährlicher Mutationen des Coronavirus wird die Einreise aus der französischen Grenzregion Moselle nach Deutschland erschwert. Mit Wirkung ab Dienstag stufte die Bundesregierung die an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzende Region am Sonntag als sogenanntes Virusvariantengebiet ein, wie das Robert Koch-Institut im Internet bekannt gab.

Kulturbranche verlangt schnelle Hilfe und klare Richtlinien

Der Kultursektor verlangt vom Bund klare Richtlinien im Hinblick auf eine mögliche Lockerung der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie. Zudem müssten die Lücken bei den Unterstützungs- und Entschädigungsgeldern für das weitgehende Berufsverbot geschlossen werden.

Mehr dazu hier.

Hunderte demonstrieren in Kopenhagen gegen Corona-Beschränkungen

Bei einer Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen sind in Kopenhagen acht Personen festgenommen worden. Ihnen werden Verstösse gegen das Feuerwerksgesetz und andere Ordnungswidrigkeiten vorgeworfen, wie die Polizei der dänischen Hauptstadt in der Nacht zum Sonntag mitteilte.

(Bild: Keystone)

Zu der Demonstration hatten sich auf Facebook mehr als 1’300 Menschen angemeldet. Laut Polizei hatten sich zunächst knapp 600 Menschen am Samstagabend zu der Demo versammelt, weitere schlossen sich demnach später an, so dass zu einem Zeitpunkt bis zu 1’200 dabei waren, wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtete. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten, dass viele der Demonstranten Bengalos in den Händen hielten.

Die Organisatoren kritisieren die dänische Regierung für die anhaltenden Corona-Massnahmen im Land. Sie halten auch nichts davon, Mund-Nasen-Schutz zu tragen, manche stellen die vom Coronavirus ausgehende Gefahr gänzlich in Frage.

Gesundheits-Direktor: Frankreich kann Corona-Lockdown noch verhindern

Frankreichs Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde geht davon aus, dass das Land trotz angespannter Corona-Situationen einen landesweiten Lockdown verhindern kann.

«Ein Lockdown kann immer noch vermieden werden, wenn sich alle mobilisieren, wenn sich alle anstrengen», sagte Jérôme Salomon der Sonntagszeitung «Journal du Dimanche». Frankreich befinde sich in der «kritischen Phase eines Wettlaufs». Bisher habe man Zeit gewinnen können – etwa durch die abendliche Ausgangssperre.

Heute sind zwischen 15 und 20 Prozent der französischen Bevölkerung immun und 5 Prozent sind geimpft. (Bild: Keystone)

Am meisten bereite derzeit die Verbreitung der Varianten Sorge. «Ihre Anwesenheit bedeutet, dass wir eine höhere Stufe der kollektiven Immunität erreichen müssen, nämlich 80 Prozent. Heute sind zwischen 15 und 20 Prozent der französischen Bevölkerung immun und 5 Prozent sind geimpft.»

Problematisch sei auch, dass es viele asymptomatische Fälle bei jungen Menschen gebe. Salomon rief die Menschen dazu auf, sich beim geringsten Zweifel testen zu lassen. Das ist in Frankreich problemlos in Apotheken und medizinischen Laboren möglich. Pro Woche werden in der Regeln mehr als zwei Millionen Tests durchgeführt.

In Genf werden drei Corona-Spürhunde ausgebildet

Hunde sind in der Lage, das Coronavirus mit ihrem feinen Geruchssinn aufzuspüren. Nun haben das Universitätsspital Genf zusammen mit der Schweizer Armee und dem Sicherheitsdienst der Uno ein Projekt für die Ausbildung von Corona-Spürhunden lanciert, wie die «SonntagsZeitung» und «Le Matin dimanche» berichten.

In Wien hat die Ausbildung eines Corona-Spürhundes im Januar dieses Jahres begonnen. (Bild: Keystone)

In den nächsten Tagen treten im Rahmen einer Machbarkeitsstudie drei Hunde ihre Corona-Ausbildung an. Es geht darum, zu testen, ob die Spürhunde ein verlässliches Resultat erzielen. Sollten die Genfer Spürhunde Erkenntnisse aus dem Ausland bestätigen, könnten die Hunde auch in der Schweiz überall dort eingesetzt werden, wo ein Infektionsherd vermutet werde so etwa in Schulen, Unternehmen oder bei Grossanlässen wie Sportveranstaltungen.

Bundesrat will keinen Gedenktag für knapp 10'000 Corona-Opfer

Der Bundesrat verzichtet vorerst auf einen Gedenkakt für die knapp 10’000 Opfer der Corona-Pandemie. Die Landesregierung habe sich mit der Frage eines Gedenkanlasses befasst, sagte Ursula Eggenberger, Sprecherin der Bundeskanzlei, gegenüber dem «SonntagsBlick». Die Bewältigung der andauernden Pandemie habe für den Bundesrat Priorität.

In die Bresche springen wollen die Landeskirchen. Sie bereiten derzeit hinter den Kulissen Traueranlässe für die Ostertage vor. Details stehen noch aus. Die katholische Kirche will am 29. März in allen Bistümern Gedenken für die Opfer der Pandemie abhalten, wie eine Sprecherin der Schweizer Bischofskonferenz sagte.

Hotellerie rechnet mit grossen Verlusten in der Wintersaison

Trotz offener Skipisten rechnen die Schweizer Hotels auch für die Wintersaison mit grossen Verlusten. Nach Angaben von HotellerieSuisse erwarten die Betriebe schweizweit im Durchschnitt Umsatzeinbussen von einer Million Franken.

Die Stadthotels gingen von November bis April sogar von einem Verlust von über 1,5 Millionen Franken pro Betrieb aus, teilte HotellerieSuisse am Sonntag mit. Allein im Februar werde die Auslastung der Hotels in den grossen Städten auf 15 Prozent sinken nach 50 Prozent im Jahr 2019.

Mehr dazu hier.

Blick in das Innere des geschlossenen Restaurants im Hotel Helvetia: den Schweizer Stadthotels fehlen die Gästen. (Bild: Keystone)
Chance auf Festivalsommer besteht

Gesundheitsminister Alain Berset stellt weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen für die kommenden Monate in Aussicht. Kultur- und Sportveranstaltungen könnten rasch wieder zugelassen und im Sommer sogar Grossveranstaltungen erlaubt werden. Das bestätigte Bersets Kommunikationschef Peter Lauener gegenüber der «SonntagsZeitung». Das Innendepartement werde diese Vorschläge dem Bundesrat demnächst zur Diskussion stellen. Der Entscheid dürfte in den nächsten Wochen, frühestens jedoch am 17. März, fallen. Musikfans können somit auf einen Festivalsommer hoffen. Und Profisportligen könnten ab Sommer wieder vor einem grösseren Publikum spielen. Dies aber unter strengen Auflagen. Die Organisatoren bleiben vorerst skeptisch, ob sich die Anlässe auch bei solch hohen Hürden noch rechnen.

Im Sommer könnten laut Bersets Kommunikationschef gar Grossveranstaltungen wieder erlaubt werden. (Archivbild: Keystone)
Brasilien hofft auf Impfstoff-Durchbruch

Während sich das Coronavirus weiter rasant in Brasilien verbreitet, schöpft das Land neue Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Impfungen. Am Samstag kam eine wichtige Lieferung mit Grundstoffen zur Herstellung von 12,2 Millionen Dosen des Astrazeneca-Vakzins in Rio de Janeiro an, wie brasilianische Medien berichteten. Der Arzneistoff-Import aus China soll den Beginn einer Erfolgsgeschichte markieren – so erhoffen es sich zumindest viele Brasilianer: Denn das bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas setzt darauf, durch die eigene Herstellung von Impfstoffen unabhängiger zu werden von ausländischen Anbietern und deren Produktions- und Lieferengpässen. Die vorhandenen Möglichkeiten sollen endlich genutzt werden.

Die Pandemie wütet in Brasilien unkontrolliert weiter: Bislang haben sich mehr als 10,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)

Mit der Forschungseinrichtung «Fundação Oswaldo Cruz» (Fiocruz) in Rio de Janeiro verfügt Brasilien über eine Impffabrik, die als die grösste Lateinamerikas gilt doch bislang wurde dort mangels Arzneistoffen kaum Corona-Impfstoff produziert. Und das obwohl das Land besonders schwer von der Pandemie getroffen wurde.

Das soll sich nun ändern: Bis zur Jahresmitte will die Fiocruz gut 110 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca auf der Basis von importiertem Arzneistoff herstellen, in der zweiten Jahreshälfte dank Technologietransfers dann weitere 110 Millionen Dosen völlig eigenständig produzieren können.

Eine Mitarbeiterin von Fiocruz trägt den in Phiolen abgefüllten Astrazeneca-Impfstoff. (Bild: Keystone)
Proteste nach «VIP-Impfungen» in Argentinien

Nach einem Skandal um vorgezogene Impfungen wichtiger Persönlichkeiten (VIP) sind in Argentinien tausende Menschen auf die Strasse gegangen. In der Hauptstadt Buenos Aires versammelten sich die Demonstranten vor dem Regierungssitz und forderten eine gerechte Verteilung des Corona-Impfstoffs.

Der Skandal war ans Tageslicht gekommen, nachdem ein Journalist im Radio berichtet hat, er sei dank seiner persönlichen Freundschaft mit Gesundheitsminister Ginés Gonzalez García bereits ausser der Reihe geimpft worden.

Der Gesundheitsminister Gines Gonzalez Garcia (rechts) musste daraufhin zurücktreten. (Archivbild: Keystone)
Biden «begeistert» über Notfallzulassung für Corona-Impfstoff

US-Präsident Joe Biden hat die Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson in den Vereinigten Staaten als wichtige Etappe bei der Bewältigung der Pandemie begrüsst. Biden sprach am Samstagabend (Ortszeit) von «begeisternden Nachrichten für alle Amerikaner und einer ermutigenden Entwicklung in unserem Bemühen, die Krise zu beenden». Die zuvor von der US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte Notfallzulassung sei aber kein Grund zur Entwarnung, auch wenn es «Licht am Ende des Tunnels» gebe. Entscheidend sei, schnellstmöglich so viele Menschen wie möglich zu impfen und Abstands- und Hygieneregeln weiterhin einzuhalten.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson erhält Notfallzulassung in USA

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt. Das teilte die FDA am Samstag (Ortszeit) mit. Damit ist nach den Impfstoffen des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie des US-Pharma-Unternehmens Moderna nun ein dritter Corona-Impfstoff in den USA bedingt zugelassen. Zudem handelt es sich um das erste Präparat, das nur einmal gespritzt werden muss.

Mehr dazu hier.

Das Vakzin von Johnson & Johnson hat laut Zwischenergebnissen der Phase-III-Studie vier Wochen nach der Verabreichung eine Wirksamkeit von 66 Prozent bei mittleren oder schweren Krankheitsverläufen. (Archivbild: Keystone)

Hunderte demonstrieren in Dublin teils gewaltsam gegen Lockdown

Hunderte Menschen haben am Samstag in der irischen Hauptstadt Dublin teils gewaltsam gegen die Lockdown-Massnahmen in dem Land demonstriert. Zu Zusammenstössen mit der Polizei kam es nach Angaben des irischen Rundfunksenders RTÉ, als Demonstranten versuchten, zu einem zentral gelegenen Park durchzudringen. Mehrere Menschen wurden demnach festgenommen.

In einem Video, das im Internet kursierte, war zu sehen, wie ein Mann Polizisten mit einer Art Feuerwerksraketen beschiesst. Daraufhin scheint die Lage zu eskalieren. Irlands Vizepremier Leo Varadkar zeigte sich bestürzt. «Gewalt gegen Polizisten oder sonst jemanden ist unentschuldbar», schrieb er auf Twitter.

Tschechien soll russischen Impfstoff Sputnik V bekommen

Tschechien rechnet mit einer Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. Er habe sich mit einer entsprechenden Anfrage an seinen russischen Kollegen Wladimir Putin gewandt, erläuterte der tschechische Präsident Milos Zeman am Samstag im Fernsehsender CNN Prima News. «Wenn ich richtig informiert bin, wird diesem Wunsch nachgekommen», sagte der 76-Jährige.

Russland hatte Sputnik V bereits im vorigen Sommer zugelassen, obwohl bis dahin wichtige Tests noch nicht erfolgt waren. (Bild: Keystone)

Man brauche indes noch eine Zulassung für den Impfstoff, räumte Zeman ein. Ihm selbst würde nach eigener Aussage eine Genehmigung durch die tschechische Arzneimittelbehörde SUKL «vollauf genügen». Anders hatte sich vor kurzem Ministerpräsident Andrej Babis geäussert, der erst die offizielle Freigabe durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) abwarten will.

Hunderte Menschen protestieren in Neuenburg gegen Corona-Massnahmen

Gegen 800 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter in Neuenburg gegen die Massnahmen zum Schutz vor Covid-19 protestiert. Bereits zwei Wochen zuvor hatten in der Stadt ähnlich viele Menschen auf der Strasse ihre Unzufriedenheit über die Massnahmen ausgedrückt.

Die Demonstranten hatten eine polizeiliche Genehmigung erhalten, aber viele von ihnen trugen die vorgeschriebenen Masken nicht. Die Polizei gab keine Schätzung der Teilnehmerzahl ab.  Es war nicht die erste Kundgebung gegen die Corona-Schutzmassnahmen in Neuenburg. Am 9. Januar gingen fast 500 Personen für die Unterstützung der Restaurant-Besitzer, die wegen des Virus hatten schliessen müssen, auf die Strasse.

Vor zwei Wochen, am 13. Februar, fand eine weitere Kundgebung statt. Die Teilnehmer forderten, öffentliche Orte wie Geschäfte, Restaurants und Kultureinrichtungen am 1. oder 15. März wieder zu öffnen. An der Demonstration vom Samstag forderten die gegen 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Gastronomiebetriebe wieder zu öffnen. Eine bessere Unterstützung dieser Betriebe, damit diese die Krise überlebten, war eine weitere Forderung.

Dänemark probt das Massen-Impfen

Wie viele Menschen können an einem Tag gegen Covid-19 geimpft werden? Bei einer Generalprobe für die Hochphase der Corona-Impfkampagne haben in Dänemark mehr als 37’500 Menschen einen Stich erhalten. 36’564 Menschen bekamen ersten Zahlen zufolge am Freitag ihre erste Impfdosis, 990 weitere ihre zweite, wie Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Samstag auf Twitter mitteilte. Damit wurden bisher mehr als 412’000 Dänen erstmals geimpft, rund 182 000 davon haben beide notwendigen Impfungen erhalten.

Wie aus den Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorgeht, zählt Dänemark im europäischen Vergleich zu den Ländern in der EU, die bislang den grössten Bevölkerungsanteil gegen eine Covid-19-Erkrankung geimpft haben. 7,1 Prozent der Bevölkerung haben laut Heunicke ihre erste Dosis verabreicht bekommen, 3,1 Prozent ihre zweite.

Bei der Generalprobe am Freitag wollten die dänischen Regionen testen, ob sie und ihre Impfzentren bereit sind, um an einem Tag deutlich mehr Impfungen zu verabreichen als bislang. Die sozialdemokratische Regierung in Kopenhagen hat sich zum Ziel gesetzt, dass 100’000 Däninnen und Dänen pro Tag geimpft werden können, sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Im Fünf-Millionen-Einwohner-Land Dänemark rechnet man damit, dass im März etwa eine Million Impfdosen ins Land kommen, im April dann sogar doppelt so viele. Im Februar waren es nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau rund 382’000 Impfdosen.

Russische Forscher: Sputnik V auch gegen Varianten wirksam

Der russische Impfstoff Sputnik V ist russischen Forschern zufolge auch gegen Varianten des Coronavirus wirksam. Eine erneute Impfung mit dem Vakzin wirke«sehr gut» gegen neue Virus-Varianten, darunter auch die besonders ansteckende britische und südafrikanische, teilt das Gamaleja Zentrum mit, das Sputnik V entwickelt hat. Das zeigten Tests für eine Studie, deren Details demnächst veröffentlicht werden sollen.

Laut russischen Wissenschaftlern ist der Corona-Impfstoff Sputnik V auch gegen Mutanten wirksam. (Bild: Keystone)
Deutschland informiert an Grenzen per SMS über Corona-Regeln

Die Bundesregierung Deutschlands will Handynutzer bei der Einreise nach Deutschland per SMS auf die Infektionsschutzvorschriften hinweisen. Von Montag an sollen die Mobilfunknetzbetreiber diese Kurznachrichten an alle Handys verschicken, die sich in ein deutsches Netz einbuchen. Das teilt das Gesundheitsministerium mit.

Schärfere Corona-Massnahmen in Brasilien

In Brasilien wollen zwölf Bundesstaaten und der Hauptstadtdistrikt Brasília ihre Massnahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus verschärfen. Das reicht von Einschränkungen bei nicht lebensnotwendigen Dienstleistungen über die Schliessung von Schulen bis hin zu einer nächtlichen Ausgangssperre, wie das brasilianische Nachrichtenportal «G1» am Freitagabend berichtete.

Ein einziger Corona-Fall: Lockdown für neuseeländische Stadt Auckland

Nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion in der neuseeländischen Stadt Auckland ist ein Lockdown von mindestens einer Woche verhängt worden. Das gab Premierministerin Jacinda Ardern am Samstag bekannt. Sie wisse wie frustrierend das sei, sagte Ardern.

Zurzeit sei unklar wie es zu der Ansteckung gekommen sei, sagte Ardern weiter. Die Gesundheitsbehörden seien dabei, eine Gen-Sequenzierung des nachgewiesenen Corona-Virus durchzuführen und Kontakte nachzuverfolgen. In Auckland gab es bereits am 14. Februar einen dreitägigen Lockdown, nachdem drei Corona-Neuinfektionen in einer Familie aufgetreten waren.

Premierministerin Jacinda Ardern. (Archivbild: Keystone)

Ab Sonntagfrüh sind in der grössten Stadt Neuseelands unter anderem Schwimmbäder, Museen, Kinos und Spielplätze geschlossen. Schulen bleiben weiterhin geöffnet, bieten jedoch nur Notbetreuung an. Zahlungen müssen ohne Bargeld erfolgen. Im Rest des Landes sind Versammlungen von mehr als 100 Menschen verboten.

Italien verschärft Corona-Regeln - deutliche Lockerung auf Sardinien

Italien will ab Montag die Corona-Beschränkungen in einigen Teilen des Landes verschärfen. Für die süditalienischen Regionen Basilikata und Molise gelten dann ein Lockdown, in der wirtschaftsstarken Lombardei sowie den Marchen und dem Piemont die mittel-strengen Regeln der Orangen Zone. Dazu unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza eine Verordnung, wie sein Ministerium am Samstag in Rom mitteilte.

Dagegen könnte auf der Insel Sardinien etwas Normalität zurückkehren. Sie soll in die Weisse Zone fallen. Ursprünglich ist vorgesehen, dass dort alle Beschränkungen aus dem Corona-Dekret entfallen und stattdessen spezifische Regeln vereinbart werden. Dafür muss eine Region drei Wochen lang einen Inzidenzwert von unter 50 Fällen je 100’000 Einwohner erreichen. Über die Modalitäten wird mit der Regierung Sardiniens noch verhandelt. Es wäre das erste Mal, dass eine Region in diese Kategorie fällt.

Mehr als 2'000 Tote, rund 73'000 Neuinfektionen in den USA

In den USA sind 2151 Todesfälle binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Corona-Virus registriert worden. Diese Zahl für Freitag meldete die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Samstagvormittag (MEZ) auf ihrer Internetseite. Der bisherige Höchstwert an Corona-Toten war am 12. Januar mit 4’407 verzeichnet worden. Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden erreichte am Freitag 73’006. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 299’786 neuen Fällen verzeichnet.

Trauerfeier für britischen Pandemie-Helden «Captain Tom» hat begonnen

Die Trauerfeier für den britischen Rekordspendensammler Tom Moore («Captain Tom») hat am Samstagmittag im englischen Bedford begonnen. Der in eine Union-Jack-Fahne gehüllte Sarg war zuvor in einem schwarzen Leichenwagen mit Polizeieskorte von Tom Moores Wohnort im nahen Marston Moretaine zu dem Krematorium in Bedford gebracht worden.

Ein Bild in Erinnerung an Captain Tom Moore am Piccadilly Circus London. (Bild: Keystone)

Der Anfang Februar im Alter von 100 Jahren nach einer Coronavirus-Infektion gestorbene Weltkriegsveteran hatte im vergangenen Jahr mehr als 32 Millionen Pfund (etwa 36,8 Millionen Euro) an Spenden für den in der Pandemie schwer unter Druck geratenen Gesundheitsdienst NHS gesammelt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert. Beinahe über Nacht avancierte er zum nationalen Helden. Queen Elizabeth II. (94) schlug ihn zum Ritter.

Mehr dazu hier.

Kommission verlangt Restaurant-Öffnungen am 22. März

Die Wirtschaftskommission des Nationalrats will die im Zuge des Lockdowns wegen der Covid-19-Pandemie geschlossenen Restaurants am 22. März wieder öffnen. Bewerkstelligen möchte sie dies mit einer dringlichen Änderung des Covid-19-Gesetzes.

Neben den Restaurants sollen auch Kultur-, Unterhaltungs-, Freizeit- und Sportstätten wieder öffnen. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) nimmt damit mit 12 zu 11 Stimmen bei einer Enthaltung einen Antrag der nationalrätlichen Gesundheitskommission auf, wie die Parlamentsdienste am Samstag mitteilten.

(Bild: Keystone)

Für die Kommissionsmehrheit erlaubt die epidemiologische Lage den Schritt. Es sei nicht mehr gerechtfertigt, das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben weiterhin auf Sparflamme zu halten.

Die Kommissionsminderheit lehnt eine Festlegung des Datums im Covid-19-Gesetz ab. Das schränke den Spielraum des Bundesrats ein, flexibel auf neue Entwicklungen der Pandemie zu reagieren. Das Parlament berät die Gesetzesrevision in der Frühlingssession.

Mehr dazu hier.

Österreich und Dänemark für Zusammenarbeit mit Israel

Österreich und Dänemark wollen mit Israel eine enge Zusammenarbeit bei der Erforschung und Produktion von Impfstoffen sowie Medikamenten vereinbaren. Dazu werde er mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am 4. März Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu besuchen, teilte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz am Samstag mit.

«Unsere 1. Priorität ist es, die Produktion und Beschaffung von Impfstoffen für die Zukunft zu beschleunigen», so Kurz auf Twitter. Ziel müsse es sein, sich auch angesichts möglicher weiterer Mutationen auf die Phase nach dem Sommer vorzubereiten.

Israel hat mit dem grünen Pass für Geimpfte inzwischen für die Betroffenen eine weitgehende Rückkehr zur Normalität ermöglicht. Kurz ist ein vehementer Fürsprecher eines solchen Projekts auch in der EU.

Deutsche Bundesregierung will Corona-Beförderungsverbot verlängern

Die Bundesregierung will das Beförderungsverbot für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten bis 17. März verlängern. Das berichtet die «Funke Mediengruppe», der ein entsprechender Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vorliegt. «Mit einem deutlich verringerten Eintrag von Virusvarianten sollen weitere Infektionen möglichst verhindert werden», heisst es demnach in dem Papier.

Aktuell gilt das Beförderungsverbot, das derzeit auch Einreisen aus Tschechien und weite Teile des österreichischen Bundeslandes Tirol umfasst, bis 3. März. Im Prinzip dürfen von dort nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen. Unter anderem für Berufspendler, die in systemrelevanten Branchen arbeiten, gibt es Ausnahmen.

Drei positive Corona-Tests in Oberstdorf

Bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf sind drei Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Betroffen sind zwei Mitglieder des italienischen Skisprung-Teams der Frauen sowie ein Mitglied von Sloweniens Delegation der Skisprung-Frauen, wie der Weltverband FIS mitteilte. Alle drei Personen wurden sofort isoliert, hiess es weiter. Namen wurden nicht genannt. Die örtliche Gesundheitsbehörde ermittelte zudem eine weitere Kontaktperson, die sich nun ebenfalls in Quarantäne befindet.

(Bild: Keystone)
Parmelin und Keller-Sutter weisen Diktatur-Vorwurf zurück

Bundespräsident Guy Parmelin und Justizministerin Karin Keller-Sutter weisen den Vorwurf der SVP an den Bundesrat zurück, die Schweiz sei in der Corona-Pandemie zu einer Diktatur unter Führung von Gesundheitsminister Alain Berset geworden. In der Schweiz habe das Volk das letzte Wort, sagte Parmelin gegenüber den Zeitungen der CH-Media. Die Stärke der Schweiz liege in ihren Institutionen, äusserte sich ihrerseits Keller-Sutter im gleichen Doppel-Interview.

Wenn man die Institutionen schlecht rede und destabilisiere, bedrohe man das System der Schweiz. Das sei gefährlich. Der Bundespräsident (SVP) und die Bundesrätin (FDP) verteidigten den vorsichtigen Kurs der Landesregierung in der Corona-Pandemie.

Parmelin: Impfungen kommen gut voran

Die Schweiz komme bei den Impfungen gut voran, sagte Parmelin. Die Immunität nehme zu. Das helfe den Menschen – und der Wirtschaft. Bis die Erholung wirke, täten Bund und Kantone alles, damit die wirtschaftliche Unterstützung greife, von Kurzarbeitsentschädigungen bis zu Härtefallgeldern.

Parmelin äusserte sich auch zur umstrittenen Schliessung der Terrassen in den Skigebieten. Die Lage in der Pandemie bleibe unberechenbar. Eine definitive Entspannung sei noch nicht absehbar. Die Kantone müssten sich an das Bundesgesetz halten. In diesem Fall gebe es keinen Ermessensspielraum. Am Freitag hatten die sechs Kantone Ob- und Nidwalden, Schwyz, Glarus, Uri und Tessin, die bis bislang die Terrassen in ihren Skigebieten offen gehalten hatten, unter dem Druck des Bundes nachgegeben.

Berater von US-Behörde für Zulassung von Johnson & Johnson-Impfstoff

Ein Berater-Komitee der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Johnson & Johnson ausgesprochen. Bei der live übertragenen Video-Schalte des Treffens am Freitag stimmten die Fachleute des Gremiums einstimmig für die Zulassung. Eine endgültige Entscheidung über die Notfallzulassung obliegt nun der FDA, die aber meistens den Empfehlungen der Experten folgt.

Es wäre – nach den Impfstoffen vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer und vom US-Pharma-Unternehmen Moderna – der dritte in den USA bedingt zugelassene Corona-Impfstoff – und der erste, der nur einmal gespritzt werden muss. Bereits Mitte der Woche hatte die FDA dem Impfstoff von Johnson & Johnson ein erstes gutes Zeugnis ausgestellt.

Mitte Februar hatte Johnson & Johnson auch einen Antrag auf Notfallzulassung bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA gestellt. Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben.

Biden warnt vor Gefahr erneut steigender Fallzahlen

US-Präsident Joe Biden hat angesichts neuer Coronavirus-Varianten vor der Gefahr erneut steigender Fallzahlen in der Pandemie gewarnt. «Das Schlimmste, was wir jetzt tun können, ist, in unserer Wachsamkeit nachzulassen», sagte Biden am Freitagabend (Ortszeit) bei einem Besuch in Houston im Bundesstaat Texas. Er rief die Amerikaner dazu auf, sich impfen zu lassen. «Die Impfungen sind sicher», sagte er. «Ich schwöre Ihnen, sie sind sicher und wirksam.» Biden appellierte ausserdem an seine Landsleute, Masken zu tragen. Er betonte erneut, es sei keine politische Aussage, ob man einen Mund-Nasen-Schutz trage oder nicht.

US-Präsident Joe Biden. (Bild: Keystone)

US-Forscher haben sich zuletzt besorgt über neue Coronavirus- Varianten in Kalifornien und New York gezeigt. Die täglichen Fallzahlen in den USA liegen weit unterhalb von denen zu Jahresbeginn. In den vergangenen Tagen stagnierten sie aber oberhalb der Marke von 70 000. Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 510 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus ums Leben gekommen. Der US-Präsident und First Lady Jill Biden besuchten am Freitag Texas, nachdem der Bundesstaat von verheerenden Winterstürmen heimgesucht worden war.

Uno-Sicherheitsrat fordert gerechte Impfstoffverteilung

Der Uno-Sicherheitsrat hat in einer einstimmig verabschiedeten Resolution eine gerechte weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen gefordert. Alle 15 Ratsmitglieder unterstützten die von Grossbritannien eingebrachte Resolution.

Die Initiative soll vor allem den Zugang zu Corona-Impfstoffen in konfliktgeplagten und ärmeren Ländern verbessern, wie es am Freitag in Diplomatenkreisen hiess. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, begrüsste die Resolution.

Es handelt sich um die zweite Resolution des Uno-Sicherheitsrates zur Corona-Pandemie. Die Ratsmitglieder bekräftigten darin ihre Forderung nach Solidarität mit ärmeren Staaten sowie nach Waffenstillständen in Konflikten.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, begrüsste die Resolution. (Bild: Keystone)

Aufruf an reiche Staaten

In dem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Resolutionstext werden reichere Staaten dazu ermutigt, Corona-Impfstoffdosen an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu spenden. Ausdrücklich werden Uno-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, auf das Horten von Impfstoffen zu verzichten.

Gefordert wird zudem die Stärkung der nationalen und multilateralen Ansätze und der internationalen Kooperation, um einen gleichberechtigten und bezahlbaren Zugang zu Covid-19-Impfstoffen in bewaffneten Konfliktsituationen, Nachkriegssituationen sowie in komplexen humanitären Notfalllagen zu schaffen. Nach Uno-Angaben leben rund 120 Millionen Menschen weltweit unter solchen Bedingungen.

Über den genauen Resolutionstext hatten Diplomaten eine Woche lang debattiert. Hintergrund waren Einwände der ständigen Ratsmitglieder Russland und China gegen den von Grossbritannien eingebrachten ursprünglichen Entwurf. Die Beziehungen zwischen den drei Staaten sind angespannt.

Dass die Abstimmung letztlich vergleichsweise schnell über die Bühne ging, führten Beobachter auf eine leichte Entspannung des Verhältnisses zwischen den USA und China nach dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden zurück. Über den Text zur ersten Resolution zur Corona-Pandemie im vergangenen Jahr hatten die Ratsmitglieder monatelang gestritten.

Meyer: SVP hat mit Diktatur-Vorwurf Grenze überschritten

Die SVP hat mit ihrem Vorwurf, die Schweiz sei eine Diktatur unter Führung von Bundesrat Alain Berset, eine Grenze überschritten. Das sagte Mattea Meyer, Co-Präsidentin der SP, in einem Interview mit den Zeitungen der Tamedia-Gruppe.

Bedrohung für die Demokratie

Gegen eine echte Diktatur wäre gewaltsamer Widerstand erlaubt und nötig. Mit ihrem Vorwurf gebe die SVP den Corona-Gegnerinnen und -Gegnern einen Vorwand, Gewalt anzuwenden. «Das ist eine massive Bedrohung für unsere Demokratie», sagte Meyer. Es sei beängstigend, mit welchen Methoden die SVP an der Demokratie in der Schweiz ritze. Die Aussage der SVP sei eine Verhöhnung von Millionen Menschen, die wirklich in einer Diktatur lebten. Die Diskussion über die Rolle der SVP müsse aber später geführt werden.

Jetzt gehe es darum, als Gesellschaft die Krise zu überwinden. «Das schaffen wir nicht mit Spaltung, sondern nur gemeinsam», sagte Meyer weiter. Die SVP mache es jedoch zu einem Politikum, ob man sich an die Corona-Regeln halte oder nicht. Damit torpediere sie jegliche Schritte, um die Pandemie gemeinsam bewältigen zu können.

Kritik übte die SP-Co-Präsidentin auch an Kantonen, die während Wochen die Terrassen in den Skigebiete trotz Verbot offen gelassen haben. Es sei fahrlässig, wie sich gewählte Kantonsregierungen über Bundesrecht hinweggesetzt hätten. Wer Verbote ignoriere, torpediere Massnahmen zur Verbesserung der Corona-Lage.

Kanadierin wünscht sich Corona-Impfung zum 94. Geburtstag

Alles, was sich eine Kanadierin zu ihrem Geburtstag wünscht, ist eine Corona-Impfung: «Heute werde ich 94! Keine Geschenke, nur den Impfstoff, bitte» schrieb Nina Rocketts Tochter Margot auf ein Transparent, das sie am Haus ihrer Mutter in Toronto aufhängte.

Sie wolle damit auch gegen die bisher zögerliche Impfkampagne im Land protestieren, sagte Margot am Freitag der Nachrichtenagentur AFP: «Was hier passiert, ist schlimm und eine Schande.» «Ich war sauer und wollte, dass die Welt weiss, dass sie 94 ist und es verdient hat, geimpft zu werden – und dass sie das will,» schilderte Margot Rockett.

Wegen der Lieferengpässe der Impfstofffirmen ist die Impfkampagne in Kanada eher zögerlich angelaufen. Bisher sind weniger als drei Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft.

Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit wegen Corona drastisch ein

Wegen dramatischer Corona-Infektionszahlen schränkt Tschechien die Bewegungsfreiheit der Menschen im ganzen Land drastisch ein. Sie dürfen ihren jeweiligen Bezirk von Montag an nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Das gab Innenminister Jan Hamacek am Freitagabend bekannt. Die Bezirke entsprechen in ihrer Grösse etwa den Landkreisen in Deutschland.

Erlaubt bleiben Fahrten zur Arbeit, zum Arzt und zu Behörden, wenn entsprechende Nachweise erbracht werden. Spaziergänge und Sport in der Freizeit sind sogar nur in der eigenen Stadt oder Gemeinde möglich. Die Massnahmen gelten zunächst für drei Wochen. Die Einhaltung soll nicht nur von der Polizei, sondern auch von 5000 Soldaten kontrolliert werden.

(Bild: Keystone)

Tschechien hat die höchste Infektionsrate in der ganzen EU. Das Gesundheitssystem ist nach Angaben der Regierung am Limit. Das Minderheitskabinett unter Ministerpräsident Andrej Babis rief erneut den Ausnahmezustand aus. Er gilt nun bis zum 28. März. Zuvor hatte das Parlament eine Verlängerung des bisherigen Notstands unter anderem aus juristischen Gründen abgelehnt.

Mehr als 150 demonstrieren in Genf gegen Corona-Einschränkungen

Zwischen 150 und 200 Menschen haben am Freitagabend in Genf bei einer nicht genehmigten Kundgebung gegen die pandemiebedingten Einschränkungen protestiert. Es kam zu mehreren Festnahmen.

Fast alle ohne Masken, versuchten die Demonstranten schnell zu den Standorten der Genfer Behörden zu marschieren. Die Polizei reagierte rasch, errichtete eine Absperrung und zwang die Demonstranten zurück auf den Platz, wo sie sich versammelt hatten. In der Nähe war sogar ein Park gesperrt worden, um die Ausbreitung der Versammlung zu verhindern.

(Bild: Keystone)

Nach einer Weile begann die Polizei Personenkontrollen durchzuführen. Obwohl es Dutzenden von Demonstranten gelang, aus der Polizeiabsperrung herauszukommen, umzingelte die Polizei die lautstärkeren. Widerspenstige Demonstranten wurden festgenommen, darunter auch einer, der von der Motorradeinheit eingeholt wurde.

Es dauerte etwas mehr als eine Stunde, bis der Platz geräumt war. Der Verkehr rund um das Gelände wurde unterbrochen und dann wieder aufgenommen.

Lockdown in weiten Teilen Griechenlands um eine Woche verlängert

Rund vier Millionen Menschen im Grossraum Athen werden mindestens eine weitere Woche mit einem Lockdown leben müssen. Ursprünglich hätte dieser nach zwei Wochen an diesem Sonntag enden sollen. Allerdings ist die Zahl der Neuinfektionen seither nicht so stark gesunken wie erhofft. Deshalb entschied der griechische Corona-Stab sich am Freitagnachmittag für eine Verlängerung. Ausserdem gehen mehrere andere Gegenden in Griechenland wegen steigender Zahlen ebenfalls in den Lockdown.

Kantone geben im Terrassen-Streit nach - Lage bleibt fragil

Die sechs Kantone, die bislang die Terrassen in ihren Skigebieten offen hielten, haben dem Druck des Bundes nachgegeben: Ob-, Nidwalden, Schwyz, Glarus und Tessin schliessen die Aussenbereiche ihrer Pistenrestaurants ab Sonntag, Uri ab Freitagabend. Für die Experten des Bundes angesichts der fragilen epidemiologische Lage ein guter Entscheid.

Die Kantone, die sich bisher trotz anderslautender Bestimmung einer Schliessung verweigerten, hatten am Donnerstagabend noch einmal das Gespräch mit Gesundheitsminister Alain Berset gesucht. Dieses habe nicht die gewünschte Wirkung gezeigt, hielt das Nidwaldner Gesundheitsamt am Freitag in einer Mitteilung fest.

(Bild: Keystone)

Die Kantonsregierungen machten für ihren koordinierten Entscheid «rein staatspolitische Gründe» geltend. Bei der Urner Staatskanzlei hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, man erachte die Schliessung zwar als epidemiologisch kontraproduktiv, befolge aber die Vorgaben des Bundes.

Biontech-Impfung reduziert asymptomatische Corona-Infektionen

Eine einzelne Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer kann einer britischen Untersuchung zufolge bereits nach zwölf Tagen die Zahl der asymptomatischen Coronavirus-Infektionen auf ein Viertel reduzieren.

Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Impfung nicht nur symptomatische Krankheitsverläufe verhindert, sondern auch dabei helfen kann, die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

(Bild: Keystone)

Bei der noch nicht in einem Fachmagazin veröffentlichten Untersuchung, an der unter anderem Wissenschaftler der Universität Cambridge beteiligt waren, wurden mehrere Tausend symptomfreie Mitarbeiter im britischen Gesundheitssystem zwischen dem 18. und 31. Januar auf das Virus getestet. Bei der Untersuchung ging es speziell um die Schutzwirkung bei nur einer Dosis. Eigentlich sind bei dem Biontech/Pfizer-Impfstoff zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen vorgesehen.

Elfenbeinküste erhält als zweites Land Corona-Impfdosen von Covax

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Elfenbeinküste als zweites Land der Welt Impfdosen von der internationalen Covax-Initiative erhalten. 540’000 Dosen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff seien am Freitag in der Hauptstadt Abidjan angekommen, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit.

Zuvor hatte Ghana als erstes Land am Mittwoch Corona-Impfdosen von Covax erhalten.

(Bild: Keystone)

Die Covax-Initiative wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Impfallianz Gavi gegründet, um Länder mit kleinen und mittlerem Einkommen mit Corona-Impfstoffen zu versorgen. Die Initiative will nach eigenen Angaben in diesem Jahr knapp zwei Milliarden Dosen liefern.

Bisher 95 schwerwiegende Nebenwirkungen nach Impfungen

Bisher sind beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic nach Impfungen gegen das Coronavirus 95 Meldungen über schwerwiegende Nebenwirkungen eingegangen. 16 Personen starben «in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung». Aber konkrete Hinweise, dass diese die Ursache für den Todesfall gewesen wäre, gebe es keine. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Skyguide mit historischem Verlust von 164 Millionen Franken

Die Corona-Pandemie hat die Schweizer Flugsicherung Skyguide hart getroffen. Zeitweise ging das Verkehrsvolumen um bis zu 95 Prozent zurück. Das Geschäftsergebnis weist einen historischen Verlust von 164 Millionen Franken aus.

Der Luftverkehr reduzierte sich im durch Skyguide kontrollierten Luftraum im vergangenen Jahr um 60 Prozent gegenüber 2019, wie Skyguide am Freitag mitteilte. Da sich Skyguide üblicherweise zu 80 Prozent aus den Einnahmen von Überflug- und Landegebühren finanziere, sei der Ertrag um 36 Prozent auf 280 Millionen Franken zurückgegangen (Vorjahr: 438,7 Millionen Franken).

(Bild: Keystone)

Der Betriebsaufwand blieb mit 439,4 Millionen Franken praktisch gleich. Das Nettoergebnis beträgt -164,2 Millionen Franken (Vorjahr: -4,0 Millionen Franken).

Der Einbruch des Luftverkehrs im von Skyguide bewirtschafteten Luftraum war in den Monaten April mit einem Rückgang von 93 Prozent und Mai mit einem Minus von 91 Prozent besonders markant, wie es weiter hiess.

Passagierzahlen an Flughäfen fallen 2020 auf Achtzigerjahr-Niveau

Die wegen des Coronavirus verhängten Reiseverbote haben die Zivilluftfahrt in der Schweiz auf einen historischen Tiefstand gebracht. Gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) ist das Passagieraufkommen an Schweizer Flughäfen im vergangenen Jahr um drei Viertel eingebrochen.

Nur noch 16,5 Millionen Passagiere seien im Linien- und Charterverkehr an den Schweizer Flughäfen abgeflogen und angekommen. Im Vorjahr waren es noch 42 Millionen mehr. So tiefe Werte seien letztmals in den Achtzigerjahren verzeichnet worden, teilte das Bundesamt für Statistik am Freitag mit.

Auch der Flugverkehr nahm bekanntlich drastisch ab. Die insgesamt registrierten Starts und Landungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Drittel zurück auf total 166’758. Am stärksten gingen die Flugbewegungen am Flughafen Lugano zurück, der 98 Prozent weniger Starts und Landungen verzeichnete. Der grösste Flughafen Zürich erlitt einen Einbruch der Flugbewegungen um 66 Prozent, der zweitgrösste in Genf um 63 Prozent.

Fast 15 Prozent des Zürcher Heimpersonals mit Corona angesteckt

Rund 8 Prozent aller Zürcherinnen und Zürcher haben bis Ende 2020 eine Coronavirus-Infektion durchgemacht. Mitarbeitende in Alters- und Pflegeheimen wurden gemäss einer Studie der Universität Zürich jedoch deutlich häufiger angesteckt als die Gesamtbevölkerung: Bei ihnen lag der Anteil bei fast 15 Prozent.

Bei der Gesamtbevölkerung verdoppelte sich der Ansteckungswert innerhalb wenige Monate: Hatten im August 2020 noch 3,4 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher eine Coronavirus-Infektion durchgemacht, lag der Wert Ende Jahr bereits bei 8 Prozent.

Dies geht aus einer Studie des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI) der Universität Zürich hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Untersucht wurde in der Studie auch, ob die Häufigkeit von Coronavirus-Infektionen in besonders exponierten Berufsgruppen höher ist. Dazu wurden gezielt Mitarbeitende von Spitex-Organisationen sowie von Alters- und Pflegeheimen im Kanton Zürich getestet.

Kanton Aargau startet Pilotprojekt für Corona-Massentests

Der Kanton Aargau lässt im März zwischen 3000 und 4000 Personen wöchentlich auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen. Es handelt sich um Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Schulen, einem Pflegezentrum und einer Betreuungsinstitution.

Das Pilotprojekt startet am kommenden Mittwoch, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Freitag mitteilte. Während eines Monats sollen regelmässige Tests mit grossen Personengruppen erprobt werden. Anschliessend wird festgelegt, in welchen weiteren Einrichtungen künftig Massentests durchgeführt werden.

(Bild: Keystone)

Beim Pilotprojekt dabei sind die Kantonsschule Zofingen, die Kreisschule Aargau Süd (eine Oberstufenschule), das Regionale Pflegezentrum in Baden und die Betreuungsinstitution Zeka in Baden-Dättwil. Die Tests sind freiwillig und für die Teilnehmenden kostenlos. Jede Person, die mitmachen will, muss dies mit ihrer Unterschrift bestätigen. Bei Minderjährigen unterschreiben die Eltern.

Impfreihenfolge in Grossbritannien streng nach Altersgruppen

In Grossbritannien sollen im Anschluss an die Impfung der am höchsten gefährdeten Menschen streng nach Altersgruppen vorgegangen werden. Das teilte die britische Impfkommission JCVI (Joint Committee on Vaccination and Immunisation) am Freitag, 26. Februar, mit. Forderungen, bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Lehrer oder Polizisten vorzuziehen, erteilten die Experten damit eine Absage.

(Symbolbild: Keystone)

Als Grund gaben die Experten an, Alter sei nach wie vor der grösste Risikofaktor in der Pandemie. Modellstudien würden zudem nahe legen, dass die Geschwindigkeit des Impfprogramms den grössten Einfluss auf die Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen habe. Berufsgruppen vorzuziehen könne die Impfkampagne komplexer machen und damit verlangsamen, erklärten die Experten.

Weltbank-Chef Malpass: Arme Länder brauchen Milliarden fürs Impfen

Die Überwindung der ökonomischen Corona-Folgen erfordert nach Einschätzung von Weltbank-Präsident David Malpass ein internationales Zusammenwirken und die Senkung der Schulden in armen Ländern.

Das sagte der Chef der globalen Finanz- und Entwicklungsorganisation der italienischen Zeitung «La Stampa» anlässlich eines Online-Treffens der G20-Gruppe. Bei der Konferenz wollten Finanzminister und Notenbankchefs von 20 wichtigen Wirtschaftsnationen am Freitag Gespräche zu den Pandemiefolgen führen.

1065 neue Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 1065 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 45 Spitaleinweisungen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Corona-Zuschuss für Geringverdiener in Deutschland

Geringverdiener, Langzeitarbeitslose und Sozialhilfebezieher erhalten in Deutschland in der Corona-Krise weitere Unterstützung.

Der Bundestag billigte am Freitag ein Hilfspaket, das einen Zuschuss zur Grundsicherung vorsieht. So sollen erwachsene Geringverdiener, Langzeitarbeitslose und Sozialhilfebezieher pauschal einmalig 150 Euro bekommen.

Fluglinie Czech Airlines beantragt Insolvenz

Die tschechische Fluglinie Czech Airlines (CSA) hat Insolvenz beantragt. Die Corona-Krise habe das Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit getrieben, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Der Antrag sei beim Amtsgericht in Prag gestellt worden.

Die Gläubiger unterstützten die angestrebte Neuaufstellung. Der Flugbetrieb bleibe in vollem Umfang aufrechterhalten. Hintergrund der Entscheidung ist, dass ein staatliches Schuldenmoratorium für Unternehmen ausläuft, die von der Corona-Krise besonders stark betroffen sind. Die im Oktober 1923 gegründete Fluggesellschaft ist eine der ältesten weltweit.

So ausgelastet sind die Schweizer Spitalbetten
Aufnahme eines Schnelltestzentrums in St. Antonino, am Montag, 21. Dezember 2020. Im Schnelltestzentrum in St. Antonino werden taeglich momentan im Schnitt 25 Tests durchgefuehrt. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)
Personal macht einen Schnelltest bei Covid-19 Flaechentests, aufgenommen am Freitag, 11. Dezember 2020, in Zuoz. Der Kanton Graubuenden fuehrt derzeit in drei Regionen freiwillige Flaechentests als Pilotprojekt durch. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller).Medical staff takes a Covid-19 quick test during Covid-19 mass testing, pictured on Friday, December 11, 2020, in Zuoz, Switzerland. Three regions in the canton of Grisons will be mass tested during three days. The test is voluntary. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
 (Grafik: Keystone-SDA Riezler)
Forscherteam mit Berner Beteiligung hilft, Mutanten zu enträtseln

Die Gefährlichkeit neuer Corona-Mutationen ist immer noch rätselhaft. Was verleiht einem Erreger erhöhte Durchschlagskraft? Ein internationales Forscherteam mit Schweizer Beteiligung hat ein Verfahren entwickelt, um die «Fitness» von Mutationen zu messen.

Entwickelt haben die Wissenschaftler die Methode an der Variante D614G, die vor dem Auftauchen der britischen Mutation B. 117 die weltweit am meisten verbreitete Form des ursprünglichen Sars-CoV-2-Erregers war. Sie konnten nun im Labor und an Tiermodellen zeigen, weshalb die D614G-Variante gegenüber dem ursprünglichen Sars-CoV-2-Virus die Oberhand gewinnen konnte. Die Methode wird auch auf künftige Mutationen anwendbar sein. Alles zum Thema lesen Sie hier.

 Coronakrise lässt Umsatz von Douglas trotz Online-Erfolg schrumpfen
Gute Geschäfte im Internet, aber massive Umsatzeinbussen in den Läden: Die Corona-Krise hat im Weihnachtsgeschäft deutliche Spuren in der Bilanz der grössten deutschen Parfümeriekette Douglas hinterlassen.
 
Douglas hat wegen der Corona-Pandemie mit Umsatzeinbussen zu kämpfen. (Bild: Keystone)

Insgesamt sank der Umsatz des Beauty-Konzerns im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 (Oktober bis Dezember) um 9,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Die Umsätze in den europaweit rund 2400 Filialen brachen sogar um 28,8 Prozent auf 736 Millionen Euro ein. Hier litt Douglas nicht zuletzt unter dem Lockdown in der zweiten Dezemberhälfte, der traditionell umsatzstärksten Zeit für die Parfümeriekette.

In Österreich sind Corona-Varianten auf dem Vormarsch

In Österreich ist laut Gesundheitsministerium inzwischen etwas mehr als Hälfte aller Neuinfektionen auf eine der grassierenden Corona-Varianten zurückzuführen.

«Die Mutationen, da sie stärker sind, scheinen sich sehr schnell durchzusetzen», sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag. Österreich sei das einzige Land in Europa, das alle positiven PCR-Testergebnisse auf etwaige Virusvarianten überprüfe. Als Erfolg wertete der Minister, dass die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen kurz vor dem Abschluss stünden. Dadurch seien weniger schwere Krankheitsverläufe zu befürchten.

Swissport-Tochter weitet Corona-Testangebot am Flughafen Zürich aus

Die Swissport-Tochter Checkport und das Berner Schnelltest-Unternehmen Ender Diagnostics weiten ihr Corona-Testangebot am Flughafen Zürich aus. Ab dem 1. März bieten sie neben PCR-Speicheltests auch Antigen-Tests via Abstrich im Nasen- und Rachenbereich an. Zudem öffnet das Testcenter am Morgen zwei Stunden früher.

Die Tests werden im bestehenden Covid-Testcenter im Terminal 2 durchgeführt, wie Swissport am Freitag mitteilte. Mit den angepassten Öffnungszeiten von 4 bis 20 Uhr (zuvor 6 bis 20 Uhr) erhielten Passagiere, die kurz vor ihrem Abflug einen Antigen-Test benötigten, eine zusätzliche Testmöglichkeit. Das Testangebot sei für Personen ohne Symptome gedacht, welche ein negatives Testresultat zum Reisen benötigen..

Hälfte aller Firmenneugründungen existiert nach 5 Jahren nicht mehr

Wegen der Corona-Pandemie geht es derzeit vielen Firmen schlecht. Nicht wenige kämpfen gar ums Überleben. Doch auch in normalen Zeiten geht es jährlich vielen Unternehmen an den Kragen. Gemäss einer Studie wird die Hälfte aller Firmenneugründungen keine fünf Jahre alt.

Zu entnehmen ist dieser Fakt der Analyse «Über den Lebenszyklus von Firmen», den Avenir Suisse am heutigen Freitag publiziert hat. Besonders dramatisch sei die Situation – auch ohne Corona – im Gastgewerbe. So existierten dort 50 Prozent aller Unternehmen bereits nach drei Jahren nicht mehr

Kantone geben im Terrassen-Streit auf

Die sechs Kantone, die bislang trotz anderslautender Bestimmung die Restaurantterrassen in ihren Skigebieten offen hielten, haben dem Druck des Bundes nachgegeben. Ob-, Nidwalden, Schwyz, Glarus und Tessin schliessen die Aussenbereiche ab Sonntag, Uri ab Freitagabend.

Die Kantonsregierungen machen für ihren koordinierten Entscheid «rein staatspolitische Gründe» geltend. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess es am Freitag bei der Urner Staatskanzlei, man erachte die Schliessung zwar als epidemiologisch kontraproduktiv, befolge aber die Vorgaben des Bundes.

Die Kantone geben im Terrassen-Streit auf. (Bild: Keystone)

Uri habe entschieden, zusammen mit dem Kanton Graubünden die Restaurantterrassen bereits ab Freitagabend zu schliessen. Die beiden Kantone teilen sich das Skigebiet Andermatt-Sedrun. Die übrigen Kantone heben die Aussenbereiche der Restaurants am Sonntag ab 17 Uhr auf.

Die Kantone hatten am Donnerstagabend noch einmal das Gespräche mit Bundesrat Alain Berset gesucht. Dieses habe nicht die gewünschte Wirkung gezeigt, hielt das Nidwaldner Gesundheitsamt in einer Mitteilung fest. «Wir bedauern sehr, dass wir keine Kompromisslösung erzielen konnten», wird die Nidwaldner Gesundheitsdirektorin Michèle Blöchliger zitiert. Mehr zum Thema gibt es hier.

BSV-Direktor Rossini fordert Reformschritte bei den Sozialwerken

Der Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV), Stéphane Rossini, hat die dringende Reform der Sozialwerke angemahnt. Die Coronavirus-Krise erhöhe bei der AHV und der beruflichen Vorsorge sogar noch den Druck.

Der BSV-Direktor Stéphane Rossini fordert Reformschritte bei den Sozialwerken. (Bild: Keystone)

Dies sagte er der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Freitag. Die konkreten Auswirkungen der aktuellen Krise etwa auf die Sozialversicherungen seien einerseits die finanziellen Folgen, erklärte Rossini. «Die drohenden Defizite der AHV fallen noch grösser aus als vor der Krise erwartet, und bei der IV wird es länger dauern, bis die Schulden zurückbezahlt sind», hiess es weiter.

Swiss und Bodenpersonal einigen sich bei Krisen-GAV
 

Das Swiss-Bodenpersonal hat sich mit der Fluggesellschaft auf einen Krisen-GAV geeinigt. (Bild: Keystone)

Die Boden-Angestellten der Fluggesellschaft Swiss haben dem Krisen-Generalarbeitsvertrag zugestimmt. Sie verzichten nach Beendigung der Kurzarbeit zugunsten ihres angeschlagenen Arbeitgebers auf einen Teil des 13. Monatslohns und machen weitere Zugeständnisse.

Laut einer Mitteilung vom Freitagvormittag hat das bei SEV-GATA, VPOD Region Luftverkehr und dem Kaufmännischen Verband organisierte Swiss-Bodenpersonal klar ja gesagt zur Krisenvereinbarung. Alles dazu lesen Sie hier.

Hälfte aller Israelis mindestens einmal geimpft

Die Hälfte aller Israelis ist mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Dies ging am Freitag aus Daten des israelischen Gesundheitsministeriums hervor.

Die Erstimpfung erhielten seit Beginn der Impfkampagne kurz vor Weihnachten demnach rund 4,7 Millionen Menschen, die Zweitimpfung etwa 3,3 Millionen. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes lebten im Dezember 9,294 Millionen Menschen in Israel.

EU-Politiker Weber fordert Einreise-Stopp aus Mutationsgebieten

Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europäischen Parlament, Manfred Weber, hat einen schnellstmöglichen Stopp der Einreisen aus Corona-Mutationsgebieten in den EU-Schengen-Raum verlangt.

EU-Politiker Manfred Weber will einen Einreise-Stopp aus Mutationsgebieten für den Schengenraum. (Bild: Keystone)

«Wir brauchen im Schengenraum unbedingt schnellstmöglich gemeinsame Standards, dass wir Hochrisikogebiete auf der Welt isolieren und die Einreise verhindern in der jetzigen Übergangszeit, wo die Mutanten eben die grosse Sorge sind», sagte Weber am Freitag im Bayerischen Rundfunk. Dies sei die Aufgabe der Innenminister.

Französische Wirtschaft schrumpft Ende 2020 etwas stärker

Die französische Wirtschaft ist am Ende des Corona-Jahres 2020 etwas stärker geschrumpft als bislang angenommen. Das Bruttoinlandprodukt fiel von Oktober bis Dezember angesichts neuer Beschränkungen wegen der zweiten Pandemie-Welle um 1,4 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Insee am Freitag mitteilte.

Eine frühere Schätzung hatte noch ein Minus von 1,3 Prozent ergeben. Für den Rückgang sorgten vor allem sinkende Konsumausgaben, während die Exporte wuchsen.

Bern setzt neu auf Speicheltests

Im Kanton Bern soll neu mit Speicheltests eine gute Testfrequenz erreicht machen. Ab 1. März sollen statt Nasenabstriche die PCR-Schnelltests eingesetzt werden, bei denen das Resultat am selben Tag erhältich ist.

Leiter des Berner Corona-Sonderstabs, Raphael Ben Nescher, sagt im Kanton müssten etwa 250’000 Personen wöchentlich getestet werden, um die Vorgabe des BAG zu erfüllen. Wie Nau.ch berichtet, sollen später auch  Schnelltests zur Selbstanwendung eingesetzt werden. Alles zum Thema gibt es hier.

Streicht Parmelin Bergkantonen die Härtefall-Gelder?

Der Bundesrat erwägt im Terrassen-Streit den Bergkantonen die Härtefall-Gelder zu streichen. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Gastronomie ist in Aufruhr. Der Grund: Der Bundesrat lockert in der Schweiz ab Montag zwar die Corona-Massnahmen, Restaurants gehen dabei aber leer aus. Auch Aussenbereiche und Terrassen müssen nach wie vor geschlossen bleiben.

In verschiedenen Skigebieten haben aber Terrassen von Bergrestaurants aber geöffnet. Der Bund beschloss eigentlich, dass diese auch schliessen müssen. Am Donnerstagabend wurde aber bekannt: Die Terrassen in den Skigebieten von Nid-, Obwalden, Uri und Schwyz sollen entgegen dem Entscheid des Bundesgeöffnet bleiben. Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren haben sich geeinigt, dass sie nochmals das Gespräch mit Bundesrat Alain Berset suchen wollen.

Das stösst auf heftige Reaktionen in Bern: Bundespräsident Guy Parmelin sei nicht gewillt, das hinzunehmen, wie «Blick» berichtet. Der Bundesrat wolle den Streit friedlich lösen, dennoch seien aus seinem Umfeld harsche Töne zu vernehmen, so der Bericht: Als mögliche Bestrafung für den Gesetzesverstoss Kantone steht die Streichung im Raum.

Ferien unter welchen Umständen?

Die Corona-Pandemie macht die Ferienplanung nicht leicht. Die Infektionslage ist von Land zu Land verschieden, so auch die Vorgaben. Einen Überblick finden Sie hier.

LafargeHolcim beendet Corona-Jahr mit Schlussspurt

Der weltgrösste Zement- und Baustoffkonzern LafargeHolcim ist wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Im Schlussquartal hat sich die Dynamik klar verbessert und auch die Profitabilität legte wieder zu. Im laufenden Jahr wird Rückenwind für das Geschäft durch die staatlichen Konjunkturprogramme erwartet.

«2020 war ein aussergewöhnliches Jahr», betont der Konzernchef Jan Jenisch am Freitag. Er sei stolz darauf, wie das Unternehmen und die Mitarbeitenden mit der Corona-Krise umgegangen seien. «Wir haben einen kräftigen Schlussspurt gesehen und sind mit gutem Momentum ins laufende Jahr gestartet.» Die Zahlen würden die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells und der Strategie demonstrieren.

Hunderte verstossen gegen Corona-Regeln auf Karnevalsfeiern in Israel

Bei Feiern anlässlich des jüdischen Karnevalsfestes Purim haben in Israel nach Angaben der Polizei Hunderte gegen Corona-Regeln verstossen. In Jerusalem lösten Beamte eine Party mit rund 250 Teilnehmern in einem Hotel auf, wie die Polizei am Freitag mitteilte. An anderen Orten der Stadt wurden demnach weitere Feiern mit jeweils Dutzenden Gästen beendet.

In Israel herrscht aktuell Karnevalszeit. (Bild: Keystone)

Aus Sorge vor einer Zunahme von Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat die Regierung anlässlich des Purim-Festes von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen nächtliche Lockdowns verhängt. Man darf sich dann nicht weiter als 1000 Meter von seiner Wohnung entfernen und auch nicht andere Haushalte besuchen. Partys dürfen nicht während der Lockdown-Stunden gefeiert werden.

Österreichs Kanzler für einheitliche Grenzregelungen

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz dringt auf eine einheitliche Grenzregelung in der Europäischen Union. «Ich hoffe, dass Europa bald ein einheitliches Vorgehen an den Grenzen zustande bringt», sagte er dem «Münchner Merkur» am Freitag. «Es gibt ja auch in Deutschland unterschiedlich strenge Grenzregelung, je nach Himmelsrichtung.»

Es sei sinnvoll, in Pandemiezeiten «auf ein Sicherheitsnetz mit Tests, Masken und anderem» zu setzen, sagte Kurz. «Aber Massnahmen, die dazu führen, dass der Binnenmarkt gefährdet wird, Menschen nicht mehr zu ihrem Arbeitsplatz kommen und Familien auseinandergerissen werden, halte ich nicht für sinnvoll.»

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will einheitliche Grenzregelungen in der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Sauer auf Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der nach der Ausbreitung einer Corona-Mutation im österreichischen Bundesland Tirol Grenzschliessungen gefordert hatte, sei er nicht, versicherte Kurz. «Alle Politiker sind in einer extrem herausfordernden Situation. Es wäre gut, wenn wir Regelungen bekommen, die mehr Sicherheit bieten – das wollen wir alle -, aber gleichzeitig nicht unnötige Bürokratie und Unverständnis bei der Bevölkerung mit sich bringen.»

Corona-Einbruch im KOF-Konjunkturbarometer deutlich zu erkennen
(Grafik: Keystone-SDA, Quelle: KOF)
Schweizer Wirtschaft wächst im vierten Quartal nur noch ganz leicht

Die Schweizer Wirtschaft ist im vierten Quartal wegen der zweiten Corona-Welle nur noch ganz leicht gewachsen. Die starke Erholung vom Corona-Absturz im Sommer ist damit zum Stehen gekommen. Im Gesamtjahr 2020 sank das BIP derweil so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Das Wirtschaftswachstum in der Schweiz wurde Ende 2020 gebremst. (Bild: Keystone)

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg in der Periode von Oktober bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Grosse Einbussen hätten jene Dienstleistungsbranchen erlebt, welche direkt durch die verschärften Eindämmungsmassnahmen betroffen gewesen seien, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mit. Das Gastgewerbe etwa erlitt eine Einbusse von gut einem Fünftel. Alles zum Thema lesen Sie hier.

KOF-Konjunkturbarometer beendet im Februar seinen Abwärtstrend

Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft haben sich im Februar trotz anhaltender Corona-Pandemie wieder deutlich aufgehellt. Das KOF-Konjunkturbarometer ist im Berichtsmonat Februar deutlich gestiegen und notiert damit wieder über seinem langjährigen Durchschnitt.

Konkret stieg das Barometer im Berichtsmonat um 6,2 auf 102,7 Punkte und damit über den Durchschnittswert von 100 Punkten, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) am Freitag mitteilte. Der Vormonatswert wurde somit dieses Mal nicht angepasst und liegt weiter bei 96,5 Punkten.

Dritter Rückgang der Gesamtbeschäftigung in Folge im Schlussquartal

Auch im Schlussquartal 2020 gingen die Stellenangebote in der Schweiz zurück. (Symbolbild: Keystone)

Der Schweizer Stellenmarkt hat im Zuge der Corona-Pandemie auch im Schlussquartal einen Rückgang erlitten. Die Zahl der Stellen sank innert Jahresfrist um 0,4 Prozent. Zudem präsentieren sich die Beschäftigungsaussichten schlechter als im Vorjahr.

Insgesamt zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) im vierten Quartal dieses Jahres 5,135 Millionen Beschäftigte in der Schweiz, wie es am Freitag mitteilte. Saisonbereinigt belief sich der Wert auf 5,128 Millionen, was gegenüber dem Vorquartal einer minimalen Zunahme um 0,1 Prozent entspricht. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kühne+Nagel erhält Auftrag für Vertrieb von Sinovac-Impfstoff

Der Logistiker Kühne+Nagel erhält einen weiteren Auftrag zur Auslieferung von Covid-19-Impfdosen. Wie er am Freitag mitteilte, setzt der chinesische Hersteller Sinovac auf die Dienstleistungen des Schweizer Unternehmens. Eine erste Lieferung mit 768’000 Dosen sei bereits in der Dominikanischen Republik angekommen.

 

Kühne + Nagel ist Zuständig für die Auslieferung der chinesischen Sinovac-Impfung. (Bild: Keystone)

Die Lieferung sei genau überwacht worden und habe den strengsten Standards entsprochen, um die Produktintegrität zu gewährleisten. Finanzielle Angaben zu dem Deal wurden in dem Communiqué allerdings keine gemacht. Bereits bekannt ist, dass Kühne+Nagel teilweise auch den Impfstoff des Herstellers Moderna ausliefert.

Sinovac ist einer der Global Player in der Forschung und Entwicklung von Corona-Impfstoffen. Die EU und die Schweiz zeigen kein Interesse an dem Produkt, doch wurde es bisher in mehr als 20 Schwellenländern zugelassen, darunter China, Brasilien, Indonesien, der Türkei und Chile.

Corona-Pandemie erinnert Queen Elizabeth II. an die Pest

Königin Elizabeth II. (94) fühlt sich angesichts der Corona-Krise an andere schwere Pandemien erinnert. «Ich meine, es ist ein bisschen wie eine Pest, nicht wahr?», sagte die Queen bei einer Videokonferenz mit den Verantwortlichen für die Impfkampagne in Grossbritannien. «Weil wir nicht nur hier das Virus haben, sondern es überall ist, ist es ein seltsamer Kampf, den wirklich alle führen.»

Queen Elizabeth II. vergleicht die Corona-Pandemie mit der Pest-Epidemie. (Bild: Keystone)

Die Monarchin lobte den gemeinsamen Einsatz gegen die Pandemie. Das Gemeinschaftsgefühl erinnere sie an den Zweiten Weltkrieg. «Es ist sehr ähnlich wie damals, wissen Sie, als alle am gleichen Strang gezogen haben.» Sie habe den Eindruck, dass die Kriegserinnerungen das heutige Gemeinschaftsgefühl im Kampf gegen Corona inspiriert hätten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die wichtigsten Erkenntnisse über Covid-19

Seit über einem Jahr grassiert das Coronavirus in der Schweiz. Die wichtigsten wissenschaftliche Befunde zur Corona-Pandemie gibt es hier im Überblick.

LafargeHolcim mit deutlichem Rückgang von Umsatz und Gewinn

LafargeHolcim hat im Gesamtjahr 2020 deutlich an Umsatz und Gewinn eingebüsst. Im Schlussquartal hat sich die Dynamik aber klar verbessert und auch die Profitabilität legte wieder zu.

Der weltgrösste Zement- und Baustoffkonzern hat auf vergleichbarer Basis einen Umsatzrückgang von 5,6 Prozent ausgewiesen. Nominell ging der Umsatz 2020 um deutliche 13 Prozent auf 23,14 Milliarden Franken zurück, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Im vierten Quartal hat sich das Geschäft klar belebt und der vergleichbare Umsatz lag 1,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Fährverkehr mit Grossbritannien bricht wegen Corona ein

Die Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie haben auch starke Auswirkungen auf den internationalen Fährverkehr nach Grossbritannien. Die Passagierzahl sei im Vorjahr um 63 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren gesunken, teilte der britische Hafenverband British Ports Association in London mit.

Der Fährverkehr mit Grossbritannien erlebt wegen der Corona-Pandemie stürmische Zeiten. (Symbolbild: Keystone)

Insgesamt reisten letztes Jahr 6,9 Millionen Menschen mit Fähren von und nach Grossbritannien. Die Zahl beinhaltet Lastwagenfahrer und Touristen. 2019 waren es noch 18,4 Millionen gewesen.

Der Hafenverband rief die britische Regierung auf, das Vertrauen in die Reisebranche zu stärken und Fähren als «Corona-sicheres» Reisemittel zu empfehlen. Premierminister Boris Johnson hat einen mehrstufigen Fahrplan für die Aufhebung der Corona-Massnahmen bis zum 21. Juni vorgestellt. Ob bereits vorher internationale Reisen wieder erlaubt werden, steht aber noch nicht fest.

Studie: EU-Staaten erhöhen Mindestlöhne schwächer als im Vorjahr

Die EU-Mindestlöhne sind zum Jahresbeginn nach Berechnungen der deutschen Hans-Böckler-Stiftung schwächer gestiegen, als vor der Coronavirus-Krise. 17 von 21 betroffenen EU-Staaten hoben ihre Lohnuntergrenze zum 1. Januar im Mittel – dem sogenannten Median – um 3,1 Prozent an, wie die Stiftung am Freitag mitteilte.

Inflationsbereinigt blieb demnach eine Anhebung um 1,6 Prozent. 2020 hatte der nominale Anstieg aber noch 6,1 Prozent betragen; der reale 4,5 Prozent.

Airbnb kommt trotz Mega-Verlust besser als erwartet durch die Krise
Der Apartmentvermittler Airbnb kommt trotz Mega-Verlust besser als erwartet durch die Krise. (Bild: Keystone)

Der Apartment-Vermittler Airbnb hat sich im Coronavirus-Jahr 2020 besser geschlagen, als weithin zunächst angenommen worden war. Insgesamt gingen die Erlöse um 30 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zurück.

Dies teilte Airbnb am Donnerstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mit. Nach dem heftigen Einbruch zu Beginn der Coronavirus-Pandemie erholte sich das Geschäft deutlich; im Schlussquartal gab es verglichen mit dem Vorjahreswert nur noch ein Umsatzminus von 22 Prozent auf 859 Millionen Dollar. Dennoch riss die Krise tiefe Löcher in die Bilanz – insgesamt machte Airbnb 2020 einen Verlust von 4,6 Milliarden Dollar.

Biontech-Impfstoff darf in normalem Gefrierfach gelagert werden

Der Corona-Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer darf in den USA ab sofort bis zu zwei Wochen bei Temperaturen eines normalen Gefrierfachs transportiert und gelagert werden. Das wird die Handhabung des Impfstoffs erleichtern und den Einsatz auch an Orten wie Arztpraxen oder Apotheken vereinfachen, die nicht über weitaus kältere Gefrierfächer verfügen.

Die USA lagern den Biontech-Impfstoff neu im normalen Gefrierfach. Dies für zwei Wochen. (Bild: Keystone)

Die Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) erklärte am Donnerstag, die Erlaubnis werde bei der Corona-Impfkampagne für mehr Flexibilität sorgen und den Druck auf die Lieferkette für ultrakalte Gefriermodule senken. Alles dazu lesen Sie hier.

Rendite zehnjähriger Japan-Anleihen auf Höchststand seit 5 Jahren

Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen japanischen Staatsanleihen ist auf den höchsten Stand seit Januar 2016 gestiegen. Sie lag am Freitag im Verlauf bei 0,175 Prozent.

Damit folgten die japanischen Bonds den Vorgaben aus den USA, wo Investoren aus Furcht vor einer anziehenden Inflation die Staatsanleihen bereits aus ihren Depots geworfen hatten.

EU-Schulterschluss gegen Corona - Zweiter Gipfeltag zur Verteidigung

Mehr Tempo bei den Corona-Impfungen, ein europäischer Impfpass bis zum Sommer: Die 27 EU-Staaten haben erneut ihre Linie im Kampf gegen die Pandemie abgestimmt. An diesem Freitag setzen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen ihren Videogipfel nun mit einer verteidigungspolitischen Grundsatzdebatte fort. Ziel ist, Europa in Krisen eigenständiger handlungsfähig zu machen.

Am ersten Gipfeltag hatten die Staats- und Regierungschefs am Donnerstag rund fünf Stunden über den Kampf gegen Corona beraten. Dabei ging es um fünf Punkte vom Impfen bis zu Reisebeschränkungen, wie EU-Ratschef Charles Michel anschliessend sagte. Für Verbraucher am interessantesten: Die Pläne für einen EU-Impfpass sollen vorankommen. In drei Monaten sollen zumindest die technischen Voraussetzungen stehen, also noch vor dem Sommer.

Südkorea beginnt mit landesweiten Corona-Impfungen

Südkorea hat mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als erster Impfstoff wurde am Freitag das Vakzin von Astrazeneca verabreicht. Kurz vor dem offiziellen Start der landesweiten Impfkampagne am Morgen (Ortszeit) habe eine 61-jährige Altenpflegerin in Seoul die erste Spritze erhalten, berichtete der südkoreanische Rundfunksender KBS. Präsident Moon Jae In hatte den etwa 52 Millionen Einwohnern des Landes eine kostenlose Corona-Schutzimpfung versprochen.

Südkorea hat die Impfkampagne gegen das Coronavirus gestartet. (Bild: Keystone)

Zuerst sollten mehr als 5000 Pflegekräfte und Patienten in 213 Pflege- und Reha-Einrichtungen geimpft werden. Entgegen früherer Planungen schlossen die Gesundheitsbehörden zunächst Menschen im Alter von 65 Jahren und älter von der Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin aus. Es gebe nicht genug Daten über dessen Wirksamkeit bei älteren Menschen.

Brasilianische Regierung warnt vor «neuer Etappe» der Corona-Pandemie

Angesichts der rasanten Verbreitung der im Amazonas-Gebiet entdeckten Variante des Coronavirus hat die brasilianische Regierung vor einer «neuen Etappe» der Corona-Pandemie in Brasilien gewarnt. Die neue Variante sei schon «Teil des Alltags», sagte Gesundheitsminister Eduardo Pazuello nach einem Treffen mit den Gesundheitssekretären der Bundesstaaten und Gemeinden in Brasília, wie das brasilianische Fernsehen am Donnerstag (Ortszeit) berichtete.

In Brasilien bereitet die Corona-Mutation sorgen. (Bild: Keystone)

«Heute haben wir durch das mutierte Virus eine dreifach höhere Ansteckung. Und die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, kann überraschen. Wir müssen wachsam und vorbereitet sein.» Eine der Strategien Pazuellos, um überfüllte Intensivstationen zu entlasten, ist die Verlegung von Patienten. Details nannte er nicht. Die Gesundheitssekretäre erwiderten jedoch, alle (Bundesstaaten) seien bereits am Limit. Es droht ein Zusammenbruch. Alles dazu lesen Sie hier.

Japans Industrieproduktion steigt zum ersten Mal seit drei Monaten

Die Industrieproduktion in Japan ist zum ersten Mal seit drei Monaten gestiegen. Sie legte im Januar um 4,2 Prozent zu, wie aus Regierungsdaten vom Freitag hervorging.

Im Monat zuvor war die japanische Produktion um ein Prozent gefallen. Der jüngste Anstieg ging – den Daten zufolge – auf eine anziehende weltweite Nachfrage zurück.

Analysten hatten laut einer Umfrage im Durchschnitt mit einem Plus von vier Prozent gerechnet. Für den Februar erwarten die vom Handelsministerium befragten Hersteller einen Anstieg um 2,1 Prozent.

Dell mit Gewinn- und Umsatzzuwächsen

Der PC-Hersteller Dell hat im abgelaufenen Geschäftsquartal mit Gewinn- und Umsatzsprüngen überrascht. Der Nettogewinn stieg auf 1,2 Milliarden Dollar von 408 Millionen Dollar im Vergleich mit der Vorjahresperiode, wie der US-Konzern am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Hintergrund sei die Nachfrage nach Geräten für die Arbeit von zu Hause sowie eine Senkung der administrativen Kosten, hiess es. Der Gesamtumsatz stieg um neun Prozent auf 26,1 Milliarden Dollar, während Experten nur 24,5 Milliarden Dollar erwartet hatten

In der Coronavirus-Krise sind Computer so stark nachgefragt wie lange nicht mehr. Der Trend zum Homeoffice und Homeschooling liess die PC-Auslieferungen laut den Marktbeobachtern weltweit im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent auf 275 Millionen Geräte steigen. Das ist das stärkste Wachstum seit zehn Jahren. Alles dazu lesen Sie hier.

Beyond Meat mit roten Zahlen

Die Corona-Krise hat dem Fleischersatz-Hersteller Beyond Meat im Weihnachtsquartal stark zugesetzt und tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Unterm Strich machte das Unternehmen einen Verlust von 25,1 Millionen Dollar (20,6 Millionen Euro), wie es am Donnerstag nach US-Börsenschluss in El Segundo mitteilte. Wie schon im Vorquartal fiel das Umsatzwachstum für Beyond Meats› Verhältnisse mager aus – in den drei Monaten bis Ende Dezember stiegen die Erlöse im Jahresvergleich nur um 3,5 Prozent auf 101,9 Millionen Dollar.

Beyond Meat schreibt im Corona-Jahr 2020 rote Zahlen. (Bild: Keystone)

Analysten hatten mit besseren Zahlen gerechnet, die Aktie stürzte nachbörslich in einer ersten Reaktion um rund 15 Prozent ab. Der Kurs drehte jedoch ins Plus, nachdem Beyond Meat eine Partnerschaft mit McDonald’s verkündet hatte. Der Fleischersatz-Spezialist soll den Fast-Food-Giganten für drei Jahre mit Buletten für den veganen Burger «McPlant» versorgen. Zudem wolle man das Produktangebot gemeinsam weiterentwickeln. Beyond Meat gab auch eine Kooperation mit Yum! Brands bekannt, der Konzernmutter von Taco Bell, KFC und Pizza Hut.

Biden: USA sind selbstgesteckten Impfzielen um «Wochen» voraus

US-Präsident Joe Biden will bei der Corona-Impfkampagne weiter aufs Tempo drücken. «Je mehr Leute geimpft werden, desto schneller werden wir diese Pandemie eindämmen», sagte Biden am Donnerstag. Er sprach im Weissen Haus, um die Schwelle von 50 Millionen Impfungen während seiner Amtszeit zu markieren. Biden bezeichnete die Fortschritte bei der Impfkampagne als grossen Erfolg: Die USA lägen damit «Wochen» vor dem angestrebten Zeitplan.

Biden hatte vor seinem Amtsantritt am 20. Januar als Ziel gesetzt, dass es in seinen ersten hundert Tagen als Präsident mindestens 100 Millionen Impfungen geben soll. Nun wurde nach 37 Tagen bereits die Schwelle von 50 Millionen erreicht, wie Biden erklärte.

Vize-Bürgermeister für dreiwöchigen Lockdown in Paris

Die Pariser Stadtverwaltung hat sich angesichts der angespannten Corona-Lage für einen kurzen und strengen Lockdown ausgesprochen. «Die derzeitige Situation ist die schlimmste, weil es sich um Halbmassnahmen mit schlechten Ergebnissen handelt», sagte der erste stellvertretende Pariser Bürgermeister, Emmanuel Grégoire, am Donnerstagabend dem Sender Franceinfo. Die Stadt werde nun mehrere Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie vorschlagen, darunter ein etwa dreiwöchiger Lockdown in der Hauptstadt mit der Aussicht darauf, danach etwa Restaurants und Kulturstätten wieder öffnen zu können.

Premier Jean Castex hatte kurz zuvor für 20 Départements im Land eine erhöhte Corona-Warnstufe verhängt. Darunter fällt auch die Hauptstadt. Der Premier hatte die örtlichen Behörden aufgefordert, Vorschläge für mögliche verschärfte Corona-Massnahmen zu machen. Castex betonte gleichzeitig, dass die Regierung alles tue, um einen landesweiten Lockdown so weit wie möglich hinauszuzögern.

Grégoire betonte nun, dass er von einem Lockdown nur am Wochenende wie etwa in Nizza wenig halte. Diese Massnahme sei «kaum effektiv». Die Vorschläge, einschliesslich eines möglichen Lockdowns in Paris, würden an diesem Wochenende mit der örtlichen Gesundheitsbehörde und der Polizeipräfektur diskutiert, kündigte Grégoire an. Schliesslich werde man dann der Regierung Vorschläge unterbreiten. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag in Paris zuletzt über 300.

«Wir können nicht mit halben Massnahmen leben, die uns unvermeidlich in den Lockdown treiben», sagte Grégoire anschliessend dem Sender BFMTV. Deshalb müsse man die Frage nach einem Confinement – so heisst der Lockdown in Frankreich – stellen. Wenn es einen Lockdown brauche, dann müsse man ihn jetzt einführen, um den Menschen eine Perspektive zu geben. Man müsse jetzt «mutige Entscheidungen» treffen. «Ich bin sehr verwundert und verblüfft über diese Ankündigung», reagierte der Bürgermeister des 17. Pariser Arrondissements, Geoffroy Boulard. Das sei nicht abgesprochen gewesen.

EU arbeitet am Corona-Pass für freies Reisen

Die Europäische Union treibt die Arbeit an einem einheitlichen Corona-Impfpass für einfacheres Reisen voran. Das gemeinsame System könnte pünktlich zur Sommersaison einsatzbereit sein. Die EU-Kommission wolle in den kommenden drei Monaten die technischen Voraussetzungen dafür schaffen, nationale digitale Impfausweise miteinander zu verbinden, sagte Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag nach einem EU-Sondergipfel zur Corona-Pandemie. EU-Ratschef Charles Michel sagte, die 27 Staaten näherten sich in ihren Vorstellungen immer weiter an. Welche Rechte an das gemeinsame Dokument geknüpft sind, würde dann jedes Land für sich entscheiden.

(Symbolbild: Keystone)

Länder wie Österreich, Bulgarien oder Griechenland hatten zuvor Druck gemacht. Sie wollen Geimpften, Getesteten und Genesenen wieder mehr Freiheiten einräumen. Vorbild für den Vorstoss ist der «Grüne Pass» in Israel, wie Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sagte. Dort können von einer Corona-Infektion genesene Menschen und jene, die gegen das Virus geimpft sind, seit Sonntag unter anderem wieder Fitnessstudios, Theater und Sportereignisse besuchen. In der EU setzen vor allem südliche Länder auf das für sie so wichtige Tourismus-Geschäft.

Die Arbeit an gemeinsamen Impfausweis soll nun vorangetrieben werden, wie es in den gemeinsamen Gipfel-Schlussfolgerungen heisst. Bislang hatten sich die 27 EU-Staaten nur darauf geeinigt, dass es einen gegenseitig anerkannten Impf-Nachweis für medizinische Zwecke geben soll. Angedacht sind eine Datenbank zur Registrierung der Impfungen und ein personalisierter QR-Code für Geimpfte.

Merkel: Keine Kontrollen an Grenze zu Frankreich

Trotz der besorgniserregenden Corona-Lage in der französischen Grenzregion Moselle rechnet Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht mit verschärften Kontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien oder zum österreichischen Bundesland Tirol. «Grenzkontrollen stehen zurzeit nicht auf der Tagesordnung», sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag nach dem ersten Tag des EU-Videogipfels.

(Bild: Keystone)

Das Département Moselle grenzt an das Saarland und Rheinland-Pfalz. In den vergangenen Wochen hatte sich dort die Corona-Lage verschärft. Sorge bereitet besonders das verstärkte Auftreten gefährlicher Corona-Varianten. Frankreich hat seine Einreiseregeln für diese Region in Absprache mit der deutschen Seite bereits leicht verschärft. Grenzgänger, die nicht aus beruflichen Gründen einreisen wollen, müssen ab 1. März einen negativen PCR-Test vorlegen.

Merkel will EU-Impfpass in den nächsten drei Monaten

Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass der EU-Impfpass bis zum Sommer entwickelt werden kann. «Die politische Vorgabe ist, dass man das in den nächsten Monaten erreicht, ich habe ja von drei Monaten gesprochen», sagte die CDU-Politikerin am Freitag nach dem EU-Videogipfel.

Das Zertifikat soll die Möglichkeit schaffen, Geimpften gegebenenfalls Vorteile zu gewähren. «Alle haben heute darauf hingewiesen, dass das zurzeit bei der geringen Durchimpfung der Bevölkerung gar nicht das Thema ist. Aber man muss sich ja vorbereiten», betonte Merkel. Das heisse aber nicht, dass künftig nur reisen dürfe, wer einen Impfpass habe. «Darüber sind überhaupt noch keine politischen Entscheidungen getroffen.»

(Bild: Keystone)

Auf Reiseerleichterungen für Geimpfte dringen Länder wie Griechenland, Zypern, Bulgarien und Österreich. Griechenland und Zypern haben schon jetzt Vereinbarungen mit Israel über die künftige Einreise von Geimpften geschlossen. Manche EU-Staaten wie Polen und Rumänien gewähren Geimpften bereits Vorteile, etwa bei der Einreise.

Portugal verlängert Corona-Notstand bis 16. März

Portugal hat seinen Corona-Notstand um zwei Wochen bis zum 16. März verlängert. Das Parlament in Lissabon billigte am Donnerstag einen entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Das Staatsoberhaupt hatte zuvor sein Vorgehen wie immer mit der sozialistisch geführten Regierung abgestimmt. Ungeachtet der deutlichen Besserung der Lage in den vergangenen Wochen sei die Zeit für Lockerungen noch nicht gekommen, hatte Innenminister Eduardo Cabrita vor der Abstimmung erklärt.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel