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Schweiz

Bund erlaubt mittags Öffnung von Restaurants als Kantinen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Corona-Zahlen in Europa weiter hoch, aber klar unter Ende 2020

Die Gesamtzahl der Corona-Neuinfektionen in Europa liegt weiter deutlich unter dem Wert von Ende 2020, aber nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Zwei Wochen nacheinander habe es in der gesamten WHO-Region Europa nun jeweils weniger als eine Million gemeldete neue Infektionen gegeben, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

Dieser Rückgang sei auf Länder zurückzuführen, die neue Massnahmen zur Verlangsamung der Virus-Ausbreitung eingeführt hätten. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen sei seit Ende 2020 um fast die Hälfte zurückgegangen, aber immer noch zehnmal höher als im vergangenen Mai.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 verbreite sich nach wie vor mit sehr hohen Raten in Europa, machte Kluge klar. Zwei Varianten – damit meinte er die zuerst in England und in Südafrika aufgetretenen Mutanten – verdrängten weiterhin andere Virus-Varianten und nähmen an Reichweite zu. Die WHO zählt insgesamt 53 Länder zur Region Europa, darunter zum Beispiel auch Russland und die Türkei.

Moderna erwartet 2021 Impfstoff-Umsatz von über 18 Mrd Dollar

Hohe Forschungs- und Entwicklungskosten haben den US-Impfstoffhersteller Moderna zum Jahresende in den roten Zahlen gehalten. Doch die starke Nachfrage nach dem Corona-Vakzin lässt den Umsatz regelrecht explodieren.

In den drei Monaten bis Ende Dezember verlor das US-Unternehmen nach eigenen Angaben vom Donnerstag unterm Strich 272,5 Millionen Dollar (222,8 Mio Euro), damit wurde das Minus im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.

Die Erlöse vervielfachten sich von 14,1 Millionen auf 570,7 Millionen Dollar. In diesem Jahr dürfte das Wachstum erst richtig abheben. «Dies ist nur der Anfang», verkündete Modernas Vorstandschef Stéphane Bancel bei der Bilanzvorlage in Cambridge, Massachusetts.

Bund erlaubt Öffnung von Restaurants mittags als Kantinen

Damit im Freien arbeitende Personen am Mittag eine warme Mahlzeit einnehmen können, dürfen Restaurants als Betriebskantinen geöffnet werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat den Kantonen am Donnerstag dafür eine entsprechende Zulassung erteilt. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Biontech und Pfizer starten Studie zu dritter Impfdosis

Pfizer und Biontech starten eine Studie zur Wirksamkeit einer dritten Dosis ihres Impfstoffes bei den derzeit grassierenden Virus-Mutanten. Es soll untersucht werden, wie eine zusätzliche Gabe des Vakzins gegen die neuen Varianten wirke, teilten die beiden Impfstoffpartner am Donnerstag mit.

So würde etwa Studienteilnehmern in den USA sechs bis zwölf Monate nach den ersten beiden Impfungen eine dritte verabreicht. «Die Studie zur Auffrischungsimpfung ist essenziell, um die Sicherheit einer dritten Dosis sowie die Immunität gegenüber derzeit kursierenden Stämmen nachvollziehen zu können», sagte Pfizer-Chef Albert Bourla.

Ausserdem spreche man mit Zulassungsbehörden wie der EMA in Europa und der FDA in den USA über eine klinische Studie zu einem angepassten Impfstoff. «Die Unternehmen hoffen, dass die Genehmigung zukünftiger angepasster mRNA-Impfstoffe auf einem ähnlichen regulatorischen Weg erfolgen kann, wie es derzeit für Grippeimpfstoffe der Fall ist», teilten Pfizer und Biontech mit.

«Die Ansteckungsgefahr auf Terrassen ist nicht Null»

Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärtztinnen und ärzte der Schweiz (VKS), äusserte sich am Donnerstag zum Terrassenstreit. «Es ist eine politische und nicht eine epidemiologische Abwägung», sagte Hauri gegenüber Keystone-SDA. Eine offizielle Empfehlung gibt die Vereinigung nicht ab. Auf Nachfrage sagte Hauri aber: «Das Ansteckungsrisiko auf Terrassen ist nicht ganz Null».

(Video: Keystone-SDA)

Swiss baut Flugprogramm im zweiten Quartal nicht wie geplant aus

Die Airline Swiss kommt angesichts der Schwierigkeiten beim Reisen weiterhin nicht aus dem Tief. So müssen die Pläne für die Flüge im zweiten Quartal gestutzt werden.

Die Swiss baut ihr Flugprogramm im zweiten Quartal nicht wie geplant aus. (Bild: Keystone)

Infolge der anhaltenden Reiserestriktionen sei frühestens im Hochsommer mit einer nennenswerten Rückkehr der Reisetätigkeit zu rechnen, teilte die Swiss am Donnerstag mit. Vor allem im zweiten Quartal werde das Flugprogramm deshalb deutlich kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Lust auf Zweifel-Chips auch im Corona-Jahr ungebrochen
Zweifel-Chips verzeichnete 2020 einen Rekordumsatz. (Bild: Keystone)

Die Lust nach Chips und Snacks der Firma Zweifel Pomy-Chips ist Herr und Frau Schweizer 2020 trotz Corona-Pandemie nicht vergangen. Nach den guten Ergebnissen der Vorjahre erzielte das Familienunternehmen 2020 einen Rekordumsatz.

Konkret stiegen die Verkäufe der Snacks gegenüber dem Vorjahr um rund 9 Prozent auf 262,6 Millionen Franken, wie die Firma am Donnerstag mitteilte. Dabei war allerdings eine Verlagerung der Verkäufe zu beobachten. Statt in der Gastronomie und an Anlässen hätten die Kunden sich ihre Pommes Chips zu Hause gegönnt.

Härtefallprogramm: Kanton Solothurn zahlt Vorschuss

Solothurner Unternehmen, die zum Bezug von Härtefallhilfe berechtigt sind, erhalten neu einen Vorschuss von 60 Prozent dieses Betrags. Die 60 Prozent gibt es auch dann, wenn noch nicht alle Dokumente beim Kanton eingereicht worden sind.

Die Prüfung der Härtefallbeiträge, die nicht zurückgezahlt werden müssen, sei anspruchsvoll und dauere länger als erwartet, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Donnerstag mit. Dies deshalb, weil die Gesuche häufig unvollständig beim Kanton eintreffen würden. Den Vorschuss gebe es nun, damit notleidende und von den Behörden geschlossene Unternehmen dennoch möglichst rasch Geld erhalten würden. Denn der Druck für die betroffenen Unternehmen sei sehr hoch.

 

Im Härtefallprogramm des Kantons Solothurn gibt es neu einen Vorschuss. (Symbolbild: Keystone)

Russischen Impfstoff Sputnik V gibt’s jetzt günstiger
 

Sputnik V ist nun deutlich günstiger erhältlich. (Bild: Keystone)

Russland hat den Verkaufspreis für seinen Corona-Impfstoff Sputnik V um die Hälfte auf 866 Rubel (umgerechnet 9,60 Euro) gesenkt.

Der aus zwei Komponenten bestehende Wirkstoff stehe auf der Liste lebenswichtiger Medikamente, der Preis müsse deshalb staatlich kontrolliert werden, teilte die Regierung am Donnerstag in der Hauptstadt Moskau mit. Alles dazu lesen Sie hier.

1169 neue Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1169 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sieben neue Todesfälle und 61 Spitaleinweisungen. Alles dazu lesen Sie hier.

Bundesrat will Datenerhebung bei Epidemien besser koordinieren

Der Bund soll bei künftigen Epidemien die Steuerung der Datenerhebung auf nationaler Ebene einleiten und koordinieren und die Wirtschaft enger in den Prozess einbeziehen. Das fordert eine Motion aus dem Nationalrat. Der Bundesrat teilt das Anliegen.

Im Rahmen der Evaluation der gesamten Krisenbewältigung werde auch das heutige Epidemiengesetz und die daraus abgeleiteten Massnahmen des kantonalen Contact Tracings geprüft, schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf die Motion von Marcel Dobler (FDP/SG). Auch die Rolle des Bundes sowie die Aufgabenteilung zwischen den Kantonen und dem Bund in der Krisenbewältigung werde evaluiert.

Der Motionär begründet seinen Vorstoss damit, dass in der Corona-Krise die Kantone «viel zu spät und zu unterschiedlich» mit der Kontaktverfolgung begonnen hätten. Die digitalen Möglichkeiten wie Contact-Tracing-Apps seien viel zu wenig eingesetzt worden. Der Bund müsse deshalb bei künftigen Krisen rasch und flächendeckend Vorgaben machen und dabei auf Hilfestellungen aus der Privatwirtschaft zurückgreifen können.

So steht es um die weltweite Auslieferung von Corona-Impfstoffen
(Grafik Keystone, Quelle: DPA/FPMA)
Luftfahrt fordert EU-weite Koordinierung der Corona-Massnahmen

Die Luftfahrt- und Tourismusbranche fordert von der EU eine Koordinierung der Corona-Massnahmen und Strategien für die Wiederaufnahme des Reiseverkehrs in Europa. Entscheidend sei, Reisebeschränkungen, Impfbescheinigungen und Testanforderungen europaweit abzustimmen, teilte gut ein Dutzend Verbände aus Europa am Donnerstag mit.

Die europäischen Luftfahrtsverbände fordern eine EU-weite Koordinierung der Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)

Wichtig sei ein flächendeckender Einsatz bezahlbarer, zuverlässiger und schneller Tests, um die Reisebeschränkungen zu lockern, fordert die Branche weiter. Zudem sollten Quarantäneanforderungen für negativ getestete Flugreisende aufgehoben werden. Auch sollten geimpfte Reisende von Tests, Quarantänen und anderen Einschränkungen befreit werden.

«Momentan sind Hunderttausende Arbeitsplätze in Gefahr», sagte Präsident Markus Wahl von der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Die Europäische Union könne hier gegensteuern. «Ein klares und präzises Paket von koordinierten Massnahmen in ganz Europa kann das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherstellen und ist die einzige Chance, die kommende Sommersaison zu retten.»

Helsana-Gewinn bricht um mehr als die Hälfte ein

Der Krankenversicherer Helsana hat im Geschäftsjahr 2020 einen Gewinneinbruch erlitten. Er führt dies insbesondere auf die wegen der Corona-Pandemie ausserordentlichen Lage im Gesundheitswesen zurück. Grund zur Freude gibt der Zuwachs an Kunden.

Der Jahresgewinn der Helsana brach um mehr als die Hälfte auf noch 155 Millionen Franken ein, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. In Anbetracht der generell unberechenbaren Lage sei dies aber «zufriedenstellend». So sei es auch gelungen, im Kerngeschäft die positive Entwicklung des Vorjahres mitzunehmen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Berset will bis im Sommer alle Impfwilligen gegen Covid-19 impfen
Gesundheitsminister Alain Berset verspricht «sehr viele Impfdosen in den nächsten Wochen und Monaten». (Bild: Keystone)

Bis im Sommer sollen alle Personen, die dies möchten, gegen Covid-19 geimpft sein. Bundesrat Alain Berset hat diesen Zeitplan bei einem Besuch am Donnerstag im Aargau bekräftigt.

Das Ziel sei trotz Lieferengpässen zu erreichen, sagte der Gesundheitsminister an einer Medienkonferenz in Aarau. «In den nächsten Wochen und Monaten werden wir sehr viele Impfdosen in der Schweiz haben.» Bald seien hierzulande 700’000 Dosen verabreicht worden. Die Impfung habe eine Wirksamkeit von 95 Prozent.

Zu weiteren Lockerungen der Corona-Massnahmen sagte Berset, der Gesamtbundesrat verfolge die Entwicklung der Kennzahlen. «Wir sehen eine Stagnation auf nicht so tiefem Niveau.» Prognosen seien schwierig. «Wenn die Zahlen weiter sinken, können wir Lockerungsschritte umsetzen.» Der Bundesrat wolle ein kalkuliertes Risiko eingehen, ohne die erreichten Fortschritte zu gefährden. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Pro Juventute verdoppeln Kriseninterventionen wegen Corona
 

Pro Juventute verzeichnete 2020 zahlreiche Kriseninterventionen wegen der Corona-Pandemie bei Jugendlichen. (Bild: Keystone)

Die Corona-Krise belastet die Psyche von jungen Menschen, vor allem in Familien mit sozial oder wirtschaftlich prekären Verhältnissen. Bei Pro Juventute hat sich die Anzahl Kriseneinsätze letztes Jahr fast verdoppelt.

Waren es im Jahr 2019 noch 57 Interventionen, so gab es im Jahr 2020 fast 100 Fälle, wo Pro Juventute bei einer Beratung Notfallorganisationen beiziehen musste, wie der am Donnerstag von Pro Juventute veröffentlichte Corona-Report zeigt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Schweizer Bauwirtschaft erwartet nach Pandemiejahr leichte Erholung

Die Schweizer Bauwirtschaft hat 2020 unter den Covid-Einschränkungen gelitten und den schwächsten Umsatz seit fünf Jahren ausgewiesen. Die Branche sei jedoch ihrer Rolle als Stütze der Wirtschaft gerecht geworden, teilte der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) am Donnerstag mit.

Der Umsatz lagt 2020 im Vergleich zum Vorjahr 5,8 Prozent tiefer auf 19,5 Milliarden Franken. Damit habe sich das Bauhauptgewerbe besser geschlagen als viele andere Branchen, wird betont. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Die Schweizer Bauwirtschaft erwartet 2021 eine Erholung. (Bild: Keystone)
Auch 2021 kein Zürich Marathon

Der Zürich Marathon findet auch in diesem Jahr nicht statt. Wie die Organisatoren mitteilten, bieten sie den Teilnehmern am 25. April stattdessen einen virtuellen Marathon durch Zürich an.

Der nächste richtige Zürich Marathon soll am 10. April 2022 über die Bühne gehen.

Digitale Begehung vor der offiziellen Wiedereröffnung

Im Rahmen des «Digitalen Wochenendes der Museen in der Schweiz» sind am 27. und 28. Februar ausgewählte Häuser virtuell begehbar. In zehn- bis fünfzehnminütigen Videos bieten sie einen Einblick in die Ausstellungen und einen Vorgeschmack auf die offizielle Wiedereröffnung am 1. März.

Das von Facebook initiierte Projekt findet zum ersten Mal statt. Wie das soziale Netzwerk am Donnerstag mitteilte, werden die Museen die Clips auf ihren jeweiligen Profilen veröffentlichen, wo sie jederzeit nachgeschaut werden können.

An der Aktion beteiligen sich das Verkehrshaus Luzern, das Technorama in Winterthur, das Bernische Historische Museum, das Zürcher Museum Rietberg, das Kunstmuseum Basel sowie das Museum für Gestaltung Zürich. Letzteres etwa lädt zu einem Rundgang durch sein Stammhaus an der Ausstellungsstrasse ein und präsentiert rund 80 Werke aus der grössten Plakatsammlung der Welt.

Kreditfluss im Euro-Raum verliert zum Jahresstart kaum an Schwung

Die starke Kreditaufnahme von Firmen im Euro-Raum hat trotz der zweiten Corona-Welle auch zum Jahresstart kaum nachgelassen. Im Januar reichten die Banken 7,0 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte.

Im Dezember hatte der Zuwachs noch bei 7,1 Prozent gelegen. Die Geldhäuser vergaben im Januar an die Privathaushalte 3,0 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor. Im Dezember hatte das Plus bei 3,1 Prozent gelegen.

Golden Globes finden viel später als sonst statt

In einem «normalen» Jahr würde Hollywood jetzt den Oscars entgegenfiebern, die Golden Globes wären schon Schnee von gestern. Doch wegen Corona ist in dieser Trophäensaison alles anders.

Die 93. Academy Awards gehen nicht wie sonst Ende Februar, sondern erst Ende April über die virtuelle Bühne. Stattdessen händigt der Verband der Auslandspresse die Golden Globes nun am Sonntag zum 78. Mal aus. Also deutlich später als in den Vorjahren: Gewöhnlich eröffnete die lockere Globe-Gala Anfang Januar den Preis-Reigen.

Die Golden Globes finden wegen der Corona-Pandemie viel später statt, als sonst. (Bild: Keystone)
WGs sind im Trend, aber Corona drückt auf Nachfrage

Studenten-WG oder Alters-WG: Wohngemeinschaften sind im Trend. Vor zehn Jahren teilten sich nur etwas mehr als 1,5 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ihre Wohnung. Bis 2018 ist dieser Anteil auf 2,7 Prozent deutlich angestiegen, wie Raiffeisen Schweiz in einer Studie aufzeigt.

 

Die Nachfrage nach WG-Zimmern ist in der Schweiz im Corona-Jahr 2020 eingebrochen. (Symbolbild: Keystone)

Längst würden sich nicht nur Studentinnen und Studenten für diese günstige und flexible Wohnform entscheiden. Auch junge Berufstätige und vor kurzem zugezogene Ausländer ziehe es vorwiegend in den grossen urbanen Zentren in diese gemeinschaftliche Wohnform. Während sie für eine Mehrheit nur eine Übergangslösung sei, gebe es aber durchaus viele Dauer-WGs in allen Alters- und Einkommensklassen.

Die Nachfrage nach WG-Zimmern in diesem dynamisch reagierenden Markt ist jedenfalls regelrecht eingebrochen, wie die Analyse der Daten der grössten Plattform wgzimmer.ch zeige. Die Zahl der Seitenaufrufe zur Zimmersuche sei im letzten Quartal 2020 rund 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, so Raiffeisen.

Wohnimmobilien-Preise trotz Pandemie weiter gestiegen

Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum haben trotz Corona-Krise Ende 2020 neue Höchststände erreicht. Und der Preisanstieg dürfte dieses Jahr weitergehen.

In der Schweiz stiegen die Preise für Wohnimmobilien-Preise trotz Pandemie. (Bild: Keystone)

Konkret wurden Einfamilienhäuser im letzten Jahr um 2,9 Prozent und Eigentumswohnungen um 3,1 Prozent teurer, wie die am Donnerstag publizierte Studie «Immobilien Schweiz Q1/21» von Raiffeisen Schweiz aufzeigt. Regional sind die Preisentwicklungen allerdings sehr unterschiedlich.

In der Innerschweiz und in der Romandie etwa mussten Käufer fast 7 Prozent mehr für Einfamilienhäuser aufbringen, während die Preise in der Region Genfersee mit plus 0,4 Prozent nur sehr leicht gestiegen und in der Ostschweiz sogar etwas gesunken sind (-0,8%). Mehr dazu lesen Sie hier.

Spanische Telefónica bleibt für 2021 vorsichtig

Das Corona-Jahr 2020 hat dem spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica massive Rückgange in seiner Bilanz eingebrockt – mit Auswirkungen auf das laufende Jahr. Aus eigener Kraft traut sich das Unternehmen für 2021 deshalb nur eine «Stabilisierung» von Umsatz und operativem Ergebnis zu, wie Telefónica am Donnerstag in Madrid mitteilte.

Auch bei der Dividende sieht es nicht rosig aus: So will Telefónica seine Dividende für das laufende Jahr um ein Viertel auf 0,30 Euro senken – die erste Kürzung seit 2016. Der Schritt soll dabei helfen, die massiven Schulden des Unternehmens zu senken und Geld für den Infrastrukturausbau zurückzuhalten.

Blutversorgung in der Schweiz trotz Pandemie gesichert

Trotz Pandemie wurde 2020 in der Schweiz fleissig Blut gespendet. (Bild: Keystone)

Trotz der Covid-19-Pandemie ist die Bilanz bei den Blutspenden im vergangenen Jahr positiv ausgefallen. Die Versorgung mit Blutprodukten konnte jederzeit sichergestellt werden, wie Blutspende SRK Schweiz am Mittwoch mitteilte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Aston Martin schreibt tiefrote Zahlen und hofft auf Besserung

Der von der Corona-Krise schwer gebeutelte britische Sportwagenhersteller Aston Martin hat 2020 tiefrote Zahlen geschrieben. Vor Steuern fiel ein Verlust von 466 Millionen Pfund an nach einem Minus von 119,6 Millionen im Jahr zuvor.

Aston Martin schreibt im Corona-Jahr 2020 tiefrote Zahlen. (Bild: Keystone)

Der Vorstand von Aston Martin äusserte sich aber zuversichtlich, im Jahr 2020 mit dem Konzernumbau die Basis für künftiges Wachstum gelegt zu haben. Im laufenden Jahr strebt er Umsatzzuwächse an und erste Schritte in Richtung Profitabilität.

Das Management der legendären Marke, die durch zahlreiche Auftritte in James-Bond-Filmen an Bekanntheit gewann, setzt auch auf neue Modelle. Die Nachfrage nach dem ersten Luxus-SUV, Aston Martin DBX, sei stark und eröffne ein lukratives Marktsegment, heisst es.

Qantas plant Flug-Comeback im Oktober

Die australische Airline Qantas plant ab Ende Oktober die Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs. Dann soll das Impfprogramm gegen das Coronavirus in «Down Under» abgeschlossen sein, wie Qantas-Chef Alan Joyce am Donnerstag mitteilte.

Regelmässige Verbindungen nach Neuseeland, das weitgehend Corona-frei ist, könnten schon im Juli wieder starten. «Wir stehen in engem Kontakt mit der Regierung, und wenn die Dinge sich ändern, dann werden sich auch die Daten ändern», so Joyce.

Das Corona-Jahr in Zitaten
«Wir müssen so schnell wie möglich handeln und so langsam wie nötig», so Gesundheitsminister Alain Berset im April. (Bild: Keystone)

Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine hohe Zeit der Zahlen, sondern auch der Zitate. Hier finden Sie eine Auswahl, die die verschiedenen Stadien und Haltungen in der Krise illustrieren.

Israel peilt in Corona-Krise ab April umfassende Öffnung an

Gut ein Jahr nach ersten Restriktionen will Israel die Corona-Krise im April weitgehend hinter sich lassen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte nach einer Mitteilung seines Büros eine umfassende Öffnung des Landes ab dem Monat an.

In Israel erhalten Geimpfte bereits mehr Freiheiten: Ab April soll eine umfassende Öffnung folgen. (Bild: Keystone)

Details dazu blieben allerdings zunächst offen. So ist etwa unklar, ob dies auch Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln umfassen soll.

Die Ankündigung vom Mittwochabend erfolgte weniger als vier Wochen vor einer Neuwahl – die vierte Abstimmung in zwei Jahren. Der 71-Jährige stellt sich am 23. März zur Wiederwahl. Er hatte bereits angekündigt, dass in Israel bis Ende März jedem ab 16 Jahren ein Impfangebot gemacht werden soll.

Kanton Zug hat mit Corona-Reihentests an Schulen begonnen
Im Kanton Zug starteten die Schüler am Donnerstagmorgen mit den neuen obligatorischen Spucktests. (Bild: Keystone)

Als erster Kanton hat Zug am Donnerstagmorgen im Kampf gegen das Coronavirus mit den obligatorischen Reihentests an Schulen begonnen. Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe sowie deren Lehrpersonen müssen nun wöchentlich an zwei Speicheltests teilnehmen.

«Testen statt schliessen ist mein grosses Anliegen hinter dieser Testaktion», sagte Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) an der Kantonsschule Menzingen vor den Medien. Kurz vor 9 Uhr fanden dort die ersten Spucktests statt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Mutationen bereiten Sorgen

Seit Beginn des Jahres gingen die Corona-Ansteckungszahlen in der Schweiz immer weiter runter. Nun drohen, sie zu stagnieren, wie SRF berichtet. «Die Fallzahlen sinken nicht mehr weiter wie bisher», so Wissenschaftsredaktor Daniel Theis in der Tagesschau vom Mittwochabend.

«Die Taskforce hat berechnet, dass jetzt eine Trendwende eintreten könnte und die Zahlen wieder steigen. Es könnte langsam wieder ansteigen und dann plötzlich wieder sehr schnell, wie wir das im Herbst erlebt haben.»

Der Grund für den befürchteten Anstieg: Die mutierten Virusvarianten. Diese sind ansteckender, als die ursprüngliche Form des Coronavirus. Bei einem Anstieg der Fälle könnten auch die Zahl der Todesfälle und die Auslastung der Spitäler wieder ansteigen. Mehr dazu lesen Sie hier.

SAP erhöht Dividende nach Gewinnanstieg

Europas grösster Softwarehersteller SAP will seine Aktionäre an dem gestiegenen Gewinn im Vorjahr teilhaben lassen. Die Dividende soll um 27 Cent auf 1,85 Euro je Aktie erhöht werden, wie Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung am Donnerstag vorschlugen.

SAP hat im vergangenen Jahr 5,28 Milliarden Euro unter dem Strich verdient und damit 57 Prozent mehr als im Jahr davor, obwohl der Konzern mit der Corona-Krise zu kämpfen hatte und im Tagesgeschäft mit einem leicht sinkenden Umsatz unter Druck gekommen war.

Schwyzer Staatsrechnung schliesst trotz Corona mit Überschuss

Die Schwyzer Staatsrechnung hat 2020 einen Überschuss von 97,4 Millionen Franken verzeichnet. Das ist mehr als budgetiert. Hauptgrund dafür sind Mehrerträge bei den Steuern aus Vorjahren und eine höhere Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank.

Nach dem sechsten positiven Resultat in Folge befindet sich der Staatshaushalt in ausgezeichneter Verfassung, wie das Finanzdepartement des Kantons am Donnerstag mitteilte. Das sei eine gute Ausgangslage für die weitere Finanzplanung und die anstehenden Herausforderungen.

Lombard Odier schreibt im Corona-Jahr 2020 mehr Gewinn

Die Genfer Bankengruppe Lombard Odier hat im vergangenen Jahr trotz Corona-Krise gut verdient. Die verwalteten Vermögen sind nochmals deutlich gestiegen und der Reingewinn fiel höher aus. Im zweiten Halbjahr 2020 lief es deutlich besser als im ersten Semester.

Konkret stiegen die Kundenvermögen dank einer «starken Entwicklung der Nettoneugelder» und positiven Markteinflüssen bis zum Jahresende 2020 um 6 Prozent auf 316 Milliarden Franken, wie das Genfer Bankhaus am Donnerstag mitteilte. Im ersten Halbjahr 2020 war wegen dem Corona-bedingten Markteinbruch noch ein Minus von 3 Prozent bei den Kundenvermögen zu Buche gestanden.

Deutlich mehr Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Wochenvergleich deutlich gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten dem staatlichen Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11 869 neue Fälle, 1662 mehr als am 18. Februar. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor.

 

Die Zahl der Neuinfektionen ist in Deutschland deutlich gestiegen. (Bild: Keystone)

Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen mit deutschlandweit 61,7 höher als am Vortag (59,3).

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 385 weitere Todesfälle verzeichnet. Das ist weniger als vor genau einer Woche: Damals hatte das RKI binnen eines Tages 10 207 Neuinfektionen und 534 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von Donnerstag, 03.10 Uhr, wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Münchener Rück schafft trotz Corona-Schäden Milliardengewinn

Die Münchener Rück hat das Corona-Jahr 2020 trotz hoher Schäden infolge der Pandemie mit einem Milliardengewinn abgeschlossen. Der Nettogewinn brach allerdings um 55 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro ein, wie der weltgrösste Rückversicherer am Donnerstag in München mitteilte. Damit lag der Gewinn knapp unter dem Durchschnitt der Schätzungen von Analysten.

Die Folgen der Corona-Pandemie belasteten die Münchener Rück allein mit 3,5 Milliarden Euro schwer. Insgesamt summierten sich die Grossschäden auf 4,7 Milliarden Euro. Die Dividende soll mit 9,80 Euro je Aktie trotzdem stabil bleiben, auf einen Aktienrückkauf will Vorstandschef Joachim Wenning derzeit aber verzichten.

Alpiq schreibt 2020 wieder Gewinn und bezahlt Dividende

Der Energiekonzern Alpiq hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Gewinn abgeschlossen, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust resultiert hatte. Alpiq profitierte von den abgesicherten Strompreisen für die Schweizer Produktion.

 

Die Alpiq schrieb 2020 einen Gewinn. (Bild: Keystone)

Im laufenden Jahr dürfte etwa eine verlängerte Revision des Kernkraftwerks Leibstadt das Ergebnis von Alpiq stark belasten. Zudem könnten die Auswirkungen der Corona-Pandemie derzeit noch nicht vollständig abgeschätzt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kudelski macht wegen Corona weniger Umsatz und Betriebsgewinn

Der Technologiekonzern Kudelski hat 2020 die Coronakrise zu spüren bekommen. Der Umsatz sank auf 741,5 Millionen Dollar, nachdem das Unternehmen vor einem Jahr noch 827,3 Millionen Dollar eingefahren hatte.

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) vor Restrukturierungskosten knickte auf 64,3 Millionen Dollar ein, wie das Westschweizer Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahr hatten noch 81,4 Millionen Dollar zu Buche gestanden.

Mit den Restrukturierungskosten hat sich Kudelski allerdings deutlich verbessert. Dann sei der EBITDA um 59 Prozent gestiegen, hiess es.

Adecco spürt Corona-Krise auch im Schlussquartal

Adecco hat auch im vierten Quartal 2020 die Folgen der Corona-Krise zu spüren bekommen. Allerdings hellte sich die Lage im Verlauf des Quartals weiter auf.

Der Umsatz in der Berichtswährung Euro nahm um 9 Prozent auf 5,41 Milliarden Euro ab. Bereinigt um Wechselkurseffekte und um die unterschiedliche Anzahl Arbeitstage resultierte ein Umsatzschwund von 5 Prozent, wie der Personaldienstleister am Donnerstag mitteilte. Im zweiten Quartal hatte es noch einen Rücksetzer von 28 Prozent gegeben, im dritten von 15 Prozent. Alle Hintergründe gibt es hier.

 

Adecco bekommt die Corona-Krise deutlich zu spüren. (Bild: Keystone)

Swiss Prime Site steigert Gewinn im Krisenjahr
 

Die SPS Swiss Prime Site konnte den Reingewinn in der Pandemie steigern. (Bild: Keystone)

Auch SPS Swiss Prime Site hat im vergangenen Geschäftsjahr die Folgen der Pandemie zu spüren bekommen. Doch dank positiven Einmaleffekten konnte der Reingewinn kräftig gesteigert werden. Für 2021 erwartet das Immobilienunternehmen einen Anstieg des Mietertrags.

Der grösste börsennotierte Schweizer Immobilienkonzern hat im vergangenen Jahr dank des Verkaufs der Tertianum Gruppe den Reingewinn auf 476,6 von 315,7 Millionen Franken im Vorjahr gesteigert, wie SPS am Donnerstag mitteilte. Die Dividende wird aber auf 3,35 Franken von 3,80 Franken je Aktie gesenkt. alles dazu lesen Sie hier.

Axa Schweiz wegen Corona mit deutlichem Gewinnrückgang

Die Versicherungsgruppe Axa Schweiz hat 2020 wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger verdient. Die Prämien konnten derweil auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

Die Versicherungsgruppe Axa Schweiz verzeichnet im Corona-Jahr 2020 einen Gewinnrückgang. (Bild: Keystone)

Unter dem Strich sank der Gewinn beim Schweiz-Ableger der französischen Axa um rund einen Drittel auf 547 Millionen Franken. Die Bruttoprämien konnte er mit einem Plus von 1 Prozent auf 5,78 Milliarden Franken allerdings halten. Mehr dazu gibt es hier.

Die EU in der Corona-Krise: Zu zaghaft, zu langsam, zu eigensinnig?

Impfen, testen, reisen – zum x-ten Mal sucht die Europäische Union eine gemeinsame Linie im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Beim Videogipfel an diesem Donnerstag müssen die Staats- und Regierungschefs erstmal den Groll über Impfstoffknappheit und verschärfte Grenzkontrollen beiseiteschieben. Dann werden die 27 wieder einmal geloben, künftig an einem Strang zu ziehen.

Ob das diesmal besser klappt als all die Male vorher, ist nicht ausgemacht. Denn das erste Jahr der Pandemie hat gezeigt: Die EU ist nicht optimal gewappnet für diese Jahrhundertkrise – zu schwache Strukturen, zu viel Kompetenzgerangel, zu viel Eigensinn. Oder wie es der Ökonom Guntram Wolff vom Brüsseler Bruegel-Institut sagt: «Die EU hat das Rennen begonnen ohne das Rennauto.» Die EU-Kommission hat viel Prügel bezogen, weil Corona-Impfstoff fehlte. Aber auch die EU-Staaten waren sich oft nur am Konferenztisch einig – und machten dann doch auf eigene Faust, was sie für richtig hielten.

Australische Fluggesellschaft Qantas mit Milliardenverlust

Die australische Fluggesellschaft Qantas muss wegen der Einschränkungen des Luftverkehrs in der Coronavirus-Pandemie im ersten Halbjahr einen Verlust einstecken. Auch der Ausblick bleibt bescheiden.

Die australische Fluggesellschaft Qantas erleidet in der Corona-Pandemie einen Milliardenverlust. (Bild: Keystone)

Das Unternehmen gab am Donnerstag zum 31. Dezember einen bereinigten Vorsteuerverlust in Höhe von 1,03 Milliarden Australische Dollar bekannt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war ein Gewinn von 771 Millionen Australische Dollar erwirtschaftet worden.

Das Unternehmen habe die weitgehende Wiederaufnahme des internationalen Reiseverkehrs aus Australien um vier Monate auf Ende Oktober verschieben müssen, erklärte Qantas-Chef Alan Joyce zudem. Erst dann sei das Coronavirus-Impfprogramm Australiens voraussichtlich abgeschlossen. Qantas hatte zuvor angekündigt, Flugreisende nur mit Impfnachweis an Board zu lassen.

Opec+ erwägt moderate Erhöhung der Ölförderung bei März-Treffen

Die grossen Erdöl-Exporteure erwägen nach Informationen von Insidern eine moderate Erhöhung der Erdölförderung. Beim Treffen der Länder Opec+ am 4. März solle über eine Anhebung der Fördermengen um 500’000 Barrel pro Tag entschieden werden.

Dies sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch. Die Massnahme sei bereits ab April denkbar, hiess es weiter. Grund sei eine Erholung bei den Preisen für Rohöl. Einige Länder seien jedoch dafür, das jetzige Niveau angesichts des Risikos neuer Rückschläge im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie beizubehalten.

Ein Jahr Corona-Pandemie – die letzten 12 Monate in Zahlen
Am 25. Februar 2020, genau vor einem Jahr, wurde der erste Corona-Fall in der Schweiz bestätigt. (Bild: Keystone)

Seit ziemlich genau einem Jahr ist das Coronavirus auch in der Schweiz verbreitet. Die wichtigsten Zahlen dazu gibt es hier im Überblick.

Ein Jahr Corona-Pandemie im Rückblick

Seit einem Jahr steht das öffentliche und private Leben in der Schweiz im Bann des Coronavirus. In zwei Wellen hat die Pandemie seit dem 25. Februar 2020 über 9’000 Menschen getötet und Kantone und Bundesrat zu drastischen Massnahmen gezwungen. Ein Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse finden Sie hier.

Winziges Virus löst grösste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg aus
Die Corona-Pandemie sorgt seit einem Jahr für riesiges Leid in der Schweiz. (Bild: Keystone)

Heute vor einem Jahr ist erstmals in der Schweiz bei einem Patienten das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Neun Tage später starb die erste Person an der Lungenkrankheit Covid-19. Seither herrscht im öffentlichen und privaten Leben der Ausnahmezustand. Mehr dazu lesen Sie hier.

30 Prozent weniger Coronavirus-Fälle und Corona-Tote in den USA

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in den USA ist im Wochenvergleich um rund 30 Prozent gefallen. Dies geht aus Angaben der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho) vom Mittwoch (Ortszeit) hervor.

Die meisten Staaten in Südamerika berichteten zudem von rückläufigen Coronavirus-Neuinfektionen, sagte Paho-Direktorin Carissa Etienne ausserdem. Sie beklagte allerdings einen Mangel an Coronavirus-Impfstoff, um noch bessere Resultate bei der Bekämpfung der Pandemie erzielen zu können.

Schalke 04 prüft Verkauf von Teilen seines E-Sport-Engagements

Der FC Schalke 04 stellt Teile seines E-Sport-Engagements auf den Prüfstand. Wirtschaftliche Faktoren könnten es notwendig machen, den Startplatz in der europäischen «League of Legends»-Liga LEC zu verkaufen, sagte Schalkes Chief Gaming Officer Tim Reichert der Nachrichtenagentur DPA am Donnerstag.

Durch die finanziell schwierige Situation, die starken Umsatzeinbussen in Folge der Coronavirus-Pandemie und den drohenden Abstieg muss der Tabellenletzte der deutschen Fussball-Bundesliga sparen. Den Startplatz in der LEC hatte Schalke 2019 für acht Millionen Euro gekauft.

Zürcher Zoo-Mitarbeitende tanzen für bessere Zeiten und die Tiere

Rund neunzig Mitarbeitende im Zoo Zürich, darunter besonders viele Mitglieder des Freiwilligenteams FTZ, tanzen in pandemiekonformen Kleinstgruppen zum Song «Jerusalema» von Master KG, der unter anderem als Gospel der Sehnsucht nach besseren Zeiten verstanden wird.

Am 1. März kann der Zoo mit den Lockerungsschritten des Bundesrates wieder öffnen. Solange tanzen die Mitarbeitenden für die Pinguine, Kamele und Affen:

(Video: Youtube, Zoo Zürich)

Moderna will Produktionskapazitäten für Corona-Impfstoff ausbauen

Das US-Unternehmen Moderna will die Produktionskapazitäten für seinen Corona-Impfstoff ausbauen. Im kommenden Jahr solle so die Produktion von 1,4 Milliarden Impfdosen à 100 Mikrogramm möglich sein, teilte das Unternehmen mit Sitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am Mittwoch mit. In diesem Jahr könne die geplante Produktion von 600 Millionen Dosen um 100 Millionen Dosen aufgestockt und möglicherweise noch weiter ausgebaut werden.

Moderna will die Produktionskapazitäten für den Corona-Impfstoff weiter ausbauen. (Bild: Keystone)

Zudem teilte das Unternehmen mit, dass es einen speziell auf die südafrikanische Coronavirus-Variante angepassten Impfstoff-Kandidat für klinische Studien an die US-Gesundheitsbehörde NIH geliefert habe. Ersten Erkenntnissen zufolge, wirke der bisher unter anderem in den USA und der EU zugelassene Impfstoff aber auch gegen die Varianten.

«Victoria's Secret»-Mutter L Brands schreibt wieder schwarze Zahlen

Die Konzernmutter von «Victoria’s Secret» hat im Weihnachtsquartal gute Geschäfte gemacht – obwohl das Dessous-Label weiter in der Krise steckt. Unterm Strich verdiente L Brands in den drei Monaten bis Ende Januar 860 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mitteilte. Vor einem Jahr hatte es noch einen Verlust von 192 Millionen Dollar gegeben. Der Umsatz stieg zudem im Berichtsquartal um gut zwei Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar.

Der «Victoria’s Secret»-Mutterkonzern L Brands schreibt wieder schwarze Zahlen. (Bild: Keystone)

Konzernchef Andrew Meslow sprach von einer Rekordleistung seines Unternehmens und auch bei Anlegern kamen die Quartalszahlen gut an. Die Aktien reagierten nachbörslich zunächst mit einem Kurssprung um rund fünf Prozent.

Während Bath & Body Works die Verkäufe im Schlussquartal auf flächenbereinigter Basis um 22 Prozent steigerte, gingen sie beim einst schillernden Unterwäsche-Label um drei Prozent zurück. Der Konzern hatte die Tochter eigentlich schon mehrheitlich an einen Finanzinvestor veräussert, doch aufgrund von Belastungen durch die Coronavirus-Krise war der Deal gescheitert.

Corona-Lockdown in Dänemark wird zum 1. März teils gelockert

Dänemark lockert angesichts gesunkener Infektionszahlen und gleichzeitiger Sorge vor der britischen Virus-Variante vorsichtig einige seiner Corona-Beschränkungen. Nach mehr als zwei Monaten dürfen die meisten Geschäfte im Land am Montag wieder öffnen, sofern ihre Ladenfläche kleiner als 5’000 Quadratmeter ist und sie sich nicht in Einkaufszentren befinden. Das gab Justizminister Nick Hækkerup am Mittwoch in Kopenhagen bekannt. Sorgen vor Virus-Mutanten bleiben jedoch. Die britische Virus-Variante sei nun die dominierende in Dänemark, sagte Regierungschefin Mette Frederiksen am Abend.

SRG-Mitarbeiter in Oberstdorf positiv getestet

Ein Mitarbeiter des Westschweizer TV-Senders RTS ist nach seiner Ankunft am Veranstaltungsort der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf positiv auf eine Coronavirus-Mutation getestet worden. Die betroffene Person wurde isoliert, zehn Kollegen – sechs von RTS und vier von SRF – mussten sich in Quarantäne begeben. Sie wurden in der Zwischenzeit negativ getestet. Allen Betroffenen gehe es gesundheitlich gut, teilte die SRG mit. Die Berichterstattung von den Weltmeisterschaften sei weiterhin gewährleistet.

Die Nordische Ski-WM findet in Oberstdorf statt. (Bild: Keystone)
US-Regierung will Millionen kostenlose Masken verteilen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung mehr als 25 Millionen Gesichtsmasken an einkommensschwache Bürger verteilen. Die Masken sollten im März an 60’000 Essensausgaben und 1’300 Gesundheitszentren in Kommunen im ganzen Land geliefert werden, sagte der Corona-Koordinator des Weissen Hauses, Jeff Zients, am Mittwoch.

Dort könnten Menschen, die eine Maske bräuchten, diese kostenlos bekommen. Sie seien aus Stoff, könnten also gewaschen und wiederverwendet werden. Zients sagte, in einkommensschwachen Haushalten fehle es mitunter an Masken. Dagegen wolle man angehen. Die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, betonte, eine Maske zu tragen, sei einer der wirkungsvollsten Schritte gegen die Pandemie.

Luzerner Theater rüstet sich für Wiedereröffnung im April

Das Luzerner Theater bereitet sich auf eine Wiedereröffnung im April 2021 vor. Geplant seien drei Premieren und eine Wiederaufnahme, teilte es am Mittwoch mit. Allerdings müssten auch geplante Produktionen abgesagt werden. Ab April sollen im Luzerner Theater das Tanzstück «Alice», basierend auf «Alice im Wunderland», die Schiller-Adaption «Tell – eine wahre Geschichte» sowie Mozarts Oper «Cosi fan tutte» zu sehen sein. Diese drei Produktionen hätten ursprünglich ihre Premieren im Januar, Februar und März erleben sollen.

(Bild: Keystone)

Ferner nimmt das Luzerner Theater das Stück «Meine geniale Freundin 1-4» wieder auf. Das Schauspiel nach den Erfolgsromanen von Elena Ferrante war bereits im November 2020 zu sehen. Die genauen Spieldaten im April stehen noch nicht fest.

Bündner Regierung schwer enttäuscht vom Bundesrat

Die Bündner Regierung hat sich von den Beschlüssen des Bundesrates im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie schwer enttäuscht gezeigt. Terrassen in den Skigebieten müssen nun wieder gesperrt werden.

Die Bergbahnen in Graubünden würden am Freitag informiert, dass bei den Take-Away-Angeboten in den Skigebieten die Terrassen wieder geräumt werden müssten, sagte Regierungsrat Peter Peyer (SP) am Mittwoch in Chur in einer ersten Reaktion auf die Bundesratsbeschlüsse. Skitouristen würden nun wieder unkontrolliert im Schnee sitzen, statt kontrolliert an Tischen.

Gewerbeverband fordert das Ende des Lockdowns

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) fordert die vollständige Öffnung der Wirtschaft gemäss der Logik des gezielten Schutzes und damit das Ende des Lockdowns. Ausserdem verlangt der SGV «unverzügliche Korrekturen am Härtefallregime».

Der Bundesrat ignoriere die Resultate der Vernehmlassung und halte «an seinem zögerlichen und konzeptlosen Massnahmenbündel» fest, schreibt der SGV in einer Mitteilung vom Mittwoch. Mit Verweis auf seine eigene Roadmap verlangt der SGV das Ende des Lockdown per 28. Februar.

Litauen verlängert Lockdown bis Ende März

Im Kampf gegen das Coronavirus bleibt das öffentliche Leben in Litauen weiter eingeschränkt. Die Regierung in Vilnius verlängerte am Mittwoch den Lockdown in dem EU-Land um einen weiteren Monat bis Ende März. Begründet wurde der Schritt mit der weiterhin ungünstigen epidemiologische Situation in dem knapp 3 Millionen Einwohner zählenden Ostseestaat. Zugleich beschloss das Kabinett von Ministerpräsidentin Ingrid Simonyte eine Lockerung der allgemeinen Maskenpflicht und der geltenden Ausgangsbeschränkungen.

(Symbolbild: Keystone)
Die Mitte begrüsst Öffnungsstrategie des Bundesrates

Die vorgesehenen Öffnungsschritte gehen für die Mitte «in die richtige Richtung». In welchem Tempo die Lockerungen zu verantworten seien, liege unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage klar in der Kompetenz des Bundesrats. Die Partei begrüsse erste wesentliche Lockerungen der Corona-Massnahmen ab dem 1. März. Bedauerlich sei allerdings, dass der Bundesrat an der für Familien nicht praktikablen 5-Personen-Regel in Innenräumen festhalte, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Die Mitte warnt davor, das bisher gemeinsam Erreichte nicht aufs Spiel zu setzen. Es brauche dringend wieder mehr Zusammenhalt und Solidarität statt Polarisierung und Spaltung im Land. Denn nur vereint könne diese Krise bewältigt werden.

Der Bundesrat mache einen Schritt auf die Gastronomie zu, indem er ankündige, bei positiver epidemiologischer Entwicklung auch eine vollständige Öffnung der Restaurants per 22. März 2021 zu prüfen, schreibt die Mitte.

Bericht: Italienische Mafia nutzt Corona-Pandemie aus

Die italienische Mafia hat einem Bericht zufolge die Corona-Pandemie verstärkt für ihre Machenschaften ausgenutzt. Die Mafiosi hätten im vergangenen Jahr Einzelpersonen, Familien und Unternehmen mit Geld unterstützt, die in finanzielle Not geraten waren, wie aus dem Bericht der Anti-Mafia-Behörde (DIA) über das erste Halbjahr 2020 hervorgeht. Diese Menschen drohten jedoch dadurch von der Mafia mit der Zeit «aufgesogen» oder zu Instrumenten für Geldwäsche zu werden.

Die kalabrische Mafia ‹Ndrangheta unterstützte Menschen in Not zum Beispiel, indem sie ihnen Geld für schwarz verrichtete Arbeiten gab. So entstand eine psychologische Abhängigkeit von Italiens mächtigster krimineller Organisation, wie es in dem Bericht weiter hiess, der dem italienischen Parlament am Dienstag vorgelegt worden war.

Ausserdem drangen die Organisationen immer stärker in die öffentliche Verwaltung vor. Das zeigen laut Ermittlern die Zahlen von illegaler Einflussnahme und Betrug im öffentlichen Sektor.

Aargauer Regierung prüft Ausbau der Härtefallunterstützung

Der Aargauer Regierungsrat prüft einen weiteren Ausbau der kantonalen Härtefallunterstützung. Zur Diskussion steht die Ausrichtung von Fixkostenbeiträgen auch an Unternehmen mit einem hohen Umsatzausfall wie in der Reisebranche, der Eventbranche und der Schaustellerbranche auszudehnen. Zudem sollen im Sinne der Gleichbehandlung auch Fixkostenbeiträge an Betriebe ausgerichtet werden, die ihren Umsatz zu einem wesentlichen Teil mit der Belieferung von behördlich geschlossenen Betrieben erwirtschaften. Das teilte der Regierungsrat am Mittwoch mit.

Im Kanton Aargau sollen geschlossene Betriebe höhere Fixkostenbeiträge erhalten. Das prüft der Regierungsrat. (Symbolbild: Keystone)

Der Regierungsrat hatte das Härtefallprogramm zuletzt im Januar ausgebaut. Neben Liquiditätshilfen in Form von nicht rückzahlbaren Beiträgen und Kreditausfallgarantien an Unternehmen mit einem pandemiebedingten Umsatzausfall von mehr als 25 Prozent im Jahr 2020 werden seither auch Fixkostenbeiträge an behördlich geschlossene Unternehmen ausgerichtet.

Harte Worte: Gastrosuisse ist «frustriert und bitter enttäuscht»

Exakt eine Stunde nach Beginn der Medienkonferenz des Bundesrates meldet sich die Gastro-Branche zu Wort. Man sei «frustriert und bitter enttäuscht», so Casimir Platzer, Präsident von Gastrosuisse. Man wolle selbstverständlich auch keinen Jo-Jo-Effekt und ebenso wenig eine dritte Welle, doch stünden im aktuellen Zustand Schaden und Nutzen in keinem Verhältnis.

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(Symbolbild: Keystone)
Gesundheitsminister Alain Berset zur Corona-Müdigkeit

«Wir sind auch sehr müde in dieser Situation. Wir können auch nicht mehr. Es ist sehr sehr verständlich, es geht nicht mehr.» Das sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch zur gegenwärtigen Corona-Müdigkeit der Bevölkerung und der Regierung.

(Bild: Keystone)
Britische Veranstalter planen Musikfestival für August

Die Ankündigung der Regierung in London, alle Lockdown-Massnahmen bis zum 21. Juni in Grossbritannien aufzuheben, zeigt erste Auswirkungen auf die Festival-Branche. Wie die Veranstalter des Reading-and-Leeds-Festivals am Mittwoch mitteilten, soll das Musikfest in England mit Künstlern wie Ex-Oasis-Frontmann Liam Gallagher und dem Rapper Stormzy im August stattfinden. «Nach der jüngsten Ankündigung der Regierung können wir es kaum erwarten, zurück auf die Felder zu gehen diesen Sommer», hiess es in einer Twitter-Mitteilung.

Im vergangenen Jahr hatte die mehrtägige Musikveranstaltung, die an zwei Standorten in den englischen Städten Reading und Leeds mit jeweils Zehntausenden Teilnehmern abgehalten wird, wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden müssen. Das bekannteste Rock-und Pop-Festival in Grossbritannien, das Glastonbury-Festival, wurde inzwischen bereits zum zweiten Mal abgesagt. Es wird auch in diesem Jahr nicht stattfinden.

Economiesuisse: Lockerungen sind ungenügend

Für den Wirtschaftsdachverband Economiesuisse sind die per 1. März beschlossenen Lockerungen der Corona-Massnahmen ungenügend. Mit ihrem Zögern nehme die Regierung langfristige Schäden in Kauf. Obwohl die Fallzahlen in den vergangenen Wochen deutlich gesunken seien und die Intensivstationen nicht mehr an der Belastungsgrenze seien, verzichte der Bundesrat auf wichtige Öffnungsschritte, schreibt Economiesuisse in einer Mitteilung vom Mittwoch. Kritische Worte findet der Verband unter anderem für die anhaltende Schliessung von Aussenräumen von Restaurants und die Homeoffice-Pflicht.

Der Bundesrat habe zudem am Mittwoch nur in Umrissen den Fahrplan für die nächsten Öffnungsschritte skizziert. Für viele Unternehmen bleibe unklar, womit sie ab dem 22. März rechnen dürften. Die Definition der weiteren Öffnungsschritte wäre laut Economiesuisse nun aber angezeigt gewesen, da immer mehr Personen aus den Risikogruppen mittlerweile geimpft und damit ausser Gefahr seien.

Schulschliessungen wegen Corona: Millionen Kinder werden nicht satt

Für Millionen Kinder weltweit ist die Schule der zentrale Ort, um einmal am Tag satt zu werden. Deshalb schlägt das UN-Welternährungsprogramm WFP Alarm wegen der Schulschliessungen infolge der Corona-Krise.

(Symbolbild: Keystone)

Auf einem Höhepunkt der ersten Covid-Welle hätten im April 2020 fast 200 Länder ihre Schulen dichtgemacht, stellen die Fachleute der UN-Behörde in einem am Mittwoch vorgelegten Bericht fest. Dadurch hätten 370 Millionen Kinder ihre Schulmahlzeiten verloren, heisst es in dem Report.

FDP: Längere Restaurant-Schliessung ist unverständlich

Die FDP findet es unverständlich, dass der Bundesrat die Öffnung von Restaurants und anderen Betrieben nicht auf den 1. März zulässt. Das widerspreche einer Forderung der Mehrheit der Kantone und der Branche. Für weitere Öffnungen ab dem 22. März sehen die Freisinnigen keine Anzeichen. Die Partei wiederholt deshalb ihre Forderung nach einem klaren Koordinatensystem für die kommenden Monate, wie sie am Mittwoch schreibt. Der Bundesrat biete kaum mittelfristige Perspektiven. Immerhin begrüsst die FDP die Festlegung von Indikatoren.

Alle Massnahmen sollen alle 14 Tage anhand des geforderten Koordinatensystems überprüft werden. So sind gemäss der Partei schnelle Reaktionen möglich.

Flugverkehr kommt nicht in Fahrt – Erholung später als gedacht

Die Fluggesellschaften sehen nicht die erhofften Buchungen für Ferien- und Geschäftsreisen, um bald aus dem tiefen Corona-Loch zu kommen. Der Branchenverband IATA hat seine Prognose deshalb nach unten korrigiert, wie Chefökonom Brian Pearce am Mittwoch in Genf mitteilte. Die Menschen hätten aber grossen Nachholbedarf. Sobald sich die Infektionslage entspanne und Einreisebeschränkungen aufgehoben werden, geht der Verband davon aus, dass wieder deutlich mehr geflogen wird.

(Symbolbild: Keystone)

Im Dezember war der Verband noch davon ausgegangen, dass Flugreisen im zweiten Halbjahr etwa 51 Prozent des Niveaus von 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise, erreichen. Mit dem Auftauchen der neuen Virusvarianten und neuen Einreisebeschränkungen geht die IATA jetzt nur noch davon aus, dass 38 Prozent des Niveaus von 2019 erreicht werden. Sollten die Einreisebeschränkungen langsamer aufgehoben werden als heute erwartet, könnten es auch nur 33 Prozent sein.

SP begrüsst den «vernünftigen Kurs» des Bundesrats

Die SP hat es in einer Mitteilung vom Mittwoch begrüsst, dass der Bundesrat an seinem «vernünftigen Kurs festhält» und «wissenschaftlich abgestützte Öffnungsschritte plant». Zusammen mit der Impfkampagne gebe diese Lockerungsstrategie der Bevölkerung eine Perspektive für Frühling und Sommer.

Die Unternehmen erhielten ausserdem mehr Planungssicherheit, schreibt die SP Schweiz. Zu schnelle Lockerungen würden die Fortschritte der letzten Wochen zunichtemachen. Unbefriedigend blieben hingegen die begleitenden Wirtschaftshilfen. Bund und Kantone müssten bei Schliessungen für eine rasche Entschädigung sorgen. Ansonsten sorge dies für berechtigten Unmut.

Gesundheitsdirektoren unterstützen vorsichtige Öffnung

Die Mehrheit der Kantone stellen sich hinter die vom Bundesrat am Mittwoch beschlossene vorsichtige und schrittweise Lockerung der Massnahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Nicht nachgekommen sei die Landesregierung aber der Forderung nach einer Öffnung der Gastro-Aussenbereiche, schreibt die Gesundheitsdirektorenkonferenz.

Parmelin: «Nur gemeinsam besiegen wir dieses Virus»

Der Bundesrat sei sich bewusst, dass viele Leute nicht glücklich seien mit den getroffenen Entscheiden, sagte Bundespräsident Parmelin am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Aber die epidemiologische Lage bleibe fragil und die Öffnungen bärgen auch Risiken. Nur ein geeintes Land werde die Epidemie überwinden.

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(Bild: Keystone)
Grüne und GLP stellen sich hinter vorsichtige Lockerungen

Die Grünen und die Grünliberalen haben sich hinter die vorsichtigen Lockerungsmassnahmen des Bundesrates in der Corona-Pandemie gestellt. Die Situation bleibe unsicher. Es sei wichtig, dass der Bundesrat vorsichtig und in einzelnen Schritten öffne. Sonst drohe ein Jojo-Effekt, teilten die Grünen mit. Sie fordern aber, dass die Datenlage zu den Ansteckungsorten dringend massiv verbessert werden muss. Es dürfe nicht zu einer Öffnung im Blindflug kommen am 22. März.

Es bleibe zudem weiterhin essentiell, die wirtschaftliche Unterstützung zu erhöhen und es müsse dafür gesorgt werden, dass die Härtefallhilfen in allen Kantonen rasch bei den Betroffenen ankämen.

Für den Präsidenten der Grünliberalen Partei Schweiz (GLP), Jürg Grossen, sind die Lockerungen sinnvoll und mit Augenmass. Der Bundesrat lasse sich vom Lärm derer, die nicht mehr wüssten, ob sie Regierungs- oder Fundamentaloppositionspartei seien, nicht beirren. Die Pandemie sei noch nicht vorüber, ein neues Hochschiessen der Fallzahlen wäre verheerend, schreibt Grossen auf Twitter.

SVP: Bundesrat missachtet Kantone und Kommissionen

Die SVP hat am Mittwoch erwartungsgemäss mit scharfen Worten den Bundesrat kritisiert. Dass der Bundesrat nicht schneller öffne, sei ein Affront. Die Bevölkerung und Betriebe würden weiter schikaniert. «Der Bundesrat bleibt stur und missachtet die Kantone und parlamentarischen Kommissionen», hiess es in einer Mitteilung der SVP. Die Mehrheit der Kantone habe ganz klar weitergehende und schnellere Öffnungen als der Bundesrat gewollt.

Neben der Gesundheitskommission des Nationalrats habe auch die Wirtschaftskommission des Ständerats für die sofortige Öffnung von Terrassen und Restaurants per 22. März votiert. Das sei eine reine Machtdemonstration und Schikane des Bundesrats. Für diese Entscheidung fehle jede Datenbasis.

Bundesrat ist optimistisch, aber bleibt wegen Mutanten vorsichtig

Laut Gesundheitsminister Alain Berset sind die vom Bundesrat beschlossenen Lockerungen der Corona-Massnahmen möglich, «wenn wir aufpassen». Man nehme mit dem ersten Öffnungsschritt ein adäquates Risiko in Kauf. «Wir wollen alle so schnell wie möglich zurück zur Normalität, müssen aber weiterhin flexibel bleiben im Umgang mit dem Virus», sagte Berset am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Die vergangenen Tage hätten die fragile Situation unterstrichen: «Die Zahlen gehen nicht mehr runter, nicht nur bei uns.» Alle müssten deshalb vorsichtig bleiben.

(Bild: Keystone)

Glücklich zeigte sich Berset darüber, dass die Zahl der Hospitalisationen und Todesfälle seit Wochen stetig zuürckgeht. «Die Perspektive ist gut.» Man befinde sich nun aber in der Periode, die schon seit Monaten als «schwierigste Situation der Pandemie» vorhergesehen worden sei.

Dänemark verlängert Reisebeschränkungen bis einschliesslich Ostern

Dänemark verlängert seine coronabedingten Einreisebeschränkungen bis einschliesslich Ostern. Das Aussenministerium in Kopenhagen rät damit wie bereits seit dem 8. Januar und vorläufig bis zum 5. April weiter von Reisen in und aus allen Ländern der Erde ab. Zugleich müssen die meisten Ausländer mit Ausnahme von Menschen aus dem Grenzgebiet einen anerkennungswürdigen Einreisegrund und einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können, um ins Land gelassen zu werden.

Die fortgesetzte Einschränkung der Reiseaktivitäten sei ein wichtiges Element bei den Bemühungen, die Infektionslage in Zeiten auftretender Virusvarianten unter Kontrolle zu halten, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Ohne Hygienemaske im Zug: Gericht Horgen bestätigt Busse

Unwissenheit schützt nicht vor Bestrafung: Nach diesem Grundsatz hat das Bezirksgericht Horgen am Mittwoch entschieden, dass ein 46-jähriger Deutscher die Masken-Busse bezahlen muss, die er im Zug aufgebrummt erhielt. Er trug damals nur einen Schal. Hygienemasken ertrage er leider nicht, sagte der 46-Jährige.

BAG aktualisiert Liste der Risikoländer

Reisende aus Risikoländern müssen bei der Rückkehr in die Schweiz sieben Tage in Quarantäne. Ab dem 8. März gilt dies auch für Rückkehrer unter anderem aus Luxemburg oder den Malediven. Das BAG hat am Mittwoch die Länderliste aktualisiert.

Neu auf der Liste stehen auch Antigua und Barbuda, Barbados, Chile, Kuwait, Moldawien und Peru. Neu sind auch mehrere zusätzliche Regionen in Österreich und in Italien betroffen. Ab dem 8. März betrifft die Quarantäne-Pflicht Reisende aus insgesamt 37 Ländern sowie 22 Regionen.

Das ist in der Schweiz ab 1. März wieder möglich

Die Schweiz wagt am 1. März einen ersten Lockerungsschritt aus dem Lockdown. Alles, was wieder erlaubt ist und alles, was nicht, gibt es hier in der Übersicht.

(Bild: Keystone)
Ab Montag öffnen die Läden – Gastro bleibt zu

Der Bundesrat bleibt seinem eingeschlagenen Corona-Kurs weitgehend treu: Trotz Kritik in der Vernehmlassung verzichtet er auf umfassendere Öffnungen per 1. März. Ab Montag dürfen alle Läden wieder öffnen, Restaurants bleiben dagegen bis auf weiteres zu.

Mehr dazu lesen Sie hier.

(Bild: Keystone)
Gekeulte Nerze in Dänemark werden ausgegraben und bis Juli verbrannt

Nach der umstrittenen Massenkeulung von Millionen Nerzen in Dänemark sucht die zuständige Behörde eine Firma, die viele der getöteten Tiere wieder ausgräbt und zur Verbrennung bringt.

Dänemark gräbt die 2020 gekeulten Nerze wieder aus und verbrennt sie. (Bild: Keystone)

Die Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen veröffentlichte am Mittwoch eine Ausschreibung für die Ausgrabung der Pelztiere aus ihren langen Massengräbern auf zwei Militäranlagen in der Region Mitteljütland und den anschliessenden Transport zu Müllverbrennungsanlagen.

Es handelt sich demnach um schätzungsweise 13’300 Tonnen tierischer Überreste. Bis zum 23. März können interessierte Betriebe ihr Angebot an die Behörde schicken. Der Auftrag soll dann Ende Mai beginnen und bis Mitte Juli abgeschlossen sein.

Kanton Aargau reicht Strafanzeige gegen Impf-Betrüger ein

Im Kanton Aargau kam es zu betrügerischen Spendenanrufen in Zusammenhang mit Corona-Impfungen. (Bild: Keystone)

Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau hat nach betrügerischen Spendenaufrufen via Telefon im Zusammenhang mit Impfungen eine Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Der Kanton ruft die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und verdächtige Anrufe bei der Kantonspolizei zu melden.

Verschiedene Personen erhielten in den vergangenen Tagen Anrufe von Unbekannten, die Spenden verlangten, wie das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Mittwoch mitteilte. Aufgrund der Gesprächsinhalte werde von einem Missbrauch von Impfdaten ausgegangen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Qualitätskommission im Gesundheitswesen wird operativ

Ab 1. April wird eine Eidgenössische Qualitätskommission (EQK) dafür sorgen, dass das vorgegebene Niveau im Gesundheitswesen gehalten und kontinuierlich verbessert wird. Der Bundesrat hat am Mittwoch deren Mitglieder ernannt. Bereits bis Ende Jahr sollen erste Berichte vorliegen.

Im Sommer 2019 hatte das Parlament eine Vorlage zur Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen verabschiedet. Nun hat der Bundesrat das Gesetz und die zur Umsetzung nötigen Verordnungsänderungen per 1. April in Kraft gesetzt, wie er mitteilte. Im Zentrum steht die Eidgenössische Qualitätskommission.

1343 neue Fälle in der Schweiz

Das BAG meldet 1343 neue Fälle. 16 weitere Menschen starben nach einer Corona-Infektion und 43 mussten ins Spital. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ungarn beginnt Impfungen mit chinesischem Mittel

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Ungarn am Mittwoch als bisher einziges EU-Land mit der Verabreichung des chinesischen Impfstoffs von Sinopharm begonnen.

In den nächsten sieben Tagen sollen 275 000 Menschen mit dem in der EU nicht zugelassenen Mittel geimpft werden, erklärte die Oberste Amtsärztin Cecilia Müller in einer Online-Pressekonferenz. «Damit unternehmen wir einen wichtigen Schritt zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus», fügte sie hinzu.

Bundesrat informiert ab 15:00 Uhr über neue Entscheide

Der Schweizerische Bundesrat informiert heute Mittwoch ab 15:00 Uhr über die neuesten Entscheide in der Corona-Pandemie. Bundespräsident Guy Parmelin und Gesundheitsminister Alain Berset präsentieren die Corona-Öffnungsstrategie. Mehr dazu und die Medienkonferenz im Live-Stream und Ticker finden Sie hier.

Ständeratskommission will Härtefall-Bestimmungen ausweiten

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) möchte die Härtefallmassnahmen im Covid-19-Gesetz auf jüngere Firmen ausweiten. Ausserdem sollen die Kantone in diesem und im nächsten Jahr bis zu 12 Sonntagsverkäufe durchführen dürfen.

Neu sollen alle Unternehmen von den Härtefallmassnahmen profitieren können, die vor dem 1. Oktober 2020 gegründet wurden, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Bisher wurden nur diejenigen Firmen berücksichtigt, die vor dem 1. März 2020 existierten.

Ausserdem soll der Finanzierungsanteil des Bundes an den Härtefallmassnahmen für Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 5 Millionen Franken von 70 auf 80 Prozent erhöht werden. Dadurch entstünden zusätzliche Kosten in Höhe von 600 Millionen Franken, weshalb auch der Verpflichtungskredit um diesen Betrag erhöht werden müsste.

Grossveranstaltungen trotz Pandemie: Ärzte-Kritik an Erdogans AKP

Die Türkische Ärztevereinigung (TBB) hat scharfe Kritik an Grossveranstaltungen der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in der Pandemie geübt.

«Es zeigt, dass die AKP nicht mal die Leben ihrer eigenen Wähler respektiert», sagte die TBB-Vorsitzende Sebnem Korur Fincanci der dpa am Mittwoch. Es sei diskriminierend und respektlos, Veranstaltungen abzuhalten, während ein Grossteil der Gesellschaft durch pandemiebedingte Regeln in Nöten stecken.

Die AKP hält bereits mehrere Wochen in Folge Parteikongresse in mehreren Städten ab. Videos der Veranstaltungen zeigen grosse Menschenmengen. Am Wochenende teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ein Video auf Twitter von einer Beerdigung mit zahlreichen Teilnehmern. Darauf war zu sehen, wie Menschen dicht an dicht standen, ohne den vorgegebenen Mindestabstand einzuhalten.

Wirtschaftskommission: Bundesrat muss schneller öffnen
Der Bundesrat handelt für die WAK-S zu langsam bei den Lockerungen der Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)

Die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK-S) fordert vom Bundesrat einen schnelleren Rhythmus beim Ausstieg aus den Massnahmen zum Schutz gegen die Coronavirus-Pandemie. Sie tut dies «aus Sorge um die grossen wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise», wie sie schreibt.

Allerdings macht die WAK-S den Vorbehalt, dass die epidemiologische Lage eine schnellere Öffnung zulässt, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Gleichzeitig fordert die WAK-S, dass der Bund das Testen fördert und die ungedeckten Kosten dafür trägt. Alles dazu lesen Sie hier.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Covid-19 finden Sie hier.

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