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Der Telebasel News-Beitrag vom 21. Februar 2021.
Baselland

Waldenburgerli – Erneuerung nimmt Fahrt auf

Bis 2022 soll die Waldenburgerbahn vollständig erneuert werden. Die Bauarbeiten sind auf Kurs und die BLT zuversichtlich.

300 Millionen Franken lässt sich die BLT das Projekt kosten. 2016 übernahm das Baselbieter Verkehrsunternehmen das Waldenburgerli. Die Strecke beginnt in Liestal. Dort wird bereits tatkräftig gebaut – aber von den SBB. Der Bahnhof Liestal erhält eine vierte Spur. Die Strecke der Waldenburgerbahn muss aber deswegen verschoben werden. Im Zuge der Erneuerung werden auch die Gleise ersetzt.

Das neue Rollmaterial, das von Liestal nach Waldenburg fahren wird, hat eine andere Breite, als das ikonische, rot-weisse Bähnli. Auch das Gewand wird sich ändern, wie Fredi Schödler erklärt. Er ist der stellvertretende Direktor der BLT. Die neuen Fahrzeuge werden im klassischen BLT-Gelb verkehren. Schödler: «Die Corporate Identity der BLT wollen wir auch Waldenburgertal». Die BLT soll als Eigentümerin erkannt werden.

Von Liestal nach Bad Bubendorf sind es rund sieben Minuten mit der Bahn. Dort erkennt man das Ausmass des Bauprojekts. Rund um das kleine Bahnhäuschen sind Bagger und andere Baumaschinen im Einsatz. Installationsflächen für das Material und die Maschinen werden gebaut. Fredi Schödler sagt, dass es im ganzen Tal zehn solcher Flächen gibt. Dadurch sollen Transportkosten gespart werden.

Stationen müssen weichen

Während die Flächen errichtet werden, wird das prägnante Bahnhäuschen bald abgerissen. Die Haltestellen der ganzen Linie werden neu gebaut und auch barrierefrei. Ausserdem täusche der fachwerkliche Stil des Häuschens. Es sieht zwar deutlich älter aus, wurde aber erst in den 1980er Jahren gebaut.

Bis anhin ging alles ganz gut bei den Bauarbeiten. Selbst Corona konnte dem Projekt keinen Strich durch die Rechnung machen. Nur kurz wurde es brenzlig. Ursprünglich wollte die BLT die Frenke zwischen Hölstein und dessen Gewerbegebiet Bärenmatte renaturieren. Doch weil Liestal sein Trinkwasser von dort bezieht, ging das nicht. Nun wird ein Teil des Nahen Hanges abgetragen, sodass der Ausbau zu einem zweispurigen Gleis klappt. Doch dagegen reichten Umweltverbände Einsprache ein.

Verzögerungen locker umschifft

Der Umbau drohte in Verzug zu geraten. Doch gemäss Fredi Schödler konnte man eine mündliche Einigung erreichen. Die BLT wird dafür Kompensationsmassnahmen ergreifen. In den kommenden drei Jahren sollen die genauer definiert werden. Mehrkosten werden laut Schödler nicht anfallen. Die Strecke führt an der Frenke entlang weiter nach Niederdorf.

Dort sind die Bauarbeiter bereits daran, das Flüsschen gegen Hochwasser zu sichern. Das heisst, das Flussbett muss breiter werden. Im nächsten Schritt wird dann die Spur der des Waldenburgerlis ausgebaut. Um Synergien zu nützen, hat die BLT zusammen mit dem kantonalen Tiefbauamt das Konzept für den Ausbau erarbeitet. Von Niederdorf ist man in wenigen Minuten bereits am Ende der Strecke – in Waldenburg.

Bei der Endstation bleibt kein Stein auf dem anderen. Der ganze Bahnhof und die Bahn-Depots werden planiert und neu aufgebaut. Am 11. Dezember 2022 soll das Waldenburgeli in komplett neuem Gewand den Betrieb aufnehmen.

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