Featured Video Play Icon
International

Jugendliche wegen Corona zunehmend in seelischer Not

Jugendliche schreien in der Pandemie vermehrt nach Hilfe. Das Sorgentelefon bei Pro Juventute läuft heiss. Das und mehr macht am Sonntag Schlagzeilen.

Sorgentelefon der Jugendlichen läuft auf Hochtouren

Die Zahl der Hilferufe von Jugendlichen in der Coronavirus-Pandemie nimmt laut einer Meldung vom «Sonntagsblick» deutlich zu. So liefen derzeit die Drähte des Sorgentelefons bei der Stiftung Pro Juventute heiss. Viel mehr Jugendliche äusserten Ängste, berichteten von Konflikten mit Eltern und Geschwistern, von häuslicher Gewalt und Einsamkeit, hiess es von der Organisation gegenüber dem Blatt. Zudem seien die Psychiatrien des Landes momentan stark gefordert. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Bern verzeichne eine Zunahme von rund 50 Prozent bei den Notfällen. «Wir sind überfüllt und können bei weitem nicht alle aufnehmen», bestätigte Direktor Michael Kaess dem «SonntagsBlick».

Bereits seit Monaten müsse triagiert werden, hiess es weiter. In der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universität Zürich sei ausserdem die Zahl Notfälle in den vergangenen zwölf Monaten um rund 40 Prozent gestiegen. «Wir kommen an unsere Grenzen und mussten deshalb Jugendliche auf Erwachsenen-Stationen verlegen, sagte Direktorin Susanne Walitza. «Der Anmeldedruck in der Poliklinik und den stationären Abteilungen für Kinder und Jugendliche ist seit Herbstbeginn 2020 so hoch wie noch nie», hiess es von Alain Di Gallo, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel. Beunruhigend sei obendrein vor allem die Zunahme von ernsthaften Suizidversuchen.

Marcel Salathé verlässt Covid-19-Taskforce

Der Epidemiologe Marcel Salathé will laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» von der Coronavirus-Taskforce des Bundes zurücktreten. Gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern wolle er eine gemeinnützige Organisation gründen, hiess es. Als Ziel dieser neuen Institution wird Hilfe beim Aufholen des technologischen Rückstandes der Schweiz angegeben. Der während der Coronavirus-Pandemie bekanntgewordene Epidemiologe hatte immer wieder auf kritisiert, dass die Verwaltung während der Coronavirus-Pandemie in technologischer Hinsicht deutlich hinterherhinke. «Wir sind im Daten-Blindflug, statt mit schnellen IT-Systemen versuchen wir rasanten Entwicklungen mit Fax-Übermittlung beizukommen», sagte er nunmehr zur Begründung seiner Entscheide gegenüber dem Blatt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Drohungen gegen den Bundesrat

Die Bundesanwaltschaft hat laut der «SonntagsZeitung» Ermittlungen in fünf Fällen wegen Drohungen gegen beziehungsweise Beleidigungen von Bundesräten während der Coronavirus-Pandemie aufgenommen. In mehreren Dutzend Fällen sei das Bundesamt für Polizei (Fedpol) wegen Drohungen gegen Behördenmitglieder aktiv geworden, bestätigte die Behörde dem Blatt. «Derzeit sind bei der BA fünf Strafverfahren offen», die Drohungen gegen Bundesräte beinhalteten, hiess es zudem. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, weshalb auch noch keine Strafbefehle erlassen worden seien, führte die Bundesanwaltschaft gegenüber der Zeitung weiter aus. Mehrere dieser Verfahren beträfen laut Recherchen des Blattes den SP-Bundesrat und Gesundheitsminister Alain Berset.

Diktator-Vorwurf gegen Berset

Zahlreiche Politiker haben den aus SVP-Kreisen stammenden Diktator-Vergleich mit SP-Bundesrat und Gesundheitsminister Alain Berset kritisiert. «Es ist nicht der Moment, mit Begriffen wie Diktator auf einzelne Personen zu zielen», sagte etwa Ständeratspräsident Alex Kuprecht zum «SonntagsBlick». Berset sei einer von sieben Bundesräten und falls er sich durchsetze, stelle sich die Frage, warum die bürgerliche Mehrheit dies zulasse, sagte er. Auch Nationalratspräsident Andreas Aebi verwahrte sich gegen den Diktator-Vergleich: «Diese Wortwahl ist nicht meine. Solche Begriffe gebrauche ich nicht», sagte er gegenüber dem «SonntagsBlick».

Und selbst Alt-Bundesrat Adolf Ogi (SVP) äusserte sich in dem Blatt ebenfalls zum Diktator-Vorwurf gegen Berset. «Ich finde diese Wortwahl falsch, erklärte er. Und generell gegen den SVP-Plan, den Bundesrat in der Coronavirus-Krise zu schwächen, wehrt sich die Partei Mitte. «Wir dürfen den Bundesrat in der Corona-Politik nicht entmachten, er muss seine Handlungskompetenzen behalten und aufgrund der epidemiologischen Entwicklung rasch reagieren und entscheiden können», sagte die Chefin der Mitte-Fraktion Andrea Gmür, gegenüber der «SonntagsZeitung». Damit versuche sie, den Plan der SVP zu stoppen, wonach der Bundesrat per Gesetz gezwungen werden soll, Restaurants schnell und ohne Rücksicht auf die epidemiologische Lage wieder zu öffnen.

Mögliche Weitergabe des AstraZeneca-Impfstoffes

Die Schweiz prüft laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» die Weitergabe des Coronavirus-Impfstoffes von AstraZeneca. Die Zeitung beruft sich dabei auf Aussagen des Bundesamtes für Gesundheit BAG. «Die Schweiz ist in der heutigen Ausgangslage nicht auf die Dosen von AstraZeneca angewiesen», hiess es. «Noch ist unklar, was mit AstraZeneca passieren würde. Es gibt Überlegungen, den Stoff weiterzugeben», bestätigte die BAG-Vizedirektorin Nora Kronig dem Blatt. Ein Rücktritt vom Kaufvertrag sei zwar momentan keine Option. Falls der Coronavirus-Impfstoff jedoch bei der Zulassung durch Swissmedic durchfalle, würde dies allenfalls geprüft, sagte Kronig. Der Hersteller wisse aber davon offenbar noch nichts, schrieb das Blatt. AstraZeneca bereite sich auf die Auslieferung vor, hiess es von der Pharmafirma gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Speicheltest im Bundeshaus

Während der neuen Session im Bundeshaus stehen den Parlamentariern laut einer Meldung von «Le Matin Dimanche» die Möglichkeit zur Verfügung, einen Speicheltest auf das Coronavirus zu machen. Ziel der Massnahme sei es, asymptomatische Personen zu erkennen und damit die Ausbreitung des Coronavirus im Plenum einzudämmen, hiess es. Die Teilnahme an der Massnahme sei freiwillig und mangels Rechtsgrundlage nicht obligatorisch, hiess es weiter. Die Testmöglichkeit stünde auch Personen zur Verfügung, die während der Session zur Arbeit ins Bundeshaus müssten, also Mitarbeiter des Parlamentsdienstes, Sicherheits- und Reinigungspersonal oder akkreditierte Journalisten.

Churer Bischof spekuliert auf Sitz in Zürich

Der neue Bischof von Chur, Joseph Bonnemain, liebäugelt laut Meldungen der «NZZ am Sonntag» und der «SonntagsZeitung» mit einem Bischofssitz in Zürich. Die Zeitungen berufen sich dabei auf frühere Aussagen des Geistlichen und auf Informationen nahestehender Personen. Vor fünf Jahren habe Bonnemain gesagt, dass es sinnvoll sei, wenn der Bischof mehrheitlich dort wirke, «wo die grösste Zahl der Menschen im Bistum leben und handeln». Bereits als kirchlicher Richter habe er zudem das bischöfliche Gericht von Chur nach Zürich verlegt, und er wolle auch die Wohnung des ehemaligen Weihbischofs in Zürich beziehen, hiess es weiter.

Die Pläne für einen Co-Sitz Zürich seien bereits spruchreif. Die Vision Bonnemains von vor 15 Jahren, so die «SonntagsZeitung», sei die Errichtung eines Bistums Chur-Zürich gewesen. Dies würde ganz nach dem Vorbild Rottenburg-Stuttgart oder Bozen-Brixen geschehen. Die Idee eines Doppelbistums würde auch in der Schaffung einer weiteren Kathedrale münden. Dafür kämen in Zürich etwa die Liebfrauenkirche oder die Kirche St. Peter und Paul in Frage, schrieb die «NZZ am Sonntag».

Zunahme der Unterstützer des CO2-Gesetzes

Immer mehr Unternehmen unterstützen laut einer Meldung vom «SonntagsBlick» das CO2-Gesetz. Sie schlössen sich damit Verbänden wie Economiesuisse, der Schweizerische Bankiervereinigung und dem Schweizerischen Baumeisterverband an. Die Zeitung schreibt, Swiss Re, Ikea, Siemens, Helvetia, Mobiliar, BASF, PwC und die Ammann Group befürworteten die Klima-Vorlage. Auch Pharmariese Novartis unterstütze das Gesetz. Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt sagte gegenüber dem Blatt: «Das Gesetz ist ein Kompromiss, der von Unternehmen aller Grössenordnungen umsetzbar sein sollte.»

Die «SonntagsZeitung» berichtet zudem, dass der Klimaschutz künftig den Lohn von Nestlé-Chef Mark Schneider auswirkt. Das Blatt beruft sich dabei auf den neuesten Vergütungsbericht. Demnach werden ab dem Jahr 2021 für die Berechnung des kurzfristigen Bonus neu Umwelt- und soziale Kriterien angewendet. Details werde Nestlé im Laufe des Jahres bekanntgeben, sagte ein Konzernsprecher zur «SonntagsZeitung».

Neue Ungereimtheiten im Postauto-Skandal

Im Postauto-Skandal gibt es laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» neue Ungereimtheiten. Das Bundesamt für Verkehr BAV habe bereits im Jahr 2013 die Absicht von Postauto gekannt, eine Holdingstruktur mit Transferpreisen einzuführen, hiess es. Das Blatt beruft sich dabei auf neue Dokumente. Spitzenbeamte des BAV und des Departements der damaligen Bundesrätin Doris Leuthard (Uvek) haben demnach von den Plänen der Post, den Postauto-Bereich in einer Holding zu organisieren, frühzeitig gewusst. Das Projekt Impresa sei somit kein Geheimprojekt zur Gewinnverschleierung gewesen, sondern eine über Jahre vorbereitete und innerhalb der Post sowie der Verwaltung breit diskutierte Neuorganisation des Postauto-Bereichs, hiess es weiter.

Der Hintergrund dieser Anpassungen sei die Umwandlung der Post in eine Aktiengesellschaft gewesen, wodurch sämtliche Bereite steuerpflichtig geworden seien. Deshalb habe sich auch Postauto bereits frühzeitig Gedanken machen müssen, wie Dienstleistungen zwischen subventionierten und anderen Bereichen verrechnet werden sollten. Das Impresa-Projekt sei zum 1. Januar 2016 umgesetzt worden. Die Dokumente zeigten, dass es auch mehrere positive Entscheide der Steuerbehörden zu den Konzepten gegeben habe.

Neue Erkenntnisse zum Vorfall in Neuenburg

Die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» berichtet neue Erkenntnisse zum Vorfall in Neuenburg, also vor zehn Tagen eine junge Frau mit einer Flüssigkeit angegriffen worden war. Das Blatt schreibt, es handle sich bei der Flüssigkeit um eine Chemikalie, die bei verstopften Rohrleitungen zum Einsatz käme und ätzend sei. Dieses Produkt werde nicht in Drogerien oder Supermärkten verkauft, sondern nur einem eingeschränkten Personenkreis zur Verfügung stehe. Der mutmassliche Täter, der Ex-Freund des Opfers, habe Zugang zu solchen Produkten gehabt, hiess es weiter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel