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Der Telebasel News-Beitrag vom 21. Februar 2021.
Baselland

Das passierte am Sonntag in Liestal

Das Liestaler Städtli zog am Sonntag trotz Fasnachts-Absage etwa hundert Menschen an. Vom Komitee gibt es einen «Chienbäse-Ersatz».

Trotz abgesagter Fasnacht sammelten sich in Liestal am Sonntag-NacGuggenmusikhmittag circa hundert Leute an. Die Polizei war durchgehend vor Ort und suchte den Dialog mit den Anwesenden.

«Jeder würde gerne Fasnacht machen»

Ein Teil der Liestaler Fasnächtler liess sich die Fasnacht nicht nehmen. Unter den etwa hundert Personen, die am Sonntag, 21. Februar 2021, vor dem Törli feierten, tummelten sich auch Mitglieder der Guggenmusik Lupo-Rueche, die im September aufgrund eines internen Corona-Falls noch in Quarantäne sassen.

«Wir sind Fasnächtler, das ist eine Tradition und ich meine, jeder würde gerne Fasnacht machen», so Mirko Kleiber, Mitglied der Lupsinger Guggenmusik.

Mit ihrem kleinen Lastwagen sind sie neben das Stadttor gefahren. Offiziell als Guggenmusik seien sie aber nicht in Liestal: «Also wir als Verein haben uns entschieden, dass wir offiziell nichts machen», erklärt Major Timo Gisin.

Der Bus sei für die Mitglieder da. «Der Bus dient eigentlich nur als interner Anlass für unseren Verein. Da schauen wir auch strengstens auf die Fünfergruppen. Es ist einfach so, dass wir als Vorstand unseren Mitgliedern etwas zurückgeben. Das ist uns auch wichtig», erklärt ein weiteres Mitglied der Guggenmusik.

Bussen und Anzeigen möglich

Die Polizei hielt den ganzen Nachmittag das Geschehen im Auge. Es befanden sich mehrere Polizisten vor Ort. Es gab auch Dialog-Teams, die Gruppen über fünf Personen auf die Corona-Massnahmen aufmerksam machten.

«Unsere Leute sind vor Ort und sind im Gespräch mit den Fasnächtlern, sie mahnen sie ab. Bis jetzt sind diese Gespräche positiv verlaufen», so Adrian Gaugler, Mediensprecher der Kantonspolizei um 15:30 Uhr zu Telebasel.

Auch weiterhin lässt die Polizei das Geschehen in Liestal nicht aus dem Auge. «Wenn jemand die Abmahnungen oder die Massnahmen wiederholt ignoriert, greifen wir konsequent durch», verspricht Adrian Gaugler und fügt hinzu: «Diese Person wird gebüsst oder verzeigt».

Fasnachts-Komitee distanziert sich

Das Liestaler Fasnachts-Komitee distanziert sich von jeglichen inoffiziellen, fasnächtlichen Aktivitäten. Trotz Absage hat das Komitee versucht, möglichst viel Fasnacht an die Liestaler und Liestalerinnen zu bringen.

Es gab einen Schaufenster-Wettbewerb im Städtli, zudem organisierte das Komitee auf Wunsch der Stadt Liestal ein Höhenfeuer.

«Die grossen Feuerwagen, die jetzt zwei Jahre nacheinander nicht brennen durften, musste man ausräumen», erklärt Komitee Präsident Ruedi Schafroth. Dieses übrige Holz wird am Sonntag um ca. 20:00 Uhr niedergebrannt.

Der Telebasel News-Beitrag vom 21. Februar 2021.

Das Höhenfeuer findet an einem Ort statt, der aus dem Städtli gut sichtbar ist. Zuschauer vor Ort sind keine erlaubt. «Heute Abend ist ein Sicherheitsdienst hier. Es gibt eine Anzündmannschaft, aber und alle anderen werden weggewiesen», so Ruedi Schafroth zu Telebasel.

Schafroth bedauert, dass er sein letztes Jahr als Präsident so erleben muss, trotzdem bleibe er positiv: «Ich finde es schön, dass man diese Tradition noch ein wenig hochhalten kann. Wenigstens ist es doch noch ein richtiges Feuer. Es ist schön, dass das Holz, das für die richtige Fasnacht vorgesehen war, dafür gebraucht werden kann», so Ruedi Schaferoth am Sonntag.

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