Die wöchentliche Wissensfrage für neugierige Kidz. (Bild: Unsplash / Daniele Levis Pelusi)
Schweiz

Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre – wo liegt der Unterschied?

Nicht alle Tiere halten einen Winterschlaf. Vögel beispielsweise fliegen in die Wärme. Tiere, welche das nicht können, müssen eine andere Lösung finden.

Was tun, wenn es in der Schweiz kalt wird? Bei Vögeln ist es einfach. Sie breiten ihre Flügel aus und fliegen in die Wärme. Viele andere Tiere können das aber nicht; sie müssen hier überwintern.

Nicht alle Tiere verfallen allerdings in einen Winterschlaf. Einige ruhen sich nur aus, andere werden ganz starr und bewegen sich nicht. Damit du das Thema gut verstehst, unterscheiden wir im folgenden Text drei Begriffe: Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre.

Der Winterschlaf

Zu den Winterschläfern gehören Tiere wie der Igel, die Fledermaus und das Murmeltier. Sie alle können ihre eigene Körpertemperatur stark senken. Dadurch wird ihr Herzschlag ganz langsam. So atmen beispielsweise Igel anstatt 50 Mal pro Minute nur noch ein bis zweimal. Das Herz schlägt dabei um das vierzigfache weniger.

Wenn Tiere im Winterschlaf sind, so bedeutet dies nicht automatisch, dass sie auch im Tiefschlaf sind. Zwischendurch wachen sie auf und gehen kurz auf die Toilette. Sie fressen aber nichts. Werden Winterschläfer zu oft gestört, so kann dies tödlich enden. Das Aufwachen kostet sie viel Energie. Sie bräuchten anschliessend Futter, finden aber keines.

Die Winterruhe

Die Winterruhe ist nicht so extrem wie der Winterschlaf. Winterruhe halten zum Beispiel der Dachs, das Eichhörnchen und der Braunbär. Im Vergleich zu Winterschläfern senken sie ihre Körpertemperatur nicht so stark. Sie wachen häufiger auf und suchen ab und zu nach Nahrung.

Allerdings kommt es auf die Kälte an. Im eisigen Sibirien verlassen Braunbären ihre Höhle bis zu sieben Monaten nicht. In Europa, wo es wärmer ist, verlassen Braunbären mehrfach ihre Höhle, um nach Nahrung zu suchen. In warmen Zoos, in welchen sie genügend Futter bekommen, halten Bären keine Winterruhe.

Die Winterstarre

Tiere wie Fische, Frösche, Eidechsen, Insekten und Schildkröten fallen in eine Winterstarre. Wird es draussen sehr kalt, sind ihre Körper so lange starr, bis es wieder wärmer wird. Die Tiere aufzuwecken ist nicht möglich. Frösche beispielsweise vergraben sich im Winter im Schlamm oder suchen sich Mäusegänge. Insekten verstecken sich im Holz oder in kleineren Ritzen.

Sobald es Frühling wird, erwachen alle Tiere wieder. Ganz egal, ob sie im Winterschlaf, in der Winterruhe oder in der Winterstarre waren.

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