Vier Briten wurden nach einem Wohnwagendiebstahl in Duggigen verhaftet. (Symbolbild: Kantonspolizei Basel-Landschaft)
Baselland

Britische Familie nach Wohnwagen-Diebstahl vor Gericht

Eine britische Familie muss sich wegen einem Wohnwagen-Diebstahl vor Gericht verantworten. Die Angeklagten sagen, sie wurden von einem Gangster bedroht.

Eine englische Familie versuchte am 9. Mai 2020 vor dem Wohnwagen-Stellplatz bei Duggigen einen Wohnwagen zu stehlen. Wie die «Basler Zeitung» schreibt, stiess die Polizei dabei auf eine Familie in Flipflops, schlafende Kinder im Pyjama auf dem Rücksitz eines Fords sowie einen medikamentös sedierten Rollstuhlgänger.

Die Mutter habe versucht den bellenden Familienhund still zu halten, während eine 22-jährige Cousine vor Ort war und mindesten zwei weitere Personen flüchteten. Diese konnte die Polizei in der steilen Böschung nicht verfolgen. So konzentrierten sich die Untersuchungen auf die Familie mit den drei Kindern, den Rollstuhlgänger und die Cousine.

Familie sagt, sie sei bedroht worden

Mittlerweile zehn Monate sitzen nun vier erwachsene Briten in Muttenz in Haft, wie die Zeitung schreibt. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der Wohnwagenklau geplant war und die Familie sich aus England in die Schweiz aufgemacht hat, um in Duggingen einen 78’000 Franken teuren Tabbert zu klauen und gleich zwei weitere Wohnwagen.

Sie hätten die Fahrzeuge «für den Abtransport vorbereitet». Es gibt aber DNA-Spuren der mutmasslichen Täter. Für den Diebstahl der drei Wohnwagen im Gesamtwert von rund 266’000 Franken fordert die Staatsanwaltschaft Haftstrafen von bis zu drei Jahren und acht Monaten. Londoner Aussenbezirk Croydon hinauszuführen. Weil das Disneyland geschlossen war, wollte die Familie in die Schweizer Berge ausweichen.

Eine Tochter hätte den Planwechsel auf Facebook gepostet, worauf sich ein Gangster aus dem Raum Basel gemeldet hätte. Weil die Familie dem Mann 8000 Pfund für einen Pferdeanhänger schulde, hätte dieser der Familie gedroht, Angehörige in London umzubringen, wenn sie das Geld nicht sofort zurückzahlen. Als Alternative sollte die Familie bei den Wohnwagendiebstählen helfen. «Oh my God, in was sind wir da hineingeraten!», habe sich die Familie gesagt, bevor sie am 9. Mai mitgeholfen hätten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel